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n gemelht ie an. u Jeppelz ze über chen Ki den wur erunter u.
N.
N ersten Versuchen nicht bleiben wird. N Nee
Fr beteiligten Luftfahrzeuge die vollste Anerke ür e⸗ een nnung für den be⸗
1 0 Lenugtuung begrüßt werden.
Preßstimmen zum Zeppelin⸗Ancriff.
9 21 Jan.(TU.) Einige Berliner Morgenblätter bringen beit ängere Ausführungen du dem erfolgreichen Zeppolinangriff die englische Ostküste. So schreibt das Berliner Tage⸗
7
die weit die englische Regierun aus diesen ge Tats de entsprechenden Lehren nellen wil, ist ihre Aae ene Jutschen Standpunkt darf man. überzeugt sein, daß es bei diesen 1. Weitere werden Schon jetzt aber gebührt den Führern und Mannschaften
Die Deutsche Tageszeitung schreibt:
1 510 Dies L 8 Hiffangriff gegen die Dieser Luft
großbritannischen Inseln muß mit aller Auf alle Fälle kann man mit dieser t en Unternehmung zufrieden sein, als Regen nd Nebel die Bedingungen für den Erfolg sehr ungünstig machten. zergleicht man den Vorstoß unserer Zeppeline mit dem Cux⸗ zanen er Mißerfolg englischer Flugzeuge, so ist ein ommentar ü berflüssig. Aber wir sind weit davon ent⸗
Ernt, Reklame und Triumphrufe für angebracht zu h f
„ ume fe f 0 halten, wie die
unglische Presse sie damals ausstieß, als ob die Entdeckung des See⸗
veges na 1 ichwachen
ch. Indien im Vergleich zu dem von verhältnismäßig 0 Verlusten begleiteten Vorstoß nach Cuxhaven eine Baga⸗ elle sei. Wir erblicken, wie gesagt, in dieser ersten Englandreise r. Zeppeline einen Anfang, und zwar einen erfreulichen und elversprechenden.“
13 Die Post schreibt:„Die mo valische Wirkung auf die Eng⸗ länder kann nur en jederdrückend sein. Man wird jetzt, nein, man muß verlangen, daß die englische Flotte aus ihrer Un⸗ tätigkeit heraustritt und irgend etwas unternimmt. Schließ⸗ lich hat man doch Zuschauer in der Welt. Der englische Nim⸗
ane in Gefahr und damit unvermeidlich die englische Welt⸗ macht.
Dier Berliner Morgen post schreibt:„Der Eindruck, den diese kühne Fahrt unserer Luftkreuzer in England gemacht haben muß, wird außerordentlich groß sein. Die moralische Wirkung wird sich viel nachhaltiger bemerkbar machen als der materielle Schaden. Waren die Englander schon früher wenig bereit, starke Kräfte des Landheeres zur Unterstützung der Fran⸗ zosen nach dem Festlande zu senden, so werden sie fetzt ihre Kräfte im Heimatlande zusammenhalten. Die Angst vor der deut⸗ schen Invasion wird eine st ar ke Steigerung er⸗
fahren.“ 0 Die Kämpfe in Polen.
Genf, 21. Jan. Nach Petersburger Meldungen fanden am 17. und 18. Januar in der Nähe des Dorfes Konopka sowie bei Razdanow und Bieschun bedeutende Kämpfe statt, bei denen namentlich schwere Artillerie in Aktion trat. In Bieschun besetzten die Deutschen vorzüglich befestigte Stellungen. Am 17. hatten die russischen Stellungen bei Wyschogrod am Zusammenfluß der Bzura und Weichsel und am 18. Januar das südlich davon gelegene Dorf Wikowice, sowie die Gräben der Russen auf dem linken Bzuraufer furchtbar unter dem Feuer der Artillerie zu leiden.
Flicger⸗Zusammenstofz in den Lüften.
Wien, 21. Jan. 6 Ein österreichischer Flieger, der wiederholt einen Flug nach Przmysl unternommen hatte und immer unbehelligt zurückkam, wurde nach einer Meldung aus Krakau gestern von dem russischen Flieger, Hauptmann Andrewitsch. verfolgt. Beide Gegner stießen in beträchtlicher Höhe zusammen und stürzten in die Tiefe. Beide wurden zerschmettert.
Vom serbischen Kriegsschauplatz.
Wien, 21. Jan.(T. U.) Wie aus Semlin gemeldet wird, herrscht auf dem serbischen Kriegsschauplatz nach wie vor verhältnismäßige Ruhe. Nur die Donaumonitore kreuzen fleißig auf der Donau und Save und beunruhigen die serbischen Stellungen bei Belgrad. Es scheint jedoch. daß bei Belgrad nur schwache serbische Truppenkörper stehen. Auf dem Loween liegt der Schnee fußhoch. In den Gebirgen herrscht grimmige Kälte.
Erdbeben in Spanien.
Madrid, 21. Jan.(T. U.) Erst heute erfährt man, daß am 10, Januar, 7.02 Uhr vormittags, in den Bergbezirken Asturiens ein starker Erdstoß und unterirdisches Geräusch vernommen wurde. Es entstand eine große Panik. Das Beben richtete große Ver⸗ wüstungen an. Unzählige Gebäude bekamen Risse und sind einge⸗ stürzt. In Genestaza seien 5 Familien unter den Trümmern ihrer Häuser begraben worden.
Narteinachrichten. Das Begräbnis Karl Gecks. 0 In Offenburg wurde am Dienstag der badische Parteiveteran Karl Geck an der Seite seines 1885 verstorbenen Bruders Her⸗ mann beerdigt. Es war eine stille Feier der Familie Parteigeuossenschaft. wobei Genosse Stadtrat Mon ch⸗Offenburg, der Vorsitzende des Landesvorstandes Geiß ⸗ Mannheim und Ge⸗ nosse J. Belli ⸗ Stuttgart, letzterer namens der alten Feldpost, Ansprachen hielten. Ein kleiner gemischter Chor des Gesangvereins „Vorwärts“ trug prächtige Lieder vor. Auf 1 machte diese ganz„zivile“ Beerdigungsfeier einen erhebenden Ein⸗
druck. Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung ·
Aus den Nerlustiisten. Res.⸗Inf.⸗Negt. Nr. 116.. Wlowlawee am g., Emiszew vom 6. bis 11. und andere Gefechte vom 12. bi
„bis 22. 12. 1914. 1
(Von Verwundeten und Vermißten sind nur die aus Oberhessen und Nachbargebieten aufgeführt. 1 a
1. Kom p.: Vfw. Hrch. Wißner, Kesselbach, g 9* Uffz. Wil⸗ helm Sommer, Stockheim, low.— Res. Kaxl Muller, Beuerach. 340— Res. Josef Berg, Limburg g. L., Res. Franz Weck, Schneidhain, ge f.— Res. Georg Zimmer, Roßdorf, verm.— Re Karl Möll, Utphe, verm.— Res. Johann Möller, Hopfmannsseld, verm.— Res. Otto Ludwig, Ulfa, low.— Ref. Heinrich Hartmann, Grüningen, lvop.— Res. Peter Rausch, Romrod, gef. Res. fried Stern, Wieseck, low.— Res. Adam Grünewald, Heimerts⸗ haufen, low.— Res. Wilhelm Rapp, Nieder⸗Breidenbach, low. Res. Kurt Reuter, Wieseck, gef. Res. Ludwig Heinrich Erb, Wieseck, low.— Res. Wilhelm Wacker, Wieseck, low.— Res. Ludwig Maner, Alten⸗Buseck, low. Ref. Karl Lückel, Rödgen. low.— Res. Georg Kroll, Darmstadt, ge f.— Res. Georg Diehl, D. gef.— Res. Heiursch Rabenau, Trais, low.— Gesr. Christ. Friedr. Käß, Lettenhausen, ge Einj.⸗Freiw. Heinrich Reinele, Gronau, ge Einj.⸗Freiw. Heinrich Leuve, Rocklinghausen, ge f. el. Hermanm Weber Vienenburg, ge f. Musk. Franz Pietzgyk, Las⸗ gegen, gef.— Musk. Karl Seibert, Inheiden, low. Musk. Johan⸗ nes Kaiser, Lauterbach, low.— Musk. Reinke, g 4. Res. Wilh, Schmidt II., Mittel⸗ Gründau, verm.— Ref. Wilhelm Altvater, Stammheim verm.
2. Kom p.: Off.⸗Stellv. Friedr. Heinemann, Magdeburg, gef.
85 2 0. 1355 Uffs. Heinrich Greb, Altenschlirf, verm. 7 Res. Ernst Emanuel
Reinhard, Darmsbadt, gef.— Res. August Jacobi, Leidhecken, low. — Res. Gust. Lohn, Wohnbach, very.— Res. Peter Treusch, Kruan⸗
att:„Wenn schon die Angriffe unserer Flotte gegen die Ostküste gaßhrich Müll Res. Wilhelm Steinmark, Büdingen, verm. Gefr. Heinrich Mil
N lands zeigten, daß England nicht mehr unantastbar N ler, Weid⸗Moos, gef.— Res. Philipp Franz Brau⸗ zar See ist, so beweist die Tat der Zeppeline, daß e burger, Assenheim, low. 5 Res. Ludwig Wolf, Wiesbaden, low.—
1 1 1 5 s für England 1 e 15 721 5 0 igen die Luftangriffe keinen un bedingten e Res. Emil Ziesing, Lauterbach, verm. Res. Friedrich Muth, Bad⸗
Nauheim, low.— Gefr. Georg Melzer, Osthofen, schow.— Res. Karl Stephan, Frankfurt a. e Gefr. Heinrich Weber, Büdes⸗ heim, low.— Kriegsfr. Franz Carnier, Groß⸗Umstadt, ge f.— Res. Rudolf Harry Bauer, Weilburg a. d. L., gef.— Ref. Adam Jung, Spiesheim, gef.— Res. Lagarus Haas, Hetzlos, verm.— Res. Gg. Kehl, Bechtheim, gef.— Res. Wilhelm Stopinskn, Naezyner, verm. — Ref. Wilhelm Felix Meinzer, Karlsruhe, gef. Ref. Georg Moter, Darmstadt, gef. Res. Friedrich Daubert, Egelsbach, gef. , Ros. Heinrich Henkel, Berysfeld, low.— Gefr. Wilh. Klöß, Pohl⸗ Göns, low.— Res. Richard Sarembe, Groß⸗Bargen, Schlesien, gef. — Res. Johann Biroth, Recklinghausen, 9 ef.- Res. Wilh, Bier⸗ mann, Hervest, gef a blen.
3. Ko m p.: Res. Adolf Klinkel, Gießen, low.— Res. Anton Reinhardt, Eberstadt, gef.— Res. Johs. Wolf, Bodenheim, gef. Ros. Karl Schwab, Daunensels, gef.— Rel. Heinrich Merz, Köd⸗ dingen, low.— Ref. Georg Baumgärtner, Darmstadt, gef. Res. Hrch. Döring, Dirlamanen, verm. I Ref. Josef Döringer, Kötzing, gef.— Ref. Gust. Ed. Eichner, Nieder⸗Lauterstein, ge f. N. Valent. Feldmann, Griesheim, gef.— Gefr. Simon Schloß, Darm⸗ stadt, gef.— Res. Karl Schmidt, Lengfels, gef.— Res. Georg Zimmer, Roßdorf, gef. Res. Laurenz Kufuert, Buschhausen, gef. — Einj⸗Freiw. Heinr. Röthe, Salzkotten, ge f. Nef. August Bäu⸗ mer, Homberg ⸗Effenberg, ge f.— Res. Valentin Dudkowiak, Läsgen, g. f.— Nes. Julius Eiser, Unter⸗Widdersheinn, verm. Res. Karl Philipp Wengel, Klein⸗Karben, gef.— Res. Heinr. Steuernagel, Lanzenhain, low.— Res. Friedrich Fauerbach, Büdesheim, low.— Re. Otto Lutter, Bleichenbach low. Gefr. Adolf Pfeifer, Vilbel, low.— Ref. Gustav Emmrich, Fauerbach low. Res. Heinrich Diet⸗ rich, Orleshausen, low.— Refs. Anton Schmidt, Ober⸗Mörlen, low. — Rei. Karl Rentzel, Kesenrod, low.— Res. Peter Wiederspahn, Hain⸗Gründau, verm. e Res. Ferdinand Nagelschmidt, Bindsachsen, low.— Gefr. Friedrich Carl, Bellmuch, low.
3 4. Kom p.: Lt. d. Res. Hermann Schott, Darmstadt, ge. Feldw. Ludavig Jung, Klein⸗Linden, gef.— Vfw. d. L. Wilh. Ruhl, Grebenhain, gef.— Uffgz. Heinrich Stroh, Lehrbach, schow.— Uffz. Ernst Kuhl, Gießen, N Uffz. Heinrich Wingefeld, Bobenhausfen, low.— Uffz. Heinrich Becker, Bersrod, gef. Uffz. Otto Dill⸗ mann, Hopfmannssfeld, low.— Uffs. Ernst Koch, Alsfeld, gef. Uffz. Karl Macker, Ilbenstadt, gef.— Wehrm. Johann; Lukas, Gimbsheim, gef.— Wehrm. Ludwig Schever II., Darmstadt, gef. — Wehrm. Jak. Val. Eiche, Offenbach a. M. gef. Wehrm. Rich. Jenrich, Charlottenhof, gef.— Wehrm. Jakob Bech del, Offenbach 4 N Res. Nik. Friedr. Sattler, Reiskirchen, low.— Res. Wilh. Geck, Beienheim, low.— Wehrm. Johann Jakob Kühn I., Nauborn, schow.— Ref. Johann Menges, Harheim, low.— Wehrm. Paul Moos, Sossenheim, gef. Wehrm. Wilh. Büttner, Wünnen⸗ burg, gef. Gefr. Heinrich Luh, Großen⸗Linden, schow.— Gefr. Wilhelm Dörr, Langsdorf, schow.— Wehrm⸗ Heinrich Wolff III., Arheilgen, gef.— Wehrm. Wilh. Friedrich Leitermann, Neu⸗Isen⸗ burg, gef. Wehrm. Johann Daniel Altstadt, Neu⸗Isenbura nge 1 — Gefr. J drich Wembacher, Pfungstadt, gef. Wehrm. Georg Knöll, Darmstadt, gef. Musk. Valentin Geisel. Oberhausen, gef. — Gefr. Karl Faust, Frankfurt a. M., gef.— Res— Konrad Mauk⸗ ner, Unterlaimbach, ge f. Wehum. Otto Weil, Ermenrod, ge. Wehrm, Heinrich Schäfer, Grebenhain, gef.— Webrm. Franz Karl Denhart, Gernsheim, g ef.— Wehrm. Johann Euler, St. Wendel, gef.— Wehrm. Heinrich Röhrsheim, Erumbach, gf.— Wehrm. Johannes Wicke, Kirchbauma, gef.— Wehrm. Ludwig Bitz, Kaisers⸗ lautern, gef.— Res. Edward Frank, Schwalbach, gef.— Wehrm. Wiltz, gef.— Gefr. Theodor Gerlach, Stockheim, low.— Gefr. Lud⸗
— Wehrm. Georg Müller, Grebenau, schww. Webrm. Wilh. Hilde⸗ brandt, Wölfersheim, low.— Wehrm. Heinrich Möller. Heblos, ver⸗ mißt.— Wehrm. Heinrich Roth, Lich, sckww.— Wehrm. Robert Keller, Melbach, verm.— Wehrm. Otto Willa, Nuppertsbura schow.
— Res. Karl Altmeier I., Hülzweiler, schuw. Wehrm. Georg Euser, Gießen, verm.— Wehrm. Peter Lipps, Mithlheim a. M.,
gefallen.
Maschinenge w. Kom p.: Vißefwl. Oswald Herm. Kotte, Magdeburg. gef. Üffz. Friedrich Karl Josef Faber, Klein⸗Umstadt, gef.— Res. Jakob Heiser, Mfirstadt, gef. Res. Friedrich Wilh. Meth, Altmorschen, ge f.— Res. Leonhard Götz, Michelstadt, gef.
— Das Gewicht der Gießener Frühstücksbrötchen. Von einem Mitbürger wird dem Gießener Anz. das Ergebnis einer Untersuchung mitgeteilt, die dieser bezüglich des Ge⸗ wichts der Brötchen anstellte. Bei 40 Bäckern wurden(am Mittwoch) je 2 Brötchen gekauft und genau gewogen. Dabei stellte sich heraus, daß das Brötchengewicht z wischen 5 5 bis 37% Gramm schwankt. Es ist dies ein Gewichts⸗ unterschied bon rund 30 Proz. Das schwerste Brötchen liefert ein Bäcker im Mittelpunkt der Altstadt, dann kommt das Konsumvereins⸗Brötchen mit 52½ Gramm, es folgen dann einige Bäcker mit 49 Gramm⸗Brötchen, und dann stuft sich bei der Mehrheit der Bäcker das Brötchengewicht bis zu 87½ Gramm ab.— Dem wird hinzugefügt:„Die Bäcker⸗Innung würde gut tun, hier einmal zu bestimmen, wie schwer ein Normalbrötchen bei der teuern Zeit eigentlich wiegen soll, da⸗ mit der Konsument für gleiches Geld auch überall gleich große Ware erhält.“
— Auszahlung der Verpflegungsgelder für die Land⸗
stürmer. Nächste Woche am Mittwoch, Donnerstag und Freitag werden die Verpflegungsgelder für die Mann⸗ schaften des Landsturm-Ersatzbataillons in der Stadtkasse
ausbezahlt. Wir weisen auf die Bekanntmachung im heutigen Blatte hin, worin zugleich aufgefordert wird, etwaige An⸗ sprüche wegen der im Herbst untergebrachten Schlesier zu erheben.
— Zum Sparen wird gemahnt— der Staat aber ver geudet! Aus Darm stadt wird berichtet, daß in dorti⸗ gen Kreisen die jetzt bekannt gewordene Tatsache Aufsehen errege, daß das dem Staate gehörend e landwirt⸗ schaftliche Pachtgut„Sensselderhof!, das etwa 240 Morgen Gelände umfaßt, seit einiger Zeit Unverpachtet ist, da sich
s. eine Einigung mit dem seitherigen Pächter nicht erzielen ließ,
so daß jetzt diese 240 Morgen fruchtbares Gelände unbe⸗ baut und bra ch liegen müssen, während jetzt von allen Seiten für die Kriegszeit die Ertragssteigerung von Grund und Boden absolut erforderlich ist.
— Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Res. Heinrich Koch aus Waldgirmes, Res.⸗Regt Nr. 83.— Frei⸗
williger Pionier Paul Rübsamen aus Leun.— Gefr. Karl Haas II., Schuhmacher aus Steinberg, Res.⸗Inf.
Bäckergewerbe. Der Referent bemerkte, als diese Verordnung das
Licht der
wig Svahr, Lich, schow.— Res. Otto Brück, Nieder⸗Bessingen, low. 0
Welt erblickte, hielt man es in Bäckerkreisen kaum für kom
möglich, daß ste Gesetz werden könnte. Wohl haben wir seit einer Reihe von Jahren den Kampf gegen die Nachtarbeit geführt, und die in den Bäckereien Beschäftigten würden froh sein, wenn die Nachtarbeit für immer beseitigt wäre. Aber in der Weise, wie sie die Bundesratsverordnung verbietet indem sie die Arbeitszeit auf 12 Stunden begrenzt, bringt sie auch eine Reihe schwerer Nachteile. Die Großbetriebe, die in Wechselschicht 24 Stunden arbeiten ließen, sind bei 12 Stunden nicht in der Lage, ihre gesamten Produkte her⸗ zustellen. Der Redner war der Meinung, daß man, wenn vom Staate gleich bei Ausbruch des Krieges etwas energischer gegen die Getreideproduzenten und Händler vorgegangen und die Dekla⸗ ration über die Getreidevorräte zwangsweise ausgeführt worden wäre, ein gutes Stück weiter gekommen wäre und nicht erst zu Experimenten zu greifen brauchte. Nachdem nun die Erwartungen auf Streckung des Getreides nicht in Erfüllung gegangen, seien, scheine es keinen anderen Weg mehr gegeben zu haben, als ent⸗ weder das Weißgebäck überhaupt zu verbieten, oder die Nachtarbeit aufzuheben in dem Glauben, daß dann der Konsum des Weißgebäcks beträchtlich abnehmen werde. Inwieweit diese Erwartung in Er⸗ füllung gehe, bleibe noch abzuwarten. Die Bäckergesellen hönnten es mit Freuden begrüßen, daß das alte Laster der Nachtarbeit be⸗ seitigt sei. Ihre Aufgabe sei es, dafür zu sorgen, daß die Nacht⸗ arbeit nie wieder eingeführt werde. Bedauerlich sei, daß die Innungen versuchen, die Tages arbeit auch für den Sonntag einzu⸗ führen, ohne ihren Gesellen dafür einen Ersatzruhetag in der Woche i Bisher mußten Gesellen und Lehrlinge Sonntags
von jeder Arbeit von 8 Uhr früh freigelassen werden. Sollte den Wünschen der Bäckermeister nachgekommen werden, Sonntags hin⸗ durch arbeiten zu lassen, so würde das eine bedeutende Verschlechte⸗ rung gegenüber den früheren Verhältnissen am Sonntag bedeuten. Der Bundesrat könne auf keinen Fall daran gedacht haben, den Gesellen und Lehrlingen ihre Sonntagsruhe durch diese Verord⸗ nung zu verschlechtern.— Am Schluß der Versammlung wurde eine Resolution angenommen, in der die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Behörden dafür sorgen: 1. daß nicht die gesamten Nachteile, die diese Verordnung mit sich bringt, auf die Schultern der Bäckereiarbeiter abgewälzt werden, 2. daß die zwölfstündige Arbeitszeit nicht überschritten werden darf, 3. daß die tariflichen Abmachungen in gleicher Weise wie vor dem Krieg aufrecht er⸗ halten werden, 4. daß der Bundesrat ein dauerndes Verbot der Nachtarbeit herausgeben möge. ürivattelegrammverkehr nach
den Kriegsschauplätzen. Das
nach vom 20. Januar ab probeweise Privat⸗Telegramme an An⸗ gehörige des Feldheeres zugelassen werden. Um die Telegramme zu sichten und die minderwichtigen auszuscheiden, wird bei jedem stellvertretenden Generalkommando, eine Prüfungsstelle. einge⸗ richtet. Damit dem Offizier der Prüfungsstelle die Prüfung der Dringlichkeit ermöglicht wird, sind die Telegramme der für den Korpsbezirk usw. zuständigen Prüfungsstelle persönlich oder brief⸗ lich unter Beifügung der Gebühr zu übermitteln. stelle des stellvertretenden Generalkommandos des Gardekorps sind
(Korpsbereich) des dritten Armeekorps) zuzuleiten. hat die Dringlichkeit zu begründen. lichen Telegramme werden unter Rückgabe der Telegrammgebühr zurückgewiesen: dazu gehören u. a. Telegramme, deren Inhalt aus Beglückwünschungen,
angelegenheiten, Kundgebungen von Vereinen, Stammtischen, allge⸗ mein gehaltene Anfragen nach Befinden und Aufenthaltsort, An⸗ küündigungen von Sendungen oder Anfragen darüber besteht. Tele⸗ gramme über das Befinden von Schwerverwundeten haben vor allen anderen den Vorrang. Zugelassen ist nur die offene deutsche Sprache. Kein Telegramm darf außer der Adresse mehr als 20 Worte enthalten.
keine Festvorstellung stattfindet, dafür in der Dienstag⸗Abonne⸗ mentsvorstellung ein Stück vaterländischen Charakters, das Schau⸗ piel„Grüne Ostern“ von Heinrich Lee angesetzt worden ist. Der Verfasser des„Schlagbaum“ stellt in seinen„Grünen Ostern“ wirksame Bilder aus der Zeit der Erhebung Preußens im Jahre 1813 auf die Bühne, Bilder, die in manchem an die Ereignisse der Gegenwart gemahnen und die bereits an zahlreichen Bühnen ihre starke Wirkung erprobt haben.
— Ueber eine„Revolte russischer Arbeiter“ wird aus Lich berichtet:„Eine Anzahl russtscher Arbeiter revoltierte auf ihrem Gutshofe, weil der Herr von den Leuten ein tägliches Beköstigungs⸗ geld von 50 Pfa. verlangte. f Arbeit und mußten von der Gutsherrschaft durchsefüttert werden. Als jetzt der Herr ihnen von ihren guten Ersparnissen den geringen Tagessatz von 50 Pfennigen ein forderte, lehnten sie sich auf. Die ganze Gesellschaft wurde verhaftet.“ Die Sache sieht sehr gefärbt aus. Für nichts und wieder nichts wird die Gutsherrschaft die armen Teufel wohl nicht„durchfüttern⸗ Leuten derart mitgespielt haben, daß sie zur„Revolte“ gezwungen
waren.
Kreis Wetzlar. h. Richtigstellung. In der Dienstagsnummer der Oberh. Volksztg. wurde der Wetzlarer Handelskammer nach⸗ gesagt, daß sie die Vorschläge der Stuttgarter Handelskammer, die sich für die Uebernahme der Getreidevorräte durch das Reich ausgesprochen hatte, als„zwecklos“ bezeichnet habe. Das ist nicht richtig. In dem Bericht, auf welchem wir uns stützten, ist ein Druckfehler enthalten, es mußte statt Zweck; losigkeit Zweckmäßigkeit heißen, womit also die Han⸗ delskammer den Stuttgarter Vorschlägen beitritt.
h. Sammlung von Küchenabfällen. Der Wetzlarer Bürgermeister fordert öffentlich auf, die Küchenabfälle für die Schweinefütterung zu sammeln. Von verschiedenen Seiten ist derartiges schon früher, als man noch nicht an den Krieg dachte, angeregt worden. Es fehlte aber immer an der nötigen Organisation. Jetzt wird die Not dazu drängen. Dadurch, daß die Küchenabfälle in den Ascheneimer wandern, gehen zweisellos viel Werte zu grunde, die nutzbar gemacht werden könnten.
h. Beschlagnahme von Getreide. Der Kreises Altenkirchen gibt folgendes bekannt: umfangreichen Heereslieferungen werden für einige Zeit sämtliche Roggen⸗ und Weizenvorräte bei Landwirten, Müllern und Händlern im Kreise Altenkirchen beschlag⸗ nahmt. Jeder Verkauf und Ausfuhr über die Kreis⸗ grenzen ist verboten. Zuwiderhandlungen werden bestraft.
t Von Nan und Fern.
Ein Augenzeuge über das Erdbeben. Der Eisenbahnassistent Marfoni, der beim Hereinbruch der Katastrophe auf dem Bahnhof in Avesgano Dienst tat, hat einem Mitarbeiter des Resto del Car⸗ lino den folgenden Bericht über die Katastrophe, die die blühende Sbadt vernichtete. erstattet.„Ich staud auf dem Babasteig“, sagte der Boaante,„unnd erwarbete das Eintvessen des Zuges aus Cellano, mit dem ich mich nach Rom begaben wollte. Es war genau 7 Uhr 5 Minuten. Ein paar Minuten später erschütterte die Luft ein furchtbares Kvachem, das von einem dumpden unterirdischen Rollen begleitet war Es kam von sern her und näherte sich allmählich. Auch die Erde begann leise zu zittern. Alles das wirkte wie, das Geräusch eines näher kommenden Eisenbahnguges. Aber die Täu⸗ schung machte dem Erschvecken Platz, als ich ein heftiges Schwanken der Erde unter mir gewahrte. Mein erster Gedanke war, aus dem Bannkreis des die Gleise siberwölbenden Bahnhofsdaches herausgu⸗ Die kurze Wegstrecke durcheilte ich taumelnd wie ein schwer
Landrat des Infolge von
Amtsblatt des Reichspostamts veröffentlicht eine Verfügung, wo⸗
— Vom Stadttheater wird geschrieben, daß am 27. Januar


