Ausgabe 
24.1.1914
 
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l. Beilage zurNeuen Tageszeitung"

Kt. 30 |

für 3cit und C** iwir\ltcit

3. connlaa nach Epiphantea.

Ich will ihnen «inen Propheten, wie du bist, erwecken ano ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund le­sen; der soll zu ihnen reden alles, was ich gebieten werde Und wer mein« Wori« nicht hören wird, die er in meinem Namen reden wird, »on dem will Mi's fordern, 5 Rsc 18, 18. 19.

Wir hoben «in feste» prophetische» Wort Gott fei Dank und ihr tut wohl, dah ihr daraus achicl. Unser ganzer llhristenstand ruht darauf, schöpft seine Gewißheit und Zuver­sicht daraus, daß wir nicht auf de» schwankende» trügerische., Grund bloß weichlicher Gedanken und Erwägungen gestellt sind, soildern aus eine» festen Fels, der nicht wankt noch weicht, , »f das Wort des lebendigen Gottes, von d:m der Prophet tagt: «» bleibet in Ewigkeit. Israel wo: sich dessen wohl de p-ußt, wie sehr «S dadurch vor allen beiden bevorzugt sei, das, Gott ihm durch sein« hl. Propheten seine» Willen untrüglich lund tue. dos, er tu einem Mose geredet Hab«, wie ein Freund : einem Freunde. Io, Mos« hat der Herr seine Worte in den ?'und gegeben, damit er zum Bolle red«, was der Herr ihm ienbor«; er sollt« der Mund Gottes an Israel sein. Die . nnze altteftom-ntlichc Prophetie war eine Eclbftbezeugung Gottes, eine von Stufe zu Stuf« sich entfaltende Enthüllung seine» heiligen Willen» an Israel, ja an die Menschheit, aber auch seiner Heils. und Gnadengcdonken über all« Bölkcr und ke. Wege zur Erreichung dieses Ziels. Eie gipfelt in der osagung von einem Propheten, der als zweiter Mose den öhepunkt der göttlichen Offenbarung bilden sollte, von ei­nem Hohepriester noch der Weis« Melchijedekr, von dem Da- oibsfohn, der «in ewiges Friedensreich auf Erden aufrichten n.rde. Wahrlich, Israel war hoch begnadigt, dos, «, «in« so umsassend« Gottesosfenbarung hatte. Uns aber ist noch mehr r:rtraul, wir stehen auf dem Grund der Apostel und Prophe­ten, da Jesus Christus der Eckstein ist, in welchem alle Gotte», rcrheihungen Ja und Amen sind. Folgen wir diesem Worte, so werden wir nicht wandeln in Finsternis, sondern da» Licht oe» Leben» haben. Aber um s» größer und schwerer ist auch die Verantwortung, so wir diese» Wort nicht hören und glau­ben, ihm nicht gehorchen und folgen. Der Herr wird es dann von un» fordern am Tage des Gerichts. Da, verschmäht« Wort wird unser Richter sein. Wer aber diesem Worte glaubt, de, hat da, ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sonder, ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.

Samstag. den 24. 3«ntinr 191 I.

Die dentlche (Nstgrenre.

Eine strategisch« Wanderung Po» H e i n z I o a ch i m . L. d. R.

Ein Blick auf die Karte genügt, um jedem Laie» Ilar zu »rach«», das, Deutschland infolge seiner offene» Grenzen, die seine g«ographisck>c Lage im Mittelpunkt Eniopa» mir sich bringen, sehr viel für die öichiung seiner Grenzen tu» must. Bo» jeher find Berflärtungen von Heer und Flotte und der Ausbau der Festnngsanlagen die ganz selbstverständlich«» und natürlichen Folg.erfeinungen politischer Lerfchiebunge.r und xenrachter Kriegserfahrunq 'n anbrrer Böller g wesen. Die Welt sieht oft von heule auf morgen ganz anders aus, die Kriegskunst ist bekanntlich auch v-ränderlich, was noch gestern als feststehender Grundsatz galr, lann morgen durch die Präzis auf irgend einem Kriegsschauplatz« vom Gegenteil nberbol: sein. Das mag reichlich kratz klingen, dem Zinne nach trHf* es aber zu.

Der neuerdings beabsichtigte Ausbau nnserer Lstgre» - gegen Rußland Hot seinen Grund ohne jeden Zweifel in uns« rein Bündnis mit Oesterreich und in der durch die Ballanwi. reu hcrvorg:eufene, gegen früher ganz erheblich gestiegene B. rritfchast unferes Berbündelen gegen die flaoilchen Grenzen, Alfa anher dem naiürliche» Fingerzeig auf die verflogenen und für di« Zukunft immer noch bestehende» Balkangesohren in ihrem grundsätzlichen Zulammenh-rng- und in ihrer Ein­wirkung aus das Gleichgewicht der beiden europäisch:» Mächte­gruppen kommt noch der Hinweis auf di« russischen Herresoer stärkungcn und den hiermit Haiid in Hand gehenden Ausbau ber rulstschen Land-sbesestigung aus feiner Akstgrenze in Frage.

Es gibt wohl selten ein Grenzgebiet, w>is fo offen und übersichtlich daliegt wie das deutfckyrufsifche. Als einzige, natürliche Linien halten Oder, Warlhe, Netze und Weichsel einen feindlichen Anmarsch auf. Jeder weih aber, daß rin Flnhlous und ist er noch fo breit kein Hindernis in de» Wortes wahrster Bedeutung mehr ist. Der Kampf um Fluß- linien wird ton vormorfchierenden Gegner wohl mehr oder weniger lang« aufhalten, wirb sic auch zu einer Art Etellnngs. krieg wie im rufsifch-japanifchen Krieg entwickeln, überwunden wird der Widerstand und soweit das Hindernis mit den heu­tigen Kriegsmitteln stets. Also kommt es daraus hinaus, solche natürlichen Grenzlinien durch ein künstlich angelegtes, sich an die von Natur geschasfeiten Berhällnifle sein onschmie- gendes Festung», bezw. Besestigungssystem zu einem wirklichen ausgesprochenen Hindernis In breiter Ausdehnung zu machen.

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Um gröberen Unruhe» und «Krwickelungcn vorzn» teugen, beabsichtige» die Großmächtc Trlstssc an die alba»>s>l>e Rüste zu fcnden. Als Stühpunkt für die Operation kommen Turazzo und Malona in Frage.

Und von diesem Gesichlspunkle aus muh man unsere Ostgicnz« betrachten; aber nicht nur dies« selbst, es rmpsiehlt sich «l|» Blick nach Rutzland hinein aus Warschau und das «ingelzenbe Studium eines guten Atlas,

Gut ausgcbaut« Grenzen werdcn stets als Abschreckung»-

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