Ausgabe 
7.11.1914
 
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Serben sind und in feiner Weise von den Behörden belästigt werden. In Hamburg I>at die englische Kolonie eine

Protesterklärung an die Regierung ihrer Heimat und an die Presse gerichtet, die sich gegen die unwürdige Behandlung -er in England internierten Teutschen wendet.

Tcr Kampf um Tsingtau.

W. 15. Tokio, C. Nov. Amtlich wird gemeldet: Tie Be­schießung Tsingtaus wird fortgesetzt. Tie Teutschen machten in der Nacht vom 3. November einen Ausfall.

Cm deutscher Secsieq.

W. 15. Berlin, 6. Nov. (Amtlich.) Nach Meldung des englischen Preffebureaus vom 1. November wurden durch unsere Kreuzergeschütze in der Nähe der chilenischen Küste der englische PanzerkreuzerMont Mout" vernichtet, der PanzerkreuzerÖut_ Hoos" beschädigt. Ter kleine Kreuzer Glasgow" ist beschädigt entkommen. Ans deutscher Seite waren beteiligt S. M. großer KreuzerScharnhorst" und Gneisenau" und S. M. kleine KreuzerNürnberg",Leip zig" undDresden". Unsere Schisse haben anscheinend nicht gelitten. Ter stellv. Chef des Admiralstabs:

v. B e h n k e.

Parlcinachrichten.

Der Krieg und die Parteiorganisation.

J»> Sozialdemokratischen Verein für den Wahlkreis Bielefeld- Wicdcnbrllck ist die Palst der Mitglieder seit 1. April um 181 männliche und 27 weibliche znrückgegangen: sie betrug am 30. Sep­tember 7906 männliche und 1371 weibliche, in Summa 9277. Zum Militär eingezogen waren bis 30. September 2223 Mitglieder. Verheiratet sind davon rund 85 Prozent. Seit dem 1. Oktober ist eine weitere Anzahl von Mitgliedern einberusen worden. Im Felde gefallen sind bis lebt 40 Mitglieder.

Von einem Unfall betrossen wurde Montag nachts in Wlirzburg Reichstagsabgeordneter Genosse Marti» S e g i b aus Nürnberg. Segitz hatte dort am Abend in einer Parteiversamnilung über die ..bevorstehenden Ge­meindewahlen" gesprochen. Des Nachts in seinem Hotel überkam ihn ein altes Leiden, bas seine Ueberführung ins Krankenhaus notwendig machte, wo er im Lause des Dienstag operiert wurd^ Die Operation ist gut verlausen: wenn keine Rückschläge eintrete», dürfte unser Genosse bas Krankenlager bald wieder verlassen können.

Parteitag der schweizerischen Sozialdemokratie.

In Anwesenheit von 237 Delegierten aus allen Landesteilen und Sprachgebieten tagten die schweizerischen Genossen im neuen Berner Volkshaue-. Ter Parteitag sollte der Welt und dem Lan-d zeigen, daß das Schweizer Proletariat weder für eine der krieg- führenden Großmächte. nock, für irgendein kriegerisches Ideal be­geistert ist. Tie Referate der Genossen Lang- Zürich und N e i n e- Lausanne erhoben di« Tagung über das Niveau der sich leider in den Kriegszeiten breitmacheuden milrlaristischen Befangenheit. Die Reden des Partei Vorsitzenden, Genossen S tu der und des holländi- fchen Parteiführers Troelstra wurden mit grossem Beifall aus­genommen. Ein Antrag Gräber- Ehaur de Fonds, auch das schweizerische Militärbudget wie bisher abzulehnen, wurde nach heftiger Debatte aus einen kommenden Parteitag verschoben. Tie Referate über die wirtschaftliche Notlage und die Debatte, di« ergab, bah die wirtschaftlichen Freibeuter, die die Kriegskonsunktur gegen das arbeitende Volk auöilützeu wollen, in der Schweiz vom Staat mir zu wenig gehindert werden.» konzentrierten sich auf eine Reihe praktischer Vorschläge, die an die Behörden weitergeleitet werden.

- In der Behandlung der ordentlichen Iahresgeichäste wurde mitgeleilt, das, der Ausschluss BruppacherS aufgehoben wurde. Da- init rft der Züricher Parteistreit glücklich aus der Weit geschasst. Der trotz Mobilisation Hute Besuch der Tagung und das rege Ver- sainmIungSleluni im gailzen Lande beweisen, dass die schweizerische Sozialdemokratie trotz der beispiellosen Wirtschastskrise, die der Krieg gebracht, ivacker vorwärts marschiert.

Hest 5 derNeuen Zeit" vom l>. November hat folgenden Inhalt:

Militärische und wirtschaftliche Kraft. Von Gustav Eckstein. Der Krieg und die Krankenversicherung. Von Eduard Gräf. Tie wirtschaftlichen Wirkungen des Krieges aus die Schweiz. Von Dionys Zinner. Vom WirtschastSinarkt. Von Heinrich Cunow. Notiz. Feuilleton: Krieg und Kunst. Von Wilheln, Hausenstein.

Anzeigen.

Hessen und Nachbargebiete.

«nv Umgebung.

Kartofsrl Preistreiberei, lieber die Höchstpreise von Speisekartoffeln wurde in D a r m st a d t in einer unter Vorsitz des Ministers v. Hombergk stattgehabten Bespre­chung verhandelt, an der die Provinzialdirektoren, Ver­treter der Kreisäniter Worms, Osfenbach, Tieburg, bie Oberbürgermeister von Tarnistadt.Mainz, Gießen, Worms und Osfenbach, der Landwirtscbastskammer und des Handelsstandes teilnahmen. Angeblich reichten die Kar­toffel» nickt ans, um die Versorgung sicherzuslellen. AuS diesem Grund und, da sich tatsächlich bereits in anderen Städten und Gegenden ein höherer Preis gebildet hatte, wurde eine Verständigung über eine Erhöhung der Höchstpreise erzielt. Tie Vertreter der Landwirtschafts- kamnier haben sich mit der verabredeten Festsetzung ausdrück­lich e i v e r st a n d e n erklärt und verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, daß die Bevölkerung des Großberzogtums mi: Kartoffeln genügend versorgt wird. Es wird merkwür- digerweise nicht gesagt, wie b o ch nun der Preis festgesetzt ist- Ter bisher in unserem Bezirke geltende war jedenfalls nicht zu niedrig: die Agrarier haben es aber verstanden, ihn höher zu treiben und die Regierung hilft ihnen dabei noch'

l>m. Kartosselvreisc. Nachdem in einer kiirzlich in Darmstadt im Ministerium des Innern stattgehabten Be­sprechung der zuständigen Verwaltungsstellen sich ergeben hat, daß zwecks Sicherstellung der Versorgung der städtischen Bevölkerung mit Kartoffeln eine Hinaufsetzung der obere» Preisgrenze empfehlenswert sei, hat der Oberbürgermeister die Höchstpreise für beste ausgelesene Speisekartosfeln nun­mehr auf 7 Mark pro Toppelzeutner frei Lieferung Keller und auf 8 Pfennig für ein Kilogramm im Kleinverkauf, bei Mengen bis zu 5 Kilogramm, festgesetzt. Bei diesem recht angemessenen Preis muß unbedingt erwartet »»erden, daß die in unserer Gegend reichlich vorhandenen Vorräte an Kar­toffeln den Bewohnern unserer Stadt zum Verkauf gebracht werden.

Gkslillcnc des Gicßcner Negiments. Gesr. d. Reserve Karl Wehn aus Gießen. Tambour Theodor Gerhar ' aus Steinbach bei Gießen. Reservist Heinrich Geist IV., Schmied aus Oberwiddersheim. Reservist Wilhelm

«chlosser aus Elpenrod, Kr. Alsfeld. Landwehrmann Karl Fink aus Billertshausen, Kr. Alsfeld.

gefallene aus Qberhesse» und Nachbargebietcn.

-eutn. Tr. Julius Rößler, Lehramtsassessor aus La»»bach.

®efr. Jakob Engel aus Ober-Gleen, Kr. Alsseld, Rcs.- Art.-Regt. Nr. 25.

Perhastete Engländer. Im Bezirk des 18. Armee­korps sind etwa 200 Engländer in Hast genommen und hier­her nach Gießen gebracht worden, von wo sie nach Berlin ge­bracht werden sollen. Nur Kranke wurden wieder entlassen. Es soll dies eine Gegenmaßregel gegen die angeblich den Teutschen in England widerfahrene Behandlung sein.

== Von der Straßenbahn. In dem dritte» Vierteljahr dieses Jahres lvurden aus unserer Straßenbahn im ganzen 3G9 345 Personen befördert, das siird rund 50 000 Fahrten meljr als im gleichen Quartal des Vorjahres und eine Mehr- eiuuahme von 1213 Mk. Tas Ergebnis würde noch ein besseres gewesen sein, wenn in den Kriegsmonaten August und September die Militärpersonen 5 Pfg. für die Fahrt hätten bezahlen müssen, wie daS jetzt eingejührt ist. llebn» gen§ könnten die Dienstgrade vom Feldwebel aufwärts ganz ruhig wie andere Fahrgäste bezahlen: Arbeiter müssen das ja auch, die sich gewiß nicht so gut stehen als jene Militär- pcrsonen. Ferner liegt zum ersten Male der zahlenmäßige Nachweis darüber für ein Vierteljahr vor, wie sich der Ver­kehr infolge der Verbilligung der Marken gestaltet hat, von denen bekanntlich 14 Stück 1 Mk. koste». Im 3. Quar­tal wurden 118 412 Personen gegen Marken befördert, das sind 107 000 mehr als im Vorjahre. Auch finanziell ist ein bedeutend besseres Ergebnis erzielt worden, wodurch der Be- weis geliefert ist, daß die Verbilligung der Fahrmarken kein Fehlgriff war, sondern im Interesse des Ulsternehmens, wie in dem des Publikums lag.

Tic hessischen Lnndtagswahlc». In der gestrigen Sitzung der Nationalliberalen Fraktion der II. Kammer erklärte man sich grundsätzlich mit der Anregung einverstanden, statt der Ersatzwahlen unter Wahrung des bisherigen Besitz­standes aller Parteien die jetzigen Mandatinhaber ohne Wahl­kampf wiederzulvählen, vorausgesetzt, daß über einzelne Punkte ein Einverständnis erzielt wird, worüber noch Ver­handlungen gepflogen werden sollen.

Tic Erweiterung der ReichskriegSuiiterstützuiigSpslicht. Im Septembet hatte unser Genosse, Reichstagsabgeordneter Artur Hofmann in Saalfeld in einer Zuschrift an das Reichs­amt des Innern auf die Notwendigkeit hiugewiesen, Bestim­mungen zu treffen, nach denen den Angehörigen derjenigen Mannschaften, deren aktive Ticnstzeit infolge des Krieges über die normale Zeit hinaus verlängert wird, ebenfalls die Angehörigen Unterstützung zuteil werde, wie sie das (besetz vom 28. Februar 1888 und vom 4. August 1914 vorsieht. Hierauf erhielt Genosse Hofmann folgenden Entscheid:

Der Staatssekretär das Inuern.

Berlin W. 8. den 27. Oktober 1914.

Eurer Hochwohlgeboren teile ich ergebenst mit, dass beit unter* sttitznn-ssbedürftrgen Angehörigen derjenigen Mannschastc». deren chine Dienstzeit ivährciid daß Friedens im Herbst d. I. beendet gewesen wäre und die zu diesem Termin mit Rücksicht aus den Krieg nicht entlassen worden sind, die Wohltaten des Gesetzes vom 28. Februar 1888 in der Fassung des Gesetzes vom 4, August 1911 zu gewähren find. Im Austrage: Lewalö,

Damit ist eine Lücke in den gesetzlichen Bestiinninngen ausgefüllt und zugleich erfreulicherweise auch eine » n b i I lige Härte beseitigt worden.

Stadttheater, Da die Eröffnungsvorstellung des vergangenen Sonntags so besonders Beifall gesunden hat, findet am morgigen Sonntag-Nachmittag bei Vulkepreijen eine Wiederholung stau, in der also der Prolog von Direktor Hermann Tteingoetter,Wallen- stcins Lager" von Schiller undTas eiserne Kreuz" von Wichert gebracht werden, Die bisherigen von Publikum wie Presie aus­gezeichnet aufgenommciie» Vorstellungen sprechen dafür, dass auch in dieser ernsten Zeit Boden für gesunden volkstümlichen Humor ist, und so ist für den morgigen Sonntag - Abend da« historische LustspielWie die Asten sungen" von Karl Nicmann bei kleinen Preisen angesebt worbe». Da? Werk, daS am König!, Schauspielhaus in Berlin Reportoirstiick ist, behandelt bekanntlich Episoden aus der Zeit desalten Tessauers" und hat bei früheren Aufführungen an unserer Bühne stets ein zahlreiches, beifall- freudiges Publikum gesunden,

8 Ordnung im Heere. Wie sehr im deutschen Heer ans Sitte und Ordnung geloben wird, zeigt eine Verhandlung am Tarm- städter Kriegsgericht gegen den Musketier Friedrich Pseffser aus Sonnenbera, der ttn Ins-RHi. llß in Kiesten diente. Pseisser hat üch im Feld« der Fundunterschlagung schuldig gemacht, indem er tu einem zuiammengeschostenen Orte bei Sedan sich ein Paar Tamcn- nnd ein Paar Kinderschuhe aneignete, als er von seiner Truppe ab­gekommen war. Hierfür erhielt er 3 Tage Gefängnis,

Kreiß Wetzlar.

li, Bauerulrotz. Wie bereits bekannt, hat endlich auch der Landrat Höchstpreise sür Kartoffeln im Kreise Wetzlar festge­setzt, nachdem die Anordnungen des Bürgermeisters für die Stadt wirkungslos blieb, indem die Bauern keine ,um Verkauf in die Stadt brachten, ähnlich wie bei Butler und Eier heute noch. Ter Preis betrüg, 3 Mk. pro Zentner und 3 Psg. im Einzelpsuiid vom Produzenten tLandwirts und 3,30 Mk. und 10 Pfg. für 3 Pfund beim Zwischenhändler. Trotz der Bekanntmachung höheren Orts" wurde festgestcllt, das, verschiedene Verkäufer hier sich nicht daran störten, sondern höhere Preise forderten, worauf der Bürgermeister Geldstrafen verhängte. Nunmehr verweigerten die Verkäufer überhaupt den Verkauf von Kartosfeln, so dast der Bürgermeister im Wiederholungsfälle die Wegnahme und den Verkauf durch die Behörden anordnet. Es ist wirklich Zeit, dast damit Ernst gemacht wird, denn Kariosfeln sind genügend vorhan­den, und sollten vor allen Dingen die Konsumenten sich mit dem Einkauf noch kurze Zeit gedulden.

b. Gleiberg. Nächsten Sonntag findet im Saale des Schwarzen Walfisch" eine Parieiversammlung statt, in welcher Frau Schulze aus Frankfurt überDer Weltkrieg und seine Be­gleiterscheinungen" sprechen wird. Zu dieser Versammlung wollen unsere Parteifreunde, wie auch die Frauen recht zahlreich er­scheinen: gerade sür die letzteren ist der Vortrag berechnet. Be­sonders werden die Frauen der zum Heer Eingerückten ringe- laden.

k. Wihmar. Morgen sSonntags findet im Saale von W. Bittcnborf, abends 8 Uhr, eine Parteiversammlung statt, in welcher die Genossin Frau Ott aus Frankfurt einen Vortrag halten wird überTer Weltkrieg und seine Begleiterscheinungen". Tie Parteigenossen ivcrden um recht zahlreiches Erscheinen gebeten.

Eingesandt.

_Sich Hier herrscht Aufregung darüber, Last bie bisher in

der landwirtschaftlichen Winterschule Sich untergebrachten Ver­

wundeten aus der liebevollen Pflege des Herrn Dr. Schaai

dessen Gattin und der freiwilligen Pflegerinnen genommen i Einmal berrscht schon bei de» Verwundeten selbst ztemlick regiing, zum ander» wird gesagt, die llrsache liege darin, da Dr. Schaad, der die Verwundeten unentgeltlich behandelte, i Verwundeten zu sreiindlich umgegangen sei. Schon vor Zeit war schon einmal das Gespräch, die Vermundete», voi viele in ?ich und dessen Umgebung beheimatet sind, ivürde der Winlerschnlc entfernt werde». Aber Herr Weitzel erkli bereit, seine Grundstücke zur Versügung zu stelle» und dii wundetcn konnten daraushin weiter t» Lich verbleiben. Al wird immer aufs neue versucht, die Behandlung der Verwi Herrn Dr. Schaad zu nehmen, um dem verletzten Ehrgeiz einzelne» Rechnung zu tragen. Alle Einwohner Lichs st, klar, dast zu einem Weguchmen der Verwundete» ans der 2 lung des Herrn Dr. Schaad keine Veranlassiing vorliegt.

Viele Einwohner '

Bertinskalender.

Sainstag, de» 7, November:

Giesten Freie Tnrnerschaf«, Abends 9 llhr:

sammlung im Gewcrkschaslshaus (Tnriierzimmer). 2 Tagesordnung!

Giesten. Tapeziererverband. Abends 6 Uhr: sammlung im Gcwcrkschastshause

Giesten. Buchdrucker. Abends ' -9 Uhr: Versal

im Gewerkschaftshause. T.-O.: Geschäslliches, Anträge zu zirksversammlung, Adrechnung sür da» 3. Quartal, Weil frier »sw.

Wetzlar. GesangvereinH o s s» u n g". Abc» Uhr bei Schreier, wichtige Besprechung, vollzäblich erscheint S o n n t a g, 8. N o v e m b e r. Krosdors-Gleiberg. Wo HI verein. Nachmittags 3 tt sgiiimlimg im Schwarze» Walfisch. Vortrag der Ge lossti Schulze Frankfurt über Weltkrieg und leine Begleiterschein,, Giesten. Holzarbeiter. Nachmittag» 3 Uhr i> werkschaslshaus: Mitgliederversammlung. Erscheinen 2ll

Pflicht.

Glesten. GesangvereinEintracht". 2>be Uhr: Roiiatsveriammliing und Vorstandssitziiiig.

Montag, den 9. November:

Giesten. S ch n e i d e r v e r b a n d. 2>bends 9 Uhr: sammlun g.__ _ ______

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Giesten.

Verlag von Krumm & Eie.. Giesten.

Truck: Verlag Lkienbackier Abendblatt. G. m. b. v.. Ossenba

Aufruf.

In dankenswerter Weise hat die Bürgerschaft bet Giesten Beiträge zur Linderung der 21»« uusrrcr ostprcustisch bürgcr grspcndr« und dadurch gezeigt, dast die Not dirsrs d Grbietstcils von ihr als rigrur Not rmpsunde» wordc» ist.

Aber nicht nur Ostprcustc» bat unter der Kriegsuot , auch Elsast-Lothringen ist durch dir Schrccknissc des schwer hrimgesuch« worden.

Wir können nicht den elncn Teil de« VairrlandeS and handeln als einen andre» Teil. Auch Elsasi-Lothringk» Leiden des Krieges für dle Gesamtheit des deutsche» Sinteelai tragen, darum must auch ihm Hilsr aus dr» Tcile» Drutschla komuir». deren Gebiet durch die unvergleichliche Tapserkeit Heere kein feindlicher Fust betrat.

Ich bitte die Bürgerschaft, Geldspenden sür Elfi ringen der städtische» Sniiinielstcllc Stadthaus, Gart Nr. 2, Zimmer Nr. 15 zu überweise».

Giesten, den 4. 2lovember 1914.

Der Oberbürgermeistre:

Keller.

Höchstpreise für Speisekartoff

In 2lbän-dcru>itg de, 25c*aiuitmö4>uitfi vom 20. Oktob wird auf Grund des § I freu Gr fetze», betreffend Höchflprei 4. August 1914 und 8 1 der Bckatiiittiigchuiig des Groschen- Mimsteriutns dos Innern, betreffend di« AiiSführung die setze», vom 7. Anglist 10t4 mit sosorttger Wirksamkeit Stadt Giesten die Höchstpreise sür Speitckorbossein einst freier Lieferung in den Ausbewghrumgdratun des in de Giesten wohnendbit Käufers wie folgt ieftffofeOt:

1. Für b:stc a»«gelesene Sveisekartoft'eln der Doppelzentne

2. Für beste Tpeifckartofseln im Klemoerkarif das Kg. 8 2 Mengen bis zu 5 Kilogramm.

Diese Festsetzungen laben nur die Bedeutung einer Ob sür dt« Prci.se, und es ist selbstverständlich, dast geringer« insbesondere dann gefordert werden, wenn die 25eschassen Ware oder sonstige Verhältnisse es angemessen erscheinen l<

Landwerte imd Händler, die Kartossel» über den cigei darf zurückhaltcn oder deren Berkaus zu den sesigeseblen preisen verweigern, setzen sich der lstefalw an», dast Befchke erfolgt und sie scidst bestraft ivcrden. Da» Grostlierzoglichc antt wird die Einhaltung der festgesetzten Hötisstpreise st stberwachen und jode Ueberschreittin« zur Aiiqeige bringen.

Giesten, den 6. November 1014.

Der Lberbürgermeifter:

Keller.

Bekanntmachung.

Es sind iri der nächsten Zeit zu vcrgedeit die Zinsen am

1. der Echternach-Stroh-Stiftung und der Labroisse Etwa 140 Zentner Kohlen an Sladlarme. Verteilung- erste Woche im Januar 10t5:

2. der Ludwig Theodor Fetstng-Stistung 17t,43 Mk ai Giesten geborene, würdige Arme mid 34,2t» Mk. an 5 Witwen. Vorteilmigstermin: 7. Januar 1915:

8. der Friedrich Bücking-Stisiung 1800, Mk. in Gaben ro und 100, Mk. an bedürftig: und würdige Bewohner > Fainilie.iHäupter oder einzelst-tiendc Personen. Bert tcrmin: Weihnachten. , ,

4. der Minna Keil-Vogt-Stiftung blaben von je <>, Mk. in Giesten wohnhafte, würdige und bedürftige Handwerk »der Witwen von Handweikern, cranzelifchrr Konieisto selbständige Handwerker oder Witwen non solchen könnet sichtigt werden. Vertcilun.aslcrmiii: Weihnachten.

Meldungen trimmt bau städtische «rmenamt, Asterwc den Ordnungtsniemmern 1 und 2 bis 20. November 1914 den Qrdntingsnuinimern 3 und 4 bis 30. November 1014 e

Geschäftliches. Das Warenversandhaus R. u. A. Br in Giesten hat es verstanden, für nur 4,50 Mk. eine» geg« und Ilngezieser schützenden Brust-, Lungen-, Leib- und schützcr ohne Bänder aus wasserdichtem mit warme» ,«ut fütterten Stoff unter dem NamenLoldalensreund" Handel zu bringen. Die Anfertigung geschieht meiste, Frauen, deren Männer im Felde stehen, und wird auf d und Weise auch indirekt für die Armen gesorgt. tTiehc , Wir können jeöcm Leser denToldatensreund" empschlei selbe wird vcrsand'crtia als Toldatcnbriek geliefert.

I.Klilnilikli, Gieße«

Marktplatz II.

klbrmacher und Golbarbester.

Reichbikliges Lager in Gold» und Silber« Lieserant de» Konsum - Giesten u Umg. und bet bahn -Koniurnveiest Man verlange Rabattmt