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nr zu melden, dag Angriffsversuche des Gegners in der -egend nordöstlich Ypern und westlich Lens scheiterten.
2m Osten ist die Lage rechts der Weichsel unver- »dert. Vorstötze der Russen in der Gegend von Lodz urden abgewiesen. Daraus eingelritete Gegenangrissc aren erfolgreich. Aus Südpolen ist nichts Wesentliches i erwähnen. Die oberste Heeresleitung.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht
B. SBitn, 25. Rovbr. Amtlich wird verlauldatt 8. November mittags. Die Lage ist unverändett. In iusfilch-Polen verlief der gestrige Tag im allgemeinen uhigj einzelne schwächliche Angnffe der Russen wurden bgewiesen. Die Kämpfe in den Karpathen dauern sott.
Ernste Lage in Französisch-«.,rokko.
Rom, 28. Novbr. (Von dem Privatkottespondenten es Wolff-Bureaus.) Nach hierher gelangten Meldungen ur zuverlässiger Quelle ist die Lage in Französisch-Ma- ,kto emst. Ueberall, auch an der Küste, finden schwere ämpse statt, die anscheinend durch die gewaltsame fran- ifische Rekrutierung veranlaht worden sind.
Hesse» und Nachbargebietc.
«iehen und Umgebung.
— Wahlvrrei» Gießen. Auf die Mitglicdervers«nm- mg, die heute abend 9 Ulm im Gewerkschaftshause statt- ndct, sei nochmals aufmerksam gemacht. Tic Mitglieder .erden ersucht, sich reckst zahlreich einzusinden. zumal dies rrouSsichtlich die letzte Versammlung in diesem Jahre ist.
— Stadtverordnetenversammlung. Morgen nachmittag itt die Stadtverordnetenversammlung zu einer nichtöfscnk- chcn Sitzung zusammen.
— Holzarbeiter. Auf die heute abend 9 Uhr im Geiverk- hastshause stattsindende Versammlung sei an dieser stelle nochmals aufmerksam gemacht.
— In den Verlustlisten, die ani Samstag zur Ausgabe .langt find, ist das Reserve-Jnfanterie-Regiment Nr. 116 sthalten. Wir drucken dic Liste nicht vollständig nach, son- rrn werden nur d i c Gefallenen usw. anführen, die aus !berhessen und den Nachbargebicten stammen. Deshalb be- innen wir mit dem 2. Bataillon.
— Gefallene dcS Gießencr Regiments. Reservist Wii- elni S ch i e f e r st e i n aus Gießen. — Gefreiter Heinrich lecker, Gefr. Wilhelm Peter, beide aus Reiskirchen. — ieservist Jakob Schneider aus Wetzlar-Niedergirmes. — lest. Heinr. Maar aus Homberg a. d. Ohm. — Gefr. ;arl Strack aus Homberg a. d. Ohm. — Gefallene uS Oberhessen und Nachbargebieten. Lcuttr. er Reserve Karl Schmoll aus Gießen, Jnf.-Regl. Nr. 118. - Unteroffizier Georg Philipp V. aus Watzenborn. — stsr. Philipp Becker, Inf.-Regt. 115-, Unteroffizier Karl >i ü l l e r, Jnf.-Rget. 168. beide aus Rciskirchen.
— Die Fortbildungsschule wird in diesem Winter von 76 Schülern gegen 116 im Vorjahre in Gruppen von je 3 :lossen besucht und beschäftigt 18 Lehrkräfte. Tie Unter- ichtssiunden sind jetzt so angeordnet, daß die Schüler pro Locke 4 Stunden hintereinander besuchen, so daß der Arbeit- eber dic Lehrlinge nur an einem Nachmittag zum Besuch cs Unterrichts freizugeben hat.
— Aus dem Wochenntarkte gab es am Samstag billige sänic für diejenigen, welche sich einen derartigen Vogel eisten können. Das Angebot war so stark, daß dieses Ge- lügel je nack der Schwere der Tiere zwischen 66 und 76 Pfg. >ro Pfund verkauft wurde. Auch Kartoffeln waren vieder einmal in größerer Menge am Markt und wurden n kleineren Mengen das Pfund zu 1 Pfg. abgegeben. Die Btrfäufet nahmen bei malterweiscr Lieferung willig und Zern pro Doppelzentner zu 7 Mk. frei Keller größere Bestel- iungen an. die sie versprachen, im Laufe der Woche zur Ab- lieserung zu bringen. — Eier dagegen sind sündhaft teuer-, auch für Butter wird weit mehr verlangt, als der Höchstpreis beträgt.
^ — Tödlicher Unfall. In Bellersheim war am Ireitgg früh der Landwirt K. G ö b e l von dort damit be- sckxistigt, Dung auf seinen Acker zu fahren. Als er wieder "noch Hause fuhr, gingen ihm dic Pferde durch. Göbel wurde dom Lagen geschleudert und so schwer verletzt, daß er bald daraus ft a r b.
— Der Dank der Lriegerfeaucn an die Gewceklchasien. Die
volzarbeuerzeitung bringt nachstehenden Brief der Frau eines Kriegsdienst eingezogenen Bevollmächtigten der Zahlstelle Uastow j. Abdruck:
... r - • • • Zu gleicher Zeit sage ich meinen herzlichsten u.ank lur die nainilicnuntcrftütziuig. Es fehlt ja jetzt sehr, zumal wir nichts von der Stadl bekommen, aber ich habe mich schon gewundert. daß der Verband cs doch noch so lauge hat durchsetzen können, freue mich auch sehr, daß der Vorstand an die Zeit nach dem »rüge denkt und sich der ans dem Feldzüge Hein» kehrenden Krieger annchmen will. Dic werden cs dann auch lehr nötig haben. Soeben erhalte ich eine» Brief von meinem Rann. Er har sich sehr gefreut, das, der Verband so reichlich «c- lorgt hat in der ersten schwere» Zeit, und daß er cs auch noch water tun will. Jg, soll auch in seinem Namen herzlich danken. ES war ihnen ein schöner Trost in Feindesland, dast dic Familie nicht Rot leiben braucht. Er bittet den Vorstand, sich unserer anzunehmen, wenn ich einmal Rat brauche. Venn er gesund zu- tttckkehrt, hofft er durch treue Dienste noch dem Verband seinen -rank abftatten können Also nochmals meinen besten Dank.
Mit freundlichem Gruß zeichnet Frau Block."
« sie tapfere Frau versieht während der Zeit des Krieges die «"baitbsgefckisfte.
•sa Pib "wischtet: SiebeSgobenmarder Das als Gefreiter und ^-aiikibrr bei einem Trupventcil stehende Mitglied des Mann- m'mer vostbcatcrs. der 22iShrt^- Virtuos Ctto Apfel benutze IV™* Voftcn dazu, unbestellbar gewordene LicbcSgabensendungcn für nch verwenden. Das Darmstädtcr Kriegsgericht verurteilte -°n -m Donnerstag ,u 3 Monaten Gefängnis. aus die zwei Nochen erlittenen llntcrsuchungshaft in Anrechnung kamen.
—«todtthcater wuvdc am Freitag daS Schoippicl »Der Rar Halbe aufgcführi. dos Dienstag wiederholt ^ E>albr ist einer der modernen Tramanker, besten Schöpiungrn «toSem «rrolg über ine deuiichen Bühnen gingen. .Ter Ti vom" der Ve-chsel. oder richtiger ist die Nrtch-cl. an deren AeidSbesitzer und Deiehhouvnnann Peter Tvorn lebt, der -Rrt. fest, vaterlstbed Erbe, in jahrelangen', harten Samv-'e vrr- ^llert und gehoben hat. Testen rühmt er sich nicht wenig: aber
wir hören bald, daß er etwas auf dem Leib Holz Hai. Im Verein mir fenier Grvßnmrier dar er des Vaters Testaincni grjälichi oder unterschlagen und sei»« Brüder Heinrich und Jawb um chr Erbe geprellt. D iest: höchst uabrüdrrlich« Handlung, die ubrigrns feit (ficii und Jakob srhon oft genug vottgckcmenc» ist. gesteht er seiner >>rau Reimte, an den ikr.chen seiner beiden kleinen Zichnchen ein. als diese dem Lirom mm Opfer gefallen und crrninkrn ivarrn Run wäre eigentlich die Zache noch gang leidlich cinzurcnkcn ge- wc-en: Peier hätte leinen Brüdern ihr Erbteil aas irgend eine L-e-ie zuführen lö.uie,,: er spielt aber weiter den absoluten Herren. ze;M schr^ junkerliche Allüren und bchandett den 17jährigen Jakob ivir de» Z-.ollknechi und iagelöhiier. pevterar aber crjähri von den, Beliua Peter», besten Opser er «cwoide» ist. durch Renale, d;c stclisth jcknvcr unter der schuld ihres Marines leidet. Jakob stell! derhakb seinen Brudrr mr Red: und ivitd von Hcnirxh untersnitzt. der imch langer Abiveseichcit in die Hrtnmt zurückgckchri ist und als Lrrombaumcistrr die Regulicrunzt der Neichsti duvchjübve» soll Peter gesteht aber seine Zchutd nicht rin. ergeht sich vitlmehr in znutsche» Beine rin,igrn gegen Iran uni Brüder und jag: diese aus dem Haus«. ,lokvb will sich dadurch rächen, daß er den Damm zu durchbohveii versucht, um den Nasterrnastrn des iin Eisgauge beserid- lsitzen Ztromcs den Nrg auf Peters Anwesen frei zu m,icheu intd dieses dadurch g, vcinichieu Daran verbinden ihn Peter: bei dem .st a mp sc stürzen sie aber beide itt den reißenden Strom. — De» Petr-, ftuelre Direktor s t e i „ g o e 1 1 e r. Man mochte nicht recht glaubeiu daß er dieser herrsch- „ich lmbnichtigc und verbrecherisckx Mensch sei. als der er von seiner Jiau Renate hiugcstellt wird Diese wurde von Ir. S t«11 n t r in vorzüglicher Neis« dargeslellt. als die Iva» dir unter den, Unvechi ihres Mannes surchlbar leidet, ober nichts ändern kamu Herr T : c i u h o f c u ivußie den l7jährigen Jakob, der sich zuiückgesetzt fühlt und dann auch schiver betrogen steh«. l«t><it>s- wahr zu vrikörpern. Lehr (tut« HeifUUtgen boten auch di« Herren Litdwig Großer und st. Rotteck, dieser als der Strombou- mcister. erstcrer als alter, mit deni Haufe Dvorn vertranter st „echt, der nach ofwrrußischer Art deni Lelniaps nicht abgeneigt ist. Die Damen Jrrnzel und Hainbuch wurden ebenfalls ihrer Ausgabe vollkoimnen gerecht, erfiere gab d,« Großmuiter Dvorn, Irl. Hainbach ihre Dienftinagh. DaS Theater war gut besetzt.
— Die Jrankfurter Tiadtocrordnetenversammlung bestcht nach den am Donnerstag vorgcioonuneiicn Bahlen g»S 32 ,Fortschrittlern, 23 Sozialdetnokroten. 14 Ralioiialtiheralrii und 2 Zcntrumsleutrn. Gewählt wurden am Donnerstag 11 Lgiigldcinokraieu. 1t Fortschrittler. 3 Rational liberal« und 1 Zentrümler. Bon den 2« zu wählenden Sladweraidneten wurden 17 wicdergcwählt und » sind neu« Männer. Bes irnsern gewählten Genossen, die ivir im Tamis. tagsblatie nainrntUch aufsichrteii. fehli« Gcnostc Jritz Me per.
Siadiiheater Gießen Tpictplan. TienSiag. den 1. Dezciubrr, abends 8 Uhr. bei gewöhnlichen Preisen sermäßigii, 4. D>ensigg- Abonnements-Vorstellung: „Der Strom". Ende 10'/. Uhr. Jrcitag. den 4. Dezember, abends 8 Uhr. be, gewöhnlichen Preisen scrmätziglj, 3. Jrrstog-Abonnenients-Borslelluiig: »Zopf und
Schwert"." Ende noch liiVj Uhr Sonntag, den u. Dezember, nachmittags 3% Uhr, bei Voikspreisen: „Minna von Barnhelm" Ende gegen i> Uhr. Abends 7 Yj Uhr, bei kleinen Preisen: „B a l l e ti st e i us T o d". Ende gegen 10% Uhr.
Telegramme.
Hindenburg (Heneralseldmarschall.
Der Kaiser hat den Sieger im Osten, Generaloberst v. Hindenburg, zunt Gencralfcldiiiarschall ernannt, seine» Generalstabschcs Generalmajor v. Ludendorff zum Gencral- lcutnant. Hindenburg teilt das den Truppen in folgendet-, Worten mit:
Ich bin stolz daraus, diesen höchsten militärischen Dienstgrad an der Spitze ivlchcr Truppen erreicht zu haben. Ihre stompses- sreudigkcit und Ausdauer habe» in bewunderungswürdiger Belse dem Gegner große Verluste bcigebracht. Uebcr l! 0 Q 0 0 G e > faugenc, 1 ö 0 Geschütze und gegen 200 Maschinen, gewchre sind wieder in unsere Hände gefallen, aber vernichtet ist der Jeind noch nicht. Darum weiter vorwärts! Mit Gott für stönig und Vaterland dis der letzte Rüste besiegt am Boden liegt! Hurra' Sauptquarlier-L-ft, 27. Rovembcr >814.
Der Oberbefehlshaber: gez.: v. Hindenburg, Gcncralfeldmarichall.
•
Großes Hauptquartier, 29. Nov. (W. B. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser besindrt sich jetzt aus dem östlichen Kriegsschauplatz. Oberste Heeresleitung.
bin vernünftiges Wort.
In einer Besprechung der Lage schreibt der Matin: Es ist merkwürdig, daß so viele Leute sich in der Hoffnung wiegen, daß ganz Deutschland am Verhungern sei. Um so mehr müßten wir dann ihre Stoßkraft be- wundern, die trotz der Entbehrungen nicht schwächer wird. Es läuft aber wider den gesunden Sinn, behaupten zu wollen, daß ein so großartig organisiertes Land jetzt plötzlich der Hungersnot grgenüberstehen soll. Nein! Geben wir uns nicht so gefährlichen Illusionen hin. Vergessen wir nicht, daß Deutschland abgesehen von der Eigenproduktion noch verschiedene der Einfuhr geöffnete Türen hat. Rechnen wir also nur aus unseren eigenen Mut und unsere Ausdauer, um „durchzuhaltcn". Es ist dies vorsichtiger und schließlich auch Frankreichs würdiger.
Ter rätselkiaste Kampf.
Tic holländische Zeitung Tyd führt in einem Artikel auS: Ter Kampf im Osten wird immer rätselhafter. In Berlin wehen die Fahnen und dic deutsche Presse triumphiert, wahrend der englischen Presse infolge des russischen Sieges der Himmel voller Geigen bängt. Gelingt es der vortreftlichcn Sttotcgie der Tetitscktcn. der russischen Umklammerung zu entgehen, dann wird dic Wahrheit mit der Wucht eines deutschen Stunt in c rs in Paris, London und Petersburg einschlagcn Aus jeden Fall lzaben die Siegesberickitc eines der beiden Teile einen Haken.
Tie neue« russischen Verluste.
Der striegSbertchtentatter der Sera meldet, der Past zufolge, daß die Verluste der Russen m den letzten, seit Ende voriger Loche aitdaucrnder Kämpfe mPolcnnahezu 12000 0 Mann an Loten, Vrrwundeien und Gefangenen betvogen. Di« f i n t, I ä ti- bischen Scftfmcntcr haben fast ine Hälfte chres gesamten Bestandes erngebüßt ES sei. so erklärt der Berichterstatter, zwecklos, zu leugnen . daß 65 000 Naim Unverwunbete dem Feinde in die Hände gefallen seien.
Verantwortlicher Redakieur: F. veiler», gießen.
Verlag von Krumm & Cie , Gießen.
Truck: Verlag Oifenbacher Abendblatt. 8, m.b.H., Offenbach a.M
Verstorbene. 3?nnr Carvlme Schwerer Netzlar, 72 Jahre alt.
Bekanntmachung.
Tie nachstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur össentiichc» steiintiiis.
Gießen, den 26. Rovembcr 1014.
Der Oderdürgeruteiftcr:
» e l l c r.
Bekaiinimachuiig über dic Höchstpreise für Geireid« und Kleie.
Vom 28. Oktober 1014.
Auf Grund von 8 3 des Gesetzes, l>rlreff«nd Höchstpreise, vom 4 August 1014 fReichS-Geietzbl. S. i!Oi. >,, der Fassung der Be» tamstmochung vom 28. Oklvber 1014 iOieichs-Eiefetzbl. S. 458) Iza! der Bundesrat folgend: Lierurdiiuiig erlassen:
S 1. Ter Preis für die Tonne inländischen Roggens darf im Großhandel nicht übersteigen in
Mark
iWnrt
Aachen
237
Hamburg
228
2icrlin
220
Hannover
228
Braiinschwcig
227
Kiel
226
Bremen
231
Königsberg i. Pr.
200
Breslau
212
Leipzig
225
Brombcrg
200
2>!agdeburg
224
Eastrl
231
2Va>inbcim
236
Köln
236
2>iiiiiche»
237
Danzig
212
Posen
210
Torimuud
235
Rostock
218
Dresden
225
Saarbrücken
237
Tiiisburg
2.36
Schwerin i. 2V.
210
E ni de»
232
Stettin
216
Erfurt
229
Siraßburg i. E.
237
Jrankfurt a. 2V.
235
Stuttgart
236
Gleiwitz
218
Zwickau
227
8 2. Beträgt
das Gewick ! de» Hektoliters Roggen
mehr als
70 Stlogramm. so siegt der Höchitpreis für jedes volle stilograzmn uni eine Ibark fünfzig Pfeimcpc.
ß 3. In den nn ß 1 nicht genaunten Orte» IRebenorie) ist der Höchstpreis gleich dein deni ii>«t>stgei«genen ßn ff 1 genoliniteu Ortes izviuptort).
Ti« t!<nides,zciitra>de>)ürdr» oder die von ihnen bestinunien lwiteren Vcrivaliungsbrlwrden können einen niedrigeren Höchst»reis festsctzen. Ist sirr die Preisbüdinm eines Reiutnorlr» ein anderer als der »achsigelegcn« Hauptort bestimmend, so können diese Be- lwrden den Höchstpreis bis zu d:m für dicsi-n Hanpiorl sestgesetzten Hilchswvcio hmauiieven. Liegt diefcr Hauptort in einem anderen Buiidcsstaaic. so ist die Züstimni'.utg de» Reichskanzlers erforderlich
8 4. Ter Höchstpreis fiir die Tonne inländisch«» Nerzens ist vierzig Illart höher als der Höchstpreis für die Tvmi« Roggen (SS 1 und 3). Beträgt d»> Gervickt des Hektoliter» Beizen inehr als 75 sttlogramin. so stcigi der Höä'srpveis für jedes voll« Kilogramm um eilte 2t,'ark fünfzig Pfennig.
8 5. Ter Höchstpreis für die Tonn« firländtichrr EZerste, deren Hektolllergcwicht nicht mehr a4s 68 stilogrcunm l-etrisizt, ist in den preußischen Provrn.tcn Schleswig-Holstein. Hannover und Beil ialen. sowie in Oldcnlnnzz. Bvanirscknveig, Ltaldeck, Sciiauinburg- Lippc. Lippe. Lüi>eck. Brenien und f^rmtnirg zehn Mark, in dem reckttsrhcinifchcn B<rnent dreizehn Mark, aiidcrort» siint.zetm Mark niedriger als der fwärstpreis für die Tonne Roggen (SS > und 3).
S 6. Ein nach den SS-1 bis 5 in einem Orte bestehender Höchst- pnei» gilt für die Bane, di« an diesem Ort« abzunehinen ist.
8 7. Al» Grpsthandcl im Sinne der 88 1 bis 6 grli insbesondere der Verkehr zwischen dein Erzeuger, dem Verarbeiter und den, Händler.
8 8. Ter Preis siir den Topprizcntner Roggri» ober Beizen- kleie darf beim Berkause durch den Hersteller dreizehn Mark nicht übirsiciae». Tics« Vorschrift chst nicht für Jutteriitchl iVollmehl, Rand. Grießkleie und dergleichen).
8 0. Di« Höchsipreise bis zmn 3t. Tezeinber 1814 utrverändert, von da ab erhöhen sie sich ani 1. imd 15. jcden Monats bei Getreide um ein« Mark fünfzig Pfennig für die Tonne, bei Kleie um fünf Pfennig für den Toppclzeiitner.
8 10. Tie Höchstpreise gellen für Lieferung o(>n« Sock und fiiv Barzahstnig bei Empfang: wird der stausprcis gestundet, so dürfen bis zu zwei Prozent Jahreszinsen über Rc!ch»i>ankdiskont hinzu- geschlagen werden Sie schließen bei Getreide, aber nict>t bei Kleie, die Kosten der Verladung und des Transports bis zui» Güterboint- hofc, bei Bastertransport bi» zur Anlegestelle des Schiffe» oder Kahnes des Abnohmevries in sich
8 11 Tiefe Verordmmg tritt am 4. Roveinbcr 1014 i„ Kraft. Ter Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt de» Anßcrlrasttretrn«.
Berlin, den 28. Oktober >814. »
Ter Siellverireier des Reichskanzlers Delbrück
Brkannimachiiiig Über dic Höchstpreise für tzascr.
Siom 5. Rovcniber 1814.
Ans Grund von 8 3 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, voiu 4. August 1814 iReichs-iüesctzbl. S. 338) in der itzassung der 24c- kannimachmig vmn 28. Oktober 1814 (Rcichs-Gesetzbl. S. 458) hak der Bundesrat folgende Berordming erlasten:
8 t. Ter Preis siir die Tonne inländischen Hafer» darf im
flachen Berlin
Braunschweig Bremen Breslau Bromberg Eastcl Köln Danzig Dortmund Dresden Duisburg Emden Erfurt
Jrankfuri a. M.
Gleiwitz — . . ...
Ter Höchstpreis gilt nicht für Saatk>aser: das Nähere bestimmt
Mark
Mark
221
Hamburg
217
212
Hannover
218
217
Kiel
216
210
Königsberg l. P
204
204
Leipzig
214
206
Magdeburg
216
218
Mannheim
222
221
München
220
207
Polen
205
223
Rostock
210
212
Saarbrücken
224
222
Schwerin i. M.
210
218
Stettin
208
217
Siraßburg i. E.
223
221
Stuttgart
220
202
Zwickau
215
der Bundesrat. . , ...
8 2. In den im 8 t nicht gcnairnien Orten lftebenoric) ist der Höchstpreis gleich dem des iiächsdgelogenet, im 8 1 ««nannte,t
Tie ob«r dir von
f)i>T>crcn $cmaTtini 4 K»l>cfH)Tt>nt fön-ntn ehren niebridereit f>öd)|tprnv fcftseven. Ist für die Preisbildung eines Rebenorios ein anderer als der nächftgclegen« Hauptort bestmimciid, so können dies« Behörden dcn SöchstvrciS bis zu dem für diesen Hauptort festgesetzten Höchstpreis himmsieseit. Liegt dieser Lvmptort in cuiem a>,deren Bundesstaate so ist di« Zustimmung de? Reichskantzlers ersoiheruch.
8 3. E;n nach den 88 t und 2 in einem Ort« beiiesstmder Söchst- preis gilt für di« Bare di« an diesem Orte abztmchmen ist.
8 4. Als Großhandel nn Snrn« des 88 1 bis 3 «vlt insbesondere der 'Verkehr zwischen dem Erzeuger, dem Vcrorbetter und den.
8 5.' Tie Höchstpreis« bleiben bis zum 31 Dezember 1814 u»- vcrändert, von da ab erhöhe» sie sich am t. und 15. jeden Monoi» um ein« Mark fünfzig Pfennig für ine Tonn«.
8 6. Tie Höchstpreis« gellen für Lieierung olme Sgck und für Borzahluno bei Empfang: wtrd der «aufpreis gestundet, fo dürfen bis zu zivei Prozent Jahreszinsen über Reichsbankdiskont hinzu- geschlagen werden S>« ßbl-eßen dic Kosten der Verladung und des Transports bis Zim, Giüerbahtchose. bei Bastertronsport bis zur Anlegestelle des Schiffes oder Kahnes des Abnahmrortes in sieb.
8 7 Tiefe Verordnung tritt am 8 November 1814 ni Kraft. Tcr 'Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens.
Berlin, den 5. November 1814.
Ter Sielloertreier des Reichskanzlers Delbrück.


