Nr 251
9ltut Tageszeitung. Montag, den 28. Oktober 1914
Seife 4.
Merkblatt für Feldpostsendungen.
1. Partatarif. jT-b-i 'st genau zwischen Linien- Res»°--. Landwehr- 6. Postsendungen an Angehörige der Marine.
Gewöhnliche B.ieie bis 50 Er sowie Postkarlen portofrei, u»-> urmKupp.ne.^^u^n erlche^Le 0 Compagnie des bi- sich bei Behörden -der Marineteile., am Land, befinden.
12. Reserve-Jnfanterie-Regiments, jsch, Eie im ^Frieden zu adressieren__(aljo außer dem Marine
a darf die Bezeich'
über I>Ü dis 250 Gr. 10 Pjg.
Außerdem werden, wenn die Verhältnisse es gestatten, zeitweilig Feldpostbriefe im Gewicht bis 500 8 sPorto 20 Pf.) zu.,elassen. Hierüber ergeht jedesmal eine besondere Bekanntmachung, in der die Frist, während der Sendungen dieser Art versandt werden dürfen, genau bezeichnet ist.
Postavwetsunge» (Höchftbetrag 100 SJit.) 10 Pfg. Geldbriese bis 50 Gr. und bis 150 Mk. Wertangabe', portofrei' über 50 Gr. bis 250 Gr. und bis 300 Mk. Wertangabe 20 Pfg., über 50 Gr. bis 250 Gr., mit über 300 bis 1500
sondern sie mutz lauten:)^?' der Behörde usw. auch den Bestimmungsort angeben!). tll. Reservekorps >Bel Sendungen an Marineangehörige auf Schiffen ist in der 5. Reserve- 2nfanterie-Di- ^ufjchrrst neben der näheren Bezeichnung des Empfängers nur vision x** Schiffsname, nicht aber der Bestimmungsort, anzuaeben.
Reserve-Infanterie- RA ^ "
Regiment Nr. 12 3. Bataillon 9. Kompagnie.
crr/ • ------ \ vvi -oiiummuHusuu,
I'iur Marineangebvrigc. die sich beim mobilen Landheer befin = [ren, gelten die Vorschriften für das Feldheer.
Palete werden sowohl an die am Lande befindlichen Ma ^».eangehörigen als auch an die Besatzungen der Schisse ange-
an sotzbata.llone oder um Ersatzbataillone der Regimenter handelt. Ln ru benutzen ^
des Eine Kürzung wie „Ersatzbataillon Nr. . . ." Ist unzulässig. " _* „ . 5
ftm weil dann nicht tlar ist, ob gemeint sind das „Brigade-Ersatz '• Postocrkehr mi
LJTlb fwi+itt II r\n “ rtSm- 'ftnc fPi-trt ff .„r ~i 4 ^llsfsor> >dii im.
oder das „Ersatzbataillon des Infanterie
mit unseren deutfchcn Kriegsgefangenen.
Als Postsendungen an diese sind zugelassen ^ offene Brief
nung des Truppen leils nicht lauten III. Armeeloips 5. Infanterie-Division Ne>eive-Insa„tei,e- Regiment Nr. 12 3. Bataillon
ü. Kompagnie Inommen.
'Wertangabe: 40 Pfg. snur zur tatsächlichen Eeldübermittlung,.^^^'.^-zechnung^v.m ^^^^»«-,1-« ^°sga^Ä-^ie ^°wöb7Ück>-n^°li-^ick.° Ä r+ tie0 ^ iffe
Prioatpackereien (bei bet Landarmee nur zugelasfen an soübataillone oder um Eriaübataillone der Reaimenter bandelt L„ ... l£ ^ en ’ aI i° ^ IC blöueM ^eldpostanwersun
Militärpersonen in festen Standorten — Garnisonen — des Deutschen Reichs mit Ausnahme der Standorte in den elfäffi-
[ fc^eii Kreisen Alttirch, Mülhausen, Gebwciler, Thann und bataiUon Nr. . . . ----— ____________ VVi , rf -, -------___ ~.~ r _____________„ l|V „ v
Colmar), Porto wie in Friedenszeiten. Regiments Nr. . . oder das „ErfatzbataiNon des Referve-In- ohne Nachnahme, nämlich offene gewöhnliche Briefe,
Wogen der Prioalpa.kercion an Angehörige der Kaiserlichen sanier,^Regiments Nr. . . ." oder das „Ersatzbataillon des “? b ?"^Ä^papiere.
Wnrtn.» Nunkt (i Landwehr-Jnsanterre-Reglments Nr. . . v r ”x Cr /v l v e und Kästchen mit Wertangabe ohne Nachnahme.
X m f , «.«„ih.mnc; ,„,h Ansenitunas ® ci Bezeichnung von Landsturm-Bataillonen ist genau da- ^ostpakete bis 5 Kg. ohne Nachnahme.
Wegen der Pakete mit Bcllcidungs- und .lusrmtungszu achten, ob sie eine Nummer tragen, wie z'. B. „Land- Die Sendungen sind gebührenfrei Sie müssen den Der stucken an mobile Truppen der Landarme- stehe Punkt 8. sturm-Bataillon Nr. 14". oder ob nur der Aufstelkungsmt an -nerk „Kri-gsgef-nq-nenfendung- tragen 2. Aufschrift der Feldpostscndungen gegeben ist wie z. B. „Landsturm-Bataillon (Eelsenkirchen)". Poltanweiiunaen sind nneiönkin
->»' Briefen und «ostkarten -n mobile -d.,h. nicht i.n ",n'K RrKIndr"^"n,n°nnn?°eben sind die sür,den,Luslanbsverkehr vorgesehenen
stanweisung ist a» die Ober- adressteren: die Adresse des , ... . „.n die Geldsendung bestimmt
^ 2tJ) bcrL«äsk»n Hl
Sin» die Ausschriften nicht deu-lich, vollständig und richtig.!^ "^ »Kn^S-sai'gen-ns-ndung. Tanrci" nieder,«schreiben, su werden die Sendungen nicht an Sie Empfänger besördert - ^ °"sp>!-8lt I'm- P°st,-»dungen erst dann an Kricgsge-
soiidern sogleich an die Auslicsercr zurückgefandt. mangene abzmenden. wenn sie ihre Adresse mltgctcilt haben.
3. Beschaffenheit der Feldpostsendungen. j 3 m Verkehr nach Frankreich können, auch Ipenn der A„s-
Die Feldpostsendungen können bei der Beförderung durch^athaltsort des deutschen Kriegsgefangenen nicht bekannt ist,
i.i —----- ' '' " ■ Sendungen an ihn abgesandt weiden. Sie sind dann mit der
äußeren Adreffe zu versehen:
A la croix rouge iranfaise Commission des prisonniers de guerre Paris 9 rue Matignon.
8. Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke an Offiziere und Mannschaften der Feldarmee
Feldpostbrief
An
den Gesreiten der Reserve Herrn Martin Schmidt
ü. Reserve zz,,rps 'Rcs.-Znfantene-Rcgim-nt Nr. ^^Patter'
12. Reserve-Dimüan............................... h Bataillvn j Eskadr.
| Abteilung! Kolonne
Besondere Formationen I .............—..................................
(Flieger, Funker U'w.s ^
b) bei Briefen und Postkarten an Militärpersonen ... . ..... - stK N..,-. . . - »>■>—H,...
seften Ekandorten (Garnisonen) des Deutschen Reichs mit An- oes Behälters die Flüssigkeit ausgesaugt wird, gäbe des Bestimmungsortes, also z. B. ' ,„,s c............... ,
Feindesland keineswegs immer pfleglich behandelt werden.
Sendungen mit Warcninhalt (Liebesgabenpäckchen) deshalb, sehr oaucrhast verpacken, also starke P-ppkartons, scstes Packpapier oder dauerhajtc Leinwand verwenden! Klammerver- schlüsse sind fast durd,weg ungeeignet. Die Päckchen, auch die mit Klammcrvcrschluß versehenen, sind allgemein mit dauerhaftem Bindfaden fest zu »mschnüren, größere Sendungen mehrsach. Bei Feldpvstbriesen mit Flüssigkeit muß sich dieser :n einem starken, sicher verschlossenen Behälter besinden, der in
einem durchlochten Holzblock oder in eine Hülle aus starker„„ ^ . .... .... «... .
Pappe fest verpackt ,st. Dabei muffen sämtliche Zwischen X^" Scunat besindlichen Eriatztruppc»tc,l (Er.
— räume mit Baumwolle. Säg-spän-n oder einem schwammigen -Abteilung oder -Kompagnie) des lm F-Idr
in Stoff- Io angcffillt sein, daß bei», etwaigen Schadhaftwerden Truppenkörxers als irankiertes Pastpalet
>— - (Porto bis 3 Kg. wie bei Pfoten an Mannschaften bis zum
Feldpostbrief
An ........................................................................
den Unteroffizier Herrn Otto Kugel
Potsdam
Ersatz-Bataillon
3.Komp.
.......... Armeekorps
tes I. Garde-Rcgts. zuFuß
Baller.
.............. Division
Bataillon
Eskadr.
Abteilung
Kolonne
Besondere Formationen s ................................
(Flieger, Funker usw.)
rlrcichHölzer und andere fcucrgesährliche Gegenstände, ins- dere Tajchenfeuerzeuge mit Benzinsüllung, dürsen in Feld-
Feldwebel
Adreffe:
aufwärts 20 Psg.) zu senden. Beispiel für die
An das
Ersatz-Bataillon Infanterie-Regiments Nr. 48
in
Cüstrin.
Aus dem Abschnitt der Paketkarte (Postpaketadrcffe) ist die aus Adreffe des eigentlichen Empfängers — z. B. Musketier
besonder,
postbriesen nicht versandt"werden, ebensowenig Butter u. Fett.
Kann die Aufschrift nicht auf den Sendungen unmittelbar niedergeschrieben werden, so ist sie haltbar aus ihnen zu befestigen.
Sendungen, die diesen Bedingungen nicht entsprechen, werden von den Postanstaltcn unweigerlich zurückgewicscn. ^genaus
-. m -i ■ii 4. „ormulare. >Weber 8. Kompagnie Fnfanteric-Rcgiinents 48" — anzugeben,
en x e 5 r ?- fc " .F-ldpost-Br,-,nmschlag-, ein-mit dem Zusatz: „Dieses Paket ist mit dem nächsten Militär- fache Feldpostkarten und sologe mit Antwort, die mit Vordruck i-an-port mit,ulenden "
für die Aufschrift und für die Bezeichnung des Absenders ver-I . . mt . „ -. . . K
sehen sind, mit 1 Psg. sür 2 Briesumschläge und mit 5 Psg. fürL 2st dem Absender des Paketes der Standort be» Ersatz-
amtlichen genau übereinstimmen: auch sollen solche Formulare in Form. Größe und P.apierstärke nicht wesentlich von den amt-^^
mit den!^"^" Generalkommando erfragen.
Den im Felde stehenden Truppen ist von ihren Dorgesetz-
... ........ „„____ .....____DM..... „„„ DD ten die genaue Bezeichnung des sür sic in Betracht kommenden
lichen abw-ich-n. Feldpost-Briefumschläge sind deshalb tunlichst Ersatztruppenteils mit der Weisung bekanntgegeben, ihn allen
i„ 5s.,>. (i7„_____ i * r-. , ... ^ .s . , <lvorTnnf,rt rrrrtt f 11 » an prirwa r tAtr TmliPTt
in der Größe der Normalbriesumschläge (15^ zu 12H Ztm.) hcr- Personen, von denen sie Pakete zu erwarten haben, mitzutcilcn.
zustellen. A»sichtsposttalte» sind zulässig: doch soll die Auf-
Ichrist möglichst dem aus den amtlichen Feldpostkarten befind- ck-m ^ntercffe einer Ilaren und übersichtlichen Auffchrist. lichen Vordruck entsprechen, ron der wesentlich die unverzögerte Beförderung abhängt. Zu Postanweisunge» an Angehörige des Feldheeres sind v - ~ v ....
empiiehlt es sich sehr, sür die Briese und Postlartcn an mobile besondere Formuluic in blauer Farbe zu benutze,,, auch dann.'" Bctannlmachung Pr,oatpaket« mit Belle,dungs- und Aus Truppen (siche vorstehend unter ns nur Bricfumschlägc »sw. wenn sich die Truppen in jestcn'Standorten (Garnisonen) des susiuntzbstuckcn an die iin Felde stehenden Czsizieie und Mann- ' ' :■ .11.1 ' » ' . I d„e t» 5H- Po,>„»,lalle» ou
Pakete an Angehörige höherer Stäbe sind den stellvertretenden Generalkommandos zu übersenden, die die Weitcrbesör- dcrung einem Ersatztruppenteil übertragen.
Von Zeit zu Zeit weiden nach vorhcrgegangener besonde-
mit Vordruck zu verwenden (siehe auch Punkt 4).
Name des Empfängers nicht nur. sondern auch die Ziffern in den Nummer» der Divisionen. Regimenter usw. müssen sehr deutlich, schars und genügend groß geschrieben sein, reine blasse Tinte möglich stets auch Der Truppenteil
genommen (Porto einheitlich 25 Psg ). Die Postverwaltung
den amtlichen Briesumschlägen und Feldpostkarten anzugcbcn. zeichne».
Deutschen Reichs befinden.
Zeitungen und ^ecktlchriften'1llr''s/"r'-s°ng-höri»- können besördert solche Pakete ' bis zu -incm"der im Deutschen Reich
D-hernicht nur van den Truppen selbst bei den Feldpostanstalten. !°n- ^
«enteilen. Die Bekanntmach-
nd genügend aroh geschrieben sein. Daher nicht nur von den Trappen selbst bei den Feldpostanstalten, son-oer lvllluarverwal.ung ^ur oieici ^rocne cinflcrunicxen und leine feine Schrift anwenden! Wenn dern auch durch Familienmitglieder oder sonstige Personen ber Bon da ab übernimmt die Mllltarvermaitun
den Absender vermerken! de« heimischen Postanstnllen bestellt werden. Die Bezieher sind <^elterbeforderung der Pakete bis zu den Truppenteilen
eil ist in der Reihenfolge des Vordrucks auf dabei genau nach Name, Dienststellung und Truppenteil zu be- '^^^ndungsbedmgungen sind aus der besonderen Bekannt o-fs.—ns—4... -------^ - --;-r ung zu ersehen.
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Der Friedberger Pferde- und Fohlenmarkt findet in der bisher üblichen Weife am
Dienstag, den 27. Oktober lfd. Js.,
der Rindvieh- und Schweinemarbl
Mittkvoch, den 28. Oktober lfd. Js. statt.
Bon einer Berlosung und Prämierung wurde abgesehen.
Friedberg» den 17. Oktober 1914.
Der Bürgermrfffrr.
, Stahl.
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jetzt besonders billig.
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2nh. A. Weftheimer
Kaiferftr. 5.
'kbcgcn Aufgabe der Land- wiitJhaft ein gutes
Arbeitspferd
7 Jahre alt, treu und zugfest, zu verkaufen.
Johannes Richter t„ Gastwirt, Riebcr-Weifel.
Zn verkaufe»
1 gutes Arbeilsps'cr!)
bei
Heinrich Ulrniri.hodrnbiich slybrrhj.
^ie 4. mobile Llinilmehr-Kskaiiron
deren Angehörige zum größten Teil dem Kreise Fried- brrg entstammen, hat um Uebersendung von Liebesgaben gebeten.
Erwünscht sind wollene Unterjacken, Pulswärmer, wollene Strümpfe, Tabak, Cigarren, Cigaretten, kurze Pfeifen, Hosenträger, Briefpapier, Dörrfleisch, geräucherte Wurft. Die Ersatz-Eskadron in Darmstadt ist bereit etwaige Gaben anzunehmen und weiter zu befördern.
Ersatz-Eskadron Leib-Draaoner-Regiment Nr. 24.


