Ausgabe 
13.7.1919
 
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je nach innen gerichtet und der Heimat der Seelen zugewendet ist. Nicht in lauten Volks⸗ versammlungen oder gewalttätigen Zusam⸗ menrottungen vereinigen sich diese, aber in

der Zurückgezogenheit des Hauses und im Gottesdienst, in der Betrachtung des gött⸗

lichen Wortes, und sie suchen voll Zuversicht in Gottes hohe Wege, seinen Willen auch in

den dunkelsten Führungen zu erkennen. Auch

an Lichtblicken fehlt es nicht ganz in diesem Dunkel. Das treue Bekenntnis ernster

Christen ist jetzt besonders trost⸗ und hoff⸗

nungsreich. Wie gerne lassen wir Leser und Freunde desSonntagsgrußes z. B. die warmherzigen Worte der verehrten Mit⸗

arbeiterin Frau Baronin Rabenau auf uns wirken. Möchte die Verfasserin von nun 100 zum Herzen gehenden Artikeln wissen, wie sehr die Schriftleitung dieses Blattes wohl

allen Lesern aus der Seele geredet hat⸗ als sie kürzlich die Verdienste der ebenso beschei⸗

denen wie rastlosen Streiterin für die Ehre

Gottes an dieser Stelle würdigte! Möchte es ferner einem stets erwartungsvollen Leser

im Sinne vieler gestattet sein, sich dieser

Würdigung dankbar für das bisher Gebotene anzuschließen zu weiterem Ansporn für will⸗ kommene Beiträge.

Unsere Gesinnungsgenossen aber schöpfen

Kraft und Freudigkeit in düsterer Zeit aus solcher Bezeugung christlicher Gesinnung und

Bürger und Schreinermeister Namens Moog verübt worden. Derselbe hat seine Frau und 5 Kinder und hernach sich selbsten Ermordet. Sein Körper hat der schinder auf dem schin⸗ der Karn auf den Rabenstein(Hinrichtungs⸗ platz) gebracht, den Kopf abgehauen auf das Rad gesteckt den Körber drauf geflochten d. 25ten August. Daß man noch im Jahre 1816, mitten im Zeitalter der Aufklärung und Humanität, mit dem Leichnam dieses Mörders und Selbstmörders so barbarisch umgegangen ist, ist sehr erstaunlich.

D. 7ten Septem des Morgens hat sich Kaufmann Bicking auf dem Neuenweg den Halß abgeschnitten und denselben Abend hat sich auch der gewesene Stadt Leutnant Dietz den Halß wollen abschneiden hat oder(aber) 10 Täge gelebr.

1817.

Den Ziten October ist allhier so wie in allen Efangelischen Landen das dreyhun⸗ dert Jährige Reformathionsvest) drey Täg gefeuert. Von wegen unsern Religion, Stifter Doctor Martin Luther da derselbe 1517 d. Z1ten October aufgetretten ist hat das helle Licht des Efangeliums wieder auf den Leuch⸗ ter der wahrheit Gottes gesetz, hat Also das Dunkel und Erthimmer der pfaffen und priester wo mit sie die Menschheit der da mahligen zeit Verführet hat der Mann Lu⸗

erblicken darin einen Baustein an dem ewigen ther Als Werk zeug Gottes sein Glaubens 1 N. die Sturmflut 5 23 g Dom und dem Wall, der die Sturmflut bekenntnis in Worms oeffentlich vor der

brechen wird. Adalbert Bindewald. Johann Henrich Schaffstädts Gießener Chronik 1770- 1825. (Fortsetzung.) f

D. 15ten Juny ist des Schreiners Hell⸗ jedem Efangelischen C muths Gesell bey der Pulvermühl Ertrunken jedem Efangelischen El

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namens Herring gebürtig aus Schweinitz.

gantzen Welt abgelägt und zu Gottes Ehrre bestanden. Dieses Vest welches wir anheute gefeuert fihl also der 31te October auf einen Freytag wo also tags zuvor mit leuhtung aller Glocken eine gantze Stunde von 5 bis 6 Uhr der feuerliche Tag wahr an gezeigt. Den Ersten Tag wahr ein heilliger Tag

hristen auch wurde das Abend mahl gehalten, der 2te Tag wahr ein Vestlicher Tag unser schuhl kinder beiterley

Nach den Kirchenduche hieß der unglückliche geschlechts, die Mägdlein alle weiß gelle funge Mann Gottlieb Hering, er stammte mit grünem kranz auf den Kopf die Jungen

aus Schweidnitz in Schlesien und war 21

Knaben alle grünen zweige auf den Hütten

Jahre alt. Die Puloermühle ist in alter Zeit oder Kappen der Zug der Schulkinder immer die Unglücksstätte gewesen, wo viele in geschah von allhießigen Rahthauß mit Ihrem

den Fluten der Lahn umkamen.

D. 21ten Juny ist der Abel des H.

Lehrer, dar nach kam unsere Geistlichkeit mit Kirch⸗ und Schulrath nach den selben kam⸗

Heyers Bedienter bey dessen Wallstück aus wen unsere Rath Schöffen nebst Stadt Vor

dem Graben Tod gefunden worden.

Standt auch wahr unser gantze Landwehr In

D. 23ten July ist ein Student Na⸗ Galla, und begleitete den Zug mit gewehr

mens Fabrisius aus Tribstadt bey der Pul⸗ und waffen. oben auf dem Trib da wahr ein

fermühl Ertrunken.

Plaz zurecht gemacht All wo eine junge Eiche

Nach dem Kirchenbuche war das der Stu⸗ gesetz wurde welche von den Kinder begrüß

dent der Theologie Ludwig Fabricius, acht a zehn Jahre alt, Sohn des Pfarrers Fabri. Schaffstädts Aufzeichnungen über das cius zu Trippstadt bei Kaiserslautern, er er⸗ Reformationsfest des Jahres 1817 haben trank beim Baden. Er wurde im Beisein des wir bereits vor zwei Jahren imSonn⸗ ganzen akademischen Senates und aller Stu⸗ tagsgruß veröffentlicht, damals hatten wir dierenden beerdigt; der Student der Theo⸗ des besseren Verständnisses halber die Nie⸗ logie Wilhelm Köhler aus Darmstadt hielt derschrift an die neuere Orthographie an⸗ am Grabe einepassende Rede. gepaßt. Hier, wie überhaupt bei dieser ganzen

chließen wir uns an das

D. Alten August ist in Frankfurt am Veröffentlichung, f Main eine Schreckliche Mordthat von einem Original an.

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