W Der Weltkrieg. Z
it unerhörter Kraftanstrengung setzen unsere unvergleichlichen Truppen die Angriffe auf dem nordwestlichen Kriegsschauplatz gegen die feindlichen Stellungen fort, und wie nach dem alten Sprichwort immer das Gluck die Tapferen unterstützt, blühen ihnen denn auch die wohlverdienten Erfolge, Mit dem Gesang „Deutschland Deutschland über alles" ziehen die Bataillone unserer jungen KricgssreiwilligenindenKampf, und ihrem Bajonettangriff ist kein Feind gewachsen. Gerade dieser Opfermut und diese unentwegte Hingabe muh uns alle mit Stolz und hoher Freude erfüllen! stehen unserer jungen Mannschaft doch geivih noch schlvcre Kämpfe und Anstrengungen bevor, che der Feind endgültig besiegt ist.
Auf dem östlichen Kriegsschauplatz ist die Kriegslage für uns so günstig wie möglich.
Auf der langen Front von der ostpreußischen Grenze durch Russisch-Polen bisnachGalizien wurde und wird in diesem Augenblick noch gekämpft, wir sowohl wie unsere Verbündeten haben den Russen schwere und empfindliche Verluste beigebracht, BciWloclavecwurden die russischen Armeekorps bis nach Kntno zurückgeworfen, und hier büßten sie anher bedeutendem Kriegsmaterial allein 23 000 Gefangene ein.
An der ostpreuhischen Grenze muhten sie 5000 Mann in unseren Händen lassen, und die österreichisch - ungarischen Truppen nahmen ihnen 7000 Mann ab. Und gar bei Lodz nahm General Mackensen mehr denn -10000 Mann gefangen und erbeutete viel Kriegsmaterial, Solche Einbußen müssen auf die Dauer selbst für das Riesenheer schivächend wirken. Unter allen Umständen läßt sich aber aus diesen Tatsachen der erfreuliche Schluß ziehen, daß von einer ernsthaften Bedrohung der deutschen Grenzen keine Rede sein kann. Ferner ist es nach den eigenen Auslassungen des Generalfeldmarschall'-' von.tzindenburg auch hier im Osten für uns sehr günstig, daß der Winter mit ziemlicher Energie in das Land gezogen ist. Die „Einbuddclci" der Russen, in welcher Kunst sie Meister sind, fiuocl bei Frost, wenn das Erdreich festgefroren ist, ein Ende, sie müssen uns im freien Feld cntgegentreten, und unfern Sturmangriffen dürften sie kc,,.m genügenden Widerstand entgegensetzen können. ES kommt hinzu, daß die russischen Armeen durch die geniale Strategie HindenburgS gezwungen wurden, eine Frontveränderung vorzunehmen, Dadurch sind ihre Trains und Bagagen in große
Unordnung geraten. Die Bewegungsfreiheit der Truppen ist auf das äußerste beschränkt worden. Fernerhin stellt sich immer mehr heraus, daß cs bei den Russen an Waffen und Munition zu schien beginnt. Es ist bereits altes japanische» Geschütz- material aufgckauft worden, an Handfeuerwaffen kann kaum der nötigste Bedarf gedeckt werden, und mit Derpstegung und
Furage haperte es bereits seit langem.
Auch auf ihrem südlichen Kriegsschauplatz sind die guten Waffen unserer österreichisch- ungarischen Bundesgenossen mit glücklichen Erfolgen gesegnet, Starke österreichisch- ungarische Kräfte haben die Kolubara bereits überschritten, allerdings leistete der Gegner in mehreren gut gewählten befestigten Stellungen noch Widerstand, Unsere Waffenbrüder habe» dort außer mit dem Feind auch mit über-ut ungünstigen Gelände- und Wittcrungsverhältnissen zu kämpsen, Aufgeweichtcr Boden und überschwemmte Wasserläufe verzögern ztvar das Vorgehen. halten es aber nicht auf. Der Umstand, daß im Gebirge meterhoher Schnee liegt, macht die Wege tcilivcise ungangbar. Aber alle diese Schwierigkeiten sind nicht imstande. das stetige Vordringen unserer Verbündeten auf- zuhalt n, wie aus der Tatsache hervorgcht, daß von ihnen in den letzten zwei Wochen 13 000 Gefangene gemacht wurden.
Trotz der verlältnismäßig kurzen Zeit, seit die Türkei in den Kampf cingctrcten ist, haben die Türken doch schon gezeigt, daß sie beachtenswerte und gcfahrtrotzende Gegner sind. Die türkische Kiiegsflottc hat bewiesen, daß sie von mutvollem, angriffslustigem Geist beseelt ist. und die türkische Landarmee steht denKameraden von der Marine in keiner Weise nach. Die russischen Truppen im Kaukasus sind wiederholt geschlagen und mußten in regelloser Flucht den türkischen Angriffen ivcichen. Und was für unS eigentlich noch viel wichtiger und wertvoller ist: Türkische Truppen sind bereit» am Suez-Kanal eingeirossen,
Im übrigen aber eilt die Kunde vom Heiligen Krieg durch alle mohammedanischen Lande, überall Begeisterung und Ovfer- sreudigkcit erweckend. Es wird den Drewerbandsmächten schwer, ja unmöglich werden, ihre Gebiete so abzuschlicßen, daß die Kunde nicht überall dorthin dringt, wo gläubige Muselmanen zu Allah beten.
1-hot. Guschmann, 3>et Deutsche Kaiser im Jekde.
Die neueste Aufnahme des Deutschen Kaisers in seinem Hauptquartier. Das Bild zeigt den Kaiser in Helduniform mit dem Eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse.
, KOClLtLLXU.
ifi i*i*»!X fc nTTTt rrrm?**, • Trrnmrmr wirmmw


