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Mit Wahrheit kann man ſagen, daß die Paſſyſche Charte nicht nur das bequeme Mit⸗ tel zwiſchen einem Special- Atlas und einer zu dürftigen oder uͤberladenen General- Charte haͤlt; ſondern auch wegen ihrer andern Vorzuͤge unter allen bis itzt erſchienenen Charten von Maͤhren den erſten Platz verdient.
Sie beſteht aus 4 Blaͤttern; jedes von 20 1 Pariſer Zoll Laͤnge und 14 7d Zoll Breite zuſammengeſetzt alſo 41“ breit und 29 Zoll hoch im gewoͤhnlichen Sinn. Der Maaßſtab jeder Meile betraͤgt 1 Pariſer Zoll.
Sie entſtand eigentlich aus einem Brouillon, den ſich der Verſaſſer zum Gebrauch ſeiner Vor— leſungen uͤber die Provincialverfaſſung Maͤhrens entworfen hatte. Zufaͤllig kam derſelbe 1805, wo durch die Kriegsereigniſſe jede maͤhriſche Charte doppelt willkommen ward, nach Brünn. Dies hatte zur Folge, daß Hr. Haller zur Publikati⸗ on der Charte geneigt ward, wenn ſich naͤmlich der Verfaſſer entſchließen wollte, ſie nach den Be⸗ merkungen, Nathſchlägen und mitgetheilten, wichti— gen Huͤlfsmitteln und Verbeſſerungen des Hrn. P. Schindler“) umzuzeichnen.
Hr. von Paſſy entſchloß ſich wirklich za einer ganz neuen Zeichnung nach eigner Projektion mit Benntzung aller neuern in und um Maͤhren aſtronomiſch beſtimmten Punkte. Hrn. D. Schind⸗ ler vornehmlich verdankte er die Ortsbeſtim— mung von Brunn und ein richtigeres Nez als
„) unter andern beſitzt er eine Sammlung von einigen 30 ſeit e Müllerſchen 1716 erſchienenen Charten, deren rojection aber durchaus Copie det Müllerſchen iſt.


