Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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Rcdakttoa »Nb tkrbedttion Sieben. Babnboibrabe 23. Ecke S»we««asie. reledbon 2008.
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Gießen, Montag, den 2. Nolicmlicr li»14
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e italienischen Sozialisten nnd die Neutralität Italiens.
urch die verspätet «nigekomnienen Nummern des Haupt- i der itolicmfdKn Portes vom 21., 22. und 23. Oktober er- wir lummehr Näheres über die 2lns«inonderlcvuiigeu Ul dein rtalteirischen Parteioorstande und den, Ehesredaktenr ivaiiti, Mussolini. Schon seit einiger Zeit machte sich, wenn ,icht besonders deutlich, eine gewisse Zweideutigkeit in der fung des Avanti von der Berechtigung der strikt passiven ingnahme Italiens den Kriegsgelüsten gewisser Kreis« gegen- .'emcrkbar. Deutlich traten di« Gegensätze innerhalb der non erst in einem von Mussolini uiitcrzeicknieten Artikel hcr- l welchem dieser sehr ausführlich seine persönliche Auffassung würden, der internationale Gedanke vmi nationalen ivürden .der internationale Gedanke von nationalen jungen in den Hintergrund gedrängt iverden könnte. Er ivies ers auf di« irredcntistische Bewegung in den italicnisch- gen Gebieten Oesterreichs hin und erklärte, es sei seine .eugung, dass bei «inein Eilig reisen Italiens, falls es infolge riegswirvcn in den betrcsscnden Provinzen zu einer Bolks- ng kommen sollt«, Pflicht auch der sozialistischen Partei sei, igierung zu unterstützen. Er betont zwar, daß es der Vcr- chcit des SozialiSinns widerstreiten würde, eine solche natio- 'Kiveguug zugunsten der ZtalienischOesterrcichcr einznlcttcn, iirse jedoch der Negierung in dieser Sache keinerlei Tchwicrig- niacl>eii. Ter Artikel erschien im Avanti am 18. Oktober, l. Oktober bringt das Blatt an erster Stelle einen Ausrnf n den Krieg mid gegen jeglichen Krieg. Gleich lschlug daran folgt der Bericht Über eine in Bologna am 20. iltcnen Parteivorstandssivung. in der di« „2!«»trafttätSfrage" idertl>albtägig«r Beratung nochmals eingehend besprochen Auch hier hielt Mnsioliui an seiner Anfsossung fest. Er folgende Resolution vor:
„Obwohl der Vorstand der sozialistischen Partei Italiens , seiner prinzipiellen Gegnerschaft gegen de» Krieg fcstlsiilt. ist )kNst ins verschiedenen in den letzten Lagen im Avanti dargelcgien inden der Ansicht, daß die Formel von der absoluten Neutral!- arrbalt» einer immer vcrwickclteren internationalen Situation gegen- iigd äul r, die jetzt noch unbekaiiiiten Gefahren auSgcsctzt ist, allzu eng dogmatisch ist. Der Partei Vorstand behält sich deshalb vor, ?i llfcl 1 ■ < i | ’ cm eventnellen Krle>i je nach den Erelgnisien neue Bc- " " > I üllc zu iasien und neue Älsiußfolgcrungen zu ziehen."
« iui Verlangen Mussolinis fand namentliche Abstimmung statt Ulli. jp * tm Remitat. daß seine Nesolittion mit allen gegen seine '? e Stimme verworsen wurde. Ein Mitglied des Parttivvr- ljghAklü! :s gab eine «was abweichende Erklärung gb. All dies hatte -Itllid " eeig«. daß Gen olle Musiolini sofort sei» Gesuch UNI Enthelmng -i ...I, ^ äcm , eines Ehefredaktcurs des Avanti dem Partclvor- gkuNI II c ubnwidüe. Er ggb dabcr die Erklärung ab, daß er dies Mlfititl! E er formen nicht dem Parteioorstande. sondern dem
,,»io>i^ ««kongresse verantwortlich sei, um dem Partcivorsiandc keine ffl 'S',™ 1 "' l" de» Weg zu legen.
" -in^demtclben Tag« fand ein« genieinsame Sitzuna des P.rrt«i-
( .1 ^"des _ un: bei, Vorständen des italieinschen Gcwerktchafts-
—' ... r, 45 > Un L Eifen-bahn eroerbandes statt, in der das obcn-
' Aimnfeli der Partei gntgehelßen imd gleichzeitig eine h r U - tlim <K! ' fu di« letzten Zwangsmaßnahmen der Regic- oc„ Eiienbahnern gegenüber angenomnien wurde,
*" meich«, Nummer des Avanti findet sich int Anschluß ‘V s ' ani l«it und den Konserenzberlcksi ein Abschiedsgruß »iins an lein« Leier.
dsi. daß eine Kursänderung des bis .deutschfeindlicher Richtung redigierten Blattes s o - -• -i „,T • slt. Fn der Nummer vmn 22. Oktaler beiindc:
^>o>iz aus der Parlier Hnmanite über die Zwangs- der Nissistl-ei, Behörden gegen sozialistisilzc Zeitungen s". o^^rwgszeit. Ter Avaitti schließt dieselbe mit folgenden . i , r .* orr ciponi)e,rt sder Humanitej fügt hinzu, daß agyaiyc keiner Kommentare bedürfe. Schade! Die Kommender sozialisinchen Prelle über die freiheitliche Politik des eten waren doch intercllant gewcien" icic wcingen Wort« find ein erfreuliches Zeichen dafür, daß iic ^agc auch f^tolicn allmählich ttwas objektiver beurteilt,
ßH,oar^^- der Redaknonsw«l>iel wohl nicht ohne
m 23. Oktober bringt der Avanti an erster Siellc eine Er- Po iftc i Vorstandes, Er schreibt u, a.: „Gerade der Beschluß, den der Patteivorstaiid mit voller eriegung vor einigen Tagen in Bologna genommen l>at, cn Namen an die Spitze der Zeitung zu stellen, soll bedeute», »lih-A; ***1!®, — das ausgesprochenste Organ der gaincn Gciamtheit in Z,allen — nicht Gefahr laufen soll, evertzeug individueller Ideen. Richtlinien oder Pläne zu l i r !L ric m:| H der sichere und treu« Dolmetscher nnd
! >^dcen, Slichtlinicn und Pläne der Partei sein.
übernehmen die Redaktion des Avanti in einem ^ en 'ii!ü C . U9tn * 1 ^' Diel« Schwierigkeit rührt nicht von der ivn-!^L her — eine bedauerliche periönliche nrage,
der» “ <r Partei keine >vetteren Kreiie ziehen wird — '.rü mit der inlernativnalen Situation der pvittschen 'aß bi^das . , . in Vcrvindunq . , e-i rciie Frage innerhalb der Partei kcii« weite-
B, Sitm'm ^ n wirfi", steht aber noch dahin. Dem, schon i» dcr- »1 „na Blattes erscheint der Bericht iil>cr eine Bcr-
» n f u „ m^l 1 *' die sich zu einer S i> in p a t h i e k u n d - ^ u s s o l in i gestaltete. Zum Schluß wurde ein« durch die der Parteivorftand aulgefordert y .g möglich «inen außerordentlichen Partei- ^ K emzuberusen.
Der jrricg.
Die neuen Crfolge der „Emden".
l^inc russische Bestätiguttg.
Berlin, 30. Okt. (^V. sj. Nichtamtlich.) Eine lrerspiit.-t hier eingetroffenc amtliche Meldung der Petersburger Tele- graphenagcntur aus Tokio b e st ä t i g t, das; der russische Kreuzer „S ch e m t s ch u g" und ein französischer Lorpcdojäger auf der Reede von Pcnang durch Tor- pcdoschüsse des deutschen Krenzcrs „Emden" zum Sinke» gebracht worden sind.
Berlin, 30. Okt. (W. 11, Nichtamtlich.) Die Kriegszeitung des Berl. Lokalanzcigers meldet aus Kopenhagen: Der russische Marinestab teilt folgende Einzelheiten über den Untergang des russischen Kreuzers „S chemisch n 8" bei Penang mit: Am 28. Oktober, 5 Uhr früh, näherte sich die „Emden", die durch Ausstellung eines vierten Schornsteins unkenntlich gemacht war, den Schiffen, welche die „Einden" für ein Kriegsschiff der Verbündeten hielten. Die „Emden" fuhr mit voller Kraft gegen den „Schem- tschug". Sie erösfncte das Feuer und schoß einen Torpedo ab. der am Bug des russischen Kreuzers explodierte. Der „Schemtschug" erwiderte das Feuer. Die „Emden" schoß einen neuen Torpedo ab, der den „Schemtschug" z u in Sinken brachte, 85 Mann der Besatzung ertranken, 250 Mann, darunter 112 Verwundete, wurde gerettet.
Die „belgischen lsireuel".
Von ein«n Kandidaten des höheren Lehramts wird der Köl- nfschen Volkszeitung nachstehendes geschrieben:
Trotz der wiederholten Riahnnngen der Prell«, öle wilden Gerüchte über die in Aachener Angenheilanstalten angel'lich iinter- gebvachtcn Krieger mit ausgestochcneu Augen endlich als Märchen zu betrachten, werden inmier aufs neue derartige Hirngelpinste verbreitet. Stuf einer Reis« in der llmgegend von Aachen bin ich wiederholt Lhveirzeng« sofchzer fchsaurigen Erzählungen gewesen. So gab ein Soldat in einer Wirtiehaft eines ztemlich großen Orte? bei Aachen am Stam-inttsche der „oberen Zehntausend", die mich in ihrer Gefellichaft duldeten, folgendes Pröbclzen zum besten: „Zch
bin selbst in der Angenhcilonstalt des Negierungsbegirks Aachen, Stephansstraße geivesen. Ein« Schivester führte mich zu einem lchivarzbehangene», bunflcn Saale, denn sogenanmten „Totensaal", Dort lagen 28 Soldaten mit auSgestvch>en>en Augen, Bei meinem Eintritt brüllten sie mir vor Wut und Schmerz entgegen: „Stech'
uns tot, wenn du unser Kamerad sein willst," Andere Soldaten bestätigten diese Erzählung, und die llmsttzcnden erklärten mir auf die Aeußcrnng von Bedenken, die ich mit Berufung auf di« in ber Kölniiclnm Volkszeitung veröffentlichte Zuschrift des .Hern, Sttft- prohstes Tr, Kaufiinmn <Aacheiis hervorbrachte, daß soläte Gerüchte allenthalben im Umlauf seien.
A», Montag, den 19, Oktober, meldete ich mich darufhin bei dein Leiter der fraglichen Klinik, Herrn Tr, Büllers, an. „Gut", sagte er, „ich ivill ihnen den schaurigen Saal zeigen". Er öffnete die Tur eines Kranke,isaoloS. Di« Kranken fühlen siel, wohl. Ein zweiter, dritter Saal wird besichttgt. „Fühlt jemand Schmerzen?" „Nein, Herr Doktor!" Ta endlich öffnet sich eine Tür: EfedämpfteS Licht, schwarze Vorhänge! Knips! Das elektrische Licht brennt. „Tat das den Augen weh?" „Nein. Herr Doktor!" „Sind euch die Augen in Belgien ausgestochen worden?" Ti« Verwundeten lachen hell auf. So ging cs dnrä, alle Säle. Viel Elend und Iainmer herrschte selbstversiändllch in manchen Sälen. Fndellen Fälle, i» denen beide Slngen verloren gegangen sind, kamen nur ganz ver- cin.zelt vor. „So", sagte dann der liebenswürdig« Cheiarzt zu mir, „ivenn Sie das Gelten« vcröffeiitlichcn wollen, dann schreiben Sie, daß sowohl ich wie auch mein Kollege, Herr Tr. Thier, keinen einzigen Soldaten mit ausgestochcneu Augen bisher behandelt haben." — Der Vcrlaffer des Briefes spricht zum Schluß den Wunsch aus, man solle den zuständigen Behörde», die Verbreiter solcher Lügennachrichten anzcigen, — Schaden könnte es wirklich nicht, wenn den gewissenlosen Schwätzern von Zett zu Zeit der Mimd gestopft würde.
(fine Pariser (fnte.
Clemenceau hat in seinem Pariser Blatt eine neue fette Ente in die Welt gesandt: Graf Bernstorss, der deutsche Bot- schafter in Washington, soll einem amerikanischen Bankier die von Deutschland für Frankreich vorbereiteten Jricdcns- bcdingungen verraten haben. Diese seien: Abtretung aller französischen Kolonien, auch in Skord-Asrika, an Deutschland: wie auch von etiva des Gebietes Frankreichs selbst, das allein 15 Millionen Einwohner zählt: 10 Milliarden Franken Kriegsentschädigung: zollfreie Einfuhr deutscher Waren während der nächsten 25 Jahre (französische Einfuhr in Deutschland wird keine Vorrechte genießen!): keine Rekrutierung in Frankreich während 25 Jahren nnd für diese Zeit ein Tchutz- nnd Trutzbündnis mit Deutschland: Niederlegung aller französischer Festungen: Ablieferung von 3 Millionen Gelvchrcn. 2000 Kanonen und 40 000 Pferden: Schutz deutscher Patente ohne Reciprozität und Trennung Frankreichs von England nnd Rußland. Sogar das Londoner Arbeiterblatt benutzt diese Tartarcnnachricht, die Stimmung gegen Deutschland noch erbitterter zu niachen.
Schul; vor Wucher in Lesterreich.
In Oesterreich sind an Stelle des bisher geltenden Reichsgesetzcs auf Grund einer Verordnung neue Bestim- ninngen getreten. Die neue Wncker-Verordnnng wird daniit begründet: daß der gegenwärtige Kriegszustand die Lage der wirtschaftlich schwächeren Kreise verschlechtert habe: dem
Bedürfnisse nach Kredit und dein Bedarf an Waren stehe ein geringes Angebot gegenüber, das mitunter noch künstlich zurückgehalten werde: »ntcr den maßlosen Forderungen einzelner beginne das wirtschaftliche Lebe» zu leiden. Das alte Gesetz wandte sich nur gegen den Krcditwncher, das neue erfaßt auch den Sachwucher und erklärt demgeniäß jeden wucherischen Vertrag (mit Ausschluß von Verträgen über persönliche Leistungen) für nichtig, den Kreditwucher unter alle» Umständen, den Sachwucher, wenn er gewerbsmäßig begangen wird, für strafbar. Das neue Gesetz faßt den Begriff „Wucher" wesentlich schärfer: es spricht nicht von einer Notlage, sondern von einer Zwangslage und verlangt nicht, daß die versprochenen oder gewährten Vermögensvor- tcile geradezu maßlos seien und das wirtschaftliche Verderben des anderen Dertragstciles herbeiführen oder zu befördern geeignet sein müssen, vielmehr findet es den Wucher schon dann gegeben, wenn jemand den Leichtsinn, die Zwangslage, Verstandesschwäche, Unerfahrenheit oder GemütSaufregung eines andern dadurch ausbeutet, daß er sich oder einem Dritten für eine Leistung eine Gegenleistung versprechen oder gewähren läßt, deren Vermögcnswert zu dem Werte seiner Leistung in anffallendcm Mißverhältnis steht. Die Strafandrohungen sind erheblich verschärft.
Die Konfiskationen in Frankreich.
Marseille, 30, Okt. (W. B. Nichtamtlich ) Der Staatsanwalt bat die Beschlagnahme von drei, Deutschen gehörenden großen Lotels, sowie die Beschlagnahme der Filiale der Raffinerie von Wallach in Lemberg angeordnct. Ferner wurden 180 000 Francs beschlagnahmt, die aus einer Bank deponiert waren, aus dem Nachlaß eines gewissen Hermann Bllsinger stammen und an desien Erben fallen sollten.
Rückkehr nach 2lntwcrpen.
Hamburg, 30. Okt sPriv.-Tel.) Ans eine vom hiesigen Hilfs- ausschnß für deutsche Flüchtlinge aus Belgien beim Zivilgonvernenr von Antwerpen, Strandes, clngezogenc Erkundigung wegen der Rückkehr Deutscher nach Antwerpen wurde geantwortet, daß die dauernde Rückkehr benilttcltcr Deutsche erwünscht ist. Die Bevölkerung sei ruhig und verständig.
Die belgische Kammer in» Exil.
Kopenhagen, 30. Okt. (Ctr. Frkft.) Aus Poris wird genicldct, daß die belgische Regierung beschlossen l>abe, daS Parlomcnt in Le Havre zur gewöhnlichen Zeit am zweiten Dienstag im November zu einer Tagung einzubernfen. Beschlagnahmung deutscher Holzbestände in Rußland.
Nach der Vossischcn Zeitung hat die russische Regierung alle deutschen Firme» gehörenden H o l z b e st ä n d e beschlagnahmt, gleichviel ob sic sich ans den nach Deutschland führenden Strömen zum Zweck der späteren Verslöhung oder auf Sägewerken in Archangelsk. Polen und Sud-Rußland befanden. Zum Teil wurden diese Hölzer angeblich für militärische Zwecke „regui- r i c r t", ohne daß ober eine Bescheinigung darüber erteilt wurde.
Aus Aegypien.
Kairo, 30. Okt. (Ctr. Frkft.) Tie ägyptische Regierung ldie in Wirklichkeit eine englische ist) beschloß, alle dienstfähigen Deutschen und Oesterreicher zurückzuhalten.
Zum Kapitel Höchstpreise und Uuternehniergelvinn.
In dankenswerter Weise haben sich die Militärbehörden bemüht, durch Festsetzung von Höchstpreisen der allgenieincn Notlage der minderbemittelten Bcvölkerungsschichten etwas entgegenznwirken. Wenn diese Höchstpreise in der Praxis auch den Charakter von Mindestpreisen erhalten haben, so war die Tendenz der behördlichen Verordnungen doch, in dieser schweren Zeit das Volk vor Uebcrvortcilung zu schützen. Zu den notwendigen Lebensbedürfnissen gehören namentlich hei der beginnenden kalten Jahreszeit auch die Steinkohlen. Diese den armen Leuten so billig wie möglich zu liefern, ist jetzt eine Forderung der Zeit. Anders denkt aber das Kohlensyudikat und die von diesem abhängigen Händler- Vereinigungen. In Elberfeld hatte.ein ini Proletarier- Viertel lebender Kohlenhändler die Ware etwas billiger gelassen. Das nahm der „Verein Eibcrseldcr Kohlenhändler" zum Anlaß, unterm 26 Oktober folgendes charakteristische Rundschreiben drucken und verbreiten z» lassen:
„Den Herren Kollegen teilen wir hierburch mit, baß über Gust. Kronenberg, Lothringerstraße 18, die Sperre ver-


