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gelegt.
Athen einen energischen Vorstoß gegen das Saloniker Heer
Sonninos vermögen die Befürchtungen nicht zu zerstreuen,
Der österreichischumgarische Tagesbericht 3500 Serben gefangen. Beteiligung von Albanern am Kampf gegen die Serben.
Wien, 3. Dez.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 3. Dezember:
Russischer Kriegsschauplatz.
Stellenweise Geschützknampf und Geplänkel.
Italienischer Kriegs schauplatz.
Nach den wieder gänzlich mißlungenen feindlichen Angriffen der letzten Tage auf den Tolmeiner Brücken⸗ kopf und auf unsere Bergstellungen nördlich davon trat gestern dort Ruhe ein. Bei Oslawija wurde heute nacht abermals ein Vorstoß der Italiener abgewiesen; ebenso scheiterten Angriffe auf den Monte San Michele und den Nordhang dieses Berges. Bei San Martino wurde eine italienische Ab⸗ teilung aufgerieben, die sich mit Sandsäcken herangearbeitet hatte. Görz stand unter besonders lebhaftem Feuer, das nament⸗ lich im Siadtinnern neuen bedeutenden Schaden verursachte.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Westlich und südlich von Novibasar nahmeß österreichisch⸗ ungarische Abteilungen, denen sich viele bewaffnete Mohammedaner anschlossen, vorgestern und gestern 3500 Serben gefangen. Bei den Kämpfen im Grenzgebiet zwischen Mitrovica und Jpek griffen auf unserer Seite zahlreiche Ar nauten ein. f 0 Au der Gedenkfeier, die unsere Truppen am 2. Dezember im Sandschal Novipasar und in Mitrovica begingen, nahm die ein⸗ heimische Bevölkerung begeistert teil.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant.
* König Peters Hilferuf an den Zaren.
T. U. Budapest, 3. Dez. Knig Peter richtete, wie A Vilag meldet, vor Verlassen des serbischen Bodens ein Telegramm alt den Zaren. Gleichzeitig schickte er ihm ein Stückchen Erde und schrieb dazu: Serbien war Rußland gegenüber stets treu ergeben. Es opferte mehr Kräfte als es vermochte und vergoß sein Blut. Jetzt als alter Mann muß ich mein Land verlassen, ein Land, dessen Verderben die schlechten Berater des Zaren herbeiführten.
Einer Salonikier Meldung griechischer Blätter zufolge tele⸗ graphierte der Zar an den serbischen Ministerpräsidenten Pasitsch: Rußland werde„nicht dulden“, daß Serbien verschwindet und seine Selbständigkeit einbüße. Der Plan einer Aktion zur Rettung Serbiens durch Rußland fei bereits(ö) fest⸗
Monastir gefallen!
Reuter meldet aus London:„Nach einem Bericht aus Florina vom 2. Dezember sind deutsche und österreichifchs⸗ Truppen heute nachmittag um 3 Uhr in Monastir eingerückt. Sie hißten die österreichische Flagge. Die bulgarischen Streitkräfte befinden sich noch in Kenali und werden morgen in Monastir ihren Einzug halten.“
Griechenland und der Vierverband.
Neue Spannung.
Nach Athener in Paris eingelaufenen Meldungen, wie nach offiziösen Informationen der Pariser Presse, haben die Verhandlungen der Entente mit Griechenland den Charakter beträchtlicher Spannung angenommen. Die griechische Re⸗ gierung legte ein Gutachten des griechischen Generalstabes vor, das besagt, daß, nachdem die serbische Armee nicht mehr existiere, das Saloniker Ententeunternehmen gegenstandslos geworden sei. Der Generalstab rate daher an, zumal da noch ein bulgarisch⸗deutscher Massenangriff gegen die englisch⸗ französischen Stellungen zu erwarten sei, der Entente, das Expeditionskorps wieder einzuschiffen. Offiziös inspirierte Auslassungen der Blätter weisen darauf hin, daß die grie⸗ chische Regierung und der Generalstab dabei nur als Wort⸗ führer der deutschen Reichsregierung anzusehen seien, die in
der Entente angekündigt habe. König Konstantin vor allem kenne keinen sehnlicheren Wunsch, als daß die fremden Trup⸗ pen so rasch wie möglich Griechenland verlassen. Die Presse befürchtet daher neuerdings wieder, daß sich das Einverneh⸗ men zwischen Griechenland und den Zentralmächten zu ge⸗ meinsamen Aktionen verdichte. Die Versprechungen
so sehr die Blätter die schönen Worte des Ministers aner⸗ kennen. Der Temps kann ssch bei Besprechung seiner Rede nicht der Feststellung enthalten, daß solche Diskussionen jeden Wertes entbehrten, wenn sie nicht rasch in greifbare Hand— lungen umgesetzt würden.
8 Nach dem Echo de Paris werden die Alliierten im Hin⸗ blick auf die Winkelzüge des griechischen Kabinetts dee Ein⸗
der erneuern.„Wir billigen rückhaltslos“, sagt das Echo de Paris,„diese Rückkehr zur Vorsicht und wir hoffen, daß, wenn es nötig sein sollte, man noch weiter gehen wird.“
Eine türkisch⸗griechische Verständigung.
Die Kölnische Zeitung erfährt aus Sofia vom 1. De⸗ zember: Von gut unterrichteter Seite erfahre ich, daß die türkisch⸗griechischen Beziehungen einen neuen Grad hoher Wichtigkeit erreicht haben. Ministerpräsident Skuludis und der Großvesir haben herzliche Telegramme gewechselt. Die griechisch⸗türkischen Verhandlungen finden gleichzeitig in Konstantinopel und Athen statt, und betreffen die Regelung wirtschaftlicher Fragen, sowie den Besitzstand griechischer und türkischer Untertanen in beiden Ländern. Das schnelle Vor⸗ schreiten der Verhandlungen erweckt die Hoffnung auf eine volle politische Verständigung.
Die Haltung Numäniens.
Der Bruder des rumänischen Ministerpräsi⸗ denten, Herr Vintila Bratianu, hat kürzlich in einem liberalen Zirkel einen Vortrag über den Standpunkt der gegen⸗ wärtig die Regierung führenden liberalen Partei gehalten. eine Ausführungen sind deswegen von besonderem Interesse, wi annehmen kann, daß in ihnen die Meinungen wiedergegeben sind, die gegenwärtig in der Umgebung 75 rumänischen Ministerpräsi⸗ denten herrschen und die rumänische itik bestimmen. Der Zwe des Vortrages war, die bisherige Neutralitätspolitik der Negie rung zu rechtfertigen. 2
Die Hauptgesichtspunkte aus den Ausführungen des Vor⸗ tragenden waren etwa die folgenden: Herr Vintila Bratlann mimmt an, daß der Krieg noch sehr lange dauern werde. Rumänion könne abwarten, bis seine Stunde geschlagen habe. Der Krieg habe länger gedauert, als diejenigen, die ein Interesse an einem kurzen Feldzug gehabt hätten, voraussahen. Keiner der Kämpfenden sei bisher erschöpft. Die einander gegenüberstehenden Streitkräfte seien so gewaltig, daß der Sieg des einen auf einem der Schlacht⸗ felder noch kei scheidende Niederlage des Gegners bedeule. ind Bulgariens habe aus dem agleichen Grunde noch keine Entscheidung herbeigeführt. Daher sei die ab⸗ wartende Haltung der rumänischen Regierung das Richtige gewesen. Sie habe sich die Möglichkeit bewahrt, den günstigen Augenblick auszusuchen. g
Ueber die künftige Entwirklung äußerte sich Herr Bratiaun dahin, daß seiner Meinung nach die Entente niemals, auch nicht vorübergehend, die Herrschaft auf der Balkanhalbinsel den Zentralmächten überlassen würde. Vielmehr sei zu erwarten, daß sehr bald der Balkan ein Hauptkampfplatz werde. Daraus folgerte der Vortragende eine Vereinigung der kämpfenden Kräfte im nächsten Frühjahr in Mazedonien und Thrazien, wo er wich⸗ tige Kämpfe erwartet. Es werden nach seiner Meinung zahl⸗ reiche Truppen in Salonik und in Thragien aus ft werden und Italien und Rußland werden sich nicht, wie bisher, auf ihre Grenzen beschränken. Auch Griechenland könne dann nicht länger neutral bleiben mit Rücksicht auf die in Salonik ausge⸗ schifften Truppenmassen und seine natürliche Feindschaft gegen Bulgarien. Rumänien müsse einstweilen noch abwarten. Der Redner definierte die Haltung Rumäniens dahin:„Der Sturm nähert sich unsern Ufern und in Anbetracht unsever großen Inter⸗ essen müssen wir alles vermeiden, was uns in eine unvorsichtige Handlung hineinziehen könnte, durch die unsere Rechte in Frage gestellt und unsere Macht zersplittert werden könnte, die wir für den kommenden Augenblick unversehrt bewahren müssen.“
Der türkische Bericht.
Ein feindliches Torpedoboot gestrandet. Konstantinopel, 3. Dez.(W. T. B.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Kaukasusfront beschränkt sich die Tätigkeit, da der frische Schnee stellenweise drei Meter hoch liegt und auch heftige Wirbelstürme einsetzen, nur auf bedeutungslose Zusammenstöße der Patrouillen.
An der Dardanellenfront setzte der Artillerie⸗ kampf aus; es fand heftiger Bombenkampf an einigen Stellen statt. Bei Anaforta ließ der Feind zwei Panzerkreuzer, bei Ari Burnu und Seddeül Bahr zwei Kreuzer eine Zeit lang an dem Feuer der Landbatterien teilnehmen. Unsere Artillerie antwortete der feindlichen Artillerie wirk⸗ sam und verursachte bedeutenden Schaden an Teilen der feindlichen Schützengräben und bei seinen Truppen, die außerhalb der Deckungen beobachtet wurden, vernichtete eine feindliche Maschinengewehrabteilung bei Anaforta und einige Bombenwerferstellungen bei Ari Burnu. Außerdem erzielten unsere Artilleristen Volltreffer mit zwei Geschossen auf dem Hinterteil und mit einem Ge⸗ schoß auf dem Verdeck eines feindlichen Kreuzers, der von den
man
8 1 1 g 2 etwas verfrühten Vertrauensbezeugung aufgehoben vatten, wier] Bomben auf das Spraischiff„Reschid Pascha, da seine Gestalt und Farbe, sowie durch sichtbare Zei g dem Feinde als Spitalschiff kenntlich ist. An den Fronten keine Veränderung. 55
Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen.
zugsberechtigten, die das ihnen auf Grund der ihnen zugeteilten Mehlbegug karten zustehende Mehl noch nicht abgeholt haben, sind die in der Bekanntmachung vom zeichneten Ausgabestellen i 225
Donnerstag, den 9. Dezember 1913, vor mittags von 9—12 und
nochmals geöffnet. Die Abgabe erfolgt zu den bereits bekannt ge⸗ gebenen Bedingungen.“ 8
Giltigkeit mehr.
Einmalige Zuweisung von Mehl.
Zwecks Ausgabe des zugewiesenen Mehls an diejenigen Be⸗ 18. November 1915 näher nachmittags von 3—5 Uhr 7
Nach dem genannten Tage haben die Bezugskarten kein
Gießen, den 2. Dezember 1915. 5 Der Oberbürgermeister.
Kren
2
Dr. Poppert 200 Mk., graph Thuran 50 M Kt. 10 Mk., aus der
Bender sen. 25 Mk., Stadtverordnet und September 300 Mk., Di 95 43,53 Mk., Sammelbüchse bei der Stadtkaffe Schlachthof für Goldschlägehäute 23,05 bei der Stadtkasse 29,21 4 150 Mk., Be verein 2000 Mk., bach 2 Grünewald 7. Rate 200 Mk., Christian Inderthal 50 Mk., L. 6 5 Mk., Regierungsrat Hemmerde 100 Mk., 44 Pfennig.
vat Heichelheim 1000 Mk.
Böhmer 5 Mk., Familie Heineck Damenk ra: i M. u. G. Schliephake(Er lichtbühne durch Prof. Bernbeck 50 Mk., Obst⸗ und Gartenbauvere Heuchelheim 29 M!. ch
Kricgskaff Mk., Beamtenverein tagskränzchen auf der Liebigshöhe 10 Mk., zusammen 315
Krieger: Professor Dr. Poppert 100 Mk., Gießener Freilicht durch Prof. Dr. Bernbeck 2. Rate 200 Mk., Prof. Dr. Friedr. E (Kupfer) 10,70 Mk., zusammen 310,70 Mk.
Kriege Gefallenen: Photograph Mark, Wilh. Mosler Ww. 10 Mk., Eduard Silbereisen 200 0 M. u. G. Schliephake(Erlös aus Metall) 20 Mk., Gießener Fre
lichtbüühne durch Prof. Dr. Bernbeck 50 Mk., Reallehrer Salomon 5 Mk., Gießener Anzeiger Ueberschuß für Sonderblätter 500 Mk,
Christian Inderthal 50 Mk., zusammen 985 Mark. 1 Für alle diese Gaben sei hiermit herzlich gedankt. 8
„Konsumverein Gießen und Umgege Mk., Geh. Kommerzienrat Heichell ach 24,10 Mk., Kt. 10 Mk., Justiz
arzt Hau zusammen 4091 b) Für die Sammlung für Kriegsbeschädigte: Geh. Kommerzien e) Für die Sammlung für erblindete Krieger: Bauassistent
18 Mk., Dame
k., aus der Sühnesach affeekranz 10 Mk., Kommerzienr* 40 Mk., Reallehrer Jann 5 Mk., Do)
d) Für die Hinterbliebenen der im Felde gefallenen Gie
e) Für die Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der in Thuran 50 Mk., Karl Nowack
Küstengewässern von Sedd⸗ül⸗Bahr her das Feuer eröffnete, und zwangen diesen Kreuzer, das Feuer einzustellen und sich zurückzuziehen. Eines unserer Flugzeuge warf Bomben auf
Saros, drei Kilometer westlich von Kap Iridsche strandete.
schränkungen, denen sie den griechischen Handel während des letzten Monats unterwarfen, die sie aber infolge einer
Am 1. Dezember warf der Feind, ohne Schaden anzurichten,
ein feindliches Torpedobvot, das am Nordufer der Bucht von 5 Wanne 12
den 5. Dezbr. von 3 Uhr nachmittags an und die Nacht hindurch geöffner die Engel-Apotheke. 1
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