Ausgabe 
13.11.1915
 
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und Nachbargebiete.

Gießen und Umgebung.

Hessen

Verteilung von Getreideschrot(Roggeuschroth.

Geschäftsschluß eingeführt.

Die Landesverteilungsstelle für Futtermittel hat mit Ausschreiben vom 6. November sämtlichen örtlichen Ver teilungsstellen mitgeteilt, daß in tunlichster Bälde den Milch. wirtschaften, die Frischmilch nach der Stadt liefern, Getreide. schrot(bauptsächlich Roggenschrot) zugeführt werden soll Zwischen ländlichen und städtischen Milchwirtschaften wird hierbei kein Unterschied gemacht. Es kommt vielmehr darauf an, daß durch die Lieferung von Getreideschrot eine möglichst große Milchlieferung zu angemessenen Preisen gesichert ird In erster Linie werden die ausschließlich auf Kraftfutter angewiesenen Abmelkwirtschaften, die durch die Entziehung von Naßtrebern, Trockentrebern, nassen Schnitzeln usw in eine Notlage kommen, Berücksichtigung finden. Weiter sind denjenigen Milchwirtschaften, die für Aufgabe von Säug⸗ lingsmilch eingerichtet und einer sanitären Aufsicht unterstellt sind, besondere Beachtung zu schenken. In einem Frage⸗

bogen, der sämtlichen örtlichen Verteilungsstellen des Landes

zugeht, ist längstens bis 20. November zu berichten: 1. Welche Milchviehhalter liefern Milch nach der Stadte 2. Wohin wird die Milch geliefert, welche tägliche Menge wird abgeliefert und welche Menge Getreideschrot wird verlangt? Von einer raschen Erledigung der gestellten Fragen ist die Ablieferung des Getreideschrotes abhängig.

Früherer Ladenschluß an Werktagen. Seit eini

haben die Möbel-, Teppich- und andere Ladengeschäfte den 9

s 0 Es wird aber auch in anderen Ge⸗ schäftszweigen, der Kolonial- und Lebensmittelbranche für früheren Schluß gewirkt. Mit dieser Frage beschäftigte sich eine am Mitt⸗ woch imKaiserhof abgehaltene Versammlung von Geschäfts⸗ inhabern. Dort waren Vertreter aus 12 Geschäftszweigen an⸗ wesend und es wurde beschlossen, die Lädeninhaber durch persön⸗ liche Vorsprache für den früheren Ladenschluß zu gewinnen, um diesen vom 1. Januar ab zur Einführung zu bringen. Der Aus⸗ schuß hofft, daß es möglich sein wird, ohne behördliches Eingreifen

eine einheitliche Regelung herbeizuführen, in diesem Falle könnte

0

Nobpember 1915.

now haben wir mehrere

leicht wieder eine andere Zeiteinteilung getroffen werden, wenn sich nach dem Kriege andere Verhältnisse ergeben sollten. In der Hauptsache kommen Firmen mit weiblichem Hilfspersonal in Be⸗ tracht und gerade diesem ist es beim 8 Uhr⸗Schluß nicht möglich, den Unterricht der kaufmännischen Fortbildungsschule zu besuchen, der bereits um 8 Uhr beginnt.

Stadttheater. Die bekannte und beliebte Wie seinst im Mai wird am Sonntag abend neueinstudiert bei kleinen Preisen in Szene gehen. Frl. Zondervan und Herr Eugens werden in den beiden Hauptrollen auftreten, neben den von früher her bekannten Kräften. Zur Ergänzung des Personals sind noch Frl. Wally Petri aus Berlin und Herr Carl Delion aus Darmstadt verpflichtet worden.

Anlagemusik. Morgen Sonntag mittag 11¼ Uhr findet bei günstiger Witterung in der Südanlage Konzert, ausgeführt von der Kapelle des Landst.⸗Inf.⸗Ers.⸗Bataillons, mit nachfolgendem Pro⸗ gramm statt: 1) ChoralEine feste Burg, Dr. M. Luther. 2) Ouverture Romantique, von Weißenborn. J) Soldatenleben, Ton⸗ gemälde von Kéler Bela. 4) Wiener Praterleben, Walzer von Translateur. 5) Wir müssen siegen, patriotisches Potpourri von E. Urbach. 6) Standartenweihe-Marsch von Sonntag.

Spielplan. Stadttheater Gießen. Dienstag, den 16. Nov. abends 8 Uhr: 5. Dienstags⸗Abonn.⸗Vorstellung:Ein Fallissement. Schauspiel in 5 Aufzügen von Björnstjerne Björnson, Ende gegen 11 Uhr. Gew. Preise(ermäßigt). Mittwoch, den 17. November, abends 7% Uhr:Die fünf Frankfurter, Lustspiel in 3 Akten von Carl Rößler. Ende 9 Uhr. Kleine Preise. Donnerstag, den 18. November,(in Marburg), abends Uhr: 3. Abonn.⸗Vorst.: Ein Fallissement. Ende 11 Uhr. Freitag, den 19. November, abends 8 Uhr: 6. Freitags⸗Abonn.⸗Vorstellung:Comtesse Guckerl, Lustspiel in 3 Akten. Gew. Preise(ermäßigt). Samstag, den 20. November, nachmittags Uhr: Schüler⸗Vorstellung:Ernst, Herzog von Schwaben, Dramatische Dichtung von Ludwig Uhland. Ende nach 6 Uhr. Volkspreise. Sonntag, den 21. November: Keine Vorstellung.

Tagesbericht des rufen Hauptauartiers.

Im Westen erfolgreiche Luftkämpfe. In Serbien weiteres Vordringen. a W. B. Großes Hauptquartier, 12. Nov., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz An der Front nichts Neues. Zwei englische Doppeldecker wurden im Luftkampf heruntergeschossen, ein dritter mußte hinter unserer Front notlanden.

Oestlicher Kriegsschauplasz. 5 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Keine wesentlichen Ereignisse. 1

eeresgruppe des Genera 1

4 Die deutschen Truppen, die gestern am 1 4

südlich der Eisenbahn KovellSarn) Ae i N 5 griff abschlugen, nahmen dabei vier Offiziere un. 3

Gesangsposse

Linsingen.

hundertunddreißig Mann gefangen.

0

im Rasina⸗Tal südwestlich

Balkan.

. 25 15 57 ai dab leb sense el aur 115 Krusevae drangen 9 7 0 Truppen bis Dupci vor. Weiter. e Ribare und das dicht dabei liegende Rübarsen bach hundert Gefangene ge Gestern wurden über siebenze Oberste Heeresleitung.

macht und elf Geschütze erbeutet. f 5 rische Tagesbericht 9 50 ee e der Italiener. 5 i Funchsonre, r) Amtlich wird verlautbart. 12. ien, 12. 5,. schaup las . ben e eg e ae Fee vier Effizlere und 230 Mann gefanabgewiesen. Pinter un⸗

Nach a i zer des russischen Infanterie

Rufsischer Kriegs

serer Putilowta⸗Front wurde ein

Regiments Nr. 407 fesigenommen, der sich in österreichisch⸗ungarischer Uniform durch unsere Linien geschlichen hatte, um Kundschafterdienste zu versehen. Offiziersabteilungen haben festgestellt, daß die am Kormin südlich Carejmowka stehenden feindlichen Truppen unsere Verwundeten niedergemacht haben. Hier wurden auch 8 Horchposten in österreichisch⸗ungarischer Uniform ange⸗

troffen. JItalienischer Kriegsschauplaßz.

Nach einer verhältnismäßig ruhigen Nacht wieberholte sich gestern Vormittag das heftige italienische Artilleriefeuer an der ganzen Kampffront des vorgestrigen Tages. Hierauf griff feindliche Infanterie abermals den Brückenkopf von Görz und die Hochfläche von Doberdo unaufhörlich an. Wieder brachen alle Stürme unter furchtbarsten Verlusten der Angreifer zu⸗ sa mmen. Wieder haben unsere Truppen alle ihre Stellungen fest in Händen. Vorstöße des Gegners bei Zagora und im Brsie⸗Gebiete teilten das Schicksal des Hauptangriffes.

An der Dolomitenfront griffen die Italiener auch in den letzten Tagen unsere Stellungen auf der Spitze und an den Hängen des Col di Lana mehrmals vergebens an. Die amtlichen Presseberichte der italienischen Heeresleitung über die Ereignisse in diesem Raume sind vollkommen falsch und können wohl nur auf ganz unrichtigen Mel⸗ dungen beruhen.

a Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Auf der ganzen Front sind die Verfolgungskämpfe im Gange. Im JIbartal haben deutsche Truppen Bogutovae und die beiderseitigen Höhen er stü r met. Die Armee des Generals von Gallwitz nähert sich den Höhenkämmen des Jastrebac⸗Ge⸗ birges. Die neuerliche Beute beträgt hier 1400 Mann, 11 Ge⸗ schütze, 16 Munitionswagen und einen Brückentrain.

Die bulgarische Armee hat an ihrer ganzen Front die Mor a⸗ wa⸗Ulebergänge erzwungen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. *

Die serbische Krise.

Der Kriegsberichterstatter Dr. Adolf Köster schreiht der Frankf. Ztg. über die inneren Verhältnissen des unglück⸗ lichen serbischen Landes:

Ueber die innere Krise Serbiens während der letzten Monate kommen täglich neue Tatsachen ans Tageslicht. Danach hat die bulgarische Mobilmachung die sofortige Konzentration fast der gesamten serbischen Kräfte an der bulgarischen Grenze zur Folge gehabt. Wie ich schon neulich meldete, ist jedoch der serbische Angriffsplan gegen Bulgarien an russischem Einspruch gescheitert. Während man nun bisher annehmen konnte, daß der deut⸗ sche Donauaufmarsch der serbischen Heeresleitung nur ungefähr bekannt war, ist jetzt ein Geheimbefehl bekannt geworden, der die für den 1. Oktober nach Norden angeord neten serbischen Truppenverschiebungen ausdrücklich mit dem drohenden deutschen Einmarsch begründet. Die Wissenschaft hat jedoch der serbische Generalstab streng für sich behalten. Weder das Volk, noch die Armee ahnten etwas von den drohenden Gewitterwolken, die sich an der Donau zusammen⸗ zogen. Mit dieser Geheimnistuerei mag auch das plötzliche Aussetzen des serbischen Funkendienstes in Nisch An⸗ fang und Mitte Oktober zusammenhängen. Um so merk⸗ würdiger ist, daß das serbische Kultusministerium entweder aus Unwissenheit oder aus Absicht noch Ende Sep tember alle Hochschul-, Gymnasial⸗ und Mittelschullehrer des Landes vom Heeresdienste reklamiert und die Wiedereröff⸗ nung des gesamten serbischen Schulbetriebs auf den 10. Oktober angeordnet hat.

So kam es, daß der deutsche Einmarsch auf das Volk wie die Soldaten zunächst einen niederschmettern⸗ den Eindruck machte und offenbar eine starke Er⸗ schütterung des serbischen Nationalbewußt⸗ seins hervorrief. Nach Aussagen eines hier in Jagodina weilenden ehemaligen Rektors der Belgrader Universität scheint die resignierende und kriegsfeindliche Stimmung großer Bevölkerungskreise ihre Wellen bis in die Regierungs- kreise geschlagen zu haben. Doch hat der Kronprinz und der täglich weniger zurechnungsfähige König bis jetzt jede Regung besonnener Elemente niederzuschlagen ge⸗ wußt. Unter diesen Umständen ist heute in Serbien Kriegsfeindschaft gleichbedeutend mit Abneigung gegen das regierende Königshaus, und mit aus diesem Grunde ist das zweifellose Wiederaufleben der alten Obrenowitsch freundlichen Stimmungen im Lande zu verstehen: Alle offenen und geheimen Gegner der Dynastie, Republikaner, Fortschrittler, Altliberale suchen das jetzige Elend des Landes politisch gegen die Radikalen auszunützen. Dabei überrascht in jeder Unterhaltung mit serbischen Politikern dieser Richtung der tief gefressene Parteigeist, der von dem auch in seiner Beschränktheit imponierenden fanatischen Nationalbewußtsein des Belgiers so scharf absticht. Nun hat freilich der Krieg und die Epidemie des vergangenen Frühjahrs dem Lande fast unheilbare Wunden geschlagen. Hunderttausend Menschen wurden vom Flecktyphus dahingerafft. Davon entfiel ein Viertel auf die Armee. Mehr als die Hälfte der serbischen Aerzte büßten ihren Dienst mit dem Tode. Nimmt man dazu, daß die Armee, die auf 150 000 gesunken war, im Laufe der letzten Monate durch rücksichtslose Aushebung auch des dritten Aufgebots auf das Doppelte komplettiert wurde, und erwähnt man die moralischen Wirkungen des furchtbaren Flüchtlingselends, das sich heute auf den serbischen Landstraßen breit macht, so ist die täglich wachsende Kriegs⸗ gegnerschaft der Bevölkerung wohl verständlich.

Der bulgarische Tagesbericht. Vormarsch.

Wie die Pariser Blätter aus Salonik melden, treffen in Monastir flüchtige serbische Familien aus Kruschowa ein, woraus geschlossen wird, daß die Bulgaren beabsichtigten, das Babounadefilee zu umgehen und sich Monastir auf der Straße PrilepKruschowa zu nähern. Um den bulgarischen Vormarsch gegen Babouna aufzuhalten, wollen die Franzosen in der Richtung des Defilees von Isvor, jenseits des Cerna⸗ flusses vormarschieren. Jedenfalls erwartet man vor der Ferngfent eine größere Aktion mit den dort konzentrierten bulgarischen Truppenmassen.

Drohungen gegen Griechenland. Genf, 12. Nov. Journal des Debats schreibt, die Ver-

bündeten würden die Internierung und Ent w affe

nung serbischer oder französisch-englischer Truppen, die von den Mittelmächten und ihren Bundes⸗ genossen auf griechisches Gebiet zurückgedrängt werden könnten, nicht zulassen und diese Maßnahme als feindlichen Akt mit allen seinen Folgen betrachten. Daß Griechenland sich nicht für Serbien schlagen wolle, trotz der solidarischen Interessen beider Staaten, sei eine traurige Sache, daß es aber gegenüber den serbischen und Entente⸗ Truppen handeln könnte, als wenn es niemals einen Allianz⸗ vertrag mit Serbien abgeschlossen und nicht selbst die Landung der Truppen der Verbündeten in Salonik provoziert hätte, könne nicht gestattet werden. Eine dahingehende Note werde Griechenland zugestellt und eine genaue Erklärung über seine Absichten, falls der erwähnte Fall eintreten sollte, gefordert werden. 1

*.* 2 4 Die griechische Kammer aufgelöst?

T. U. Athen, 12. Nov. Die Kammer ist aufgelöst wor⸗

den, die Neuwahlen werden am 19. Dezember stattfinden. .

Die Auflösung der griechischen Kammer, zu der das Ministerium Skuludis und König Konstantin sich entschlossen haben, lag nicht im Wunsche des Herrn Beniselos, denn dessen Taktik ging deutlich er⸗ kennbar daraufhin, die Auflösung und neue Wahlen zu vermeiden, damit er an der Spitze einer numerisch noch immer bestehenden Mehrheit und als ein gewiegter Taktiker auch ohne Portefeuille seinen Einfluß weiter gegen die Politik der Neutralität geltend machen konnte.

Es liegt daher nahe, meint die Frankf. Ztg., die Auflösung auf⸗ zufassen als eine Kraftprobe zwischen dem König und Veniselos, eine Kraftprobe, zu der der König und das fetzige Kabinett sich offenbar stark genug fühlen und Vertrauen haben. Seit den letzten Wahlen in Griechenland, die Veniselos nach der Auflösung der Kammer wieder eine Mehrheit brachten, hat sich die Lage auf dem Balkan stark verändert. Die Gesichtspunkte, unter denen die Parteiführer und Wähler sich für Neutralität oder Teil⸗ nahme am Kriege zu entscheiden haben, sind jetzt andere als sie da⸗ mals waren. Der Krieg auf dem Balkan mit seinem kaum mehr anzuzweifelnden Endergebnis, ist den griechischen Grenzen näher⸗ gerückt. Und diese Momente sprechen dafür, daß aus den jetzigen Wahlen die bisherige Mehrheit geschwächt hervorgehen wird. Es ist auch nicht außer acht zu lassen, daß bis zu diesen Wahlen noch mehr als ein Monat vergeht; in diefer Zeit dürfte die militärische Entwicklung auf dem Balkan noch recht entscheidende Fortschritte gemacht haben.

Der türkische Tagesbericht. Das englische U-Boot E 20 verfenkt.

Konstantinopel, 12. Nov.(W. T. B.) Das Hauptquartier berichtet: Dank den neuen von unserer Flotte ergriffenen Schutzmaßnahmen ist das englische UnterseebootE 20 am 5. November in den Dardauellen zum Sinken gebracht worden; drei Offiziere und sechs Matrosen der Besatzung wurden gefangen genommen. Das erwähnte Unterseeboot, eines der moderusten der englischen Marine, zeigte sich vor zwei Monaten an den Dardanellen.. Es ist 51 Meter lang, verdrängt 800 Tonnen und hat an der Oberfläche des Wassers eine Geschwindigkeit von 19 Meilen, unter Wasser 18 Meilen. Es hat acht Torpedvausschußrohre und zwei Schuellfeuerkanonen. Die Besatzung betrug 30 Mann.

Jedesmal, wenn die Monitore das Ufer des Golfes von Saros zu beschießen versuchten, brachte sie unsere Artillerie zum Schweigen und zwang sie, sich zu ent⸗ fernen. Bei Anaforta und Kemikliliman zwang dusere Artillerie die feindlichen Schiffe, die sich dort befanden, sich zu entfernen. 5

Am 10. November ist das in der genannten Bucht ge⸗ strandete Torpedobbot vollständig gesunken. Bei Ari Burnu und Kanlisert zerstörten wir eine feindliche Bomben⸗ werferstellung. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr fügte unsere Artillerie feindlichen Truppen, die sich damit beschöftigten, Draht⸗ verhaue vor dem linken Flügel zu errichten, ziemlich starke Verluste zu. Ein Kreuzer und zwei Monitore des Feindes nahmen bei Anaforta und bei Sedd⸗ül⸗Bahr, ohne Wirkung zu erzielen, an dem Feuer der Landtruppen teil. Sonst nichts von Bedeutung. 13

Verantwortlicher Redakteur: F.

Verlag von Krumm& Cie., Gießen. 8 Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt. G. m. b. H., Offenbach a. M.

Vereinskalender.

Samstag, 13. November: Wetzlar. Arbeiter⸗Gesangverein Abends 99 Uhr, bei Schreier: passiven Mitglieder. Wichtige Tagesordnung. scheinen erwünscht. Montag, 15. November.

Gießen. Wahlverein. Abends 9 Uhr Mitglieder⸗Ver⸗ sammlung. 29 Uhr Vorstandssitzung.

Verstorbene. Justus Scheld in Gießen. Fritz Urban in Gießen, 46 Jahre alt. Joh. Keil in Gießen, 73 Jahre alt. Frau Auguste Hanauer geb. Wöll in Gießen, 40 Jahre alt. August Becker in Wetzlar⸗Niedergirmes, 16 Jahre alt. Heinrich Würsch in Werdorf, 28 Jahre alt. Frau Wilhelmine Dietrich in Steindorf, 72 Jahre alt.

Von den Apotheken in Giessen ist am Sonntag, den 14. Nov. von 3 Uhr nachmittags an und die Nacht hindurch geöffnet die Fngel- Apotheke.

Höchstpreise für den Kleinhandel mit Butter in det Stadt Gießen.

Nachdem durch Anordnung Großh. Ministeriums des Innern vom 30. Oktober 1915 der Preis für Butter, den der Hersteller beim Verkauf im Großhandel einschl. Verpackung fordern kann(Grund⸗ preis), mit 15 vom Hundert Abschlag gegen die unter I der kanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers und über die Festsetzung der Grundpreise für Butter und die Preisstellung für den Weiterverkauf vom 24. Oktober 1915 festgesetzt worden ist, werden für den Kleinhandel mit Butter im Bezirk der Stadt Gießen solgende Höchstpreise sestgesetzt:

für ein Pfund Süßrahmbutter(Handelsware l) 2,20 Mk.

für ein Pfund Landbutter(Handelsware III) 1,90 Mk.

für ein Pfund Auslandsbutter 2,55 Mk.

Nach§ 10 der Bekanntmachung des Stellvertreters des Reichs⸗ kanzlers vom 22. Oktober 1915 gilt als Kleinhandel der Verkauf an den Verbraucher, soweit er nicht Mengen von mehr als 10 Pfund zum Gegenstand hat.

Gießen, den 11. November 1915. Der Oberbürger meister. Keller.

Vetters, Gießen.

Hoffnung Versammlung der aktiven und Vollzähliges Er⸗ Der Vorstand.