Ausgabe 
18.11.1914
 
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Telegramme.

rMslitticht des Wroficu Hauptquartiers.

3m Westen »uhig.

In» Osten günstiger Fortgang.

IV. i:. Grosies Hauptquartier, 17. November vormittags. (Amtlich.) Auch der gestrige Tag verlies aus dem w c st lichrn Kriegsschauplätze im allgemeine» rüstig. südlich Verdun mib nordöstlich b i r e >, grifscn die Franzose» er solgloo NN.

Tic Operationen aus dein ü st l i ch c » Kriegsschauplatz? nahmen weiter einen günstigen Fortgang. Nähere Nach, richten liegen noch nicht vor. Oberste Heeresleitung.

tHegnerischc Berichte.

Tie Tnnes berichtet von der Schluchtfront in Norüsrnnkrcich unter dem 17». November: Heute

morgen ist Schnee gefallen; das Wetter war während der letzten Tage bitter kalt, mit starkem Wind und viel Regen. Heute weht ein Schneestnrm. Die Straffen sind in ein Kot- mehr verwandelt und fiir jedes Auto unpassierbar.

Politiken meldet aus Paris: Arnicntibres wird be­schossen. Mehrere Fabriken gingen in Flammen ans. Ter Schaden ist bedeutend. Das städtische Hospital wurde ge­räumt.

Die Garde bei ?)per«.

London, 17. Nov. <Etr. Fitst.) Taich News berichtet über das Vorrücken der preußischen 04 ar b t be i Äpern. Als die (Gardisten gegen Ppcru vorrückttn, räumte» unsere Schützen in thron Reihe» auf. Ter Mut der auserlesenen deutsche» Truppet, bestand aber die Probe. Riemais stad Soldaten furcht loser iu den Tod gegangen. Sie wußten, welche» simchtbarc,, Einfluß das Kreuz­feuer der Fnfanterie und Artillerie auf den (strgner üben kann. Alle verfügbare« Kanonen wurde» auf die vorstürmenben Teut scheu gerichtet, die aber mit Tobesoerochtung in diese volle des Feuers und Eisens hi »eilig mg«» lieber die Leichen ihrer Kame­raden rückte» s!c bis «0 Pards von den lnirifck»en Lausgräben cnt- sernt vor. Tort bliebe» die übrig gebliebenen stehen. Fu ihren Fnhtapfc» folgte aber »nanshörlich brr Sturm der anderen deut­schen Soldaten.

«Hctäuschtc französische Hoffnungen.

Gens, 17. Nov. Durch Petersburger Depeschen irre ge­leitet, hatten die französischen Militärkritikcr noch gestern nn- uiittctbar bevorstehende, eklatante Rnssensiege auf preuhi- schem Boden angekiindigt und als französischen Gegengrnff den französischen allgeineinen Vorslotz gegen die nördliche und östliche deutsche Stellung in Aussicht gestellt. Die Druck­legung der Zeitungen in Paris und Bordeaur wurde in Er- wartung eines russischen Sieges hinauSgeschobcn. lieber den glänzenden deutschen Waffenersolg Igiben die Blätter nur den abgeschwächten Petersburger Bericht erhalten. Bisher ist jedoch keine Tiegcsnachricht aus Petersburg eingetrosscn. Tie Pariser Kommentare zeigen arge Verlegenheit, irgend eine tröstliche Einzelheit ans dein deutschen Siege heranszii- lonstruicrc». Der (Gemeinplatz von den unabwendbaren russischen Nachschüben verfängt nicht mehr. Tic von den Verbündeten südlich von Tixmniden hcrbcigcführtcn Ilebcr- schwenimungcn hatten nicht die gewünschte Wirkung. Süd­lich Birschote kain es zu einem heftigen Zusammenstoff stoischen einem für den Kanal-llebergana bestimnltcn dent- scheu Detachement und den sehr vorteilstast ausgestellten gegnerische» Truppen. Dieie erlitte» gleichwohl erhebliche Verluste.

Ter Kampf tim Meinte.

London, 17 Nov. (WB. Nichtamtlich.) Morning Post meldet: Tcit Freitag herrscht große Tätigkeit in der Champagne. 9! ei ms und Utngkbuiig werbe-, hrsiig beschossen. Tie deutsche» Linien erstrecke» sich in, Halbkreis u», die Stadt. Tic Te,irschen habe» verschiedenc Forts im Besitz. Fu de» letzte» Ist Stniide» ivurden heftige Angrisse des Feindes aus den wichtigsten Plnrktc» ausgcfilhpt, ivobel der größte Truck in der Richtimg auf Bc rr >> - a » - Ba c »nd T h i e l t ansgeübt wurde. Tie Trntsthen haben oife»bar große Verstärk,, ,:grn crlmlle», und die Artillerie und ihre schwerste» Belagerungsgeschütze wieder vo» den Höhen abge­fahren. Tie deutsche» Lausgräben sind ein gutes Ende vorge­schoben worden. Tie nächtlichen Angrisse dauern ständig fori. Heute früh winden die Schlachthäuser gesprengt.

Englische Furcht.

Rotterdam, 17. Nov. Die englischen Tr» p p e » - Transporte über den Kanal wurden wegen des Aus­tauchens der deutschen Unterseeboote eingestellt. Tie Transporte werden über Irland geleitet.

Die Reichstags-Erfnlzwahl für Frank.

Mannheim, 17. Nov. Bei der stentc stattgefundenen Reichstagsersatzwahl für den im Felde gefallenen Reichstagsabgcordnetcn Dr. Ludwig Frank im Wahlkreis Mannheim-Weinheim Schwetzingen wurde der sozialdeino kratische Kandidat Redakteur Oskar (steck mit 11ä7-I Stini inen g e >v ä h l t. Ein Gegenkandidat >var nicht aufgestellt.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, (stießen.

Verlag von Krumm & Eie.. Gießen, druck: Verlag Oisenbacher Abendblatt, M. m. b. S.. Ssscnbach a. M

Wochcnmarktprciso in Giesteu

- am 17. November 1914

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Standesumt Lollar.

Geborene.

Ai» 5. Nov. dem Slhrciiicr Wilhelm Eiser ein Schn, Willi.

Sterhejälle.

Am 28. Srpt. Former Peter Preis, alt 29 Fahre, starb infolge Verwundung in, Oiolerrrlazarcit in Trier. 2s. August Pfarrers»-

Woa'tra.sr

in der neuen Aula der Umverfitä

stellt (stustav dldols Barth, alt 25 Fahre, im Gesicht bei Mo-nzo» in Frankreich gefallen. Am 22 .August. Former Heinrich Naumann, litt 22 Fahre, im lstesccht Mi Hamipon in Frankreich gefallen. A», 10. Oktober Schreiner August Ricdcl, alt 26 Fahre, starb in­folge Verwundnt:g im Reseroclazarclt in Gießen. Am 13. No­vember Fda Fnghard gel>. Eleltnracher. alt 60 Fahr«.

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üaelBB'iiS.

Am 1. November fiel in Frankreich unser 9 [lieber Paitei- und Turngenosse

am Dvirucrötag, Den 1i>. November 1014 adeiivö ll'/i M>r pünktlich

^rlf. Hosral fyvofs or Dr. Äehaghel:

Der Krrcg rrri nltffeutlchrn Epos.

Zum Besier. von Hinleriiliebenen der im Felde Menen Essener

Criiituttöfartcu eine )U .30 Pfg., ;>> Mk. 2.50

fi'.ib in de» .Puchhändlnnge» von Fices. Selkcrsweg, Kock, Seltersn» Legier, Südanlage, Schneider, Nene,,baue, sowie Ernst Bglser, Mäusbn- iwd. abend« an der Kasse zu habcn.

Heinrich Seel

Landwehrmann im Infanterie-Regim. Nr. 116 .

Wir verlieren in ihm ein eifriges, strebsames Mit-| [ glied und werden ihm jederzeit ein ehrendes An­denken bewahren.

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sowie die Arbeitgeber-Anteile für Ersatzkassen-Mitalicder nie das 3. Luartal 1914 tonnen »och bis einschließlich den 26. ds. Mts. ohne

Koste» bezahlt werden.

Gießen, de» l4. November 1914.

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