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deutschen einen entscheidenden Schlag beibringen konnte, ist ,im groben Teil der kräftigen unermüdlichen Hilfe der japanischen Flotte zu danken. Die Deutschen sind gänzlich nis dem Osten vertrieben. Ihre Rückkehr dorthin dürste uherst schwierig und gefährlich sein. Churchill sprach namens der englischen und australischen der Flotte den Dank für die unschätzbare Hilfe Japans ans.
Englische Verluste. London, 12. Dez. (Meldung des Renterschen Bureaus.) Amtlich wird bekanntgegeben: Die britischen Verluste in der Seeschlacht bei den Falklands-Jn- seln waren: sieben Mann gefallen und vier Mann verwundet: kein Offizier ist getötet oder verwundet. (?)
Erneuter Flicgcrbesuch in Frtibnkg. Freiburg, 13. Dez. Feindliche Flieger warfen zwischen ’/ ; 3 und 3 Uhr über der Stadt Bomben ab. Eine Bomb: schlug in das Haus Unter- linden 7 ein und richtete ziemlichen Schaden an. Ein aus dem Dach stehendes Fräulein wurde erheblich am Oberschenkel verletzt. Zwei weitere Bombe» schlugen im Eolombi-Park ein, wo sich viele Spaziergänger aufhielleo. Zwei Mädchen crlii- :en Verletzungen durch Bombensplitter. Einige weitere Personen sollen aus dem Rotteck-Platz verletzt worden sein.
j Der österreichische Generalstüb l •» ■■■■ . - - ine!Äet: 1
Wien, 12. Dez. '(W. B. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbort: 12. Dezember, mittags. Ungeachtet aller
Schwierigkeiten in dem winterlichen Gebirgsgelande setzten unsere Truppen unsere Vorrückung in ben Karpathen unter fortwährend siegreichen Gefechten, in denen gestern über 2000 Russen gefangen genommen wurden, unaufhaltsam fc’ Die Pässe westlich des Lupkower Passes sind wieder
in . .rem Besitz. Im Raume südlich von Gorlice, Gry- bow und Neu-Saudec begannen gröbere Kämpfe. Die Schlacht in Westgalizien, deren Front sich in Gegend östlich Tymbarr bis in den Raum östlich Krakau hinzieht, dauert an. Gesteni brachen wieder mehrere Angriffe der Russen in ititserem Artilleriefeuec zusammen. Die Lage in Polen hat sich nicht geändert. Die Besatzung von Przeuiysl brachte von ihrem letzten Ausfall 700 gefangene Russen und 14 erbeutete Maschinengewehre mit sehr viel Munition mit heim.
Der Stellvertreter des Ehcfs des Eeneralstabs: v. Hofer, Generalmajor.
Wien, 13. Dez. (W. B, Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbort: 13. Dezember. In der Schlacht in Westgalizien wurde der südliche Flügel der Russen gestern bei Li- manowa geschlagen und zum Rückzuge gezwungen. Die Verfolgung des Feindes ist eingeleitet. Alle Angriffe auf unsere übrige Schlachtsront brachen ebenso wie an den jiiiheren Tagen zusammen. Unsere in de» Karpathen vorgerückten Kräfte setzten wieder unter mehrfachen Kämpfen die Verfolgung energisch fort. Am Nachmittag wurde Neu- Sandec genommen. Auch in Grtzbow, Gorlire und Zmigrod rückten unsere Truppen wieder ein. Das Zempliner Kom-i- tat ist von dem Feinde vollkommen gesäubert. In den abseits von den Schauplätzen der großen Ereignisse gelegenen östlichen Waldkarpathen vermochte der Gegner südlich de? GebirgskammeS nirgends wesenliich Raum zu gewinnen. Fm allgemeinen halten unser Truppen die Paßhöhen, in der Bukowina die Linie des Suczawa-Tales. In Süd-Polen wurde nicht gekämpft. Nördlich Lowirz setzten unsere Verbündeten den Angriff auf die stark besestioten Stellungen der Russen erfolgreich fort.
Der Stellvertreter »es Ehffs des Seneralstabs: v. Hofer, Generalmajor.
Die Kämpfe i» den Karpathen. Bern, 12. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Der Kriegsberichterstatter des „Bund" tchildert die Kämpfe in de» Karpathen nödlich Hamonna, w" ^ie ungarischen Regimenter mit Fähigkeit die eigene : verteidigten. Die Russen verlieren ständig an Bode. . Ick» konnte mich überzeugen, daß die schweren An- klagen gegen die russische Kriegsfnhriing dor! berechtigt sind. Hamonna ist dmch Brandstiftung und völlige Ausplünderung schwer geschädigt.
Gkhorsamsvrrweigcruug bei de» Rufseu. Wie», 13. Dez. -(W. B.) Die Kriegsberichterstatter d c Bläst» neide», daß von den russischen Belagernngsirpppen Prze- mysls einige Bataillone gejesjelt ablransportieet wurden, die nicht zum Angriff auf die Festung zu bringen waren.
Iliiigruppieruitg in Serbien. Wie». 12 Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Verschiebungen starker seindlick r Kräfte noch Süden haben, wie bereits »utgeteilt, rs : wendig ge
macht, auch liniere Balkanarmee entsprechend innztigrup- ’icrcn und unseren rechten Flügel ziirückzimehnten. Dieser einfache Tatbestand lvird von den letzten Meldungen ans Nisch als ein enifcheidender Erfolg der serbischen ^fimcc bar- gestellt. Die serbischen Meldungen über u 'eee Verluste ünd maßlos übertrieben.
Konstanttnopel. 12. Dez. (W. B N>ch!a,>>t!ich.) Vom türkischen .Hauptquartier wird gemeldet, daß der Große Kreuzer „Sultan Jatvns Selim", der nach russischen Meldungen sck'wer beschädigt sein sollte, am 10. Dezember Batnm in Brand geschossen hat. Die russischen Landbatterien haben ohne Erfolg das Feuer erwidert.
Beschießung der Umgebung vo» Bntnm durch die Tnr len. Die ttirkische Flotte beschoß gestern die Umgeb-mg von Batmu „ud beantwortete so die russische Behauptung, daß die osmanitcheu Kriegsschiffe vom Schwaru-n Meer w-aae-
Nene Tageszeitung. Montag, de» 11. Dezember 1811
fegt und die Schiffe „Sultan Jam", „Sultan Jawus Sein»" und „Midilli" außer Gefecht gesetzt feien. In dem gestern gemeldeten, für die Türken glücklichen Kampfe hat- ten die Russen hundert Tote und eine Anzahl Verwundete, weiter giinsttg vorwärts. Abteilungen der russischen Flotte, welche im südlichen Teile des Schwarzen Meeres zu operieren fucrchm, zsgen sich — wie schon wiederholt vorher — beim Erscheinen des türkischen Admiralschiffes „Sultan Selim" fluchtartig gegen Sebastopol zurück.
Fcldmarschall von der Goltz in Konstantinopel. Konstan- tinopol, 13. Dez. (SB. B Nichtamtlich.) Zur Begrüßung des Generalfeldmarschalls von der Goltz schreibt der „Tanin" an leitender Stelle: Wir sind stolz, den alten Kommandanten der osmanischen Armee wieder zu empfangen. Der ehrwürdige Marschall der ttirkischen und deutschen Armee kehrt unter die alten Waffengenossen zirrück, die sich zur Rache des alten Unglücks erhoben haben. Dies macht sowohl ihn, als uns glücklich, unisowehr, als die seiner Zeit auf ihn imd seine Mitarbeiier sich begrenzende Waffenbrüderschaft nunmehr die Form einer Gemeinschast angenommen hat, die die Schicksale beider Nationen vereint. Die Rückkehr von der Goltz.unter »ns bildet ein Ereignis, das in mancher Hinsicht mit Freude begrüßt werden muß. Das Blatt betont lveiter, daß von der Goltz auch in seinem-Lande nicht aufgehört habe, an die Türkei zu denken, die Osmanen auch mit der Feder zu verteidigen »nd in seinen Artikeln immer die wahre Liebe zu der Türkei zu bekunden. Es spricht sodann seine Dankbarkeit gegen den Kaiser wegen der Wahl von der Goltz zum Flügeladfutanten des Sultans aus. Die Ernennung beweise, wie herzlich und fest die Freundschasts- bande zwischen der Türkei und Deutschland sei. Schließlich stricht der „Tanin" den Wunsch aus, daß von der Goltz hierbei Ersprießliches zur Erleichterung der fiir Pflicht, Recht und Knitter kämpfenden' Heere leisten möge.
Feldmarschall von der Goltz über den Krieg. Wien, 13. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Der Korrespondent der „Neuen Freien Presse" in Sofia hatte eine Unterredung mit Feld- »>arschall von der Goltz, der u. a. erklärte: Lie Lage in Belgien ist vollkommen normal. Die belgische Bevölkerung hat sich davon überzeugt, daß die Deutschen alles eher als grausam sind. Aus dem westlichen Kriegsschauplatz befinden sich die reichsten französischen Provinzen in deutschem Besitz. Die französischen und englischen Truppen kämpfen todesmutig. Aber die Deutschen gewinnen allmählich Terrain: eines Tages wird der Widerstand gebrochen sein. Deutschland ist für eine jahrelange Kriegführung vorbereitet. Die ungebrochene Kriegsbegeisterung und Moral, sowie die glänzende Verpflegung der deutschen Truppen lassen keinen Zweifel darüber, daß Deutschland Sieger bleibt. Auch im Osten werden das bessere Kommando und die größeren Fähigkeiten entscheiden. Englands Hoffnung, Deutschland auszichungern, ist eitel: Deuttchland ist bis zur kommenden Ernte gut verproviantiert und steht finanziell besser da als die anderen kriegführenden Staaten, lieber die Türkei erklärt v. d. Goltz, daß er mit großer Befriedigung auf die gegenwärtige Armee der Türkei blicke, die während der letzten Jahre große Fortschritte gemacht habe. Er sei überzeugt. daß sich die Türkei glänzend rechtfertigen werde.
Deutsche Offiziere unter dr» Arabern? (W. T. B. Nichtamtlich.) „Daily Mail" meldet aus Rabat vom 29. November: Die militärischen Sachverständigen sind der Meinung, daß sich deutsche Offiziere unter den aufständischen Stämmen im Innern befinden, da die Taktik der Araber auf europäische Organisation schließen läßt.
Liebesgaben aus der Türkei für unsere Truppen. Kon- stantinopel, 12. Dez. (W. T. B. Nichtamtlich.) „Terschu- man-i-Häkikat" zufolge bereitet das osmanische Landesverteidigungskomitee die Sendung von 2 Millionen Paketen Tabak aic die österreichisch-ungarische und die deutsche Armee vor. Auf den Pakete» werden die österreichisch-ungarische, deutsche und osmanische Fahne einander kreuzend dargestellt sein.
Vom Balkan.
Die Nordalbanesen erkläre» Serbien den Krieg. K o n st a n-
tinopel, 13. Sept. Aus Skutari kommt die beglaubigte Nachricht, daß die nordalbanischen Stämme an Serbien den Krieg erllärten. Ein Albanese, der die Zügel der Regierung in Nordalbanien in der Hand zu halten scheint, übermittelte
diese Erklärung an Serbien. Die Tatsache, daß die kriegerischen Stämme Nordalbaniens sich im jetzigen Augenblick in Bewegung setzen, kann für die Eestaltung der Verhältnisse in Serbien leicht entscheidungsvoll werden. Ein Widerstand Montenegros gegen Nordalbanien ist bei dem großen in den Schwarzen Bergen herrschendeii Elend nicht zu besorgen, sodaß die Nordalbaenesen ihre ganze Kraft gegen Serbien verwenden tonnen.
Serbische Schreckensherrschaft in MazeLvuirn. Sofia, 12. De,:. (W. B. Nichtamtlich). Meldung der Agenee Bulgare: Aus Gorna-Dschumaja wird gemeldet, daß Städte »ud Dörfer dieses ganzen Erenzbezirkes von mazedonischen Flüchtlingen überfüllt sind, die unaufhörlich auf bulgarisches Gebiet strömen. Trotz der Fürsorge, deren sie teilhaftig werden, ist der Zustand der Flüchtlinge äußerst traurig. Die Unglücklichen erzählen init Tränen in den Augen von Martern, die sie von den griechischen :-"d serbischen Behörden sowie der Komitadschis zu erleiden gehabt haben. Aus ihren Aussagen geht hervor, daß die Schreckensherrschaft kn Mazedonien anstatt nachzulaisen von Tag zu Tag unbarmherziger wird. Einkerkerungen, Haussuchungen, ja sog,.: Morde werden ohne Unterläße offen vollzogen. Die geiechischen und serbischen Grausamkeiten sind angesichts der Möglichkeiten des Verlustes dieser Provinz zum Parozis- nius nusgeortet.
Wahrhafte Naterlan-strenn-e in Italien für -en Sieg Deutlchlandg nnd y)elierreichg.
Budapest, 12. Dez. (SB- B. Nichtamtlich). Der römische
Korrespondent des „Pester Lloyd" teilt dis Anschauung eines ttaliemschen Politikers aus der Regierungspartei über die letzten Erklärungen Salandras mit. Der Politiker sagt: Vereinzelte Rufe: Sympathie für Belgien, Eoiva Triefte! in der letzten Kammersitzung machten mir Freuds. Denn sie zeigten offenkundig, wie isoliert solche Bestrebungen in der Kammer da- ftehen. Alle ernsten Baterlandsfreunde in Italien wünschen den Sieg Deutschlands und Oesterreich-Ungarns, und zwar nicht so sehr aus Liebe zu Deulschland und Oesterreich-Ungarn, als >n dem wohlerwogenen italienischen Interesse. Welches wäre die Lage Italiens angesichts der durch die eZrtrümmerung Oesterreich-Ungarns verstärkten Macht Rußlands aus dem Balkan, das dann selbst in der Adria auftauchen würde? Dieser Zustand würde durch die Besiegung Deutschlands und die Dienst, b-flissenheit Frankreichs bis zur Unerträglichkeit verschärft werden. Das sahen selbst unsere intelligenten österreich-feindlichen Politiker ein, die schon bei Beginn des Krieges die Ausdehnung der russischen Herrschast auf dem Balkan als einen Casus belli für Italien bezeichneten. Salandra sagte, daß das gegenwärtige Kräfteverhältnis zwischen Italien und den liinf- tigen Siegern nicht verschoben werden solle. Dies bedeutet, daß Italien eine solche Vergrößerung anstreben muß, die nicht die Besriedigungvon von Gefühlen, sondern einen Machtzuwachs bedeutet. Der Machtzuwachs für Italien kann nur durch die Eroberung einer Vormachtstellung in dem Mittelländischen Meere erreicht werden. Ich will nicht sagen, schloß der Politiker, daß Italien unbedingt in den Kampf gegen die Triple-Entente eintreten muß: Italien wünscht den Kampf
mit niemand. Wenn es auch rüstet, hofft es doch, seine Interessen und sein Programm auf friedlichem Wege verfolgen zu können. Nur wenn diese Hoffnung endgültig trügen würde, würde Italien zu anderen Mitteln greisen.
der heilige ilaier und der Weihnachls-
Rom, 12. Dez. (W. V. Nichtamtlich). „Osseroatore Ro mano" schreibt: Einige Zeitungen hatten die Nachricht ver- breitet, daß der Papst die Jnitiattve ergriffen habe, um von den kriegführenden Mächten wenigstens für den Weihnachis- seierlag eine Waffenreuhe zu erwirken. Diese Nachricht entspricht der Wirklichkeit. In der Tat hat der Papst als Beweis des Glaubens und der Ergebenheit gegenüber Christus dem Erlöser, der vor allem ein Friedenskönig und Friedensfürft »st, und gleichzeitig aus dem edlen Gefühl der Menschlichkeit und des Mitleids heraus, besonders mit den Familien der Kämpfer, sich vertraulich an die Regierungen der Kriegführenden gewandt, um zu erfahren, wie sie den Borschlag einer Waffenruhe während des so teuren und feierlichen Festes ausnehmen würden. Alle befragten Mächte antworteten, indem sie erklärten, daß sie den erhabenen Geist der päpstlichen Initiative hoch elnschätzten. Die Mehezahl gab ihre Zustimmung kund: indessen, da einig« Mächte glaubten, sie nicht praktisch unterstützen zu könne», konnte die Initiative nicht verwirklicht werden, da die Einmütigkeit der Zustimmung fehlte, die notwendig gewesen wäre, um das vom Baterherzen des Papstes erwartete wohltätige Ergebnis zu erreichen.
Bus Frankreich.
Wenig Hoffnung in Frankreich. Nach der „Kölnischen Zeitung" äußer» sich französische Blätter pessimistisch über die Lage, wozu noch das Ausbleiben der Japaner kommt. Die Frage über die Dauer des Krieges wird lebhaft erörtert. Es fei eine unbegründete Hofftrung, meint das „Journal", daß Deutschlands Hilfsmittel bis nächsten Sommer erschöpft sein werden. Damit der Friede herbeigefühtt werde, müsse eine der beiden Parteien zur Ueberzeugung gelangen, daß weitere Anstrengungen unnütz seien. Deutschland habe endgültig gesiegt, wenn die Verbündeten über die Loire zurückgeworfen seien, wenn England sich im eigenen Land bedroht fühle und wenn die deutschen Heere eine Schlacht vor Petersburg und Moskau gewonnen hätten. Das Kriegsende werde früher wie 1870 kommen, von einer Massenerheoung des französischen Lölkes könne, nachdem jeder wehrfähige Mann zu den Waffen gerufen ist, keine Rede sein.
Das aufgehobene Schandurteil. Paris, 11. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Der Revisionsrat des Militärgouvernements hat wegen eines Formfehlers das Urteil des Kriegsgerichts kassiett, welches neu» deutsche Militärärzte wegen Plünderung in Lizy-sur-Oureq zu Strafen von sechs Monaten bis 2 Jahren verurteilte, und hat die Sache vor ein anderes Kriegsgericht verwiesen.
Französische Musterungsergebnisse. Dem Lyoner „Republi- cain" zufolge wurden bei der erneuten Untersuchung der ftüher Ansgemustetten und Zurückgestellten der Jahresklassen 1898 bis 1907 im 4. Lyoner Bezirk von 789 Gestellungspflichtigen 202 felddiensttauglich befunden, 79 den Hilfstruppen zugeteilt, 28 zurückgestellt und 490 endgültig ausgemustert. In den übrigen Lnoner Bezirken war das Verhältnis ungefähr dasselbe.
Pseedemangel. Paris, 12. Dez. (W. B. Nichtamtlich). „Echo de Paris" meldet: Angesichts des Pserdemangels und der Unmöglichkeit, Kavallerie auszubilden, hat der Kriegsmi- inster Millerand di« Bildung zahlreicher Radsahrerkompagnien angeordnet, welchen nahezu alle sonst zum Kavalleriedienst geeigneten Rekruten des Jahrgangs 191b überwiesen werden.
Die Pfe>»ennch,»cht i« Gefahr. Basel, 12. Dez. (W. B. Nichtamtlich). „Petit Journal" beschuldigt, den Baseler Nachrichten" zufolge, die Militärverwaltung, durch unsinnige Re- yuisition der kräftigsten Pferde die ganze Nachzucht ruiniert zu haben. Hunderte solcher Stuten verendeten schon tn den ersten Wochen des Feldzuges. Der Verlust gehe heute in die hunderte von Millionen.
Französischer Blödsin». Von welcher Größe und Alberuhett oft du Bären sind, die man dem französischen Volke aufbindet, zeigt folgendes Beispiel: Ei» höherer französischer Offizier,


