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Beilage zurNeuen Tageszeitung

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lit. 18

Z onnerslag. den 22 . )annnr 1.) 11.

7. jnt|ri\uua

Gedenktage.

22. Januar. 1729 Gotth. Eph. Leising geb. 1814 Ed. Zeller geü. 1872 Louise v. Plönnio, Dichterin, 1. 18!X> Freih. von und zu Frankenslein t.

Drntschlands Waldreichtnm.

Nach den neuesten Ausnahmen der forstwiktschustlich be- nutzten Fläch:» bedeckt der Wald 25,7 » H., d. h «in Viertel de» gesamten Reichsgebiet«». Deutschlan» erfreut sich also eures beträchtlichen Waldre chtams, der zwar «rhältnismätzlg Ileiner als der seines östlichen, aber grötzer -l, der seines west­lichen Nachbars ist. Während früher der Wold dem landwirt- schajtlichen Anbau Schritt für Schritt we-chen mvtzt«. ist er heute hauptsächlich aus solch« Landstrecken beschränkt. bi« »er- möge ihrer Bodenbeschassenheit Höhenlage und Obeislachen- sormung sich sür di« sorstwirlschaslliche Nutzung besser eignen als sür die Beackerung. In diesem Umfang hat sich der Wald in den letzten Jahrzehnten mit gelingen Verschiebungen unge- säbr behauptet. Seinem Bestände lammt das Bestreben zu­gute, Ocdländerrien in Forsten umzuwandeln, wodurch ein Ausgleich gegen Abholzungen an derer Stell« gewährt wild. Noch den verschiedenen Zählungen gewinn« e» sogar den An- lchcin, als ob der Wald sich in letzter Zeit in Deutschland noch rin wenig ausgebreitet habe. Der grötzt« Waldreichtum findet iich natuigemätz in den gebirgigen Gegenden, zumal alle lögiiptgebirg« Deutschlands sich in guter Waldpsleg« besinden. Waldarm sind namentlich Schleswig-Holstern sowie die übri­gen der Nordseelüst« naher liegenden Gebiete von Hannover. Oldenburg und der Hansestadt«. Von den grohten Bundes­staaten hat den verhältinsmätzig grötzlen Forstbesitz Baden mit v h der Gesamtfläche, es folgt Bayern mit 3l,K v. h.. Hessen mit 31.1 ». h. Württemberg mit 30,4 » h. Sachse» mit 2L.I » h. UN» Preutzen mlt 23.7 , b. Di« «ronsorsten umfassen im deutschen Reiche 1,8 v h. der gesamten Forst- slächr, dt« Staatssorsten .32 v h., die Gemeindesoisten lL v h Den in öfjentlichen und ähnlichem Eigentum besindlichen Forsten stehen die Privatsorsten mit 47 e. h. also dem klein«, ren Teil der Forstsläche. gegenüber. Ein erhebliche, Teil hier­von entfallt auf die Erohgrundbesitzer, «in anderer Teil ist si- »rtkommisiartsch gebunden. Günstig ist. t-atz die Staats- und Gemeindeforsten an Umfang gewinnen: die Privatsorsten

gehen dagegen zurück, hierbei darf erwähnt werden, datz die Rheinpsalz die waldreichste Provinz Bayerns ist,

yif Kruvp-Mirt vor dem lObrrkiifge^rriiljt.

S. u. h Berlin, 20. Januar. Dt« Verhandlung gegen die Zeugosftziere Titian und Ge nosien vor dem Oberkriegsgericht des Gouvernement» schreite» nur langsam vorwärts.

Die «iissagen der Zeu^n sin» im wesentlichen dieselben, wie tn der ersten Instanz, dach briiqen die einzelnen Bekun­dungen mitunter auch Neues,

Der Kruppsche Bürovorsteher Maximilian Brandt entwarf wiederum in umfangreicher Weise ein Bild von seiner Tätig­lei, in Berlin und suchte den Wert seiner ersten Aussagen in der Voruntersuchung, tn denen «r die Angeklagten schwer be­lastete, abzuschwächen. Er sagt, das, er durch sein« plötzliche Verhaftung sehr deprimiert gewesen sei und deshalb sehr viel gesagt habe, ohne sich im einzelnen darüber klar zu sein. Er könne auch nicht mehr aufrecht erhalten, datz di« beiden Etate- auszüge von dem Angeklagten Pseitier stammten. Von wem

ZUM Pflnyeisen.

Nomon von M. Prigge-Bro»?.

4 tssneiietrungl.

Ihr Dater mahnte die Tochter ernst und streng an ihre Pflicht. ..Willst D» das Mädchen zugrunde richten?" schalt rr.Siehst Du nicht, wie sie zwischen den Dienstboten und >n der Sorge »m Heinz verkommt? Denkst D», das ist rin Lrbrn fiir Rosrmaric Sebald? Sie ist sung. ihr Leben be­ginnt doch erst!"

Für mich ist alles aus". war die Antwort, Ahnte dir arme, junge Frau, datz sie nicht lange werde leider miille»? Seit Heinz' Geburt kränkelte sie. Ein Leiden, das bei sechverständiger Pslege leicht zu beseitigen gewesen wäre, .entwickelte sich jetzt mehr und mehr. Luhn brachte ihr end­lich. da sein Rat nichts balk. eine Autorität ins ,Ea4 G--

beimrat Webst w>rr entsetzt. Er fand Iroses Zustand ernst, wenn auch noch nicht bedenklich.

Ihre Tochter must unverzüglich nach Karlsbad". loate er.Doktor Reist, den ich kenne, wird die -handlang über- vebmen. ich schreibe noch beute an ihn. Wenn Ihre Fron Tochter freilich leine Varichriiten so wenig beachtet wie die Jbria"" stebe ich für n-chts "

Sagen Sie inir die Wabrbeit, werter Kalleoe. Sir hakten den Instand meiner Tochter sür bedenklich?" Der alteW-nn entfärbte sich.

Ich wage nicht, »ein z» sagen. Trotzdem babe i-h d-n Wut zur Hoffnung. Wenn die Patieutin aller ausbictet i »b n ; =-; n Mi!bE>r»nnen trinkt!"

lind wenn sie nichts tut?"

Webst zuckte d^r Achseln.Tann, wie gesagt---

loch ! 'C wird vernnnktig sei», sie bat ja die K'nder."

Nachdem der Geheimrat das Prlngeisen verlassen, fand fort Tainiiienberalinig statt.

Rote wurde nicht lange gefragt. Man bestimmte ihre «reundin Luise Kern, die vor knrzrin mutterlos geworden.

»ii begleiten, autzerdem kain Tore mit. di« Kinder aber t liebem Zurück.

er sie Hab«, wisse er nicht mehr, da sein Gedächtnis sehr gciit- te-> habe. Wenn rr den Angeklagten Nein« Darlehen gegebe.i Hab«, so sei die« au; Kameradschaftlichleit geschehen. Auch seieu die Darlehen sämtlich zurückgezogen worden, Wenn er dem Pseisser bare» Gelb zu Weihnachten gegeben Hab«, so han­delte es sich lediglich um «ine Weihnachtsfreude für dessen Kinder Dl« Zechen seieu ganz gering gewest« und noch dazu durch ihn veranlostt.

Geh. Rechnungsrat Fockenbrock aus der Abteilung A b de» «tiegsministerium, belundel. datz Brand, da» Material zu den Kornwalzern" über die Etatsaurzüg« nicht au» den gedruck­ten Etat» entnehmen tonnte, da in diesem nur di« Gesamt­summe sestgestellt war. während in den Kornwalzern d!« ein­zelnen Posten, di« für di« speziellen Zwecke in di« Etat» eilige- setz« waren, «nihallen sind. Dazu brauch«, man die Etatsallen des Kriegsministeriums, di, sämtlichrn Personen der Abtei­lung A S, also auch Pfeiffer zugänglich waren.

Zeuge Rechnungsrat Becker von der Abteilung A 5, de» Kriegeminifterium, bekundet, datz er di« Elatsauszüge dem Brandt n cht gegeben habe. Er hätte sie aber gegeben, wenn Brandt zu ihm gekommen wäre, da er nach Paragraph 4 der Geichäftsordnung de» Kriegsministeriums dazu berechligl war. In diesem Paragraphen sicht, datz den Personen oder Firmen, die mit dem Kriegsministerium in Verbindung stehen, Mittei­lung von solchen Berichten gemach, werden kann.

An diese Aussage tnüpsien sich längere Auseinanberfetzu»- gen zwischen dem Gericht, dem Anllagcvertieter und den Sach­verständigen. Der Zeug« meint, datz er dieses Mater al nur dem Vertreter der Firma Krupp Härle geben dürsen. da man mit anderen Firmen, beispielsweise mt der Firma Ehrhardt nicht in so engem Konnex stehe. Eer.cht, Anllageverlrerer und Cachveiständigcr sind indctz der Meinung, datz der Zeuge die Vorjchrifiea falsch ausfass«. er hält« die Mitteilungen auch Ver- Irelern anderer Firmen machen dürfen.

Auf Befragen durch de» Angeklagten Pseisser erklärt der Zeug« noch, datz es sehr wohl möglich sei, datz einer seiner Ver­treter, der die gleichen Befugnisse l>abe wie er selbst, dem Brandt de Etatsauszüg« gegeben Hab«.

Zeuge Bürovorsteher Grünwalb sagt aus, datz er bei der Firma Krupp die Kornwalzcr bearbeitet habe. Die Pieile seren aus Grund der Kornwalzer niemals herausgesetzt worden, sondern höchstens einmal heradgesetzt. Wenn einmal eine Her- aussttzung erfolgt sei, so sei das ganz unabhängig van den Karnwalzern auf Grund »euer Kalkulat.on wegen Erhöhung der Selbstloste» geschehe».

Direktor Dewitz van der Firma Krupp sagt aus, mau könne wohl einen Fall lanstruiercn. wonach die Firma Krupp durch die Karnwalzcr einen finanziellen Vorteil hält« erlan­gen tonnen, das sei aber niemals der Fall gewesen.

D rekior Dracger van der Firma Krupp macht des länge­ren Aussagen über die Tälizkeii Brandts und über das kame- radschastliche Berhällnis zwischen ehemaligen Schülern der Feuerwerkeischule. Unter ihnen herrsch« st t» ein solcher Ton, als wenn studierte Leute erstihren, datz sie Korpsbrüder sind. Es sei ihm deshalb ganz undenkbar, dctz Brandt zu seinen Ka­meraden. di« h er angeklagt sind, in einem Bcstechungsverhäll- nis gesiairden habe Es sei durchaus unmöglich, besonde«; im Hinblick aus di« ganze Persönlichkei, Brandts, datz er seinen Kameraden aus reiner Menschenfreundlichkeit etwas hat zu­kommen lassen.

Der Zeuge, der !n der ersten Instanz und auch in der Straf- lammeroerhandlung gegen Brandt und Eecius unvereidigt ge­blieben war. wurde r.-fi leneren Auseinandersetzungen zwi,

LI m Eblers lonnte sein Logis im Gartenbaus ansgeben :>nb ins Borbrrbaiis ziel en, dann batten die Kinder- einen ?' Vft ?!asterd -m sah da"te Jnliz nackt, und Rase Marie - fast rfm(f' in, sie liest dem Kleinen Irbair »-ckf? ge- -n. Rafe war asies einerlei, wenn sie auch lieber ge» t'i < jr-'-e

(v\-, rs. s:- l'-pa--b-'eilnnaen über sicki

ergeben, g'eie - "' r- '-st fi- a '->->'<>» d !v "'Ke-nar'-'S ^ »ini'-r d'-- -- a-l-z g"°- l-'lll- l'i-'b ihren Vers-ist. An

elgern l' r ' ------ l - f* ?»->».

s-n Hir* !>-« e- "e'> stur s-K Osi-n, A--S-

-e-- i"> r rz-,ia»näb^-''N. b'-r fr.' .,'-n-t -^-llz e 's b --1 ?l--n

lbr-r r - r- . r ;wn f"g l-»narie da?

i-inck"ei-k>e <r "' r "-'e v'-h n:n Wnfck-'-'g »ad llrcrftc d'C TTi-r - v-ckt i'--in K'-d.'«n an?. ?a» 0 »--» 4ai-si batte sie A'-lchl- d a--i--"""'e " a bl-le .-tze

die M"tt"rfi-b'- ini .^---'en d-r l--rr.-"-n--,"-rt.'n wieder

v-a-si. sie bracki in T-äa-'i e-e ^ E' ne e-icki"--? vor d-r >rbfeier»'nv'effen r-'-r---» s'-lnck""-d verbarg r-r

f-in Kaylch"» an der S^"-' si-rVnbr. es ist die

Mama", tirrbke R-temar-e ib-iii trekfeu.

Er mag mich nicht ffe*- d'e."l' **er traurig.

..Siel st D'i nun. wie nberfl,ing icki w .aen Kindern schon bin. Luise?"

..Mama'" RaEniarie g-b rgsch, ha? weinende Kind dem Mädlbe» und winkte ibr. nbfeils >.» gen-nLiebe, siiste Muiiia!" S'e »msing die rert« --'-si-ft d"r gebrackrenen Fra-, »nd küstte sie innia. ,.W.-ib» ^'i denn nicht, wie lieb ich D'ckt basie. wi" ne>;^ uns bist?"

Frau Sebald täsie sich von ibr.ReKmarie". kaale sie seirsich, .verckpr-ch mir ei--s dast D» .^-einz nie verlasieg willst! Kann ich nicht mebein ihn sein, so iniistt Du sür

sbN sa-a-g gg inesne« iT'att

Bist Tu so krank?" stammelte das erschrockene Mäd-

che».

Nein, mein Kind, beruhige Dich. Ich weist, dast i'b mich aus Dick Versalien kann."

sch-n dem Aullage Vertreter und der Verteldigu,^ vereidigt, d« Irin gesetzlicher hinderungsgiund vorliegl.

Vas' -rs Vttdkiitt lioniaprorfiskf,.

2. u. h. Verb«» (Allels. 2i>. Januar

In dem Manstreprazesi gcgkn den Redakteur Kucheumäller d-rJmker^itung" in Jlshose» in Württemb-rg. der seit Mauiag voriger Woche vor der Straskammer de-, hiesig:» Landgericht» verhoudrll wurde. >var, wie bereits mit,eilt an den Polizcipiüsidenlen v. Jagow fBerlin, bi« Frage n o w>"dc». ob er den von dem Angrllagien v-'gcschlagencn Vergleich genehmigen wolle,ach welchem «uchenmüller ao den Vsrsland der slaail che,, Rahruitgsmitteluulersuch, ungsanstalt, Geh. Rcgierungsrat Jnckcnack erbabenen Vvrwürse wegeu angeblicher Bestechlichkeit. Abgabe irriger Guiachin, nsw zurücknehinen wolle. Zu Beginn der letzten Sitzung teilte bei Vorsitzende mit, datz der PolizeiPräsiden, v. Jagow dies:,- Bergleich abgelch», und di« gestellte» Eirasanlrägeich, zu ruckgenomnieu habe. Ebenso hielt der Ncbcnkläger Diietioi Winlelmann vom Roiddeulschm Honig- und ssiach-uu:,, Visselhövede seinen Siiasanirag gegen Kuchenmuller auircch, Da das Ge,ich, auf die vt-rnehmnng sämtlicher Sachiieinän diger vcrzichtele, solgie liunmchr sojor, das Plaidoyor de« Staatsanwalts, der gegen Kuchenmuller wegen äsicnll cher B< leidigung de, Regierungsiai» Juckenack und des Direttoi, Winlelmann ein Jahr Gefängnis beoiilragle. Der Pertrcicr der Anklage fühlte aus. datz Kuchemnllller sich zu unrcchl al« Lrrlueler der deutsche» Jmkerinieiesicu ausgesptel, habe. viel, mehr in Wahrheit Mit den glotzen honigsälschern Denischland, gcme nsame Sache machte.

Der Ncrieidiger hob demgegenüber hervor, datz der Ange- llagle auf Griind des Paragrnph 193 sreizuspieche» sei. da er als Redakteur derJmkeiz-iiuu," und Verlreter bienruwirt. fchaftlicher Jnteresscu dar Recht gehabt habe. Mitzllände im honighandel zu besprcck>en und wissenschasiliche Guiachie», die seiner Ansicht nach sehlgtngen. zu kritisieren. Kuchenmüllcr habe ehrlich gekämpft. Er möge sich in der Wahl seiner Mit- tci vergrifsen haben, aber der gut« Glaube sei ihm nicht abzu- sprechen. Aus Grund der FeststelliiNgen des Detektivs Fatz sei der Angellagte berechtigt gewesen, ailzunehmcn. datz uulautcn Manipulationen voigelommen seien. Der Angeklagte selbf eiklärte, datz er seit zehn Jahren lediglich im Jnteresie de, reellen honighandels vargcgangen sei, dabei rin Vermögen van 22 000 Mark aus» Spiel gesetzt und seine Familie an den Rand des Abgrundes gebracht habe. Er müsi« dabei bleiben, datz Rcgierungsrat Juckenack durch feine tsiutachten Verwiriung au, dem deutschen hanigmarkt angeftislet habe und b-tz dt, reelle honighandel durch diese Gutachten geschädigt worden s

Da» Urteil des v)«itchts laute!« auf Freisprechunf fcc» Angetlag«,« In btt Begründung wurde -usgesührt, daf Kuchenmüller nicht wider besser«. Wissen gehandelt habe, da di« ihm zugestelllen Berichlc den Tatsachen entsprachen hätte». Das ltzerjcht habe ihn deshalb den Schutz des Paragraphen 19.'! s>. E. B. zugebilligt. Von der Staatsonwaltschast untz den Nebenklägern wurde gegen da» sieisprechcnde Urteil R» Vision angemeldet

Ans nlier Iveli.

tliesährliche Landung. Unter gefäbrli'ben Umständen

ist gestern nachmiltag der mit drei Heeren besetzte Frei- bollo»Linibnrg" in der Nähe von Eckolsltdt bei Jena ge-

Das kannst Tn, Manm", sagte bas Mädchen stolz.

Also Tu versprichst, »ein, schworst mir, alle» sür Heinz z» tun. ,,d ibn nicht z» verlassen?"

Ich sckiwöre, liebe Mama."

Beter Hansen zog die Zügel an, Tante Luise ersastte der Fretmdin Arm. ,.D» regst Dich auf. Rose, komm mir, komm"

Frau Sebald drückte ihre brennenden Livven aus den blühenden Mädchen,und.Gott segne Dich, Kindl" Si> stieg in den Wagen. Rasselnd fuhr der schwere Landauer

vem Hofe.

Ansangs lantelen die Nachrichten a»S Karlsbad günstig. Doktor ?!eitz hatte die Behandlung der Kranken übernoin- nie», aber gleich gesagt, man inüsle Geduld haben. Wenn etwa? zu erreichen sei. dauere es Monate. Dann kam eine ander Post. Rach der nahm Rose Sebald ab. statt zu. was ihren B.ilor bekiimmert«. Tie Briese gingen hin und hee, bis Toktor Reist ull irte, er babe die Behandlung der Lei­denden Do'ior Stern übergebe.,, der eine Klinik hgbe. £Iuie klinische Behandlung komme nun nicht zurecht bei einer so eigenwillige» jtrankon.

Rweniarie litt Icknvor unter der Einignikeit. Sie suchte die Jett nn( f\ Krallen oiisziifüllen. trieb Musik und Sprachen »nd lebte tonst sür den kleiner, Heinz, der prächtig gedieh. Er war nun schon acht Monate alt und lieble seine Schwester innig. Bon weitem schon streckte er seine Aerm> chen »ach ihr aus.

Sie satz am Fenster der Kinderstube und sab in d» blühende Herbstprncht im lsarten. Für wen blühten und husteten die herrlichen Ebrulantbemen da unten? Die Mutter sab sie doch nickt mehr dieses Jahr. Von, Heim- kommen stand nie ein Wort in den jel'oneii Vriesen, die Tante Luise schrieb.

Ter letzte war über acht Tage alt.Mich so warten z> lassen", sagte Rosemarie vor sich hin.Wenn niorgen k- >' Brief kommt, telegraphiere ich."

(Fonlktzung solgt)