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Nr. 253

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ja bewegen, den Versuch zu einer Versühnung zwischen Serbien und Bulgarien zu unternehmen. Zu dem gleichen Zweck soll auch in Risch ein kaiserlicher Adjutant aus Petersburg einze- trojfen sein. Vielleicht steht mit dieser Meldung ein zweiter Telegramm desVerl, Tagebl" im Zusammenhang, wonach die serbische Skupschtina zu einer kurzen Tagung zusammenbe- rusen werde, um wichtige Fragen der Auslandspolitik zu be­raten,

Tie Sährung in Neuserbien. Sofia, 27. Olt, (W, B. Nichtamtlich), Aus Strumitza wird gemeldet: Ter Abgeord­nete Georgiern, Mitglied der demokratischen Partei der So- bran,e, ist unweit Strumitza von unbekannten Tätern erschos­sen worden.

Sofia, 27, Okt, kW, D, Nichtamtlich), Meldung der Agenee Vulgare": Der Präfekt von Strumitza teilt mit. datz eine neue, hundert Mann starke serbische Bande im Tistrikt Radowischte erschienen sei, dort plünderte und die Bevölkerung ln Schrecken setzte.

Die Verluste unserer Feinde.

Ueber die Verluste unserer Feinde wird derKreuz-Ztg." geschrieben:

Gefangene haben wir bis Anfang Oktober rund 300 000 gemacht. 130 000 Russen sind bei der Vernichtung der Rarew- und Mlnaarmee gefallen. Ferner gibt das französische Mini­sterium selber zu, daß aus den Kämpfen zwischen Marne und Oise über 100 000 Verwundete zurückgeschafst worden sind.

Schon diese durchaus feststehenden und unbestreitbaren Zahlen ergeben zusammen 330 000 Mann feindlicher Verluste. Dazu sind aber noch zu rechnen die belgischen und englischen Verluste an Toten und Verwundeten, die Verluste der Franzo­sen zwischen Marne und Oise, ihre Verluste on Toten und Ver­wundeten in sämtlichen Kämpfen vor dem großen Ringen an der Linie Verdun- Restus und endlich diejenigen in den Ge­fechten zwischen Verdun und Toul, Wird man diese mit 200 000 zu hoch anschlagen? Sicherlich eher weitaus zu gering! Und damit wird man zu dem sicheren Schluß kommen, datz die Ee- samtocrluste der Gegner allein im Kampfe mit Deutschland mindestens drriviertcl Millionen Mann an Toten, Verwunde­ten und Gefangenen betragen. Und was unsere tapferen Buu- desgenoffen in Galizien und Serbien hierzu noch hinzugetragen haben, wird die Million nicht nur voll machen, sondern sie auch roch bedeutend überschreiten.

Es liegt auf der Hand, datz das zahlenmätzige Uebergewicht unserer Feinde durch diese Verluste ganz erheblich an lleber- zeugungskrast verloren hat. Gar nicht zu gedenken des unge­heure», fast unersetzlichen Verlustes, den besonders die Russen an Kriegsmaterial erlitten hatten.

Darining vor firfming von Krikgsnialttilil an dir frin&f.

Berlin, 20. Oki, Verschiedene Wahrnehmungen in der letzten Zeit lassen es als gewiß erscheinen, daß unsere Gegner auf dem Wege über das neutrale Ausland versuchen, Material und Werkzeuge zur Anfertigung von Munition und anderem Kriegsmaterial in Deutschland anzukaufen. Es läge die Mög­lichkeit vor, datz in Deutschland ansässige Firmen versuchen, sich dies zunutze zu machen. Ganz abgesehen von der undeutschen Gesinnung, die solche Geschäftshäuser an den Tag legen würden, läge u, a, auch ein schwerer Verstoß gegen das Strafgesetz vor: Senn nach 8 8g R,-Str,-E, wird mit Zuchthaus bestraft, wer vorsätzlich während eines gegen das Deutsche Reich ausgebroche­nen Krieges der feindlichen Macht Vorschub leistet,

Ljorn Kjölvion über die Devtlchen.

Kopenhagen, 27. Olt, (W, B, Nichtamtlich), Der Mit­arbeiter desEkfirnbladet" betont gegenüber der Aussprache Bzöru Bjürnsons über seine Berichterstattung deren Unab­hängigkeit und erklärt, er verschweige darin auch nicht, wa» ihm on den Deutschen nicht gefalle. Was ihm aber Bewun­derung abzwiuge, sei der frohe Glaube on den Sieg, der das deullche Volk beseele und zu einer Einheit mache. Es sei seine innerste, tiesste lleberzengung, daß das Volk den Krieg nicht gewollt habe, aber als er kam, stand es einig da. Diese allgemeine Begeisterung verspreche Gutes für die Zukunft, Nach dem Kriege werde das deutsche Volk hervortreten vor dem Heer von Baioneitrn, hinter denen es bisher verborgen war. Er glaube bestimmt, daß Deutschland gegen Ost und West er­folgreich sein werde. Die Deutschen, die Antwerpen in zwölf Tagen nahmen, werden auch Paris nehmen und England zu Boden werfen. Die Ruhe und das Selbstvertrauen der Deutschen sei die eine Hälfte ihrer Stärke: die andere bestehe darin, daß sie für eine Idee kämpften. Auch Frankreich lämpse für sein Land und wie Deutschland für seine Unabhängigkeit: aber entbehre nicht der Kampf der Russe» jeden ethischen Mo­mentes? Das Bündnis zwischen Frankreich und Rußland und Frankreich und England sei ungesund. Die Franzosen seien früher niemals englandfreundlich gewesen und hätten England rach nichts zu danken, England habe den Krieg gewollt. Rutz- aud hätte den Krieg niemals ohne England im Rücken ge- vag:, Jraulreich werde früher oder später einsehen, daß es on England hinters Licht geführt worden sei.

fiitftlnrdjof fr. Adolf Kerlram.

Breslau, 27, Okt, (Nichtamtlich). Der neue Fürst- b,V oer Diözese Breslau, Dr. Adolf Bertram, hielt heute Nachmittag seine» Einzug in die alte Bischofsstadt. Er wurde am Hauptbahnhos von den Spitzen der Behörden, den Vertretern des katholischen Adel, und einem Ausschuß, der aus angesehenen Laien der Stadt bestand, empfangen und be­grüßt. Anwesend waren u. der Herzog zu Trachenberg. der Herzog von Ratidor. Majoratsherr Graf Ballestrem, der Siuoilommandani, Polizeipräsident v. Oppen, der Vizepräsi- sident des preußischen Abgeordnetenhauses Geh. Rat De. Porsth. Als der Fürstdischof den Salonwagen verlassen hatte, hielt an dem Fürstendurchgang des Bahnhofs der Herzog zu Trachenber,

Neue XagcjeitMHg. Mittwoch, bin 28. Oktober 1914

eine kurze Ansprache. Er begrüßte den einziehenden Bijchos als den Nachfolger des großen Kardinals Kopp. dessen Hirten- reginient und Ansehen über die Grenzen des deutschen Vater­landes hinausgingen und wünschte ihm eine lange-und geseg­nete Regierung. Nachdem der Fürstbischof mit herzlichen Wor­ten gedankt hatte, wurden ihm durch Geh. Rat Dr. Porsch die anwesenden Herren vorgestellt. Sodann erfolgte in bereit- stehenden Wagen der Einzug in die Stadt. Von der Dom- brücke bis zur Kathedrale hatten die katholischen höheren Lehr­anstalten, die katholischen Vereine und Arbeitervereine mit ihren Fahnen Ausstellung genommen. An der Johannisstatue widmete der Erzpriester der Stadt Breslau, Geistlicher Rat Delkel, dem neuen Bischof die herzlichsten Willkommengrüße, für die dieser mit wenigen Worten dankte. Unter Vorantritt der Geistlichkeit zog darauf der neue Fürstbischof in die Dom- kirche ein. Am Portal erwarteten das Domkapitel und die Professoren der katholisch-theologischen Fakultät den Bischof. Der Domprobst, Prälat Di. König, hielt hier im Namen des Domkapitels die Begrüßungsansprache. Unter dem Gesänge: Ecce saeerdos" wurde alsdann der Bischof an den Hochaltar ge­leitet, worauf ein deutsches Lied gesungen wurde. Zum Schluß wurde der Fürstbischof in einer Prozession in das bischöfliche Palais geleitet. Aus besonderen Wunsch des Fürstbischofs war von einem besonderen großen Empfang und von einer Aus­schmückung der Straßen Abstand genommen worden.

Reichstirgsersatzwalfl i» Heidelberg.

Heidelberg, 27. Okt. (Nichtamtlich). Bei der heutigen Reichstagsersatzwahl im 12. Reichstagswahlkreis (Heidelberg- Eberbach) wurde Landgerichisdirellor Dr. O b k i r ch e r (nl,) bei schwacher Beteiligung mit 4 438 Stimmen gewählt. Die Beteiligung war demnach sehr gering: das Volk hat sich eben mit ernsteren Dingen zu beschäftigen, als mit dem Parlamen­tarismus.

Der Wirrwar mit den KartolfrUföchltpreisen.

Berlin, 27 Olt. Wie bisher mitgeteilt wurde, wild der Lundesrat morgen Höchstpreise für Kartof­feln nicht beschließen. Damit ist aber, wie dieKreuzztg." meint, noch nicht gesagt, daß sie nun überhaupt nicht in Frage kommen.

Die Preisuotierung der Landwirtschastskammer für Hessen

für 100 Kilo Kartoffeln in Waggonlabung: 6.307.30

tn der Vorwoche: 6.007.00

im Kleinserlauf: 8.009.00

in der Vorwoche: 7,308,00

Der Höchstpreis für Kartoffeln wieder aufgehoben wurde in Hanau seitens des Magistrats dieser Stadt.

Eine Warnung!

Aus der Wetierau wird uns miigeieili, daß Händler, um Kartoffeln für 3 Jl das Malier zu erhalten, den Landwirten Angst machten, es würde demnächst eine staatliche Kommission kommen und die Vorräte fefiflellen: jede Menge, die über den Bedarf hinausgehe, werde zwangsweise zum Verkauf kommen bezw. konfisziert werden. Deshalb möge man schleunigst ver­kaufen. Wir machen die Landwirte daraus aufmerksam, daß an diesen Angaben kein wahr es Wort ist.

Aus der Heimat.

* Friedberg, 28. Okt. (Pferdemar tt). Der Auftrieb war, besonders von älteren Pferden, gering. Da die Preise sehr hoch waren, so waren die Verläufe an Landwirte verhält­nismäßig gering. Dagegen wurden für militärische Zwecke größere Käufe abgeschlossen,

* Friedberg, 28. Oki, AiN Sonntag fanden auf dem hie­sigen Earnjsonsexerzierplatz Hebungen der Friedderger-, ,Rie- der-Rvsbacher- und Ockstädter-Jungwehren statt. Die llebun- gen waren sehr interessant und es beteiligten sich etwa 400 junge Männer daran. Die Jungwehren von Fauerbach, Dor­heim, Bauernheim und Ossenheim übten auf einer Miefe bei Ossenheim und nahmen ebenfalls einen vorzüglichen Verlauf, Ferner hat sich für die Orte Schwalheim, Rödgen und Wissels­heim eine Jungwehr gebildet, wozu voraussichtlich noch Stein­furth treten wird, 5>ie Jungmanufchasten von Ober- und Rie- dei-Mörlen habe» ebenfalls mit den Hebungen begonnen. Für die Gemeinden Fauerbach v, d, H,, Maibach, Bodenrcd, Mün­ster, Langenhain-Ziegenberg und Hochweisel wurde eine Jung- wehriompagnie gebildet, Ani Sonntag fand zum erstenmal eine pemeinschaftliche Hebung statt. Auch aus verschiedenen anderen Orten liefe» Meldungen über Gründung uo» Jugend- wehrabteilungen ein,

* Friedberg, 23. Oki, Gestern fand unter dem Vorsitz des

Herrn Schulrat Süß die diesjährige Herbstverfammlung de: Lehrer des Kreises statt. In feiner Begrüßungsansprache ge­dachte Herr Schulrat Süß de: schweren Zeit, die über unser Balerland geloinme». Bon den Lehrern des Kreises sind über 100 zu den Fahnen gerufen worden: 98 stehen'im Felde, 31

sind verwundet unb zwei haben bereits den Heldentod rür's Vaterland gefunden. Das Andenken der Gefallenen ehrte die Versammlung durch Erheben von den Sitzen, In dem sich un- Ichließenden Vortrage gab Herr Schulrat Süß einen Rückblick über die Ereignisse seit Ausbruch des Krieges, Ein Kamps ist aus der Erde entbrannt, wie ihn die Weltgeschichte bisher nicht gekannt hat. In diesem schweren Ringen gilt es den Kampf für die heiligsten Güter der Menschheit, den Kampf für Zlviiisation und Menfchlichleii, Es ist ein heißer Kampf, den unser Heer zu bestehen hat, aber die gerechte Sache wird unse­ren Waffen den Sieg verleihen. Wir werde» siegen, we-l wir siegen müssen! Rach diesem, mit großem Beifall ausgenomme­nen Vorträge sprach Herr Med,-R°t Dr, Nebel Uber das Thema:Krüppelfürsorge unter der Jugend". Nach den Aus­führungen des Vortragenden gibt es nur wenige Krüppel, die in ihrer Erwerbrfähigkeit gehindert sind. An zahlreichen Bei­spielen zeigte Herr Dr. Nebel, daß eine sehr große Anzahl die­ser Unglücklichen dank der ärztlichen Kunst geheilt werden, E» bestehe somit -uch die berechtigte Hoffnung, daß unsere »er

wuudeten Helden von 1914 durch chirurgische Eingrisse so weit hergestellt werden können, daß sie ihren Lebensunterhalt ver­dienen können. Reicher Beisall lohnte die Aussührungen de, Vortragenden Rach einigen geschäftlichen Mitteilungen schloß Herr Schulrat Süß die Versammlung,

* Rendel, 28, Olt, Für einige Soldaten, die In letzterer Zeit als Ersatz ins Feld gerückt sind, werden wieder Kriegsver­sicherungen abgeschlossen. Die Prämien wurden von wohlwol­lenden Einwohnern der Gemeinde bezahlt. Im Ganzen sind jetzt etwa 23 Versicherungen in Kraft,

* Vilbel, 28. Okt, Nächsten Sonntag, de» 1, November, :t Uf» nachmittags, findet dahier im EasthauseZum kühlen Grunde" der 2, Bezirkskriegertag statt. Auf der Tagesordnung stehe»: 1, Begrüßung. 2, Feststellung der Anwesenheitsliste, 3, Verlesung des letzten Protokolls, 4, Attszahlung der Bonifika­tionen, 3, Zahlung der noch rückständigen Beträge zur Bezirks kaffe, 6, Unterstützung von Familien der im Felde stehenden Soldaten, 7, Referat der Delegierten. 8, Vorftandswahl, 9 , De stiminung des Ortes für den 1, Bezirlstag i» 19t3. io. Ansta- ne» und Mitteilungen, Wir hoffen, daß auch in der schweren Zeit der Bezirlstag gut besucht werde.

* Münzenberg. 28, Olt, Welch' reiche Ernte der T-d aus deu Schlachtfeldern einheimst, geht aus einer Anzeige des hie­sigen Turnvereins hervor. Nicht weniger als acht feiner Mit­glieder und ein früheres Mitglied sind auf dem Felde der Ehr- gefallcn. Gewiß eine Zahl, die für unser kleines Städtchen außerordentlich ist,

Hessen-Naffau.

? Usingen, 2.8, Oki. Von der in Aussicht genommenen Veranstaltung eines mehrtägigen Obstverwertungs Kursus in Ufingen hat leider Abstand genommen werden müssen, da sich aus vier Gemeinden des Kreises nur 3 Personen zur Teilnahm.' bcreit erklärt hatten,

* l. Dorsweil, 28. Oft. Im Alter von 71 Jahre» starb der hiesige Orts- und Polizeidiener Heinrich Buhlmann, Ein veh Ics Menschenalter lang hat der Verstorbene sein Ami mit der größtei, Gewissenhaftigkeit versehen. Er «ar Inhaber des all­gemeinen Ehrenzeichens,

* j. Mönstadt, 28, Okt, Vier Söhne unseres Mitbürgers Peter Moses 1. stehen im Felde. Zwei derselbe'« wurde, nach hierher gelangter Nachricht, jür besondere Tapserleit das Ei­serne Kreuz verliehen. Der alte Vater, der selbst ein hervor­ragender Schiche ist, fteut sich, solch' tapfere Söhne im Felde zu habe»,

* Aßmannshause», 26. Ott, Die Gemeinde Aßmannshau

sen hatte ihre Lese in diesem Jahre bereits am 29, September begonnen. Die Trouben waren zwar nicht ganz reis, aber iu- solge der lebhaften Nachstage seitens der Schaumweinsabrikan ten und Weinhündler nach Rotweinmaische und der Besürch- tung, daß einiretendes Regenwetter den dünnhälfigen Trauben des Kleirots Spätburgunder großen Schaden -usügen könnte, setzte die Lese ein. Vertragen doch die dünnschaligen Traubenbeeren in diesem Stadium der Reiseentwrcklung keim Nässe, Sie gehen leicht in Rohsäule über und bedecken sich mit Schimmelpilzen. Dann kann aus ihnen ein Rotwein nicht mehr erzielt werden. Wie in 1913, so war die diesjährige Rotweinernte eine klägliche. In der Gemarkung Aßmanns­hausen, mit Ausnahme der dortigen Königlichen Domanial- weinberge, wird das Ernteergebnis nur auf ein Zwanzigstel eines vollen Ertrages geschützt. Die Lese dauerte deshalb nur zwei Tage, die Trauben wurden nach dem Gewicht verkauft,. Der Preis war ein enormer. Denn der Handel legte für da» Kilogramm 2.20-3.06 Alark an, was einem Wert von 3400 bis 4000 Mark für das Stück Traubenmaijche entspricht. Das Mostgewicht stellte sich auf 80- 86 Grad Oechsle, Ein unver­hältnismäßig günstiges Herbstergebnis hatte das arrondierte Königliche Domanialweingut i» der Gemarkung Aßmannshau­sen aufzuweisen, das unstreitig der intenstven Kultur und sach­gemäßen Behandlung der Weinberge zu verdanken ist. Dir Lese begann hier erst am 8, Oktober, Bis zu diesem Termir hatten die Traubenbeeren, da in den ersten Oktobertagrn mil des trockenes Herbstwetter herrschte, eine hohe Durchreisnng er­langt, so daß ein sehr guterAßmannshäuser Roter" erziett wurde. Durch die sorgiältige Scheidung der vollkommenen rei­sen, vollsaftigen Trauben, von den eingeschrumpften oder mit etwas Schimmel befallenen, hat die Domäne zwei wertvolle Weinfoiten gekeltert: Einen puren Aßmannshäuser Rotw-in,

18 Bierlelstücke an der Zahl mit einem Mostgewicht von 9193 Grad Oechsle und 9,811,7 pro Mille Säure und einen Rol- weiß-Wein, einen schillerartig Hellroten, von drei Halbstück, der sogar 102108 Grad Mostgewicht ausweist. Dem Triräg- nis »ach macht die Ernte der Königlichen Domäne ein Sieb­tel bis ein Achtel Herbst, Del Versuch in den Domanial-Wein- bergen mit der von Dr, Rördlinger-Flörsheim bezogene»Flo ria-Rikotin-Seifelösung", um den Heu- und Saucrwurm zu vernichien, hatte einen durchschlagenden Erfolg, Denn bei der Lese fanden sich nur reine und saubere Trauben und kaum Traubenbeeren, die vom Sauermurm befallen waren, während in de» angrenzenden Lagen der Heu- und Sauerwurm, na­mentlich die Keinen, grünlichen Sauerwurmraupen, die vor 13 Jahren mittels italienischer Trauben in dem Rheingau eMge- schleppt wurden und deshalb von der BevölkerungItaliener" genannt werden, in Massen ihr Vernichtungswerl trieben

Frankstirter Wetterbericht,

«rausfage: Ziemlich bedeckt, zeitweise Niederschläge, mild südwestliche Winde

..Römerbrunnen "

Hervorragendes Tafelwasser.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hi r sch e I. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch in i d t. Friedberg. Druck und Verlag derRenen Tageszeitung" A. ®,. Friedberg i. H