Ausgabe 
28.12.1914
 
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Pu® geht hervor, das; auch Oesterreich-Ungar» den Konserenzvor- schlag als ninmnchmbar bezeichnet«. Durch sei»« Kricgserk!ärun>g an Serbien dokumentierte cs seinen scsten Willenz die serbische Frage ohne das Dcizwischentretcu der Mächte allein zu regeln. Zugleich erklärte cs aber, um alle gerechte» Ansprüche Rußlands ;u besrie- dlgen, fein vollkommen««' territoriales Desinteressement Serbien gegenüber. Ta Rntzlaitd sich nicht mit dieser Versicherung begnügte. >var ans der serbischen Frage eine europäische geworden» die zunächst ln einer Spammng zwischen Scsterreiä^Ungarn und Rußiond ihren Ausdruck fand Um zu verhindern, das) an? dieser Spannung eine europäische Uonslagration sich entwickelt«, mußte ein neuer Boden gesucht werden, auf dem eine Vermittlungsaktion der Mächte sich an­bahnen konnte. Es >var Deutschland, den, das Verdienst gebtchrt, diesen Boden zuerst betreten zu haben Staatssekretär v. Fagow wies in seinem (Gespräch mit dem britischen Botschafter am 27. Juki darauf hin. das; er in dein Wunsche Rußlands, mit Oestcrreich- Ungar» direkt zu verhandeln, ein« Entspannung der Lage und die beste Aussicht aus eine friedliche Lösung erblickte Diesen Wunsch, durch de» die engsisch« Konfcrenzidee auch nach ruififdxr Meinung vorläufig auögcschailet war. hat Deutschland von dem Tage, wo er geäußert wurde, mit aller Energie, die ihm zn Gebote stand, in Wlei, unterstützt. Kein Staat kann ehritchcr und energischer dauach gestrebt haben, de» Frieden der Welt zu erhalten, als Deutschland England selbst verzichtete imnniehr daraus, seine Konsercnzidee weiter zu verfolgen und miterstützte anch seinerseits de» Gedanken der direkten Verhandlungen zwischen Wien und Petersburg sBlan- I'tich 67). Diese» begegneien jedoch Schwierigkeiten» und zwar Schwierigkeiten, die nicht von Deutschland und Oesterreich-Ungarn, sondcrn vmi den Ententcinächlen herbcigcsührt wurden. Sollten Tenischlonds Beiniihungen gelinge», so bediirstc es des guten Willens der nicht unmittelbar engagierte,i Mächte, cs bediirsic aber auch des S t i l l h a l t c » s der Hauptbetciliqtcn, den», wenn eine der beide» Mächte, zwischen denen vermitlelt werden sollte, die im Gange bcsindlichc Aktion durch militärische Rkaßnahincn störte, so war von vornhcreiii klar, daß diese'Aktion nie zum Ziele gelangen konnte. Wie stand cs nun mit dem guten Willen der Mächte? Wie Fraiikreich sich verhielt, ergibt sick> mit aller Deullichkeit ans dom frvnzöslschcn Eielbbuch. Es traute den deutschen Versichern,»;«,, nicht. Alle Schritt« des deutschen Botschafters Freiherr» v. Schve.i ivurbeii mit Mißtrauen ansgeuomnien. Sei» Wunsch aus mäßigende Einwirkung Frankreichs in Petersburg ivurde nicht beachte», denn man glaubte, aiiuehnien zu sollen, daß di« Schritt« Herrn v. Schocns nur dazu bcstiinuit waren, ä cowpremoiire la b'eauca au renarck cke la Nuisie, Aus deni sranzön'chen Gelbbuch ergibt sich, daß Frank­reich keinen einzigen positiven Schritt im Interesse des Friedens getan hat. Was für «in« Haltung hat England angenvm- mcn? In den diplomatische» Gesprächen gibt es sich den Anschein, bis zur letzten Stunde zu vermitteln, aber seine äußeren Handlungen halten es auf eine Demütigung der beiden Dreibundmächlc abge­sehen. England ivar di« erste Großmacht, die militärische Maß­nahmen in großem Stil anordnete und dadurch eine Stimmung, insbesondere bei Rnßland und Frankreich schuf, die allen Vcrmitt- lungsaktionen in, hockistcn Grade abträglich waren. Es ergibt sich ans den, Bericht« des sranzösischen Geschäftsträgers in London vom 27. Juli sGclbbnch Nr. 66), daß schon am 24. Juli der Befehlshaber der englischen Flotte diskret seine Maßnahmen für die Znsmiimen- zichnng der Flotte bei Portland getrossen hatte. Großbritannien hat also früher m o b i I i s i e r t a l s s e l b st Serbien. Groß­britannien hat sich scrner ebenso wie Frankreich geweigert, in Petersburg mäßigend und zügelnd einzuwirkcn. Auf die Meldungen des eiiglisel>eii Botschafters in Petersburg, aus denen klar hcrvor- ging, daß nur ein« Mahnung an Riihland, mit der Mobilisation einzuhalten, die Situation retten konnte, hat Sir Edward Grey nichts getan, sondern di« Tinge gehen lassen, wie sie gingen. Zu gleicher Zeit hat er aber geglaubt, daß cs nützlich sein würde, Deutschland und Oesterreich-Ungarn , wenn anch in nicht ganz klarer Weise, doch deutlich genug daraus hinzuwcisen, daß sich auch England an einem europäischen Kriege beteiligen könnie, Zn derselben Zell also, ivo England sich nach dem Falle,Nassen seiner Konsercnzibee den Anschein gab. zu wünschen, daß sich Sesterreich-Ungar» ans Temschlands Vermittlung hi» nachgiebig zeigen sollte, iveist Sir Ed- ivard ('Iren den österrcichnch-ungariiche» Botschafter in London aui di« eiiglische Flottennisbilisation hin (Bloubuch Nr. 78), gibt dem dcntschen Botschafter zu verstehen, daß sich auch Engsa.nl> an einem Kriege beteiligen könnte und initerrichtet« die Botsckiastcr des Zwci- bundcs sofort von dieser an die denlsche Adresse gerichteten Warnung, womit der Sieg der Kriegspartei in Petersburg besiegelt ivar. Es war das gerade diejenige Haltung, die nach der sachvcrständtgen An­sicht des englischen Botschafters Buckanan am ungeeignetsten war, eine gute Stimmung zwischen den Mächten hcrvorzurufc». Unter diesen Schivierigkeitcn wird man es als eine,, besonderen Erfvla be­trachten diirseii. daß cs Deutschland gelang. Oesterreich-Ungarn dem Wunsche Rußlands, in Sonderverhandlunge,, einzutrete», geneigt zu machen. Hätte Rußland, ohne seinerseits militärische Maßnahmen

Afraja.

Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 176

Du willst dein Silber bieten, um dein Vaterland frei zu kaufen," sagte er zuletzt,und doch gestehst du selbst ein, daß damit nur neue, gierige Gelüste aufgeweckt würden. Wenn es wahr wäre, daß, wie Paul Petersen behauptet, im Schoße dieser Gebirge reiche Silberadern verborgen liegen, die du allein kennst, so hüte dich, das Märchen glaubhafter zu mache». Um Perus Silber haben die Spanier ganze Völker geschlachtet, und geldgierig ist der Vogt von Tromsö nicht allein, er würde Genossen genug finden anch in Kopen­hagen. Ganze Banden würden kommen, um diese Schätze zu entdecken, und was hülse es dir,.die Fischhändler zu ver­treiben, »in weit schlimmeren NaclMgern Platz zu machen."

Afraja hatte aufnierksam zugehört, und verschiedentlich schien er die Gründe seines Gastes anzuerkenncn.Habe Geduld," so schloß dieser seine Rede,wie auch ich Geduld habe. Meine Lage ist wahrlich unglücklich genug, und du hast mir keinen Trost geben können, hast mir im Gegenteil gezeigt, daß ich ein verlorener Mann bin. Dennoch der- zweifle ich nicht. Ich will auszndauern suchen, tind Gott, der die Hilfe der Schwachen ist, wird mich den Weg er- .kennen lassen, den ich gehen niuß. Ich werde Hilfe finden, werde niich selbst nach Trondhjcm und Kopenhagen wenden, und sei dann überzeugt, Afraja, daß ich auch für dich meine Stimme erheben lverdc, so weit sie irgend reicht."

Der alte Stammpatcr verharrte einige Minuten lang im Schweigen, dann begann er, als habe er von Marstrands Beteuerungen nichts gehört, da fortzufahren, wo er aufge­hört hatte.

Wenn wir diese Vertrieben haben," sagte er,dann ist cs Zeit, dafür zu sorgen, daß keine anderen kommen. Deine Worte sind in meinem Gedächtnis, und du hast recht, wir können dies Land nur besitzen, wenn wir selbst Handel treiben und in festen Wohnsitzen wohnen. Aber, sage mir, waruin wir es nicht könnten? Wir verstehen mit den Netzen eben so wohl umzugehen wie mit der Hirtenleine und dem Gewehr des Jägers. Wir haben unseren Verstand von dem Allvater erhalten und wissen ihn zu gebrauchen. Unsere Hände sind geschickt zu vielen Dingen. Wer näht so feine

zu krosse», die Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn, bas nur stecken Serbien mobilisiert lnktte, im Gange gehalten, so hätte di« volle Aitssicht ans Erhaltung des Weltfriedens bestanden, Sta't bcffcn mobilisierte Rußland gegen Oesterreich-Ungarn. wobei Saßo- nvw sich völlig darüber klar war sBlanbuch Nr, 78), daß damit alle Verständigungen mit Oesterreich-Ungarn hinsielen. Das mühsame Resultat der deutschen Nennittlilngsvcrl-cmdlnngen nnrr damit mit einem Schlag erledigt. Was gesii>ah nun feite,«s der Ententen,ächte, um den Frieden in dieser letzten Stund« zu erhalten? Sir Edward Grc» nahm seinen Konsercnzvorschlag wieder aus. Auch nach An­sicht des Herrn Saflonow war jetzt der geeignete Momcnt aekomnicn, um unter dein Druck der russische» Mobilisation ftvste» Oesterreich- Ungarn den alten englischen Gedanken der Konversation zu Vieren wieder zu empfehlen. sDertsches Weißbuch Seite 7.) Gras Pour- talls ließ de» Minister nicht ini Zweifel darüber, daß nach seiner Anssaffuna die Ententemächte hiermit dasselbe von Oesterreich- Ungarn verlauglen. was sie Serbien nicht hatten zumute» wollen, nämlich unter militärischem Druck nach.zugcben. Unter solchen Um­ständen konnte Deutschland und Ocslcrreich-Ungarn der Konserciiz- stedanke unmöglich sympathisch sein. Trotzdem erklärte Deutschland in London, daß eS ini Prinzip den Vorschlag einer Intervention der vier Mächte au nähme. Ihm widerstrebe lediglich die Form einer Konferenz. Gleichzeitig drang der denlsche Botschafler in Petersburg ln Sassonow. auch seinerseits Konzessionen zu macheit, um ei» Koniproiniß zu ermöglichen. Daß diese Bemühungen frucht­los blieben ist bekannt. Rußland selbst schien an der weiteren Vermi I tl»»gstättgkeit DentschlandS in Wien, die bis zur letzten Ttuude wcitergefiihrt wurde, nichls mehr zu liegen. Es ordnete in der Nacht vom 40. zmn 31. Juli die Mobilisation seiner gesamtrn' Strcitkrästc an, was die Mobilisation Deutschlands und dessen svälcrc Kriegserklärung zur Folge haben mußte, Angesichts dieses Ganges der Ereignisse ist es nicht verständlich, wie ein veranlwor!- licher Staatsniann den Mut finden kann, zu beliaupten, daß Tcutsch- sand, bas sich der russischen Mobilisation, den militärischen Vor­bereitungen Frankreichs und der Mobilisierung der englischen Flotte gegenüber fand, noch am 31. Juli durch die Annahnn einer unter den erhobenen Waffen der Ententemächte abzuhastciiden Konferenz den Frieden hätte rcticn können. Es war nicht bas bis zur letzten Stunde in Wien vermittelnde Deutschland, das die Idee der Ver- mittlmist der vierMächte iiumöstlick, gemacht spät, es iv-iren die mili­tärischen Maßnahme» der Ententemächte, di« Friedensworte ini Minde führten, während sie zum Kriege entschlossen waren.

v. Bethmann-Hollweg.

Die Kriegsiaguna des sranzösischen Parlaments geschlossen.

\V. B. Paris, 21. Dez. Die Karmncr trat heute in die Debatte über die provisorischen Budgetzwölftel ein. Der Vorsitzende des Budgetausschusscs Clementel verlas eine kurze Erklärung und sagte:Die genau Prüfung der Finan­zen und des Kriegsmaterials hat in dem Ausschuß den besten Eindruck erweckt. Ich kann der Kammer versichern, daß ein ungeheures Wunder durch französische Energie unter den! feindlichen Feuer vollbracht wurde. Dieses ist zugleich ni't deni Heroismus der Soldaten ein Pfand für den desto näheren Sieg. Je mehr unsere Verbündeten gleich »ns sicher sind, die wirksaine Blockade Deutschlands und Oester­reich-Ungarns dnrchzufllhren, und dadurch die unvermeid­liche Niederlage dieser beiden Staaten herbcizuführen. De: Ausschuß hat einstinmiig die geforderten Kredite angenom­men. Wir sind sicher, daß die Kainmer die gleiche Einmütig- kcit beweisen wird, die von unfern Gegnern so sehr gefürchtet »nd von unseren Verbündeten als neuer Beweis erwartet wird, daß wir keine Anstrengungen scheuen, um bis zum Ende durchzuhaltcn!" Der Gencralberichterstatter Matin bat darauf die Kammer, den Gcsetzesantrag unverändert anzunehmcn, Ter Antrag wurde einstimmig mit 561 Stimmen angenommen. Der Vorsitzende des Ausschusses, General Pedoha, bat die Kammer, die Militärkredite bezüg­lich verschiedener Maßnahmen zu ratifizieren. Tie Dekrete wurden ratifiziert. Sodann vertagte sich die Kammer, um die Senatsabstimmung zu erwarten. Ter Senat nahm ohne Debatte den Gesetzesantrag über die provisorischen Budgctzwölstel an, sowie ferner die vorgelcgten Gcsetzcs- anträge, darunter einen Antrag, die Scnatswahlen bis nach dem Kriege zu verlegen. Die Sitzung wurde unter den

Schuhe, wer macht so bunte Gürtel, wer fertigt so schöne Taschen und Kragen? Warum sollten wir keine Schisse und Häuser bauen? Warum sollten wir nicht zum Fischfang auf die Losodcn und bis nach Bergen fahren können? Wa­rum sollten wir nicht gedeihen und gern gesehen werden?"

Marstrand blickte ihn voll Berwundcrung an. Was Afraja sagte, klang gerecht und gut, aber dennoch war es ein Traum, ein Märchen, unmöglich zur Wahrheit zu machen, '.inmöglich auszusllhrcn. Wie sollten diese halbwilden Renn- ticrhirten. diese Jäger des Gebirges, dieser tief verachtete, herabgewürdigte, seit uralten Zeiten verkümmerte Menschen­stamm sich zu der Zivilisation erheben, die nötig war, um ein handeltreibendes, schassendes, ackerbauendes Volk daran? zu machen?

Ein Gefühl des tiefsten Mitleides ergriff den jungen Mann, denn Afrajas Fragen hatten etwas Rührendes. Sein Gesicht hatte sich veredelt, aus seinen Angen leuchteten die Gedanken, die seinen Kops erfüllten.

O Afraja!" rief er aus,wollte doch Gott, ich könnte glauben, daß das alles wirklich geschehen könnte, daß cs dein Volk vermöchte, sich aus der Niedrigkeit aufzurichten. Ja, wären sie alle wie du und wie Mortnno, doch sieh hin, wie die meisten sind laß ab davon, alter Mann, cs ist zu spät!"

Zn spät!" murnicltc der Greis, indem er sein Haupt sinken ließ; dann aber sah er hinauf zu der schwarzen Kil° pisklippc und deren sonnenrotcn Mund und sagte ent­schlossen:Jubinal hilft dir und mir, du darfst nicht ver­zagen. Du hast Gnlas Herz gewonnen, ihre Lippen sind blaß geworden, ihre Augen dunkel von Tränen, Du hast den Weg zu ihr gefunden, weil Gott es so wollte. Nimm sic als dein Weib mit allem, was ich habe, und gib mir deine Hand zum Pfände, daß du treu sein willst." er streckte seine Hand aus, doch Johann blieb regungslos sitzen.

Höre mich an," sagte er,und zürne nicht. Gnla ist mir lieb, ich könnte vieles für sie wagen, aber mein Weib kann sie nicht sein niemals!",

Afraja sah ihn stier an, seine rötlichen Augen erhielten einen wilden Glanz,Was tat sie dir?" fragte er.

Nichts! Ich ehre sie, halte sie wert wie eine Schwester und nun frage nicht mehr ein anderes Weib hat meine Liebe und wird sie haben, bis ich tot bin."

RufenEs wbe Frankreich!" aufgehoben und die Porig, mentssession geschlossen, Tie Kainmer nahm die vom Senat angenommenen Gesetzesanträge an. Hierauf wurde die Session gcsckilosscn.

Oesterreichisch-ttn^arische Tagesberichte.

Fortschritte «nserer Berbiindete» in de» Karpaisici,

W. B. Wie», 25. Dez. Amtlich wird verlantbart: Wie».

25. Dezember, mittags. Aus den, nordöstlichen Kricgsschnnpla^' wurde gestcr» an einem großen Teile der Front wciicrgekämflst Unsere Kräfte im Nagy-Ag- und Latorcza-Gcbictc wiesen mehrcr: Aiigrifse unter schweren Verlusten des Feindes ab. Nächst de; Uzsokcr Passes nahmen wir eine Grenzhöhe. In Galizien wurde der Gegner weiter gegen Lisko zurückgcdrängt. Zwischen Wislot und Biala setzte er seine Angrissc de» ganzen Tag »nd mit bc ionderer Intensität am Weihnachtsabend und in der Heiligen Nach, fort. Am Dunajcc »nd an unserer unveränderten Front i» Russisch-Polen sanden teils Arlillerickämpse statt, teils herrjchu Ruhe. Auf den, Ballan-Kricgsschai,platze hat sich nichts ereigue« 1 Im Norden wie im Eiidc» gedenken unsere braven Trupp?« Z dankbar der Heimat, die sa reiche Wcihnachtsgabc» sandte. Daß M sich auch die Fürsorge des Deutsche» Reiches an dielem Werke >«i, j großen Spenden beteiligte, ivurde als neuer Beweis der innige« I Zusammengehörigkeit der verbllndctc» Scere warm empfunden.

Der Stellorrtretcr drs Chefs des Generalstabes: '

v. Höser, Fcldmarschalleutnant. I i

W. B. Wie», 26. Dez. Amtlich wird verlautbart: 26. Dk- I > zembcr mittags: Gestern nahmrn unsere Truppenach viertägige« ! heldenmütigen Kämpfen den llszoker Paß. In Galizien führte« ( die Rußen ihre vor einigen Tagen begonnene Osscnsivc mit starle« Kräften fort »nd gelangten wieder in den Besitz des Beckens von I ! Krosno und Jasto. Die Lage am unteren Dunajec und a» der Nida ist unverändert. Südlich Tomaszow gewann unser Angriff ostwärts Raum.

Auf dem Balkan-Kriegsschauplatz herrscht feit zehn Tag?« Ruhe. Nur an der Save »nd an der Drina kommt cs zuweilen z« unbedeutenden Plänkeleien. Die Festung Bilcca wies am 24. D?- zembcr einen schwachen Angriff der Montencgriiirr ab. I l

Der Stellvertreter drs Chefs des Generasstabs: v. Höser, Feldmarschallcntnant.

E n neuer Türkensiesi. ,,

W. B. Konstaiitinopel, 24. Dez. Das Hauptquartier ü uicldct: Auf der kaukasischen Front trnqen unsere Truppen * zwischen Olti und Id einen entscheidenden Sieg davon. Die Schlacht dauert nnt neuen Erfolaen für uns noch fort. Bis d jetzt erbeuteten wir sechs Geschütze und über 1000 Gefangene, darunter einen Obersten, und eine Menge Munition und ® Kriegsmaterial. < I j.

Ein englischer Kreuzer versuchte gestern in Akaba ein­zudringen, wurde aber gezwungen, sich unter dem Feuer C unserer Geschütze sofort wieder zurückzuziehen. Ta^ Feuer ) des Kreuzers richtete keinen Schaden an.

Die Italiener in Balona.

Valona, 25. Dez. Agenzia Stefan! meldet: Seit einige» Tagn ^ hatte man Nachricht, daß sich hier Bewegungen mit nicht gan I M klaren Zielen, aber mit der Tendenz ans Umsturz jeder Autoiitö m vorbereiteten. Eine Verordnung der Ortsbchördc hatte das Waffen tragen allgemein untersagt, um einer Agitation, welche die An treibung der Flüchtlinge und ihre Rilcksendung nach Epirus bl zweckte, entgcgenzutreten. -1

Gestern in der Morgendämmerung wurde die Bevölkru« I P durch Schüße in verschiedenen Teile» der Stadt in Aufregung vek I setzt. Die italienische Kolonie flüchtete in das italienische Konsuia I ., »nd der italienische Konsul bat de» Admiral PatriS um Land»« ^ von Matrosen von de», LinienschiffSardegna". Tie italicniiltn Matrosen gingen ohne Zwischenfall an Land. Der Besehlshabe 3 > der Gendarmerie der Stadt und andere Persönlichkeiten besuchte den italienischen Konsul und brachten ihm ihre Dankbarkeit sit I das, was Italien für Valona tue, zum Ausdruck: sie bespräche die Mitarbeit der Bevölkerung. Die Matrosen nahmen die Sto! friedlich in Besitz. Es herrscht vollständige Ruhe.

Dnrazzo, 25. Dez. Agenzia Stesani meldet: Esiab Pascha > > Iitij mit Rücksicht auf die schwierigen Verhältnisse, die in. Inner » Albaniens, besonders in Tirana und Umgebung herrschen, na Krosa abgcreist, wo er sich z» den dort versammelten Streitkräste or begeben wird. Weitere Streitkrästc werden mit dem Dampf) ent Citta di Bari" a bgehen. _ öre

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Tn stößt sic von dir, die dein Mund geküßt hat: * ct murmelte der alte Mann, die Hände faltend. } 1 z«

Tu verstehst mich nicht," antwortete Johann.I a j, c will selbst mit ihr reden: sic wird mir recht geben." I Halt!" rief Afraja, indem er ihn am Arm ergriff. ,-B ^

du ein Wolf, der seine Zähne in ihr Fleisch schlägt, oh> jj 0 ihren Jammer zu hören? Sprich nicht mit ihr, sie wür ^ davon sterben!" _ , IJ jt c j

Er setzte sich nieder auf den Stein und verfiel in tief ^ Nachsinnen, aber seine Augen rollten unruhig umher u, seine Lippen flüsterten leise Worte. Marstrand unterbns j. ihn nicht; er wünschte sich weit fort von dieser unheiinüm! Stelle. Wie konnte er Gula von diesem Vater nchm'! welcher sie ihm als Belohnung für einen Verrat anbot, > i ihn für immer entehren und in diese Wüsten zu Lappen » j Rcnnticrcn stoßen niußte? Wäre eine alles vergesset I Liebe in ihm gewesen, so hätte diese ihn in Afrajas» I ^ geliefert. Björnarnc hatte recht, nur die glühendste Leid-I schaft konnte einen Normann in die Lappengannne bring I Marstrand hatte nichts als Wohlwollen, Mitleid und u I k«, man Frcnndickzaft nennt.

Trostlos ließ er den Kopf sinken. Afraja begann 4 ^ ihm sanftmütig zu sprechen.Du weißt cs," sagte er, ,1 ig,; habe nur dies eine Kind und ich bin alt. Wie lange w» es dancrn, bis Jubinal seinen Boten sendet? Auf des al I ^1 Priesters Verlangen, und weil ich glaubte, es sei gut, 'I «« sic mancherlei lerne, hatte ich Gnla Hclgestad übcriani Es war nicht wohlgetan. Du weißt, Herr, wcis gcl -1 »« Gula floh, aber ihr Herz war bei dir, und ich sah fit, 6 I werde», sah Hangir, den dunklen Todcsbotcn, über w I Haupte die weiße Blume zerpflücken und auf ihre Lw I streuen, da warf ich mich nieder, vor dem Altar und ; meine Stirn an seinen l,eiligen Stein. Er sprach zu ' > ^ mein Opferrauch stieg hoch und gerade ohne zu schw"" > seine Befehle erfüllten meinen Kopf. :

Ich hatte Mortnno zu meinem Erben bestimm .

wußte, daß er den Tau von den Halmen küßte, die | .

Fuß gebeugt. Ich sagte ihm Jubinals Gebot, reigt^'"' ^

Weg, den er gehen sollte, und ohne Klage ging er, ,

ihn zu dir, »m den Mann zu holen, nach welchem Augen suchten. . P I i

sFortsctzung folgt.)