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o o o Zum Nachdenken, o o o

„Schönes Wetter". Viel ach macht man im Leben die Be- obachtiing. wie die Menschen die Warle „schönes" Wetter und „gutes" Wetter einander gleichstellen. Schönes, sonnenreiches, heitere; Wetter ist gewiss oft gutes fruchtbares Wetter, ist doch die Sonne die sor­gende Mutter insbesondere der Pflanzen. Und indeln sie ihres Amtes waltet und uns mit ihren Strahlen crireut. bereitet sie, das Wasser in Dunstform ausivärtsziehend, zugleich den Regen vor. Aber auch Regenwettcr und Gcwiltertage können äußerst „gute", fruchtbringende Zei e» bedeuten. Rur darf der Regen nicht allzu­lange auhalten, sonst kann er ebensogut wie dauernder Sonnenschein uuo Sonnenbrand schlechtes, d. h, schädigendes Wetter hcrnorrusen. — Aehnlich finden roit'S im Mensel enleben: eben auch eine selt­same und doch alltägliche Verwechslung von „guten" Lehrern und „guten" Müttern »na Vätern mit milden Lehrern und Eltern. »Jieift sind die gepriesenen „guten" Lehrer nicht auch die tüchtigen und mit Erfolg arbeitenden, und nicht jeder „gute" Pater und icde „gute" Mutter treibt das Erz-ehungswerk bei den ihnen anvertrauten Kindern zum Nutzen und Segen derselben. Denn neben dem Son­nenschein der Liebe muß ab und zu auch die Wolke des Ernstes und der Strenge hervortreten. ®. s. ».

o o d o Vermischtes. o □ o □

Musikanten des Felde», In Stadt und Dorf ist's still ge­worden, die Natur scheint schlafen gegangen au sein. Da heben ganz feine ziipende Stimmlein an, so sein und silbern, daß man meinen köiinte, sie hätten vorher nicht gewagt, sich hören zu lassen. Besonders zur Rosenzeit lassen allenthalben die Insekten ihre Stimm- .chen ertönen. Die Bienen summe» ihren Arbeitssang, die Hummeln in tieferen Tönen desgleichen. Wirkliche Musikanten aber, die nicht bei der Arbeit, sondern beim Nichtstun sich hören lassen, sind die Heuschrecken und die Heimchen. Sie ünd die Geigenspieler des Feldes und des Gartens. Unermüdlich lassen sie ihre seine Stimme ertönen. Meist benutzen sie ihre Flügel zur Erzeugung der Töne, oft aber hat es ganz den Anschein, als ob sie besondere Organe dazu haben. Die Männchen sind es immer, die diese Musik be­reiten, und zwar stets in den höchsten Tönen. Und weil nur die Männchen so stimmbcgabt sind, hat ein alt-r Dichter — wohl aus schmerzlicher Erfahrung heraus — ihnen den Vers gewidmet: „Glück­lich leben die Silasen (— Grillen), denn sie haben stumme Weiber." Die Haus­und Baumgrillcn singen nur nachts, während die schwarze Fcldgrille auch am Tage musiziert. Sehr ku stvoll ist der Singeapparat der Heuschrecken einge­richtet. Viele dieser Musikanten haben ein sehr scharfes Ge-

tkin Weinberg unter fttas in Strümpfelbach Im Jtemrtak.

Unsere vorstedenden Abbildungen zeigen oben die Außenansichi, unten den Besitzer Wilhelm unauß in reinem überbauten Wemder , der als erster in Württemberg seine Reben rum Schutz gegen Fr. st und Hagel und ver- tzeerenoe Krankheiien unter Glas gib,acht hat.

hör: sic verstummen sofort mit ihrem Gesänge, wenn sich Schritte ihrem Sitze nähern: andere wieder scheinen taub z» Km, den» sic bleiben ganz gleichmütig sitze». Im allgemeinen klingt uns die Musik der Insekte» ziemlich monoton in den Ohren. Wir glauben immer nur einige gleiche Töne zu hören, die musika­lisch noch nicht festgelegt sind. Dagegen ist es aber z. V. gelungen, den eigenartigen Ton, den ein schwärmender Bienenschwarm von sich gibt, »»inkalisch zu bestimmen. Die Töne, die Insekten Hörer, lassen, sind freilich je nach der Jahreszeit und der Tageszeit etwas moduliert. Genaueie Feststellungen sind aber darüber, wie gesagt, noch nicht gemacht.

Der schlaue (shcinan». Müller war ein sehr umsichtiger Mann, hatte aber eine sehr eitle Frau. Frauen müssen Gebuils- tagsgeichenke c. halten, und am ersten Geburtstage seiner Frau nach der Hoch; it überreichte er ihr ein herrliches Diamanteuhals- band. Dies war nicht so unbedacht, als man vielleicht denkt. Denn jeder Stein in dem Halsband stellte ein Lebensjahr der Frau Müller dar. Und dies ließ er jeden wissen. Und an jedem Geburtstage sollte ein neuer Diamant hinzugesügt werden. Und auch dies ließ er die Bekannten wissen. Er hat jetzt schon seit mehreren Jahren seiner Frau kein Geburtstagsgeschenk zu geben brauchen!

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NKerles Heiteres.

Rätselecke.

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t>«r Kleine Sparer. „Denke immer daran, mein Junge," sagte Outet HanS, als er dem kleinen Neffen ein kleines Geldstück gab, „wenn du die Nickel bewahrst,

w-ide» sich di- Vexierbild.

Markstücke schon selbst bewahren!"

— Der Kleine guckte ihn etwas ungläubig an.

„Ich bewahre die Groschen schon auf." sagte er,

„doch wenn Mar­ken daraus ge­worden sind, dann n'tnmt sie der Vater in Ver­wahrung!"

Anzüglich.

Frau eines Bau- unlrrnehmerS:

„Wir werden die­sen Sommer nach der Schwei, gehen, wir haben es ja: aber aus

die Beige darf mein Mann nicht mit seinem Schwindel." — Besucher: „Ra, i» den Alpen kennt ihn ja niemand."

Aeri'higrnb. „He, Kutscher, durchs Wagendach laust ja das Wasser durch. Ist das immer so?" — „Nur, wann's regnet!"

Ammer Musiker. Söhnchen: „Vater, das linke Ohr klingt mir." — Vater (Musikers: „In welcher Tonart?"

Wo bleibt denn Vitilre?

Silbenrälkel.

Der erste durch sein muntres Treiben Erfreuet dich in See und Fluß.

Von - und 3 mußt fern du bleiben. Wo nicht, so sollst du Hand und Fuß Zum Schutz vor ihrem Biß bedecken. Das Ganze ist des ersten Schrecken.

A. B.

Auchsiabenrätset.

Dem mit dem B gehorche gern.

Mit V dient er im Haus des verrn. Statt dessen stell' ein A voran. Dann ist's der Leser momentan.

_ 3- Sam.

Auslösungen aus voriger Nummer:

des Buchstabenrätsels: Haar, Haag; — des Aenderungsrätsels: Adel, Adele; — des Figurenrätiels: Malta, Stube; — der lälsetdajien Inschrift: Ordnet man die einzelnen Zeilen nach der Anzahl der Buchstaben, welche jede Zeile umsaßt, so ergibt sich fol- genoei Spruch: „Solang es tropft, veisiegt es nicht."

Aegweilerrjtlel.

Man setze die Buchstaben AAA. DD, E, FF, G, HH, II, L, M, N NN, 00, RR, SS, v so in die Fel- der obiger Figur, daß die mehrfeld rigen wagerechten Reihen ergeben:

1. einen männlichen Vornamen,

2. einen Körperteil, 3. eine Stadt in Palasüna; die senkrechte Reihe ergibt eine griechische Stadt.

Erwin Gugenhan.

slawdruck unserer OrtgtnalarUrel wird gerl tztittz verfolgt.

Druck von W. Koblbammer. Redaktion- Dr. E. Görlach in Stuttgart. Verlag der „Neuen Tageszeitung",

Druckerei und Verla» A.-Ä. Jriedber». Hefte«.