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Der Nejchstiailrln über -n KritH.
Kristian > a, 18 August. Hiesige Blatter berichten Über eine Unterredung, die om 15. August der Reichskanzler den, Publizisten Björn Björnsan gewahrt hat. Dieser berichtet: Der Reichskanzler, der sehr gut ausfieht, obwohl eine riesige Arbeitslast ihn seit Wochen an den Schreibtisch srstelt, sprach mit Wärme von dem mustergültigen Verhalten der neutralen Staaten und mit vornehmer Zurückhaltung von den Machenschasten der Gegner Deutschlands. Nur einmal zeigte er so etwas wie Erregung, als er oon England sprach. Der Reichskanzler sagte . a. folgendes :
Daß die nordischen Länder und Holland sich so entschieden neutral verhalten, wird in Deutschland sehr dankbar empfunden. Wir find entschlosien, dies« Reutraliät mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln zu stütze». Dies gilt insbesondere von unseren unmittelbaren Nachbarn Holland und Dänemark. Ich tat füns Jahre lang alles, um den Weltkrieg zu verhüten: sogar nach der jetzigen, allgemeinen Mobilmachung versuchten wir alles, was möglich war: aber vergeblich. Ruß land scheute nicht vor der schweren Verantwortung zurück, den Wcltbrand zu cntsesseln. Ich erhielt soeben von unserem Botschafter in Konstantinopcl ein Telegramm, in dem ihm mitgeteilt wird, das, an dem dortigen englischen Botschaftsgebäude ein Plakat angeschlagen sei, dag die deutsche Flotte in der Nordsee eine surchtbarc Niederlage erlitten und zwanzig ihrer besten Schisse verloren habe. Kein wahres Wort ist an dieser Geschichte. Sie sollte natürlich dazu dienen, bei den Türken Stimmung zu machen. Die frivole Politik Rußlands trägt die direkte Schuld an dem Kriege.
Wir kämpfen heute nicht nur für uns. Besonders die skandinavischen Länder müssen ja verstehen, daß es auch um ihre Existenz geht, wenn Rußland siegen sollte, daß also mit unserem Schicksal auch dasjenige anderer germanischer Länder von höchster Geisteskultur verknüpft ist. Das läßt uns, di« wir reinen Eewisiens in den Krieg ziehen, mit doppelter Entschlossenheit kämpfen. Man hat «st den Einwand gegen mich erhoben, daß ich zuviel ethisch« Momente in di« Politik trüg«. Betrachten Sie die Haltung unseres Volkes, bedenken Sie, was es heißt, daß auch unsere Sozialdemokraten, die mir so oft in der inneren Politik Schwierigkeiten bereitet haben, jetzt Mann sür Mann mit uns gehe». Es sind tiefe sittliche Kräfte, die alles vorwärts treiben. Noch eins: unsere Mobilmachung ist noch nicht ganz beendet, und schon erzielte unsere Armee beträchtliche Ersolg« bei Lüttich, Mülhausen und Lagarde. Das Land ist vom Feinde gesäubert. Das Volk aber, das sich im Vollbesitz seiner moralischen Krast wie ein Mann erhoben hat, und so ,Bcwunderungswertes zu leisten vermag, das kann nichtunter »t« Räder kommen und kommt nicht unter die Räder." g.
Der liirlt non Monaco verlchmn-eil.
Das inmitten des südlichen Frankreichs an der Küste der Riviera gelegene Fürstentum Monaco ist der Schauplatz wüster Szenen gewesen. Die französisch gesinnte Bevölkerung hat einig« Deutjch« mißhandelt und ermordet. Der Fürst soll »erjagt worden sein. Ueder seinen derzeitigen Ansenthalt ist nicht bekannts.
Die Deutschen zahlen ehrlich.
’• Fast in jeder Nummer der ftanzöpscheu Blätter, die UNS in die Hände fällt, lesen wir von Raub und Plünderung, die angeblich von den deutschen Ulanen in Belgien verübt werden sollen. Es lohnt sich schon gar nicht mehr, diese Lügen, die gleichwertig neben den erdichteten Siegen und den künsllich zu Harmlosen Operationen umgcdichtetcn französischen Niederlagen stehen, zu widerlegen. Das Zeugnis eines französischen Blattes dafür, daß die Deutschen ehrlich zahlen, was sie brauchen, sei denn noch wiedergegeben. Der „Lyon Republik»!»" ließ sich am 13. August aus Brüssel folgendes berichten:
„Die Deutschen haben bisher in Lüttich sehr geringen Schaden ungerichtet. Sie scheinen zu zögern, als wären sie unruhig. Alles, was sie bei den Bewohnern und Händlern entnehmen, beprhlen sie mit Gold. Einzig und allein diejenigen Lütticher werden belästigt, die man im Besitze von Waffen findet."
Rom, lg. August. Schon vor 1K Jahren gelang es nur mit Mühe, die Katasttophe abzuwenden: diesmal war das Ende nicht abzuwenden. Die Bronchitis war stark und sehr ausgebreilet, das Fieber hoch.
Rom, lg. August. Um 2>» Uhr nachmittags läuteten die Glocken der Kirchen Roms, während dem Papst die Sterbesakra- Aiente gereicht wurden. Das Gerücht, daß der Tod bereits ein- Oetreten sei, bestätigt sich bis jetzt 3 Uhr nachmittags nicht, doch Wird das Ableben jede» Augenblick erwartet.
Rom, 19. August. Die Agonie beim Papst trat um 1 Uhr »achmittags ein. An, Sterbebette weile» die behandelnden Arrzte Amici und Marchiasava, diee Schwestern des Papstes «nd Staatssekretär Mcrrg del Dal. Kardinal Serasinö Danu- telli als Großponitentiar sowie die Pönitentiare des Petersdoms wurden sofort benachrichtig«, um dem sterbende» Papste bcizu stehen.
Rom, 18. August. Der I o d e s k a m p s des Papstes dauert seit 11X Uhr vormittags an. Es wurde« befohlen, das Sankttsstmum in der Eakramenlskapelle von Sankt Peter aus- »ustcllen. In den erste» Rachmittagsstunden sand ich nur we- ntgee Leute dort betend, auch aus dem rlescnhaftcn Platz wenige Waget« und Neugierige oder teilnehmende Gläubige.
£7 Während di« Welt ln Waisen starrt, tst de« heilige Vater W» seinen Dorgänaern der»«»» worden und der Stubl Petri
steht verwaist. Pius X. war ein echter Priester, ein Man« mtt de» vorziglühste« Gabe» der Herze« und de» Geiste«. Rtt «htttchem Eifer war er bestrebt, seiner Kirche und damkt der Menschhett zu dienen, so daß sei» Andenken allezeit rei» erstrahlen wird r >«------ ''
Ans der Heimat.
Fricdbcrg, 20. Slug. Ein Schildbürgerstreichs Zu Beginn des Krieges wurden die hier und in der nächsten Umgebung wohnenden Russen, etwa 50 an der Zahl, in die Turnhalle gebracht, dort eingehalten, scharf bewacht und auf Regiments,,„kosten gefüttert. Nachdem dies eftva 14 Tage gedauert hat, wurde gestern die ganze Schar auf An- trag der Bürgermeisterei entlassen, darf sich wieder frei in der Stadt bewegen und ihr Wesen, wie seither treiben. Wir müssen gestehen, daß uns- ein derartiges Vorgehen einfach unverständlich ist. Entweder waren die Leute vor 14 Tage schon gefährlich, dann sind sie cs heute noch. Die 11 Tage Haft werden ihre Vorliebe sür Deutschland kaum gesteigert haben. Man scheint hier der Meinung zu sein, dost es sich um Abgeschobene handelt, die leine Liebe zu Rußland hätten. Auch da ist die allergrößte Vorsicht am Platze. Das richtige wäre, wenn man die ganze Gesellschaft außerhalb Deutschlands an die Grenzen befördern würde. — In dasselbe Kapitel gehört die Tatsache, daß die Bürgermeisterei unter verschiedenen Hörern der hiesigen Polytechnischen Lehranstalt auch zwei Russen die sog. Notprüfung gestattet hat. Da hört sich einfach alles auf. Die Prüfung findet, wie der Name sagt, in, Hinblick auf die Not des de > t- schen Vaterlandes und nicht des russischen. Mit Recht hat das hiesige Kreisamt Beschwerde hiergegen erhoben. Die Entschuldigung, daß es sich um Proben handelte ist gänzlich hinfällig. Es wäre wirklich an der Zeit, daß dem d c n t - scheu W e lt b ii r g e r t ii in auch in Friedberg ein Ende gemacht würde. Die Zeiten sind nicht mehr danach!
" Fricdbcrg. 20. Aug. Sonnenfinsternis am Freitag, den 21. August. Ain Freitag findet bekanntlich eine Sonnenfinsternis statt. In unserer Gegend beginnt sie um 12.10 Uhr und endet um 2.31. In der größten Phaie der Verdunkelung wird sic etwa 75% des Somicndnrch- mcssers betragen.
Aus Vilbel wird uns geschrieben: Der „Vilbeler Anzeiger" bringt einen Artikel, worin er bittet, das Geld, welches die Abgeber von Pferden an die Armee einnehmen worden, bei der Bezirkssparkasse Mathildcnstist dahier anzulegen. Glaubt denn der Verfasser die Bauern »nd Geschäftsleute hätten die Pferde zum Luxus gehalten, man könnte die Ernte mit dem Karren nach Hanse drücken und die Aeckcr mtt dem Motor bestellen. Wenn auch die Geschäfte durch den Krieg wohl eben etwas langsamer gehen, so müssen die Aecker so gut geackert werden wie sonst, denn andernfalls können wir nächstes Jahr nicht ernten, und was dann entsteht, kann sich jeder selbst ausrechnen.
Aber vor allen Dingen sind überhaupt noch keine Pferde ausbezahlt, obschon dieselben schon 14 Tage weggcnouunen sind, imd wie die Pferde am 1. und 2. Aushebungstnz 'axiert wurden, so braucht man schon von 2 Pferden das Geld um jetzt ein Pferd kaufen zu köitnen. Zudem muß heute jedes Pferd beim Kauf baar ausbezahlt werden. Ohne Geld be- komnit Keiner ein Pferd zu kaufen.
Wir möchten dazu bemerken, daß die Notiz im ..Bttve- ler Anzeiger" recht gut gemeint war und auch zu beherzigen ist. Es ist darin nur die Rede von Geldern, die liegen bleiben sollen und da wnrde empfohlen, sie speziell beim M a - thildcnstift anzulegen. Zweifellos steht doch fest, daß nicht sämtliche Gelder augenblicklich dazu verwendet werden können, um wieder Pferde anzukaufen. Für das Anlegen dieser Gelder ist, was wir auch nur empfehlen können, das Mathildenstift hervorgchoben worden.
Was die Auszahlung des Pferdegeldes an- betrW, so werden diese 2t Tage nach der Aushebung der Pferde bei »er Bezirkskaffe ausbezahlt. Wer vorher Geld braucht, kann die Anweisung bei der Rcichsbankneben- stclle Friedberg biscontieren lassen. Es wird ihm dort der Betrag der Anweisung unter Abzug von 6% Zinsen sür die Tage, die das Geld vor dem 21ten Tag abgeholt wird, ohne Wetteres ausbezahlt werden.
Starkrubnrg.
* Darmstadt 20. Aug. Ein Protest des Hess. Negierungsorgans. In der vorletzten Nummer der „Darmst. Tägl. Anz." wurde das amtliche Organ in scharfer Weise angegriffen, weil cs in seiner Verösscntlichung über das von der Rcichsregierung her- ausgcgcbcnen Weißbuches über die Vorgeschichte des Kriege» die zwischen dem Zaren und dem Kaiser gewechselten Depeschen, welche in der ganze, Welt als eine unglaubliche Falschheit und Heimtücke des Zaren kennzeichnen, einfach weggelassen — unterschlagen — hat. Es wird weiter behauptet, daß die „Darmst. Zeitung" seit Jahren auf Weisung de» Staatsministeriums, kein- Nachrichten über Rußland und Montenegro veröffeiitli- chen dars, di« etwas Ungünstig«*, über diese Staaten enthalten.
Es wurde weiter daraus hingewiesen, daß rinz Franz Josef von Battenberg, der bekanntlich eine Tochter des Königs von Montenegro zur Frau hat, alles andere, wie der „Darmst. Tägl. Anz." sagt, als ein Freund Deutschlands und Preußens ist und daß er als Montenegriner anzusprechen ist. Er bewohnte seit Jahren ftr einer ihm von dem Eroßhcrzog zur Verfügung gestellten Villa im Bessunger Hcrrngarten und wurde auch sonst »om Großherzog mit Rücksicht auf die schwachen Mittel des Prinzen unterstützt. Der Prinz soll sein Automobil. anstatt es der Militärbehörde zue Verfügung zu stellen, etniach dem Großherzog überwiesen haben, damit es der Requisition durch das Militär entgeht. Sonderbar klingt allerdings dl« jeüt oon Seite« der Holbcamten vorgebracbte E»t
schuldig»»,, da» Auto sei für die militärischen Zwecke zu chwer gewesen.
Endlich wird in dem Artikel, der die Ucberschrist „Uner sreuliches an» Hessen" trägt, auch die eigentümliche Stellung des Bruders des cbencrwähnten. des Prinzen Ludwig neu Dattenberg hingewiesen, den auch wir gebührend gclennzeick: net haben. Hier wird auch darauf aufmcrlsam gemacht. b~ ; dieesr englische Großadmiral bei seinem letzten hiesige» Besuche am Hose auffallende, Interesse für unsere Luftschis,'ahrt zeig!, und von hier aus an einer Zeppelin- und einer Parseiialfuhit teilnahm.
Für unseren Landesfürsten, der sür seine Verwandtschaft doch nicht weiter verantwortlich gemacht werden lann, und der
durch die Verheiratung seiner Lieblingsschwcster an den Zaren durch die jetzige Situation sich in keiner aiigenehmen Lage ist. wird die Teilnahme an dem Feldzug gewiß ein« Erleichterung und Genugtuung sein.
Di- amtlich- „Darmst. Ztg." erllarte gestern an der Spitzi ihres redaktioucNen Teiles, daß die vorgestrige» Behauptungen des „Tägl. Anz.", wonach die vertärzte Veröffentlichung des „Weißbuchs" ohne den Depejchenwcchscl zwischen dein Kaiser und dem Zaren aus Anregung der Regierung erfolgt sei, man habe nur den schon vom Wolssbüro geiürzte» De- pcschenbries ohne weitere Kürzung ausgenommen. Ebenso unwahr sei die Behauptung, daß die Rubriken „Rußland" und „Montenegro", soweit sie Nachteiliges cnlhieltcn, aus Wunsch der Regierung weggelassen worden seien. Wegen der gegen das Staatsministerium gerichlclcn Angriffe seien ge. richtliche Schritte cingclcitet.
Wir erfahren hierzu, daß gestern srüh der Oberstaatsanwalt Dr. Schwarz mit mehreren Beamten der Staatsanwaltschaft und des Amtsgerichtes im Verlag und der Redaktion des „Tägl. Anzeigers" erschinen und die sämtlichen vorgestern erschienenen Nummern des Blattes, soweit sie noch vorhanden waren, konfiszieren ließ: auch die weiter vorhandenen Exemplare in of fentlichen Lokalen in der Stadt und auf dem Lande sollen ein- gezogen werde». Die Platten der vorgestrigen Ruinmer wurden ebenfalls beschlagnahmt und i» Anwesenheit eines Kriminalbeamten vernichtet, d. i. eingcfchmolzen. Weiter wurde nach dem Verfasser, resp. Urheber der Notizen geforscht. Wir höre» noch, daß am Nachmittag der Ehesredalteur B. durch di« Staatsanwaltschaft vernommen wurde. Er bchauplct, den Beweis der Wahrheit antreten zu können. In einer angcsügten Erklärung wird scstgestellt, daß die beiden Automobile de- Prinzen Franz Josef v. Battenberg der Aushrbiingslommission vorgeführt, aber von der Kommission als z. Z. nicht geeignet entlassen worden feien.
* Darmstadt, 18. Aug. Durch einen Zug der Leibkompagnie des Jnf.-Regts. Nr. 81 begleitet trafen am Samstag früh 5 Ilhr die bisher in Frankfurt befindlichen etwa 220 französischen Gefangenen hier ein und hatten s,b trotz der frühen Morgenstunde wohl 2—300 Neugierige cin- gcsunden, die vor dem Bahnhof Ausstellung nahmen, da die Bahnsteige geräinnt waren. Entgegen den Vorkommnisse» an anderen Plätzen ging der Borbeiniaesch der l.ing'.i Kolonne vollständig ruhig, fast ohne jede Bemerkung Vor sich denn schließlich kömrcil die paar Leute, und wenn noch mehr dazu kommen sollten sicher Nichts sür die jetzt entzündete Weltbrandfackcl. Drei der Gefangenen wurden gefesselt in einem Wagen gefahren, da sie sich widerspenstig gezeigt haben sollen. Sie werden voraussichtlich in Kürze abgeurteilt. Tie Lenti wurden auf dem Grieshcimer Trnpoe»- übungsplatz, tvohin sie marschierten nntergebracht. Tort sind eine Anzahl Baracken abgesperrt worden. Durch Bekanntmachung des Krcisamts, ist von jetzt ab. das Betreten der Hauptstraßen etc. des Trnppcnplatzes für das Publitnm nicht mehr zugängig. Die Gefangenen machten, wie schon btkannt einen nicht weniger, wie kriegsmäßigen Eindruck und schienen die meisten sicher mtt ihrem Scksicksal jetzt ganz zufrieden. Ein weiterer Gefangenentransport soll hierher unterwegs sein.
* Darmstadt, 18. Aug. Zu Ehren der im Jahre 1870 und 71 gefallenen Krieger fand heute auf dem Darmstädter Friedhöfe eine Gedächtnisfeier statt, an der zahlreiche alte Veteranen und auch Offiziere teilnahmen. Pfarrer Marx hielt die Gedächtnisrede. Im Namen der Vereinigten 7 hiesigen Kriegervereine sprach Hauptmann d. L. Waldecker und legte dabei einen Kranz nieder. Auch auf den Gräbern der hier beerdigten französischen Krieger wurde ein Kranz gespendet. Der Zug bewegte sich dann auch nach dein Bess- uiiger Friedhöfe, wo Pfarrer Wagner die Gedächtnisrede hielt. Auch hier wurde ein Lorbeerkranz niedergekegt. Alle Teilnehmer waren sichtlich ergriffen. — Zahlreiche Fahnenflüchtige stellen sich auch schon vor Bekanntmachung des Kaiserlichen Gnadenerlasses in der hiesigen Garnison. Fast täglich melden sich die Leute, welche sich teilweise schon ieit 1001 ihre Militärpflicht ineist im Auslande entzogen haben, 'uni sür die Ehre des Vaterlandes mit ihrem Blute V.iiijit- 'treten. — Die Pulsadern geöffnet hat sich heute ftllh ein in der Pftegcanstakt in Eberstadt unlergebrachtcr kränklichet Mann. Er ist nach kurzer Zeit an den Derlctzimqcn, die er sich an den Oberschenkeln beibrachte gestorben. Wie wir erfahren ist eS der Pflegling H. E. Zermin.
Kirchliche Anzeigen Gottesdienst in der Stadtkirche.
Freitag, den 21. August, abends 8'/g Uhr nt
andacht: Herr Pfarrer Rillrr.
Frankstirler Wrtterbericht.
Voraussage: Ziemlich heiter, trocken, bei Tag warm, nördliche bis östliche Winde, Gewitterneigung.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otlc Hirschcl. Fricdbcrg: für den Anzeigenteil: K. Schmidt. Friedbcrg. Druck »nd Verlag der „Neuen Tageszeitung",
A- G., Friedberg i. H.


