Ausgabe 
20.11.1914
 
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flfirkKn nornxflifrfjfn Reeder an beti norwegischen Minister bei Seuftcren gcivanbt, baniit er bei der englischen Admiralität die gleiche Erlaubnis für alle norwegischen Schisse erwirke.

Es ist nicht >u zweisein, daß die englische Regierung anch diesen, Ansuchen nachgeben wird. In welcher iterlegenbcit sich die englische Regierung bcsindet, das geht aus den Anosichrunge» des Premier- minlsters Asqitith hervor, die er im englischen Unterhause über den neutralen Handel machte. Er sührte aus: Es sei eine der schwierig- sten Fragen hauptsächlich deshalb, weit es sich um Güter sür den Feind handele, die mis neutralen «ändern durch neutrale Schisse ansgesührt würden, und in erster Lime einen neutralen Bestim­mungsort hätten. Wenn die Regierung willkürlich handele, so würde sie mit den Rechten der neutralen Mächte in Konsul» käm­men. So belangreich es sei, dem Feinde mit allen gesetzlichen Mt- tetn das Kriegsmaterial. Lebensmittel und andere dringend not­wendige Güter abzu schnei den, so sei es von ebenso großem Interesse, daß England nicht willkürlich gegen das Völkerrecht und gegen die neutraten Länder sich verhalte. Ile Regierung strebe danach. mit großer Vorsicht diese Pflichten zu ersillle», sodaß ein Kimslikl ver> iniedcn würde. Tie Zuiiahnic der Steinkohieuaussuhr nach Skandi- uavien komme wähl nicht daher, daß die Steinkohlen schließlich nach Deutschland gingen, sondern daß Skandinavien eine ekelt laug der Vorräte beraubt gewesen sei. Tie F -c des Tec-Erports werde von der Regierung erwogen. Es sei Grund vorhanden, anzunehmen, daß ein beträchtlicher Leit desach Ländern wie Holland ausgeslihr- ten Tees den Weg nach Deutschland sinde, es seien aber Mittel vor­handen, die die Regierung ersvlgreich anwenden könne, um dies zu verhindern. Holland sei ein Land, das leine Rechte als neutraler Staat geltend mache, und die britische Regierung habe keinen Grund, zu klagen. Holland befinde sich in einer sehr beiitaten und schwieri­gen Lage, da das Land den Unterlans des Rheins beherrsche und an Belgien grenze.

TieE»ide»t"-Man>»schaft.

Die Australier haben sür sich das Recht in Anspruch ge­nommen, daß die Uebcrlebende» des heldenhaften kleinen KreuzersEmden" in Australien als Kriegsgefangene inter­niert und nicht nach England gebracht werden. Ter Ort, wo die Gefangenen »ntcrgebracht werden sollen, ist noch nicht bekannt.

Die von derEmden" vor ihrer Ueberraschung durch de» australischen KreuzerSydney" auf der Kokos-Jnsel an Land gesetzte Abteilung Matrosen ist auf einein Segelschiff, das sie dort vorfanden, entwichen. Der Verbleib ist bisher nicht festgestellt. Die Abteilung besteht aus zirka 40 Mann.

Unfall eines bayerischen Lazaretlzuqes.

Die Münchener Neuesten Nachrichten melden: Ter bayerische Lazarettzug der Freiwilligen Krankenpflege, gestistet von Oberst­leutnant » I» sulte Grasen v. Moy, ist bei einem Eisenbahnzusam- mensloß ln Lille schwer beschädigt worben. Der Lazarettzug war am letzten Dienstag sllr 2 Uhr im Vorbahnhos von Lille angekom­men Nachdem er etwa 20 Minuten gestanden hatte, erfolgte ein fürchterlicher Stoß, begleitet von einem gewaltigen Krachen. Der Lazarettzug wurde auseiiiandergerisie» und die Lokomotive mit mehreren Wagen eine Strecke weil sorlgeschoben. Die Insasse:, wurden aus den Betten geschleudert. Ein Materialzug mlt kill Wagen war von rückwärts aus den Lazarettzug ausgesahreu. Au dem aus 31 Wagen bestehende» Lazarettzug wäre» drei Güter­wagen angehängt. Zwei von ihnen waren mit Liebesgaben bc- laben. Fm dritten befanden sich Pserde unter Aussicht von zwei Ofsiziersdienern. Die Lokomotive des Materialzuges bohrte sich derart in den letzten Guterwagen, daß dieser aus die Lokomotive gehoben wurde: über diesem lag der vorletzte mit auswärtsragen­den Rädern. El» Wagen stellte sich senkrecht aus. Insassen und neun Psleger mußten ihn durch die zertrümmerten Fenster per­lasten. Ein Psleger erlitt eine Gehirnerschütterung. Die letzten sechs Wagen des Lazarettzuges, die glücklicherweise keine Verwun­deten mit sich führten, waren auseinander geschoben und voll­ständig zertrümmert worden. Auch der Materialzug ist schwer be­schädigt. Die beiden Ossiziersdiener sind tot, desgleichen ein Mann vom Materialzug, Vierzehn Mann vom Materialzug sind schwer verletzt. Die Verwundeten wurden ins Lazarett gebracht.

Nach einer Mitteilung der München-Augsburger Abendzeitung wurden dem Führer des Muiiittoiiszuges, einem Oberleutnant ans Augsburg, beide Beine abgefahren. Die Ursache des Zusammen- stotzes ist wohl daraus zurückzusühre», daß der Munitionszug an der schiefe» Ebene, die zum Bahnhof in Lille hinabführt, bei seinem kolossalen Gewicht nicht mehr zu halte» war, trotzdem der Fllhrer autz Leibeskräfte, , zu bremsen versuchte. Es wurde sest- gestellt, daß der Zug zwei Haltesignale überfuhr, trotzdem er schon gebremst war. Wenige Stunden »ach dem Unsall ging der Laza-

Afraja.

Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 117

Glauben Sie, das; cs anders sein könnte?" antwortete der Greis.Sie werden in Jldas Gedanken leben, so lange sie aus dieser Erde atinet,"

Sagte sie das? Bekannten es ihre Lippen?"

Mit einem wehmütigen Lächeln nickte ihm Klaus Hörne- mann die Antwort zu.Warum soll ich Ihnen den edlen, liebevollen Anteil verhehlen, den Jlda an Ihnen und Ihrem Lebensgcschick nimmt?" sagte er dann.Ja, cs ist gut, wenn Sie erfahren, daß Sie eine Freundin besitzen, die mit ihres Herzens heiligsten und reinsten Empfindungen immerdar Ihnen anhängen wird, wenn auch die Gewalt der Verhältnisse ihr nichts weiter gestattet, als dies treue Ausharrcn, Sie kennen Helgestad, Sie haben von ihni selbst gehört, wie er eher seine Kinder unter seinen Sohlen zertreten würde, ehe cr ihnen erlaubte, von icincin Willen z» weichen. Er fürchtet Paul Petersen weit mehr, wie er ihn liebt, aber er ist in dessen Gewalt und kann nicht los, zudem braucht er den Vogt und seinen schlaue» Ressen, endlich aber hat er sie versprochen vor allem Volk, und Unchrc käme über ihn, wollte er selbst tun, was er niemals will. Mein lieber Sohn, ich sage und wiederhole Ihnen dies alles, um Ihnen Jldas Kraft zu geben, die Kraft zum Ucberwindcn. Sie Ixnt in dem Bucke Ihres Kummers gelesen, wenn Sic Ihre Augen zu ihr auf- hoben, und Ihr armes Herz wollte brechen, datz kein Lächeln, kein freundliches Zeichen Sie trösten durste. Niemals wirb es anders werden: um ihres Friedens willen darf die harre Schale nicht brechen, und als ein gerechter Mann werden Sic handeln, wie Sic müssen."

Haben Sie Dank für allen Ihren Trost und Ihre Er- inahnungen," erwiderte Marstrand.Doch sagen Sie ihr, datz ich annchme, was sic mir bietet. Wer weih denn," fügte cr hinzu,wie lange ich überhaupt noch in ihrer Nähe sein werde: ob cs mir gelingen wird, in den Drangsalen mich zu behaupten, die meiner erwarten? Wo ich aber sein mag, und wenn ich je sie wiedcrsehe, niemals soll ein Blick sie betrüben, kein Wort ihr verraten, was vielleicht mein Herz nicht zu wünschen lassen kann."

Der Priester blieb stehen, seine sanfte und ehrwürdige

rettzug mit den erhalten gebliebenen Wagen von Lille mit 150 Verwundeten nach Wilrzburg ab.

Keine Einigung für dic bayerischen IScnicindcwalllcn.

Tie sür die bcvorstchcyden Gemcindcwahlen von der Re­gierung gewünschte Einigung der verschiedenen politischen Parteien ans eine gemeinsame Liste ist. wie vorauszuschen war, in München nicht zustande gekommen. In zahlreichen Gcnieinden des rechtsrheinischen Bayern ist das Kompromitz gleichfalls gescheitert, Tie Hoffnung der Regierung, die Ge- meindewahlcn ohne Wahlkampf durchführen zu können, er­weist sich also als ein verhängnisvoller Irrtum. (Frkft. Ztg.)

Stol; ans die Partei.

Ein Wkhrmann schreibt dem Hamburger Echo:

Heute morgen ist hoher Besuch beins gewesen, ber . . . von . . . hat uns im Schützengraben besucht. Fch hatte das Hamburger Echo in unterm Unterstand ausgehängt, gerade die erste Seite mit dem seinen Artikel:Ein Funke, der zünden kann", so recht zur Ansicht. Seine Hoheit haben geruht, es zu besehen und haben uns Zigaretten geschenkt. Ich möchte Dir gern mal schildern, wie man hier über unsere Partei spricht. Das Hamburger Echo wird hier mit Eisrr von drn Ossizieren gelesen: schade, daß wir bloß immer das eine von Dir haben. Wir untrrhallrn uns auch oft mit ihnen über untere Partei, aber immer sehr objektiv. Doch das ist ja Nebensache. l

Aber dir vielen Genoffe», die hier mit mir zusammen find und die man bei Gelegenheit »risst, dir sind

alle stolz aus dir Partei und sagen alle, es ist ein wahres Glück, daß unsere! Hundertels so gehandelt haben. Es wäre wirklich schlimm sür uns, wenn wir bei diesen schweren Leiden nicht wüßten, 1 daß unsere Genossen zu Sause mit ihren Herzen bei unSs sind. ES ist auch ihre Sache, für die wir bluten. Es wird uns alten Bengels so schon recht schwer.

Schluß slir heule. Zunge, wenn wir uns Wiedersehen, dann wollen wir aber das Leben genießen!

Vielen Dank und viele Grüße! Dein alter Freund S . .

Der Kampf um Kr!eg oder Frieden.

Von den letzten Entwicklungsphascil, die dem Ausbruch des Weltkriegs vorausgingcn, gibt Abg. Gothcin im Berliner Tageblatt folgende Darstellung:

Als aus Anregung des leider gefallenen Abgeordnete» Ir. Frank die Versländigungskoiiserenzen der deutsch-sranzosisä^n Parlamentarier stattsandcn, sind sie von maßgebendster Re­gierungsstelle b e g li n st i g t und verschiedene deutsche Reichstags- abgcorbnctc geradezu ermuntert morden, daran leilzu- ( nehmen. Unserer Regierung Ia>g ernstlich daran, das Verhältnis zu Frankreich zu einem friedlichen und freundschaft­lichen zu gestalten. Und ebenso ist Herrn v. Bcthmann, gegen den ich in vielem in scharfer Opposition gestanden habe, das An­erkenntnis nicht zu versagen, daß er nach Kräften bemüht war, das Verhältnis zu England z» bessern.

Der Gedanke, daß die deutsche Regierung den Krieg a b s i ch t- l i ch jetzt zum Ausbruch gebracht habe, da sie sich der iechnischen Ueberlegenhclt über ihre Gegner bewußt gewesen sei, die bis 1010 diesen Vorsprung e>geholt lxiben würden, ist absurd. Wenn auch nicht in Abrede gestellt roerben soll, daß manche unverant­wortliche Kreise »m diesem Gebauten gespielt haben, so hat er doch zweifellos unseren verantwortlichen Stellen durchaus ser»

gelegen...... Tie Mehrzahl der französischen Kammer war

sür die Verständigung mit Deutschland......Fmmer hoff­

nungsvoller imirbe die Verständigungsaktto». Wollten die Kriegs­treiber ihre Pläne durchsetzen, so war es sür sie die höchste Zeit. Deshalb wurde die groß-serbische Agitalion zu dem fluchwürdigen Attentat aufgestachelt, die Fntrlgue mit der Reise des französischen Präsidenten und Ministerpräsidenten nach Petersburg gesponnen unb letzterer dort fern von seinen wahriglstig nicht krtegslüstevnen Kollegeneingesädelt", schließlich Frankreichs bedeutendster Poli­tiker, F e a n I a u r ö s , der sich dem Unheil krastvoll in den Weg st eilt«, durch Mord beseitigt,"

Wir können Hern Gothein nickt beipflichten, wenn er die Ermordung des österreichischen Thronfolgers und unseres Genossen Jaurds sür Teile eines grotzen Jntriguenplans hält, der darauf ausging, den Weltkrieg zu entzünden. Tie Attentäter von Scrajcwo und Paris hatten von den Folgen ihrer Taten kaum eine zureichende Vorstellung. Insoweit aber hat Herr Gothein sicher recht, datz dieGefahr" der

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Verständigung zwischen Deutschland und den Destmächteg den letzten Jahren immer grötzer wurde, und datz es ssir j Gegner dieses Gedankens höchste Zeit lvar, zu handeln, g Verantwortung für die Zerstörung der Friedensarbcit, dies sozialistischen Parteien aller Länder geleistet hatten, wer» sie vor der Weltgeschickste zu tragen haben.

Tie Arbeit derKarlsruhe".

Der nach London zurückgekehrte Führer des niederländisch SchissesMaria", das von den Engländern gtiniettl und durchs deutschen KreuzerKarlsruhe" zum Sinken gebracht worden ch, j noch der Franks, Ztg. dem Londoner Korrespondtttten des Hachg blad solgendes mitgeteilt:

Das SchissMaria" ivar bereits du ich ein englisches Ky schiss ang.ehalle» worben, das die Holländer vor dem Erich deutscher Schiffe warnte. Die Fahrt ging nun von Rio de längs der Küste bis nach Pernainbueo. Am Sonntag alnndj 20. September passierte das Schiss die Fernando de Noronha-Fch in einem Abstand von ungcähr 10 Meilen, und am folgenden s um 10 Uhr sahen die Holländer einen anderen Kren,-er, ders das Schiss Mkai», Hinter dem Kreuzer fithrrn noch einige cmh Schisse.Zu meinem Schreck," so erzählt der' Führer des Ik>UT scheu Schisses,sah ich. daß es ein deutscher Kreuzer ivar. S» gab er das Zeichen, baß ich halten solle. Eine Schaluppe legsti unserem Schiss au. Die Ossiziere untersuchten meine Papiere, s als sie sahen, daß sch Weizen für England au Bord im»«. l ich den Besohl, mit der Mmienschost da? Schiss zu verlasieu, dursten unsere eigene Habe mitnehmen, dock) nichts, was jn !-» gehörte. Der Kreuzer, der uns ang.ohalten hatte, ivar dieKai \. ruhe". Wir fuhren fit der Schaluppe des Kreuzers und rD I® unseres SchissesMaria" wach dem D-ampscrKrescld", eines i fit Schiffe, das dem Kreuzer stets folgte, um die Besatzungen der Asjhe, funfenen Schisse an Bord zu nehmen, Die Bemaimuug derKai ; x..[ en ruhe" blieb vorläufig aus berMart-a" und tras bic nötigen ?

kehrnngen. um das Schiss zum Sinken zu bringen. Das gest klko^wu nachdem einige Planken losgemacht und unter diese Dyn«,

Patronen gelegt wurden, ivoran dam, die Lunte gelegt ivurde. 1P« Jül

Iraonner

Schiss, ein englisches Schiss, das sich gerade gezeigt hatte. Fch j sah nicht, wie dieMaria" sank, oder aus derKrefeld" tonnt«, itden. beobachten. w,e das Schiss immer mehr im Wasser verschwand. ! nie» ur wir an Bord derKrefeld" ankainen. fanden wir. baß dort bet, jeife

die Mannschaften von vier englischen Schissen, di« durch die ,.K« ,uhc" zum Sinken gebracht waren, tm ganzen 120 Mann, sich fandeu.

Wir wurden an Bord derKarlsruhe" sehr gut, sogar a gezeichnet behandelt. Mit noch drei anderen Kapitänen hatte mich ln die Kajüte erster Klaffe zu teilen. Tie Engländer imss alle ihr Ehrenwort geben, daß sie nicht mehr die Waisen ge Deutschland mib Oesterreich-Ungarn ergreifen würden. Von > neutralen Holländern würbe »altirlich etwa? Aehnllches nicht l

sie Ens mmen,

langt. Während 32 Tagen blieben wir an Bord derKress

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irembenb »Hilf h :t bot!

den in ft ruipfi Micha, i btm

Stets hatte wir ,ch-n«s Weller, unb wir blieben, wie ich »Iwix stets auf etwa 2 Grad südlicher Breite. Während miseres ll .... enthalts an Bord hat dieKarlsruhe", eine große Anzahl U Schissen gesangen, und ich habe manches von ihnen sinken sed Als ivir a» Bord brrKrescld" gekommen waren, hatte bi: ..Ko, ruhe" bereits erbeutet, diePoivis Ehatemi",Stralhroy",

Maple Brauch",Highland Hope" und dieJndranl". Am al«t>

Tage, an dem wir gesangen mürben, wurde noch dieCarntsh ki erbeutet und Tag» daraus dieAguasu", dieFari", dieK> Lari-nagu", dieLynroivau", dieEervantes", diePruth" und Eondor". DieKarlsruhe" verprovianfierle sich aus den erbeut, Schissen. Sie nahm Kiste,n mit kondensierter Milch, Whisky nsw.

Bord. TieFndrani" brachte mau nicht zun, Sittken, deun sie b eine Ladung der besteu englischen Steinkohlen an Bord, die Bord derKarlsruhe" gebracht wurden. Dasselbe geschah bei Fori".

Es war manchmal ganz kuniisch. alle die Menschen an ¥ berKrefeld" kommen zu sehen. Einsge hatten die merkwürdig Kleider ungezogen, als sie fi, aller Elle das Sck>iss verlassen muß So waren z. B. einige, die einen Wlntcrüberzieher und einen St,

Hut oder einen weißen Tropenhelni zu gleicher Zelt trugen l einen Regenschirm bei sich hatten. Außerdem hatten wir noch ei* Zwischenfall, als von derCcroantes" ein belrunkener Matwst Bord kani. Als dieser auf dicKreseld" kam. ivolltc cr »,iial ('bemalt noch etwas Whisky von setuem Schiss holen. Erihr» plötzlich zu diesem Zioeck über Bord und versuchte mahrhasttz« lsMiigzs derEervantes" zu schwiimuen Wunderbareripeise wurde ti» bind, eine deutsche Schaluppe au» den, Wasier geholt, was lim merkwürdiger war, als die Haie sick, dicht um das Schiss bränflt Wie der Kerl diesen Ungeheuern entschlüpst ist, begreife ich w beim wir haben kurz daraus nicht weniger als sechs Haie So blieben wir im Adlanttschen Ozean und suhre» dicht neben

WA lutige! Kaublät f der ä lilomde hrkische lujldni U hesti fl'ie zu. pitcten

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Miene strahlte von teilnehmender Güte.Gottes Wille wird sich erfüllen," sagte cr.seine strenge .Hand heilt auch die Wunden, die sie schlägt. Wundertätig ist die Zeit, incin armer Freund, alles, alles wird wieder hell, wenn wir stark bleiben im Vertrauen und unsere ungestümen Leidenschaften bändigen. Selbst diese Wüste hier, über welche der Wind die kalten Nebelgeister jagt, ist sie nicht ein Bild, das unsere Hoff­nungen aufrichtcn kann? Gestern noch prangte sie mit hellem Lickt und Sonnenschein, mit farbigen Blume» und bunten Moosen, heute liegen diese geknickt am Boden, und bald vcc- schwinden sic unter EiS und Nacht. Aber wo die Wurzeln gut sind, kann das Mihgeichick ihnen nichts anhaben. und wenn Tag und Sonnenstrahl wicderkehren, finden sie junge, kräftige Triebe, die kein Stein zerschnicttert hat."

Amen, mein Vater, Amen!" riet Marstrand:jedes

Menschenleben hat sein Leid, ich werde das meine tragen,"

So hören Sie noch eine Warnung, dic von guter Hand kommt nicht von Jlda," fuhr sie lächelnd fort,sie ist zu sehr ein gehorsames Kind, um gegen ihren Vater zu warnen. Paul Petersen ist Ihr Feind und wendet seinen ganzen Ein­fluh an. um Helgestad zu bewegen. Sie zu verderbe». Es wird dagegen gearbeitet, doch müssen Sie selbst tun, was an Ihnen ist. um Helgestad nicht noch mehr zu erzürnen. In dieser Welt, mein Sohn, müssen anch die Guten nach den Worten deS Apostels klug sein wie die Schlangen, wenn sie dic List der Bösen z» schänden bringen wollen."

Ich bin auf alles gcsnht," sagte Johann.Helgestad soll mich finden, wie cs recht ist. Doch wenn er meint, mir seine Schlingen über den Kops zu werfen, soll cr erfahren, datz ich darauf mich vorbereitet habe."

So lasten Sie uns scheiden!" erwiderte Klaus,Ich finde den Kämpfer wach und gerüstet, und meine Seele freut sich an dieser jungen, unverzagten Kraft. Mit Gottes Hilfe denn vorwärts. Herr Marstrand! L, hätte er doch gewollt, datz ich an seinem Altäre, ani Michaclisfeste. diese Hand in Jldas gesegnete Hand legen könnte, wie ich es mit eine!» falschen und treulosen Mann tun soll, aber gelobt sei sein Name! Und nun, da wir »ns trennen, reich an Liebe und an Entsagung, so nehme» Sic dies noch als ein letztes An­gedenken."

Bei diesen Worten zog cr ans seinem Uebcrwurf ein Papier in Briefform, legte cs in Marstrands Hand und be-

gann seinen Weg, indem cr mit fast jugendlicher Schnc seitwärts sortcilte. Einige Augenblicke starrte Marstra aus das Papier, das ohne Aufschrift war, dann öffnete er und erkannte Jldas Schristziige. Er blickte auf und sab nach dem Priester um, den die dunklen Wellen des Net schon verschlungen hatten. Allein in dieser Einöde, zwift den düsteren wankenden Mauern eines unermehlickten * fängnisses, begann er zu lesen, indem er seinen Mar schützend über dic Schrift hielt, welche dcr Sturm ihm e reihen, der seine Regen verderben wollte. _

Johann Marstrand," las cr,latz mich dir einige Wo sagen, die d» verwahren sollst, wenn du willst, denn es i Abschiedsworte, obwohl ich hosie, dich bald und ost wieder sehen. Tu bist ein fremder Mann mit fremden Sitten, o du verstehst mich dennoch, denn zwischen uns hat Gott ei Bund errichtet, der überall auf Erden sichtbar wird, wo Menschen tresscn, die in ihrem Herzen sehnsüchtig sind, die Hände z» rcicken und in ihr Angesicht zu sehen, oder w sie getrennt sind, dcr eine an den anderen denken mutz, ü Bündnis haben wir beide empfunden. Tu hast ihm Spn geben wollen, ich wies es von mir, weil ich cs nicht hi durfte. Ich habe deinen bitteren Schmerz wohl erkannt, d< ^ Augen, die mich vorwurfsvoll anschauten, deinen Zorm mich verwerfen wollte, und ich neigte demütig nieinen aber ändern konnte ich es nicht. Hätte ich niein Ohr zu gewandt, ineine Hand nach dir ausgestreckt, eine Stimme Fluckzes und der Schande würde dich und mich verfolgt h® Darum sage ich niich los von dir. Wisse, datz ich ans mciu Herzen alles gerissen habe, lvas nicht darin sein durste, 1 datz cs Frevel und Unglück wäre, lvolltcst du nicht das Glfi tun. Bon ganzer Seele bitte ich dich darum, weil ick> & Glück und deinen Frieden wünsche. Glaube nicht von u datz ich denken möchte, dn solltest mich vergessen, aber 0^ auch nicht, datz ich jemals aushören werde, deine Freu"' zu sein. Meine Hochzeit wird am Michaelstage gest" komm und sei der liebste Gast dabei. An meinem EHE will ich dich sehen, und du, sei gut gegen meinen Gatten, ' ich anhänge und den ich ehren will. Sei vorsichtig nn^ gegen meinen Vater, du bedarfst es wahrlich: von rnir J sei gewitz, daß ich froh meiner Zukunft in Paul Pi®® Hans entgcgensehe, und nun sei Gottes reicher Segen E dar mit dir." (Fortsetzung fco®

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