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Nr. 28?

ichsn ziemlich alte Geschütze erbeutet wurden) und da di« russi­schen Fabriken nicht in der Lag« sind, diese Verluste schnell zu ersetzen, ergibt sich, wie schwer für ihre Heere diese Matechal- Verluste ins Gewicht fallen. Die Schwere dieses Verlustes wird aber noch deutlicher, wenn wir erwähnen, dag die russischen Armeekorps etwa 4t (WO Mann stark sind und jedes Korps etwa 108 Geschütze mit sich führt und jedem Regiment. Ma­schinengewehre beigegebcn sind

22jährige russisch- Soldaten. Der „Pesti Hirlag" meldet: Unter den im Zempliner Komitat gefangen genommenen Ruf. sen fand man auch 5,.'-jährige Männer. Auf einigen Schlacht, seldern wurden russische Vorderlader gesunden, wo- raus zu schließen ist. daß auch die Vcwafsnung der russischen Infanterie mangelhaft ist.

Der russische Traum. Der „Pester Lloyd" zitiert einen Artikel der russischen Zeitung „Utro Rosfija", der den Titel trägt „Ein Traum" und in dem der Autor dem russischen Pub­likum die russische Sehnsucht also kündet: „Ich träumte — ich gestehe, cs war ein chauvinistischer Traum —, datz Wasko Ku- cyi in seinen zersetzten Kleidern und überhaupt alle Waslos mit allem ihrem barbarischen Schmutz, mit ihren dreckigen Stieseln und ihrem spezifischem Geruch dort dl, kultivierte Stadt betreten, wo die Bierhäuser reicher mit Gold geschmückt sind als unsere Paläste, datz sie mit allem ihrem Schmutz in die Gemächer des kultivierten Berlin eindringen. Ein Traum, daß die ganze verfluchte Moloch-Kultur vor dem Wasko Kucyi zu Boden falle und datz dieser mit seinen dreckigen Stiefeln ihren Kops zertrete." — Und dieses Ideal, diese Sehnsucht wird von dem Kulturland Frankreich mit dem Schwert und mit dem Blute seiner Kinder geschützt und gefördert!

Ans Frankreich.

Der deutsche Angriff auf Calais läßt immer norl> auf sich warten, und die Stimmung in London wird täglich ner­vöser. Der neue Schrecknis lautet: Die llebcrjchwemmung in Nordflandcrn geht zurück. Nach den hier vorliegenden Berichten erscheint cs, als ob den deutschen Pionieren in aller Stille eine enorme Tat geglückt ist, nämlich die wenig­stens teilweise Wiederherstellung der durchstochenen Dämme. Mit dem grössten Erstaunen haben die in der vordersten Front sich bcflndenden englischen Truppen feststellen müssen, daß das Sumpsland, das sich schützend zwischen sie und die Deutschen gelegt hatte, täglich an Ausdehnung abniinnit. Stellenweise ist cs sogar bereits möglich, den Morast trocke­nen Fußes zu durchschreiten. Die englischen Fachleute sind sich der groben Gefahr wohl bewußt, die in dieser neuen Tatsache liegt. Falls die seit einiger Zeit eingetretcae trockene Kälte anhält. Io kann nicht daran gezwciselt wer­ben, daß in wenigen Tagen große Teile des heutigen Neber- schweminungSgebietes von der Infanterie ohne bedeutende Schwierigkeiten werden durchquert werden können. In den Erörterungen der Presse wird offen zugegeben, daß ohne die wertvolle Hilfe des Sumpslandes die Stellungen der Verbündelcn äußerst gefährdet seien.

Ans England.

Di« irische Gcsahr. London, 8. Dezember. (SB B. Nichtamtlichst „Daily Telegraph" meldet ans Dublin: Die

Polizei besetzte unter Mililärbcgleitung die Druckerei der Zei­tung „Irish Worker", konsiszlerte die vorhandenen Exemplare und montierte die Druckmaschine ab. Die Zeitung „Sinnfcin" stellte vorläufig ihr Erscheinen ein.

Die allgemeine Wehrpflicht IN England. Eens, 5. Dezbr. Rach Meldungen, die auch der Pariser „Matin" wiedergibt, Hot sich das englische Miuisterium für eine Vorlage des Kriegs- Ministers erklärt, die sich mit den Vorbereitungen zur beding­ten Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht in Grotzbriton- »ien besaßt. Die Auslegung polizeilicher Mcldcrcgistcr wurde für Grotzbritannien auf Grund des Ausnahmezustandes bereits verfügt. Der „Matin" erfährt, datz bereits Besprechungen der Ministerien mit den führenden liberalen Parteiführern begon­nen haben.

Reue Angriffe aus Ehurchill. London, 4. Dezbr. (W.

B Nichtamtlich). „Morning Post erneuert ihre Angriffe aus Ehurchill. Das Blatt hasst, Asquith werde die ernste Gefahr erkennen, die darin liege, einen solchen Dilettanten an der Spitze der Admiralität zu behalten. Der Angriff des Blattes gründet sich auf das Schweigen der Admiralität über ein Un­glück, das die Motte betroffen hat, nämlich das Sinken oder Stranden de» „Audacious", das die ausländische Presse bereits gemeldet hat.

Ein australischer Schlachikreuzer vermitzt. Mailand, 5. Dez. Der Marinesachmann des „Eorriere della Sera" führt aus: Seit langer Zeit wisse die australische Regierung »ick-ts mehr von ihrem Schlachtkreuzer „Australia", und es werde be­fürchtet, datz das Schiss auf hoher Sec einer Explosion zum Opfer gefallen sei.

Ans Portugal.

London, 2. Dez. D,e „Morning Post" meldet au» Lissabon, datz der Rücktrilt der dorttgen Regierung bevorstcht.

Lissabon, 2. Dez. ISB. «. Nichtamtlich). Der Mini, sterpräfident Machado stellte in beiden Häusern des Parlaments fest, d°b vier Expediiioncn zum Dienst in Asrtla ausgerüstet worden seien. Gleichzeitig wurde eine Verordnung veröffent- licht, daß Boilehrungen zur Mobilmachung einer Division ge­trosten würben, die bereit sei» soll, nach einem beliebige» Kampfplatz abzugehen.

?tr mitkkk Aifris i>ts LaiGiiriiir.

Die Verordnung über den weitere» Aujrus des Landsturms ist nicht überall richtig vcrstandcn worden. Er betristt dieje­nigen Angehörigen desLandsturms 2. Aufgebots, die au» dem Landsturm 1. Aufgebots übeigetrelen waren, das heisst den ungedienten Landsturm I Aufgebots. Wie in den Erlnnter tmgen ausdrücklich bemerkt wird, bezweckt der Aufruf zunächst

***** ^ages^it»»,. fU»l«|, M T. Dezember H U

lediglich di» Herbeiführung der «tatragun, i, die Liften, oI|7 ctn« Personcnaufnahm«. DU im Inland sich aufhalt'enden Ausgerufenen haben sich, soweit e, noch nicht geschehen ist, bei

dem Zi-ilvorsttzenden der Erfatzkommtssion ihre, Wohnsitzes in der Jett vom 6. bi, einschliesslich 20. Dezember 1914 zur Land- sturmroll- anzumelben. Die im Ausland befindlichen Aufgenr- fcnen, haben sich, sowett die, möglich und noch nicht geschehen lst, alsbald schriftlich oder mündlich bei den deutschen Aus- landsvertretungen zur Eintragung in besonder- von diesen zu führende Listen zu melden.

5'tid khttlbiklig gegen das lässliche Krol.

Deutschland steht gegen eine Welt von Feinden, die es vernichten wollen. Es wird ihnen nicht gelingen, unsere herrlichen Truppen nicderzuringcn, aber sic wollen lins wie eine belagerte Festung aushungern. Auch daS wird ihnen nicht glücken, denn wir haben genug Brotkorn im Lande, um unsere Bevölkerung bis zur nächsten Ernte zu ernähren. Nur darf nicht vergeudet und die Brotfrucht nicht an daS Meh verfüttert werden.

Haltet darum haus mit dem Brot, damit die Hoffnung unserer Feinde zuschanden wird.

Seid ehrerbietig gegen das tägliche Brot, dann werdet ihr e? immer haben, mag der Krieg noch so lange dauern. Erzieht dazu auch eure Kinder.

Verachtet kein Stück Brot, weil cs nicht mehr ffisch ist. Schneidet kein Stück Brot mehr ab, als ihr essen wollt. Denkt immer an unsere Soldaten im Felde, die oft auf vor- gesckiobcnen Posten glücklich wären, wenn sie das Brot hät­ten, das ihr verschtvcndct.

Eßt Kriegsbrot; cs ist durch den Buchstaben K kennt­lich. Es sättigt und nährt ebensogut wie anderes. Wenn alle es essen, brauchen wir nicht in Sorge zu sein, ob wir immer Brot haben werden.

Wer die Kartoffel erst lck>ält und dann kocht, vergeudet viel. Kocht darum die Kartoffeln in der Schale, ihr spart dadurch.

Abfälle von Kartoffel», Fleisch, Gemüse, die ihr nicht verwerten könnt, werft nicht fort, sondern sammelt sie als Futter für das Vieh, sie werden gern von den Landwirten geholt werden.

Friedbcrg. (Das Eiserne Kreuz beim Arzt im Felde.)

Stabsarzt Tr. Ad. W e ck c r I i n g , ffüher bei der 22. Res. Div., jetzt bei der 18. Neservc-Sanitätskompagnie wurde das Eiserne Kreuz und das hessische Militärsanitätskreuz am Bande der TapferkcitSmedaille verliehen. Dr. Flecken- sl c i n hier, Assistenzarzt d. R. beim 2. Bataillon des Jnf.» Regts. Nr. 168, wurde mit dcni Eisernen Kreuz ausgezeich­net.

Frirdbcrg-Faucrbach. Mit dem Eisernen Kreuz ausge­zeichnet wurde der Landwehrmann Jakob Schneider vom Landwchr-Jns.-Ncgt. Nr. 88 in Hanau. Derselbe er­hielt diese ehrenvolle Auszeichnung wegen hervorragender Tapferkeit vor dem Feinde. Schneider war langjähriger Lagerhaiisarbeiter bei Herrn Frnchthänblec Mai in Fried­berg.

Fricdberg, 7. Dez. Die hessische Tapserleits Medaille er­hielt am 23. November der Tctegraphcnarbciter I a! n b König aus Ober-Mörlen, Gefreiter im Rejervc-Jnjanterie- Regimcnt Nr. 118.

* Baucrnhcim, T. Dez. Heute traf die Bestätigung ein, daß der Musketier Wilh. Re»ß, der den Feldzug im 168. Jnf.-Regt. mitgcmacht hat, bei einem Sturmangriff auf englische Stellungen zu Radingham, gefallen ist. Ter Ta- hingeschicdene war ani Dahnhof z» Friedbcrg als Hilfs­schaffner tätig und war jederzeit ein freundlicher, gefälliger Mensch, geachtet von seinen Kollegen. Auch ein treuer Sohn ist er gewesen, der seine Eltern stets in Ehren gehalten hat. Wir veröffentlichten erst neulich einen Brief von ihm, der ir.it de» Worten schloß: Zum Schluß ermahne ich Euch. Gott dafür zu danken, daß er unser Deutschland vor den Schrecken des Krieges bewahrt hat. Nun ist auch er im Feindesland gefallen:

Doch wer den Tod im hcil'gcn Kanrpic saud Ruht auch in freindcr Erde im Vaterland!

Okarben, 7. Dez. Wir freuen uns, aus hiesiger Gemeinde melden zu können, datz drei ihrer Angehörigen das Eiserne Kreuz erhalten habe». Die Rainen der Tapscren sind: Mac Börse, Brcnnmcistcr auf der» kaz'schcn Gut, unter gleich zeitiger Beförderung zum Scrgealiten, Heinrich Geibcl, un­ter Besördcrung zum Unteroffizie. und Georg Kallenbach. Die Heimatsgcmcindc ist jlolz aus die Wackeren!

Ans der Heimat.

* st. Friedberg, 7. Dez. Kirchenkonzert. In rascher Reihen­folge, mit eifrigem Fleitz reihte der evangelische Kirchcngesang- verein dahier seinem kürzlich x-gebcnen tiiten Kirchenkonzert am gestrigen 2. Adventssonntag eine musikalische Adventsskier in der Stadtkirche a». Die Einleitung bildete ei» in ruhige» Rhythmen gehaltenes Präludium mit Fuge für Orgel. Letztere brachte ferner sum das gleich hier an-uführe») die „Vision" von Josef Rcinbcrger zu Gehör, clil Tonstück von hinrcissender Schönheit: das Thema, Nlit vier Roten in chromatischer Folge leidenschaftlich wie eine schmerzliche Frage erhebend und in de: Stärke in mehrmaligen Variante» sich steigend, klingt, als ob cs Antwort aus Steruenjern-n hole, bis es ersterbend in ei­nem traumhaslen Pianijfinw, schemenhaft, „visionäi", sich ver­liert — Frl. Bangert von Butzbach, deren sehr snmpathische», durchgebildeles Organ de» ausgedehnten Raum unserer Etadt- «irche voll beherrschte, sang da, Lied: „Svarum zagest du. , Seele", — und die Alie au» dem Messias: „Er weidet seine Herde", — ferner da, Iesurlieb von Hildach Ganz vorzüglich

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gelang da, letztere: den Wunsch, die Sängerin noch mehr zu hören, alsbald zu äutzrrn, verbot die Hehre der Orte»: Io sc« er hierher gesetzt. Die Ehorschule, rein und sicher intonie­rend »nd mit gutem Geschmack eingeübt, sang die vier Lieder: „Die Tage sind so dunkel, die Nächte lang und kalt", — „Em­por zu Gott mein Lobgcsang", — „Tröstet mein Volk" —

„Der Heiland naht". Mit de» Chören: „Heilig" (von Bort niansky), — „Dein König komlnt in nieder» Hüllen" (ocu Arnold Mendelssohn), — und: „In dir istFrcudc" — bei: > ltgte sich der Kirchcngcsangverein, der ausserdem noch zum Schluss wcchselsweis« mit der Gemeinde de» Choral 'sang: „Macht hoch die Tür". Die Anordnung des Ganz,», ja, - textlich wie musilalisch, war mit guter Berechnung aus l ■ psychologische Wirkung und auch aus die seelischen Bedüss !?e gerade unscrcr Tage eingestimmt. Denn ganz anderes als in früheren Jahren und viel starker wird jetzt der ldveni.n gedanke empfunden, der Gcdanlc vom Erlöser und vom Friede auf Erden. — Ausser den Genannten sind als Mitwielende noch zu nennen der Leiter des Kirchengcsangverein». Herr Pfarrer Klcbcrger, sowie der Organist und Leiter der Gl.in, schule, Herr Lehrer Rcinhcimcr. Mit Dank gegen alle Ben- ligten ist die niusikalischc Advcntsscicr cntgegcngcnominc» Eo dürste auch die Mitteilung noch interessieren, datz der Kirche- raum bis zu 14 Gr. R. erwärmt war.

* Giessen, 7. Dez. Der Geh. Hosrat Dr. Spcngcl nt zum ordentliche» Mitglied der Kgl. Gesellschaft der Wissen - schaflen in Upsalo ernannt worden.

F. E. Wicsbadrn, 4. Dez. Wege» Unterschlagung von 26,000 Mark verurteilte beute die Strafkammer den Ober­meister Matter» bis vor kurzem Vorsitzender der „Freien Bcicinigniig der Mctzgermcister in Wiesbaden" zu einer Gefängnisstrafe von 9 Monaten. Mattern hatte den Be­trag als Vorsitzender der Vereinigung eingenommen. Der Antrag des Staatsanwaltes lautete ein Jahr Gefängnis und Ehrverlust.

* Darvistabt, 7. Dez. Der Erotzherzog hat am 29. Novbr.

den Obcrkonsistorialrat und Superintendenten von Starken- barg D. Dr. F l ö r i n g auf sein Nachsuchen von der Würde eines hessischen Prälaten entbunden und de» Superintendenten von Rheinhessen Geh. Oberlonsistorialrat Fcrd. Euler die Würde eines Prälaten der evangelischen Kirche, mit der Sitz >i»d Stimme in der Ersten Kammer verbunden ist, verliehen, und Herrn Dr. Flöring, der sein Amt als Superintendent von Ctarkcnburg behält, den Ehciitter als Geheimrat erteilt. D. Dr. Flöring tritt aus Gcsundhcitsrücküchtcn zurück und sei» nächstältester Kollege D. Pcterscn hat gebeten, von seiner Be- rusung abzusehen. — Ein eigenartiger Fall ist z. Zt. Gegen- stand von Ermittelungen bei der hiesigen .Staatsanwaltschast Die in den Strassen vieler, insbesondere auch der Rachbarstadtc zahlreich zum Verkauf gebrachten Kopsbildcr von Personen verschiedener Staaten mit der Uebcrschrist: Wer bleibt

Sieger? die in der.ri chtigen Zusammenlegung das Blld des deutschen Kaisers ergaben, waren einer Hamburger Firma beim dortigen Amtsgericht durch Eintrag in das Warcnzeichen- register geschützt worden. Kurz darauf wurden die gleichen Bilder einem Darmstädter Händler, der angeblich von dem er­sten Schutz nichts wiltzte, auch vom Darmstädter Amtsgericht geschützt und di« Licenz zuin Alleinherstellungsrecht und Ver­laus für Frankfurt der Firma Wronler daselbst verlaust. Stu,» mehr hat die Hamburger Firma Strasocisolgung wegen Ber- lrtzung des Warenzcichengefetzes beantragt, doch wird voraus­sichtlich eine Bestrafung nicht cintreten, da nach dem gleichen Gesetz die Bilder allgemein bekannter Persönlichkeiten nicht schutzbcrechtigt, sondern Allgemeinheit sind.

* Darmsladt, 7. Dez. Ein schweres Automobilunglück er­eignete sich am 4. Dezember aus der Landstratze »ach Gries­heim in der Nähe der Krcisstratze nach Erotz-Gcrau. Ei» nach dem Fliegerplatz fahrendes Auio der hiesigen Fliegerstatio» das von Leutnant Panio vom Husaren-Rcgimcnt Nr. 3 ge­lenkt wurde, übcrschlug sich aus bisher nicht mit Sicherheit er­mittelten Gründen und der im Auto sitzende Fliegerleulnant Baron vom Infanterie Regiment Nr. 142 wurde gelötet und der Leutnant Santo schwer verletzt. Beide sind erst vor kurzer Zeit »ach dem hiesigen Fliegerplatz kommandiert und anschei­nend mit den Wegvcrhältnissen nicht hinreichend vertraut ge­wesen. Untersuchung über die Ursache ist im Gange.

* Darmstadl, 7. Dez. In der Bevölkerung scheint vicl- sach die Meinung verbreitet zu sein, die Lungenheilstätten hätte» aus Anlass des Krieges ihren Betrieb eingestellt. Dies ist aber nicht der Fall. Die hessischen Heilstätten (Ernst Lud­wig-Heilstätte bei Sandbach i. O.), Eleonoren-Heilsiätte bei Lindenfels i. O. und die Eöttmann'sche Heilstätte in Reichels­heim, ferner die beiden Kinderstationen in Hirschhorn und Lampertheim) halten ihre» Betrieb auch während des Krie­ges ausrecht und können Kranke (Dersicherte und Richtver sicherte) jederzeit ausgenommen werde». Versicherte stellen ihre Anträge bei der zuständigen Krankenkasse, Richtvcrsicherte, die in die Ernst Ludwig Heilstätte oder in die Eöttmann'sche Heilstätte ausgenommen sein wollen, wenden sich an diese selbst, während Ausnahmegesuche von Nichtversicherten für di- Elco noren-Hcilstätte »nd die beiden Kinderstationen an den i’ut-- stand des Heilstättcnvcreins in Darmstadt zu richten sind. Dass Winterlnren vom ärztlichen Standpunkt aus besonders wert voll sind, soll bei dieser Gelegenheit hervorgchobcn werden. — Auch die Lupusheilstälte in Eichen arbeitet ruhig weiter.

Bekanntmachung.

Da, Provianamt ist Käufer von Heu und Roggcnstroh und nimmt Angebote jederzeit entgegen.

Proviantamt Feanlsurt a. M.

Eeschäslszimmer: Frankjurt a. M.-West, Kaserne,istratze.

Frankfurter Wetterbericht.

Voraussage: Wolkig, vorwiegend trocken, nordwestliche Winde.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch m i d t. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung" Friedber, i. H.