Ausgabe 
12.12.1914
 
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Beilage zm Oberhessische» Äolkszeitunj, Nr. 287

Hießen, Samstag den 12. Ae;emk>cr 1914.

Hefieu und Nachbar gebiete.

»ietzen und Umgebung.

Sehnsucht.

Auf Posten sprach es der Landsturmman»,

Tief unten im Tale raunt es die Lahn,

Pom Himmel rufen die Tternclein Und auch der Mond stimmt traurig mit ein,

Tie Vollen seufzen an, Firmament:

Ach war doch der schreckliche Urieg l-ald zu E»d!

Das Käuzchen klagt es der stillen Rächt,

Im Oste» und Westen tobt Schlacht auf Schlacht Manch teure» Freund die Erde schon deckt,

Biel Tausend noch fallen, die niemand mehr weckt.

In der Heimat die Lieben, sic ringen die Hand':

Ach war doch der schreckliche Krieg bald zu End!

Tie Toten flüstern cS a»S- dem Grab,

Schont doch der Lebende» Gut und Hab,

Stellt endlich das grausige Morde» ein.

Die Menschen, sie sollen Brüder sein.

Wenn dieser Gedanke beseelt die Welt,

Tann ist auf ewig der Krieg auch zu End!

lVon einem Genosse» aus dem Westerwald,)

Stadtlicrordnetenversammlung. In der Sitzung an: Donnerstag waren anwesend: Oberbürgermeister Keller

Beigeordneter Grünewald: Stadtv. Tr. Ebel. Eickenaucr,

.aber, Fr,cdbergcr. Habenicht, Tr. Habcrkorn, Heichelheims 'elsricb, Huhn, Jann, Leib, Löber, Orbig, Plank. Petri, .chafsstadt, Simon. Tr. Somnier, Vetters, Winn.

Der Oberbürgermeister eröffnet die Sitzung gegen ß Uhr und teilt mit, daß einige Serien Schnldverschrci- ungen nicht ausgelost zu werden brauchen, da sie durch llckkaus gedeckt sind. Vom Stadtv. Vetters sei folgender ntrag cingcgangcn:

Tic Ttadtverordnctenversaminlung wolle beschließen: ie zuständigen Deputationen und Ausschüsse werden bc- iftragt, in Erwägung darüber cinzutretcn,

1. ob cs sich ermöglichen läßt, bei gering bemittelten Hausbesitzern die Installation der elektrischen Licht- lcitung, das heißt, das Legen der Trähte bis zu de-, Lcuchtkorpern. aus Kosten der Stadt zu bewerkstelligen,

2. ob eine Herabsetzung des ltzaspreiscs, sowie eine Her­absetzung des Preises für elektrischen Strom, oder Wegfall der Zählermiete sich ermöglichen läßt und empfiehlt."

Von einer Erörterung deS Antrages wird Abstand ge­nuinen, da er erst in der Kommission beraten werden soll. Vom Sekretär des Gemeindcarbcitcr-Verbandcs in eanksurt ist eine Eingabe eingclaufen, in welcher ersucht ,rd, daß den zum Kriegsdienst eingezogenen städtischen rbeitern 3 Wochen vor Weihnachten der volle Lohn ausge- hlt werden möge. Diese zu spät eingelnufcnc Eingabe geht : die Kommission.

B a u g c s u ch c usw. -Heinrich M c p n e, Walltorstr. 5. >ll einen Anbau an scinein Hause anbringen. Tos,kann Ickit befürwortet werden, weil dadurch der Hofraum zu an werden würde. Ludwig Müller ersucht um Be- ssung eines Firmenschildes ani Hause Neustadt 15. Tic Zeitigung war verlangt worden, weil das Schild 1,20 ctcr Ausladung hat. Weil cs aber schon seit 2530 Jahren gebracht ist. wird die Belastung genehmigt. Tas Gc- ch von Ludw. K o h l c r in a n n , Bleichstraße 10, wegen ibringnng eines Firmenschildes wird genchniigt. Ebenso i gleiches Gesuch von C. Z i m m c r m a n n für das Haus ue Bäue 15. unter der Bedingung, daß das Schild nicht ht als 70 Zentimeter Ausladung erhält. Das Gesuch n K. A in e n d wegen Errichtung eines Gartenhäuschens > Wißmarcr Weg wird befürwortet.

Verschiedenes. Tas Gesuch des H e i l st ä t t c n - ' r c i n s uni pachtweise Uebcrlassung von Gelände an der vushcilstättc wird, wie gestern bereits mitgetcilt, ge- bmigt.

Für Herstellung von Hausanschlüssen durch das ektrizitätswcrk ist ein weiterer Kredit nötig. ES werden 000 Mk. bewilligt. Zu den Fahrpreisen der traßcnbahn während deS Krieges beantragt die mmissiou, eS bei den bisherigen Preisen (für Militär) zu asten. Vom Oberbürgermeister wird dabei fcstgcsteUl, 3 die Stadt Gießen hierin da-s weiteste Entgegenkommen ge. In andern Städten der Nachbarschaft müßten die lizierc den vollen Tarif bezahlen, während sic hier den- aen Preis wie die Mannschaften (5 Psg.) bezahlen. Tcm trog der Bctriebsdcputation, keine Aendcrung am Tarif rzunehmcu. wird deshalb entsprochen. Tein Lagerkoin- ,ndo soll eine größere Anzahl Fahrmarken abgegeben rden. Für die Gaszuführung in das städtische Gebäude f dem alten Friedhof werden 110 Mk. gefordert und be- ligt. Wegen des Petroleummangels sind eine Anzahl dtischcr Gebäude mit Gasleitung versehen worden. Tas iuglingshci ui hat seinen letztem Rechnungsabschlu' olge 700 Mk. Defizit. Der Verein für Säuglingssürsorg acht dcslialb um einen Zuschuß von 500 Mk., da 200 Ml privater Seite beigestcuert wurden. Ter Finanzaus >8 beantragt, de>n Gesuch stattzugeben unter der Be- gung,^ daß im nächsten Jahre keine Nachfordcrungen über : Zuschuß von 3500 Mk. erhoben werden sollen. Tr. Ebel 0*- ob die Stadt einen Einfluß im Verein habe. worauf Oberbürgermeister erwidert, daß er dcni Vorstande an- lore, die Rechnungsführung werde von einem städtischen amten besorgt und es werde überhaupt sehr sparsam gewirt- iftet. Heichelheim meint, man solle durch Gewäb- sg eines höheren Zuschusses Nachfordcrungen zu ver- * Wochen, xr. Haberkorn stellt fest, daß das <säug» gsheun von Tarnistadt nichts erhalte. Bcig. Grüne- ltd spricht für Bewilligung des Zuschusses, man könne

doä' das Säuglingsheim nicht eingeben lasten, das segens­reich arbeite. Nach Versicherung mehrerer Redner, daß sie ;ich durchaus nicht gegen das Säuglingsl>ci»i aussprcckien wollte», wird der Zuschuß bewilligt. Schließlich teilt stoötD. Prof. S o i» m c r noch mit. daß durch die von der Universität veranstalteten Vorträge 600 Mk. lleberschutz er- zielt worden sei, die zum Besten der Hinterbliebenen Gießcner Gefallener zur Verfügung gestellt werden könnten. Ter Ldcrbürgcrincistcr spricht im Namen der Stadt hierfür berzlickxin Tank aus.

^ Gciallenc des Giestcncr Regiments. Vizefeldwebcl

a.r. Fritz T h r o m aus (ließen. Leut». Hans M ü 11 e r- H e m p f i n g (Regt. Nr. 222) aus Kassel.

Kaust zeitig ein! So schwer cs vielen immerbin falle» mag, so snchl doch jeder zu ermöglichen, seinen Angehörigen eine kleine Gabe aus de» Weibnachtstifch legen zu könne», fe ist daher angcbrachi, auf die Vorteil« des friihzcitigen Einkanss hinzuiveife», obwohl das Gedränge in den Laden nicht allzu aelährlich werden wird. Immerhin find jetzt die Lager der Geichäftsleulc »och nicht so ausgesucht, wie cs wenige Tage vor de» Festtagen der Fall fein wirb. Wenn dagegen ipäier wenige Tage vor de» Feiertage» die Läden gedrückt voll Menschen stehen, können die Wünsche des Einzelne» oft nicht mehr in vollem Ilmfange befriedigt werden. Auch im Intercsie des Bedienungspersonals empfehlen wir einen frühzeitigen Einkauf. Noch mehr eine» »inkauf bei Tage, so bas, nicht noch i» später Abcnbstnnbc die Käufer sich drängen und die müde» Angestkiitc», »m zum Verkauf an, anderen Tage gerüstet zu lein, stundenlang aufräume» müllen. Soviel Rücksicht follten insbesondere unsere Frauen baden, die beim Einkäufen ja stets wählerischer sind u»d sich oft ein halbes Warenlager vorlege» lassen, ebk sie sich entscheide». Wir ersuchen »nscrc Leser auch, in erster Linie die Inserenten unseres Blattes z» berücksichtige» und sich bei Einkäufe» ans unser Blatt zu beziehen, was meist nicht geschieht.

^ Tas Trama der uneheliche» Mutter, lins wird geschrieben:

Sie berichteten in Ihrer MitlivochSnuininer über die Schwur- gerichtsverhandliing gegen ein Mädchen, das der Kindestötung an- gcklagt war und zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. T>e bezeichne» diese Strafe selbst als hart »nd das ist sic in der Tat, zumal wenn inan berücksichtigt, das, dieses Mädchen geistig be­schränkt ist. dass sogar Zweifel au seiner Zurechnungsfähigkeit bei der Tat bestanden. Tiefe Zweifel werden verstärkt durch das ganze überaus dumme Verhalte» des Rädchens nach der Tat. Uebcrlegt man sich ferner, welche Befürchtungen es für seine Zukunft hegen mutzt«, so begreift man, dafz cs zur Verzweiflung »nd zu der ab­scheulichen Tat getrieben wurde. Keineswegs will ich damit sage», das, eine solche Tat straslo» bleiben sollte: doch ich kann mich eines Falles erinnern, bei welchem die Umstände für die Angeklagte weit ungünstiger lagen, die aber trotzdem Freisprechung erzielte. Es mar tm Jahre 1003 etwa im Frühjahr, als vor dem Schwurgericht in Hanau gegen eine Gräfin von Seckendorf wegen Kindes- tötnng verhandelt wurde. Tiefe Angeklagte hatte Ihr uncl,c!ichcs Kind zum Fenster des Schlaffes (bei Fulda) hinauögeworfe». In dieser Verhandlung erklärie» twcnn ich nicht irre) mehrere bc- dentcndc ärztliche Sachoerstänbiae, daß im Geburtsaktc keine Fra» voll zurechnungsfähig fei und für ihre Handlungen nicht verant­wortlich gemacht werben könne. Gestützt auf dieses Gutachten fällten die Geschworenen in diesem Falle einen Freispruch. sWir möchten hierzu eine» dicicr Tage vor dem Schwurgerichte in Magdeburg verhandelieu Fall erwähnen. Tort hatte ein Mädchen sein 20 Tage altes Kind in die Elbe geworfen. Tic in geringem Grade schwachsinnige Angeklagte kam mit zwei Iabren Gefängnis, also erheblich bcffer davon, als die Sünderln vor dem Gietzener Schwurgericht.)

Vorsicht bei Versendung von Frldposlpakcte». Wie ge Ehrlich es ist, s Pakeben Feuerzeug« ober lcick» ene.zündlichc Sacken zu verschicke», zeigt eine Nachricht von Kriegsschauplatz, batz am «. Tez. cm Postkraftwagen mit Post für das IS. Armeekorps aus der Er.rp- penftraste wghrfcheiniich infolge von Telbsteiitzüiihuna von Post- scnduilgen sStreichhölzcr. Jeuerwcrkstörper oder ähnliches) i n Brand geraten. Zwei Tritte! der Ladung sind ver- b r a n n t. Amtltcherfeits ist wiederholt vor der Versendung feu-tr- gcsahrlich>«r Gegenstände durch die Feldpost gewarnt worden. Diese Warnung wird dringend wiederholt. Wer sich darüber lniuvegsetzt und leicht eiitziiudbarc Gegenstände versende:, kann die Allgemciii- lstit aus das empfindlichste schädigen mid di« Wohl Irrten zunichte machen, die Liede mid Opferst,,«, umsereii Soldaten im Felde z>>- gedacht haben.

lieber die Gebäude-Brandversicherung und die Kebäudebrände im Jahre 1013 berichtet die amtliche Statistik, das, die Zahl der versicherte» Hofrciten Ende 1913 187 LA!, die Zahl der Brände 733 betrug. Van den Bränden sind entstanden: 17t im Wohngebäude, 78 in Scheuern, 87 in Ställen. 58 tn anderen Nebengebäuden. 11 in Kirchen und Schnlhäuscrn, 8 in sonstigen Gebäude» und 7L ,n gewerblichen Gebäuden. Brandstiftungen wurden nachgcwiesen durch den Eigentümer in L Fällen, durch Tritte in 7 Fällen, durch mutmastlichc Brandstiftung entstanden: durch de» Eigentümer 5. durch Tritte 1L. durch fahrlässige» Unigang mit Fcuer »nd Ltcht 218, Spielen der Kinder mit Feuerzeug 17, durch mangelhafte Feuerungsanla-ie »7, durch feuergesährlichen Gesck-ästsbetrieb 13, zündende Blitzschläge 13, falte Blitzschläge 101, Erplosionen 58, Selbstentzündung von Stoffen 1. andere bekannte Ursachen 13, un­bekannte Ursachen 158. Tic Höhe der sestgeievten Entschäbigunae» betrug unter 100 Mk in 181 Fällen, 100 -180(1 Mk. in 182 Fällen, 10005000 Mk. in 88 Fällen, 500010 000 Mk. in 20 Fällen, über 10 000 Mk. in 11 Iällcn. Tic GeiamtbraiibversicherungSsummc be­trug Ende 1818 2 820 977,880 Mk.. die Zuschläge wegen erhöhter Feucrcr-csahr der Gebäude 118 878 220 Mk., Gesamtdurchschnitt aus ein versichertes Gebäude 12 558 Mk.. aus den Kvps der Bevölkerung 1331 Mk. Tie Brandsteuer betrug 1913 von je 100 Mk. Uinlage- kapital 0 Pscnnigc.

Erdölpreije. In der letzten Zeit sind wscderholt Klagen darüber erhoben worden, daß in einzelnen Orten im Kleinhandel Erdölpreise gesordert werde», die zu den Preise», welche die LieserungSgescllschgftc» stellen. >m Mitzrerhältnis stehen. Zu einer Preiserhöhung, wie sie vielfach vorgcnommen würbe, liegt »ach Lage der derzeitigen Grotzhandelspreise. die den durchlchnitt- lichen Preisstand vor dem Kriege >m allgemeinen nicht überschritten haben, kein Anlas, vor. Andererseits ist die E i n f u b r von Erdöl nach Tcutschland gegen Friedend,eiten wesentlich erschwert, sodah die grotze» Sicscrnngsgesellschasten bei Abgabe von Erdöl an die Kleinhändler zurückboliend sein muffen. Tie Vcriorgunq Tcutsch- lands mit Erdöl ist nicht io reichlich, »in davon ablehen z» können, auf eine Einschränkung des Verbrauchs hinzuwirken. Tie Bevölkerung muh also weit haushälterischer als seither mit dem Erdöl umgeben: sic wird euch gut daran tun, sich an die Ver­wendung von Spiritus zu Belcuchtunqs zwecken zu gewöhnen, zumal angesichks der durch die verminderte Zuiubr be­dingten Zurückhaltung der LieserungSgesellichaslen die Klein­händler den Wünschen ihrer Kundschaft nach Lieserniig von Erdöl nicht in jedem einzelnen Falle selbst beim besten Willen zur Zeit genügen können. Tie werden vielfach genötigt sein, beim Verkauf deS Erdöls eine Kürzung der sonst ihrer Kunden abgegebene» Mengen eintretcn zu lassen Hierbei wirb es für Kleinhändler, die ihre Kundschaft kennen, leicht möglich sein, zu verhindern, daß einzelne Käufer sich aus Kosten der Allgemeinheit einen Vorrat an Erdöl anschaffen. Tab eine solche unberechtigte Aufspeicherung

ersosqi,inh insbesondere auch bei dem sogen. Kannenvertrlcb vcr- hülci werden. Sollte die Knappheit an Erdöl z» undcrcchtigtcn Preissteigerungen, .zu denen, wie erwähnt, »ach Lage der derzeitigen Grvtzhandcisprcise leine Veranlasiung vorliegt, benutzt werde», so wird wohl die Festsetzung von Höchstpreisen nicht um. gangrn werden könne».

Sundefteuer im Groschcrzogium Hesse». Es dürfte vielen Hiiitdebeützem nicht minnütamntii sei». »>enn wir an di.strr Stelle daraus ausinerffcn» mache«, daß die im Lause dieses Jahres abgc frfwifte» Hunde bes spätes, »s zum 31. Dezember l»ei der zustäichiqc» 'Bürgerntecsterel abzu.-n.Idc» sind. Wir» Ge AGneldung erst nach dem 81. Tezcinber I-ennrkt, so ist die Hiindestener stir Grs svlgendc Jahr wcwcr tu entrichten. Wer ferner am 1. Januar selbst g> ächtete fange Hunde iin Alter von unter drei Mo>i->!«n best», ivird rnnvcder gleich oder nachivügltch zur Hmtdeiteuer für das k»m- inend« Jahr zu, > zogen. Ntir wcn» nackMiviele» wird, daß ein jungrr Hund vor Errctcliung drs Alters von drei ÜAnitM» zugrunde gegangen oder »ach Lrre» autzerchatb des Grr>tzl^riagtmns r-erauston norden ist, »riet Zteuerbesrcstutg <w.

Ter frühere Haupilkhrcr Ludwig Schaas rft an, Tioiisiog Abki-d infolge enieo SchtgrzatistUe» gestorben. Am I Tkrvber ds. Jos. erst irat er in Mru RnhefNuch, den er also nicht lange gciiicsw» kviiiite. Schaas ist über 70 Jahre alt geivorden: er stammte aus Köddii-gni im Vögele derg und war seit 1882 in Gieszcn «Mg. zuletzt als Haupilchrer in der Stadiniädchrntchuke.

Siadiiheaier. Ncchinais fei auf die inorgi-ze Aufsühnrng >h>» Sudcrmon, .> .Schiiiiktterlingsschlacht" hingewirfe». dir last in der- lclbc» als vorzügl-ch anevaliinieii Beicpiiiig wi« nn vergaiUcneii Jahr g.gcbr.!> nwrdcn kaii.s Tas Stück erschemn in dieiem Jahre nicht tni Al>omtemen«. ,

Allkn-ttuieck. Nätiften Soiiitiag. dcn 1 8,, alfo movgen »ach. nrillag. 2'ö Uhr. findet estie Verls-tini-i»s»a de» Volksverein» im Veroiitisloka-l« statt. Auf Grund eines Befchlnsfes der letzten ss > i ...nniiung ha. . : Bc.prc.1mi : itoxziiiiiiden Partei-

genosicn! Beucht voilzäh! > d : Vcrs>tcm,rl!ing und brmg! den Nach niiiiag dcn Portzigcitoffcn. tx brausten im Felde iiehen zum Opser. Sie rpsrrii aller- gegenlii-cr dieser einzigen Psiicht. Wir erivarlen deslialb auch. daf> jeder sich deffen t-eivustt ist und ewscheiiit.

8 Tarmstgdt, 11. Tez. Ein Lump. Wegen Nnicrichlaguilg von LiebcSgabcnpakcten wurde der seit einiger Zeit aushillc-ivei.se wegen Rangelo an gecignclem Personal bei dem hiesige» Postam! betchLsligte srühcre Kausiiicur» B ü ch » e r aus Köln in Unter- suchungsliast genommen. Er hat in zahlreichen Fällen, von dcuen er bis jetzt 12 emgeftanden bat, siir unsere Soldaten im Felde be­stimmte Pakete, die meist wegen liiigcnügender Adresic an die Ab- icnder znrückqclie» sollten. >interfchlo,ze». gcösknez und den Inhalt für sich verwendet. Hierbei stellt sich die Tatsache l>craus, d»st B schon einmal mit 1 Monaten vorbt-strast ist und das, die Post sonder- baicrwcisc bei der Eiiistettnirg des Moiiitc» nicht» ersah reu l>attc. Jedenfalls hat nian sich auch nicht hinreichend orientiert.

Kr«i< Wetzlar.

n. Gegen den Wuckzer. Das LandratiSOiNil in Alteutivilien

lWeltcrivald) bringl eine Bck<rnni>»iach»ng des taurmandierenden General v. Poetz in Eobicn.z zur Kenntwis, wmiach dir Bcsitzer von Wolle lind W-.'Ilir>arenhesläitben vor gewiitnstichtige,, Händlern ge. warnt werden, di« graste Bestände auskanfen. lieber perfön-lichen Bcdars soll itirgeied» vertat.st werden. Der Geneval Uci>ält sich ivcilcrc Schritte vor.

Von Nah und ftmt.

X Von einem Famllieiidrama wird aus Stilzbach sin- der Bergstrasi«) berichtett Am Toninersichg früh s e u e r t e der 30 .fahre tritt Guisl-esivcr Johannes Lchmvalter, Witwer und 2<ater von drei Knaben von 12, 10 und 8 Jahren, ohne äiitzeren An last auf feine 02 Jahre al-tr MiXter. die ger.che den Kallee mahlte, drei Reval, v e r s ch u s s e ab, durck, welche die alte Frau zn«r schwer, aber nicht tödlich am Srpfe und an der rvckücn Hand verletzt wurde. Uitmittel- l»>ir danzch verübte der Täter Tckbstmord. indem er sich in der Scheuer erhängte. Tic Ursache der Tat ist aus finanzielle Sorge» zuiückzusühren.

Edisonwerkk vernichlci. Tie gesomrte» Anlügen der ThomaiS

Edtson-Eompaiiy in West-Orange tNew-Iersep) sind durch Fe»er zerstört worden. Das «tnziar gerettete Gebäude ist das Labo» ratorium mit wertvollen wisioiischg-il!ich«n Instrumettte», das under der unmittelbaren A ns sicht Edifons steht. Man glaubt, -atz das Feuer durch eine Erplosio» im Infpckiionsgebäude entftand«» ist. Edison sagte, während er den Brand beobachtete, er wiirde den 2iou» bml der Anlagen fosorl begmncn.

Quittung!

Für die Weihnachtsseier der Kinder ovganisierter KriegSterl.

Bekanntmachung.

Liebcsgabcli für Kriegs-Waisenkinder.

Tic Regierung der Vereiiiggten Staaten von Nordamerika hat ei» Kr egstranSporiichlss nach Europa gesandt, das di« von dem amerikanischen Volte gestisteten Weihaachtsgaben für deutsckie unt österreichische Kriegs-Waisenkinder überbrtngt.

Uni auch der, in der Ltdat Güthcii ansässige» Krivgsivaesa» dculicher und üsirrretchischrr Sraa^aitgehörtgkeit Gaben vermitteln zu künncn. erbäte ich Anmeldungen der in Frage kommenden Kinder bis spätestens 15. ds. Mts. im St-adthauS, Zimmer 15.

Gictzeit, de» 11. Dezember 1811.

Ter Oberbürgermeister: _K e l l cjr__

Bekanntmacknna.

In der Zeit vom 8. bis einfchliestüch 22. Tezembrr ds. Is. lieg! auf Grostherzogl cher Bürgevmriftcvc- Heuchclhei-m das Projekt über Auc-lühruiig von Tramegen in den Fluren II, III, IV, VH und VIII nebst Abschrift de» BeschluffcS vom 5. Tezcntber ds. Js. rtr Einsicht der Beieil.gtei, offtn.

Einwenhungen b-'rg'gcn llrd bei Meldung des Au-schuncs während der Olfenlegunig bei Grosthergoglrchcr «ürgermcist-rei Hcuchelheim schriftlich ei-nzureichen.

Frfedbcrg. den ft Tetomber 1811.

Ter Grotzh. Feldbercinigungskommiffär:

gez. Schnittspahn, Regienrngsrat._

Verstorbene. Rektor Ludwrg Schaas in GiestLN. 70 Jahre att. Prosesiar Jrtedrich Franz, Oberlehrer in Laube ch. 44 Jahre alt

nehmer und Arbeitsloser g,»ge>t iveiler ein:

Vom Gesangverein .Eintracht"........20 Mk

Vom BcrbaiKi der Tapezierer....... 5.

Vom Verband der Tabakarbeiter.......10.

Von August Seltner............. 3.

Bon August Hock-Langgöns........_1 .

Summ«: 39. Mk. Bereits quittiert sind 202, Mk Insgesamt 241 Mk. Weitere Meten «»crLe» «nttzogengenommeu hcnn die Zahl der Kinder ist eine bedeutend«! A l b i n Mann.