Beilage zur „Neuen Tageszeitung."
!!r. v r onttkrstny, den 8. Januar 1011. 7. )al,rguny
GedruKlage.
8. Januar. 183« Hans s. Biilow, Komponist, geb. — 1871 Erstürm ung von Danjouti» bei Belsort.
Won der Fremdenlegion.
Von einem Darnistädter Fremdenlegion«». der J. 3t- in Indo.Ehino dient, wird «der die Fremdenlegion folgendes ge- schrieben:
„Wir fahren von Hongkong nach Swotou. wo wir Ladung ffii Singapor« nahmen. Kurz vor Singapor« brach Cholera unter de» Kuli» au» und ungefähr ZS wurden binnen anderthalb Tage» über Bord geworfen. Di« übrigen Kuli». 1100 an der Zahl, widerfetzlen sich und Ivollten e» nicht leiden, das, wir di« Toben ins Wasser warfen. Wir mutzten das aber, um einer Epidemie vorzubeugen und es gab «ine regelrechte Schie- tzerei. In Singapor« angekommen, wurden wir in Quaron, töne gelegt und di« Toten und Kranken in» Hospital gebracht. Dann brlamen wir Ordre nach Bangkok, wo wir Ladung ho. len sollten. Als wir ankamen, muhten wir erst t Tag« warten. um dann wegen Mangel an Ladung nach Saigon geschickt zu wcrd:n. In Saigon lagen wir 8 Tage und habe ich da ei. nig« sehr nette Bekannte gefunden. Ich wurde der älteren zu Diner. Jagden und Rcitparticn eingeladen, auch Tennis wurde gespielt und Rollschuhe gelaufen. Saigon ist überhaupt der b st« Platz hier im gongen Osten. Es sind auch viel« Deutsch« da.. Erotzkousleute und Ansiedler. Auch ln der französischen Uniform stecken fast meistens Deutsche. So kam letzthin ein gresier französischer Dampfer und brachte «inen Truppentransport. es waren inszzesamt 400 Mann, davon waren Z00 Deutsche. 6(1 verschieden« andere Nationen und nur 40 Fron, 'osen. Die Deutschen klagten uns all« ihr Leid, dah sie von fianzösischen Wcrbtrn in VkutschlSnd Vetrunkeck gemacht und geworben worden waren Und alle waren einstimmig dafür, lieber wegzulawfen und ihr Leben zu lassen, als nach länger in der Fremdenlegion zu dienen. Wir haben denn auch 12 Mann zur goldenen Freiheit verholfen, indem wir sie bei uns in den Lad:räumen versteckt haben.
Einen Hab« ich selbst au» dem Wasser gehakt, ein zweiter ertrank, al, er im Degrifs war. den Flutz zu llberschwimmen, ungefähr «irren Meter von mir. Al, der Dampfer wieder Saigon mrlietz. um nach Tankin z» dampsen. waren 87 Mann ouagerllckt und wir freuten un, all«, den Herren Franzosen «a> «ine Nase gedreht zu haben."
Ans aller Ivelt.
Bilder vom Metzer Eisenbahnunglück. Nach dam schreckliche» Eisenbahnunglück bei Metz, dein eine ganze Anzahl von Weihnachtsnrlaubern zum Opfer gefallen sind, setzte eine ebenso schrecklickic Arbeit ein: die Bergung der Toten und Verwundeten. Ein Mitarbeiter der „Metzer Zeitung" gibt darüber seinem Blatte folgende Schilderung: Die Unfall stelle liegt etwa 500 Meter vom Bahnhof Woippy entfernt, da, wo die hauptsächlich der Personenbeförderung dienend« neue Bahnlinie Woipptz Metz—Nord sich von der vorzugsweise hm Güterverkehr vorbehaltene Strecke WoippU-Deva»t-Les- Pont ab,zweigt. Die Stelle liegt nicht im Banngebiet von Woippy. sonder» im Banngebiet von Devant-Les-Pont, also noch i ui Stadtgebiet Metz. Schon von fern war sie im Dnn- .'cl der Nacht kenntlich. Große Azetqlenbeleuchtnngskörper varsen helles Lstill ans die Trümmerstaite. Zwischen den zahlreiche» Signalmaste» mit ihren grünen und roten La
ternen tanzte der Flainmenschein von Handfackeln hi» und her. Mützige Zuschauer gab es hier wenige: was Hände hatte zu helfen, griff zu. Kein Rufen und Kommandieren wurde laut, wie von selbst schritten die Rcttnngsardeiten in würdiger Ruhe und zielbewußter Arbeit vorwärts. Der Klang der Aerie und das Brechen und Splittern der Bretter und Balken allein wurden vernehmlich, vermengt mit dem Fauchen des Sauerstosfgebläses, vor dessen Gluthauch das in sich erwärmte Eisengestänge und verbogene Stahlrohre in blitzendem Funkenrcge» zerschmolzen — ein blendendes Feuerwerk in grauser Umgebung. Da? Dach des Personenwagens und der Fußboden des PackivagenS ragte» inein- andcrgcschobcn und zersplittert aus den Trümmern hervor, die ein Wirres Durcheinander von Holz und Eiscnleilen bildeten. aus dem das Stöhnen und Wimmern der Verwundeten hervordrang. Entsetzlich war der Anblick der dem Unglück zum Opfer gefallenen Toten. In der kalten Wintcr- nacht lagen sie auf dem Bahndamme nebeneinander gebettet, mit Mänteln zugedeckt, als habe eine liebende Hand sie gegen den leise rieselnden Schnee schützen wolle». Dem einen ist der Kopf abgerissen, scharf wie mit dem Messer abgeschnitte». bei einem anderen hängen nur noch Reste der linken Gesichtshälfte lose vom Halse herab, bei wieder anderen sind neben ausgedehnten Zerreißungen und Onetschnngc» am Gesicht »nd Schädel inebrfache Brüche der Gliedniaßen und der Wirbelsäule, augenscheinlich auch schwere innere Verletzungen vorhanden, dem einen ist der Stiesel, dem anderen der Ab- satz loSgerissen, sodaß die Holznägcl zackig und sckmrf hervorspringen. Grausig steckten die schneeweißen Zwirnhandschnbe an den Händen einer sonst mit Blntgerinsel überdeckten Leiche hervor. Grausig ist auch das Arbeiten in dem zcr- gnetschte» Personentvagen, mit seinen sechs Einzelnbieilen, überall Blutlachen aus dein Boden. Blutsvritzer an Wänden l.nd Decken. Umhergeschlendertc Hirnteile lagern zwischen einem Porzellontovfe voll Butter und anderen Gaben, die siirsorgliche Elternliebe mit auf den Weg gegeben, hier eine Knopsgabel, da eine losqerissene Hel,»spitze »nd verbogene Seitengewehre, hier ragt ein Arm, da ein Bein a»S de» unentwirrbaren Trümmern deS Wagens hervor. Nicht glaublich will es scheinen, daß zwischen diesen Trümmern es noch o« L»bei» gibt, »nd doch dringt angstvolles Stölmen, ein Wimmern in qualvoller Pein ans ihnen hervor. Aber auch heldenhafte Selbstverleugnung zeigt sich: ein vollkonnnen eingeklemmter Schwcrverwundeter ruft mit leiser, von der Größe eigener Sckimerzen zitternder Stimme den Rettern zn: Mit mir geht eS noch, bellt erst de» anderen. So ragt menschliche Größe leuchtend hervor aus den Trümmern menschlichen Fortschrittes, bei den Verwundeten wie bei den Rettern, welche unermüdlich ihr nicht nngcfäbrlichesWerk sortsetzen, bis der lebte Verwundete geborgen ist.
Schülerselbstmorde. In Köthm hatte der Itjährig« Sohn des Lokomotivführers Taubrccht für die Sylvesternacht «inen Bummel mit gleichaltrigen Freundinnen verabredet. Die Mutter erlaubte das nicht, darüber geriet der Junge so in Wut, daß er sich erhängte. — Ebenso erhängte sich in dem sächsisch.'» Orte Thräna der lljährige Schulknabe W aus Furcht vor Straf« wegen eines geringfügigen Diebstahls.
Glücklich« Gemeinde. Das im Dillkieis g:lcg-n«, 780 Ein. wohner zählende Dorf Langenaubach hat bis aus den heutigen Tag noch keine Gemein-destwern von seinen Insassen erhoben, da es 500 Hektar Wald besitzt, die jährlich 50000 Mark au» Holznutzung einbringen. Außerdem ist die Gemeind! Im Besitz
fügt über ein Barvcrmögen von 200 000 Mark.
Hetzen,»»ernprinzcn in Brüssel. Prinz Eitel Friedrich und Prinz Adalbert von Preußen sind in Brüssel «ingetrosjen und halten sich in strengstem Inkognito dort auf. Dkl Aukenthäli soll zwei Tag« dauern. Die Rückreise nach Berlin erfolgte am Mittwoch
Zimmerbrand. In der Wohnung eines Fabtikarbciier» ir Ludwigshafcn entstand am Samstag Abend ein Zimmerbrand Der lZ Jahre alte Sohn stellte, bevor er sich zu Belte legt: ein« brennend« Wcihnachtskerzc aus den Tisch, der in Brand geriet. Auch das Btt des schlafenden Knaben sing bereits an zu brennen. Der Brand wurde aber noch rechtzeitig durch den älteren Bruder, der gerade nach Haus« kam. gelöscht
Ei» wertvolle» Pser». Di« Zollstotion Bentheim an de, holländischen Grenz« passiert« ein in England angelauster und für das kaiserlich russische Gestüt bestimmter Hcngst. der den außergewöhnlich hohen Verkaufspreis von 450 000 Marl crziell hatte.
Da» Befinden des Geh. Sanitätsrat» De. Götz, des Vorsitzenden der Deutschen Turneischaft. hat sich, wie man aus Leipzig mitteilt, wesentlich gebesiert. so daß der greis« Patient bereits den Neujahrstag im Lehnstuhl verbring«,, konnte.
Fürchterlich« Familientragödi«. Der Mcialiarbeiier Ludw Freyler in Mannheim erwürgt« seinen einjährigen Sohn und schoß sich dann aus dem Friedhose am Grabe seiner Frau selbst «ine Kugel in den Kops. Dt- Tat ist dadurch um so tragischer, daß die verstorbene Frau im Späijahr 1913 ihre beiden Künder zu ermorden versuchte. Be! einem Kind« Ist dumvi» der Mord gelungen, das ander« tonnt« von feinen schweren Bei. lctzungcn geheilt werden. Eben dieses Kind Hai nun der Botci erwürgt.
Der Mann mit den küujtliche» Schmissen. De, 22 Jahr«
alte Kürschner Heinrich Gallas. Sohn eines ehrsamen, aber »nvermogendk» Schuhmachers in Hannover, spielt sich gern als Student auf. Zu diesem Zweck hat er sich auch ein paar künstliche Schmiße beigebracht. Da ihm di« nötigen Mittel für dar Ttudentenleben fehlten, so behilft er sich mit anderer Leut Geld. Insbesondere hat es Gallas aus di« Hoteliers »nd Kcll >«r abgesehen, die er nicht nur» m die Zeche prellt, sonderi auch wie ein richtiger Bruder Studio anpump Aber auch bei den Damen versucht Gallas sein Glück. So hat er in Leipzig ein braves Mädchen bllört. um sein« Spargroschen gebrach! und di« ganze Berwandtschast des Mädchens nach Kräften an- gepumpt. Gleichzeitig I>at er aber auch mit zwei anderen Mäd chen und einer Artistin Liebesverhältnisse angelnüpst. In saf alle» größ'ren Städten hat Gallas Gastrollen gegeben und ward so eine sehr „gesuchte" Persönlichkeit. Im Herbst ist Gallas in Höchst in einem Hotel abgestiogen. Als Studiosus, der auf den fälligen Wechsel seines Baters wartete, pumpte Galla» von dem Ober 50 Marl »nd hängt« ihm «in, Zeche von 46 Ml. an. Sein« bei der etwas plötzliche» Abreise zurückgebliebenen Esfekten bestanden aus einer statt durchlöcherten Hose, dit« Strümpfen und ein paar sohlenlojen Stiefeln. Zurzeit macht Gallas auf Staatskosten «inen sünfmonatigen Kursus im Zwik- kauer Gefängnis mit. Bon, Höchster Schöffengericht wurde nun diese Frist um 40 Tag« verlängert.
Felsabstürze. In der Nacht auf Dienstag find bei der Station Papiermühle bei Jena Felsmnssen abgestürzt, die einen Teil der Geleise vollständig, verschütteten.
Ermordung eines Nachtwächter». ljseftes» Morgen wurde der Wächter Thcopbl^ Libersä, der an den Erweije-
Ich lasse D.ch nicht.
Original-Roman von H. Eouiths -Mahler.
111 (Fortsetzung).
Sie blickte darauf nieder — »nd dann sprang sie plötzlich ,iük einem unterdrückten Schrei empor im jähen Schrecke». Das Papier in ihrer Hand zitterte. Sie starrte darauf nieder. War sic von Sinnen, oder batte sie wirklich diesen Slawen gelesen?
Aber nein — ganz klar und deutlich stand neben dem Mädchennamen ihrer Mutter: „Alerander. Fürst von Kal- aokt), Bnrtschikow, Jalrnsk, Obrowitsch und Roschnow."
Sic laS es wieder und wieder, Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe, und es blieb dieser Name.
Sie warf das Schriftstück auf den Tisch als verbrenne sie sich die Finger daran, ibr Herz klopfte. als habe sie selbst .'in schweres Verbrechen begangen, und so war ihr auch z» Mute.
Zitternd uinklammerte sie die Lehne eines Sessels, und dann siel sie wie gelähmt in diese» zurück. Wie in Angst »nd Furcht starrte sie auf das Dokument. Klar leuchtete der Name ihres Vaters zu ihr herüber. Sie schauerte zusammen und barg de» Kopf i» den Händen.
Fürst Alerander Kalnoktz — ihr Vater — jener Fürst Alexander, dessen Knabenbildnis sie in Schloß Kntnoky immer so seltsam angczogcn hatte? Das sollte ihr Vater sein? Aber der w>ir doch schon vor ihrer Geburt gestorben, — sie batte es doch selbst gelesen auf dem Läsclcycu unter dem Bilde.
Auf der Reise nach Deutschland war er ertrunken, so hatte ihr die Kammerfrau gesagt. Und sie selbst wußte doch, daß er i>» See zu R . . . ertrunken war oder vielmehr, daß er selbst den Tod darin gesucht batte. Und seine Mutter hatte jenes Marinorbild der Barmherzigkeit dort anfstcllen hissen. Nein, nein — das konnte unmöglich ihr Vater sein, hnn sonst — sonst war ja die Fürstin Maria Petrowna — ftvc Großmutter — und die Fürstin Sogarcff ihre Tante! Rein, — Wahnsinn war das alles oder ein Irrtum, cs konnte ja nickt sein.
Sich ausrassend. sab sie hastig die Papiere durch. Und immer dasselbe: immer Fürst Alexander Kalnoky — genannt Alexander Roschnow.
Herrgott im Himmel, konnte das denn wirklich möglich sein?
Und sie saß hier in, Palais Knlnokn als Gesellschafterin der Fürstin, die ihr oft gesagt halte, daß sie eine »»erklärliche Zuneigung zu ihr gefaßt habe. Und sie selbst, liebte sie nicht ihre gütige Herrin mehr, viel mehr, als es ihr begreiflich erschien?
Sie stöhnte leite ans.
„Klarheit — Klarheit - - wer gibt mit Klarheit!"
Und da fiel ihr Blick ans die Aiiszcichiiiingcn ihrer Mutter. Sie richtete sich hastig empor. Ta mußte sic ja Klarheit finden. Die Mutter würde ihr alles erklärt haben in diesem Schreiben. Mit fieberhaft brennenden Wangen und mit fliegen dem Atem gptsallete sie »nn das umfangreiche Schriststiick.
Und ihre Angen flogen über die Zeilen bin und wurde» groß und brennend. Zuweilen mußte sie ihre Lektüre »nter- krechen, weil sich die Buchstaben uyr ihren Augen verwisch len. Dann preßte sie die Hände an die Brust und seufzte tief auf.
Seite um Seite dieser Aufzeichnung überflog sie. Und mehr und mehr schwand ihr Zweifel daran, daß ihr Vater »virklich Alexander Kalnoky gewesen loar. So klar »nd bestimmt schilderte die Mutter alles, so genau kn schrieb lie die Personen »nd die Umgebung, in der sie ja seibst lebte. Immer höher stieg die Glut in ihrem Antlitz, nnd dann wich sie plötzlich einer fable» Bläss?.
Das war. als sie von ihres Vaters Schuld las, — und von dem grausamen Urteil, das sein Drter über ihn gefällt.
Hasttg las sie Weiler, von ihres Vaters Zusammentreffen init der Mutter im Doktorhäusckie», von seiner qualvollen Beichte, von der Mutter verzweifelndem Ringen, ihn vom Selbstmorde zurück zu halten.
Und daun kam der Bericht über die Rettung des Vaters aus dem See, von dem anqswollen Betrüge und der falschen Todesnachricht.
Ganz genau und ausführlich schilderte die Mutter alles, auch wie sie ein zweites Mal mit de Vater um sein Leben gerungen hatte, bis er endlich cinwilligte, für sie z» leben. Ach. Sonja verstand die arme Mutter so gut. Hätte sic nicht, gleich ihr, um Nikita Arganoffs Leben gerungen, und wenn er zehnmal so schuldig gewesen wäre, als ihr armer, lieber Vater?
Heiße Tränen lösten endlich den Dann von ihrer Seele. Froh fühlte sie sich mit der Mutter, als sie las. wie die Eltern an den Gordasce gingen, nnd dort vor den Altar getreten
waren.
Auch das Leben in dem kleinen Hänschen am Mecres- strgnde, der neue Kampf mit des Vaters Schwermut »nd der brennenden Sehnsucht nach Eltern nnd Schwester, nach dem V.'terlandc, alles das berichtete die Mutter ausführlich.
Das alles war Sonja ans eigener Anschauung bekannt; aber sie sah da? nun alle? in einem ganz neuen Lichte.
Und dann kam der Schluß. De? Vaters schtverc Kränkle,t, die Jahre in Mentone, wo all das Geld anfgebrancht wurde. das sich die Mutter von der dentlchen Bank geholt hatte, — die vermeintliche Abfindungssumme. Wie die Mutter dein Vater Heiterkeit nnd Zuversicht vorgelänscht 1 hatte, — mit brechendem Herzen — wie sie ihn, jede Sorge fern gehalten und ihn über den Verbrauch des Geldes getäuscht hatte, damit er nicht unruhig werden sollte. Und z»> letzt sein friedliches, fast heiteres Hinüberschliunmern, ohne Qual und Leid — und danach das kraftlose Zusammen- brechen der Mniter.
Ach, so viel Liebe »nd so viel Leid, und dennoch so ein reiches Glück sprachen ans diesen Zeilen.
Als Sonja zu Ende war, weinte sic haltlos und schmerzlich. Sie warf sich über den Tisch nnd schluchzte, als ob sie ollcS Leid und Weh der Elter» nüt diesen Tränen fortspielen
,nässe.
Ganz crniattet lehnte sie sich nach langer Zeit i» ihren Sessel zurück. Draußen wurde von den Glocken der Kathedrale Mitternacht gekündet. Lange nackhallcnd perklavo 5 j letzte Schlag.
sAnrtletzung folgt)


