Der Weltkrieg.
ieg über Sieg. Die Erfolge von Mühlhausen und Lagarde waren nur ein kleines Vorspiel zu den gewaltigen Tale», die eine kurze Zeitspanne später einsetzen sollten. Zwischen den Vogesen und Metz, auf einem Kampfplätze, größer als alle Schlachtfelder des Krieges von 1870/71 zusammengenommen, hat eine aus allen deutschen Stämmen sich zusammensetzende Armee unter Führung des Kronprinzen Nupprecht von Bagern ein aus mehr als acht Korps bestehendes Fpanzosenheer in den Tagen von 20. August ab vollständig geschlagen und in hartnäckiger Verfolgung dezi-
Bjorn Biornson und «ein Eintreten kür deutsche Interessen.
Ter Sohn deS berühmte» norwegischen Dichters Björnstjerne Björnßon hat in Berlin ein Nachrichtenbüro errichte», um die skandinavische Presse nül wahrheitsgetreuen Nach H richten über Teutschland lind Österreich zu versorgen. Wie bekannt, treten alle drei skandinavischen Länder: Dänemark. Schweden und Norwegen, durch strikte Einhaltung der Neutralität mannhaft für das Teutschtl»:» ein.
miert.
Zur selben Zeit hat der Deutsche Kronprinz den Feind über Longwy hinaus in glänzendem Siege zu- rückgeworfen. ebenso die Armee des Herzogs Albrecht von Wärtiemberg eine über den Semois vordringende feindliche Macht vernichtet. So sehen ivir das eherne Schicksal mit zermalmenden Tritten über Frankreich hinwegschreiten — hören wir den phantastischen Ban eingebildeter französischer Größe in allen Fugen krachen. Wie es ein ein• sichtiger, nüchtern denkender Franzose vorausschaute, so ist e-s schon j. tzt gekommen, und so ivird es weiter kommen. — Es ist dies Boulangers Schioiegersohii. der nationalistische Major und Abgeordnete Driant.
werden wie 1870. Noch vollkonnnener sogar wird die Niederlage fein; denn ivir werden heute Beispiele von Panik und Feigheit erleben, wie sie unsere Väter nicht kannten.
Und das ist leider die Wahrheit und das Übel: die französische Armee hat keinen Führer mehr..
Dort drüben weiß man zu befehlen; jedermann kennt ihn, den germanischen Eäsar. Sein Geist belebt die ganze Armee vom höchsten General bis zum letzten Soldaten. Ich habe die feste Überzeugung, daß er in der Stunde der Gefahr alle Welt mit sich fortreifeeil und elektrisieren wird, und daß da, wo es gilt, einen großen Er
folg zu erringen, seine Gegenivart ein ganzes Armeekorps auf- iuiegen wird. Und sein souveräner Wille allein herrscht auf dem Schlachtfelde. Sein Wille treibt die Massen vorwärts, deren Bewegung man in den Taleinschnitten, den düsteren Wäldern ahnt, und die sich mit unbestimmten fernem Geräusch zur Um- zingelung zusammen- schlietzen.
Er ist der Feldherr. der befehligt, ihm gehorcht man. Und hinter ihm steht das ganze Deutschland luie ein Mann, bereit zu allenOpfern, wenn er sie fordert.
der in f
hotrat Alfred Kattner,
Petersburg ermordete deutsch, Aotschasl«- veamte.
Hofrat Alfred Kattner. der während der Plünderung des deutschen Botschaftsgebäudes in Petersburg durch die bestialische Volksmenge in grauenvoller Weise umS Leben kam. ist seit mehr alS dreitz g Jahren im deutschen konsularischen und diplomatischen Dienst in Rußland tätig gewesen und war jüngst vei der Abreise des Botschaftspersonals als Hüter deS Inventars und der Archive im BotschafterpalaiS zurückgeblieben. Der Mob ftedte nach der Plünderung den Prachtbau ln Brand.
Er fuhrt it. a. aus:
„Gewiß, wir haben Befestigungen, Proviant, ein Geschützmaterial, wie wir es 1870 nicht hatten; ivir sind selbst in gewissen Punkten besser auSgestattet, als unsere Nachbarn, aber das moralische Element fehlt uns. Die frühere Organisation.
Führung und Disziplin haben ivir nicht mehr. Unter solchen Umständen in den Kampf zu treten, wäre ein Verbrechen, das an Wahnsinn grenzt. Aber in Frankreich gibt es Leute, führende Persönlichkeiten, die das Land um englischer Inter essen willen in das ungeheuerlichste aller Abenteuer stürzen. An einem von England festgesetzten Tage wird der große Kampf beginnen. Im übrigen ivird es England sehr gleichgültig sein, wenn Frankreich bis ins tiefste Mark getroffen danieder liegt. Wenn man uns heute zu einem Kriege gegen Deutschland hetzt, so wird es ein Unglückskrieg sein. Wir werden geschlagen Belgische Gefangene.
Die Sozialdemokraten
liegen mit in den Reihen, den Finger am Abzug, und auch sie denken an nichts anderes, als an das Heil des Vaterlandes."
Auf das japanische Ultimatum, das Deutschland auffordert. seine in den chinesischen und japanischen Gewässern beftndlichen Kriegsschiffe abzumontieren und Kiautschou auszuliefern (daS Schamloseste und Ziinischste. was die Weltgeschichte je verzeichnet hat, wie ein schivedisches Blatt treffend sagt)
hat
oie
deutsche Negierung einzig richtige Antwort gegeben, nämlich keine. Sie hat dem japanischen Geschäftsträger seine Pässe zn- gestellt, das heißt. deutsch geredet, sie hat den Berliner Vertreter dieser edlen - Schlitzangenritter von dem
Stegreif einfach hinaus- geworsen. — In der Kiautschousrage Ivird Amerika jedenfalls ein Wort mitreden.


