Ausgabe 
24.11.1914
 
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Tiutlc cimiiuutwrt Lines Abentzs Iam er in angetrunken«-» In­stand ins Quartier und verursachte trotz wiedevholter Slufforde- >ANa des Stubenältesten, sich ruhig zu verhatten, lauten Lärm, Auch die Ermahnung des Unteroffiziers beachtete er r'rfjt- Als ihm daun der Bcsthl erteilt ivurdc, auszustehen, ivcigcrtc er sich an­fangs» doch erhob er sich dann» ging aus den Unteroffizier z» und versetzte il.ai einen Schnst, Der »nterossizicr sticft de» Bckrrmkciieii uirlilk aus das Bei! Ta nach dem M il i rstrafgcsetzbiwf) selbstver­schuldete TriintciiHeik keilt Entfchwldigiuigsgrnnd ist, kant die volle Zcharfc der KricgSgesctzc in AiiiveiidiMg

X Schlechtes finanzielles Lrgcbnis bei der internationalen Buchgewerbe-Ausstellung i» Vcipzig Das Direktorium der Fnter- itationalcn Ansstollttiig für BuchMwcrbc und e-trgphik in Leipzig gibt bekannt, hast es gezwungen ist, in de» nächsten Tagen die Sichcrheitszcichiuingen in voller Höhe in Anspruch zu nehmrii. Das Direktorini» bcinertt doi», dach es noch vor kurzen, gehofft habe, Liimahmen und Ausgaben cinigernulchc.i i» Lneklang bring:» zu können. Tie vorläufige Schlußabrechnung ltztbc aber dieic s' osfnnng zunick/.e gcinacht, Tas Unternehmen, das das friedliche Rcbeii-iiiantcrgrb eiten der Rationen zur Voraussetzung gehai'l habe, habe ein Lpser des snichkbarcn Weltkriegs werden miisten, Fn einer gemeinsam«» Litzmia des Tirektoriums und des Fininz- gttsschuisrs ist beschloss»» ivorden, di: gebeicht eten Ticherheikslre- träge voll ciuznsorderu,

- Lin Banknoteiisölscher, Für ctiva ÄtOtililt Rk. deutsche Re.ärebaukiioieii zu je hundert Mark hat ein am IS. November in München scstgrnomnieuer Kaufmann » ehemaliger Lhcmigraph in, Laufe der beiden letzten »fahre angescrligt, Tie Banknoten sittd onsterst geschielt grfälscht. Leihst Banken tvuröcn gelegentlich ge­täuscht. Rach den bisherigen Lrmittelungen scheinen nicht mehr alz etwa SV bis l>N Ltiick in dc Verkehr gelangt z» fein. In der Wohnung des Täters ivurden noch für 1 9 7 6 00 Mark falsche Banknoten und alle zu ihrer Herstellung benutzten Maschinen gesunden. Der Verhaftete hat die Roten allein angeserkigt und teils i» München, teils auswärts in den Verkehr gesetzt, Lr ist in vollem Umfang geständig,

Telegramme.

Wksbttilhl Des (top ^miptiHKiilicfü.

Im Westen unverändert.

Am Osten treten neue russische Kräfte aus.

WB. Großes Hauptquartier, 23. Nov., vorm. lÄmtlich.) Tic Kämpfe bei N i c u p v r t und ?) Peru dauert! fort. Hi» kscinrs euglisches lgeschwnder, das sich zweimal der Küste näherte, wurde vvn unserer Artillerie vertrieben. Das gelier der englischen Marinegeschütze blieb ersolglos.

Im A r g v » n c n w a I d r gewinnen Ivir Schritt für Schritt Boden, Lin Schützengraben nach dem andern, ein Stützpunkt nach dem andern lvird de» Franzosen entrissen. Täglich wird ein»' Anzahl Gesnngencr gemacht.

Eine gewaltsame Erkniidnng gegen unsere Stellung v st l i ch d c r M o s c l wurde durch nnseren Gegennngrisf ver­hindert.

In O st P r c u st c » ist dir Lage »»verändert.

In Polen schiebt das Auftreten neuer russischer Kräfte auf der Richtung W a r s ch a n die Entscheidung noch hinaus. In der Liegend östlich von E z c » st v ch a » »nd nordöstlich Krakau wurden die Angrissc der verbündeten Truppen fort­gesetzt. Oberste Heeresleitung.

Testerreichische Erfolge.

2-100 Olcsangene in Russisch Pole«.

Wien, 23. Nov. (\V. Ii,) Amtlich wird verlautbart: 23. November mittags. Ja Russisch-Polen ist noch keine Ent schcidniig gefalle». Tic Verbündeten setzten ihre Angrissc östlich gegen Ezcnstochn» und nordöstlich Kraknn fort. Bei der Eroberung des Ortes Pilsen machten unsere Truppen gestern 2400 Gefangene. Tas Feuer unserer schivercn Ar­tillerie ist von mächtiger Wirkung. Tic über de» nntcren Tiiuajcc vurgcdnngcncn russische» Kräfte konnten nicht durch dringen. Tic Kriegslage brachte cs mit sich, dast wir ein­zelne Karpnthcnpässc dem Feinde vorübergehend überlicsten. Ai» 2l>. November drängte ein Ausfall aus Przemysl die Einschliestnugstruppe» vor der West n»d Südwestfroiit der Festung weit zurüik. Ter Gegner hält sich nunmehr außer Geschütz ertrag.

Ter Stcllocrtretcr des Ehess des Gcncralstabcs: v. H ö s c r , Generalmajor.

Tie Kämpfe in den Karpathen.

Budapest, 23. Nav. (Etr. Frkst.) Wie bereits offiziell gemeldet worden ist, sind gleichzeitig mit den Operationen in R ii s s i s ch - P ölen auch in den Karpathen gröszcrc .Kämpfe im Gange. Diese Kämpfe sind durch einen Vorstoß ziemlich bedeutender russischer Truppen gegen die Karpathen veranlaßt worden. Unsere zuin Schuhe der Karpathen be­orderten Annecteilc haben östlich von Wojnic, gestützt aus die Karpathen, den Kamps auf der ganzen Linie mit den .Nüssen ausgenommen. Es sind alle Vorbedingungen für unseren Erfolg gegeben, umsomehr, als die Russen niomentai! zwischen drei Fronten cinaeprestt sind.

Pariser Sorge«.

Der sranzosensr»un,bliche Corrirre ixtUi Sera erfährt aus Paris, dast dort .Kälte herrsche und dast die Beoölkeruwz das Un­gemach des Krieges jetzt direkt fühle, ivci! Mangel an Kohlen sei. Auch sorgt inan sich in» die Truppen aus Lüdsvankreich und den Kolonien, die den, ungewohnten Frost au »gesetzt sind, Wollsachen bringen nur leichte Lindermeg, Das tagela.igc Liehen in den Zchiitzcngräve» sei eine tvahr« Tortur für die Loldaten.

Ossizier «nd Mannschaft.

General I o s f r e, der Oberbefehlshaber der französi­schen Armee, bat kürzlich, wie der Vorwärts berichtet, folgen­den Tagesbefehl erlassen: Es ist mir gesagt worden, das; viele Offizier e die Mannschaften derb anfahren und unfreund­lich behandeln und vor allem im Essen ein Vorrecht haben »vollen, das ihnen nirgends zugeschrieben iit, Tie Republik I:nl den Kops und nicht den Magen zuin Offizier geniacht! Es würde mich freuen, sehen zu dürfen, daß die Offiziere nicht nur in der Tapferkeit ihren Truppen ein leuchtendes Beispiel, sondern auch in ihrem Großmut gegcu die Mannschaften für diese ein Ansporn zum heiligen Dienst für das gemeinsame Vaterland sind. Tie Truppen bedürfe» zum siegreichen Be­stand in den täglichen Gefahren nicht mir der hinreichenden und kräftigest Nahrung des Leibes, sondern auch der Würze

für die Seele, die unter den Eindrücken des Krieges und den Erinnerungen an den häuslichen Kreis viel leiden muß. Die Würze bietei ihnen die Hochachtung und Freundlichkeit der Offiziere: der Offizier macht die Stimmung der Armee und wir bedürfen einer gehobenen, einer freudigen Stimmung.

Höchstpreisen für Filtter- und Fabritta, löffeln befindet siä ii» Vorbereitung,

Tie Verordnung tritt anl 28. November, in Kraft,

Percinskalender.

Das französische Parlament.

Mailand, Ls, Rov, sLtr, Frkst.l Tas französische Parlament wird aus Mitte Dezember »ach Paris cinberuscn, doch bleibt die Regierung vorläufig in Bordcaur, damit nicht, wie der Tempr schrcidt, Paris wieder zum Ziel der deutschen Angriffe werde. Tic Tätigkeit des Parlanicnts soll sich auf Abstimmungen beschränken, Debatten und .Interpellationen miisttcn vermieden werden.

M i t 1 io o ch, 25. R vvc m b c r.

Gießen. Gesangverein .Eintracht. Abends !t Uh

Versammlung im Geivcrkschrstshaus,

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gietzen.

Verlag von Krumm L Lic,, Gießen.

Truck: Verlag Qsscnbacher Abendblatt, G, m. b, H.,Offenbach a, A

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Die belgischen Kammern und der Krieg.

Auf die Nachricht, daß die belgische Regierung die Absicht habe, die beiden Kammern, die alljährlich im November znsaMmenzntreten pflegen, nach Le Havre, dein jetzigen Sitz der belgischen Regierung, einzuberufen, hat das deutsche Generalgouvernement die zuständigen örtlichen Stellen ange lvicscn, die belgischen Parlamentsmitglieder an der Ausreise, insbesondere durch Verweigerung von Reiseausweiscn, zu v e r b i n d c r n.

Die türkische» Truppen am Suezkaital.

K v » st n » t i n o p c l, 23. Nov. Tic Nachricht, dast dir türkische» Truppen am Suczkanal angelangt sind, ist ganz unerwartet gekommen, denn man hatte ihrem Erscheinen dort erst im Lause der nächste» Woche cntgcgcngcschcn und ist »ui, glücklich über die lleberwindung der Schwierigkeiten des Weges und ist nun doppelt froh über den leichte» Verlauf des ersten Treffens am Kanal. Man erwartet die weitere Ent Wickelung um so zuversichtlicher, als die muselmanischen Vor­posten der Engländer zu den Türken übergegangcn sind.

Deutsche Führer in der Türkei.

Der Konstantinopeler Korrespondent der Wiener Neuen Freien Presse drahtet: Das Oberkommando der türkischen

Truppen im Kaukasus liegt in den Händen de-s deutschen Generals Posseldt Pascha, der schon seit einigen Jahren in der Türkei als Instrukteur tätig ist und sich bereits im Balkan- triege bei der Tfchataldscha-Linie Verdienste erwarb. Sein Generalstabschef ist ebenfalls ein Mitglied der türkischen Militärmission, Major Lange, der bereits im Frühjahr die Kakasusgegend, sowie die armenischen Wilajets bereist hat, Minen im Schwarzen Meer.

Petersburg, 22 . Rov, (W. ?., Richtamtli^F Amtlich wird bekanntgegeben: I» de» Küftengewüsiern des Schwarzen Meeres sind bis aus 2» Seemeilen von der Ostkiistc an zahlreichen Stellen Minen gelegt loorden. Die Lin- und Ausfahrt in die russischen Häsen des Schwarzen Meeres, in die Mündung des Dnjpr und den Bug und in die Meerenge von Theodosia ist nachts streng verbot»».

Bekanntmachung.

Tie Beinäge zur laiid- »iid fvrslwirlschasttichcii Bcrnsqp noffcnschrft für das Rechimnssjahr liittz ,md di- Beiträge m

La::divirtsthafkstamin«r für das Rechnungsjahr 1014 körnen, in t: laichst.n S Tage» noch ohne Kosten an dt- Stadckasse bezahlt iveidci Gießen, 2t. November lütt.

rtadirechner:

Ausführung von Gasanschlüfien

Fnsolge des sich in letzter Zeit bomertbar machenden steigende Bedürsnifscs für GaSbslenchlunig ist anziiwehme». dast auch noch i nächster -zeit Ainchliistc au die GaslrimiU bca-bstchrigt werden. U criitchcn daher die betr, Hansbesitzcr,. eliva vorzunshni-iide Ga> einjiichuvgeu baldigst auzirmvlÄcu, da dieselben bei stärker au tretenidem Froste nicht mehr voigcnenimen werden köinie», T Aussührungen der Aii-schtüsse erfolgen in der Rethensotgc der cii gegangenen Bestellungen.

Giestcn, 24. Nooenrber 1814,

Städtisches Gas- und Wasserwerk.

- _St« dia 0._

Verstorbene.

81 Fahre alt.

Hemivich Adam L i n d « u st r n t h in Bouer AilsheLu H.en-b m.,in Beuern, 50 Fahre aff.

Die iltueil Kartoslklchölhtzreise für Das Dentsche Reich.

Nunnicyr hat der Bundcsrat in seiner Sitzung vom 23. November die Höchstpreise für die Kartoffel c r z c » g e r fcstgelegt. Das Reich ist mit Rücksicht ans die Verschiedenheit £ der Produktionskosten in vier Preisbezirke geteilt worden. Der erste Bezirk umfaßt etwa die Gebiete östlich der Elbe, der zweite Bezirk die Provinz Sachsen, das Königreich Sachsen und Thüringen, der dritte Bezirk erstreckt sich auf die nordwestdeutschen Gebiete init ihrer großen Schweine­zucht, und der Westen und Süden des Reiches fällt in den v i e r t c n B e z i r k. Die Preise für die besten Speise- kartoffeln, wie Taber, Imperator, Magnunr Bonum und Uplodate sind um 26 Pfennig für den Zentner höher gesetzt worden als für die übrigen Speisekartoffeln. Tie Landes- entralvehörde kann noch andere Sorten bester Speisetar- toffeln in diese erste Gruppe Hineinsetzen. Tie Höchstpreise

sind für Spcisekartoffcln der besten Lorten im Osten 2,75

Mark, in Mitteldeutschland 2.85 Mk in Nordwestdeutschland 2,95 Mk., in West- und Süddeutschland 3,05 Mark für den Z e n t n er. Für die nicht hcrausgehobc- nen Sorten sind die Preise entsprechend: 2,50, 2,60, 2,70 und ,80 Mk. für den Zentner. Tie Festsetzung von

8tatt.

fkltKKC.

erbeten

icha

Wasserdichte

Mmtm

Fite:

Aufruf.

Am Mittwoch, den 25. November 1914. abends 7^-, Uhr, findet im Stadttheater eine

Fest-Vorstellung

1. Vorspiel zu der OperTitus von WolfgaDg Amadeus Mozart, aus-

gelührt unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Krausse

2 . Gastspiel des Hofschauspielers Oskar Bohnee vom Königlichen Hof­

theater in Kassel: Wallensteins Tod von Friedrich von Schiller.

Der Reinertrag wird zu Gunsten der Hinterbliebenen ge­fallener Giessener verwendet.

leb ersuche die Bürgerschaft, durch zahlreichen Besuch den vaterländischen und wohltätigen Zweck der Vorstellung in vollem Masse sicherzustellen.

Der Oberbürgermeister: Keller.