g 302 Correspondenz Nachrichten
te mich geſtern in ein Haus auf der Jaͤgerzeil. In einem großen Hofe auf einem ein Schuh hoch von der Erde erhöhten Stande prangte der Ochſe mit dem Kalbe.. Erſtauuen mußte ich uͤber ſeine Schoͤnheit und Groͤße. Er maß wirklich(wie es der Auſchlag zettel angegeben) 11 Schuh in die Laͤnge und eben ſo viel im Umkreis in der dickſten Bauch- Gegend, bei 6 Schuh Hoͤhe. Das Ge— wicht war 24 Cent. das Alter 7 Jahre angegeben. Er war ſo kugelrund gemaͤſtet, daß ſich ſein Ruͤcken ſo breit wie ein Tiſch ausnahm. Die Farbe war kaſtanienbraun; Kopf und die untere Haͤlfte der Fuͤſſe weiß— das ganze Thier aͤugerſt nett und reinlich. 1 Die Kalbin von/ Jahren war ebenfals von weißer und brauner Farbe, weichem ſaubernzzell, von ſchön gerundeten Koͤrperbau und ſo groß, wie die ſchoͤnſte Kuh vom hieſigen Schlage. i 4 Ich haͤtte gewuͤnſcht, Maas und Gewicht der ge⸗ maͤſteten Ochſen zu wiſſen, welche unläugſt Graf Bat⸗ thya ni auf einer ſeiner Herrſchaften fuͤr 1000 fl. das St. verkaufte, um eine Vergleichung anzuſtellen. Nachgerade duͤrfte der Zeitpunkt eintreten wo bei unverhaͤltnißmaͤßig ſinkendem Koͤrner- und ſteigendem Fleiſch-Preiſe der Viehzuͤchtler ſeine Rechnung bei der Ma ſtung finden buͤrfte. Hollitſch im Auguſt 1810. 56. Außerordentlich theurer Widder- Verkauf. Hoͤher als diesmal iſt noch niemals das. hieſige veredelte Vieh verkauft worden. Es war diesmal das Vieh von allen Herrſchaften zuſam— mengetrieben. Zehn Stuͤcke ſind uͤber 2000 ke einige derſelben weit daruber verkauft worden. Aber der hoͤchſte Preis war 16200 fl. welchen Hr. von Hopfen zahlte. Man rechnet, daß der


