Ausgabe 
30.1.1915
 
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Beilage zur Oberhessischen Volkszeitung

Gießen, Samstag den 30. Januar 1915.

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Hessen und Nachbargebiete.

Gießen und Umgebung.

Die kommunalen Pflichten bein Reihs⸗Getttide⸗Monopol.

Die Verordnungen des Bundesrats über das Monopol der Getreide- und Mehlversorgung sind die einschneidendsten, die bisher erlassen sind. Sie sind aber auch die vaterländisch⸗ sten, da durch sie allein unser wirtschaftliches Auskommen gesichert ist. Wir sind darum auch stets für eine derartige Regelung eingetreten, die ja in der Richtung unseres Zieles liegt. Es kommt jetzt darauf an, daß diese so wichtigen Ver⸗ ordnungen in der Praxis auch den nötigen sozialen Geist atmen. Es genügt nicht, daß wir mit unseren Vor⸗ räten bis zur neuen Ernte auskommen; die Vorräte müssen auch so verteilt werden, daß jedem einzelnen das Seine zukommt. Und dafür zu sorgen daß die be deutungsvolle Aufgabe, die jetzt unseren Kommunen un d Kommunalverbänden zufällt. Der Reichs verteilungsstelle liegt es ob, die Vorräte auf die einzelnen Kommunalverbände so zu verteilen, daß wir auskommen. die Kommunen haben dann ihre Portionen durch die Bäcker usw. an die Bevölkerung zu verteilen. Darum fällt ihnen die Aufgabe zu, eine gerechte, soziale Ver⸗ teilung zu bewerkstelligen.

Nach dem Buchstaben des Gesetzes würde es genügen, wenn die Kommunen die Vorräte den Bäckern, Kleinhänd⸗ zern usw. zum Verkauf übertragen, ohne daß sie sich weiter den Kopf darüber zerbrechen, ob diese Regelung nun auch der ganzen Bevölkerung zukommt. Sie können aber nach§ 36 Abf. d die Entnahme von Brot und Mehl auf be⸗ stimmte Mengen, Abgabestellen und Zeiten sowie in anderer Weise beschränken und darin liegt die Möglichkeit einer sozialen Regelung begründet. Zunächst muß der Verkauf auf bestimmte Mengen beschränkt werden. Wenn jeder soviel kaufen kann, wie er will, wird der Vorrat in den einzelnen Städten bald zu Ende sein, denn die Sucht weiter Teile des Publikums, sich mit Vorräten zu versehen, ist bereits zur Genüge zutage ge⸗ treten, und so würde der städtische Vorrat zu Ende gehen, indem der eine, der sich größere Mengen leisten kann, sein Haus überreichlich mit Mehl versehen hat und darum gar zur Mehlverschwendung geneigt ist, während der andere, der nur kleine Quanten kaufen kann, nachher nicht mehr die Möglichkeit hat, sich mit seinen bescheidenen Mengen neu zu versehen. Darum ist eine soziale Verteilung ganz undenk⸗ bar ohne eine Beschrönkung des Verkaufs auf bestimmte Mengen.

Doch diese Beschränkung genügt nicht. Der besitzende Mann kann auch, wenn z. B. der Einzelverkauf auf 1 Pfund beschränkt ist, sich im Laufe der Tage durch verschiedene Einzelpfundkäufe mit genügenden Mengen versehen. Darum muß nochin anderer Weise, wie es im 8 35 heißt, eine Be⸗ schränkung eintreten. Die Konsumgenossenschaften sind uns in der Beziehung jetzt verschiedentlich vorbildlich, insofern sie der Petroleumnot! n Petroleumkarten ausgeben, die den Inhaber wöchentlich zu einem gewissen Quantum be⸗ rechtigen, und die jedesmalige Entnahme auf den Karten markieren lassen. Nur müßte die Verteilung des Mehls nicht, wie es beim Petroleum natürlich möglich ist, imme: gleich sein, vielmehr muß das kinderlose Ehepaar wen erhalten, als die Familie mit zwei Kindern usw. Es würde unseren Verwaltungen bezw. den hierfür eingesetzten Kom missionen zusammen mit den Bäckern, Mehlhändlern usw. gar keine besondere, übrigens auch nur eine einmalige Mühe sein, an Hand der städtischen Portionen das Mehlquantum für den einzelnen zu berechnen und dann jedem einzelnen eine Karte auszustellen, die auf soundsoviel Mehl wöchent⸗ lich oder monatlich lautet und die dann bei der jedesmaligen Entnahme entsprechend markiert wird.

Gewiß ist die einfache Uebertragung auf die Geschäfte bequemer, aber sozialer ist jene kommunale Rege lung in dem eben angedeuteten Sinne, während die bis herigen Mehlhändler dabei durchaus nicht ausgeschaltet werden. Ohne eine Regelung in dieser oder ähnlicher ist eine soziale Verteilung ganz undenkbar. Und da es uns nicht nur darauf ankommt, daß unsere Vorräte reichen, son⸗ dern auch darauf, daß dieses Aushalten in sozialer Weise ge⸗ schieht, so ist eine Regelung in der angedeuteten Weise, wie

*

Weise

We

sie nach der Beschränkungin anderer Weise des§ 36 möglich ist, eine bedeutungs vo lle kommunale Pflicht.

Unbekannte Helden. Es ist Heldenzeit.

waltig über sich selbst, ihr Schicksal und ihr gewöhnliches Maß hi aus und werden zu Helden. An dem, was bisher ging, zerbrachen Tausende: nun gewinnen sie Viele erlangen einen leichten Helden ruhm

Stlelle; die Taten von Tausenden werden nach

an weithin

die anderen hinaus oder auch nur das Glück oder die

die Gunst der Stunde. i

einen Edelstein, der durch sein Blinken das Auge anzieht. Wer aber kennt sene unbekannten Helden 0

umser Elberfelder Bruderblatt sene Namenlosen, die ihre

tat in der Stille begingen, ohne Zeugen? Jene Zahllosen,

mit der gewaltigen Geste des Kampfes

Heldentum der Ausdauer, der lautlosen Pflichterfüllung, wissenhaftigkeit bis zur Selbstvernichtung! und Unberühmten, jenen Helden hinter der Front,

licht hat. Zu ihnen gehören vor allem die Frauen.

Was wir bald nur noch aus der Sage Lannten, was zum Außerordentlichen geworden war, das ist heute wieder Wirklichkeit und geschieht jeden Tag: Menschen wachsen ge⸗

über die Kraft daran ihr Heldentum. sichtbarer ihnen genannt und ihnen zugewogen. Andere hob der Mut, die Kraft, der Geist über Gelegenheit, Sie tragen fortan ihren Helden ruhm wie

so frägt Helden⸗ die nicht starben, sondern an irgend einem fernen verlorenen Posten still und stumm wurden in 1 8 5 der Ge⸗ Ehre sei jenen Stillen 5 deren stilles Heldentum oft allein das laute und stürmende der anderen ermög⸗

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Was die Frauenwelt eines lämpfenden Landes mobil macht an seelischen und moralischen Kräften, das zählt kein Bericht auf. keine Zahlen können es künden. Tausende beweisen ihr stilles Heldentum, indem ihr Opferwille siegt über die sehnsüchtige Weich⸗ heit des Herzens, das genießen und lieben, hegen und pflogen möchte. Andere, indem sie Last um Last auf das tapfere Herz häufen und doch nicht erliegen, nicht der Arbeit und nicht den Sorgen und nicht der Sehnsucht und nicht der Groll und nicht dem Zweifel, und als

fressende Weh lassen.

Und wer kennt jenes unbekannte Heldentum der Jugend, dessen innere Art darum nicht weniger wertvoll ist, daß es seine Taten in der Phantasie, in der Sehnsucht, im süßen 7 8 Hoffen⸗ begeht? Oder aber auch schon in einem Sieg über Wirklichkeit, die ihre zarte Jugend nicht verschont hat. Es Kinder, die ihre verzweifelte Mutter trösten und das Heldentum

Vaters in der Seele weiter leben und dadurch stärrker werde als ihr Schicksal. Durch alle Blätter ging das Heldentum jenes be gischen Buben, der seine Geschwister, einen zarten Säugling, von der erliegenden Mutter weg von Land zu Land trug auf seinen eigenen schwachen Armen. Wie manches Kind überspringt so seine Jahre und reift plötzlich heldenhaft zur Kraft und zum Leid des Er⸗ wachsenen heran.

Die Verwertung der städtischen Küchenabfälle.

Seit Jahren wird von allen Einsichtigen empfohlen, die wertvollen Küchenabfälle getrennt zu sammeln, um sie der Verwendung in der Viehzucht zuzuführen. Aber es geschiehr nur an wenigen Orten, zum Beispiel in Charlottenburg und Potsdam. Der Kriegszustand, der eine Ausnützung aller Nahrungsmöglichkeiten zur zwingende Notwendigkeit macht, rückt die Verwertung der städtischen Küchenabfälle zu Futter⸗ zwecken in der Landwirtschaft in größere Bedeutung.

Eine Vorschrift, die die möglichst rationelle Sammlung und Verwertung der Küchenabfälle verlangt, ist besonders nötig im Hinblick auf die Schweinezucht, die eine bedeutungs⸗ volle Rolle in der Volksernährung spielt. in einer Zeit, wo die einschlägigen Behörden es al wendigkeit ansehen, mit Rücksicht auf! Futtermang Schweinebestand um ein Drittel zu ve ese eiserne Notwendigkeit könnte umgangen werden, zun sich' die Städte der Situation und ihrer Pflichten mehr bewußt wir den. Denn bei rationeller Verwertung der Hüchenabfälle und Speisereste könnte hier Futter geschaffen werden, das ausreichte, die fehlende Kleie und das Schrot zu ersetzen. In fast jedem lt werden Kartoffelabfälle, Speisereste und dergleichen täglich in den Osen oder in den Mülleimer geworfen. Warum muß dieses wertvolle Futter verkommen, während an ihm ein bitterer Mangel ist? Es ist statistisch nachgewiesen, daß die Abfälle von zehn Familien zur Fütte⸗ rung eines Schweines ausreichen.

Nie war die Zeit günstiger für die Einführung des Zwanges zur Trennung der Abfälle; das Polk kann und wird sich der besseren Einsicht nicht verschließen, und es w diese neue Aufgabe erfüllen, wie es sich an so manches Neue gewöhnen mußte. Allerdings muß; die Gemeinde die Sache in die Hand nehmen. Sie ist es, der die Pflicht obliegt, die Angelegenheit in Fluß zu bringen. Einige Hausbesitzer und Einwohꝛ i jaben bereits praktische Versuche gemacht. zur Aufnahme der Abfälle den Hausl und es hat si ergeben, daß das Resultat hes war. Leute, die vordem Körnerfutter für die Hühner und Schrot und Kleie für die Kaninchen einkaufen mußten, bel fen sich jetzt in der Krie die Weise, daß sie die Küchenabgänge verfüttern. sind recht zufrieden mit dem Erfolg ihrer Versuche. Was hier kleinen geht, sollte das nicht im großen auch möglich sein denn wenn Zeit Geld ist, dann hier gang besonders; jeder Tag der Ver nis schädigt das Wohl des Ganzen.

In einer Reihe von Städten, unter anderem in Bochum, Hörde i. W., Nordhausen, Stuttgart, li Frankfurt und Darmf f t 1 wichtigen Angelegenheit berei. garter Stadtschultheißenamt erläßt in den Zeitung Aufruf, in dem es heißt:

In dem Hauskehricht der deutschen Städte sind mittelstoffe im Werte von etwa 25 000 000 Mk., dem Zins eine halbe Milliarde Mark in Jahr, enthalten, welche unserer heimischen Wirtschaft v

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stadt

auszugebenden Arbeitslöhne im Inland und es können Futt mittel gewonnen werden, die wir heute selbst gegen höchste Be⸗ zahlung nicht erhalten können. 0 0 will die Stadt Stuttgart die Verwertung die Angriff nehmen. Um die Gewinnung ohne

große Kosten durchführen zu können, ist es reits in den Haushaltungen alle verfütterbaren Abfälle, wie Ge Kartoffelreste, (Blechdosen, Eimer, Schssseln) gesammelt werden. holung soll durch das städtische Reinigungsamt. und zwar z mal wöchentlich in den Wohnungen erfolgen. Die Kehrichtei

tverlust und ohr

Die

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mit den übrigen nicht verwertbaren Abfallstoffen sind wie bisher

auf die Straße zu stellen.

Wir bitten die Hausfrauen und ihre Dienstboten,

kleinen Mühe der getrennten Sammlung aller verfütterbaren Abfälle zu unterziehen. Die dadurch zu gewinnenden Futter- mittel werden einer Steigerung der Fleischpreise entgegen

wirken.

Vermehrung der Anbauflächen für den Feldbau.

Zu den Mitteln, die geeignet find, Heer und Volk bei längerer Dauer des Krieges stellen, gehört die Urbarmachung und Bepflanzung von seit her unbenutzten Bodenflächen. Namentlich Gemarkungen finden sich vielfach Geländestücke, die oder später mit Bauten versehen werden sollen und des wegen zuin Pflangenbau nicht mehr benutzt

sicher

sich die meisten derartigen Bauplätze hierzu nach Bodenbo

Natürlich heißt es schnell handeln,

seither rloren gingen und welcher Be⸗

ins Ausland wanderte. Wohl ist die Gewinnung dieser te mit erheblichen Kosten verknüpft, jedoch bleiben die daf

Wie verschiedene deutsche Städte, ser Abfallstoffe in

notwendig, daß be⸗

in besonderen Behältern

Ab⸗ Sachen anziehen!

sich der

die Ernährung von

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in städtischen früher

merden, obwoh!

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schaffenheit und Lage recht gut eignen. Aber auch in länd- lichen Gemarkungen sind manche Geländestücke vorhanden, die sich durch zweckentsprechenden Anbau besser ausnützer⸗ ließen. Flächen sollten wenigstens während der, Kriegszeit zur Steigerung des Vorrats an Nahrungs⸗ und Futtermitteln ausgenutzt werden. Zu ihrer Urbarmachung ist die jetzige Jahreszeit geeignet. Das Großh. Kreisamt Darmstadt hat bereits ter dem 16. Dezember v. J. die

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Solch

Großh. Bürgermeistereien 3 Kreises beauftragt, festzu⸗ stellen, ob in den einzelnen Gemarkungen Ländereien vor⸗ handen sind, die seither nicht bepflanzt wurden, aber urbar gemacht und z Pfl bau benutzt werden können, os

Ui 51 Flächen des Gemeindewaldes zum Andau verwendet werden können, Gleichzeitig 0 reien weiter empfohlen, die Bestel⸗

für das kommende Jahr zu veranlassen. Jahren war in verschiedenen Gemein⸗

abgeholzte Kartoffeln den lung dieset

in den letzten

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Hurde

Schon

den des genannten Kreises in den Gemeindewaldungen and abgeholzten und gerodeten Flächen sogen. Waldfeldbau ein

so z. B. in Griesheim und Pfungstadt. Die letzt genannte Geimei hat auf soschen Flächen im vergangenen Jahre 900 Zentner Kartoffeln geerntet, die zu Zwecken den Kriegsfürsorge in diesem Winter verwendet und an bedürf⸗ ti inwohner wöchentlich nach Bedürfnis ausgegeben Auch in der Stadt Darmstadt ist nan wie wir schon meldeten bereits tätig, um brachliegende Plätze und

werden.

Grundstücke zum Anbau von Feldfrüchten für das kommende Frühjahr zu gewinnen und die Besitzer von Bauplätzen zur

Herstellung dieser Plätze als Acker⸗ und Gartenland zun veranlassen. Im Winterkleid. Weißflockig hängt es über Dächern und Bäumen, über

wo die Menschen es nicht da deckt es auch noch die weiße Hülle ebenso,

Sträuchern und Gartenzäunen, und schon zertreten oder fortgeschaufelt haben, gute Mutter Erde. Sie kann diese wärmende

gut brauchen, wie unsere Soldaten im Felde die vielbegehrten, Wollsachen. Denn im neuen Jahre soll sie reichlicher noch als

sonst Früchte tragen für die Kinder des von Feinden umringten Vaterlandes. Und nichts schützt die Wintersaaten besser als die weiche weiße Schneedecke, die zugleich den Boden nachhaltig mit Fruchtbarkeit durchdringt. Aber die Nützlichkeitserwägungen drängen sich doch nur so nebenbei auf, wenn wir heute hinaus⸗ schauen in die blendende Pracht der Winterlandschaft. Welch ein herrliches Bild gewähren jetzt unsere städtischen Anlagen! Die Baumriesen tragen schwer unter der Laft, die auf ihren Aesten ruht, und neigen sich tief zur Erde herab. Wenn ein Vogel durchs Gezweige huscht, stiebt eine weiße schimmernde Federwolke hinter ihm her. Wundervoller Frieden waltet über den Begräbnisplätzen. Hoch liegt der Schnee zwischen den Gräbern, die fast verschwinden unter der alles ausfüllenden Flockenhülle, die hier unversehrt lie⸗ gen bleibt bis Tauwetter eintritt.

Bis dahin läßt unsere Straßenjugend das herrliche Winter⸗ gewand der Erde nicht unbenutzt liegen. Wo sie es zu fassen kriegt, verwandelt es sich in kernige Schneebälle, die lustig den Vorüber⸗ gehenden um die Köpfe fliegen. Und wo mehrere Jungen zusam⸗ menkommen, da steht bald ein Schneemann mitten unter ihnen. Mit dem Schlittenfahren ist es ja eine ziemlich problematische Sache im Innern der Stadt. Einmal fehlt der Abhang zum Rodeln, das andere Mal der Schnee. Doch draußen vor der Stadt gibt es auch dazu noch Gelegenheit. Darum zieht jetzt alles, was einen Schlit⸗ ten hat, hinaus nach jenen Pläsen, und manch heimlicher Stoß⸗ seüfzer steiat zum Himmel hinauf, daß er es doch noch recht viel schneien lassen wöge, währ d andererseits auch der Wunsch in weiten Kreisen rege sein wird, daß der Frost in diesen Tagen der Kohlenteurung und des S zengrabenkrieges gnädig mit uns armen Menschenkindern machen möge.

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222 2* Guter Nat für unsere Krieger.

Im Lazarett liege ich nun schon seit drei Wochen. Da fällt mir plötzlich ein, daß ich den ins Feld abrückenden Kameraden schuldig einige Ratschläge zu geben, die vor manchem schweren Schaden ewahren können.

Bet einem Besichtigung Wasser prall gefüllte Schwe dann mit je cine Patrone ange

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eßen, dem ich beiwohnte, wurden mit insblasen an Pfähle aufgehängt und ssen. Die Wirkung muß man ge⸗

sehen haben, sonst klann man es sich gar nicht vocht vorstellen: Die Hol, hle waren, soweit das spritzende Wasser reichte, zersplittert

zerhauen, kurz, schauderhaft zuge richtet. Bei Selbstmördern, die

Wasser mit beim Erschießen verwenden, haut ja auch das Wasser die harten Schädelkno al nder. Diese Wirkung beruht Auf dem allseitigen Druck des Wassers, wie er bei hydraulischen Pressen uns

Pumpen praktisch angewer det wird. Der Urin in der gefüllten Harnblase, troffen wi hat natürlich die gleiche furchtbare

der von einer Kugel ge⸗ Wirkung und zer⸗

veißt und zerfetzt den ganzen Unterleib. Darum vor jede m Ge⸗ echt, Patrouillengang usw. die Harnblase ent⸗ leeren!

eiche gilt für den Darm. Lieber mehrmals am Tage. inmal zu wenig entleeren. Dann sind die gefährlichen Bauch⸗ e bedeutend harmloser. 2 Die Kälte, besonders im Osten, ist ein awer Feind unsrer Krieger. Ich wäre, als ich verwundet dalag, trotz zwei Paar fen, zwei Hemden und Strickjacke, zwei Unterhosen bestimmt venn mich nicht Kameraden fortgetragen hätten. ft nun am besten gegen die Kälte? Noch mehr wollene

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en auch ganz überraschende Beobach⸗ am sich und andere. söst wer früher kein Freund von har, ist es durch Märsche uind die Kälte geworden. Läden in den Ortschaften wurden meist gestürmt und der Zucker ausverkauft. Die nachfolgenden Kameraden ließen sich durch s:Nix Zucker! des Händlers, meist eines Juden, nicht ver⸗ blüffen, und es wurde Uachgeforscht. Meist wurde dann noch ein Zentner und mehr Zucker unter den Betten vorgeholt und auch radibal ausverkauft.

Dann machten die Kamen

tungen Zucker

.

Dieses Bedürfnis nach Zucker, der sich leicht im Körper in Muskelkraft und in Wärme während des Marsches und in der Ruhe umsetzt, ist natürlich. Das bißchen Instinkt, das dem Menschen ge⸗

Zuständen gebieterisch wie wir an denen

blieben ist, verlangt unter den geschilderten mit viel Zucker,

nach Zucker oder heißem Tee 0 sehen, die früher Abneigung gegen St gkeiten hatten. i Vorteilhaft für eine recht große imeentwicklung ist weiter⸗ hin Fett jeder Art, Nach Butter entspann sich in jedem Rastorte eine wilde Jagd. Leider war die Antwort des polnischen Bauern: Nimma maßlo! die Regel. So mußten wir uns meist Spechselt auslassen. Aber so dick mit Fett und Grieben bestrichenes Brot Hatte ich bisher noch nie gesehen. Soviel Fett wäre uns vil! Ueberdruß geworden. Auch habe ich im Felde mi

können, daß jemand settes Fleisch weggeworfen hätte, wie.