3nfanteti«.JJ<:flira«nt Nr. 116, wttfctn.
8t Quesnoq am 2. 11. 14.
5. Sompagnie. «riegsftciw. »alttr Lohmann Bonn verm. — «riegsfreiw. Herrn. Machalcit. «ich. vcrm. — Lri'egsfteiw' Ctto Sachser, Nürnberg. verm. — Kricgssreiw. Georg Schmoll Bockenheim, verm. — Ers.-Res. Aquillius Schneider. Herbstein' verm. — Res. Karl Karle, Groß-Felda, verm. — Rust Herrn' Suhbier, Oberbrügge. verm. ^
7. Kompagnie, Gefr. Georg Zchuchard, Alsfeld. Ivw — «es. Joh. Lester, Rieder-Eschbach, verw.
Äeio Steuerabzug an der Äncgsuntcrstützung. Diclsach besteht noch Zweifel darüber, ob cs der Steuerbelwrde er- laubt ist, an der Kriegsunterstützung rückständige Steuern abzuziehen. Es gibt, wie dem Mainzer Journal berichtet wird, sogar Gemeindeverwaltungen im Odenwald, die bei Frauen von Kriegsteilnehmern, die große Kinderzahl baden, die Gemeindesteuer, gegen den Einspruch der Beteiligten, in Abzug bringen. Das ist nicht gestattet. Tie Kriegsunter, stühung wird nur an bedürftige Frauen und Familien ge- geben, sie ist so festgesetzt, das; sie nur den Mindcstbetrag dar- stellt, der für den unbedingt notivendigsken Lebensunterhalt gebraucht wird. Die zuständigen obersten Derwaltungs- organe haben denn auch erklärt, daß unter keinen Umständen Steuern von den Unterstützungen für hilfsbedürftige Fa- niilien von Kriegsteilnehmern abgezogen werden dürfen. Wo dies trotzdem geschieht, erhiche man Beschwerde bei dem Krcisamt, oder rufe die Vermittlung der Arbeiter- und Parteisekretariate der Gcwerksck>aften und Kartelle an.
— Preissteigerungen seit Kriegsbeginn. Die sich im einzelnen die Preissteigerungen bemerkbar niachen, weiß jede Hausfrau. Sehr lehrreich ist ein Ueberblick über die gefaulten Pr ei S st eigerungen im Kleinhandel, umgxrechnet auf den wöchentlichen Nahrungsmittelaustvand für eine Familie von vier Köpfen. Richard Calwcrs Ar- bcitsmarkt-Korrcspondenz kommt zu folgenden Ergebnissen: Tie Preissteigerungen für alle die Waren, die zum not. wendigsten Lebensunterhalt der Bevölkerung gehören, mack>en sich um so unangenehmer bemerkbar, je mehr das Einkommen der Haushaltungen beschnitten ist. In Zeiten günstiger Arbeitsgelegenheit und bei steigenden Lohnsätzen werden höhere LcbenSmittelpreise leichter hingenommen. Tie Kriegszeit hat aber die Arbeitsgelegenheit und auch das.Einkommen der Arbeitcrbevölkerung stark herabgedrückt, so daß eine Preissteigerung im Kleinhandel die Kaufkraft des sck)on g„. minderten Einkonimens noch weiter drückt. Von diesem Gesichtspunkt aus sind die Preissteigerungen, die am Lebens- mittelmarkt im Kleinhandel seit Beginn des Krieges ringe- treten sind, zu beurteilen, und es läßt sich nicht «leugnen, daß für die Schichten der Bevölkerung, deren Einkommen niedrig ist, dos Ansteigen der Lcbensmittclprcise eine Gefährdung ihrer Existenz bringen kann. Der auf Grund der Nahrungsmittelration des deutschen Marinesoldatcn berechnete wöchentliche N a h r u n g s m i t t e la u sw a n d für eine Familie von vier Köpfen stellt sich im Durchschnitt von zirka 200 Orten Deutschlands im Juli noch aus 25,12 Mark. Damit Kar schon ein ziemlich Hobes Preisniveau erreicht. Der August brachte dann das erste Ansteigen aus 26,41 Mark, dem im September eine kleine Abschwächung auf 26,14 Mark folgte. Im Oktober ist nun abermals eine neue erhebliche Preissteigerung eingctrcten. Der Inder be- ziffert sich auf 27,09 Mark. Das ist gegen September eine Steigerung uni 0,95, gegen Juli um 1,97 Mark. DaS ist das Plus einer Woche. Im Monat mackt es also etwa nind 8 Mark pro Fainilie. Bei rund 13 Millionen Familien wäre die rechnungsmäßige Mehrausgabe im Oftober gegen Juli etwa 100 Millionen Mark allein für die Ernährung, »lso für gegenwärtig über 50 Prozent aller Ausgaben. Daß dieses Plus im Hinblick auf die derzeitigen Einkommensver- bältnisse nachteilige Folgen für breite Schichten der Bevölkerung haben muß, dürfte allseitig zugegeben werden.
Seit diesen Feststellungen sind aber die Preise wieder sehr bedeutend gestiegen!
— Heisst rin Geschäft. Einen bemerkenswerten Beitrag zur Frage der Brotvcrtencrung lieferte eine Verhandlung vor dem Kaufniannsgericht Hannover, in der ein Handlungsgehilfe gegen einen Vcrftetcr einer großen Bremer Mühle auf Zahlung einer Gehaftsdisferenz klagte, die dadurch ent- standen war, daß der Beklagte, Kaufmann Georg M-, ihm oei der wöchentlich erfolgten Gehaltsauszahlung die Sonn- tage in Abzug brachte. In der Verhandlung wurde von dem Kläger nebenbei erwähnt, daß der Beklagte in der jetzigen Kriegszcit ein bilanzmäßig ermitteltes Einkommen von mehr als 1 0 0 0 0 M a r k im Monat hat und fast an jedem Sack Mehl 12 Mark verdient. Etwas geringer stellte sich der Verdienst des Klägers, der beim Besuche der Stadtkundschaft neben einem „Tagelohn von fünf Mark" für jeden verkauften Sack Mehl 10 Pfg. Provision erhielt. Immerhin bezog der Kläger in einem knappen Vierteljahr 128 Mark Provision, was einem Verkauf von 1280 Tack entspricht, an denen der Beklagte die Kleinigkeit von mehr als 15000 Mark verdiente. Ter gegen diesen Mann gerickitcte Prozeß, der bereits zwei Termine erlebte, wird noch einen dritten sehen müssen.
— DaS Gicistncr Regiment Nr. 222 hatte vor kurzein (anfangs Dezember) bei Lodz ein Gefecht gegen die Russen zu bestehen. Verwundete, die hierher gekommen sind, erzählen, daß die Russen keine besondere Tapscrkeit zeigen, sondern in Trupps von 20. 50, 100 und noch mehr Mann die Gewehre wcgwerfcn und sich gefangen geben. Bekanntlich gehören deni Regiment eine große Anzahl Freiwilliger aus Gießen und Umgebung an.
Nie soll man mit den Lindern vom Kriege reden? lieber dieses Thema sprach vor einigen Tage» in einer Berliner Fraiwnver- lainmlung der bekannte Friedensfreund Pfarrer Nithack-Stahn. seinen Anssührungen entnehmen wir folgende Stellen: Man hüec nch. den Lindern die Grausamkeiten des Krieges im einzelnen zu erzählen. Und man hüte sich noch mehr davor, der kindlichen Seele de» Glauben an die Menschheit zu nehmen. Nichts ist verwerslicher, ms in ihnen den Glauben erstehen zu lagen, daß alle Russen, aranzosen oder Engländer Unmenschen sind. Das Lind kennt keine Mittelwege. Um so ernster wird die Pflicht, ihnen zu sagen, daß auch unter den feindlichen Nationen Mütter und Kinder sind, die oen «ater und Bruder in den mörderischen Kamps ziehen lasten "atzten. Ten Hatz gegen alles Unwahre und Heuchlerische zu
V* "Oiwendig und gelunb. Ader man verhüte, hast in ,, ii! r "egen Böller eingcpslanzt wird: daß die
>ei»oiichenBoiler selbst den Frieden wollen und nur die Opfer be- Gruppen sind, kann jedem Sind leichtsatzlich dargcian werde». Ein andere» Kapitel aber ist da» Mitlciden de» Linde», da» wiffen soll, wie schwer und eisern die Zeit ist. in der wir leben, »me geringere iveihnachi-bescherung als sonst soll es mit Berftänd- n>» hinnehmen und mit dem Wunsche, daß da» vorjährige .Mehr" oen verwundeten Sriegern in den Lazarette» zugefiihrt werde. Bc- louoers und mit andächtiger Stimmung soll ihnen vom Ziel des Kriege» gesprochen werden: vom Friede»! Daß wir »m de»
Friedens willen kämpfe», mutz den Linder» immer wieder ein- S/Sfagt werden „nd dazu der Glaube, datz für alle Böller dieser vrde vereinst ein dauernder ,friede erscheinen werde. Tann werden die Eltern zur Aufklärung de» Kinde» das getan haben, was sic nach ihren Kräften zu tun vermögen.
Die Notwendigkeit der lominunalen Lebensmittelversorgung >ln einzelnen Gegenden Ostpreußen» hat stch ein empfiudlicher Mangel an leben», und Bedarssrniltel» eiugestcllt. Zn Sen ge- sahrdetkii Bezirken halien «» viele Geschäftsleute sür bedenklich, waren zu beziehe» und zu verkaufen. Das gleiche gilt für die Orte, in denen zur Fluchi gerüstet wird. So können die Leute nicht einmal waren für Geld bekommen. Sie müsten die weite und beschwerliche Reise nach Königsberg mache», um hier die notwendigsten Einläufe zu besorgen. Diejenigen, die dazu nicht in der Lage sind, müsten grotze Eiiibebrungen ertragen. Dazu kommt, datz den Provinzbewohncrn einige Nahrungsmittel von großstädtischen Händlern weggckauft werden. Znsolgc der hohe» Preise in den größeren Städten bereisen die Händler die kleine» Orte, kaufen die Nahrungsmittel auf und bringen sie »ach den Grotzstädtcn, während die Einwohner in den kleineren und mittleren Städten nicht» erhalten. Verschiedentlich hat bereits die Polizei einschreitcn und den Händlern die Waren sortnehme» müsten. In Znsterburg ist jetzt von der Militärbehörde da» Aufkauscn van NabruugSmiNeln in größeren Mengen durch die Händler verboten worden. DaS ist natürlich nur ein Notbehelf. Unbedingt erforderlich ist der gemeinsame Warenbezug durch die Kcnicindc» und der kommunale Verlaus der Lebensmittel zum Selbstkofteiipreise an die Konsumenten.
— Der Hcilstäticnverein sür Heffen hat seinen GaschäsiSberlcht fiir das Fahr 1813 herausgegeben Zn diesem Berichte dtirficn besonders di« Angaben über di« Lupu Shell statte in Gtesze» interessieren, di« bekanntlich am 18. Mai vorigen Zach res eröffnet iourd«. Bis Ende des Fahre» hatten 140 Paiienlen di« LupnAheil- ftätte ausgesucht, worunter einege inehrereinai«. 40 wurden auf dar Zahr 1814 übernommen. Von allen Ausgenommen«, litten an Lupus, also tnin-rkiilösen sviiirkrankheiien 04 nnd an nichttul»cr- fulöfon 82. Bis Ende de« Fahre- konnten 10 Lnpn-slranke als völlig geheilt entlassen iverden. — lieber die Behandlung der Kranken ivirb u. a. gesagt: Da» in der Lupudchrilstätte in Verwendung ge zogriie Heilmittel ist so gut wie ausschließlich dt» Licht, dir cheniiische Aktivität der Sonn« und gewlster künstlicher Lichtquellen Daß ni einer der Behmidlung luderkulöser Menschen dienende,«ns wissenschaftlicher Grundlage auigabalttkii Heilstätte neben der theva- pcutischc» Verwertung des Lichtes di« übrigen Errnngeni<t>a.f>rn thcrapciittscher Fonchung ans dem Gebiete der Tuberkulos«- dckämpsiiug nicht vernaävläistgt und in Rechnung gestellt iverden. liegt auf der Hand. — Di« RcchniiiigSablagc des Vereins weist eine Einnahme von 300 200.00 Martz nach, der eine Ausgabe vo» 294 227.05 Mark qegenüberstsht. Das Rcinvermöqen betrügt 288 421 Mark. — Nächsten Donners lag. 17. Dezember, hält der Verein sein« ordentliche Mitgl>ederocrsa»i»rlui,g in Darinstadt, in, Saale der Landcsversichcrimgsaiistalt, vormittags 11 Uhr ab.
— Im Siadtthealer ging es am Dienstag abend recht lustig z». Es wurde ein „fröhliches Spiel" ansgesührt, ivie es die Verfaffer Ke hm und Zieh sec nennen, da» „Als Ich »och i», Flügclkleide" betitelt ist. Bel dem gut besetzte» Haus« sand das Stückchen mit seine» alten und neuen Scherze» die beste Aufnahme und wärmste» Anklang. Mit Recht. Hier hört nian nicht immer ivieder von Krieg und Schlacht, Vernichtung »nd Tob, was man nicht mehr hören mag, sondern cs wird etwas zur Erheiterung geboten und zwar in einer Form, die bei alle», Rutwillen buch nirgends über die Stränge schlägt. Das Stück spielt in einem Töchterhcim, das Frau Gutbier unterhält, und in dem fast das ganze Tamenpersonal unseres Theaier» untergebracht war. Die Insassen wußten sich recht gut zu unterhalten; es wäre vielleicht in dieser Töchtcr-Trcsturcnanstalt langweiliger gewesen, wenn nicht im Hause nebenan eine Ltiidcntenkncipc wäre, deren Besucher auch bald der Nachbarschast ihre Aufmerksamkeit zuweiiden, die von dort natürlich erwidert wirb. Es versteht sich, daß dabei »ach etlicher Muhe mehrere Paare glücklich zusammcnkvminen. Mit der Schar Backfische hatte Frl. Frenze! als Vorsteherin des Töchtcrheims ihre liebe Nol, über die sie sich hier »nd da bei einem Gastmahl hinweg,utröstcn sucht. Sie sand sich mit ihrer Aufgabe glänzend ab. Ebenso Frl. Martini, welche natürlich die Ausgclasienst« unter de» Pcnstonärinnen verkörperte. Zhre Kolleginnen Frl. Wen gerbt, Sonntag-Blume, Maria Schild, W. Fischer und Liesl H a i n b u ch »niersiützien sie nach besten Kräften. Frl Ttcttner hatte als Lehrerin eine weniger bank- bare Rolle. Viel Heiterkeit erregte Frl. Z ü n g l i >, g als Dieiist- mädchen, das seinen Beruf gründlich satt hat und in der Aussicht schwelgt, demnächst mit den, Diener der nachbarlichen Lindcittcn- kneipe, der vo» Herrn G o l l ausgezeichnet gegeben wurde, eine Wirtschaft an,»fangen. Cie vergnügt sich »ntcrdcsien damit, ihrer Herrin möglichst viel Aergernis zu bereiten. — Als Studenten und Mitglieder der Verbindung Rhenania waren die Herren Ltein- hofcr, L. Grosser und Grosscr-Braun humorvoll und liebenswürdig.
So ist'» recht. Großes Hallo und Zetergeschrei gab S am TamStagniorgen in der Frankfurter Markihalle, als die Karkt- volizei einem Kartosfclbändlcr und „Menschcnsrcnndc", der seinen Mitmenschen die Knollen um 8 Pfg. das Pfund vcrkanfc» wollte, kurzerhand den ganzen Vorrat von mehreren Zentnern beschlag. nahmte und von AmtSwegen zehnpfundweis zu 45 Pfg. an das Publikum verkaufte. Zn wenigen Augenblicken war der ganze Berg Kartoffeln verschwunden. Der entgeistert dreinschauende Händler ei hielt den reckst reduzierten Erlös mit einen, kräftigen Händedruck in die tsand nnd zog unier den, Frohlocken der Menge ab. — Auch in Hanau sind von der Söniglichen PolizeiDireklio» bei Ehr. Reu- ling, Rebenstr. 4. 30 Zentner: Frau Hartung, Sternltr. 2. 80 Zeiii- ner: Frau Bohnert. Lambonftr. 20, 14 Zeniner Karioffeln beschlagnahmt worden. Diese Mengen werden im Eiiizclverkauf zuin Höchstpreis von 4 Psg. das Pfund in Mengen bis höchstens 20 Pfund srcigegeben
Auf dem Franksurier Fruchiinarkt am DienSiag lvgr das Angsboi von Landwirten Ilcin. Die Landwirte treken aus ihrer Zuriick- haltung kaum heraus. Größere Vorräte an Weizen sind bei den Mühlen nicht mchr vorhanden, auch vcrsügt der Handel kaum über solche. Unter diesen Umständen wird also die Folg« sein, daß die Regierung in Kürze sich darüber schlüssig machen wird, ob sic von der ihr erteilte» Befugnis der Enicignung beim Produzenten Ge- biauch machen will. Die Ausnahme der Bestände der vorhandenen Gctreidcvorräte in Antwerpen ist, wie gestern ftüh dem Markt bekannt wurde, nunmebr abgeschlossen. Sie hat einen Bestand von einer Million und sech»h»nderttausend Zentner Weizen (1600 000« gebracht. Mit der süddeutschen Mühlenvcreinigung schweben, wie initgeteilt wurde, Bcrhandlungen wegen der Vermahlung dieser Getreidevorräte.
Vom gestrigen Frankfurter Schweinemarkt. Aufgetriet>cn ivaren 1514 Stück. Das Geschäft war mittelmäßig und hinterlictz Ucbcrstand.
— Wicscck. Der hirstge Landwirtschaftliche Kon
sumverein hält nächsten Samstag. 12. Dezember, abends 9 Uhr feine General-Versammlung rm Lokal« von Hetnr. Völzel ab. Aus der Tagcsovdnung steht: 1. Ergänzungsnuchl des Vorstandes und AirssichtsvatS. 2. Tie Sagerhaltersrage der Verkaufsstelle 2. -3 Bevschieäcnes. _
Rrtll Weßlar.
r>. Es gehl auch bei kürzerer Dienstzeit! Wenn früher von uw
icr.r Presse >n«d „»seren Lenrrn m, Rcichsragc die Hrrabfetzung der 2tziI>kür.Di«iistzeit gefordert imivdr. konnte man mm de» Militärs >,inner wieder be've». daß täte Auobiltaing der Soldaten in kiirzerer Zeit necht mögt.ch fei. daß eigentlich gwr, Zahre iroch zu iveinq Kien. Heu:e erweist es sich, das! wir .in Rechte imiven. »»ich iv«ri>teii Wochen Ansbildmiri rucke» di« Soldaten iiz» Feld unch ivtc chcrtchaet wird, beivächvcn fic sich sehr g>u. Biele sind sogar nach drei- „»-„aiiger Ausvildung zinn Unt«vofsi.zier befördert u<arden! Est, solcher Fall wurde dieser Dq»e au» ManenG>,-n !«, Siegen be, rich». -
Telegramme.
Xdflfskriiftt ko lWtii HliilsltlmrtierS.
Lckuvcrc Kämpfe von Reims bis Raney. Tie Tchlacht östlich der Weichsel tobt weiter.
W. H. Großes Hauptgnartier, 9. Dez., vorm. (Amtlich.) Westlich R e i i» » mußte Pecherie Fernze, obgleich auch hier' die Genfer Flagge wehte, von unseren Truppen in Brand geschossen werden, weil dort durch Flieger einwniidftci sestge» stellt war, daß sich dicht hinter der Ferme eine ftanzösischc schwere Batterie verbarg.
Französische Angriffe in der Gegend S o u a i n und gegen, die Orte Varcnne» und P a u g u o i s am westlichen Ar-j gonnenrandc wurden unter Verlusten sür de» Geguer zu- rückgeworscu. — Im Argonne» Walde selbst wurde an verschiedenen Stellen Boden grwvnncn. Dabei machte» wir eine Anzahl Gefangene.
Bei den gestern gemeldeten Kämpfen nördlich N a n c t» hatten die Franzosen starke Verluste. Unsere Verluste sind verhältnismäßig gering.
Ans Ostpreußen liegen keine nähere Nachrichten
vor.
In Nordpolcn stehen unsere Truppen in enger, Fühlung mit den Russen, die in einer stark befestigten Stellung östlich Mi arger Halt gemacht haben. Um Lvwicz wird weiter gekämpft.
In S ü d p o l e n haben österreichisch-ungarische unif unsere Truppen Schulter an Schulter erneut erfolgreich nn- gcgrissen. Dir obrrstc HerrcSleituug.
Was man in London von Lodz wcisz.
London ist, wie dem dänischen Blatt Politiken gemeldet wird, noch immer ohne amtliche Bestätigung der, Meldung von der Einnah nie von Lodz durck» die Deutschen. Ebensowenig ist bisher auch nur ein einziges
Wort darüber eingelausen, daß die russijck)e» .Heere sich iuk Nordpolen in gefährlichen Stellungen befinden. llefH-r: das deutsch-österreichische Vorrücken bei Petrikau weiß inoir in London gleichfalls nichts.
Der österreichisch-mlgarische Tagesbericht
2»00 Gefangeue.
Wir», 9. Dez. (YV. li.) Amtlich wird verlautbart: 9. D,- zcmüer, miltag». In Westgalizien ist unser Augriss im Gange. In Polen dauert die Ruhe i» dem südlichen Frvutabschnitt a». Tic «uausgcsetztcii Angrisse des Feindes in der Gegend^ Piotrkow scheitern nach >vic vor a» der Zähigkeit der Verbündeten. Unsere Truppen allein nahmen hier in der lebtcit Woche 2800 Russen grsangen. Weiter nördlich setzen die Deutschen ihre Operationen erfolgreich fort.
Rückzust der Russen ans Obernngarn.
Budapest, 9. Dez. (Etr. Frks.) Wie jetzt bekannt wird^ ist es Freitag an der Grenze des Bereger jlornitats auf ga- lizischem Boden zwischen unseren die (strenze bl-wackiciideis Truppen und einer offensiv auftretenden russischen' Heeresabteilung zu einem erbitterten Kampfj gekommen, der mit schweren V e r l u st e n für die rufsi-' scheu Angreifer endete. 2lußer vielen Toten und Verwiin-^ dcten verloren die Russen 180 Gefangene, darunter den fom-, inandierenden Oberst und mehrere Offiziere. Das nnerwor^ tctc Vordringen unserer Truppen in Westgalizien übt bereit! auf die Loge in N o r d u n g a r n eine günstige Wirkung, indent dadurch der automatische Rückzug der in Ungarn eingedrungenen russischen Truppen bewirft wird. Derzeit stehen unsere Truppen südlich von Bartfeld den russischen Abteilungen gegenüber, die sich infolge der Ereignisse in Westgalizien ständig, wenn auch langsam, zurückziehen. Auch von dem südlichsten Punkt zwisckzen der Mar- gonya und der Raszlavicza, bis zu dem es den Russen gelungen ist, ins Saroser Koniitat vorzudringen, haben diese den Rückzug bereits angetreten. Auch das neuerliche Vordringen der Russen im Zempliner Koniitat hängt mit der Situalion in Westgalizien und Russisch-Polen zusammen. Auf die Nachrichten aus Westgalizien ordneten die Russen auch hier den Rückzug an, wobei sie zwischen Koskocz nnd Nagydobro durch unsere Truppen eine empfindliche Niederlage erlitten.
Rrnnenkampss Schicksalsgenossen.
Di« Landes-eitung sur beide Mecklenburg erfährt aus Kop,»« Hagen: Die Iwrtigc Presse meldet aus Petersburg, daß außer Genervt Renne nkampf noch sechs Generale der ruijischen Weltarme der Icltcnden Kommaindostellen enthoben worden siiid. Aste verlautet, wurden sie zur Vera»twortung vor das Krieg-:-- mimslerium beordert.
Russische Abgeordnete als „Hochverräter".
Wie die Humanilä nach einer Meldung der Petersburger Rjetfch mitteilt, wurden fünf Mitglieder der maximalistischen sozialdemokratischen Fraftion der russischen Reichsduma, die Abgeordneten Pctrowski, Badajew, Muranow, Jsmailow und Schagow verhaftet und unter die Anklage des Hochverrate gestellt, weil sie am 4. 17. November an einer geheimen Zusammenkunft mit sechs anderen, schon ftühcr verhaftete« Personen teilnahmcn. Tabei soll eine Verschwörung einge- lcitet uud die Mittel zur Vernichtung des russischen Staates und zur schleunigen Turchsührung ausrührrrochcr Pläne erwogen worden sein.--- ___________ „.. —


