jttfnfe versehenes Roggenbrot schmackhafter und haltbarer sei, als reines Roggenbrot. Nnf die sachkundige Behandlung kommt cs vor allein an. cs gibt da gewisse Rezepte, welche die Bäcker selbst ausprobieren müssen. Dem Weizenbrot soll mindestens 10 Prozent Roggenmchl zugesetzt werden, um die Borräte an Weizenmehl zu strecken. Möglickicrwcise wird auch noch angcordnet, dag deni Wcizenbrot Kartoffelmehl oder andere Kartoffclprodukte zugesctzt werden müssen
— Kartoffeln vor dem Verderben zu schützen, muß in
diesem Winter noch mehr als sonst jedermann besorgt sein, zunial alle Lebensmittel erheblich im Preise gestiegen sind. Bekanntlich können die Kartoffeln erfrieren, keimen und durch verschiedene Ursachen verfaulen. Vor dem Erfrieren sind sie noch am leichtesten zu schützen, wenn man einen halbwegs geeigneten Keller hat: es muß schon ein schleckffer
Keller sein, in dem die Temperatur selbst bei großer Winter- kältc unter den Gefrierpunkt sinkt. Daher ist eher das Gegenteil zu befürchten, nämlich eine zu große Wärme, die zum vorzeitigen Keimen der Knollen führt. Tie Fäulnis, die wie überall durch Pilze und Bakterien hervorgeruscn wird, hat fast immer die Feuchtigkeit als Vorbedingung, und sie wird um so leichter eiutrctcn, wenn sich mit dieser gleich- zeitig eine verhältnismäßig hohe Temperatur des Aufbewahrungsraumes verbindet. Die vielen Ratschläge, die zur Sicherung kleiner Kartoffelvorräte gegeben werden, sind wenig zuverlässig. Darunter gehört die Lagerung aui trockenem Sand oder Asche und die Bedeckung mit Stroh. Etwas werden solche Maßregeln indeß doch nützen. Die Feuchtigkeit wird ferner auch durch eine Lage von Holzkohlen oder Torfftaub ferngehalten. Auf jede Weise muß man bc- müht sein, die Kartoffelvorrätc vor schädlicher Feuchtigkeit zu bewahren. Was aber das wichtigste ist: von Zeit zu Zeit muß Auslese gehalten und die schlechten Kartoffeln ent- fernt werden.
Regelmäßige Zulassung von Feldpostpaketen. Feldpostbriefe im Gewicht von mehr als 250 bis 500 Gramm, wie sie jetzt in den Tagen vom 2. bis 8. Dezember befördert werden, sollen voraussichtlich allmonatlich einmal für die Tauer einer Woche zugelassen werden. Eine häufigere Zulassung ist nicht angängig. — Die Beförderung von Paketen bis zu 5 Kilo, neben den jederzeit durch Vermittlung der Ersatztruppenteile und Etappenbehörden zulässigen Sendungen, wird nach einer zwischen der Post- und der Heeresverwaltung getroffenen Vereinbarung tunlichst einmal monatlich für acht Tage zu- gelassen. Die Bestimmungen über die Beschasfenheit der Verpackung der Pakete werden durch die Heeresverwaltung nach den Erfahrungen der beiden ersten Paketwochcn geregelt werden.
— Ein Kind im Walde verirrt. Zwei Kinder aus Bleichenbach gingen ani Montag nachrnittag in den dortigen Wald, um Eicheln zu lesen. Bei Anbruch der Dämmerung schickte das ältere Mädchen ihr dreijähriges Brüderchen nach Haufe, was jedenfalls nicht sehr vorsichtig gehandelt war. Der Junge war aber nicht nach .Hause gekommen, weshalb gegen 7 Uhr die Bleichcnbachcr Feuerwehr, die Turner usw. auf die Suche gingen. Nach etwa zwei Stunden fand man das Kind im Walde schlafend an einen Baum gclebnt, es war in entgegengesetzter Richtung des Heimwegs gelaufen.
Versammlung der hessischrn Krankenkassen, Am Freitag, den 11. 6. M., nachmittags ’/-2 »hr, findet in Franksnrt im „Steinernen Haus" eine Versammlung der hessische» Krankenkassen statt, die von bc» beiden Krankenkasscn-Vcrbändcn einbernfen wird. Auf der Tagesordnung steht „Die Reichswochcnhilfe". Ferner sollen noch verschiedene Verwaltungsfrage», u. a. die Aufstellung des Voranschlags, besprochen werden.
Fahrpreisermäßigung für den Besuch Verwundeter. Zur Erleichterung des Besuchs kranker oder verwundeter deutscher Krieger, die sich innerhalb Deutschlands in ärztlicher Pflege befinden, gelte» für das Gebiet der deutschen Staatscisenbahnen nachstehende Tarifbcstimmungcu:
1. Angehörige kranker oder verwundeter, in ärztlicher Pflege innerhalb Deutschlands befindlicher deutscher Krieger werde» zu deren Besuch tu der 2., 3. oder 4. Klasse zum halben Fahrpreis, in Schnellzügen ausicrdcm gegen tarismäsiigeu Zuschlag befördert.
2. Als Angehörige gelten Eltern, Kinder, Geschwister, Ehefrau und Verlobte.
3. Zwei Kinder vom vollendeten vierten bis zum vollendeten zehnten Lebensjahre werden siir eine Person gerechnet, für ein einzelnes äini innerhalb dieser Altersgrenze ist ohne weitere Ermäßigung eine halbe Fahrkarte zu lösen.
4. Die Fahrpreis-Ermäßigung wird nur für Reisen über 50 Kilometer gewährt.
5. Tie Fahrkarten zum halben Preise werden von den Fahr- karten-AnSgaben auf Grund ausgestellter Ausweise verabfolgt.
6. Die Ausweise müsse,i enthalten: Rainen der Reisenden,
Anfangs- und Endstation der Reise, Reiseweg, Bescheinigung mit Stempel und llnlcrjchrist der Lrtspolizeibchörde, daß die Reisenden Angehörige kranker oder verwundeter deutscher Krieger sind.
7. Die Ausweise werden von den Fahrkartcn-Ausgabcn bei jeder Lösung einer Fahrkarte abgcstempelt und den Inhabern zurückgegcbc», die sie dem Fahrpcrsonal aus Verlangen vorzu- zcigcn haben. Bei Beendigung der Rückfahrt sind die Ausweise mit den Fahrkarte» abzugcbcn.
Ungenügende Echutjuiittel gegen Schußverlctznngcn. Auch in den Schaufenstern unserer Geschäfte und in den Spalten der Zeitungen unserer Gegend werden „Kugclscküber" und „Herzpanzer" angepriescu. lieber deren Wert gibt die Nachrichtenstelle des sächsischen KriegsministeriumS folgendes bekannt: Zn letzter Zeit werden in de» Zeitungen Gegenstände in Plattensorm unter der Bezeichnung „Kugelschuv". „Kngelschützcr" und dergleichen ange- vricsen, die unsere Soldaten im Felde vor tödlichen Verletzungen schützen sollen. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, können diese Gegenstände den beabsichtigten Zweck nicht ersüllen, weil sic selbst aus iveile Entserungen von dem Geschoß der bei uns und unseren Gegnern in Gebrauch befindlichen Gewehre noch glatt durchschlagen werden. ES werden dabei von den Platten Stücke mit abgerissen, die daun mit dem Geschoß — das beim Durchschlagen der Platten seine ursprüngliche Farm verloren hat — in den menschlichen Körper eindringc». Es ergibt sich daraus ohne iveitercs, daß die Platten nicht nur nichts nutzen, sondern daß deren Verwendung geeignet ist, die Verwundungen noch gefährlicher z» machen. Vor dem Ankauf der Fabrikate muß daher dringend gewarnt werden, um Soldaten und deren Angehörige nicht in falsche Hosknungc» einzuwiegen und um sie vor unnötigen, recht beträchtlichen Gcldansgabcn zu bewahren.
— Das Schwurgericht der Provinz Obcrhcsien, das am Montag vomnit-tags 0% Uhr zur Sitzungsperiode des 4. Quartals ziffau»- mentrili, ha! folgende Fälle zu verhandeln. Montag, 7. Dezember, vormittags 9% Uhr gegen Zoll. Heinrich Rädlein aus Lichien- scls wegen Rotzuchlsocrfuch. Tie Anklage vertritt Gcrichtsastestor Tr. Eckert; die Verte-ibigunig sühnt RochtSanwalt Fischer. — Diens
tag, 8. TezomLer, vormittags 9 Uhr gegen Katharine G ö tz aus Grehrn wegen Kindcs’.ötung. Die Anklage vertritt Gerichtsasscsior Knauß: die Verteidigung führt Rechtsanwalt Engifch. — Letzterer Fall war bereits bet der vorigen SivuugSpcriobe zur Verhandlung vorgesehen» wuiste aber zurückgestcüt, weil die Angeklagte erst auf ihren Getsteszustand untersucht werden sollte,
— Lichtbildervortrag. Uns wird gefchricben: Ter Leiter dcS Veröffentlich:,„gsdienstos der Haenburg-Siidamerikanffchen Tomps- schiffahrtsgcsellfchafl, Herr A. Simm lg. hat sich in entgegenkommender Weise erboten, hier m Gieße» ftir einen vaterländischen Zweck «inen mit 100 Lichtbildern aucgestattcton Vortrag über die im vergangenen Frühjahr unternommen« Südamerikas-ahrt des Prinzen Heinrich und ssiuer Gemahlin zu halten. Tie Reise wurde auf dom Schiff „Eap Trafalgar" ansgeffihrt, Die Bilder veranschaulichen die Einrichtungen des schönen Schisses: sic schildern die Seefahrt „ach Rio. brasilianische und argentinische Landschastcn und die Anbensahrt dis Santiago und Valparaiso. Fhr« Aufnahme ist von den, Vortragenden selber veranlaßt worden, der ein gcnoncr Kenner des ganzen Reffeweges ist. Die Universität hat die Veranstaltung des Vortrages übsruommcn und hofft im Hinblick auf den wohltätigen Zweck auf regen Besuch, der wohl um so mehr zu erwarten ist. als ja die Vereine, di« sonst derart««; Vortröge so zahlreich in unserer Stabt zu veranstalten pflegen, in diesen, Winter davon Abstand genommen haben. Der Vortrag wird am Donners- tag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr in der neuen Aula der 11m- vcrsität statt finden. Der Eintrittspreis ist auf eine Mark festgesetzt morden. Eintrittskaren sind in den Buchhandlungen von FrceS, Seltcrsweg, Koch, Selterswog, Legier, Südanlage, Pfeiffer. Walltorstraße, Schneider, Rewen Baue, sowie Ernst Baiser, Mänsburg und abends an der Kasse zu haben. Verwundete Soldaten werden um- entgeltliche,, Zutritt zur Galerie erhalten.
— Wegen Uebcrtrctung der Höchstpreise wurde der Handels»,«in, Johs. Hofmann in Gießen zu 3 Mark Geldstrafe gestern von der Gicßener Strafkammer verurteilt. Er hatte Unterlasten, an seinen Verkaufsstan!» einen Anschia», au znb ringelt, ans dem der Preis für die seilgehaltenen Kartoffeln oermtTft sei» muß.
Stadtlheatcr Das außerordontlich frische, liebenswürdige Lustspiel „Als ich »loch im Flügelkleid«", das die Versa st« r mit Recht ein „fröhlich Spiel" betitelt haben, macht gegenwärtig den Weg über die deutschen Bühnen und erringt überall, dank ferner liebenswürdigen Harmlosigkeit, die mit einem Körnchen deutscher Sentimentalität gemischt ist, außerordentlichen Beifall. Es ist ein Erfolg, der an den von „Althridoiberg" seiner Zeit gemahnt. Er gibt neben einem großen Teil« des Personals auch den Damen Marttni und Sonntag-Blume am Dienstag Gelegenheit sich wieder einmal in größeren Aufgaben .zu zeigen, was bei dem gegenwärtigen Spiel- plan feltcn«v als im vergangenen Fahre möglich ist,
— Die milde Witterung, welche glücklicherweise iwch andauert, hat noch den Vorteil, daß die Ba,landest«,, »och fortgesetzt werden können. Viele Neubauten sind in der Stadt zwar nicht vorhanden, immerhin haben einige Bauarbeiter Beschäftigung. Der Neubau des Hotel „Einhorn" z. B. kommt langsam in die Höhe und sonst sind „! 0 ch ernige kleinere Neubauten in Arbeit, einer in der Mäus- burg lHorns und zwei in den Kliniken, An der Umgehnngsbahn sind noch ein« zienilichc Anzahl Leute beschäftigt. Damit ist aber auch die ganze Bauarbest ausgezählt. — Warm» die Juneiearbeit im Amtsgerichtsgobände nicht gemacht wird, ist uns nicht bekaimt: ansgctvocknet ist der Bau sicher!
Parteinachrichten.
Lichtbildervorträge über den Krieg.
Aus Breslau ivird uns geschrieben:
Die Tätigkeit der Bildungsausschüste in diesem Winterhalbjahr ist durch die Ausschaltung vieler Genosten und die Verminderung der Mittel in den meisten proletarischen Haushaltungen stark eingeschränkt, »in aber diese» Organisationen ein Täligkciisfeld »nd den breiten mit ihr verbundenen Arbeiterschichten einen zeitgemäßen Aiischauiiiigslintcrricht zu geben, hat bas Sekretariat des cnIral-BiiduiigsanSschiistek eine Anzahl Serien „Bilder vom riege" Herstellen lasten, die jetzt ihre Probe zu bestehe» haben. In Breslau fanden die Serien eine überaus sympathische Ausnahme: obwohl sie vier Abende hintereinander vorgeslihrt wurden, war jeder Vortrag ansverkauft, so daß in der ersten Dczember- hälste vier weitere Abende stattfindcn wüsten. Besonders rege beteiligen sich an den Vorträgen a»ch die Frauen und älteren Kinder der im Felde befindlichen Genosse», sowie die Urlanber und die Verwundeten, soweit sie ausgehen können. Trotz aller Zensur- bcschränkungen ist cs möglich gewesen, den Bildern einen einwandfreien, würdigen Tert beizugebcn, der fern von Chauvinismus und Nationalitätenhaß die traurigen Ereigniste unserer Tage behandelt und in der Sehnsucht nach dem Frieden ausklingt, Fst diese Art der Darstellung für die von uns beeinflußten Bcvölke- rungskreise schon sehr wertvoll, so muß es als doppelt vortcilhast gelten, daß unsere Gcnosien und deren Familien davon zurückge- lialtc» werden, fick, ihre bildnerische Belehrung i» den Kinotheatern zu holen, die natürlich ganz andere Beigaben hinzusiigen. Bei der letzten Vorsühruna in Breslau wurde die Stimmung noch dadurch gehoben, daß, während die Soldatengräber an der Leinwand erschiene», dezente Musik erklang, Es empfiehlt sich, siir die Vorträge nicht zu große Säle zu wählen, damit jeder Zuhörer alle Bilder gut erkennt.
Behörde» und Konsumvereine.
In Salle werden dem dortigen Konsumverein wegen Zu- achöriakeit der Beamten durch die Postvcrwaltnna und die Eisenbahndirektion keine Schwierigkeiten mehr in den Weg gelegt. Ans ein Schreibe» des Vereins hat die Obeipostbircktion in Halle unterm 8, Oktober geantwortet: „Es wird kein Einspruch erhoben werden, wenn Angehörige der Reichspost- und Telcgravhenverwal- tung dem Allgemeinen Konsumverein Halle tSaalei »nd Umgegend beitreten." Und die Eisenbahndircktion teilte am 8. Oktober mit: „Wir haben nichts dagegen einznwende», daß unsere Bediensteten fernerhin Ihrem Vereine als Mitglieder angehören"
Arbeiterbewegung.
Starke Mitglicdcrzunahme im Fleischerverband.
Den Zentvalocrband der Fleischer kann berichten, daß er in den drei Kri-egsmonaieu 1112 neue Mitglieder gewonnen Iwt. Das ist um so erfreulicher, weil gerade vom Fleischer verband ein außer- ordcirtlich hoher Prozentsatz von Mitgliedern zu den Waffen ge- rnfen wurde, Stach der letzten Zusammenstellung vom 31. Oktober waren cs 58,4 Prozent. Die Konjunktur im Fleiichergcwerbc ist gegenwärtig gut. die Arbeitslosigkeit gering. Das Millicncnhcer braucht einen riesigen Bedarf an Flcffchkonicrvc». War cs 1S70 71 die Erbswurst, di« bei der Berpilerzunä der Truppen eine große Rolle spielte, so ist a» besten Stelle jetzt das konservierte Fleisch getreten. Diese nen« Industrie hat Gros,betriebe »eschasfcn. di« bisher im Flcischergewerbc gänzlich unbekannt waren. De» größten Betrieb dieser Art unterhält das bekamst« Warenhaus A. Wcrt- Heim-Berlin. Es werden dort jedoch nicht durchgängig gelernte Flcischerg« seilen beschönigt, wie in alle» Großbetrieben sind Ungelernte in großer Zahl dort in Avbcil. Ter Mangel an Gesellen trägt allerdings auch dazu bei, baß Ungelernte vielfach beschäftigt werden.
Für den Fleischerverb and find di« Schwierigkeit«», die der Krieg siir alle Gewerkschaften gebracht, trotzdem noch keineswegs behoben. Ti« Arbeitslosigkeit wind in diesem Gewerbe erst nach dem Krieg« gewaltig cinsetzen, wenn di« jetzt im Felde stehenden Mitglieder zursickkehren und ivenn di« jetzt entstandenen Fleischkon- scrvonsabriken ihre Piorte» wieder schließen, die ja doch nur «st, Provisorium siir den Kriegsbedarf bilden.
Kricgviintcrstüßung im Stcinarbcitervcrband.
Ter Zcntraivcrband der Dteiiiarbeiter <Sitz Leipzigs hat nach der erfolgten Mdbrlmachurg die Arbeitsloscininterstützung ein- geführt und zlvar mit einer Bczugobercchtigung bi« zu sechs Wochen. Am ersten Oktober erhielten die FamUieu der Eingezogenen eine
einmalige Unterstützung von 10 Mark. Durch Beschluß vom 8. Cft. wurde dami die Bezugodauer der Arbeitsloseimiiterstiitzung auf :j Wochen »u:rlängert. Um nun den Mllglicdern ein« WeihnachtosreuLc zu bcrcrtcn, haben die Vevbandsritstanzen am 2V. Rovemder nachstehende Beschlüste gesaßt: 1. Für blc ausgestcucrlen Mitglieder wird der Bezug der Arbeitslosenuint-ersttitzung rwn 9 aus 12 Wock>c„ erhöht. 2. Den Angel>örigeil derjeimgeu verheirateten Mitglieder, die nach dein 1. Oktober noch zwm Heere eint»«rufen wurden, erhalt teil am tll. Dezember eine Famstienuiikerstützuiia von 10 Mark ohne 8iücksicht auf die Dauer der Vcrba.zdozlvgehörigkcit. :l. Die Angehörigen derjenigen verheirateten Verbaudsmitglieder, die vor den, 1. Oktober cingezogen wurden und bevcitS «in« Unterstützung von 10 Aiark «rhrelten, erhalten am, 19. Tczgnrber die zweite F-amsilien- unterftützung in Höhe von 5 Mark. Bedingung aber ist in dieser» Falle, daß die Efngezvgenen i>erc,<sfett dem 1. Iamear 1014 organi, steri sein „mstcn.
Dies« neue,, Bcschlüstc belasten di« Hauptkaffc um nrindcsteng 100 000 Mark. Von de:, Mitgliedern wurde es sreudigst begrüßt, daß die dlrbeitsfvsenuuicr.stützuna schon während dos Kriege«, und nicht erst zum Juli 1915, wie vorgesehen, eingeffihrt wurde. Wenn die Verbandsieilung erst nach und »ach die Unterstützung erhöhte, so aus dem einfachen Umstande, weil es bester ist, die Unterstütz,ings- sähe den jewcfftgen Koiij,mktt,rvcri>äiinisten anzupaffen. Mit solchen Maßnahmen ist auch de,r Mitgliedern am bestem gedient.
Lokale Parteinachrichten.
Sozialdemokratischer Krciswahloerein Wahlkreis Gießen- Grünberg. An di« Vcreinsvorstände! Einzeln« Fälle nötigen uns die Vorstände zu ersuchen, für regelmäßige BeitragS- kassieru »g besorgt zu fein. Stach den Bestinunuug«,, des StattrtS kann die Unterstützung bei Sterbefällen nur solchen Mitgliedern gcwälwr werdcm, die sich mit der B ci t ra g sza h l u n g nicht I ä i, g c r als zwei Monate im Rückstände befinden. Wir müston genau „ach diesen Bcstnnminigc» verfahren und demgemäß m allen Fällen die Gewährung einer Unierjkützuitg a b - lehne», wo die Beiträge länger »esti«re». Wir bitte», dies zu beachten und di« Mitglieder darauf hrnzuweffen. Der Krcisvorstmid Gg. Beckmann,
Vereinskalender.
Samstag, den 5, Dezember:
Launsbach, Wahl verein. Abends 9'/- Uhr: Vcrjami»-
lung bei Gastwirt Friedrich Pfasf.
Sonntag, den 8. Dezember:
Gießen. Gesangverein „Eintracht". Abends 9 Uhr Monatsversammluna im Gcwerkschaftshaus.
Alsfeld. Freie T » r n e r s ch a s i. Nachmittags 4 Uhr Mitgliederver sammlung im „Stadtpark".
Verantwortlicher Redakteur: F. Beiter«, Gießen.
Verlag von Krumm & Cie.. Gießen.
Druck: Verlag Offcnbacher Abendblatt. G. m. b. H., Offenbach a. M
Quittung!
Für di« Wcihi»achtsfei«r der Kiitdcr ongaitiftcrlcr Krfegstri „chm«r gingen weiter ein:
durch Pf<r»erer H. .
.... 5.— Mk.
iwn Hrch. Noll . .
.... 3^- Mt.
von Gg, Bcckmam» .
.... 2.— Mk.
von P. Ni.ewisch .
SuntUKt 13.— Mk.
Bereits qustttert 54.— Mark, rnsgefamt 87.— Mark. _ Stibin Main»,
Standesamt Gietzen.
Geborene.
Nvv. 20. Dem Dentisten Oskar bi»acs eine Tochter, Karoli Elisabeth Gertrud. — 21. Dem Gcschästsrciscndcn Franz Lös eine Tochter, Lieselotte. — Dem Dachdecker Heinrich Prang ei Tochter. — 22. Dem Wcißbindcrmeislcr Kourad Dürr ein Soh Konrad. — Dem Schneider Heinrich Hahn eine Tochter, Marie,
24, Dem Bäcker Ernst Gottfried Find ein Sohn, Karl Engen,
25, Dem Wächter bei der Wach- »nd Schlicßgcsellschast Konr Funk eine Tochter, Erna Elisabeth. — 26. Ten» Kanfnia»,» Isid Berliner ein Sohn, Lothar, — Dem Metzgermcister August H gardt eine Töchter. — 28. Dem Taglöhuer Johannes Schmidt e Sohn, Wilhelm. — 29, Dem Prediger an der Baptistengcmei» Heinrich Valentin Euler ei» Sohn, Ernst Bernhard Friedrich. Dem Geschäftsreisenden Eniil Aber! ein Sohn, Emil. — D Werkmeister-Anwärter Philipp Moritz Karl Stiehl eine Tocht Marie Auguste.
Aufgebote.
Nov. 27. Friedrich Schmitt. Gcsangcnaufsehcr in Gießen, i Luise Thor» i» Freiendiez, — Dez. 2. Wilhelm Schäfer, Fab» arbciter in Nieder-Weiscl, mit Katharine Ziminermann, i» Gr, Karben.
Eheschließungen,
Dez. 2. Heinrich Karl Müller. Postbote, Wehrmann, , atharine Appel, beide in Gießen.
Stcrbclällc.
Nov. 26. Theodore Roth. gcb. Vogt, 77 Jahre alt, Schill raße 18. — 27. Hcinrick, Eduard Krsiger, 3 Monat- alt, R imcrstraßc 36, — 28, Mathilde Preiß, gcb, Loth, 42 Jahre delstraßc 2. — Emma Minna Rockel, 2 Monate alt, Wcscrstr.
29, Margarete Möhl, gcb, Rsibsamcn, 74 Jahre alt, Bahn! eaßc 28. — Gustav Ster», ohne Beruf, 49 Jahre alt, Lick :aße 106. — 30, Philipp Euler, ohne Berus, 78 Jahre atharinengaste 8.
Im Felde gesallen:
August 22, Heinrich Eberhard Stossregeu. Maler, Rescr l Jahre alt, Kaiser-Allee 18, bei Auloy gefallen. — August R comctergchilfc, Musketier. 23 Jahre alt. Kaiser-Allee 116, nloy gefallen, — Hermann Bauer, Hausdiener, Reservist, ahrc alt, Westanlagc 35. bei Anlon gefallen, — Heinrich Will -alter, Kaufmann, Reservist, 25 Jahre alt, Schützcnstraßc 9, nloy acfallen. — August 24. Karl Heinrich Heun, Postasstf uterossizier der Reserve. 25 Jahre alt, Ebclstraße 9, bei A, fallen, — Sept 8. Heinrich Wagner, Gummiarbeitcr, Re,c»
! Jahre alt, Crcdncrstraßc 48, am Rhein-Marne-Kanal gefa Okt, 2. Heinrich Gcrhcim, Schuhmacher. Reservist, 24 I t, bei Eruny gefallen. — Okt. 4. Martin Repp, Dachdc lchrmann, 35 Jahre alt, Neustadt 3t, bei Lille gestorben kt. 3t. HanS Ernst Karl Rumps. Student, »ricgsfreiwill ) Jahre alt, Liidwigstraße 8, bei le Ouesnon gefalle». — »m ankel, Vizefclbwcbci. 25 Jahre alt. Kaiscr-Allce 118, b, uesno», gefallen. — Kaspar Heun, Vizeseldwcbcl, 23 »ndgraf Philipp-Platz 4, bei le Ouesnon gesallen. — J°> cinri» Karl Becker. Student, Kriegsfreiwilliger, 20 Jahre talltorstraße 53, bei le Ouesnon gefallen. — Nov. 1. Hern eorg Richter, Taglöhner, Reservist. 27 Jahre alt, Wetzl »sic 19, bei le Ouesnon gefallen. — Nov. 10. Georg manucl Eoulmann, Hauptmann, 36 Jahre alt, Stephanstram » Feldlazarett koinines gestorben, — Nov, 14. Wilhelm ntcrossizicr, 25 Jahre alt. Lichcrstraße 65, in Berlin-««» ’storbcn. ___________
Verstorbene, Hermann Tcufter, Schreiner in Gießc, ahre mit, lBcerd-Ming, Sonntag, nminnittag 3 Uhr. Neiwr 0 ^
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Marktplatz II.
Uhrmacher und Goldarbeit«.
Reichhaltige» Lager in Kd Gold- »,,d Silberwa" t Lieferant der Konsum-"^ Gießen u Umg, „nd de« b bahn -Koulumveiün«^ — Mau »erlange Radattm«"


