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Ctadttheaters in Gießen, hält am Donnerstag. den 19. gebe, in, Hotel Trapp, einen Vortragsabend. Der Künstler wird durch seine Tätigkeit in Bad-Nauheim, auch den hiesigen Kunstfreunden kein Fremder sein, gehörte Herr Bokof doch

seinerzeit zu den beliebtesten Mitgliedern des Kurtbcaters und feierte in Rollen wie z. D. alS Christoph Bott inGlaube und Heimat",Onkel Bräsig". .Herr Senator".Shcrlock .Holmes" usw. wahre Triumphe. Für seine Rezitationen hat sich der Künstler ein weites Feld gewählt, und neben Slrakesprare. Schiller. Goethe, finden wir auch die Namen der modernen und modernsten Dichter und für die große Tragik, wie für heiteren, behaglichen und geistreichen Humor weiß er aktuelle Töne zu finden. Besonders hervorzuhebcn sind in uns vorliegenden Zeitungsstinnnen seine Meistrr- Ilk. st in der Wiedergabe Bcnterschen Humors und speziell seinOnkel Bräsig" wird zur allerbesten gezählt. Ter Abend mit seinem reichhaltigen und abwcchselungsreicken Programm Verspricht ein äußerst genußreicher zu werden, sodaß ein Be­such allen Kunstfreunden aufs wärmste empsohlen werden kann.

* Frirdbeeg. 9. Febr Der Evangelisch, Kirchengesangverein

hielt am veijlossenen Mittwoch sein, Hauptversammlung ab. 2« der Berichterstattung konnte der Boisrtzend« Pfarrer KI«, berger betonen, daß da» Fahr ISir von großem Fleiß zeugt, den e» fanden darin 47 Hebungen statt. Cs wurde wiederholt «ingeSbt da» groß, Pasfionsovatorium van C. Loew«. ne, «in. griibt 2 Chore au» .Luther" von Müller-Hartung unb die präch­tige Weihnachlslentat« .Die heilig« Nacht" von Karl Setfstrt. Ferner wurden «ingeübt der 180. Psalm von Menvelsfohn. der große ChorSinget dem Herrn ein neue, Lied" von Fa ißt. 8 gristliche Bolkrlieder, 2 Choräle und einig« weltljche Lieder. Dementsprechend war auch sein« Betätigung «in« sehr zahlreiche and mannigfaltige. Im Sssenilichen Gottesdienst wirli« er 5 mal mit. Er veranstaltete 2 . wenn man di, liturgische Weih» rachisseier mit einbezieht. 3 Kirchenkonzerte. 4 mal trat er bei besonderen Gelegenheiten aus, so beim Deutschen Abend unb bei einem Doicrländischen Abend im Saalbau. bei der Jahres­versammlung de» Hess. Psarrverein» und bei dem Jahrrvsest de» Wetlerauer Zweigoerein» der ®. A Stiftung im Saal de» Hotel Trapp. Nach auswärts ging er zweimal, zuerst Mir Mit. Wirkung beim 7. Jahressest der Wetterauer Kirchengesangver. eine in Nieder Wöllstadt und hernach zu dem prachtvollen son­nigen Sonntagsausflng nach Wingershausen, an dem auch der Posaunenchor mit 8 Mitgliedern, zusammen gerade 50 Personen teilnahmen. Hie Mitgliederzahl, die noch dem vorigen Bericht von 75 ans 84 herabgesunken war, ist erfrevlicher Weis« im vo­rigen Jahr wieder aus 79 gestiegen. Di« Zahl seiner inaktiven Mitglieder betrug Ende 1912: 105 und ist jetzt aus 111 gestiegen. Da» ist eia erfreuliche» Zeichen von der Wertschätzung, die der Kirchengesangverein in unterer evangelischen Gemeinde genleßt. Der Berein ist den inaktiven Mitgliedern für Ihre Jahresbei­träge ganz brsondero dankbar, einmal deshalb, weil ste ihm er- mögliche» halsen, auch auswärtig« tüchtige Eolokräste heranzu- zithcn und sodann, weil durch ihren Zuschuß zu den laufenden Bcreinstosten den Aktiven kein zu großer Beitrag braucht an- genommen zu werden. Für die nächst« Zeit ist di« Beranstal, »ung einer Abendmolett« mit Passionsmativen und für später die Aufsühruug eine» größeren Tonwrrk» von Surro geplant.

* Baueraheim, 9. Febr. Die Hund«, die in der Mitt» »ochnackit in die auf den hiesigen Wiesen befindliche Schaf­herde des Herrn von Dorn-Assenheim cingcbrochen waren »nd einige Schafe zerrissen hctten, haben in der Nacht von Freitag auf Samstag bedeutend schlimmer gehaust. Aus der ganzen Marktwirse zerstreut lagen die toten und schwerver- wundetcn Schafe, andere hinkten, traurig die Köpfe hängend, herum. Mit zwei Wagen wurden die Toten und Verwun­deten znlammengefabren. 14 Tier« mußten, da sic sonst ver­endet wären, abgescl,lachtet werden. Die herbeigcl,ölten Poli­zeihunde konnten keine bestimmte Spur aufnehmen, iedcch sah man a» den Fußabdrücken auf bedeckten Stellen, daß es sich um einen größer«» und kleineren Hund handelte. Die wordwntigen Räuber fallen am Sonntag morgen von Hcrrn Bürgermeister Moul von Ossenheim sestgestellt worden sein.

* Ockstadt, 9 Febr Karl Weber, bedienstrt in Ockstadt, er­sucht um Ausnahme solgendet Berichtigung: Er habe mit der seiner Zeit gemeldeten Gistmordoersuchsast'äi«, die ln der gan. zcn deutschen Press« verbreitet war, nicht da» Geringste zu tun. Er stl weder bet Herrn Gg. Meuser in Diensten, noch tn einer Erziehungsanstalt gewesen. Da» Dienstmädchen sei zwar ver­haftet worden, oder inwieweit dieselbe ein Berschulde« tresie, würde da» demnächst stattsindende Eerichtsversahren zeigen. Die von UN» gebrachte Notiz war «n» von einem Friedbeiger Korresnondenten mitgeteilt worden.

* #c» Nauheim 9. Febr Die Winierkurzeit hat recht rege eingesetzt: insolgedesien stirb di« Privathänser und Hospize gut besucht Da» neue Miliiärkurhau» bietet nunmehr Raum für 70 Gäste Gegenrvärlig weilen meisten» Südwestasrikaner zur Erholung hier.

ftitftrn, 9. Febr. Nach Crössnimg der Sitzung im Prozeß Grünewold Winkler. ermnbnte der Vorsitzende. Amts­gerichts, at Müller die beiden Schöffen zu bedenken, daß sie Deute da-s Amt eines Richters auszuüben hätten, daß hier diele Fragen mit politischen, Beigeschmack zur Erörterung frit-.n desi sienoeirrt durch ihre eigene voli-

stscbe Anschauung und Meinung nur das berouszunrbmen hätten, was Neckit sei Der Beklagte benannte nun noch eine Reihe Sacht-ersländiger. doch lcchnte das Gericht die Drrncb- m»ng derselben ab und ebenso auch später die Bernrhrnnng einer Reihe weiter benannter Zengen aus früheren Grüne- wnldsch-n Prozcsien. Die Ursache der Beleidigungen, um welche es sich herrte handelt, ist znri-ckziis,ihren auf eine V.-r- Handlung der zweiten bestrichen Kammer von, Dezeniber 1912. Gelegentlich der Prüfung der Wahl de? Abg. Kredcl hatte Abg. Grüncwald tcin Amt in dem Wahlpruiungsau:- schuß. dem auch Aba. Winftcr angehörte, mit dem Bemerken niedergesrgt. die Mehrheit handle parteiisch und er wolle des- 8,1 ih icm tztusüüuß uuut mehr anaeüöeair. Aba. Winster war

R»»e lazes^rrnng. Mvnrag, »ea ». jrevensr UM.

daraus von der nattonoUtbevalen Fraktion beauftragt wor­den. in der nächsten Sitzung gegen die Aussührungen Grü­newolds zu protestieren. Hierbei war er mit Grünwald hin­tereinander geraten und letzterer hatte erklärt, er sei als Politiker und Anwalt ousgebildet, aber nicht als Kabaret- künstlcr. Winkler hatte hierauf erwidert, diese unter dem Sckiutze der Jinmunität gemachte Beleidigung sei eine Feig­heit und er sei bereit, diesen Vorwurf auch außerbalb des Hauses zu wiederholen. Auf diese Bemerkung hatte Abg. Grünewold mit einem Zwischenruf erwidert, dann würde er dem Abg. Winkler mißerhalb des Hauses hinter die Obren schlagen. Nun batte Abg. Winkler den Amtsrichter Schnei­der Nauheim gebeten, dem Privatkläger eine Forderung zu Überbringer,. Sckmeidrr hatte aber nur übernommene Der- nritttelungen vorzunehmen, aber in Rücksicht orrk sein Amt die Ueberbringung einer Forderung abgelehnt. Er bat auch mit dem Abg. Grünewald verhandelt über eine gegenseitige Zurücknahme der Beleidigungen, letzterer hatte aber ver­langt, daß Abg. Grünewalb zuerst revoziere, und an dieser Bedingung waren die Verhandlungen vorerst gescheitert. Abg. Winkler batte darauf noch zwei ältere Herren als Kar- telltröger gebeten, ober au» den, vom Amtsrichter Schneider rrwähnten Grunde ebenfalls Ablehnuna erfahren. Ta nun eine Forderung binnen dreimal 24 Stunden gestellt sein muß. hatte Abg. Winkler seinen Lljöhrigen Derbindungs- brudcr cand. Tandrie als Kortellträger zu Abg. Grünewold geschickt, dieser batte ihn aber, weil er glaubte, nur mit einem älteren Herren verhandeln zu können, nicht empfangen. Bi» hierher wurde alle» zeugeneidlich erwiesen. Jetzt aber wurde die Sache verwickelter, denn nach der Angabe de» Abg. Grünewald glaubte er überhaupt nicht nötig zu haben, einen anderen Kortellträger anznnchmen, so lange ihm nicht die Mitteilung geworden, daß der dem Amtsrichter Schneider erteilte Auftrag zurückgezogen sei. Er hafte auch noch, nach­dem -kandrie nicht empfangen worden war »nd einen Refe­rendar Braumwell geschickt hatte, mit dem Amtsrichter Schneider mebreremal telephonisch verkehrt, dann den Kreis­rat Wallau, Groß-Gerau, mit seiner Vertretung betraut »nd ihn gebeten, eine ihm zugehcnde Forder,ing onzunehmen. Kreisrat Wallau als Zeiige bestätigt dies mit dem Bemer­ken. daß er inimcr auf die Forderung seiten? des Abg. Wink­ler gewartet hätte. Dieser jrdoch erklärt mit der Ablehnung seines Kortellträger» st'andrie habe Grünewald auch die ge­stellte Forderung abgelchnt und nach dem Komment sei es absolut ausgeschlossen, eine kiumal nbgelehnte Forderung noch einmal zu stellen. Daß Abg. Grünewald noch mit Amtsrichter Schneider habe verhandeln wollen, interpretiert Abg. Winkler dahin, daß dies n»r geschehen sei, weil Amts­richter Schneider dem Abg. Grüncwald bei seinem Besuche gleich mitgeteilt habe, daß sein Auftraggeber ihm einen An­trag angesonne», den er in Rücksicht auf sein Amt nicht an­genommen habe. Hieraus erhebt Abg. Winkler den Vor­wurf Abg. Grüncwald habe nur mit Amtsrichter Schneider verhandeln wollen, weil er bestimmt gewußt habe, daß dieser ihm keine Forderung stellen würde. Inzwischen war cS nun Januar geworden und nach und nach waren dann in verschie­denen freisinnigen und sozialdemokratischen Blättern, so in derFrankftirtcr Zeitung", demMainzer Tageblatt", der Oppenheinier LandSkronc", einem Offenbacher sczialdemo- kratischen Blatte »nd auch in verschiedenen Witzblättern Notizen erschienen, welche geeignet waren, das Ansehen des Abg. Winkler berabzusetzen. Ter Privatkläger behauptet hieran unbeteiligt zu sein und nur das gcschricbc» zu habe», was mit seinem Namen unterzeichnet sei. Abg. Winkler bat dann ebenfalls zur Feder gegriffen und in einer ganzen An- zahl Blätter Berichte veröffentlicht, welche wegen ihrer scharfen Fornr beute zur Anklage standen. Nach Erscheinen der ersten Winkler'sckcn Artikel bat Zange Krcisrat Walla» für Grünewold keinen anderen als gerichtlichen Aiislrag brr Sache für möglich gehalten. Die Zeugenaussagen, welche sich von nachmittags l'/i Uhr bis abend? 8 Uhr hinzogrn, brstätigten rnr großen und ganzen den vorstehenden Tatbc- stand. (Schluß folgt.)

" Lollar, 9. Febr. Di« landwirtschaftliche Absatz- und Be- zugsgenossrnschäsl ist in Kontur» geraten.

" Frankfurt a. 51., 9. Febr. Direltar Albert Earre« steht mit städtischen Großgrundbestirern in Unterhandlungen wegen Anßrus» von Gelände zur Erbauung eine» festen Zirkusgebäu- dc» in Frankfurt, in dem die Zirkusfcstspiclc jährl-ch abgehal­ten werden sollen. Die große Kali« hat dem Zirkus Carree ei­nige Berluste gebracht. Obgleich di« Stallungen so warm wie möglich gehalten find, gingen dennoch zwei Lama» und ei« Zebu ein. Außerdem hat der Marstall ein wertvolle» Schal- Pferd infolge «ine» merlwürdiaen Zufalles verloren. Da» Tier war provisorisch bei einem Elephonten eingestellt worden und halte den großen Kameraden wahrscheinlich »ersehentlich geir«- ten. Der Clephant saßt« aber die Sache ander» auf und jogie dem bedauernswerten Tier« di« Stoßzähne in den Leib, so daß da» Pserd bald daraus ringing. Wie immer bei lolchen Zu- sälle,. handelt e» sich um ein besonder, wertvolle» Tier.

Hesiea-Nok!»»

" Höchst ». 51., 9. Febr. Der Ilijährige Fabrikarbeiter Jz. naß Schöppner au» Hattersheim wurde am 27. Oktober 0 2». von seine» Vater Ivegen seine» vielen Bierspendieren» zur Ncb« gestellt. Schöppner jun kam darüber mit sein«» Bater in» Handgemenge, tm Brrtaus dessen Schöppner st», «inen Stich in di« Hand nnd inehrer« Stich« in di« Kleider bezog. Schöppner jun. wurde wegen dieser Untat von den Höchster chöffen mit 8 Wochen Gefängnis belegt. Diese Strast hielt die Wiesbadener Strastominer für durchau» a» Platze.

' Wiesbaden, 9. Febr. I, d-r letzten Sitzung der Stadtver- ordneten stiwrnten bi« Stadtverordnete» dem Projekt für die Errichtung einer Bolksfchnl« an der'Lahnstraße gn. da» einen Kostenaufwand von 421 000 Marl erfordert Dx natigen Mit- tel wurden dazu bewillig. Der Bau so« bis I. April 191» terNanestellt fein und non da ab in Gebrauch aenomnren We­

den Wie weit sich der vrgrtft der Beihilst zur Buchmacheret unter Umstünden sassen läßt, zeigt, sich I» einem lnteresianten

Slraffall. der vor der hiesigen Eiraskammer zur Verhandlung kam. Itr Inhaber eines Zigarreagejchüsls tn Wiesbaben. H. Bremstr. betreibt nebenbei di« Herausgabe von Depeschen über Neimresuitat«. Im Ottober v. I. ging ihm nun ein Brief zu. der «inen vorgedruckten Kops hatte:Sport, nnd Bekleid»,>xG ortikel Soll, Ktim In IMijtrn". In ihm wurde Arcmier er. sucht, folgend« »«Kig« aus seinen De,eschen anbringe,, z, las. sen: soll» Meper Luzern tzstrlangen Sie mein« neuest,-» cou- lantestcn Bedingungen Etwa och« Tage brachte Bremser diese Anzeige, bis an ibm dedrulele, «, mache sich slraibor. da et dadurch Assen,lich zum Wetten aussorderle. Da,aus unterließ cs Bremstr. Di« vcn der Polrzei dennoch erstattete Anzeige er­blickt« in dem «erhallen des Bremstr lediglich rin«,, Perstoß gegen das Tatolisatorgesttz gemäß der ihm gegebenen Berwor. nun«. Der Stauisamvalt ging »och weikr und erhob soza, Anklage wegen Beihilse zur Buchmachcrei. davon auegehend daß Bremser wol>i bewußt gewesen {et. daß er es »ich, mit oem Epottartik-Igeschöf« sondern mit dem belanntrn Sport-

und Wettbüro Soll,, Meyer in Luzern zu tun habe. Die Stras- kammer verurteilte Bremstr auch im Sinne der Anklag, zur geringftzulässigrn Strast von einem Tage Gesängnis und will ihn obendrein aus die Gnadenlist« sttzen. Begründend wurd« Hervorgehoden, daß es nicht daraus anlomm«, ob die «nzeigr Ersolg gehabt und sich Ptrsonen an Sallg Meyer gewano> hätten.

Aus Starkrnbiirg.

" Darmstadt, 9 Febr. Festgcnommcn wurde durch dir Kri- mtnalpolizei der «lthündlcr I. Schnitzer dahier, welcher de, Hehlerei verdächtig ist. 5tan fand bei ihm versteckt verschieden, werwolle Kostüme usw., welche im vorigen Jahre In einem hie­sigen ersten Hotel einem Reisenden mit dem «osser gestohlen wurden, ohne daß man den Täter bis setzt sasien konnte.

" Darmstadt, 4. Febr. Feftgenommen wurde durch dte Kri­minalpolizei der frech« Räuber, der «in« Dame ansiel lind thi dt« Tasche entriß Es ist der 28 Jahre alte, in der Kiesstraß, wohnende Cchlosier Joh. Boos von hier, bei dem man sämtlich, Gegensründe noch sand.

" Darmstadl, 9. Febr. Wegen schwerer Körperverletzung stand der jetzt zum Infanterieregiment 116 gezogene Musteti«, Fr Reiß aus Heldenbcrgen unter Anllage. Bor stinem Dienst- eintritt war er in der Wagcnbauanstalt von Kruck in Frank, surt in Arbeit und geriet mit einem Arbeitskollegen weg«« ei­ne» Schrveihapparate». In welchem jeder der Beiden ein« Aibeii erledigen wollt«, in Streit, wobei R. al» er ein« kleine Ber letzung erhalten hatte, «inen Hammer nahm und stinem Gegner auf den Kopf schlug, daß er 0 Wochen wegen seine» verletzten Auge» im Krankenhau, war. R. «rhälk «ine Geldstrafe von 28 Mark eo. 4 Tag« Haft. Er war bisher »och unbestraft.

Heppenheim ». b. v., 9. Febr. Der nach amsangreichen Veruntreuungen zum Rachtetl der hiesigen Spar, und Kredit, last« seit langem flüchtige frühere Rcitmer Höhn ist nunmeh- stiten» der Vereinigten Staaten ausgeliesert worden und b» reit» im llntcrsuchungsgefängnl» Darmstadt «ingetrosfen. Ma, hatte bekanntlich geraume Zeit nach den« «klschwiiiden vor hier seinen Ausenthaltsort in Venezuela ermittelt, doch ging er von dort rechtzeitig slüchlig. bt» man ihn zuletzt in Rewaork entdeckte. Dir unterschlagene Summe konnte au» den zurückge­bliebenen Bermögcn»stücken sJmmobilien und Ausständ« »Iw) ersetzt werde», so daß der Kasse kein dauernder Schaden erwach stn ist.

* Von Mr Bergsteohe, 9 Febr. Ein elg-i'tllmlicher Dieb, stahl wurde im ZeiphyrwcrkEdcsitein" bc! Dosienheim aus- gesiihrt. Di« Blcchkassclt« wurde am Zahltage wie Immer mit ."008 Mark Bargeld tn einem Drohtstilbahnwagen nach dem Bruch besördett. Da taucht« plötzlich «in Mann aus, crgriss di« Kassette und eilte davon. Trotzdem ein« Jagd sämtlicher Arbeiler nach dem Dieb anhob. verlief diese resultatlo» De« Diebstahl» verdächtig, wird der Arbeiter Stephan au» Rohr, doch virsolgt.

" Benshei», 9. Febr. Ein unliebsamer Konslikl besteht zwischen unserem Kreisausschuß «nd de» Inhaber de» Elelttt. zitätswerke» Auerbach O. C. Beck. Letzterer hat den Krei» »eil- wrist mit Elettrizitä« versorgt. Jetzt ging Ihm jedoch von dem Kreisausschuß dl« Nachricht zu. dte Leitungen von den Kret»- straßrn .zu rntsernen. Diese Moßregel ist die Folg« einer Ber- ernbarung, noch der da» Elektrizitätswerk Heppenheim unfein Krei» mit Elettrizität versorgen wird.

Verü'krtllit pi Xriinfnirtcr ^rBlmarkl.

Mailing, den 9. Februar

Weizen, hiesiger »nd Wetterauer Mk.

aus dem Lande abqeholt

Roggen, hiesiger und Wetlerauer

aus dem Lande abgeholt

Ge r st e, neue

Hai er, hiesiger und Wetterauer .

kurhessischer......

Trockentreber

1914.

19.0019.05 19,4019.50 10.2510 00 10 . 00 - 10.00

17.00- 17.50

10.00 17.50 00 . 00 - 00.00

Mk.-.

Tendenz: etwas fester.

Dorhrrichi ibib |rflB s .firtrr Uirljmarkt.

L.ontag, den 9 Februar 1914.

Austrieb: 358 Ochsen. 04 Annen, 771 Färsen. Kühe U 241 Kälber, 202 Schafe, 2433 Schweine.

Fronktuner Welirrbrrrcht.

Vsrsnvsa»«: Zunächst heiter, Nachtsrost, später Trübung.

Erwärmung, meist trocken.

Verantworttich für den potilifchen Teil: Otto Hirschct, Aricdberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Sch ar r d 1, Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tages­zeitung", A.-G., Friedberg i. H.