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ftt. 170

(fine Plde -ks Königs lndivig.

München, 1k, Nov, (Nichtamtlich), Bei einer Besich ttgnng einer Abteilung der Wchrlraftschülcr, welche der Rcichs- tagsabgeordnete Major van Calkcr dem Könige voriührte, hielt der König nach demLokalanzeiger" folgende Ansprache Der Krieg wird noch lange dauern, ober wir werden nicht eher ruhen noch rasten, bis der Feind ans dem Felde geschlagen ist und wir de» Frieden haben, der uns aus lange Zeit vor einem llebersalle sichert, Ihr bereiter Euch aus den Krieg vor. Vergesst aber darüber Eure bürger­lichen Pilichten nicht und Eure Studien, Denn unsere Er­folge waren nur dadurch möglich, daß wir in der Schule eine Bildung erreichten, wie sie tn keinem Lande oer Welt möglich war, Bertrauet aus Gott, vertrauet aus unsere braue Armee, Tut Eure Schuldigkeit. Eott besohlen!

Eill dimilchks lirlfil über die deullche

yrrn?n!tnna in Keimen.

Der Krtegskorrespondent des dänischen BlattesPolitiken" schreibt: Jeder, der Eelcgenhcit hatte, sich persönlich über die augenblickliche Situation i» Belgien zu informieren, NUß sich wundern, wie friedlich dos Kauze aussicht. Wie es ansiieht. Daß »er friedliche Zustand nur scheinbar ist, versteht sich von selbst In den Städten, vor allem in Antwerpen und in Brus­sel, hat cs das Militär verstanden, sich in Respekt zu >etzen, nichr nur durch Gewalt, sondern auch durch Gerechtigkeit und LoyallläG Die Bevölkerung in, großen Ganzen hat keinen Grund, sich über das Auftreten des Militärs zu beschweren. Dies wird denn auch von den Eingeborenen gern anerkannt. Und wenn auch die belgischen Beamten sich weigern, unter der deutschen Leitung zu arbeiten, so haben diese es verstanden, die Ruhe und Ordnung zu verschaffen, die notwendig ist, dauiit das tägliche Leben wieder in eine einigermaßen normale Bahn hineinkommt. Es läßt sich ober nicht verheimlichen, dag belgi- scherseits einige Kräste in Bewegung sind, um systematisch die Bevölkerung auf ub-ben und den glühenden Haß aufzustucheln.

ttriterdrückte ^riederrssehnsucht.

Einem Pariser Briefe der baselerNationalzeitung" zu­folge erfuhr die Polizeipräscktur in Paris, daß in letzter Zeit Briefe an zahlreiche Industrielle und Eeschästsleute in Paris gelangten, welche Stimmung für den Frieden machen sollten. Der Präfekt beaustragte die Polizeikommisiare, in ihren Bezirken die Absender aussindig zu machen nud zu ver­suchen, weitere Zusendungen zu unterdrücken. Die Briese sthil- de.'n die überfüllte» Lazarette und die Verteilung der Lieber­gaben in ihnen, ferner die üble Lag: der nicht ausnehinöarsn Lcichikranken aus der Bevölkerung, deren Befinden sich ohne aufmcikiame Krankenhausbehaudlung verschlimmere. Sie teilen weiter mit daß der Deputierte für die Ostpyrenäen, Emanuel Brousse, ii> der bevorstehenden Kanunersitzung den Finnnznii- nister übc: die Umtriebe der großen Kreditinstitute Frank­reichs und des Auslandes gegen die französischen Ersparnisse und den öffentlichen Kredit seit Beginn der Feindseligkeiten interrcllirrcn werde. Der Iuslizminister habe die General- staat-anwälte ausgefordert, gegen die Spekulanten in Lebens­mitteln, welche durch Aufkauf »sw, eine künstliche Hausse be­wirken, aur das Ichärifte vorzugehen,

üaö jttbijihe Marsm-Gebiet in

I1IIMÜIM UttllllllilMI».

Budapest, IN, Nov, Die Armcclcitung wird an dis Bevöikerung der von unseren Truppen okkupierten Macswa eine Proklamation richten und Verfügungen bezüglich des Geldverklbrs und der Regelung der Rechtspslcge treffen. Das Macswaaebiet das bereits vor ti!N. Jahren, zur Zeit der Hu- nyadis, unter dem Namen Macsoer Banat zum ungariichcn Kö­nigreich gehört», erhält ungarische Administration, an deren Spitze ein General gestellt wird. Eine zentrale Verwaltung wird in Schabatz eingerichtet.

Der Heilige Krieg.

Kaiser Wilhelm und der Sultan, K o n st a n t i » o p e l. ttz Sie». (ÜB. 33. Nichtamtlichst Kaiser Wilhelm hat an den ; Sultan folgende Depesche gcrichtet:Zn dem Augenblick, wo ich das Vergnügen habe, in dem Hauptquartier meiner topie- ren Armee drei Prinzen der kaiserlich psmanischen Familie zu empfange», lege ich Wert dcrauf. Ew, Majestät zum Ausdruck zu bl innen, doß ich volles Vertraue» in de» Erfolg unserer 'Ar­meen habe, die sich vereinig! haben, mit glcich großen Zielen für Recht, Freiheit und Eerechtigleit zu kämpfen."

Der Sultan erwiderte mit folgenden Worten'Der voh'wvllcndo Empfang, dessen Gegenstand meine Nesse» sei­tens Ew, Majestät bei der Ankunst im Hauptguartier der kapieren kaiserlichen Armee waren, ist ein Zeichen der kostbace» Frcunk'jchast Ew, Majestät mir gegenüber sowie ein neuer­licher Beweis der Bereinigung unserer 3lrmeen in dem großen heiligen Kamps, Ich beeile mich, Ew, Majestät aus diesem Anlaß meinen lcbhastcsten Dan! auszusprcchr», »nd ich lege Wen darauf, Ew. Majestät meine große Bewunderung -iir die großartigen Heldentaten der Armee und Flotte zun, Ausdruck zu bringen Es ist mir ein großes Vergnügen, Ew, Majestät zur Kenntnis zu bringen, daß meine tapferen Armeen nach blutigem Kampfe di- russisch: Armee vollständig geschla­gen beben und sic siegreich versolgen. Ich erblicke in dieicn, ersten Sieg meiner Armer ein gutes Vorzeichen sur den end gültigen Erfolg unserer gemeinsamen Ziele und hege die i-ste Zuvcrsicht, daß mit Hils- des Allmächtigen diesem Sieg: bald größere Siege unserer verbündeten Heere aus drei Konti» mtc» wie auch cii : allen Meeren jolg-n werden.

Von de» Kriegsschaupiah.-N, K o »st a n t i n o ? e:,, Noo, <W, B, Nichta'mtlichj, Ein Privattclegramm de: Agenco , Ottomane' bestätigt die Einnahme der persischen Ltat» Ka­tar durch die turtrjchc» Truppennd die regellose Flu,hl der diesen Teil Persiens okkupierenden Rüsten. In diesem leie

Neue Tageszeitung. Dienstag, den 17. November 101«.

gramm he'ßt es: Die muselmanische» Stämme vereinigen sich

in Massen mit ihren Glaubcnsgenosien, Die persische Bevölke­rung zeigt sich den türkischen Truppen gegenüber voller Dank und überhäuft sie mit Ehre». Di« nordwestlich vom llrnnalee gekegene Stadt Koffir ist der Hanptort des gleichnamigen Di­striktes, Früher der Türkei gehörend, war sie durch oen Berli­ner Vertrag zum Dank für die von Persien während des tür­kisch russischen Krieges im Jahre 1878 beobachtete Neutralität an Pcrsicr gekommen. Heute ist sie von der Türkei wieder in Besitz genommen. In der Provinz haben die Freiwilligen An- incldnirgen zum Militärdienst begonnen.

Pani, in Datum. Konstantinvpek, 1k, Nov. Nach Informationen aus Saturn werden die dortigen Petrolenia- dcpots geleert und ins Innere transportiert. Bei den Negie- rungsbehörden und in den Büros der Banken herrscht eine fie­berhafte Tätigkeit, Man schasst alles nach Tfflis, 'Auch vei- lasic» die wohlhabende» Elemente fluchtartig die Stadt,

Eine große Kundgebung für den Heiligen Krieg fand am Sonntag in Konstantinopel statt. Der Aufzug der Teilnehmer an der großen Versammlung und der Empfang vor der Pforte boten einen überwältigenden Anblick, Tie Allee von der Hohen Pforte bis zum Kriegsministcrium luar von einer dichtgedrängten Menschenmenge besetzt. Als der Zug vor der Pforte anlam, dankten der Grosiwejir und die Grobwürdenträger für die Kundgebung, Die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein. Der Thron­folger, der während des Borbeimarsches im Autoinovbil an der Pforte vorbeifuhr, war Gegenstand wärmster Kvnd- gcbungcn, Totz des strömenden Regens sanimelte sich bei cintretender Dunkelheit eine Riescnmenge von Tausenden vor dem deutschen Botschaftsgebäude an. Als der deutsche Botschafter ans der Balkon erschien, ertönten minutenlange Zurufe nud Händeklatschen. Die Musik spielte.Heil dir im Siegcrkranz". Deutsche und türkische Fahnen wurde» geschwenkt. Der Vorsitzende des Koinitees der Jungtürkc», Razini Bei, hielt eine Ansprache, in der er ausführtc, die Vertreter des Islams leien glücklich, gemeinsam mit den tapferen und siegreichen Mächten in den Krieg ziehen zu können. Der deutsche Kaiser sei ein wirklicher Freund der Osmanen. DaS habe er heute bewiesen und das sei un­vergeßlich,

Botschafter Frhr. von Wangenheim erwiderte, er be­grüße mit Genugtuung den Ausdruck der Freude vieler Tausende darüber, daß dos türkisckie Heer gemeinsam mit den deutschen Streitkräflen in den Krieg ziehe. Er dankte für die Kundgebungen und sagte, er werde nicht verfehlen, ßiner Regierung und den, Kaiser zu berichten, der sich immer als treuer Freund zur Türkei gezeigt habe. Als Zeichen seiner Freundschaft habe der Kaiser einige musel­manische Gefangene geschickt und sie dem Sultan zur Ver­fügung gestellt. Die Türkei und der Islam befänden sich an cineni Wendepunkt ihrer Geschichte. Er sei fest über­zeugt, daß die Heere der drei Verbündeten, die zur Wahr­ung ihrer heiligsten Güter ausgczogen seien, siegreich blei­be» würden. Der Sieg würde für die Türkei und den Islam eine neue Aera des Glückes herbeisühren, Ter Bot­schafter ließ sodann den Kaiser und den Sultan hockstcbrn. Razini Pascha stellte darauf einige frcigelasscne Algerier vor, von denen einer in einer arabischen Ansprache aus­drückte, die Hoffnung aller Muselmanen sei mit Hilfe der Verbündeten sich von deni Joche Englands, Frankreichs und Rußlands zu befreien. Endloser Jubel folgte diesen Wor­ten, Nach Absingung der deuffchen Nationalhymne begab sich der Zng zum Schlüsse zur österreichisch-ungarischen Botschaft.

Kundgebungen für dcn Heiligen Krieg. Konstanti- i.opel, 16, Nov. Ans Beirut, Jossa, Haifa, Jerusalem und besonders ans Damaskus, liegen Drohtmeldnngen über bc» meisterte Kundgebungen der Bevölkerung aus Anlaß der Verkündung des Heiligen Krieges vor.

Ksnstantinoprl, 15. Nov. (SB. 33.)Tcrdschuinan-i- Halikat" erfährt: Der Kadi von Medina, die Muftis der »,uselnianischen Kult» der Hanefitcn und Schafiiten, so­wie die Wächter des Grabes des Propheten telegraphiert'» hierher, doß die Bevölkerung an deni Heiligen Krieg teil- i'lhmen leerde.

Tic Sennsii. Rom, 16. Nov. Nach den neuest n Nachrichten ans der Eyrennikci berief das Oberhaupt der Sennsii ans dem Landesinnern 1000 Beduinen nach Djchar- Abnb, tvo sich bereits andere Truppen befantrn, um von dert in Aegypten einztibrechen,

Slarke Gärung in Indien, Ko n sianti no pe l, 1 f, Noo, (Nichtamtlich), ins hier erscheinende ParteiblattHauer" cr- klärr, das! die Engländer erst jetzt das geh:iinc muselmanische Komitce Hetbullah das heißt die Partei Gottes, das vor acht Jahren -m Malta Gebildet wurde, entdeckt haben. Das Blatt bemerkt, daß der Anschlag aus den Bizckönlg in Delhi das Werk des Komilecs gewest:, ist. Die Engländer bemühen ! cb, die teiltjchcn Siege zu r-rrhei:: iichen: ober es gelingt ,ynen

nicht. In Indien herrscht j!s:!e Gärung gegen England, Der Dizelönig «oll gedreht haben, dem Emir von Afghanistan die Geldzuwcndunge» zu entziehen, wenn er sich gegen England wende. Aber die Afghanen ',netzen der Drehung tcine Bedeu­tung bei, und weilen mit 1lng-:d-uid nu! den Zcitpunl., wo sic den Khqjhe> Paß und Pcjtzawar onzreiie:, werden,

Japan un» der Heilige Krieg, Verl,», 11. Non, Zu

der Wirkung. d:e die Erklärung der- Heiligen Krieges im lern­st.» Osten heryorruscn kan», schreibt ein Oricietkenner folgen­der, T't Ausruf der Kalifen von Konstantinopel au alle Mohrntwedaner der Welt zum Heilige» Krieg« wird sür dir Lag: in, feinsten Osten Asiens von weittragender Bedeutung fein. Die Talsnchc, daß die Illrlischen Offiziere schon vor lüi.oe- rer Zeit olle japanische» Ehrenzeichen und Ehrensäbcl zn'uckxe- schnit bähen, ferner, daß von Japan an die Türkei beeeirs for- meil der Krieg erklärt worben ist, läßt schon jetzt di: Frage

darüber essen, wie sich in den augenblicklichen Streitigkeiten

zwischen Ehina und Japan die in China lebenden 20-25 Mil­lionen Mohammedaner verhalten weichen. Dazu kommt, daß schon mindestens ein Drittel der Stellen der Hohen Eeneeali- tät in China von Dkohammcdanerii besetzt ist. Aus deren Ein­fluß dürste cs zurückzusühren sein, daß heute bereiis groge chi­nesisch- Kräste in der russischen Mongolei stehen. Durch dcn zweifellos starken mohammedanischen Einfluß in China ist auch die scharfe Sprache und das energische ?luftreten Chinas gegen die lapanychen Räubereien in China zu erklären

Der Bmenaufstarid.

Der Korrespondent der Frank-, Zig," in Amsterdam hatte eine Unterredung mit zwei Staatsmännern, die wählend des Biirenkriegs hervorragende Stellungen in Südafrika bekleidet hatten. Sie äußerten sich über die Bedeutung des Ausstandes verschiede», aber beide sagten ans das bestimmteste, doß die Neuter-Mrldungea aus Südafrita keinerlei Glauben vert lenken, da ihr- Erfahrungen sie gelehrt habe, wie rück­sichtslos das Neurcrjche Bureau und die Engländer :n Süd- asrika die 'Nachrichten, die sie nach Europa gelangen innen, ln ihrem Inleresie fälschen. In den Meinungen der beiden Her­ren kam ferner zum Ausdruck, daß das Verhalten der Kap- burcn, das bisher unklar ist dcn Ausschlag beim 'Aufstand ge­ben werde, . . . Wenn ein Bur einmal zu den Waffen gezrif- scn hat, so legt ei sie auch nicht ohne weiteres nieder. Er würde fürchten, sich damit lächerlich zu machen, und wie auch die Dinge lausen, man muß annehmen, daß die Ausftnndsbe. wegung noch lange andauern wird. Der Ausrus der englischen Regierung, der Amnestie für diejenigen, die sich ergeben, in 3lussicht stellt, muß daher als eine Aentzerung der Schwäche und als ein letzter Vslstich aufgcsaßt werden. Man darf auch nicht vergcsicn, daß Delareys Tod, dcn De Wet offen als einen Mold charakterisiert, der aus Bothas Anstisten zurückzusühren ist, gro­ßen Eindrikck im Volke gemacht hat. Mein Gewährsmann zeigte mir Photographien der Beerdigungsseierlichkeiten Dela- reys :» Lichtenburg. Niemals zuoor herrschte ein derartige Andrang in Lichtenburg, Alle Hotel» und Privathäuler ww- ren gestopft voll. Die Menschen kampierten sogar längs der Straßen und aus den Höhen, Ihre Zahl wurde auf Ikagg ge­schützt, Dieser gewaltsame Tod des populären Mannes hat ,t- nen gewaltigen Anstoß bei der Auiruhrbewegung gegeben, und wenn jetzt joitdauernd entscheidende englische Siege berichtet werden, so ist das ein Unsinn, Es finden gegenwärtig über­all in de» Republiken Scharmützel statt und die dabei def'lgte Kampfesweife ist eben die der Afrikaner und sie geht hervor aus den Notwendigkeiten, die das Terrain schafft: und genau wie im Burenkricge, so liest man wieder jeden Augenblick, daß De Wel oder ein anderer Führer i» die Falle gegangen sek.

Die Konservativen inRumär en.

Bukarest, 18. Nov, Eine Versammlung der hervorra­gendsten Mitglieder der konservative» Partei aus den, ganzen Lande sprach ihre vollständige Zustimmung zur Politik des Parteichkss Marghiloman und zu seiner Haltung anacsichts der jetzige» Umstände ans, Marghiloman ist nämlich Gegen­stand heftiger Angriffe der kriegerischen Elemente, weil er we­der das Eingreifen, der Gaste in Fragen der äußeren Politik noch ein kopfloses Drausgehen ermutigen will, sondern staats- w.nnnisch sür eine ruhige Politik cintritt, die die großen In- tercsien Rumäniens stcherstellt und am besten i» der beschlosse­nen Ncutrulität rorläusig zum Ausdruck kommt.

Ans Frankreich.

D.'r englische Bundesgevosie im Urteil eines srauzöstsche»

Offiziers und Patrioten zugleich eine Schätzung unserer Aus­sichten, Im Vorwort von DriantsLa guerrc fatale ' finden

sich folgende Sätze:Uebcrrascht von der außerordentlichen Schwäche des englischen Heeres, wie sic uns die Kämpfe »nd allzu oft auch die Waffcnstreckungen im südafrikanischen Kriege enthüllt haben, hat sich Hauptmanii Driant die Frage vorgr- leot, ob nicht die Stunde nahe sei, wo England endlich der ewigen Gerechtigkeit sür seine ganze Vergangenheit voll See- raubrei und Bedrückung büßen soll, und ob nicht »ach seinem Landhecrc letzt auch seine Flotte verschwinden müsse vor jenem furchtbare» kleinen Gegner, wovor Kamps und Flucht gleich vergeblich sind: dem Unterseeboot," Das war vor 7 Iah-eu, heilte hat sich Diianl dcn Feinde» von ehemals angeschloljen,

W,c es in Paris aussicht. ihren Briese» an ihre Ver­wandte!: in Brüssel schildern - , Offiziere der K, belgischen Dinislo», tic sich in Paris zur Vrrstärkmii der dortigen Gar­nison befinde», d,e Lage »nd die Stimmung tn der lranlöst- schen Havprstadt in den düstersten Farben. Von der Nüikkehr der französsichc» Regierung aus Bordeaux Ist ernstlich trine Rede, Weder Poincarö noch seine Minister denke» daran, und die ganze Erörterung darüber ist lediglich Bluff, »m die Be- völkcrnng an eine günstige Kriegslage glaube» z» mache». Tag. lieh finden in Paeis Versammlungen statt, tn denen oie sozia­listischen Alinistcr Sembat und Euesda als Verräter gebrand- mark- werden. Die belgischen Offiziere sind persönlich vom Siege der Dentschcii überzeugt.

Ans Rußland.

Keine Japaner bei den Russe». DieRationalzettung" in Berlin rcrbrcitetc kürzlich die Slachricht, daß bei de» Kämpfe» in der Gegend von Eydtknhnen und Stallupönen Gefangene gemacht worden seien, die japanische Uiiisormen trugen. Es feil sich um Artilleristen handeln, die ans russischer Seite dir Geschütze bedienen, A» maßgebender Stelle in Berlin -vir» nun de":Münch», Neuest, Nachrichten" mitgeteilt, daß davo» nichr da- geringste bekannt ist. Damit fallen auch andere Ge­rüchte in nichts zusammen, die in letzten agen in der uaswiirti- gen Presse mit der deutlichen 'Absicht verbreitet wurden, einen japanischen Schrecken" zu verbreite».

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