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Sicineruna des Steuersolls wird einmal durch einen kostfpie- igen Schulneubau bedingt, zum andern aber dadurch, das, meh­rere hochbesteuerte Angestellte der chemischen Werk- ihren Wohnsitz nach Frankfurt verlegt haben. Aus Grund einer Ent.

ichcidung des Oberocrwaltungsgerichts mutz die Gemeinde den

unch Franlsurt verzogenen Herren jür die Jahre 1911 _ 1913

.men Teil der Steuern zurückzahlen. In der Debatte Über den *it wurde betont, Latz nur dann eine Besserung der sinan- ellcn Lage der Gemeinde eintreten könne, wenn Griesheim iu: moderne Strotzen und in allererster Linse für eine Stra- ' eubahnverbindung nach Frankfurt Sorge trage. Das Etats iahe 1913 schlösse mit einem lleberschntz von 139 83» Mark ab, . cnn Frankfurt seinen Beitrag für Armen- und Schullasien in Hohe von 100 vm Mark schon bezahlt hatte. In Wirklichkeit verbleibt ein Plus von 29 877 Mark. Insgesamt wurde der neue Haushaltsplan für 1914 in Einnahme und Ausgaben mit 1310 0(10 Mark genehmigt. Di- Sozialdemokraten stimmten aals prinzipiellen Gründen gegen die Bewilligung der Polizei­verwaltungskosten. — Gegen die Wahl des Dr. Eeitzcnberger, der bekanntlich wegen Unterschlagung in Untersuchungshaft styt, hat eine Anzahl Bürger sowie der Hans- und Gruudbe- sitzrrverein Protest unter der Begründung erhoben, daß Geitzen- l erger infolge seiner Vergehen dieses Ehrenamt verwirkt habe. Der Vorsitzende erwiderte, datz Eeitzcnberger erst dann der Aemter verlustig gesprochen werden könne, wenn das Gericht gesprochen habe. Doch habe derselbe einem Schreiben des Landrats zufolge bereits seine Mandate als Gemcindcrat und als Kreistagsabgeordneter freiwillig niedergelegt. Auch gegen die. Wahl der Eemeindeverlreter für die dritte Klaffe hatte uan Einspruch erhoben, weil Ecitzenbcrger die Wähler durch seine persönliche Einwirkung »nd durch Spendung von „Has­peln mit Freibier" bceinslutzt habe. Die Wahlen wurden schließlich für gültig erklärt. — Er kam ferner zur Sprache, datz Ecitzenberger, wenn er als Delegierter der Gemeinde an auswärtigen Kongreffen tcilnahm, nicht die Sitzungen dort be­suchte, sondern stets „Lebeschön" in der betreffenden Stadt machte, natürlich auf Kosten Griesheims.

* Griesheim 0 . M., 27. März. Der Gemeinderat hat mit Instimmung des Krcisausschuffes ein Ortsstatut eingefffhrt, nach dem in Zukunft jeder Eemeindeverlreter, der unentschul-

*,»« Tageszeitung Samstag, den 2«. Mär, ,914-

digt den Gemeinderatsptzungen jernblcibt, oder sich in diesen ordnungswidrig benimmt, mit einer Geldstrafe bis zu 3 Mark

bestraft wird. Im Wiederholungsfälle kann, je nach Lage der Sach«, der betreffende Verirrter bis zu einem Jahr von den Sitzungen ausgeschloffen werden.

* f. Obcrstedte», 27. März. Am Sonntag, den b. April findet dahier im ^Hamburger Hof' die Delegicrtcnversamm- lung der an dem Gcsanaswettstreit sich beteiligenden Vereine llatt. Da der Wctistrcit unter allen Uuständen stattfindet, so können sich noch bis zum Delegiertentag, spätestens an dem­selben, Vereine on.uelden. Autzer vielen Ehrenpreisen, steht ein Kaiserpreis in sicherer Aussicht.

* Bad Homburg, 27. März. Der Kaiser hat angeordnet, datz für den geplaiilen Denkstein im Kaiser Wilhelm-Iubi- lüumspark roter Main-Sandstein Verwendung finden soll. In den orchitektonilch behanenen Stein soll eine Porträt Plakeite des Koffers eingctaffeii werde». Ter Stein findet in der Mitte des Parks, gegenüber dem viereckigen Platz Ausstellung.

* X- Rirdetbach, 27. März. Nachdem der Obstbaulehrer Herr Herrmann ans Geisenheim in den Tagen vom 18. bis 21. März eine» Obstbaunrpslegelurjus mit grotzem Erfolge abge- halten hat, ist mm hier ein Obst- und Garteubauvcrein ge­gründet worden 28 Obstznchtcr find dem jungen Verein als Mitglieder beigclrcten.

* F. C. Wiesbaden, LI. März. Die Mühlcubesihcriu H. Kaufmann Wiltwe in Lorch a. Rh. war woge» ltzelveibever- gehcn deshalb unter Anklage gestellt worden, weil sie an einem Sonntage batte mahlen lassen. Sic berief sich Vor dem Schöffengericht darauf, datz den Mühlen mit unregelmäßi­gem Wasscrgang auf Grund einer nassauischen Drrordiiung von 1866 und einer RegienmaSpolizeiverordniiNg von 1895 gestattet fei, an 26 Sonntagen im Jahre zu mahlen. Dadurch erzielte sie ihre Freisprechung. Ter Amtsanwalt verfolgte aber Berufung lind machte geltend, daß die Kaufuiannsche Mühle nicht als Mühle, sondern als Fabrik anzusehcn sei, da stc neben Wasserkraft auch Tampfkraft verwende. Das zog aber nicht. Vor einigen Fahren hat nämlich der Regie- rungspräsident bereits entschieden, daß trotz der Aufstellung einer Dampfmaschine das in Frage stehende Objekt als

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SKiifile anzusehen sei. Die Straflanimer kam deshalb auch z»r kostenlosen Freisprechung.

* 3- £• Wiesbaden. 24. März. Die landwirtschaftliche ArbeitSverniittclung, deren Regelung im Jahre W1213 nichtige organisatorische Fortschritte ge,nacht hat, vermittelte im Regierungsbezirk Wiesbaden im Jahre 1!M2'13 4636 Stellen gegen 3841 im Vorjahre. Davon wäre» 1211 Knechte. 112 Kubschweizer. 131 Viehsütterer, 2150 Tag- ivhner. 2.i Mägde und 1 Taglöhiurin. Für diese Derniitle- luug konimen in Betracht: die Arbeitsnachweise Biebrich,

Eltville, Frankfurt a. M., Herborn, Liiudnrg, Nassau, Nastätten. Obcrlahnstcin, Rüdcshcim, Weilburg. Wil-sbadev v»d die Herbergen zur Heimat in Frankfurt a. M.

' F. E. Wiesbaden, 28. März. Da» sich

km Regierungsbezirk Wiesbaden auf den Bezirksstraße,, sebr gut bewa!,rt; seine Haltbarkeit ist bedeutend großer, als nr- sprünglich angenommen war. Auch eine erhebliche Verbil­ligung der lluterbaltungskvsten der durch stärkeren Verkehr belasteten Straßen wird erzielt. Dazu ko,»int vor allcii, der Vorzug, daß der Automobilstaub auf Llcinpslaster nur in geringem Maße auftritt. Im Jabrc 1944 werden aus sol- gcnden Strecken der Bezirksslraßen des Regierungsbezirks die Decke» in Kleiupflaster und mit bituminösen, Binde­material ausgeführt. Eine 1140 Meter lange Strecke zw, een Eiserne Hand und Hahn, 672 Meter vor Erbenheim, 700 Meter zwischen Limburg und Staffel, 423 Meter im Ortsbe­ring des Ortes Herscbbach. 600 Meter zwischen Nicderbrechcn und Dauborn, 2300 Meter der Schcldcstraße oberhalb Ober­scheld, 173,8 Meter im OrtSvcring von Ojfenbach (Dillkreis) (-60 Meter im Ortsbering von Eschborn, 786,8 Meter ans der Umgehungsstraße bei Hattersheim, 563,1 Meter im OriS- bering von Ilnterliederbach. 515,2 Meter zwischen Hatters­heim und Hofhcim, 360 Meter Zwilchen Homburg und Ober- nrscl. Mit bituminösem Bindematerial werden 1130 Meter der Straßenstrcrke zwischen Bad Homoiirg und Ob.'rursel oiisgeführt.

Evangelische und

Katholische

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Einladung.

Der Zweigverein Friedberg des Westdeutschen-

Lüterbeiimten-Verbandes hält am Sonntag, den 2g. d. Mts., nachmittags 37, Uhr in Friedberg Restauraiion „Zur Neichskrone" (Kaiserstratze) eine

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ab, wozu wir alle Kollegen, sowie Freunde und Gönner höslichst einladen.

Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder erbeten

I. A.: Ricbcl.

Bekanntmachung.

Die Sihülerausnahmr sür die Sonntagsierchenschule in Olüdhei« 0 . d. §>., findet vom 29. März bis 26, April '. Zs. statt. Anmeldungen haben bei dem Vorsitzenden des Ortsgewerbevercins Herrn Georg Hosmann, Zimmer- meist-r in Rsdheim v. d. H. oder in der Zeichenschule zu geschehen.

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NB. Junge Damen die sich einer gewerblichen Tätigkeit widmen, werden ebenfalls ausgenommen.

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