lftcit im Felde zur Verteidigung unserer Vaterlandes lamp,'en, iscnde gefallen oder verwundet ihr Blut vergaffen haben, viele lerer Mitglieder wegen persönlicher Tapferkeit vor dem Feinde t dem «i fernen Kreuz ausgezeichnet worden find, hält das lerischc Staatsministcrium noch immer jenen bekannten Re- r S aufrecht, der sich gegen die freien Gewerkschaften und gegen Sozialdemokratie richtet. Unseie Mitglieder find gerufen, das terland zu verteidigen, und sie erfüllen diese Pflicht mit der eichen Aufopferung wie die Angehörigen aller anderen Par- en und Verbände. «ei der Mobilmachung, die so hohe >f«i>erungen an das gesamte Personal der VerkehrSanstalten Ute, habe» sich die Mitglieder des Süddeutschen Eisen- h n e r v e r b a n d e S und die der freienGewerkschaflen anPflicht- rr von niemanden übertreffc» laffen: selbst der Herr «er- hrS minister hat in einem öffentliche» Tankschreiben aner- mt, daß das gesamte Personal in mustergültiger Weise seine verc Pflicht erfüllt hat. Durch die T a t ist also in der Stunde Gefahr erwiesen. daß voller Verlas, aus die Angehörigen der ien Verbände ist. Durch den Einfluß einer großen poiitischei, rtei in Bayern ist der Revers entstanden. Die mafigebenden illen wurde» in den Glauben versetzt, die Angehörigen der ,en Gewerkschaften würden in der Stunde der Gefahr gegen die erländischen Fntereffcn arbeiten. Alle diese Befürchtungen en sich nun als völlig grundlos erwiesen. Dennoch wird Revers ausrechterhaltcn. Roch immer mutet man bei der Ein- lung in die Betriebe der Verkehrsanstalten unseren Mitgliedern e Berzichterklärung aus ihre Organisation zu. Das wird in der igen schweren Zeit als besonders demütigend und erbitternd ofundcn! Anders sind die preußischen Behörden ver- ren: Mt« großer Ke»ugtuung wurde überall begrüßt, daß die her getroffenen besonderen Maßnahmen gegen Angehörige der aldemokratischen Partei und der freieu Gewerkschasten mit sbruch des Krieges beseitigt wurden Ais durch die Tat bc- sen werden konnte, daß die BcrauSsetzungcn zu einer AuS- >mcbehaiidlung unserer Gesinnungvgcnoffcn und VerbandSmit- der nicht zutrcfsen, stellten die preußischen und auch die Beden der übrigen Bundesstaaten die notwendige gleiche itsbürgcrlichc Behandlung her. So erhoffen auch wir ein che» Vorgehen in Bayern. Daß der bekannte Revers aus lerlei Tatsachen sich stützen konnte, war schon vor AuSbruch des eges bewiesen. Er ist lediglich entstanden aus den besonderen krischen Parleiverhälttiiffen. die aber in dieser ernsten Zeit nicht schlaggebend sein dürfen. Wir konnten deshalb annehmcii, daß Revers fallen werde. Leider ist das bis jetzt nicht gehen. Deshalb sehen wir uns veranlaßt, mit dieser Eingabe ,mals einen dringenden Appell an das gesamte bayerische atSmiuisterium zu richten, durch Aushebung des von der SS«» »Verwaltung eingesiihitcn Reverses jenen Ausnahmezustand zu ittgen, der gerade jetzt, wo die gesamte deutsche Ratio» einig ij geschloffen das Vaterland verteidigt, die Gcsllhic der Arbeiterin » ■ ft aus daS äußerste verletzen muß. Der Herr Minifter- W » ch ffdent Dr. Graf v. Bertling hat wiederholt in der Abge- ii ünip, inetenkauimer erklärt, das KoajiiionSrecht der Arbeiter wahren ilkii.iM schützen zu wollen, von ihm erwarten wir besonders, daß er en ganzen Einfluß im Ministerium einfetzen möge, um r e ft - > alle Ausnahmebestimmungen zu beseitigen, die bisher nnge- «erweise noch aufrechterhalten sind."
Aushebung der p,rsöuliä,eu Freiheit.
Weil fie die Schanzenarbeiten vcrlaffen haben, zu denen sic sich freie Arbeiter gemeldet und die sie vertraglich aus sich genom- hatten, verhängte der Stadtkommandant in Breslau über ei Arbeiter ohne Gerichtsverhandlung je 3 chen Arrest, vollstreckbar innerhalb 24 Stunden! Die chtvollkommenheit zur Verhängung und Vollstreckung dieser ewöhnlichen Strafe leitet sich offenbar aus der Aufhebung der önlichen Freiheit her, wie sie feit Verkündung des v e r - ärften Belagerungszustandes in Breslau ver- wurde.
Maßnahmen gegen die Cholera.
Tab in Rußland die Cholera herrscht und auch auf die Aschen Truppen übergegriffcn Iiat, ist bekannt. Cs besteht er im Zusammenhang mit den kriegerischen Ereignissen Russisch-Polen die Gefahr einer Verschleppung der Krarik- über die Grenzen. Zur Beunruhigung liegt deshalb aber, die Schlesische Zeitung schreibt, kein Anlatz vor, denn es !> natürlich alle ersorderlickchn Matznahinen getroffen, um etwaiges Auftreten der Krankheit im Keime zu ersticken, |> eine Verbreitung unmöglich zu machen, wie ja die Beden von Beginn des Krieges an den gerade Rußland enüber gebotenen Senchenschuß nie autzer acht gelassen l'en. Vorsicht ist aber geboten, namentlich für Obec- esien, wo eine Einichleppung durch galizische Fuhrleute, bei den österreichischen Verpflcgungskolonnen eingestellt |>. stattgcfunden hat. Je einer dieser Fuhrleute ist in berun und in Tichau, Kreis Pletz, an Cbolcra gestorben, unterliegt keinem Zweifel, datz behördlich alles getan ! 'd. da- in solchen Fallen erforderlich ist. Tie Bet'ölkerung 14st über mutz vorsichtig seui. und deshalb ist sic vor jedem Heren Verkehr mit den österreichischen Fuhrleuten gewarnt rden.
Tie Beschießung von Leebrüggc.
Sie in der holländischen Presse verzeichnetcn Gerüchte, si di, Deutschen aus Sccbrügge eine Bans für die 'erationen gegen England machten und datz bereits Unterboote dorthin gebracht worden seien, sind, wie man liie- >ubt. Anlaß dazu, datz die Engländer versuchen, die dortigen ifenonlaoen zu vernichten.
lieber das gestrige Bombardement meldet der Korrespondent .Saasbode in Sluis: Eine schreckliche Kanonade. so schwer, wie " sie hier noch niemals seit AuSbruch der Feindseligkeiten ver- '"«cn Hai. machte Fenster erzittern und Türen aufspringen. t> körte man wiederholte Erplosionen, deren Donner noch I irere Sekunden lan» anhiclt. Es ivurdc mir gestattet, einen e>» zu besteigen, aus dem sich auch die Militärbehörden in Sluis iiide», Rechts vom Turm, der «ine Viertelstunde von Knocke ernt, in Richtung Scebrügge steht, sah man aus dem grauen der die Suite unsichtbar machte, wiederholt belle Flammen ben. Dann und wann ichien cs. als ob Feucrbällc landein tö flögen. Personen, die gut mit der Lage der Orte an der >e bekannt sind sagten, daß ohne Zweifel Sccbrügge in Brand hoffen sei. Plötzlich schoß eine gewaltige Fcucrsäulc noch in die *■ Ein Gasbehälter war erplodicrl. Gegen den rote» Binter- nd der lodernden Flammen sah man die dunkle Silhouette eincs >w vorgestrcckten Gebäudes. Ein Einwohner von Scebrligge er- es als hie Koksiabrik vo» Rombach, in deren unmittelbarer Hk Gas. vnd Benzintanks stehe».
Rumänische Neutralität.
' V .B- »»kareft, 25. Rov. lRnhtamtlnsts Die organisierten Ar- r Metren eine Versammlung ab. m der mit aller Eiitschicdcnhett sl,0» Sriegc-treibevc-ien sowie gegen den ?Ieriuch der Bildung 'ogenamiten national«» Regierung Verwahrung erngelegt und S°n^ nach Ausrcchterhaltung des Friedens und der Rruirali- «usgc,pr»chen u>,„de — Proseffor Parva», der Vizcpräfidcnl elentriUkomjtees der Kulturliga hielt gestern im Athncäum einen rragdber Ukrieqarische Vorbereitungen für naiivnale Einigung", sprach die Ansicht aus. daß «Rumänien diese Vorbereitung noch "rvücht habe. Alle, di« den Krieg wollten, seien Verbrecher.
kriftenz des Staate«- gesährdcu wollten. Sie seien Charge, die unbewußt fremden Jntereffen dienten.
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Bevorstehendes Eingreifen Bnlgarittts?
Köln, 25. ?!ov. Der Kölnischen Zeitung zufolge wird ein Eingreifen Bulgariens als unmittelbar bevorstehend bc zeichnet. Das osfiziöse bulgarische Blatt Kambaua schreibt: Vir sind vollkommeu cntschlvffen, daS ganze Mazedonien bis Z»m Fluffe Biftrida zu besetzen. Von der Türkei haben wir nichts zu vcrlaugrn, und mit ffinmätiir» könnt» wir in Friede» leben. Es liegt in unserem eigenen Jntereffe, dan ein starkes Rumänien zwischen uns und dem russischen Büre., liegt. Unser eiuzigrr Zweck ist die Vernichtung Serbiens und Griechenlands.
T>irchsckin,id«ng ein,» englischen Kabel».
Kristiania, 25. Rov. Wie aus London gemeldet wird, bat der Gouverneur von Zamaika gemeldet, daß da« «adcl von den Deutschen bei Kriegsausbruch durchschnitten worden ist. Man hätte anfangs angenommen, ein Erdbeben am •'!. August sei an der Zerstörung schuld E» hätte sich oder jetzt herausgestell«, daß das Kabel durchschnitten worden sei.
Hefien und Nachbargebiete.
Aietzen un» Umgebung.
— Zu den Kartosselpreisrn. Bei der Konferenz, die vor kurzeni in Darm stobt wegen Festsetzung der Kartossrl- Höchstpreise tagte und wo ickstietzlich der Höchstpreis ans 6>ü Mark, üxitcr auf 7 Mk. pro Malier festgesetzt wurde, vertrat Oberbürgermeister Keller gegenüber den Vertretern der Landwirtschaft den Standpunkt, datz der von isim festgesetzte Preis von 6 Mk. für den Malter durchaus den Ernteergebnissen entspreckie. Datz dies richtig war, beweist jetzt die Festsetzung durch das Reich, da? den Preis für beste Speiiekartofseln aus 6,10 Mk. pro Doppelzentner normierte. Ter Oberbürgermeister blieb aber mit seiner Ansicht in der Minderheit und so kam ein höherer Preis heraus. In der Tat werden die Kartoffeln im Hinblick auf die Ernte und im Verhältnis zu früheren Jahren viel zu teuer bezahlt.
Gegen die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe. Die von der Hessischen Handwerkskammer zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Baugewerbe geführten Verhandlungen mit der Eisenbahndirektion haben dahin geführt, daß bereits in den nächsten Togen eine grohe Zahl von Bauten aller Art, über den hessischen Kammerbezirk zerstreut, zur Ausschreibung ge- langt. Bei den hierüber gepflogenen Beratungen ist versichert worden, datz von jeglicher Vergebung an Generalunler- nehmer abgesehen und die Arbeiten soweit als irgend möglich direkt an die einzelnen .tzandwerkszweige gegeben werden sollen: auch werden die Lieferungstcnnine günstig festgesetzt und es soll breite Verteilung der Arbeiten stattfinden. Ter Eisriibahndirektion erwächst hierdurch wesentlich mehr Arbeit, aber sie ist dem Wunsche der Handwerkskammer, den Handwerkern weitest entgegen zu kommen, in anerkennenswerter Weise bereitwilligst gefolgt. Für die Wintcriiionate wird hierdurch dem Baugewerbe, Meistern und Gesellen willkommene Arbeitsgelegenheit versckiaift.
„Ties, tief bellageiisioert". Unlautere Manipulalwne.: bei Lieferung von Militarleder sollen nach der Lederindustrie den Staat schädigen, doch will das Blatt aus purem Patriotismus davon Abstand nehmen, jetzt die ihm bekannten Tatsachen auizudecken. In ihrer Ausgabe vom vorigen Samstag schreibt die Lederindustrie nämlich u. a. folgendes:
WaS spielen siih für Dinge auf dem Lcdermarkic ab! Unser patriotisches Empsinden verbietet es uns, jetzt in dieser schweren Stimde ans diese Vorgänge näher rinzugchcn. Wir legen da» uns zur Verfügung gestellte Material für die Zukunft zurück. Zwischen die kausenden Acmtcr und hie Produzenten bezw. Großhändler haben sich Eleinente „geschoben", die dem Vater- lande Lasten ausbürden, die unbedingt vermieden werden müßten.
Man sieht in dem Vorgehen zahlreicher Stellen, auch solcher, die den Gkwcrbcvcreinigiingen zugeicilt sind, Transaktionen, die nicht die Spur einer Organisation erkennen laffen. Es wird anscheinend mit belondcrm Eifer daran gearbeitet, so unkaus- männisch wie möglich vorzugehcn. Ties, lief beklagenswert find dir Zustände, die sich hier herausgebilbei haben.
Wir meinen, datz. wenn die Tinge so liegen, die patriotische Pflicht es der Lederindustrie gebieten mutzte, zu reden, und zwar an zuständiger Stelle, und falls das nicht helfen sollte, dann laut und deutlich vor aller Oeffentlichkeit. Hoffentlich werden die militärischen Behörden die Lederindustrie zwingen, mit ihrem Wilsen herauszurücken. Schonung ist schon deshalb nicht am Platze, weil überhaupt der Ledcr- markt seit einiger Zeit von einer wüsten Spekulation bc- berrickt wird. Es sind Ledersorten um 2T>, 50, sogar um 150 Prozent gestiegen. Tas sind wucherische Preistreibereien, die keine Berechtigung haben, auch wenn das Leder jetzt knapper ist als in Friedcuszciten.
Gefallene des Gicstener Regiments: Wchrmann Peter Baiser aus Hattenrod. — Unteroff. Friedrich Klinket aus Lollar. — Reservist Anton Fahrer aus Wetzlar. — Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten: Gardist Konrad Grün aus Kesselbach, Inf.-Reg. Nr. 115. — Gardist Heinrich Podenbender aus Treis a. d. L-. Jnf.-Reg. Nr. 115. — Ofsiz.-Stellocrtr. Adalbert E ck ans Gietzen.
— Ein blühenbes Geschäft hat jetzt die Akiiengesellschaft Friedr. Krupp in Esten. Sic zahlt zwar sür das abgelauscnc GcschäslS- iahr „nur" 12 Prozent Twibcnde statt 14 im Vorjahre, aber cs gehl sonst immer noch. Ter Reingewinn beträgt N,!> Millionen Mart si. V. -KI,»), wozu noch der Vortrag aus dem Vorjahre mit 6,9 Mill Mark hinzntritt E.- wurde belchloffen, außer der vorgkschriebciie» Zuweisung an die gesetzliche Rücklage einen Betrag van 2 Mill. Mark an die Sonderrücklagc zu Überweisen. Ferner wurde bc- schlosicn, dem Ardeitcrurlaudsionds 2 2>iiUioiicn Mark, der Ar- beitervenfionSkoffc 1 Million Mark zuzuwcnden und für Kricgs- beihilscn und dergleichen 3 Millionen Mark zur Beifügung zu stellen. Wetter beschäftiale sich der Aussichtsrat mit einem Anträge des Tirektoriums aui Eehödung des zurieit t^i Millionen Mark beiragenbtn Akticakapiials Bestimmend sür diesen Vorschlag war, wie mitgeteilt wird, unter anderem, daß in letzter Zeit die Betriebsmittel der Firma in starkem Maße durch immobile Auiwendungen testgelegt worden sind. ES haben sowohl erhebliche Verbeffernnaen und Erweiterungen der Werkanlaac» wie auch bedeutende Erwerbungen von Grundeigentum, Kohlensclbern und dergleichen stattgesuiiden. Das Fmmobilienkonto übersteigt jetzt das Aftien- kavital einschließlich der Rücklagen um last 30 Millionen Mark, während sich diele beiden Posten im Vorjahre nach annähernd deckten. Ferner find die sonstigen Krebiwren von rund 70 Millionen Mark ans rund 108 Rillioueu Mark gestiegen. Während die An
zahlungen von rund 137 Millionen'aus 111 Milliouen Mark zurllcks gegangen sind. Dann kommen neuerdings die großen Anforderungen, die nach dem Kriegsausbruch an die Firma herantraten und Geld in einem Maße In Anspruch nehmen, wie e» heute noch nicht genau übersehe» werden kann. Unter diesen Umstände» Ineil auch der Aulsichlsrai eine beirachttiche Vermehrung des Geschäfts kapitale- der Firma sür geboten Diese soll in der Weise ersolge». daß das Atlicnkapiial um nominell 70 Millionen Mark, also von 1 > 0 Millionen Mark aus 250 Millionen 2>t a r k erhöht wird, und daß von den, muen «liienlapilal zunächst ein Teil betrag von 35 Millionen Mark am 31. Dezember 1914 zur Ei» »ablniifl gelang,. Wie früher, so ivird auch dieser neue Aklien- lapilalbrirag vo» der Familie Krupp übernomuien werden.
Fn dieser mächtige» Ausdehnung sprich, sich »ich, „ur der Wille aus, den ungelieuren Aiisardcruiigc» dieses Kriege»- in jeder Beziehung qercchi zu werden, soiiderii — schreibt dir Vossijchc Zeitung — sie zeugt auch von einer uuerschüttcrlichen Zuversicht aus die Zulunst der deutsche» 'Monianiudustrir »am Beendigung des Krieges. Tanic Voß vergißt zu erwähnen, daß cs auch von de« guten Profite» zeugt, die die Wafsenprodutiion abiverscn
Geireidcoorrais-Ermiltelung. Am 4. Dezember 10,4 sindct im Deulschcn Reich zum zweitenmal eine Ausuahine der Vorräte von Getreide und Erzcugniffen der Gclreidcinüllerci sür mkiischliche und tierische Ernährung statt. Sic soll die Vorräte insoweil ersoffen, als sie sich in der Rächt vom 30. Roveinbcr zum 1. Dezember in Gewahrsam der zur Angabe Verpslichielc» befunden haben. Die Zählung erstreckt sich „ich, aus gewöhnliche -»»»Haltungen, sondern mir auf besttmmie gewerbliche »nd alle landwirischasilichen Betriebe. Be, der Zählung am 1. Fuli d. 9. wurden nur sür dir Uber 5 Oeltar großen landwirtschasiliche» Betriebe Slngabe» verlang' Ein Eindringen in Einlommeiis- und Vermögensverhältniffe ist ausgeichloffen. Die Angaben iverden nur für Zwecke der amtliche» Statistik verwendet. Die Zähler baben die idiieii geinachicn Angabe» streng geheim zu halten. Die Aufnahme soll die Vorräte von Weizen. Spelz, Roggen, 2llenggetreidc und 2>kischsruchl. <>oser. Gerste, von Illclil aus Weizen und Spelz, einschließlich de» zur menschliche» Ernährung dienende» Schrot» und Schrolinehl». Roggenmehl, einschließlich de» zur iiieiischlicheii Ernährung dienenden 2Ioggcnschrvls und Roggenschrolmchls. audercu, ibebl lau, Gerste, l'afer, Mai» oder Mcnggctreidel erfaffe». — Die Erhebung erstreckt sich auf folgende Betriebe:
1. SlUc landwirtschaftlichen Betriebe.
2. Gewerbliche Betriebe: Getreide-, 2>Iahl- und Schälmühle»:
Bäckereien. Kondilarcien: Riidclfabriken: Rähriiiittclsabrikcn:
Stärkefabriken: Mälzereien: Meiereien, Molkerelen mit eigenem Vichstand: Mästereien und Züchlcreien ohne landwirlschaftlicheii Betrieb: Brancreicn: Branniwcinbreiincreikn: Hefcsabrike» usw.
3. l'andelsbctricbe: Wandel mit Getreide »nd Mühlensabri-
kate», -ülsenfriichten, Furage, Futter, Kolonialwaren: Konsum vereine: Warenhäuser: Geireldchallcn und Lagerhäuser: Bandet mit Schlacht- und Nutzvieh: Pferbehaiidcl nsw.
4. VerlehrSbetriebe: Kaiiimunal- und Privaltiseiibahiibrlriebc ■ Personen- und Frachisuhrgeschäsie einschließlich Ouiiiihusbetricbe: Straßenbahnbetricbe: Slnssvaiiiiwirlschaften; Gasthäuser: Spedition : Slbsuhranstallen: Reltinftitute: Schlssahrlsbetriebe usw.
Um den Zählern, welche bei der Zählung die Angabeii in die Zähllifte einzutragen habe», richtige Antwort geben zu können, werden die Bclricbsiiihaber oder deren Slellvertreler dringend ersucht, ihre Siorrate au Getreide und 2>keh> kurz var dem t. Dezember zu überschlagen. Wer die au ihn gerichteten Frage» wiffenllich wahr- heilSwidrig beantwortet oder sich weigert, sie zu beaniworlc», setzt sich großen llnannrhlnlichkeitkn aus, gegebeiic» Fall» einer Geid- straje bi» zu 3000 Mk. oder im tliivermügenssallc einer Gesäug»is- strasc bis zu 0 Monaten.
lieber russische Perhäliniffe finbcn sich i» einem Feldpostbriefe eines LandwehrmanneS au« Wißmar au eine» Gießeiier Partciqeiioffcn salgcude SZeincrtungcii, die von allgrmeiiiein Futei- rffc sind. Der Mann schreibt u. a.: Sind ba» armselige HUltc» hier auf dem Lande und i„ der Stadt sind sic auch nicht bester. Welches Elend sprich! daraus! Die Bütten find zu», größten Teile aus Bolz, nur der Schornstein nicht. Ein Balten liegt auf dem andern und wa Löcher oder Ritzen sind, werben sie mit Erde zuge ichinierl. Fetzt, wo es kalt wird, werde» die Wände mit Karioflci- stcngcl, kaiiuciinadel» und Moos bekleidet. Slei bessere» Leuten ist der Fußboden gedielt, bei den ärmeren aber nicht, die sporen dabei auch das Sliisputzcn. 3AeistenS hält sich alles in einem Raum auf, Hühner, Gänse »nd anderes Vieh ist durch eine leichte Wand von der „Wohiiiiiig" getrennt, scdaß diese sehr angeiichin riecht,' um - dem Palakcn aber nichts ausmacht. — Die P s a f s c n habe» hier auch noch eine goidnc Zeit: die Leulc fallen morgens und abends anf die Kniee und beten Viertelstunde»!»»» Dabei rönnen sie sich nicht halb satt effen, haben kaum trocken Brot »nd Kartoflelsnpp, Meistens können die Leine »>chi lese» und nicht schreiben, da>- tönnen nur die «Pfaffen und die Fuden und beide nütze» das weidlich ans. Die Kirche» dagegen sind tadellos in der Reihe. Fch habe mehrere betrachtet, da herrscht großer LuzuS. Auch fein Kruzisir hat der Pole in Ordnung, in der Stube sowohl wie am Wege Weiler meinte der Lanbwehrmann, daß e« „och lange dauern iverdc. bis in jener Gegend der Sozialismus Wurzel faste und damit Hai er zweifellos recht. Denn auf je niedrigerer Knlttirstufe ei» Mensch steht, desto weniger wird er Bestrebungen zugänglich sein, die geistige Tätigkeit und Svaniikrafl erfordern.
— Versendung der Weihnachispaletc Die Rkichspoftoerwailiiiig richtet auch i» diesem Fahr an das Pnblikui» das Ersuchen, n>it den Wrihnachtsscndiingc» bald zu beginne», damii die Pakelmaffen sich nicht in den lebten Togen vor dem Feste so sehr zusaiiiincndiängeii. Bei dem außerordenilichen Anschwellen des Verkchr» ist es nicht lunlich. die gewöhnlichen Brlörderungssriften cinzuhalten und namentlich aus weite Entscriiunacn eine Gewähr sür rechtzeitige Zustellung vor dem Wcihiiachisseste zu übernehmcn. wenn die Patetc erst am 22 Dezember oder »och später cingeliefcrt werden. Die Pakete sind dauerhast zu verpacke» und deutlich zn adressieren. Tic Pakctaufschrist muß sämtliche Slngaben der Pakei- korlc enthalten, also auch den Frankovermcrk, bei Paketen mit Post Nachnahme den SKlrag der Nachnahme sowie den Rainen und die Wohnung des Absenders, bei Eilpaketc» den Vermerk „durch Eilboten" usw., damit im Falle des Verlustes der Pakclkarie das Paket dem Empfänger ausgehändigi werden lan». Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Paketkarte ist sür die Zeit vom 12. bis eiiischiicßlich 24. Dezember weder >m innere» deutsche» Verkehr noch im Verkehr mit dem Slusland gestatlet.
Der Arüciier-Roliz-ltalender 1915 gelangt soeben zur Ausgabe Er ist i» seinem Fnhalt außerordentlich reichhaltig und vielseitig. Wie eS der Zeit entspricht, sind die Kriegs- und Milftärsragen in den Vordergrund gestellt. Tie durch de» Krieg berührten Rechtsfragen sind eingehend behandelt. Auch der de» allgemeinen Fnter- effcn gewidmete Fnhalt ist sehr reichhaltig. Der Kalender ist nicht nur sür jeden seinem Berus »achgchenden Arbeiter rin unentbehrliches Taschenbuch. Auch unsere im Felde stehenden Soldaicu werden ihn gewiß dankbar begrüßen und ihn als getreuen Ratgcbc, benutzen. Er sollte barnin auch recht slcißig zu WeihnachtSgclchenkeu tllr unsere Soldaten Verwendung finden. Der Preis beträgt gebunden 50 Pig. Vorrätig ist der Kalender in allen Voiksbuch- handlungcn, sowie direkt beim Verlag Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. B.. Berlin SW. >G.
— Eine Kranke,itaffen-Assäre, di« vor längerer Zeit von i-.u Reichs verband u»d denen Presse zu Betzerci«,i gegen die SeLsi dcmokro'ie benutzt wurde, Hit jetzt ihren Abschluß gefunden. Dar Reichsoersichcriingsamt l»at durch eine Entscheidung iv, Falle „R u h j g" einer Treiberei «in Ende gemacht, di« von trübsten Quellen aus gegen die Gemeinsame Lrtekrankcnkaffe Erfurtin s'.eniert war und leider auch dabin geftrbrt hat, daß 0 Argeitelli, der sisemciniaml-i OrlSkrankenitaffe von der Eriurter Allgeme,,!«, Litakrankeiitasse nicht üb«r»->mmrn wurden. Die frühere Gemeoi same LriSkrwnscnkaffe für Erfurt entließ im Fahre 1911 zuotzua teil «assenaMtcnten Gustav Ruhig wegen einer Reihe Zinn Tc> schwerer dienstlicher Versehlungr». Die von Ruhst, be, dem -bcr- rrrsicherungäam! Erfurt angestrengte »läge wurde aussall«nbc>


