MrWscht Kükszeitmz
Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffcn und der Nnchbargcbiete.
Ofcctbciftirti» e»ll««cUnti. erlchenu itixn «Jrrflao Sdcnd tn •irten Da fiboananrniacrtiS beträgt »ccbentlid) 15 ®fn_ manatltdi M <fa- «nfdiL Crtiioalabn Durch ött tBo'l buagrn mtrttliäbtl.1 JO371t
»trbattirn nab tSixbltton -Sieben, «abnbsfhrahe 23. «fett S»»en*«H,. tele»b»n 200«.
Unirrotf tottm Btf 6mal atlpalL Jtolonelarüf oder deren Ütaura 15 Vfe. Bei orokeren flufträem Ra' all. Snjetgai wolle man bi« obtnM 7 M>r für die folgen».- Summet m der Eivedttton autarken
Nr. 293
Gicßeu, Tonncrstllg, Den 17 . Tczcuilicr 1914
9 . Jahrgang
Nom LUeltlrriea.
Ausfuhrverbot für Professoren!
Ter Weltkrieg hol die deutsche Eielehrlenivelt au» dein poli- jchen Schlummer gerüttelt, Auch die Prosesiore» wollten in der eil der allgemeinen Cpfcrbcrcitfctjaft dem Baterlanb ihre H-Isc ich! versagen. Ein paar Füngcrc nahmen die ^liutc auf den llicken und marfchierten. Tie Mehrzahl, die nur geiftige Waffe, i führen gelernt Hai. sprang dehcrzl in den wildhraufenden lrom de» össentlichen Leben», um in Wort und Schrift die Zache :S Reiches zu verfcchien. Ter gute Wille ist über jede» Lob er- iben, aber der Erfolg ist leider unter aller Kritik.
Zeit Wochen und Monaten geht durch die denlfche Presse ohne nterschicd der Partei ein Stöhnen und Wehklagen über da» nicht idenwoUendc Unheil, da» die braven Proscstorcn mit ihren Mieden id Tchristen im Inland und ganz besonder» im Ausland an> chten. jüngst war c». wie erinnerlich, da» linkolibcralc Berliner ageblatt, da» in ivohlvcrslandencr nationaler Pflichterfüllung it einer Berliner Philosophicproscsfor unbarmherzig in» Gericht na. Ter Mann hatte eine wilde Zchimpferci Über die Holländer die holländische Presse lanziert, offenbar in der Absicht, dam st e Gunst der neutralen Staaten zu gewinnen, Fetzt ist eS zur awechflung die hochkonfervative Teulfche Tageszeitung, die > i rechtigter Verzweiflung ein „Au»f»hrverbot für Professoren" an- gt und zur Begründung ». a. folgendes ansführt:
„Bor einigen Wochen gaben Mitteilungen au» «chivedeu uns Anlaß zu einer abfälligen und bedauernden Kritik deutscher Gelehrter, die »ach Schweden gegangen waren, um dort die Wahrheit zu verbreiten. Einer von ihnen . . . hatte durch seine unglaublichen und teilweise höchst taktlofen, dabei der Wahrheit in» Gesicht fchlagende» und jeder politischen Einsicht völlig ent- l>ehrende» Aeufieiungen in Schweden lebhafte» Befremden erregt. Cfn Atollen und in Holland haben sich ähnliche Tinge zugctrageu, und jedesmal zum Schaden deutscher Fnteresten "
»kurz, unter allen deutschen Politikern in amtlicher oder nicht- itlicher Stellung, in Parlament und Presie, konservativen, libe len, sozialdemokratischen herrscht gegenüber dieser unheinilichen osestorentätigkeit nur eine Stimmung, die sich am besten in n Wunsch zusammensasien läßt: „Um Gotte» Willen
ifbüren!* Niemand zweifelt an der guten Absicht, aber alle d einig in ihrem Urteil. Tencn, die mit einiger Sachkunde für » Reich politisch arbeiten, würde der Anschluß irgend einer de bigen neutrale» Macht an die Tripleentcnte wahrscheinlich nicht siel Beklemmungen verursachen, wie die wohlmeinende Unter tzung, die sie von feiten fetter ungelernten Gelegenheitsarbeiter 'Oirett.
Wenn bei der Tätigkeit der Profcsioren von einem Nutzen erhaupt die Rede fein kann, so besteht er lediglich darin, daß rch sie die öffentliche Aufmerksamkeit auf einen schweren Schaden unseren, Volksleben hingeleukt tvird. Tie deutschen Profcsioren d im allgemeinen vortreffliche Männer, die sich um den Forl- ritt der oerschiedcnsten Wisienschasteir große Berdicnste erworbet^ Kn. Ähre volitifche Bildung haben sie aber — von einigen »nahmen abgesehen — in sträflicher Weife vernachlässigt. An e Spezialfächer vergraben, haben sic niemals begriffen, daß e. e staatsbürgerliche und vaterländische Pflicht ist, sich ernftbatt t die Angelegenheiten der Allgemeinheit zu kümmern nttd sich über ein selbständige» Urteil zu bilden. Feder sozialdemokratische oletarier, der seinen Zahlabend besucht, politische Vorträge an- t und sich ernsthaft in die Lektüre einer politischen Zeitung vcr- ft, hat in dieser Beziehung viel mehr geleistet al» sie. Sie. d-c der gkistig-volitischett Aehrhastmachnng de» Volke» £ f f i - ere hätten sein solle», haben e» nicht einmal zum Rekrute tt tracht, und jetzt, wo e» darauf ankommt, feinen P.'ann zu stellen, tnen sie nur ihre bedauernstverlc totale Unbrauchbarkeit offenen
Tiefe peinliche Erfahrung wird sich hoffentlich nach dem «riete chtbar erweisen. Wenn die Tcntfchcn wirklich, nach de» Reick»- izler» Wort, ein freie» Volk werden sollen, dann bedürfen sie, 'en vielen anderen guten Tingcn, auch einer tiefgreifenden form de» gesamten BildnngSwefenS. Attch vor dem .strieze ist von staatsbürgerlicher Erziehung und Politisierung der F.i- igenz viel die Rede gewesen, aber die Zustände, wie sie datna!» richten, ließen alle gut gemeinten Versuche vollständig scheitern, ihnen die Lebenslust fehlte, in der allein sie gedeihen konnten, Lust vollkommener Freiheit.
Attch Politik lernt man am besten durch Uebnng. Ta» gilt den einzelnen wie für da» ganze Volk. Politik zn treiben um zu lernen ist in Friedenszeiten ebenso staatsbürgerliche icht wie die Ausbildung im Waffcnhandwcrk. Ta» gehört mit Rüstung, mit der sich da» Volk waffnen muß, utn im Kainvfe Nationen bestehen zu können, Kommt dann eine Zeit hgrtcr ifung. dann treten alle erworbenen Vorzüge hell in Erscheinung, r auch die Schäden werden erbarmungslos aufgcdcckt. Solche äden sind durch das Verlagen unserer geisttgen KriegSfrci- ligenfchgft au» den, Profcsiorenstandc zutage getreten. Tie neu geheilt werden, damit da» Reich künftig nicht mehr vor hen „Profcfforendiensten", wie wir sic diesmal schaudernd er- -n. zu zittern braucht.
Tieustpflicht '.wischen IN und 52 Aaliven in Frankreich.
Kopenhagen, IS. Tez. (5V. L. Nichtamtlich.) Politiken ldet aus Paris: Der .Kricgsminister will ein G5: ot>
2», wonach jeder waffenfähige Franzose zwischen 18 und Jahren dienstpflichtig ist.
iuistsch« Besorgnisse. Keine Verlustlisten mehr.
Tie Korrespondenz Rundschau meldet über Kopenhagen: Tie suchen russischen Bulletins sprechen von äußerst hcmgen Säntpsen ich'dolen und erwähnen nebenbei, daß der russische tte triugel msvlge des Auftoarchetr» überlegener Kräfte der Ver
bündeten einen sehr schwierigen Stand habe, wobei den ruisischen Truppen Gelegcniicit geboien sei, ilrrcii bewährien -Heldenmut neuer« ltch zu bekunde».
Eine cmntlidje russisch^ Mitteilung vom 10 Tezcinbcr erklärt, daß gegenwärtig die russißhe Hccrcslcttung außerstande sei, genaue Taten über die Zahl der m den icvtcn Kämpfen hi Ru,fisch Polen und tu den Karpathen gehabten Gesalleneit. Bcrtvundeten und Eie- sgngeeirn at,zügelten. ES erregt i» Rußland bcsottder« Mißstimmung, daß gleichzeitig mtl dieser Mitteilung die Veröffentlichung der B e r 1 u ft I i ft c n ,m rufsiicktcn Amts- und im Mili- lärblaltc. die belgnntlich nur die Verluste an Offizieren mit« ttilten, „vorläufig" eingestellt wurde.
Tic russischen Blätter erörtern die stticgsiage in Rnssifch-Poten auch in den letzlen Tagen sehr zinclickhaltend und führen aus. das, dicie Schlackst die gewaltigste im bieitcricen 11 vieren:rtattfe lei. Beide Gegner seien hartnäckig, stark und reich <tu Hilfsmitteln Ter groß: Vorteil der Verbündeten sei der Besitz ansgedehnter, vortrefflich sunktioniereitder V c r l e h r » a >i I a g c n , die den raschen und auSgsthigcii Nachschub ermöglichen. Tics fei gewiß schiver aitszuiviegrii.
Noivoje Wremja meldet, ititmcit des Flusse» Hmji wären die Rüste» nah: daran gcwcsctt. wie ein Eisenhammer aus die hart bedräng:.» Teulfche» tttedtrzuiansen, ai» jie da» plö»! ch: Aus- tapchcn au» der Gegend von Uutno vordringender deutscher Ver- ftärkutiigen.zwang, sich zuriickzuziehen. tllusskojc Slowo briont, der Ansgrng der Kämpfe in Russisch-Polen sei entscheidend sür den cinopäifchcn Krlchg. weshalb denn auch die Llerbiindeicn verzweifelte Anstreiigmigeii aufiveiideii und icdeii Nerv anspanucn, um ihre „voritbergeheiiden Erfolge" sicher zu stellen.
Rustlauv iitcfit sretnve Qisiziere.
Au» Stockhol ui wird der Frankf. Zig. berichiel: Ein hoher ritisischer Beamter de? fhmIWJen Pastamte» richtele an einen
schwedischen R e s e r ve o s s i z i e r in Upsala ein Schreiben, worin Htm zugemrtlcl twiTbc. als Fnstrukicur der Rcicrvefovmotro- nen selbst in r u s! i >' ch e T i c n fi c jo treten und auch feine Kameraden zum Ticnstiibertntt zu überreden, Ten fchtvedrschen Offiziere» wurde zngcjschert, sie würden tat Falle eine» Kriege» zwischen Schweden und Rußland sre e» Clclctt bis zur Grenze erhallen. Außerdem stellie da» russische Schreiben ihnen Ratigerhöhung, lwhcren Gehalt und besondere Auszeichnung bei Friedensschluß in Aussicht. Ter hohe rufsifche Brieifchreibcr hotte sich al>er an den Unrechten gewandt, denn der tchtvedifche Ofiizicr wie» nicht nur die Lockung e-itriistet zurück, fondern forgte dafür, d-rß die russisch« heimliche Werbunge-arbeil in Schweden bekannt wurde. Nun suchte da» rti-'fischc Nachrichteiiamt die nnangcnchme Angelegenheit al» eine böswillige „deutsche Erfindung" darzustcllen und erließ folgende Mitteilung: „Bon deutscher Seite werden absurde Berichte iii»tr die rufsifche Armee verbreitet Tic Teutichen begniigcn sich nickst damit, in tcder Schlackst anaeblich Zehntanfeiide non Rüsten gefangen zu nehmen, sic n-ollcii fetz, auch mit solchen Phantastereien wie dieser liier die russische Regierung in Mißkredit bringen". Zu diesem amtlichen rnsstschen BerschleienmgSoersnch bemerkt das Stockholmer Allonbladet btlnbigt „Wir können nur tagen, daß di« Angabe» nickt aus Tcutickland stamm-ett. Uns tclbst bat da» Originaifchrciben de» russische« Beamten an den schwKnickten Offizier Vorgelegen, der tut» zu dicker Veröffentlichung bevollmächtigt hat. Tie Mittel, mil denen die rmnfche Regienin.' dem ok feit bar statk fühlbaren Lffizier»- mangel abzuhelfen tracktri und ctxniso da» vcninglückie rufsifche Tcmrnli berühren ief>i befremdend."
Fratf.ö'iittie Ftisttz tittv r-etttsäle Loldateit.
Bor dem Kriegsgericht dc» 0. Armeekorps erschien am Samstag, wie die Par-'lr Zcilnitren berichten, der Rkfcrveqesreite dc» sir. deutschen Jnsonterie-Neg'mentS Heinrich Poll. Tiudcnt der Rechte. 21 Fahre alt, unter der Anklage, ein -Ist Oktober in dem Gefangenenlager von Fstondnn einen anderen dentjchen Kriegs- gefangenen den Eliästcr Fvief Bringard an» Mülhausen miß' bandelt zn haben, weil er sranzosensrenudlichc Gefühle an den Tag gelegt habe Brinaard hatte aits dem Arm die Worte cintätowiert: „Vivc I-> France!" und Poll lost ihm angkdraht haben, er werde ihn nach der Rückkehr nach Tenifchland erschießen lasten. Poll stellte da» bestimmt in Abrede und vcrstcherie, daß Bringard im Gegenteil sich Elrobheitcn gegen ihn selbst erlaubt hatte. Tre, oon dem Negicrunaskommistar geladene Zeugen stellten die Angaben Post» in Abrede und dieser wurde zu drei ?.ifonatcn Gefängnis verurteilt.
Ter Zufall will, daß sich da» Polizeiqcricht van H o , e b r o u ck am nämlichen Tage mit einem Fall zu besasten hatte, der beweist, wie korrekt die deutschen Truppen sich in Wirklichkeit in Feindesland verbalten. Al» die Ortschaft Bailleul von den deutschen Truppen besetzt war, machte ein Taalöhner namens Parmentttr ErpreffmtgSversuche an zablreickcn Einwohnern, indem er ihnen drohte, sic den Teutschen al» Spione zu denunzieren und sie erschießen zu fasten. Ein deutscher Offizier, den eine von Prrmen- tier bedrohte WirtSinhabcrin zu Hilfe rief, liest den Gauner sofort fcstnohmen und dem französischen Polizeikommistar übergeben. Er wurde nunmehr vom Gericht ,u drei Fahren Gefängnis verurteilt.
Aus Velsiien.
Amsterdam, 15. Tez. Pjd meldet aus SaS van Gent Fn Tlticit wird durch die deutschen Behörden der Benölkcrung eine dritte Warnung über den Besitz pon Waffen und Munition erteilt. Aste Personen, bei denen nach dem 15. Tezeuiber noch Walten gesunden werden sollten, sollen zum Tode verurteilt werden, ebenso diejenigen, die vom« Waffenbesitz anderer Pen'onen Kenntnis haben und die» nicht nngeben. Die Bewachung der Grenze wird ^ auf» äußerste durchgcsubrt Gestern sind aus der ganzen i-treckr von Selzaeta nach a.ede von Baum zu Baum Ttachei-
drähtc gezogen worden.
<r,i, chrlichev HEugläuder.
London, 15 Tez. slVst. Nichtamtlich.) Fn den Time» schreibt ent Artillerieossizier: Tie Beschießung von Kirchtürmen und allen hohen Gebäuden ist unerläßlich. E» ist unsinnig, über die Zcr- störnng von großen Gebäuden sich zu bellagcn, gleichgültig, ob e» Rathäuser, Kirchen oder Fabriken sind. Wir beschieße» sic gerade so wie die Deutschen. Tie Offiziere beider Parteien benutzen sie für Beobachtiing»zwecke. Fetzt gelchiebt o» in Frankreich, späten kann e» dem Kölner Tom ebenso ergehen. Wir foüten lieber die lauten Klage» vermeide», um nicht später sür Schrtnheilfge zu gelten!
(filsFalld Verlust au Ausestcu.
Tie Washington Post, die bistwr mit besonderem Eifer gegen Tentscbland gehetzt batte, schreibt in ihrer Nummer voin Ist, November: „Englands armselige Leistungen int bisherigen Verlaus des »triegcS haben seine Verbündeten ent- täuscht und ihm viele Freunde entfremdet. Die leitenden Geister Englands, dos um seine Existenz kämpft, haben sich schwächlich, zögernd und unfähig zur Initiative gezeigt. Die Bevölkerung Großbritannien» niuß starr vor Schrecken gewesen sein, als die ziiachrichten von der Beschießung Aarinoiiths, von der Vernichtung des Geschwader- Sir Lhristopher CradockS und von der Ausfahrt eines deutsttntn Gcsägvadcrs direkt unter der Nase der britischen Blockade- flotte eintrafen. Was ist aus der britischen Seeherrscksaft geworden? Ist der alte Geist tot? Deutschlands Marine ist eine Schöpfung der sungsien Vergangenheit, und doch haben ihre Offiziere und Matrosen bisher Wunder von Mut und Letstungssähigkeit getan, während die in ihrer Größe überwältigende britische Flotte von Fäulnis erfaßt zu sein scheint. Tic Verbündeten haben ein Recht, von England mehr zu erwarten, als cs bisher geleistet hat. Jetzt ist nicht Zeit, rück- wärtS zu blicken und auf alten Lorbeeren auSzuruhen. Die Schwächung des britischen Prestiges sckladet den Verbündeten sehr und entfremdet ihnen alle Sympathien. Wenn England sich selbst nickst helfen kann, wie kann es von anderen erwarten, daß sie ihm helfen? Falls England keine überragenden Besclstshaber besitzt, denen es vertrauen kann, io möge es sich an die bedeutenden Männer unter seinen Der- vündeten wenden. Möge eS die ganze Arbeit ihnen sibcr- lalicn, da cs dies ja schon niit dem größten Teil der Arbeit getan hat. Möge eS die ganze britische Flotte Admiral Togo von Japan übergeben, wenn seine eigenen Führer die Wiederholung der erstaunlichen Beschießung eines britischen Hafen» möglich erscheinen lassen . .
So schreibt ein Freund Englands.
Tie Aatsd auf uuscrc Kreu'er.
Die bei den Falklandsinseln verwundeten Engländer sollen nach einer Funkspruchmeldung aus Montevideo dort gelandet w.rden, Tic englischen Schisse verfolgen die deutschen Kriegsschiffe „Prinz Eitel Friedrich", „0l a r l s r n h c" und den Hilfskreuzer „Kronprinz W i l b e l ui", welche die Gewässer Montevideos verlassen haben. Nach einer englischen Quelle sollen sie bereits ihre Kohlenschisfe verloren haben, sodaß sie sich bald wurden ergeben niiisscn.
lstustland als ^astnenlräa.er der Freiheit uud Kultur.
T. U. Stockholm, 15. Tez. In Hclsingsors sFinnland) wurden 8 sinnischc Landtagsahgeordncte unter Nicblachtun-.i der Immunität festgcnommen und unter militärischer Bk- wackung nach Petersburg gebracht. Sie sollen mit den bereits verhafteten sozialdemokratischen Tumaabgeordneten hockivcrrätcrische Beziehungen gepflogen haben.
Portugal unv der Krieg.
Ta» Programm de» neuen Ministeriums umfaßt nach einem Tclearamm der Frantsurier Zeitung die Berleidigung dc» republt- kanifchcn Regime» und die Anteilnahme Portugal» am Kriege, ?ie Renierung werde nicht nur die Verleidi^llnfl der »olvntril sichern, sondern auch die Intervention Portugals bei denr^Ärregc auf dem Kontinent, da man überzeugt sei, daß aus den -Lchlarb»' feldern Europas sowie in denen der Kolonien das ^chiaial, ßic Zukunft und Unabhängigkeit des Vaterlandes entschieden werde.
Zusammenkunft Ver ikaudiuavi'cheu Könige!
Tas osisziösc Twcnska Telegr.-Burean meldet: Auf Ein- ladung des Königs von Schweden wird am Freitag den '.8. Tczcmber eine Zusammenkunft zwischen den Königen von Schweden, Täncmark und Norwegen in Malmö stall- finden. Tic Könige werden von ihren Ministern des Auswärtigen begleitet sein. Tiese Zusammenkunft ist als Ausdruck für das guic Verhältnis zwischen der. drei nordischen Rcickien und für die zwischen ihnen bestehende völlige Einiz- feit in der Aufrcchterhallung ihrer bis jetzt beobachteten Neu-


