248 Correspondenz Nachrichten

er ſelbſt gleicht einem Tempel, der Göttin ge weiht, die uͤber dem Eingang mit ihren Nymphen badend in Lebensgroͤße en bas relief erſcheint.

95 Wien 37. Okt. 12710. Wohlthaͤtige Damengeſellſchaft.

Naͤchſtens werden Sie von der Damengeſell⸗ ſchaft hoͤren, dle ſich hier nach des geſchaͤtzten Hrn. Hofſekretar Sonnleithners Plan unter denn Namen: Geſellſchaft adelicher Frauen zur Beförderung des Guten und Nuͤtz li⸗ chen gebildet hat. Dieſe Geſellſchaft iſt von den veſtehenden Armen und Wohlthaͤtigkeitsauſtalten we ſentlich verſchieden; eigentliches Almoſen iſt von ihrem Zwecke ganz ausgeſchloſſen. Sie wird ge meinnuͤtzige Anſtalten, welche ſchon beſtehen, un terſtuͤtzen, ſie wird neue gruͤnden; ſie wird, nach ihren Kraͤften, zur Befoͤrderung der Landesinduſtrie, zur Verbreitung nuͤtzlicher Kenntniſſe beitragen. Hun dert ſechzig vier Damen aus dem höoͤchſten und hohen Adel waren ſchon zu dieſem Vereine be reit, bevor ihn Se. Maj. geſtattete. Jetzt wird der Plan unentgeldlich in der Staatsdruckerei ab gedruckt, und jene Damen werden Frauen aus al len Staͤnden einladen, ſich mit ihnen zu verbin den. Man hoffet auf eine jaͤhrliche Einnahme von 506 O fl. Sobald der Plan gedruckt iſt, werden Ste ihn erhalten. Er wird Ihnen Gelegenheit zu einem intereſſanten Aufſatz in Ih rer Monatsſchrift geben. Se. Maj. haben aus druͤck