Ausgabe 
21.12.1914
 
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MilgNcdcr des Ausschusses sei. Das würde siir ihre Eut- schlicstungen keine flcnliflcnbc WrunblnßC abgcben. Der AuSschnst aber fclbft könnte leine Beschlüsse sagen nnd könnte seine Wünsche in irgend einer Forn, den vcrblindeicn Otegicrnngcii nicht unterbreiten. Schon während seiner lebten Tagung hat der AnSschnst darauf verachtet, Anträge anzunehmcn oder Ent- schlichungen zu sassc». Wenn man da» alle» erwägt, wird man der Meinung sein müsse», das; es weder nötig, noch unbedenklich, noch zweckmäßig sei, den freien Ausschuß ohne besonderen Aus­krag nnd ohne neue Vereinbarung wieder zusamincntreten zu laste»."

Die Petroleumnot.

Das stellvertretende Kommando des neunten Armee­korps richtet die Mahnung an die Bevölkerung, statt des Petroleums Brennspiritus zu verwenden. Begründet wird diese Mahnung damit, dag einem Mangel an Petroleum rechtzeitig vorgebeugt werden müsse. Wir würden es für zngezeigt halten, wenn der BundcSrat einmal den Vorrat an Petroleum fcststcllcn liehe. Das ist gar nicht schwer, denn der ganze Großhandel in Petroleum liegt in wenigen Händen. Dieser Tage erst ist in kanfinännischen Kreisen Berlins tvicder behauptet worden, daß ein Mangel an Petroleum auf mindestens zwei Jahre hinaus nicht zu befürchten sei nnd daß die schige Petrolcnmknnpphcit absichtlich herbei- gesührt wurde. Die Verwendung von Brennspiritns statt deS Petroleums 51t Velcuchtnngszwcckcn stößt zudem ans große Schwierigkeiten, denn die Masse der Bevölkerung ist gar nicht in der Lage, die Lampen entsprechend umarbeiten zu lassen. Solche Mahnungen sollten zweckentsprechend nicht von den einzelnen Generalkommandos, deren Jnforniations- qnellen man nicht kennt, sondern besser von einer Zentralstelle Ais erfolgen. .

Die Kricüsittlterstiißuttg der Stadt Berti«.

Die Zahl der von der Stadt Berlin nnlcrstiibten Familien von .Kriegsteilnehmern, die int August 02 080 betrug, ist bi» zum November aus 7t 113 gestiegen. Die Kcsanithilhe der Uutcrstüvun- gcn belief sich im August auf 1,3 Millionen Mark, im Tcptcnibcr auf 1,0 Millionen Mark, im Oktober aus 2,0 Millivuc» Mark und im November aus 3,0 Millionen Mark, Für die letzte» beiden Monate sind die damals noch im Anfang bcgrissencn Mictuntgr- stlttznngcn mitgcrechnet. Nach diesen Zahlen dürste der i» Ansal; gebrachte Zahrc»bctrag von 30 Millionen Mark nicht auireichen.

Kriegs notlzen.

Tie Berliner K u »st d e p u ta t s o n l>at beschlossen, aus den für .Kimslzweäc noch verfüg baren Mitteln in erster Len« Weick» von .Küiistlerii an.gilansen, die sich entweder im Felde befinden oder die durch den .Krieg in eine bedrängte Lage geraten sind. Zu Belvitcht kommen jedoch nur Arbeite!», die ivirklicty: .Üunst- iverke sind.

Der Nonnngindiercndc bieneral de» 17. ArineckorpS ln Tanzlg bat den A u » s cha n k v v n T r i u k b > a u n t >v e i n vom 21. Dez., nittkrg» 12 Uhr bi» 1. Zanuor, vormiliag» 8 llhr verbot«». Ebenso hat er den AnssäMik alkotsolisärcr Getränke irgendivelchcr Art a» verivitudeie lliiterossiziei'c und Manuselmiten grundsätzlich verboten, unter Audrohuitg von G c s n n g » iS st ra seu bi» zu einem Fast r und E ch l i e kiu u g des betresscudcn Lokal».

Tee Elberfclder Hn n de l Skani m c r sprach sich für den (?r< Infi eine » N 0 tgcsebe 3 an», ivodurch di« V e r s ä h r u 1 » g 3 - s r i st aller Korderimgen, die am ul. Dezember 1011 der Berjährung nutcrl-iegen, um ei» Zabr verlängert wellten soll.

Nach Pariser Meldungen der Neuen Zürcher Zeitung werden die Deputierten Adric», Hesse und Treigntcr in der .Kam- mersibnng ein Eiesetz beantragen, dem zusotge die Deputierten vom 1. Januar 101!) bi» zmn Kriegiveilde eilt Fünf tri ihre: Diäten der 5k r i eg Sf ü r s 0 rg e zn z >l iv e itür l, haben.

Loid Leven and Melville, Ossizler der Rvnal ScotS, 8re»» Regiment, ist au» deutscher 5ivivg»grsangenschast über die lxlgisä^hollälldische Grenze entkommen.

Ta» Londoner Presseburea» teilt mit, daß da» englische 8rpedition»korp» bi» zitin ll Dezember »781 Ossizierc verloren stabe, nämlich 1133 Tote, 2227, Verwundete und 7,13 Levniislte oder 8t[niifl«iir Bi» znm 11. Rovenider ixt rüg der Verlust 2120 Ossi- ziere. Tie Berlustlistc enthalte 17, (generale, 108 Obersten, 322 Majore, 1123 Lmwtlcutc iniö 2303 Leutnant».

Ta» Militärgericht in TonglaS aus der Zuscl Ran verurteilte den früheren Etewnrd der Hapag-Llni« 5i»rt Bausch

Afraja.

Ein nordischer Roman von Throdor Mügge. 112

Ich weiß," antwortete Afraja, und dann sah er nach- dcnkend i» die Ferne, als überlege er seine nächste Antwort, bis er plötzlich auf einen Gegenstand deutete, der an der Kette von felsigen Hügeln sichtbar wurde, die jenseits deS SceS binzogen, Weidenbüsche wucherten dort, nnd war es Täu­schung oder Wirklichkeit. Marstrand glaubte Olaf zu er­kennen, nnd neben ihm stand der Schreiber, hinter den beiden Djärnarne,

HclgcstadS Sohn!" -rief er überrascht.

Der Lappe nickte, er schien weder erschrocken »och be­sorgt zu sein. Seine Angen waren scharf, nnd wie er sich vorbeugte, schien es, als hielte er sein Ohr ihnen entgegen, und als könnte er hören, worüber sie sich besprachen. Nach wenigen Milluten stiegen die drei Männer die Hügel hinab und näherten sich rasch den Zelten.

Sic dürfen mich nicht finden," sagte Marstrand.Was wollen sie?"

Afraja hob mit seinem Stabe das Linnen des dicht an- stoßenden ZeltteilcS auf.Verbirg dich dort," sprach er,so wirst du bören, was sie zn uns führt,"

Auf seinen gellenden Pfiff kam Mortnno mit einigen Männern aus der VorratSgainme, und kaum hatte er die drei Normünncr erblickt, als seine Augen funkelten nnd sein Gesicht einen wilden und rachsüchtigen Ausdruck onnal>»> Johann konnte nicht verstehen, waS der Jnlialt des Ge- spräches war, das Onkel nnd Neffe führten, allein er ver­stand aus Gebärden und Winken, daß Afraja Ruhe nnd Vor­sicht gebot und endlich mit Nachdruck etwas zn befehlen schien, atS Mortnno nach dem Gewehr griff, das am Pfosten neben dem Eingänge hing.

Gehorsam hing er die Waffe wieder an ihren Ort nnd hörte mit den anderen Männern schweigend an, was daS Stammhaupt gebot. Gleich darauf entfernten sich alle, nnd Afraja setzte sich neben den Herdstein ans die Birkenreisek, bis Hundcgebcll und nahe rauhe »nd lachende Stimmen die Ankunft seiner Gäste verkündete».

Rufe deine Bestien an dich!" sagte der Schreiber, als er .Airaia bemerkte.Dulde nicht, daß sie deine besten

wegen Aiististmig zum Aufruhr in dem Gesgugeucn-IaHer an, 10, November. Ter Uvleildspruch lvird nach der Bestätigung de­in not gemacht werden.

Ta» erste srainösische F r e m de n r c g i »1 e n t mit italieni­schen Freiwilligen unter Pcppino Garibaldi geht nnitmehr zur Front ab.

Giorimle d'Flaiia meldet aus Livorno: lluwcit Antigua»»

lvurdcn etiva 13 Tropenhelme englischer Kolonial« s 0 lda 1 cn angcschwcm m t. Sic trugen alle di« Aufschrift: 6onna»ght Rangere". sowie die Matriikeliiummer de» bctvesfeniden Soldaten. Der englische Kv»ü«l hat ein« Untersuchung augestcllt.

ttiugetrosscne Privcitbriesc einer dcimä-cn S ü d w c st a s r i - kan« rin besagen, da» die Engländer sämtliche deutsche Einwohner von L ü d c r i tz b n cht, Äianner, Fronen und .Kliider nack» Natal in ein Konzentrationslager gebracht haben.

Ter von der Stadt Warschau in di« Reichsduma gcivähltc f 0 z i a I i st i s ch c Altgeovducle Fagicllo, der ai» Reservist an der Timafec-Liine im Felde stand, ist jüngst in Kriegsgefan­genschaft geraten.

Nene Offensive «egen Serbien.

Budapest, 19 . Dez. (T. U.) Wie hiesige Blätter melden, steht die neue Offensive der österreichisch-nngarisckien Truppen in Serbien bevor, nachdem die Ncngrnppiernng der Streit- kräftc sfo gut wie vollendet sei.

Japan hilf!

Der frühere Minister Pichon bedauert im Pariser Petit Journal, daß die Notwendigkeit der sosortigcn Berufung der japanischen Hilfstruppen nach Europa nicht überall cingesehen werde. Pichon empfiehlt erneut rasche Einleitung ent- spreckicnder Verhandlungen mit Japan. Frühere gleiche Vorschläge wurden von einem Teil der französischen Presse scharf kritisiert, da Japan kein Vertrauen verdiene. (T. U.)

Tnrati für die italienische Neutralität.

Ans Rom wird berichtet: Der sozialistische Führer

Tnrati sprach.sich entschieden für die Aufrechterhaltung der Neutralität aus. Weder die Regierung noch das Parlament, noch die Hochfinanz, noch die Arbeiterschaft tvollcn vom .Kriege etwas wissen. Im Gegenteil, die großen italienischen Interessen könnten nur im Frieden gedeihen. Eine Zer­trümmerung Deutschlands, die übrigens undenkbar sei, wäre gleichbedeutend mit dem Ende der Zivilisation.

t<i«e b»te.

Rom. 10. Dez. (W. 11. Nichtamtlich.) Tic Agcuzia Stefan! meldet: Avanti halte die auch von anderen Blättern wlederge- gebene Meldung von einer teil weisen MobilmachlNiig des aktiven Heere» gebrach,t, di« fiir Famier nächsten Fahre» vorbereitet werde. Tiefe Nachricht ist salsch.

Englische Uebergriffe.

Rom, 19 . Dez. Tie Tribuna protestiert energisch gegen die fortgesetzte schikanöse Durchsuchung italienischer Handels- danipfer durch englische nnd französische Kriegsschiffe. Dieses Vorgehen habe in Italien schwere Verstimmung herporgc- rufen nnd könne Folgen haben, die der englischen nnd französi­schen Regierung und ihren Botschaftern in Italien nicht ent­gehen sollten.

Tic Times melden an» Wafhingiion: Ein Schritt zur Rcgn- Ilumtfl einer Phase in dein Konterbandestrcit wird dnrch die V>r- isssetitlichunig eine» Arvangoment» bczciämet, ivonacl, die britische Regierung auf daö Reä,t verzichtet. Schisse zu durchsuchen^ deren Ladungen vor der Al'fahrt durch ettglssche Kousularbcamtc inspiziert wurden. Ta» Arrangement ist mvossiziell, wa» Bashragto» aabe- trisst. Tie Schisse kömien nicht gezwungen werden, sich ihm zu mttcnversen. Es ist möglich, dast c» später ossiziell gemacht wird, indem die mnerikanischen Hnsenbehörden ermächtigt werden, Be­scheinigungen ait-zii stellen.

England «lld (Griechenland.

Tic engtischc Regierung hat einer Konstantinopcler Meldung de-s Bcrlinee Tageblattes zufolge nickst nur in Athen versucht, dort Freiwillige a n z »>v e r b e n , sondern auch nngefragt, ob sic eine Funkensprucksttation ans

Freunde und Gönner anfallen. Ta sitzt der weise Hohe­priester ans dem Strcubündel," fuhr er lustig fort,nnd be­merkt unsere unbedeutende Gegenwart kaum."

Afraja tat einen anderen gellenden Pfiff, nnd sogleich ließen die Hunde ab.Ilun, wahrhaftig," sagte Paul, in­dem er bis an das Zelt vordrang,da haben wir ihn wirk­lich, und unsere Sehnsucht ist gestillt. Friede mit dir, glor- rcick>cr Afraja; der Himmel schütze dein teures Haupt! Tu blickst uns mit stoischer Unbeweglichkeit an, nnd doch bist du jedenfalls neugierig, wie du zn der Ehre kommst, uns in dieser gesegneten Gamme zu sehen. Tas will ich dir in wenigen Worten mittcilen. Gestern früh t-aben wir den Lllngensjord llcrlassen, um eine Hcrbstjagd zu machen, da cs feite Vögel jetzt in Fülle gibt, Rypen und Sck>nepfen, auch mannigfaches Wild. Unsere Jagd ist glücklich gewesen, ein vollbeladcncs Pferd läuft mit der Beute ain Omnisjok hinab; wir aber streiften weiter dnrch die Pitsasjanren, haben dort geschlafen nnd kainen so bis an den Kilpis. Als wir deine Zelte erblickten, weiser Altvater, lvar cS unerläßlich, dir einen Besuch 5» niachcn, um uns deiner Freundschaft zu empfehlen."

Seid lvillkommcn," sagte Afrasa,ich sehe den Sonnen­schein gern in meiner Ganime. Seht euch zu mir, alles, was ich habe, gehört encki."

Ihr habt cs gehört!" schrie Paul lachend.Alles, was er bat, gehört uns. Wir nehmen dich beim Wort, liier sieben die Zeuge». So bekenne denn, du alter Geizhals, wo du deine Schätze verbirgst?"

Suche sie," antlvortetc der Lappe, in die Lustigkeit ein- stimmend,und nimm. Väterck>en, was du findest."

Also auch dazu gibst d» deine Erlaubnis," rief der Schreiber,nun, wer lveiß, tva» geschehen kann." Er hob die Zeltwand ans, sah in die 9 >ebenabteilu»g, erblickte nichts darin als Decken »nd Geräte nnd fragte dann:Wo hast du deine Leute? Sind deine Gammen ausgestorben? Wo ist dcr liebenswürdige Mortnno, der doch sonst flink bei de: Hand ist wo er einen nornianniscllen Hut sieht?"

Meine Tiere we'.bcn im Tale, antwortete Afrasa,und meine .nngen Leute lind bei ihnen. Laßt mich sehen, wa? ich i!.,aien Gästen vorictzen kann."

Er r::u; bi» vor die Zelttür nnd klatschte in die Hände, nviS einige Weiber und »inder hcrbcirief.

der Insel Korsu errichten könne. Dieses Ansuchen wurde von Griechenland, a b g e l c h n t. -

Ter englische (Scsandte bcinr Papst.

London, 18. Tcz. (WB. Nichtamtlich.) Tailq NewS schreiben: Wir sind nicht überrascht, das; die Ernennung Sir .Henry Howara» zum Gesandten am Vatikan in gewissen hiesigen Kreisen llnrnhc erregte. Wir können nicht c i » s e h c » , iva» gutes dar»»» lom- mcn soll. Die französische 'Äzesic klagt darüber, dast das ganze llnternehmen geschehen sei, ohne die französische Regierung zu befragen. Die französische Regierung ist erheblich in Verlegen­heit gesetzt, ivcil dcr Streit zwischen den sranzösischen .Klerikalen und Antiklerikalen deswegen iviedcr auszubrcche» droht. Dem Mcffagcro zufolge ist auch die italienische Regierung nicht befragt worden, vbivohl ihr Fnteressc vssenbar ist. E» läge ein Anlast zu einer Erklärung de» sehr seltsainen Schritte» vor.

WaffenstiUstand zu Weihnachtcu.

Die Nationalzeitung meldet dem Eorrierc dclla Sera! zufolge ans Rom, daß der Papst seinen Versuch, zn Weih- nachten einen Wassenstillstand zwischen den kriegführenden Mächten herbcizuführen, erneuert habe. Diesbezügliche Vor- schlüge des Vatikans sind am Dienstag abgegangen. Der Papst richtete an die Mächte da? Ersuchen, während dee Weihnachtsfeicrtage eine IZstündige Wasfenrnbe eintreten zu lassen. Ten russischen Einwendungen gegen den bereits kürzlich gleichfalls vom Vatikan geniachten Vorschlag wird! dnrch das Zugeständnis begegnet, zum russischen Weihnachts­fest abermals eine Waffenruhe eintreten zn lassen. (T. ü.)|

Die Näumtttta vo» Fe;.

Rotterdani, 10. Dez. (TU.) Wie der Finparzial nach einer Madrider Meldung berichtet, haben die Franzosen Fez erst nach einer heftige» Gefechte geräumt. Sic licstcn mehrere Maschincii- gcivchrc i» nnbranchbarcni Zustande zurück. Doch fanden die cln- rückenden siegreichen Mauren mehrere tansend Geivehrc »nd viel! Runitivn vor.

Kampflose Reichstagswahl.

Ezariiika», 18. Dez. (WB. Nichtamtlich.) F» dem Wahlkreise Eolinar - Fllchnc - Ezarnikau - Schneidcnillhl ist dcr Abgeordnete R 0 c s i ck c bei dcr heutigcn ReschstagSmah! nahezu einstimmig gc- ivählt worden. Nur ivcnsgc Stimmen ivarcn zersplittert.

.tzeffeu «nd Nachbargebiete.

«ieften «nd llmgebung.

Krieg nnd Alkohol.

Von Professor Dr. Ailgust Messer sGiesten).

Der jetzige Krieg beweist nicht nur in ergreifender Weile die Opseiwilligkcit, den Mut nnd andere sittliche Eigen­schaften unseres Volkes, er legt auch Zeugnis ab für die Leistungen unserer Wissenschaft. Tenn wodurch anders alS! durch unsere bockicntwickelte t>iatnrwissenschast sind*vlle die gewaltigen nnd stannenerregenden Kriegsmittel^ möglich geworden: die Maschinengewehre »nd 12 Zentinieter-

Mörser, die Unterseeboote nnd die Flugapparate! Aber oft drängt sich dcr Gedanke auf, daß wir, die wir dnrch die Hilfe der Wissenschaft Meister sind in der Behandlung dcr äußeren N' a t 11 r und ihrer Kräfte, noch S t ii m p e r sind in der Behandlung der Menschen, obwohl aiiw hier die Wisjcnsctmft uns ebenso lehrreich sein könnte. Wie niil entwickelt ist doch oft die Kunst der Menschenbehandlung in 1 den zahllosen Knltnrgebietcn, wo Vorgesetzte und Untergebene gegenüber stehen! und doch haben hielt Pstzchologie und Pädagogik uns längst die richtigen Griind- sätze an die Hand gegeben. In ähnlicher Weise schlagen wip vielfach die Ergebnisse der Wissenschaft in bezug ans die Wahrung unserer Gesundheit in den Wind, obwohl diese doch die Grundlage für all' unsere Lcistungssähigkeit und alles echte Menschcnglück ist. Die Wissenschaft bat längst die schädlichen Folgen des A l k 0 h 0 l g c n » s s e s, besonderst jedes übermäßigen ansgedeckt. Nehmen wir darünl

Wenn der alte Schuft wirklich allein wäre," sagte Olai! leise,so könnten wir ein ernsthaftes Wort niit ihni reden.'!

Mache keinen schlecksten Spaß, mein guter Junge," ant ' wartete Paul, der seine Augen rastlos umher spüren ließ ich dächte, d» wüßtest genau, was eine Lappenkttgel zn bc deuten hat. Nein, Friede und Freundschaft mit dem Heren mcister, der ans keinen Fall mißtrauisch werden soll. Laß uns seine Milch trinken nnd stört mich nicht in meinen Ein fällen. Sei munter, BjörnarncI denke an dein iiifec Liebchen Hanna, das dich morgen sehnsüchtig empsangc> wird, nnd du, Olaf, fange keinen Streit an, denn dort sch ich ganz, wie ich cs dachte, Mortnnos gelbes Gesicht aus de Vorratsgamme schielen. Afraja wird gewiß so galant feil ihn in deine Nähe 31t bringen, also Ruhe und kaltes Bln »m den giiten Humor nicht zn verderben."

Die drei jungen Männer hatten sich um den Herdstc gesetzt, ihre Jagdtaschen nnd Büchsen neben sich niedergele- lind Paul hatte eine gilt gefüllte Flasche hervorgczogcn, d' er dem wicderkehrendcn Afraja entgcgcnschwenkte. -Nimi diesen Göttertrank," rief er,den Jnbinal nicht verschmähe würde, du bist ein Kenner, ich weihe ihn dir. Echter Ra Afraja, ans dem Feuerlandc im Süden. Weigere dich nicb würdiger Häuptling. Ta bringen deine Sklaven Miß Renntierfleisch nnd Mehlknchcn, wir können dich vor di Hand mit nichts weiterem belohnen, allein unsere Sch» soll abgetragen werden, sobald wir uns Wiedersehen. T koiiimst doch ans den Lpngenmarkt in eigener Person?"

Ich komnie, Bäterckicn, komnie!" antwortete dcr Lapv vergnügt grinsend.Bringe Renntiere mehr als hundert Er zählte seine anderen Waren auf. »nd ein Gespräch üb die Märkte kam in Gang, während drei Lappenweiber m mchrere Kinder Speisen brachten nnd diese vor die @i >1 stellten.

Marstrand lag versteckt unter den Decken Und kon»I jeden Laut hören, der nebenan gesprochen wurde, aber > er erwartete, geschah nicht. Mit keinem Worte wurde sei" » gedacht, keinerlei Anspielung oder Nachforschung über > I plötzliche Geldhilfc kam vor. Tic Jäger waren hungrig 111 durstig, ließen es sich schmecken, lobten das sasftge Fleisch I lachten über Petersens Scherze, der die zarten Finger bc > leben ließ, die es bereitet und gebracht hatten.

<Fortsetzung folgt ),