Beilage zur Oberhesfische» Boltszeitmig Nr. 283
chiekrn, Samstag den 5 . Kejcmker 1914 .
Hcsieu und Nachbai gebiete.
«i«ke» und Umgebung.
Zit fampflojcn SaiiDtafisroatjlcii und die cijiillfiotriitif.
Wir haben nicht die Absicht, uns mit der bürgerlichen Presse in eine Polemik iibcr die Ursachen einzulasscn, aus Lenen der Plan, die »ach der Verfassung längst sckwn fälligen Landtags-Erneuerunge-wahlen kanipflos stattsinden zu lassen, scheitern muhte. Indessen sind zur Wahrung der gesäncht- lichcn Wahrheit einige Feststellungen nötig. Nach den Tar- stellungcn der bürgerlichen Presse sieht es so aus. als ob die Sozialdemokratie durch ihre unberechtigten Forderungen, an denen sie „trotz aller Ermahnungen zur Einigkeit" sestgehalten hätte, die Lerautwortung für da:- Sckkitcrn des Planes trage. Tr,„gegenüber sei scstgcstcllt. dah alle bürgerlichen Redner auf der Konferenz erklärt haben, man könne den Sozialdemokraten aus ihrer .Haltung nicht den geringsten Vorwurf machen. Ferner sei fcstgcstellt, dah die Forderung der Sozialdemokraten, ein Mainzer Mandat, das sic nach iltjährigem Besitze 1808 nur gegen eine Mehrheit von wenig» Stimmen verloren hatte, zurückzucrhaltcn, während die verzichtende bürgerliche Partei das parteilose Nauheimer Mandat erhalten sollte, nach Lage der Umstände durchaus licht so ungerechtfertigt war und dah ihre Erfüllung gar keine Verschiebung des Kräfteverhältnisses gebracht hätte. Und mdlich sei scstgestellt, dah auch die Lfscnbachcr und die Nau- icimer Nationallibcralen mit Sonderwünschen gekommen oarcn, deren Erfüllung sich noch viel weniger mit der Vor- lahme kampfloser Wahlen hätte vereinbaren lassen.
Im übrigen soll uns Sozialdemokraten nur recht sein, nenn die Wahlen als Kampswahlcn erst nach dem Kriege tattfinden, vorausgesetzt, dah die nach unserer Ucberzeugung vorhandenen verfassungsrechtlichen Hindernisse beseitigt werden. Auch die Frankfurter Zeitung teilt unseren Standpunkt, enn sic schreibt: Voraussichtlich werden die Wahlen zunächst iS zum Herbst >815, verschoben tverdcn. Zu diesem Zweck ürd die Regierung dem auf den 16. Tczcmbcr einbcrusencn landtag ein Notgesctz vorlegen müssen, das namentlich die lestimniung des Artikel 68 des Wahlgesetzes vom 3. Juli 811 anher Kraft setzt, der einer Verschiebung der Neuwahl bcr das Jahr 1811 hinaus im Wege steht. Tie Annahme.' ah die Regierung auf Grund des Artikels 61 des Wabl- esetzcs die Mandate der bisherigen Abgeordneten bis zur cr- ilgtcn Neuwahl — wann diese auch stattfinden möge — vcr- ingern könnte, ist irrig. Selbst das Notgesctz wird nicht ein- innnig zur Analune gelangen, da cs einer Reihe von Ab- eordneten widerstrebt, sich ihre Mandate durch Voticrung ncS Gesetzes zu verlängern. — Für die durch Tod der Jn- ibcr frriwerdcnden Mandate werden indessen auch während es Krieges Eriahtvahlen stattsinden müssen. Tiefer Fall egt in den Wahlkreisen Genishcim-Psnngstadt nnb Lampert- bim vor. die durch den Tod des bauernbündlerischen Ab- «rdneten Friedrich und deS Zentrumsabgcordneten Dr. 'orbeiincr frei geworden sind.
Von bei! HimmtlstrslliciiiiinsitN im Ttztmbcr.
Gerade der Planet, der eine hänsigc Benutzung in der Tchisf- >brt findet, ist jetzt schön am Abendhünmcl zu beobachten: Juli er. Er steht in der Mitte des Monate- bei Sonnenuntergang i der Mittagslinie: am Ende des Monats beträgt die Tauer der ichtbarkeu nur noch 2 ', Stunden. 2diuii mit einem kleinen Fcrn- 'br Iaht sich deutlich die streisiae Beschasscnheil der Oberfläche cr- nncn. Man sieht serncr die Abplattung vorzüglich und gewinnt eine dirclte Andeutung über die Stellung der Trchachse deS lancten. Sesir reizvoll und wie gesagt viel benutzt ist das wcchscl- ’üe Spiel der Monde des Planeten. Es find jetzt ihrer neun be- »nt. von denen vier bereits mit ganz kleine» Fernrohren oder cldstcchcrn sichtbar sind. Tiefe bewegen sich in verhältnismäßig mellen Umläufen um de» Planeten, sodaft die Ein- und AuS- ittc ihrer Scheibchen aus der Scheibe des Jupiter oft zu bedachten find. Man verzeichnet die Zeiten der Ein- und Austritte Tafeln und benutzt sie ans dem Meere und im Ballon vorzüg- h zu Längcnbcstimmuiigcn. also für die Aufgabe der Ortsbe- mmung. Ten Planeten findet man als sehr Hellen Stern im teinbock — Auch der andere Planetcnriesc. Saturn, befindet b in gunstiaer Stellung. Ta er am 21. Tczember der Sonne rade gegenüberstehcn wird, also immer dann für uns gerade Über m Horizont steht, wenn die Sonne unter ihm ist, ist er jetzt am rteilhastcftcn zu sehe». Wir erblicken ihn im Sternbilde des äeres. ziemlich genau zwischen Aldebaran und Pollur, links ober- Ib Beteigeuze, des linke» Hellen oberen Sternes des Orion. Er sie ganze Nacht hindurch sichtbar, und sollte von jedem in Augen- ein genommen werden, besonders wegen seiner Eigenart, da er n einem leuchtenden Ringe umschwebt wird, der ihn wie eine itkrämpe umgibt.
Aber nicht nur die Riese» unter den Planeten sind sichtbar. >,ar der kleinste der großen Planeten. Merkur, ist am MonatS- lang am Morgenhimmcl zu sehen. Dir finden ihn kurz vor mnenausgang als Hellen Stern, dürfen ihn aber nicht mit der >r viel hellere» Venus verwechseln, die auch in den ersten >aen des Monats aus den Sonnenstrahlen wieder hervortritt d alz Morgenstern erglänzt. Ende Tezcmdber wird er schon it^tundcn im Osten erstrahlen, und den einsamen Nachtwachen >r«we ein Wahrzeichen sein.
Tic Freude a» der Bcschästigunq mit anderen Tinge» als n Kriege beginnt sich iviedcr langsam zu heben, und so wird '» w Weihnachten mancher den Wunsch haben, sich nach Werken rzuiehcn. die ,h,„ weiteres Eindringen in die schöne Sternkunde len. Da trifft es sich denn günstig, daß neuerdings wieder ein neu erschienen ist. das wir erst vor wenigen Jahren in neuer arbeitung «»stauchen sahen: Aewcomb-EngelmannS Populäre ronomie. Trotz des nicht unerheblichen Preises von 11 Mar? rde die letzte Auflage innerhalb dreier Jahre vergrissen. ein ?E>s'für die Güte des Werkes Ter ZIcivcomb-Engelman» ist »er z.at auch das zuverlässigste Buch, das die gemeinverständliche ratur des Faches auszuwciscn hat. Tabci vereint cs mit der I /mvcrständlichcn Schreibweise strenge Wisicnschastlickkcit. Es l' l“ 1 "ifäfnds aus gewagte Hnpothesen ein, sondern verzeichnet -'.nie Tatsachen und wieder Tatsachen. Und das iii ia 1 ä«. "S. . Hauptsache, besonders wenn man es mit einem io
ct0 ** e Sn tun hat. wie die HimmelSknndc. Tic einzelnen ^ '^werden — das ist bei dem Weile bereits lange Hebung — Bit», .°™U cn Fachsvezialiste» bearbeitet, und das wichtige ^ > der Connenphpsik bringt in Briefen die Ansichten der her
vorragendsten lebenden Sonnenforscher zum Ausdruck. Tie Ausstattung des Buches ist ganz vorzüglich und die Fülle deS Material» w «roß daß man in ihm ein prachtvolles Nachschlagcbnch besitzt. Wir finden zu unserer Freude auch die biographischen Skizzen alle: bedeutenden Astronomen wieder, di» Tafeln und da» mnstergiiltige Register, das von gleicher Liebe zeugt, wie die ganze »ertliche Arbeit leibst. Gerade diese» Register macht da» Buch doppelt wertvoll. ™ schneller Folge der Auslagen veralten die früheren nicht er-
heblich, sodaß es kein Wagnis ist. sich da» Buch a»zulchasse» Wir wollen sogar hotten, daß wir diesem Musterbuch recht bald wieder in einer Rcuauslage begegnen, weil es durch Allerbeste» weite Verbreitung findet.
Staat imd Volksei näsirmig.
Tie Unzweckmäßigkeit unseres heutigen Wirtschaft:- lcbens kommt durch den Krieg anscheinend selbst den weltfremdesten Menschen zum Bewufztfein. Wir haben schon wiederholt Vorschläge von Nationalökonoiuen und Gelehrten erwähnt, die nichts anderes bezweckten, als eine Beseitigung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, wenigstens für dci-.- von den einzelnen speziell bclzandclte Gebiet. Jetzt tritt cm neuer Gelehrter, der Prager Hofrat Pros. Tr. Julius Stocklasa, auf den Plan. In einem Vortrage in der Wiener Urania wies er daraus bin, dah die Höchstpreise für Getreide. Kartoffeln und andere Nahrungsmittel in der Praxis wahr- schcinlich aus Schwierigkeiten stoßen werde» und dah zur Behebung dieser Schwierigkeiten die Einführung eines Staatsmonopols nötig sei. Ter Staat müsse Weizen, Roggen. Gerste, Mais, Hafer. Kartoffeln oder Mehl kaufen und unter Siaatskontrollc Brot aus einem geeigneten Gemisch Herstellen lassen lind womöglich Trocknungsanlagen füi Kartoffeln einrichten, wie sie in Deutschland bereits cristieren. — Es wäre erfreulich, wenn der Krieg recht vielen die Augen öffnen würde über die private Profitgier, die sich zur Frie- dcnszcit genau so zeigt, nur dah dann die Folgen nicht so verhängnisvoll sind, wie jetzt zur Kriegszcit.
Tie MzahliiiilMrschiiftc während des KuriM
Wer vor dem ikriegc Abzahlungsgeschäfte geschlosic» und sich zu Ratenzahlungen verpflichtet ha», ist dieser Verpflichtung auch während des Sricgcs nicht enthoben. Aber wenn er verklagt wird, kann ihm das Gericht nach der Verordnung des Bundesrats voin 7. August 191-1 eine Zahlungssrist von längstens drei Monaten gewähren. Tie zahlungSpflichtige Person kann auch, wenn sic nicht verklagt wird, selbst den Gläubiger vor das Amtsgericht laden zur Verhandlung über die Bestimmung einer ZahlungSsrist Ist der Zahlungspflichtige bereits verurteilt, so kann auch da» Amtsgericht die Vollstreckung des Urteils auf längstens drei Monate einstellen.
Bei AbzahlungSgeschästc» ist der Regel »ach der Verkäufer berechtigt. bei unpiinkilichcr Zahlung vom Vertrage zurückzutreten oder die Fälligkeit der Rcstlchuld geltend zu machen. Aber auch hier kann das Gericht, selbst dann, wenn der Zahlungspflichtige schon verurteilt ist. anordne», daß das Rllcklrittsrccht oder die Fälligkeit der Rcstichuld als nicht cingctrelen gelten solle. (Verordnung des Bnndcsrats vom 19. August 1911.j Ticsc letzte Vergünstigung bezieht sich aber nicht aus die Fülle, wo der Raten- schuldncr sein Recht bereits vor dem .11. Juli 1911 verwirkt hatte.
Ei» Kriegsteilnehmer. der Schuldner eine» Abzahlungs- geschäftS ist, kann wegen der fälligen Raten nicht verklagt, verurteilt ober gepfändet werden. TaS befreit felbstverständjich die Sricgerfrauen nicht, alles zu tun. um die Abzahlungen zu leisten. Wo es aber nicht möglich, da ist der Kriegsteilnehmer durch dar Gesetz vor Zwangsmaßregeln geschützt
Kann eine ikricgerfrau die vereinbarten Raten jetzt nicht pünktlich zahlen, so muß sie sofort an da» AbzahlungSgcschäst mit der Bitte um Stundung herantretcn und überhaupt versuchen, sich gütlich mit dem Geschäst zu einigen. TaS gilt auch für alle anderen, die zu Ratenzahlungen irgendwelcher Art verpflichtet sind.
Die Stricksinrnnot.
Mehr und mehr wird der Wollmangel zur regelrechten Kalamität. Millionen Soldaten stehen im Felde und jeder soll vier Paar Strüinpsc im Tornister habe». Auf 66 Millionen Paar Strümpfe hat man den Wintcrbedarf unserer Soldaten an Strümpfen geschätzt. Tazu kommen die Pulswärmer, die Kniewärmer, die Leib- und Kopfbindcn usw. Aus der nordrhcinischen Wollindustrie wurde kürzlich mff- gctcilt, dah wir genügend Wolle in, Lande besähen. Jo, wo bleibt sic? Wird sic etwa zurückgehaltcn, vielleicht vor kundigen Geschäftsleuten, die äuherlich so gern in Patriotismus „machen"? Auch Tausende flinker magerer Finge: warten auf Wolle. Manche Strickstubcn müssen ihren Betrieb wegen des Wollmangels bereits einschränken. Kann da der Staat zusehen? Kann er da noch mit Höchstpreisen zaudern, mit der Beschlagnahme der Vorräte und Rohstoffe? Und vermag auch diese elende Strickgarnnot noch nicht zu überzeugen, dah eine rationelle Wirtschaft, ein wahres Geitieinschastsleben und damit ein grohcs, eines, von wahrer Vaterlandsliebe durchglühtes Volk a l I e i n in der Wirtschaftsordnung des Gesellschaffseigentums. in dem von uns ersehnten neuen Staate möglich ist?
Aus de» Verlustlisten.
Infanterie-Regiment Re. IIS. Gießen.
II. Bataillon. (Fortsetzung.) d. Kompagnie Usssz d. R. Wilhelm Philipp .scheid. Annerod Sr Gießen, lvw. — Musi. Georg Stiefel. Off'enbach. gefallen. — Wehrm. Johannes Tohmcr. Rieder-Moos. «r. Lauter- l-ack, gefallen. — Muss. Ctto Heinrich Ewald, Loußack,. low. — Rcß Joltziinies Günther. Tirlanrmcn. lvw. — Gcrr d R Lorl Volk. Lcißgesteriz. Imv — Wehrm. Johannes Hvdvich Tannerod. Sr. Alsfeld.'lvw. — Wehrm. Sari Zinn. Maar, lvw — Rci. »orl Talpner, Rouhlos. lvw. — Srgcsreiw. Karl Strack. Leihgestern, lvw — Wehrm. Andreas Hannes. Freiensteinau, lvw. — Musk Martin Mrdert, Lampertheim, gefallen. — Res Hermann Slichtcr. Gießen, gefallen. — Wehrm. «orl Seip. Ober-Bessingen, g« so l len. — SrgSsrriw. Ctto Bops. Schotten, lvw. — Rei S<rrl Sktfct. »tzenhein. Sr Alsfeld, lvw. — MuSk. Friedrich Ermcl. Angenrod. lvw. — Wehrm Ermt Hartmann. Groß-Eichen, lvw — Wchrm. Soiiraü Gruneivald, Schwarz, lvw. — Res. Mathias Schneider, Herbftein, lvw. — Wehrm. Ennl Hohmann. Sellnrod «r. Schotten, lvw — Urffz. d. R. Heinrich Ruppcl. Birklar, «r. Gießen, vm. — Gefr. Arthur Leop. Fritz Dalihclm. O-berlchöne- weide. Sr. Barm«!, vm. — Eins -Fveiw. Gerr. Sarl Bernhard Borsihel, Kassel, vm. — Gesr. d. R. Sarl Heß, Ptunstcr, Sr. Gießen.
vm. — Miid-ck Ferdinand »appcS. Höchst, vm. — Res. Iah» Nassauer. Herzhausen. Sr Biedenkaps. v»i — Wchrm Vaientiin Maut. Uinrr-Schwarz. Sr. Le-utrvbach. vm — Akt,rin. Val«»bin Loch, Nieder OInnen, vm. — Wchrm Heinrich Heß. Maar. vm. — Wehr,». Heinrich Slumps. Ma>ili>ach. Sr Aisseid, vm, — Res Sari Seßlrr. Gardentoich. vm. — S rgssrciw E risst Bender. Hvizgcn. vni.
— »rgssrenv. WAhrlm Friedrich. Alslieu», vm. — Res. Heim«- Hauoinann. Rcichios, vm — Wehrni. Friedrich Sechen». Birklar, vermißt
K. Sompagni«. Osss.-St.-llv Heinrich Oblu, Holzheim. Sr. G^ßcn. g« fallen. — Utjsz d. R HerlkN Stange, Mhilda. Sr. Frcrl>crg. gefall e». Usssz. Peicr Zicimpel, Wonshri»». gefalle». — »sssz Wilhelm Hild. Butzimch. Iv>» — Usssz Friedrich Hagner. Oi-ethirl. Iv»> — Sngsfvruv. Otto Mörschei. Büdeslrerm, g eso l I e»c — Geir Wilhelm Bolkinonn. Heuchelhriim. ge !a 11«».
— SrgsfrrKv. Lrvpe-ld S itz. Watzen.lwvii. gefall«». - Rei. Sarl l-hißmani, Gießen, gcsalle» - Res Heinrich Rinner, Schlßtz. gefallen — Rei Sari Dtr.n II„ Köddingen, gefallen. — Res Hciirrich Hosmaniz. Wirseck. gefallen — Res. Wi-Ihrlm Hedrich Wettfaasen. Sr Alsfeld, lr-w — Gesr. Heinrich Lamsspgch. Beuren. Sr Gieße», schivviv. Siqssriiw Friedrich Ott I., Hv»i- l>evg a. d. O.. low — Siasfrienv. He>nrich Hei neck. Nidda» lvw. — KrgSfrenv El-crlmrd Höhmann, Wcvlar. >vw. — Res Heinrich Reinhard, Söddnigen. lvw — Res. Liidivig Walter. Göl>e>iirod. low
Lkltrin. Friedrich Lalher. Gießen. !vw — Wchrm, Ferdinand Zieimniiller. Heussxlheim, lvw Wehrm August Keller. Wwseck. lvw. — Gesr d. R Ludwig Hir.z. Stciiihevg. lvw — Utssz. d R Heinrich Hal-evinchl, Sckivartz. vm. Musk Wrlheini Sückelha-aS. Hinkinghansenz om. — (H.-jr d R Hcrman,, Holler. Ebcrstgd». Sr. Gießen, »in. — Gesr. Heinrich Holler. Eberstadt, vm. — Res. Hoi-n- rich Kräuter. Biasdach, Sr Lktziar. ßlnvvw
7. Kompagnie, »iff.z zxringini Achc-iitrich. Harttnrrod. gesallen. — Äkhrm. Rudolf Ta»»». Reiskrrchen. gefalle».
— Rcs. Wilhelm Semper, Bcrkc», gefalle». Btgefeldw. d. R. Ha'is Schmidt, Itw. — Utssz d 9k Heinrich Siceinaiui. Buvg- SolmS .sckgvvw. — Gesr. Ctto Si-.rnoach, Laulevhack». lvw. — Wehr- niann Ludwig Stecker, Gießern lvw — Res. Heinrich (tzench. Rüddinggltznsse», lviv — Sigesreiiiv Aidert i'ioof, Giesx». Imv — Rcs. Heinrich yd». Alle»darf. Sr. Gieße», lvw — Wehr», Adolf Schmidt. Jntivdem stlnvrnv. — Wehn». Sari Klein. Wohn-bach. lvw
— Gesr d. R. Angisst Alerandor, Nieder-Ohiiien. gesallen. — Mnsk Wilhelm Schmidt IV„ Gießen. Imv — Gesr d R Kar! Schnabel. Große», vni — SrgSsreiiv. Hans Serwielder. Gieße», mn
— ynvfrctio. Robert Ass, Gießen, vm. - Rci. Karl Heinr. Sännidl, Offdilln. Tillkreid. vm.
H. Kompagnie Usssz d R. Hemvich Wahn. Freiensleinau. ichivvw. — Usssz. Heinrich Schivenz, Riinzenl>kvg. schwvw — Utssz d R. Ludwig Klg-r». Sinn, gesallen. — Usssz. d. R. Heinrich Luh. Großeniliiidoir. lvw — Rci Ehriltiou Rnhl. Salz. Sr L-autcr- bach. lvw — Eksr. d. R. Friedrich Jürgens. AUena. gefalle»
— Rcs. Ludwig Biermi, Atzbgch. Imv — Wchrm. Adam NiaS. Lairgcdors. lvw. — Srgsfreiw. Heinrich Bellos, Gicßcnr gefallen
— MirSk Karl Siegs netz. Mevlait. ichivvw. — Res. Wilhelm Zchmiitdcrger, Enhclsdoss, Imv. — Rcs. Hilmar Werner. Bockslndt. gefallen. — KvgS-frciw Karl Psaff. Ehringsshilsseii. Sr. Wetzlai. schwvw. — Srl-rssreiw. Lu-divig Srenter. Eh> iiigskausen. schwvw. PssiSk. Herirrich Lrmp. Gießen, lvw. — Mnsk Ludwig Schmidt III., Rödgen. Kr. Glefzen ,lvw. — Res. Karl Schupp. Ehringclmusen, Kr. Wetzlar, lvw. — Res Heiiiriss, Müller. Echrnigdhousgii. lvw. — Gcff. Karl Sames. Tors-Giill. scknvvw. — Gesr Karl Rn«ge1. Leilsel. schwvw — Tmnb. Joharm Morr. Eihingen, gesallen. — Res. Hemrissi Lorenz. AlSscld. ivw. — Sizzsireiiv. Otto Fen, Frichn- hgusen. Tillkrer», lvw. — Res Svnrab Tiehl. Hutzdors, Sr Lautrr- bach. schwmv. — tsefr. Friedrich Boch. Wasseinheiin, Kr Molehei.n. gefallen. — ttzrsr Wilhelm Heppner. Nirder-Flvrstadt. gefallen. — Geff Gustav Weicker. Leissel. gefallen. — Res Heinrich Sonvad Bainiiant», Nenkinhen. Sr. Wetzlar, gefallen
— Res. Io banne» Roch. Frilchborn. Sr. Lautevbach. vm. — Res. Ludwig Henkel. Alsfeld, vm. — SvgSsreiw Heinrich Becker. Rüdaeu. Sr. Gießen, vm. — SrgSsvettv. Joseph Hüppcr, Olpe, S> Arnsberg, vm.
Kleitihaiidelspreise für Petroleum. Ter preußische Minister des Innern weist in einem Erlaß an die Nachgeordneten Regierungsstellen daraus hin, daß die Großhandelspreise für Petroleum bis jetzt nicht erhöht worden sind. Trotzdem werden ini Kleinhandel bis zu 16Psg. pro Liter verlangt. Tic Behörden, denen die Festsetzung von Ltlcinhandclspreise» übertragen ist, werden darauf hingewicsen, daß sic auf der Grundlage des für ihren Bezirk geltenden Großhandelspreises, über den sie unschwer bei einer der Einfuhrfirmen Auskunft erhalten werden, einen KlcinhandelsverkanssprciS <eftlctzcn können, sobald sich ein Bedürfnis dafür geltend macht. Tafür wird ein Preisaufschlag von -1 Pfg. für das Liter auch während des Krieges für den Kleinhandel im allgemeinen ausreichend sein. Nach Lage der Sache wird cs sich empfehlen, den Kleinhandelspreis überall so fcslzusetzen, daß er den Großhandelspreis des Bezirks nicht «m mehr als I Pfg. für das Liter übersteigt, wobei darauf zu achten sein würde, daß von den Behörden der Kleinhandelspreis für Erdöl nirgends über 26 Pfg. hinaus festgesetzt wird. — Ter Erlaß mahnt schließlich zu größter Sparsamkeit im Verbrauch und empfiehlt, wo cs irgend tunlich ist, die Verwendung von Elektrizität. Gas oder Spiritus.
— Unser täglich Brot ist nicht bloß erheblich teurer geworden, scitdcni der Krieg ausgcbrochcn ist, sondern auch seine Qualiätt wird geringer. Von der Regierung ist bekanntlich, um die Mehlvorräte zu strecken, vorgeschriebe», „lindesten 5 Prozent Kartoffelmehl zuzusctzen. Werden :n ehr als 5 Prozent dcni Brote zugesetzt, so muß der Buchstabe K auf jedem Brote eingcprägt sein. Bei mehr als 26 Prozent jtartoffelzusatz muß dies auf dem Brote ebenfalls verzeichnet sein. — Einen Vorteil für die Bäcker bedeutet die Verwendung von Kartoffelmehl jetzt nicht, weil dieses, nachdem seine Verwendung in Aussicht genommen war, sofort derart im Preise stieg, daß es dem Roggcnmehl sal. gleich steht. Außerdem muß aber bei Verwendung von Kartoffelmehl das Brot einen längeren Backprozcß durch- mochen, es muß länger im Ofen stehen und wird dadurch leichter. Soll cs also das vorgeschricbene Gewicht haben, sc muß mehr Teig verwendet werden, ein Nutzen entsteht demnach für den Bäcker nicht. Tieser Umstand hat wohl auch verhindert, daß bisher Kartoffelmehl mehr verbacken wurde. Im übrigen soll, wie vielfach behauptet wird, das Brot mit Kartofsclzuiatz an Güte reinem Roggenbrot »ich! nachstehen, was wir indessen nicht ohne weiteres als zutreffend anerkennen möchten. Mancher Bäckermeister be hauvtet Ioac>r, daß bei richtiger Behandlung mit Kartoffel


