Ausgabe 
21.11.1914
 
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Beilage zur Oberhefsifchen Volkszeitung Nr. 27 l

SirKrn, Samstag den 21. Mop möer 1914.

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Hessische Bauern, nehmt Euch ein Beispiel!

Ueber eine schöne Handlung eines Baiiern wird dem nscheider Generalanzeiger geschrieben: .Nach Ausbruch Krieges hatten dem Bauer, der meine Hauswirtin mit ter und Kartossein versorgt, mehrere Kunden, deren Er- rer zur Fahne cinberufcn waren, die Butter aufbestellt. Bauer sagte aber:Ihr halt so lang got Bottcc van mer en, dann sollt ihr och Widder got Botter ehten, ech lost sc so lang für ne Mars." In ebenso bunianer Weise bat er bei Lieferung der Winterkartosseln gehandelt, die ei­en bcssergestellten Kunden zu 4 Mark für den Zentner ge- rt hat. Anderen aber, die zurzeit in einer etwas be- igtcn Lage sind, lieferte er sie entsprechend billiger, bis 3 Mark herunter. Ties ist doch eine sehr lobenswerte dlungsweisc. rocnn man dagegen hört, wie andere ern die Lage ausnnvcn und teilweise »nverscl>imt hohe !«* fordern d solche» rühm-

s Beispiel verdient, öffentlich bekannt zu werden."

Ja, nehmt Euch ein Beispiel!

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Echout das Papier<ield!

öS ist ei» wahrer Jammer wahrzunehnie». In welch Irostlosem ind sich bei verhältnismäßig kurzem Umlaus, die in gegen- iger Zeit als Hauptzahlnngsmittel gellenden Papicrscheine be- n. Im Interesse der ZahlungSgeber nnd -empfanger wäre -legen, nur tadellos schöne Scheine zum Ausgleich zu geben, ist aber nur möglich, wenn man mil den Papierscheincn end umgeht, sie nicht achtlos zerknittert, sondern sein säuber- lusammenlegt und in einem eigens dazu bestimmten Täschchen in der Brieftasche »ntcrbringt. In Ländern, in denen das ergeld den Tagesverkchr beherrscht, z. B. in unserem Bundes- Lestcrreich, hat jedermann ein besonderes Taschenbuch für ; man wird dort keinen Zählkellner und auch sonst keinen cier ohne Gelbbricstasche treffen. Dementsprechend sind aber die dort in Ilmlaus befindliche» Tcheine an grohem uns' em Papiergeld in annehmbar gutem und appciillichem, -rem Zustand. Letzteres kann man nachgerade bei unsere» nen, namentlich bei denen zu tv Mark, nicht behaupten, und oht noch schlimmer zu werde». Dem sollte man aus Kräften -ugen und entgegentreten. Es ist dies nicht nur eine Forde- dcr Acsthetik, sondern es ist auch aus gesundheitlichen Grün- vünschenSwert. Dazu kommt auch noch die patriotische Pflicht, 'oin Staat auSgcgebenc Weib, das Papier, für datz das Reich ht, zu ehren und zu achten und es nicht durch nachlässige Be- ung znm Gegenstand des Widerwillen» zu machen. Qesscnt- Körpcrschaste», wie Banken »sw., sollten vorstehende Mah- ihren Angestellten »sw. besonders zur Pflicht machen. Um druck in allen Blättern wird gebeten mit dem Hinweis, daß der deutschen Leder- usw. Branche eine neue Ausgabe crössnet eigene Briestaschen usw. zwecks Aufbewahrung von Papier- z« fertigen.

Auskunft über Hrieqsaef<in;iette.

llngesichis der noch im Publikum bestehenden Unsicherheiten di« Wege zur Erlangung von Auskünften Über Kriegs- gene wird bekannlgcgcbcn:

l. AuShinst über deutsche Kriegsgefangene, d. h. die Angc- en des deutschen Heeres »nd der Marine, die in seindliäicn >en kriegsgejange» sind, erteilt in erster Linie, soweit es sich üngehörigc des Heeres bandelt, die Abteilung ö des >ral n a ch w e i le b u r c a u S des Preußischen KrieaS- ttcrtumS in Berlin, soweit cs sich um Angehörige der ine handelt, die AnskunftSstcllc des RetchS-MarincamtS in in.

«int diese Stellen nicht in bei Lage, Austnnst zu erteilen, so me nbiciluiig für UriegSgcsangensiirsorge des Zentral- k«e» der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz wr "_ ' ^achiorlchunae» über den Verbleib de, (gesuchten ainuliellc,,, >dr »i«dkso»dcrc die Mitwirlnng des Internationalen Roie» >e» in che,,,- Frankreich und England besmdlichen

"kn «esnugknc» nnd die Mitwirkung des Dänischen Roten ze» mr,»e jp Rusiland befindlichen deutschen Gejangenen zu " steht.

:.. ? , ****fl über fremde Kriegsgefangene, d. h. über die in lailand Iriegsgefangenen Angehörigen der scindlichen Land- --celtreitlräjtk erteilt dir Abteilung für Kriegsgesangensür- oes .((Mtoitomitee» der Deutsche» Vereine vom Roten »tteu- _y' c ^dteiluna für Kriegsgefangensursorge bat ihren 2>v im trdneienlmulk. Berlin, Prinz Albrechtstraße, Qbergeschoß, Zu»- * nnträoe ans E.niiltelnng von Kriegsgesangcnc» n mundlich j,, j c y^n 10 bis 1 llbr und von -l bis

oder lchrisiiig, gestellt werden.

, ®'To ausdrücklich daraus aufmerksam gemacht, dag eine iltliiiig des Raten KrevteS für Besörderunq von Brieicn und '» Sendungen an eine» einzelne» dcntschc» oder srcmden sgetaiiaene». desien Ansentbalisort bekannt ist, nicht not- ®«« ^iesc Sendungen können vielmehr unmittelbar d e Pott gemäh Jeldposterlasi vom September tllll er-

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Anslnnste über deutsche Zivilgcsangcnc im feindlichen AnS- anch tiber noch »ich, cinoefleibete Reservisten »nd andere im Uiriickaehaltkne Wehrpflichtige erteilt die Zeniralaus- ttclle für Auswanderer. Berlin, Am Karlsbad &10.

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~ vernünftige Worte. Seit dem Kriegsansbrncst wird , rngliset'« Daren agitiert »nd z»m Bonkott derselben "atücet. Pjeifeuh wird man dabei kein Unterschied '^"i englische,, und amerikaniielien Waren gemacht "seshash sich eine amerikanische Handelskammer da- -uZ einoe Erklärung wendet, in der es u. o. heißt: 'g. s f , t , flc '' cn wir nicht, das, der ganze Handel zwischen , 'V""» s einem gegenseitigen Austausch , «?r»en und Waren beruht. Demnach darf ~ llT en anderer Rationen als feindliche boykottieren, trikoncr hg, die Produkte der Deutschen nötig: ohne die fJn DOn ^""ilinfarbcn in die Bereinigten Staate» rj. g an 'C »abriken brachlieqen. Ebenfalls dal die amcrt» imc -andwirrschas« den deutschen Kali dringend nötig , ,,ärgen aber haben dcntsche Industrien wichtige ameri- l c T-aodukte. wie zum Beispiel Baumwolle, Kupfer - durchaus notwendig. Eine Boykottierung solcher Handels­

güter kann zur Jolge haben, dast diese Waren nach anderen Landern abgeleitet werden, wodurch dem eigene» Lande eine scharfe Lvnkurren, enistchen kann, die nicht leicht zu beseitigen ifü Es gibt kein Land auf der Erde, das so v o I l - ständig unabhängig ist von anderen Ländern, um deren Produkte nicht zu benötigen."

Was da gesagt wird, ist zweifellos ganz richtig und ver­ständig. Sobald der Krieg vorüber ist. werden die nottven- digen Bedürfnisse den Boykott des Auslandes bald beseitigen, denn es ist bei dem beutigen Stande der Produktion einfack- undenkbar, dast ein Land sich wirtschaftlich unabhängig stellen könnte. Nach dem jiriege sind die Länder wieder aufeinander angewieseri, man sollte daher alles vermeiden, was den Han­del noch mehr schädigt, als es durch den Krieg ohnebin ge­schieht. Lächerlich ist auch der Feldzug gegen die Firmen- l ch i l d e r mit französischen oder englischen Bezeichnungen. Vorher bestand in gewissen Geschäften geradezu eine Sucht »ach ausländischen Bezeichnungen, hervorgerusen durch das Bestreben, möglichstfein" odermodern" zu erscheinen, was natürlich ebenso lächerlich ist. Man kann auch in unserer Stadt hier und da bemerken, dast auf Firmenschildern fremde Worte ausgekratzt und dadurch manchmal wertvolle Schilder ruiniert worden sind. Man sollte solchen Unsinn nicht für möglich halte»! Uebrigens wird die Zeit kommen wo man wieder alle Anstrengungen machen wird, Ausländer hereinzubekommen. Was soll zum Beispiel Bad Nauheim und andere deutsche Bäder macksen ohne die ausländischen Badegäste?

Ter Nückgang der Arbeitslosigkeit wird durch einige Einzeldarstellungen wiederum bewiesen. Bei Ausbruch des Krieges stieg die Arbeitslosigkeit in der T a b a k i n d u - st r i e auf über 30 %. Jetzt ist nach Mitteilung des Tabak- arbeiterverbandes durch den gesteigerten Kriegsbedarf und die Liebesgubenspende an die Truppen die Arbeitslosigkeit auf den in regulärer Zeit zu verzeichnenden Prozentsatz berabgedrückt. Ein gleiches Bild bietet das Metallge- loerbe. Nach den Angaben der Organisation ist in der 13. Kriegswoche die Arbeitslosigkeit auf 7,9 % herabgefunken, in der Vorwocix- betrug sie noch 9,1 %, kurz nach Ausbruch des Krieges 19,7 Im Holzgewerbe ist dagegen die Arbeitslosigkeit immer »och eine sehr hohe, immerhin sank sie auf 16,8 % in der 14. Kriegswoche von 43 % bei Kriegs- ausruch.

Zuviel des Guten, lieber die Feldpost ist schon

viel geklagt worden, weil massenhaft Sendungen an die Sol­daten nicht oder erst nach langen Wochen ihren Adressaten er­reicht haben. Aber zweifellos trägt das Publikum an den Uebelständen selbst einen grohen Teil der Schuld. Zunächst durch die undeutlichen und teilweise unrichtigen Adressen. Was in dieser Beziehung geleistet und den Postbeamten zu entziffern zugemutet wird, ist unglaublich Dann aber wird auch zu viel geschrieben und geschickt. Es ist ja gewist ganz gut. wenn die Angehörigen der im Felde stehenden Soldaten gedenken und ihnen ihr Los zu erleichtern suchen. Vielfach wird aber übertrieben und die Folge davon ist, dast solche Massen-Sendimgen sich aushäufen, datz die Post bei aller Anstrengung sie nicht bewältigen kann und der Post­betrieb stocken must. Tiefer Tage war eine Mitteilung aus Höckisi a. M. in den Blättern zu lesen, datz ein Mädchen von dort seit dem Kriegsausbrüche nicht weniger als 184 Briefe an ihren im Felde stehenden Bräutigam geschrieben habe! Wenn das wahr ist, dann must es einfach als unsinnig be­zeichnet werden. Turch solche zwecklos Vielschreiberei erreicht vielleicht manche wichtige und sehnlichst erwartete Mitteilung ihren Adressaten nicht. Jeder halte also Mast und beschränke sich darauf, nur das zu schreiben und zu senden, was not- wendig ist.

Eilt Euch mit den Weihnachtsseldpnketcn! Tie Etappen- komniaiidanlur 3 Tarmstadt bei der die Weihnnchts-Feld- pakete für die hessischen Truppenteile einzuliefern sind macht darauf aufmerksam, daß Weihnachtssendungen für die Truppen nur bis zum 30. d. Mts. aufzugeben sind, da sonst keine Aussicht auf rechtzeitige Beförderung vorhanden ist. Auch must jedem Paket eine Begleitadresse beigegeben werden.

Gefallene des Giestener Regiments. Unteroffizier Tr. phil. Herbett Stange, Chemiker aus Giehen. Wehrniann Konrad Törr aus Kesselbach.

Gefallene aus Oberhessen und Rachbargebieten. Re". Heinrich Gath aus Burgsolms, Jnf.-Reg. Nr. 81. Re'. Friedrich Schlau da ff aus Leun, Pionier-Bat. Nr. 23

Ers.-Res. Ludwig S v o o r aus Wistmar, Jnf.-Reg. Nr. 99.

Leut. d. L. Otto Ellenberger, Lehrer aus Ortenberg, Jnf.-Reg. Nr. 172.

KriegSauskunftsftelle für Arbeiter- nnd Anyestelltenvcrsiche- rung bei der Landesverficherungsanstolt Krönt). Hessen Die deutsche soziale VersicherungsiseseSychung hat in deregenwärtigen Zeit sur die Kriegsteilnehmer, ihre Angehörigen und Hinterbliebe­nen eine besondere Bedeutung gewonnen, und es liegt geradezu im nationalen Jnteresic. dafür zu sorgen, datz im einzelnen stall die Berechtigten möglichst bald in den Genuß der ihnen gesetzlich zu- siehendcn Bezüge gelangen oder diele ihnen doch sichcrgeftellt wer­de». Da aber in den einzelnen ställen nicht immer Klarheit über die Rechtslage besteht, da sich zudem unter den in Betracht kommen­den Personen häusia strauen befinden, die in Rechtssachen und im Verkehr mit den Behörden unerfahren sind, erscheint es zweck­mäßig, auf dem Gebiet der Sozialversicherung für die Dauer des Krieges eine besondere öffentliche Rcchtsberatung zu schaffen. Ter Vorstand der Landesversicherunosanftalt Großh. Hcsien hat des­halb in seinem Verwaltungsgebäubc in Darmstadt, Vilhelminen- straße 34, eine KriegSauskunftSstclle für Arbeiter- und Angestellten­versicherung eingerichtet und ist bereit, allen im Großherzogtum Hessen wohnenden Kriegsteilnehmern, sowie deren Angehörigen und Hinterbliebenen, kostenlos mündlich und schrift- l i ch Auskunft in Angelegenheiten der Arbeiter- s.Krankcn-, Unfall-, Invaliden- und Hintcrbliebenenvcrfichcrungs und Angestelltenver- sichcrung zu erteilen. Wir geben hiermit der Lesfentlichkeil von dieser Einrichtung Kenntnis und empfehlen den Interessenten ihre Benutzung. Schriftliche Anftagen wolle man an den Vorstand der Landesverficherungsanstalt Großh. Hessen in Tarmstadt, Wil- helminenftraß« 34, richten.

In da» Gießener Gesongenenlagcr norden auch einige Hun. dert imhminct,« Au. ander überfuhrt, toe nt strantfurt und ander­wärts von dem Ansiveismngdbesehl betrossen ivurden. ES kom­men setzt sg'i täglich kl.- ne» Trupps verwundete und unverivundete Gefangene hier am, erfiere werden u» Garnisonlazgrett unter» gebracht. ,ftn Leger besuchen sich jetzt etwa Ml Gefangene.

Vom Siadlthcater. Die nächste VvrstkUui-.g sindet. wie schon bekatink gegeben, außer Ademi.eineni. aut Miirtvoch. den 25. d M. statt und bringt als st-eft- nnd Wohltät ^eitsvorftellung Schillers Wallensirind Tod" und Herrn Hsckar Bohirc von, Hos:he..-ter Lasset als Wau. Al» dritte strchtenea-bo»U!e->ne»tSvorftettn>-g wird am 27. d. M da» Zelzauspie!Der Strom" von Mar Ha!l>e aus» gestihrt, ein Werk. da. seiner Zeit im alten Har-ie vie! Erfolg Hane, ii» neuen Hause jedoch noch nicht gog-ebe» word-.n ist. stür An­fang Dezember «ft eine Reiche,r vorgeiehe»,

Arbeit»-stubiiäum. Am DonnevSiag nmvk» es 25, Jahve, d.itz der Eifendr-eher Zvtl>. Brücket XIII. ans Watzenbdrn bei d-cr stinno Hcylig^nstacdt n. Eo. ununterbrochen i» Arbeit steht.

Rene» Grschästslokal. Der llmba» des Warenhauses Gold- fchnndt in der Letniiftraße ist bis aus drn Anfirich vollendet. Seiiou jetzt läßt sich sagen. d> unter den ricleit. schönen Läden, die Gieren ariftinveiien Hai. dieser ein« b-ervorraiiende Stelle einnehine» ivird. Seine mächtigen Säaufvnster. iwu d.ii-e,, drei r ch der Schulsiraße und drei nach der W-zgeigossc zn gelegen sind, dürsi-e» mit zu den größten n> Gießen zähle,». Bekanntlich bcabsicht .it das Waren- ltznis Geschw. Knopf tTlnißbings in diefo» Hanse eine stiiiale in errichten.

Kreis Svetzlar. n. Krosdors. An, Satne-iag Abend 8'-!- II!-'.- jin-det bei st lau Wwc. «bei eine Todocharl>ciievverlotn»,li,irg sia-tt. Eo ist recht ivohl zu erivanen, daß der 2Kfch ein sehr gtiler wird, stnobesondcre sind die Arl>eitcriniien der stirma Rinn eingeladsii. Die lllägige Lohnzahlniig wird in allen Hricn als eine Vcrfchlech erniig c-.np'nn- dcn. Es liegt abfol-iir keine Vevanlassnng vor, sich derartige Ver- schtechteinngsn bieten zu lassen-

8. Launsbach. Es fei »ochm»rls besonder» daraus attsmerlsam gemacht, daß die T a b a k a r b e i te r v e r sa m m I u n g püiidtlich Sonntag nachinittigg 4 Uhr l>egini,-t. Der Unwilte, »nlcher sich jetzt übevatt über die 14 tag ge Lol»ija-Hii,ng der -Irma Rinn & Elvoo bemettliar macht, maß auch in der lltettanimlni-g znm Auodrnck kommen. Das Erscheinen aller Tabakarbeirer imd Ailxiiei >i »en, ist unbedingt ersorderlich

t . Wißmar. Wie bereits beckatmtgegebe». iindei Toui-.ag Abend 8 Uhr bei G>rstw,tt Bitiendori ein« Tahgsarbeuei- ?tj,mm- Ivng statt. Alle Ar'-eiter sind der Ausicht. daß die duigige Lohli- zichlung wieder «rngeführt werden muß. welche gerade jetzt t» dieser schweren Zeit»«, so crsordrrliä>er ist. Die Tabakarheiter Iml*eit co sich deshalb zur Pflicht zu ma«l>en, recht zahlte ch zu erscheinen.

Bon Nah und Fern.

X Uttsall bei der Arbeit, still Kranksurter alten Kohieit- haf«» stürzten gestern vier Arbeiter aus einer Höhe von n Metern in die Tiefe und wurden bunt, das naä>stürzende Gcbinde >chn>cr verletzt. Einer der Arbeiter nt knvz davaus im städtiischcn Kriicke»- hiinc gestorben. Don l»rfrndei, sich mich die ai.-oeren Drei: bei einem von chnei, sind die Berletzniigci, lebcnsgesährlich.

cklei Spielerei mit einem Schießgewehr den Bruder getütet. Zn Kieinensee bei Hersscid erschoß der 2l>jährigc ('8oige seineu achtjährigen Bruder dnrch cinei, voreilig losgeheuden Schuß in das Auge

- Briefkaste».

L. G., Gießt». Die l^esaimizaihl der Verluste ist uici» eiuniat fllr die deutsche Armee ei Niger», aßen genat, mnzugebci,. noch iveniger drejenigen der anderen. Alan Ca:,,, die imseren höchsten.-- iiaef) de» Verlustlisten schätzen und danoä, hal>en wir an To-cn. Vermiß de» >rnd Verwtmdeteii bis gegen Ende Oktober etwa 550 000 zu ver­zeichnen.

DerckittSkalett-rr.

Tabakarbeiterversammlunge»

Sam Stag, 2t. Rov., abends 8'

Uhr bei Wwe.

Sonntag 22. Rov, nachm,iUags 4 Uhr bei

Krofdorf.

«bei.

Launsbach.

striedr Pfajf .

Wißmar. So » »tag, 22. 2lov., abends 8 Uhr tu-, Biiieichorj. Sleinberg. Dieas-lag, 24. Rov., adendö Uhr nn Grünen Bat»».

Taaesordnuna >->> allen Verfanunlungei,:Tie l4iägiae Lohnzahlung ist eine Vcrfchlochtevung des Arbcilsverlzälttitffeo". Rcicrent: Kollege Kiel, Gießen.

LlandeSamt Giehen.

Geborene.

Rovcmbcr 0. Dem rZnieanvorfteher stricdrich Wilhelm Kirllci» ei» Sohn, Ernst Heinrich Otto. Dem Postbote» Albert Theiß eine Tochter, 2lna Auauftc. 11 Dem Großh. Amtsrichter, Amls- acrichisrat stranz Hermann Gros ein Soh», stranz Wilhelm. ~ 12. Dem Schlosser Heinrich Simon Günther eine Tochter, Toni strieda. Dem Kaufmann Eduard Wilhelm Philipp Emil Hans Roll ein Sohn, Eduard Karl. 14. Dem Arbeiter Albert Zanik ei» Sohn, Stanislaus. 15. Dem Lokomotivheizer Theodor

Matthias Roth ein Sohn, Theodor. Dem Schweizer Robert Wnpych etnc Tochter. Helena. 10. Dem Vizeseldwebcl Gcora Oliv Eonrad rin Sohn, Erich Hans Ernst.

Ehelchließungen.

November 14. Ehristian Kicnzle, Fabrikarbeiter, Unteroffizier der Reserve in Gießen, mit Sinn» Maria Ubria in Hopfaartcn. Auaust Eidmann. Schreiner, mit Albertinc Anna Katharine Käthe Zinn, beide in Gießen.

Tlerbefäve.

November 10. Friedrich Hofmann, Hilfsschassner, 41 ,fahre oll, Sclterswea 52. 12. Wilhelmine Müsstna, aeb. Slusch, ,fahre alt, Schisscnbcracrwca 71. 10. Maraaretc Waacnbach, aeb. Volz. «ZI ,fahrc alt, Wcvftcinstraßc 38. Sophie Wilhclminc Scheel, 7 Jahre alt, Sieinsiraßc 35. - 17. Wilhelm Reuter, Bersschcrungs-

inspeltor, 40 Jahre alt. Löbcrstraße l. 18. Ernst Hohl, 4 Monate alt, Lanastraßc 2. 10. Anna Horn. 23 Jahre alt, Löwenaassc 22. Im Felde gefallen.

Auaust 22. Otto Hermann Pretzsch, Vizeseldwebcl, 30 Jahre alt, Licherstraßc 05, bei Anloy acsallc». 28. Johann Kaspar Schnell, Rketzaer, Reservist, 28 Jahre alt, Kirchenplay 4, bei Bcaumont ac- sallen. September 25. Salomou Scmmy Rolhcnbcracr. Kauf­mann. Gefreiter, 31 Jahre alt, Sleuenwca 22, in Sedan aestorben. Oktober 6. Karl Johann Gcora Hamei, Schneider, Reservist, 25 Jahre alt, Wctziarerwca 55. bei Parvillers gefallen. 31. Heinrich Bellas, Landwirtschasislehrer, «ricasfrciwilliacr, 23 Jahre alt, Wolsftraße 15, bei le Quesnoy aefallen. Hans Karl Spies, Uhr­macher, Kricassreiwilliacr. 21 Jahre alt, Ludwigstraßc 27, bei le Quesnoy aefallen, Wilhelm Auaust Karl Melchior Klenimrath, Student, Kricassrciwilliaer. 20 Jahre alt, Eichwca 2, bei le Qucs- noy aefallen. November 1. Peter Stempel, Unteroffizier. 23 Jahr- alt, Licherstraßc 65. bei le Quesnoy gefallen.- 2. Friedrich Karl Wilhelm Poly, Hauptmanu, 31 Jahre alt, Frankfurterstraßc 24, bei le Quesnoy gefMen.