Portugals „Kriegsbereitschaft".
f Madrid, 7. Dez. Tie Frage der Mobilisation und äuste. een Politrk Portugals gab Leranlassung zu srörmiscben ^ebat ßen rm Lrssaboner Parlament. Das gesamte Kabinett reichte dem Präsidenten der Republik seine Demission ein Tv r Präsident bemühte sich, ein sogenanntes nationales'Mini sterium zu bilden, das Führer aller Parteien umfaßt Tie Verhaftungen von Monarchisten nehmen ihren Fortgang «Graf Maguelda wurde des Landes verwiesen. ö '
Borsichtsmatzrcgcln Hollands.
... 7 Ei» Mtttifwrrat MrtTT dkm Vorsitz dk'
Lioingm bkxhlo,, mlgeiide wichtig« Mahnahmen:
1. Die geianitc mobilisiert« Anne« in Stärke von 2 TK 1 000 SRmri bleibt am Kriegsru«.
r- " Diehlo sie ne Kriegsanleihe von 2T>0 Mit-
.omw Multen wird m Xambtr auigelegt und trügt für den- !°NVN r«rl, der nur durch,re,will,ge Zeichnungen gedeckt wird den Ehavofter einer Zwangsanlerhe.
■JL Xi< - , wird üi sofort si^n Vcrteidjguugr.
bfC S<Wbcrfftunflcn n " t verstärkten «rnnerungen
JJtrl' juf . ber 3cMunM<«tfiit für alle militärischen
Ter Deutschen Tages zeitmm rusotge richten sich alle diese Vor. sichtsmastiiahmen gegen die Möglichkeit cmc* englischen Handstteichs gegen die Schetdensnundung.
Vom Burenaufstand.
Ter gefangene Tewel.
London, 7. Dez. Tewct ist nach Vryburg gebracht war- den. Was die Regierung mit ihm zu tun gedenkt, darüber verlautet zur Stunde noch nichts. TaS gesamte Gebiet der südafrikanischen Union befindet sich unter Kriegsrecht. Ossiziell wird ans Johannesberg bekannt gegeben, daß auch die Anhänger Dcwcts nnd der Herausgeber der Zeitung Hel Volk gefangen genommen wurden, ohne daß cs dabei zn Blut- vergießen kam.
<5hina weicht zurück.
Di« Petersburger Agentur meldet: Di« chinesische,, Truppen »inirdeu aus der Provinz SchaiUmig zurückgezogen, um ein«,, kriegc- rilchcn Konflikt mit Japan aus dein Wege zu gehen. Japan cr- kaiiiitc dafür m einem Slwaisakt di« Integrität des chinesischen Staatsgebietes an.
Hessen uud Nachbargebiete.
«iefien «nv Umgebung.
Ans den Verlustlisten.
Rkscrvr-Jnsanteric-Regimcnt Nr. 116, Gießen, Fricddcrg.
Scrvv» am 1.. lc Lueone am 22. und 24. 10. und 4. 11, Osttaqtriic am 7, 8. und 11. und Wqtschaete vom 8. bis 12. 11, 11.
I. Bataillon.
1 Kompagnie, Res. Adam Bender, Brannsharbt, Kreis Tarinstadf, gefallen.
2. K o in p a g n i c. Sorfl*. Wtlholm Sckweidniüller. (Hebern, gesulIen. — Mt im. oricbvrd) 2 tu 11, Bad Ran he im, lvw
4. Kompagnie. Res. Johannes Heinrich Reutzel, Kefenrod, geiallen. — Res. JlolHtnm Krone,, Vilbel, gefallen. — Res. Wilhelm Haas, Vnrlliandsseldrii. Kreis (Hicsten, lvw. — Res. »dorn. Adam Scktili, Wölfersbefin, Kreis Fiiedbcrg. ichwvw — Res. Peier Dliplois, Vilbel, low. — Res. Heinrich 2sagn«r, Büdesheim. Kreis Fiiedbcig. lvw. — Sief. August Thürk. Büdingen, lvw, — Res. Hrch, Klein II, Astenhefin, Kreis Fricdberg, lvw. — Res. Isidor Katz, Watzenborn, Kreis (Hiesie», lvw. — Res. Wilhelin Stürtz, Vordach Kreis 'Bi,dingen, lvw,
1. K o »i pa g n i c, Vzfelbw. Wilhelm Bätz, Schlitz, gefallen, dieir. Adam Petri, BriuniSharbt, Kreis Darnisiedt, gefallen, — Res. Adam Rn hinan», Mosbach, »reis Dieburg, gefallen. — Res. Johann Schwab. Klei »-Krotzenburg, gefallen, — Res Hrch, Tlcis, 2iergh:i,i». Kreis Büdingen, verw, — Rei, Julius Förflrr, Bcchitn, Wests, gefallen. — Res. Karl Becker, Lssendach ge- so l l en. — Res. Adam Stephan. Slirfcnon. Kreis Heppenheim, gefallen, — lltfsz, d. R. Johann Hofer. Mai» Beruhe im, g c falle n — Sief. Bartholomaus Sleff, Biblis, Kreis Benshemi. gr- tallen, — Res. Philipp irischer. Rfider-Beerbackt. Kreis Darm- sücht. geiall cn, — Sief. Karl He,brich, Eberstadt. Kreis Darin-- siadi. g e s a l I e ».
Roschinengewehr-K ompagni«. Stil. Herrn. Raab, Sfefüur. schivvw — Res Hrch- Römer, Mtingshansen, Kreis (Hießen, g.e sa l lr n.
II. Bataillon.
Stab. Maj August Schrocbcr, Fulda, gefallen. — Sin. und Adi. Horst Lchroeder. gefallen.
5. Kompagnie. Bzseldw Wilhelm Rnhl. birebeiihabn. Ii»v
— Bzfelbw. Hrch. Mdlchcr, Lardenbach. K>«is Ttofieu, lvw. — Bzseldw, Wisst. Schneider, (Hr-Buieck, gefaiicn. — Sles. Heinrich Tchlvstcr, Apvcnrr'd, Kreis A Isfeld, lvw — Rei Karl Rest. Jlben- iiabt, Kreis Friedbcig. lvw. — Slcj. Hrcki. Beuel. Schlitz, lvw. — Sief. Hrch. Mischer. Storichors. lvw. — Sirs. Hrch. (seist. Kestrich, schwviv. — (Hciv. d. 91 Johann Waqester. Bcrnshauicn. Lanterbach lvw. - Iscsr. Kart Bist. Diriammen,. lvw. — Rei. Cito Nickel, Stockhänscrhof. Kreis Schotten. lvw. — Rei. Karl Iren, Lollar, lvw.
— Res. JolMitirs Ncusingcr, FveienHeinau, re rin. — Res. Heinrich ^tichber. Ernienrvd, Kreis Aisscib, vermistt.
6. Kompagnie. Gcir, Hrch, Ba^^Heiifitadt. Cppersstos«, ^rejs Friedberg. lvw. — Wchrm. Frie^^Marl Nikolaus. Sehnxz beim. Kreis Friedberg. lviv. - dtcfr. >M^0FaIkciil'.>:ner, Al sie! n-w. — Rc>. Karl Tteacrnaqel. Uuieriorg. Kreis Alsfeld. lvw. i "!«>. Will,. Frank, Luvdach. lvw. — Sief. Kemrad Floste, tfifa. lm
— (Heir. Wilh. Rirpmi. (Hintzeidou. Kreis La-nterixut>. lvw. — Wehr riaim Adan, Fink, Rockcirbevg. Kreis Fviebbcig, schivvw. —
<• Kompagnie Haiiptmai», (seorg (> oulmanii. gefall c n, ~ Res. Friedr Wisst. Fung. Ksein-Lürbvii^ verw. — Rei. Hrch Kasp Raust, Beuern, verw. — Res. Hevm. Jgnatns Schneider, Cber-Mör- "a. gefallen — Utffj. d. R. (fbertiarst Hclnies. Cbcr-Horgcrn, verw. — tzrir. d. R. (Heorg 'fchilipv. Steniberg. Kreis (Kicstcn. verw ~. Sfi. August SfiiftL Köddirtgen. verw. — Rei. Hrch Peter Luckas. Büdesheim. Kreis Frirbl>ero. vcrw. — Slci. Hrch. Bcplcr. L innen- vach. vcriv. — Res. Hrch Tchildwächter. (Hrünbcrg. verw. — Res. reust- Schmidt. Cppeiirod. verw. — Res. Hrch. Albert Peppler. r.ber- ^wrlen. venv. — Rei. (shriftian Rcobergall, Atzenhain, verw. — bei Wilh. Ruppel. Aidünzetiber'g. verrv. — Res. Hrch Walter. Mim- iwerg. verio. — Res Hrch Müller. Atzenstoin, veriv. — Rei ,,ales Schwarz. Kreis Alsselb, verw. — Htm d R. Otto -r i-ni.-r. trohen-oinben. verinisit. — Rei Karl Kn sicher. DorsikH'll. verw - \i *’• i - ,;o Binz. Leihgestern, veriv. — Sirs. Samuel Scheuer, H--den. ^rgen, vermißt.
«^ ^bwp-gnre. Utisz. Jvstaimes «iintbrr. knaelrod. Kreis — Usisz. Hrch. Wagner. TrohL lviv — Re, »arl R iiller. Zell. lvw. — Res. August Bechtstold. Ramrod. Kreu- r^Kten. lvw. - Rei. Ludivig Jung I, Wa»e„bor„. lvw. - Ra "°Us. Much. Brrmuthsham. Kreis Sautrrbach. verimki,
III. Bataillon.
Rei "0 » i e Ers.-Ros. Hrch. Henkel, (siestai, low.
Art «<wrwen,. Krrio «irsien, oermiftt — dH.-
' vvch. Tietz, Me^l-os G^haq, KrEidK Lovtertxuh, Krmrtzt.
" »amilienabend eun zweiten Weihnachrstage- von dem in der gestrixien Nummer die Rede war, wird nicht vom (H,erzener (Hewerkschaftskartell. wie es irrtümlich hieß, sondern von der Kommission des (sewerkschastsHauses ver- a»,taltct.
* or dem Schwurgericht der Provinz Oberhessen, ressen letzte Litzungsveriode in dirietii Jadre gestern vor- mittag begann, statte sich der 14 Jahre alte, schon öfters vorbestrafte Daglöstner Johann Heinrich Rädlein au» Lichtcnfels iir^ Cberfranken ivegcn Notzuchtsvcrsuch zu verantworten. Tic Staatsanwaltschaft vertrat Gerichtsassessor z. 5 . Eckert, die Verteidigung des Angeklagten führte Rechts- onwalt Fischer. Tie Verhandlung, welche unter Aussebluß der Ocsfcntiichkeit geführt wurde, batte nach dcni össentlich verkündeten Urteil ergeben, daß der Angeklagte des ihm zue Last gelegten Verbrechens für schuldig befunden wurde. Er war übrigens geständig, am 5. Oktober dieses JahreS in Ober-Roßbach ein junges Mädchen von dort angerempelt und überfallen zu Iiaben. Ter Angeklagte arbeitete bei dem Landwirt Grill in Obcr-Roßbach. er mackste aber an dein genannten Tage ..blau" und besuchte die Wirtschaft „zur Gelv spitzc". ^chon dort führte er ungehörige Redensarten gegen die Wirtsfrau, die den Menfckien energisch zurückwies. Gegen Abend ging er fort »nd unterwegs begegnete ibm ein junges Mädchen aus Ober-Roßbach. daS er anjaßth. bin und her zerrte und schließlich zur Erde warf. Das Mädchen ist durch dcn^ Ucbersall nervös erkrankt, also an seiircr Gesund- keit geschädigt worden. Tem Angeklagten wird altch weiter zur Last gelegt, niehrcre Personen bei diesem Vorkommnis beleidigt zn haben. Trotz seiner Vorstrafen haben die Gc- sckAvorcncil dem Angeklagten mildernde Umstände zugebilligt. Das Urteil lautete wegen Notzuchtsvcrsuch und Beleidigung in ,1 Fällen auf eine (Hesanitstrase von 1 Jahr 10 Monaten Gefängnis »nd ä Jahre Ehrverlust. Ein Monat wurde als durch die Untcrsuchiingshast verbüßt angcreeknet. Ter Angeklagte erkannte das Urteil an.
— Sind das die Träger deutschrr .Äultur? Tie Franks. Volksstimme schreibt: Ten Hurrapatrioten sowie den noch viel unsstinpathischeren Gcschästspatrioten hat wieder cimnal die Denkmals w u t einen bitterbösen Streich gespielt. Es war im Jahre 1854, da besuchte die Königin Viftor a von England von Mainz aus das Hochheimer Weingclände, das sich an der Bahnstrecke Frankfurt-Wiesbaden binzieht. Auch damals gab es schon Leute, die jeden Fleck, wo ein gekröntes Haupt einmal mnroch, nicht anders zu würdigen wußten, als durch Ausschichtung eines mehr oder weniger kunstgerechten Steinhaufens. So entstand zur Erinnerung an den Besuch dieses „Jnsftumcnts" des Himniels zwischen Hock)heim und Flörsheim im 'Rebgelände ein Denkmal mit entsprechender Inschrift »nd den, englischen Wappen, das jedem Reisenden, der die Strecke Frankfurt-Wiesbaden fährt, ins Auge springt. Das Rebgelände erhielt zur höheren Weihe des Besuchs der Mutter Edwards, des jetzt soviel gelästerten gottbegnadeten Königs der Engländer, der in einer Broschüre, die zurzeit im Straßenhnndel vertrieben wiro, als der größte Verbrecher Europas bezeichnet wird, den Namen „Viktoriaberg". Tausende und ?lber- tansende haben sicher sckon die Stelle passiert, ohne auch n»r zn fragen, was das Gestein zn bedeuten habe. Plötzlich aber wirkt das englische Wappen anstößig und dieselbe Sorte Leute, die damals das Denkmal errichtete, I>at jetzt ihre Empjindnngen etwas revidiert und gefunden, daß cs eigcnt- !ich kein Ehrenmal, sondern ein Schandmal ist. Und festem möchte nwn das Gestein so schnell wie möglich beseitigen. In, Wege wird es eigentlich nur dem Wcinbcrgsbesitzer sein, der bei der Arbeit drum herum steigen muß. Wir würden raten, das Ding stehen 4 » lassen als ein Schulbeispiel mangelnden Selbstbcwnßtsciirs. Nur die Namen der Nr- Heber sollten noch darauf verewigt werden.
- Tie jungen Schlesier, tvelchc vor einiger Zeit hier und in der Umgebung untcrgebracht wurden, sollen dieser age wieder in ihre Heiniat zurücktransporticrt werden.
— Menschlichkeit! lieber die Behandlung von Kriegsgefangenen brachte die Frankfurter Kl. Pr. unter der Ucbcrsckirist „Wir wehren uns" folgendes:
,9lach neuerlich erlossenen Beitümnpngen über den Kemlinen- bctrieb in den (Hciaiigenenlogern soll den tHesangenen jede <se- Iegr„l 7 -it, ihre Rciaiiiigen zu vcrseirierter Lebenvweiie zu besrie- digen, scharf uirterbnnsten iverden, Deslgilb ist nur der Bersineb einfacher 91-hrinigsmitlc! und von Berlrrauchsaeqenitänden zu- «cloficJT, di« zier notwendigen Korperpilcg«. zur Slcünguich und Jnitanidstaltruia. ioivi« zur Ergonzuna der Bekleidung und Wäsche dienen, (H«n,Mniritl. ivom auch Kuchen. Zucker, Zuckrrrvcrt. Kakao und Sckiotolade gehören, sind unhedingr aueg-schallet DaiilU Ivird dem angesichts der meiiichlich unwürdigeii Behand- ung. die liniere in ieindtich« (Hefongenichait qevatencn Heerp»- " igehörigcn -uni Teil zn erdulden haben, bevechl gten Einpfmd« ctfcer Volkskren« Rechnung getragen,"
In diesem Falle würden wir es lieber sehen, rocmAem Mmpfinden weiter Bolkskreise" nicht Rechnung geiiMen würde, vorausgesetzt, daß es- überhaupt weite Volkskreile gibt, deren Empfinden dahin geht, daß die Gefangenen schlechter behandelt werde» sollen. Jeder vernünftig Lenkende wird vielmehr verlangen, daß die Gefangenen, die doch keine Verbrecher find, eine anständige Behandlung erfahren, selbst wenn die Unseren, die in Feindesland sich be- finden, cs weniger gut haften. Letzteres ist ober durchaus nicht der Fall, soweit wenigstens Frankreich in Frage kommt. Nach vielen Mitteilungen zu urteilen, die von dort besind- lichcii deutschen Gefangenen hier bekannt geworden sind, haben diese diirckians nickst zu klagen. So finden wir eben einen Brief c-ncs Leipziger Genossen in der dortigen Volksztq. abgedrnckl. Ter Schreiber dieses Brieses befindet sich in Südfrvnkrcich in Gefangenschaft und schreibt u. a.:
„Ich wurde am ». September von «wer Schrapnellkugel ge- troffen. Die Kugel fam von hinten, als wir in der Schützeulrme auf den, Boiick: lagen. Sie ging in den Rücken hinein nach der rcäsicn Schulter zu. durchschlug das Schulterblatt und blieb drrett unter der Haut ter rechten Schulter sitzen Am 12, Septernher liest ich sie im Lazarett sterausschnerdci,. Di« Kugel fit ungefähr io groß wie cine Fingerkopp«, Die erst« Zeit hatte ich Schmerzen daran, Ti« Wund« fit aber sehr schnell und sehr gut geh«»fi. io daß ich am 18. Oktober schon wieder gesund geschvi«h«n wurde. Ich kann jetzt mfi dem rech«» Arm genau wieder so arbeite» wie früher und stfirre überhaupt nicht mehr das gerrugsie daran, Run
werden uafiirlich di« ßfichcilterr imd Gcsltndeu alle als Kriegs, ge sauge ne st» lange hier behalten, dis der Krieg ,zu Ende ist, »ich dar», werdett wir gegenseitig auezgetaiifchk, (Henau so macht oe ja auch Dcnrsthland mfi seinen Kvie<»egestmgrncu und ^ternoui. deirrr. Wrr sind hier viele und haben es se lir gut, Wenn das Wetter nnd di« Verpflegiuig so bteibt, so bm ich Nimil ganz zufrieden. Wir bat-e» hier finmer viel freie est.it »ich sehr gcfiiichen Appnn Da möchce ich gern „„rnchnial eine Zigarre rauchen, oder efii paar Aepscl csien. oder was zit Trinken kaufen, oder cnvas Fett zum Bra«, Auch Sinrmpie loniide ich «in Paar grdvomhe» Rim Ixrbr fid al-ee seit dem I Sepiench-er keine Löl>- nung «rhattrn. Da sind d» Mark unrerdesie» alle geworden und rstnw (Held lästr sich schleck,» kaiifcn Wurdest D» b.i nicht io iieiind- Iich sein und mir vielleicht 10 oder 18 Mark EKtd ichicken'? Ei» Paket mit solchcn Sache» stiersterschicke». hat keiiwi, Zweck, d», wir alle» hier ,» kanieii bekonnnen Wenn es aber Dir ,ficht mög. Iah fit. dos (Held jctzt zu schicken, dann gestts «ich si>, den» Rot MI leiden brauche ich deshaib nattivtich Ificht"
— Siobtthealer, Zur Elsiauisichruiig von „Als ich noch fi» Flügelkteide" am heutigen Dretdsrag dürste deisvlgend« Bciprechiing der Berliner Dtufichen Tagrezeining iifierefstere»: Es luistt da: „Das wirklich überaus Itedatiowürdig l»ili»rr Stuck verbien« den «tosten Erfolg eh.lick, imd uneuigeichraiikt. und cs ist efir rrfrau- lickies Zeichen der Zeit, daß das- P.idlrlu:» wieder EKiaUcn an derartige» Darbiettiugen zu ffiiden bogfimt.....Nnd das olles wird
vovgcbracht intt in:«m Huniar, tiner Laune, eriwr üt>erqiielle>iden Lustigkeit, daß muh der verbrtlertst« (Hriesgrat» dos Lrichsii lerne» unist. Da gfi't es euisiul, kein Halte,». Und mit so ionberen. vornehmen. reiiilicheii Mitteln anbei«» iüe Autoren, ihr Werk fit an- erfüll! von Jugend. Fmsthe. Poesie, ihr Dialog iimkelt von »«»«»> Worsipielen. sie sckvfiirn Situationen von >,der»Hltigeoder Plastik und sie sind bei alledem «nie Schivairksirbrikaiite». sondeni deifiifch« Dichter,
Kreit rveßlar.
y. vochstpreile. Der Bürge,meiilier imd der Landrat ii» Wetzlar «cd», bekainu. daß die 10 ,, ist,,«,» stsfiitietzttn Hockfitpreise für Spezstkartofseln durch die Bevondiiuihg des Bundrsretis anher Kraft getreten such. Biel bester ivöre» Zwan,H»»u»strogeIii zur Be. schoifung von Kartoffeln, denn trotz 'Bnndesrot fit der Kartsisrlbcdari der armen Lc,«» in der Stadt santie dem Kirio Wetzlar nackz laugst nicht gedeckt. R»r iver hohe Preise zglilen kan» und zahlt, bekommt Kmrosseln.
NI Krosdors. Im „ächiten Jaln« — 1015 — wind das A m t». geeicht Wetzlar folgende (H e schä s«stg g r in Krochorf >,(>l»Iien. Am 1. Januar, 1. Fabruar. 1. Mar.z. 12. Aprül. 3. SKtti. 7. J»in, 5. Just. 20 SepKml^r. 4. Oktober, 8. Rovenfirr ,»nd 0. Dezember.
Westerwald und Nnterlafi».
X Flucht aus dem (Heiängnis. Htm Freitag srüst cnt!lot,en ans dem Zeniralgefängins in Freiendiez zwei Sträflinge, die «ich. da cs noch dunkel >uar, unbehelligt entkamen. Doch sic ivurdc,, bald wieder erwischt, sck>on am Samstzm At>cnd entdeckte man sic in Altendiez und icklbswerstäichlick) wurden sie wieder fi, sicheren Eie wahrsain qebrackst
Eine Kindesleiche wurde i» einei» (Ruten in D i l I en b » r g durch die Polizei aiisgogralwit. Ein dortiges Mädckieii wittdc als die Mutter des bctrrfioiideu Kindes erinnltelt und verhaftet.
Von Nah nnd ftwu.
X Ein Schüler erschossen Am Samstag Rack,Mittag solid mail in der Wohimng eines Stadtstckreioiü in der Pastavanlstraiie >»
Frankfurt den t'fiahrtgen Sohn der Faanitie. der dir Reatschnle besuchte, mit einer Schusnvunde n» Kopie tot «ii. Ob ein Un- «lückssall ober Seldstiuorb vorliegt, ist nickst onsgeklaii Der ifinzge hatte sich hierzu des (Hewc.hr s cfizcs bei der Familie eniguarticr«,, Soldaleu bedien!. 2«t Atisiichnuch der Tat war niemtuid von der Fanrilie in der Wohnung Der Junge soll die Absicht gehabt lzabeu. als Freiwilliger beim Milfiär einzutreten, ivointt aber dir Ewern mckst rinvevstandtm loaren.
X Aus dem Zuge gestürzt. IKi der Ttatisn Königsioincher am Rlsti» wurde am 4. Dezentber abends mii der Bahnitreckc ein etwa 14 bis 11 Jahre alter Knabe tot aiiigeiuiiden. Wie die »nter- suchung ergeben hat. ist der Knabe als „blnider Fahrgast fit «inoni Schnellzuge mitgesahrcu. Als der Sck>afilier ihn enldeckte Mid chm die Fahrkaitc abvcrlang«. ist der Junge unter einem Vorwand fit «men Abort des Zuges gegangen m»d hat sich ans den, Feilst:,' gestürzt.
Telegramme.
!lil,tsbkricht Scs Grch» ^anptquiirtiers.
In Frankreich und Lstpreus;en nichts Neues. Der Sieg in Polen.
W. B. Großes Hauptquartier, 7. Tez., vorm. iAmtlich.l Boi» westlichen Kriegsschauplätze und von dem östlich der m a su r i s ch e n Seenplatte liestr» keine be sonderen Slachrichten vor.
In Nordpolen habe» wir in langem Ringen um Lodz durch das Zurückwersen der nördlich, westlich »nd südwestlich dieser Stadt stehenden starken russischen Kräfte einen durchgreifenden Erfolg errungen. Lodz ist in unserem Besitz. Tie Ergebnisie der Schlacht lassen sich bei der Ausdehnung des 5iampsscldes noch nicht übersehe». Tie russischen Verluste sind zweifellos sehr groß. Versuche der Russen, aus Süd- polen ihrer bedrängten Armee in Slordpole» zu Hilfe zu komme», wurden durch das Eingreifen vsterreich ungarischer Kräfte in der GeMid von P e t r i k a u vereitelt.
EU Die oberste Heeresleitung.
Tie Lchlachtsront in Polen.
Aus Berlin kamen gestern nach Zrantfurt u. a. Orten Gerüchte über ungeheure Kriegsbeute. 120 000 russische Gefangene »sw. Eine einillichc Bestätigung tvar nicht zu erlangen, bei der ungeheuren Ausdehnung des polnischen Schtachtseldes auch nicht zu erwarten. Unsere Ungeduldigen tim gut, die in den nächsten Tagen sickjer cintrefsenden amtlichen Ikeichrlchten der Heeresleitung abzuwarten. Gute Nachrichten werden das sicher sein.
Von der» übrigen östliche»lKampfgebieten,
Wien, 7. Tez. (VV. B.) Amtlich wird verlautbart: 7. De- zcmber. mittags. Das Ringen um die Enfieheidung auf dem russischen Kriegsschauplatz dauert an. O e st e r r e i ch i s ch - ungarische und deutsche Truppen wiesen im Angriff im Raume südwestlich Piotrkow die über Noworadomsk nordwärts vorstrebenden russischen Kräfte zurück, indessen deu t- s ch e Truppen den Feind zum Weichen zwangen.
In W e st g a l i z: e n sind gleichfalls schwere Känipse im Gange. Ihr Ergebnis steht noch aus. In diesem Raunie nohnicn unsere und die deufichen Truppen gestern neuerdings. 1500 Russen gesarrgen. _ ^


