Ausgabe 
9.12.1914
 
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Hr. 28*

Vom Gkiß nnlrrrt ..jungen Vegimentn".

Gin ergreifendes Zeugnis von dem tapferen und tod- verachtenden Geist, der unserejungen Regimenter" beseelt, bietet eine Ansprache, mit welcher der bei Bercelaere ge- fallcnc frühere Stuttgarter Stadtvikar Ofsstv. Siegfried Traub seinen Zug vor einem Gefechte anfeucrte. Die in demWeihnachtsgruß für unsere Krieger" des Ev. Preß- Verbandes veröfientlichte Rede schlicht mit dem trotzigen Be­kenntnis^Kameraden, cs gilt dem Tod ins Auge zu schauen. Wir wollen es mutig, mit gutem Gewissen, in Gedanken an unsere Heimat tun. Wir können es mit Gott im Herzen. Gr verbindet uns untereinander. Gr verbindet Heimat mit Schlachtfeld. Gr verbindet zu ewigem Zu­sammensein.

Nun komm du Sensenmann Und faß' uns kiihnlich an.

' Wir zittern nicht, wir wanken nicht.

Wir tun nur unsere Pflicht.

Du schreckst uns nicht mit Blut,

Mit grimm'ger Feinde Wut

Wir kennen dich und unsere Not Und einen treuen ew'gen Gott.

Gs lebe die HeiniatI Gs lebe der Kaiser! Gs lebe auf zu hellen Flammen Gottes Geist in Zeit und Gwigkeit."

Dorf) klingt das Likd uoitt braiitn |llann!

Berlin, 8. Dez. Ueber die wackere Tat eines pren- fischen Kiirassicrofsiziers, die verdient, in weiteren Kreisen bekannt zu werden, berichtet dieVoss. Ztg.". Bei dem Znrückgehen einer Kompanie von Schirwindt am 31. Oft. waren einige Schwerverwnndcte zurückgelassen worden. Grst später merkte man ihr Fehlen. Da aber die verlasse­nen Stellungen im heftigsten russischen Gewehr- u. Schrap- nellfeuer lagen, schien cs unmöglich, die Verletzten zuriick- znscl>asfen. Da gelang cs dem mutigen Beispiel des Grafen Mielzynski, Oberleutnant der Reserve im Breslauer Leib- kürassier-Regiment, der sich zufällig in der Schützenlinie bc- fcnd und sich erbot, die Verwundeten zu holen, einige be­heizte Leute mit vorznrcihen. Obgleich die Russen ihr Feuer noch verstärkten, kroch die kleine Schar unter Führung des Grafen Mielzynski den Hang hinauf, auf dem die Ver­letzten lagen. Auf dem Rücken liegend wurden sic zunächst in Deckung geschleist, dann auf Zeltbahnen gelegt und so nach einem Hänschen getragen. Selbst mit Hand anlegcnd, vcrinochte Graf M. auf diese Weise mit seiner Freiwilligcn- sck>ar alle Verwundeten in Sicherheit zu bringen. Dieser Graf M. war bereits durch das Giscrne Kreuz zweiter und erster Klasse ausgezeichnet. Gs ist der Graf Mathias v. f^radzewo-Mielzynski, der von 19031913 als polnischer Vertreter fite Samter-Birnbaum dem Reichstag angehörte und der dann wegen Tötung seiner Frau angeklagt, von den Geschworenen aber frcigesprochen wurde.

lasset schwärzeres Brot!

Die Mahnung der Militärverwaltung:Esset schwärzeres

Vrot!" kann nicht genug unlcrstrichen werden und cs wäre wirtlich angebracht, wenn sich die Behörden, die ja gegenwärtig so viel verordnen, sich etwas darum bekümmern würden, dah «s nicht bei der blähen Mahnung bleibe. Unser Volk, auch aus dem Land, hat sich das Schioarzhrotesten in den letzten Jahrzehnten so gründlich abgewöhnt, dah man erst in Zeiten roherer Not wieder zu ihm znrückkehren möchte. Aber unsere Roggenprodnktion ist wesentlich reichlicher als unsere Weizen­produktion. Wir müssen mischen' Und je eher wir damit be­ginnen, um so weniger schwarz braucht aus die Dauer das Brot zu sein. Von unseren nicht wesentlich aus dem Ausland cr gänzbaren Weizenvorrätc» hciht cs, wie von allen anderen be­grenzten Mengen: Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Deshalb sollte jetzt schon Ernst gemacht werden mit dem Ver­brauch dunkleren Brotes. Jeder weitere Monat der Versäum­nis Iaht sich später nicht mehr einbringen.

Ilom Lrlde Ehre.

* Södrl, 9. Dez. Ter Sohn de? früheren Wachtmeisters t i c l, l, der beim Dragoner-Regiment Nr. 23 als Unter- »fsizier dient, bat vor einiger Zeit die hessisck^ Taplerkeits- Medaille erhalten. Nunnreb ist ihm auch für einen Va- tronillenritt das Eiserne Kreuz verliehen worden. Wir gratulieren den: tapferen Vaterlandsverteidiger, der erst im 20. Lebensjahre steht und auch seinen Gltern, die stolz auf diesen Sohn lein können.

* Hungiu, 7. Dez. Stabsarzt d. Res. Dr. ffert ton liier wurde laut Militär-Wochenblatt zum Obcrstabs- arzt d. Res. beim Landwehr-Jnhart.-Regt. Nr. 3 befördert.

An» der Helmat.

- Friedberg. 9. Dez. Der am vergangenen Sonntag ton, 1. Jriedbcrger Doppelguartett veranstaltete Vaterlän­dische Abend zum Besten der hiesigen Verwundeten hat Unsere Erwartungen nicht getäuscht. Mit dem finnin.ellen frfolg kann inan voll und ganz zufrieden sein, das bewies )er dicht besetzte Saal. Die Chöre, die sämtlich in den Rah- »-eit der jetzigen Zeit paßten. waren außerordentlich^ gut gewählt und wurden von unseren beliebten Sängern stim­mungsvoll zu Gehör gebracht. Am besten gefiel Wohl das bekannteMorgenrot", das wegen seiner schwierigen Com- position eine große Anforderung an die Sänger stellte. Arrch die Solisten, die Herren Seminarlchrer Kuhn und Konr. Strauch entledigten sich ihrer Aufgabe in der besten Weise. Großer Beifall fand u. a. eine eigene Komposition des Herrn KuhnDrüben am Wiesenrand". Als feinfnhliaer Be-

««,« SagMHttun. Mittwoch. Ult 9. Dezember 1 ,11

gteiter der Solisten erwies sich Herr Seminarlehrcr G a tz e r t , der sich in liebenswürdiger Weise in den Dienst drr guten Sache gestellt hatte. Herr Dir. Felix Hauser, der umständehalber absagcn niußte. war durch Frau O u e r b a ch vom Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt a. M. vertreten. Tie Dame trug mit großem Verständnis einige ernste und heitere Gedichte vor, die bei dem dank- baren P"^' i mit Beifall aufgeitonnnen wurden. Einen erhebenden und feierlichen Abschltiß fand die Veranstaltung mit dem Niederländischen Dankgebet mit Klavierbegleitung. Man dars jedenfalls von einem vollen Erfolg dieses Vater­ländischen Abends sprechen und es freut uns umsoniebr. als die Einnahmen für einen wirklich guten Zweck Verwendung finden.

^ * Frirdbrrg, 7. Dez. (Militärische Vorbereitung der

Jugend.) Zur Behebung von Zweifeln zu den Grinsten des Königlich-Preußischen Kriegsministcruins, die in Nr. 211 derDarmstädter Zeitung" vom 8. September l. Js. und auch in den hiesigen Blättern abgcdruckt sind, wird seitens Großh. Ministeriums des Jnnnern bemerkt, daß die mili­tärische Vorbereitung der Jugend eine unmittelbare Vorschule für den Dienst im Heere und in der Marine sein soll. Sie muß also, will sie volkstümlich sein und ihren Zweck erfüllen, alle Kreile unseres Volkes umfassen. Es sind deshalb Jugendliche, Führer und Helfer aller Ver­einigungen zur Mitarbeit willkommen, die die Hingabe für das Vaterland sür Kaiser und Reich dazu veranlaßt. Eine Trennung nach Konfessionen, Lehranstalten oder ähnlichen Rücksichten steht nicht in Einklang mit der Kameradschaft, die alle Angehörigen miserer Wehrmacht verbinden und des­halb schon in die Herzen der Jugend gepflanzt werden soll. Da der Schlußsatz derRichtlinien" Anlaß zu Anfragen ge­geben hat, erscheint es zweckmäßig, dessen Erziehungsziel näher zu bestimmen. Die Heranwachsenden Jugendlichen sollen zu wehrsreudigcn, ansrechtcn, wahrhaftigen Charak- tern entwickelt werden, die stolz auf ihr deutsches Vaterland, jederzeit mit aller Kraft für seine Ehre einzntretcn bereit sind. Eine parteipolitische Beeinslussnng der Jngcndlichen darf im Dienste der militärischen Vorbereitung nicht statt- finden."

* Friedberg, 9. Dez. Es ist in letzter Zeit aus Anlaß der allgemeinen Aufsordcrung zur Abgabe von Steuererklärungen für die Veranlagung der Stenern für 1915 wiederholt die Frage ausgcworfen worden, welcher Wert bei in Wertpapie­ren angelegten Vermögen anzunehmen ist. Nach Art. 28 Abs. 2 Vermögcnssteuergesetzes sind Wertpapiere, wenn sie in Deutschland einen Börsenkurs haben, nach diesem, andernfalls nach dem Verkaufswcrt zu veranschlagen. Da nun z. Zt. Wert­papiere an der Börse nicht gehandelt werden, somit sich auch kein Börsenkurs bildet, ist sosern einzelne Papiere bekannter­weise oder nach glaubwürdiger Angabe von Steuerpslichtige» eine» Verlausswert haben, dieser Verkausswert bei der Veran­lagung zugrunde zu legen. Soweit sich ein Verkausswert nicht scststcllen läßt, wird es sich in Ermangelung anderer Unter­lagen empfehlen, bei der Veranlagung für 1915 von dem letz­ten Kurswert vor Ausbruch des Krieges auszugehcn. We­sentliche Veränderungen im Kurswerte, die etwa bis zum 1. April 1915 cintreten sollten, wären zu berücksichtigen ge­gebenenfalls im Wege der durch die Steuerpflichtigen zu erhe­bende» Berufung.

* Gießen, 9. Dez. (Kartosfellieserung.) Die Großh. Direktion der Landcsheil- und Pflegcanstalt bei Gießen vergibt die Lieferung von 70,000 Kg. Speisekartoffeln. An­gebote sind bis zum 15. Dezember, vormittags 10 Uhr ein- zurcichen. Die Direktion behält sich vor, die Lieferung zu teilen, sodaß sich inehrcre Lieferanten an ihr beteiligen kön- neu. (Siehe Inserat.)

ffiic&tn, 8. Dez. Für mutiges und tapferes Verhalten wahrend der letzten Kämpse in Nordfrankreich wurden der Ser­geant Spaugenberg von der 4. Kompagnie des Jnsantcrie- Regiments Nr. H8 in Gieße» mit dem Eisernen Kreuz dekoriert und zum Vizeseldwebel befördert, der 20jährige Untcrofsizter B a ch m a n n von der 3. Kompagnie der 168er in Butzbach zum Ostiziersstcllvertreter ernannt, nachdem er vorher mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden war.

» Franksurt -. M., 9. Dez. 39 Belgier und Holländer wurden von hier aus in das Gefangenenlager nach Gießenc= schasst. Mit einer Schußwunde am Kopse, die er sich durch einen Unglückssall oder Selbstmord mit dem Dienstgcwehr ei­nes bei seiner Familie einquartierten Musketiers beigebracht, wurde der 15 Jahre alte Sohn eines hiesigen Stadtfekrelärs in der elterlichen Wohnung ausgefunden. Der Junge wollte als Kriegsfreiwilliger elntreten, die Eltern sollen damit nicht einverstanden gewesen sein.

* Franksurt a. M 8. Dez. 9-ineni Kartojsel- und Gemüse­händler in der hiesigen Markthalle, der für das Psund Kartos- scln bis zu 8 Pfg. sich zahlen ließ, wurde aus Grund einer er­statteten Anzeige sofort sein ganzes K-rtofsellager im Keller der Markthalle beschlagnahmt. Die Marktpolizei verko.uste diese Kartofselbestände im Handumdrehen, und zwar je 19 Pfd, si'ir 45 Pfg.

Hessen-Rassau.

* g. Oberursel, 8. Dez. Die im Oktober stattgefundene Personenftandsausnahme ergab eine Einwohnerzahl von 7992 Personen. Davon waren männliche 2629, weibliche 2972 und Kinder 2388.

* Königstein i. 9. Dez. Die Eroßherzogin Mutter von Luxemburg verläßt am 19. Dezember Königstein und begibt sich über Karlsruhe, wo sie bei ihrer Tochter, der Eroßherzogin von Baden, kurzen Aufenthalt nehmen wird, nach Luxemburg zum Winterausenthalte. Am 2». Dezember begeht die Groß. Herzogin ihr 81. Eeburtstagrfest.

* Vom Mai», 9. Dez. Der Bäcker verbandMaingau" be­schloß einen Austchlag von 5 Pfg. für den Laib Brot eintreten zu lasten. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, daß binnen Kurzem ein nochmaliger Aufschlag folgen würde.

* Wiesbaden, B. Dez. Die Einberufung de» ungedienten

___ Sette'».

Landsturm» in dem Bezirk des 11. Armeekorps ist zur Zeit, wie uns von besonderer Seite gemeldet wird, nicht in Aussicht ge<

nommen.

* Wiesbaden, 8. Dez. Die Militärverwaltung hat der hie-

sigcn Tapezierer-Innung einen Auftrag in Höh- von 89090 .«t von Licserung von Sattclkisten erteilt. Dieser Auftrag an die Tapezierer, die gerade seither unter der Ungunst der Verhält- niste besonders schwer gelitten, ist sehr zu begrüßen. In auer- kennender Weise hat die hiesige Stadtverwaltung der Innung 19 999 Mark zur Beschassung von Rohmaterial zur Ausführung des Auftrages zur Vcrsügung gestellt.

* Wiesbaden, 5. Dez. In deu hiesigen städtischen Volks- bädcrn sind an Militärpcrsonen in den Monaten August, Sep­tember und Oktober d. I. kostenlos 7265 Brausebäder abge­geben worden.

F. C. Wiesbaden, 4. Dez. Im Kriegsgefangenenlager Niederzwehren Hai ein französischer Gefangener, der im bürgerlichen Leben die Schlosserei betreibt, einen Fälsckter- tric angewandt und einen ihm übergebene» Gutschein von Brotlieserung von 0,75 Pfg. auf 6,75 Pfg. erhöht. Ci» Kamerad von der Tripleentente, ein Rüste, der in der K.m- tinc aushilft, entdeckte die Fälschung. Es wurde Anzeige erstattet, und das Kriegsgericht verurteilte den kriegS- fangcnen Franzosen auf Grund der Aussage des russischen Kriegsgefangenen zu vier Monaten Gefängnis.

* Wiesbaden, 9. Dez. Das im Frühjahr dieses Jahres vom Casetier Egert in der Wilhclmsstraße dahier eröffnet- groß­artige Park-Eafc mit Hotel- und Rcstaurationsbetrieb, das späterhin von einer Betricbsgesellschaft m. b. H. übernommen wurde, hat bekanntlich den Konlurs angemcldet. Das Kon- lursgericht hat nunmehr mangels Maste den über die Gesell­schaft verhängten Konkurs eingestellt. Eine große Anzahl von Lieferanten kommen um bedeutende Beträge.

F. C. Wiesbaden, 4, Dez. Die hiesigen Bäckermeister haben bei den maßgebenden Behörden einen Antrag aus Festsetzung von Höchstpreisen für Mehl gestellt: Sachver- ständige werden deshalb um ihre Ansicht darüber gehört.

* Aus dem Rhcinga», 9. Dez. Die Witwe des Strdtbau- meistcrs Eoldmann in Eltville wurde durch ausströmendes Gas erstickt ausgesunden. Ob ein Unfall oder ein Selbstmord vor- liegt, konnte nicht scstgestcllt werden.

* Rauenthal, 9. Dez. Im Gcmcindewald von Eltville wurde der seit einiger Zeit vermißte Nikolaus Ernst von hier tot aufgefunden. Die Leiche zeigte eine Schußwunde an der rechten Schläfe. Es scheint Selbstmord vorzuliegen.

F. C. Aus Hesten-Nassau, 4. Dez. Das Kriegsgcfange- ncn-Lager auf dem Truppenübungsplatz Orb wird binnen kurzem mit Gefangenen belegt werden. Die Arbeiten an demselben schreiten ihrer Vollendung entgegen. Vorläufig ist ein Lager in dem ausgegnngenen Orte Willbach, ein zweites in deni verlassenen Orte Lfttgenbrnnn eingerichtet worden. Beide Logerstellen enthalten 30 Barackcti, in denen 8000 Gefangene nntergcbracht werden. Dem Oberst Tschenchcr, früher Kommandant de? Truppenübungsplatzes Orb, jetzt Kommandeur des Reserve-Jnsanterie-Regiments Nr. 88 wurde das Eiserne Kreuz zweiter und erster Klasse verliehen.

* Gelnhausen, 8. Dez. Aus dem Verkauf des Obstes von de» Ländereien der Gemeinden im diesseitigen Kreise wurde im Jahre 1914 die nicht unbeträchtliche Summe von 7245,39 .6 erzielt.

* Von der Rhön, 9. Dez. In der Rhön ist Echncefall ei,» getreten. Die Berge der Vorderrhön haben ein weißes Ge­wand.

- Heesfeld, 9. Dez. Der Landwirt Leist im nahen Kathus wurde von einem wütenden Ochsen derart mit den Hörnern bearbeitet, daß er nach einigen Tagen den Verletzungen erlag.

* Hersscld, 8. Dez. Um dem Petroleum Wucher zu begeg­nen hat das hiesige Landratsamt den Vcrkausspreis für Petro- lcuni an die Konsumenten aus 22 Pfg. pro Liter festgesetzt.

* Limburg a. d. Lahn, 9. Dez. Im kommenden Jahre werden hier 15 Viehmürktc abgehalten. Der erste findet am 26. Januar statt. Infolge der steigenden Mehlprcise hat die hiesige Bäckerinnung die Brotpreise weiter erhöht. Von heute ab kostet der 4pfiinder Laib 1. Sorte 65 Psg., der 2. Sorte 69 Pfennig.

Starkcnburg.

* Darmstadt, 8. Dez. Die sür Nüttwoch den 9. und fol­gende Tage vorgesehene Verhandlung gegen den Studenten Vogt und die Ehefrau Heydrich dahier wegen Mord und Brandstiftung, Anstiftung zum Mord, Mordversuch usw. began­gen an dem Ehemann Heydrich mußte vertagt werden, da ver­schiedene Zeugen im Feld« vor dem Fclnd stehen und nicht er­scheinen können, während der Angeklagte Vogt nicht aus die­selben verzichten will. Die Verhandlung wird nun voraussicht­lich im nächsten März stattsinden, wenn nicht wieder neue Hln- derungsgründe eintreten.

Briefkasten.

11- in Nidda. Die allein maßgebenden Berichte über die Kriegslage werden täglich von unserer Obersten Heeres­leitung herausgegeben und von dem Wolsf'schen Tele- graphenbureau verbreitet. Eine wertvolle Ergänzung dazu bilden die Kriegs-Bulletins des Obersten Weimer und seines Stabes vom Landsturm-Bataillon Friedberg, die ebenso regelmäßig wie gewissenhaft Nachrichten über Bewegungen, Beurlaubungen, Vorräte (Kartoffeln) usw. von diesen! Bataillon geben ,

Frankfurter Wetterbericht.

Veraussage: Bedeckt, zeitweise Niederschläge, milder, süd­liche bi» südwestliche Winde.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch m t d t, Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeit,,ng" A. G., Friedberg i. H>