fielen sofort Jic bei sämtlichen Tote» wiedcrkehoenöen Erscheinungen aus, daß der Leichnam seiner Schuhe und Strumpfe beraubt »ich sämtlicher Erkennungszeichen bar ivar. Der Mann war von rückwärts niedcrgcschosicn worden, lag aber auf dem Nucken und hatte Mund und Nasenlöcher mit Sägespähiien vollgepfropft. Der rechte Arm war wie beim grössten Teil der Leute in typischer Abwehrstellung erstarrt; di« Totenstarre war noch nicht vollkommen gelöst.
Nach weiterem Abstiche» Leo großen Feldes fandcn wir noch 20-Soldaten desselben Regiments, Ein Manu, der etwa 200 Meter vor der Windmühle vor dem Sri« lag, hatte eine Hicbvcrlehung an dem rechten Ohre erhalten und mar sodann, da die Verletzimg nur eine Fieischwundc nach sich gezogen hatte, in lmrbarischer Weise inißhandelt worden; das linke Shr war glatt abgeschnitten, das Gesicht blau-rot. eine Folge des Erstickungstodes, an dem der Mann zugrunde ging; Mund. Nase mid Augen waren mit Dägcspänen vellgestopst. am Hals« Witrgezcichen zu sehen. Das Gras ritigs »um dcit Toten war in eitlem »nikreis vott etwa 20 Metern vollkommen miedergctreten, woraus hervorgeht, das; die harlmrischc Tat das Werk mehrerer war, Zu diese» Gefallen«» gesellte sich noch ein Bizeseldwcbel, dem das Schädeldach zertrümmert ivar, das Geht«! guoll heraus. Ein Vierter zeigte a» der Irrte» Schiäie eine Schnittwunde, die nicht tödlich geivirlt l>abc„ kann; der Goldfinger mar diesem Manne glatt am Knöchel abgeschnitteti und i» der Bauch- wand saßen vier Schnßlöcher, die vom Pulvcrschmauch eingefaßt ivaren, ein Zeichen, daß die Schüsse ans unmjttelbarer Nähe abgegeben waren; den Einschußöffnungen entsprachen vier Ausschuß- öffnungen an. Rücket,, Außerdem ivaren noch fünf Leute erschlaget, ' worden. Sie zeigten nur Verletzungen, die durch stumpfe Gewalt herbcigesuhrc sein konnten, Ei» Mann hatte am rechten Nasen- slügel einen Streifschuß, der die Oberlippe und das Kinn abriß. Das Gesicht war von Pulverschmauch geschwärzt, die Wundränder verbrannt, ein Beweis für die unmittelbare Nähe des abgegebenen Schuftes, Am barbarischsten schiene» die Leute der Gegend mit einem Manu umgegangen zu seiit, dem die Angen ausgestochen waren. Das rechte Auge >var vollkommen cuthöhlt, das linke ausgelaufen. Tie Todesursache dieses Menschen konnte nur auf diese Verletzung zuriickgefiihrt werden.
Aus den festgestellten Tatsachen ergab sich, daß ein großer Teil der Leute unverwuiibet in der Hände der Feinde gefallen war, denn die Feinde hatten «inen Fluchtversuch unserer Kameraden dadurch zu verhnrdern versucht, daß sie ihnen die Hosenträger durch- schnitten, sämtliche Knöpse abgetrennt und sic der Schuhe bcranbl hatten. Kein Man» hatte seinen Ring mehr an der Hand; die Stelle, wo der Ring saß, »rar deutlich erkennbar,
Deutsche Menschlichkeit.
Wir lesen im Londoner Dali» Telegraph vom 17, Oktober:
Ein Gemeiner vom Regiment« Black Watch, jetzt im Hospital in Newcastle, erzählt: An der Aisne lag ich stundenlang verwundet. Ein Deutscher kam herbei und verband meine Wunde unter schwerem Feuer, Als er mich zurechtgemacht hatte, wollte er sich cntsernen, aber eine verirrt« Kugel tras ihn, und dicht bei mir fiel er tot hin.
Nach S o! s s o n s serzählt Korporal Houston, von den Seaforthss, lag ich schwer verwundet aus den, Felde. Nahe dabei ivar ein junger Bursche vom Northomptonshire-Regiment, lieber ihn beugte sich c i n d c u t s ch c r I n s a n t c r i st, hielt eine Wasscr- slasche an seine Lippen und suchte ihn zu beruhigen. Der verwundete Mann war im Delirium uud ries sortwährend „Mutter, bist du da?"
Ter Deutsche schien zu verstehen, denn er strich sanft mit der Haitd über di« fiebernde Stirne und liebkoste den armen Zungen so zart, wie eine Jynu, es nur gekonnt hätte, Ter Tod kam zuletzt, , und als die Seel« des Berioundeicn zur letzten Abrechnung hiniiber- ging, sah sch den Deutschen, wie er seine Tränen zu verbergen juchte,
Mas;lose Verhetzung der Franzosen und Engländer.
Zwei Proben aus hochangeschcnen bürgerliche» Orgäncn Frankreichs und Englands, die wir hier falgen lassen, inögen einen Begrisf geben von der ungeheuren und unfaßbaren Verhetzung des französischen nnd englischen Volkes gegen Deutschland durch einen Teil der biirgerlichen Presse der beiden Länder. Ein französchcr Akademiker <— h ö ch st e Bildung! —, Herr Nich e pin, predigt in wirklich unerhörten Ausdrücken im Petit Journal Haß gegen die deutschen „Unmenschen" (brutes).
„Wenn es- möglich fein sollte, daß für sie im sranzösischc» Volkscmpfindcn »och eine Spur von Mitleid vorhanden wäre, so ist es notwendig," schreibt dieses erleuchtete Mitglied der sranzösischc» Akademie, „es wie eine Giftpslanze anszurotteii ' und an seine Stelle unauslöschlichen H a s; zu pslanzen. Nicht de» bestialischcti Haß, der die deutsche Volksseele wie ein fürchterliches Geschwür anschwelle» läßt nnd sie zu allen Scheußlichkeiten antrcibt, sonder» der Haß, der nur bei der cdeln und vornehmen sraiizöstschcn Zivilisation möglich ist. Wer unter uns hätte den Mut, aus Ambulanzen zu schießen, die uiibcwasfncte Bevölkerung »icdcrziimachc», unschuldige Geiseln unser» zum
Afra ja.
Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 93
Wie viel gab es nun zu sprechen und zu fragen! Er hotte es gar nicht besser treffen können. Paul Petersen und Vjörnarne waren seit einer Woche schon nach der Jniel Loppcn gereist, um Dogeljagd zu machen. Die beiden jungen Mädchen hüteten somit allein das Haus, nnd Hanna ließ Helgestaüs Lehnstuhl herbcibringen; der holländische Tabak nnd die stattliche Posenpfeife war bald zur Hand. Jlda bereitete in ihrer sorgfältigen Weise den Kassee, nnd nun, zwischen seinen beiden Beschützerinnen sitzend, mußte er ihnen sein ganzes Leben und Treiben am Balsfjord schildern und nahm dafür unter nianchcr scherzhaften Abschweifung um- ständliche Nachrichten über alles in Empfang, was seit seiner Abwesenheit im Gaard von Oercnäcs vorgefallcn war. Das war nun freilich im Grunde nicht gar viel, und dennoch hörte er es mit Freuden an. Jlda hatte in ihrem Gärtchen den Versuch gemacht, Kartoffeln zu pslanzen, die mächtig ins Kraut schossen, hinter den Fenstern standen ein paar Töpfe mit grünen Erbsen, welche wirklich schon blühten, auch glaubte Hanna, daß Olaf nicht umsonst unter den Felsen im Süden Hafer gcsäet habe, der in dünnen Halmen eben aufgegangen war. Sonst hatte sich nichts verändert. Eine neue Magd war gemietet, ein alter Mai)n war gestorben, der Pfarrer Henrik Sture hatte am letzten Sonntag wieder gepredigt.
„Und wo ist mein alter Freund Klans?" fragte Mar- strand.
„Ganz in der Nähe," sagte Hanna. „Wir haben Nachricht, daß er vor einigen Tagen noch in Tromsö verweilte. Jetzt reist er auf den Inseln umher, dann wird er zu uns kommen, — bald kommen," fügte sic mit einem Blick auf Jlda hinzu.
Marstrand zog Erkundigungen über Helgestad ein und hörte, daß erst vorgestern ein Nachbar aus Bergen zurück-
Angrisf vorgehenden Truppen entgcgcnzustcllen, auf offene Städte Naphtbabomben zu werfen, betvohntc Häuser mit Petroleum zu bciprißen, junge Mädchen in Anwesenheit ihrer Eltern zu schänden und die Spscr dieser Scheußlichkeiten z» zwingen, ihr Grab selbst zu schaufeln, und sic dann hinzu- mordcn, 4000 Jünglinge von 15 bis 17 Jahren in Gcfangcnschast abzusührcn, diesen tiinstigen Helden die rechlc Hand abzuhacke», Gefangene nach ihrer Verstümmelung zurückzuscndcn, wie cs kürzlich mit Kosaken geschah, die man mit abgeschnittenen Naien und Ohren und ausgcstochenen Auge» nach Rußland zurück- schicktc? „ Tiirstc sich bei uns ein Offizier finden, der solche Schenßliljß eiten befehlen würde'? Sie find aber »och viel schlimmer. Es gibt unter ihnen Schriftsteller, Philosophen, Pro- sesioren, die solche Handlungen nicht nur billige», sondern behaupten, daß sic die logische Folge des Krieges seien."
Stoch wüstere Leistungen womöglich produziert die c n g - I r s ch e Presse, Ein Freund unseres Chemnitzer Parteiblattes stellt einen Artikel ans der angesehenen englischen Finanz- Zeitschrift Financial News zur Verfügung, ans dem wir folgende Absätze anführen:
„Es ist vicllcicht nur natürlich, baß man in Verbindung mit allen den guten Nachrichten vom Kriegsschauplatz jetzt, da die Tcutschcn auf dem Rückzuge sind, anfängt, vom Frieden zu reden. Wir können überzeugt sein, baß ein deutscher FricdcnSvorschlag erst nach einer deutschen Niederlage kommt, und daß dieser nur die Absicht haben könnte, Zeit zu gewinnen und Gelegenheit zu neuen Nnubcrtatc», Aber unsere Ausgabe ist cs, Deutschland aus den ticsstcn Notstand zu treiben, auf welchem uni» sich jeder Willkür unterwersen muß. Eine Nation, welche aus reiner und böser Zcrstörnngssucht Lüttich verwüstet, welche Kinder auf die Bajonette spießt, welche die Hände der Krankenpfleger und Soldaten abschneidet, welche Weiber vergewaltigt, welche Greise nicdecsäbclt, welche den Verwundeten die Augen ausrciht, welche den Franc» die Brüste abschneidct, welche seine Soldaten zu Gewalttätigkeiten aufsordcrt, welche Vergnügen nur an Unzucht I findet, welche nicht z» Druck gebracht werde» kann, und die Nation, die all dseS tut mit Ueberlegung, mit Begeisterung und auf Besch! vom Kaiser, diese Nation ist ganz cinsach eine Bande von Räubern und Mördern und verdient genau so viel Rücksicht, wie solche Jndioidue» verdienen. Britannien ist dazu da, ein solches Volk zu unterdrücken.
Laßt uns nur nicht glauben, daß das deutsche Volk nicht in voller llebcreinstimmnng mit der gekrönten Canaille ist, die jetzt aus Frankreich hcrausgctriebcn wurde, gerade als er glaubte, daß er im Triumph in die repubükanischc Hauptstadt einzichen könne, welche er ohne Grund überfallen hatte. Sein Volk findet seinen Ruhm in seinen feigen Tcnscls- t a t e n. Es ist in diesem Kriege keine Untat geschehen, keine hilflose Mutter niedergeschosicn, kein ängstliches Kind gemartert worden, was nicht herzlichen Beifall gcfniidc» hätte bei der deutschen Nation, ebenso oben bei bei» blutdürstigen Professor Harnack, wie herunter bis zu dem niedrigsten Ardcitsman» auf einer Eisenbahnstation, Das deutsche Volk muß liegen, wie es sich gebettet hat. Böse Seelen fordern kostbare Medizi» und müsse,, darnach bezahlen,
Tic engüsche Ocsscntlichkcit muß nun damit beginnen, a» die Grundlinien der kommenden Friedciisaufgabe zu denken. Die Hohenzollern miisicn fort mit Haut »nd Knoche», Wen» der Kaiser die Niederlage überlebt, ist seine Internierung aus einer abgelegenen Insel der einzige beruhigende Abschluß seiner Lebensbahn, St, Helena eignet sich nicht dazu, da sich hier die Erinnerung an einen Mann kniipst, welcher trotz aller Fehler ein Mensch war und nicht. ein Wchrwols, Tristan d'Acunha eignet sich Hefter, Hierauf kommt die Frage um die Kriegs- kostenerstattung, »nd zwar die grüßte, welche Deutschland bezahlen kann, ohne vollkommenen Bankrott. Eine Milliarde Psund ist ein angemessener Ausgangspunkt für eine Diskussion, Zum dritten muß das jetzige Deutsche Reich in seinen Bestandteilen aufgelöst werde» und in einem Grade, wie es von Mr, Churchill vorgcschlagcn worden ist, müssen seine Grenze» umrcgulicrt werden nach nationale» Gesichtspunkten. Tic Werkstätten von Krupp miisicn dem Erdboden glcichgcmacht, die deutsche Flotte den Siegern übergeben »nd alle Bcscstigungc» von Helgoland demoliert werden, der Kieler Kanal mutz international werden und endlich müssen diese Beschlüsse von den Heeren der Alliierten in Berlin diktiert werden; der Kriegsherr und sein Gefolge darf nicht die Möglichkeit haben, gleichzeitig während er aus die Fricdensbcdingungcn der Verbündeten cingcht, durch die deutsche Presse zu vcrliinden, daß London, Newyork und Paris von deutschen Truppen besetzt seien und daß „der König von England zusammen mit dem Präsidenten von Frankreich und den Vereinigten Staaten in Potsdam sitzen,"
Ter Artikel schließt mit dem unzweideutigen Worte; „Delenda est Germania" — Deutschland muß zerstört werden. Das ist nicht die vereinzelte Stimme eines Tobsüchtigen, sondern leider noch die Vorstellung der weitesten englischen Bourgeois- und Staatsniannskrcise, welche die Leiden und Opfer des Krieges sehr wenig empfinden und deshalb leicht wnt- und übermut-geschwollene Redensarten machen können.
Gegen Roheit nnd Geschmacklosigkeit.
Ter Unfug, der mit rohen und geschmacklosen Kriegskarter verübt wirb, nimmt dcrinaßcn an Unfug zu, daß sich immer mej> Militär- und Ortsbehörden veranlaßt sehen, dagegen cinju schreiten, W,r haben erst kürzlich ans eine Reihe derartiger regeln hingewicscn. Jetzt macht auch der Breslauer Stadtko»,, Mandant bekannt:
In den Auslagen zahlreicher Papiergcschäfic und B»L händlcrlädcn befinden sich i» Postkartenform rohe und gcschmaz, lose, auf de» Krieg bezügliche Darstellungen. Insbesondre werden aus dem Gebiete der ausgestellten Schcrzkartcn di, Grenzen des Geschmacks vielfach überschritten, so z, B, dadurch, daß Deutschlands Feinde als gezüchtigte dumme Jnngens, Tip, und dergleichen dargcstellt werde», Solche Darjtcllu»gc» ent. sprechen weder der Würde des um seine Existenz kämpfeniq deutschen Volkes noch dem Ernst der Lage, Sic finde» auch b,j unseren draußen im Felde kämpfenden Landsleuten keineswez, Beifall, Es bedarf deshalb wohl statt der Ergreifung weiter» Schritte nur dieses Hiirweiscs, daniit die Ladeninhaber derarü» Tarstelliingcn aus den Auslagen entfernen und aus dem Vn> lehr znriickzichcn.
Dieses Vorgehen verdient Anerkennung und Nachahmung, j I
Der Reichstag.
Berlin, 22 . Ott. (SB. B. Nichtamtlich.) Wie verlaute^ wird der Reichstag Anfang Tczciubcr zu einer kurzen SM raiung ziisammcntrcten.
Freiwilliges Skilättferkorps.
Der Vorstand des bayerischen Skiverbandes erläßt einen Aus ruf an die Skiläufer, der einleitend auf die wertvollen Dienst, hinwcist, die von den Skiläufern in einem Wintcrseldzugc unseni Heeren geleistet werden können. Dan» heißt es:
Das Kgl, Bayer, Kriegsministerium ist mit der Bildung eint, Freiwilligen Tkiläufcrkorps durch den Bayerische» Skiverbmil einverstanden, Diese Organisation ist siir uns nicht nur ei« vaterländische Pflicht, sondern für die Tkivcrbändc und Vereine ein satzungsgemäß sestgelegte Aufgabe, da z» ihren vornchmliche, Zivecken auch die „Ausbildung von Skiläufern für das Heer" gr hört, ES gibt auch für uns Skiläufer icinc Parteien nichr, Äü sicheren und erfahrenen Skiläufer, Mitglieder nnd Nichtmitgliedc, sollen sich melde». Und auch diejenigen können initarbciten, bi nicht selbst ins Feld ziehen, denn cs gilt die Freiwilligen gut im vollständig auszurüsten,
Auskunft nnd die siir die Meldungen nötigen Papiere sind In den Herren: A. Eanzcnmiillcr, Blumcnstr, 47, Karl I, Luthe, Elisabethstr. 15, und E, Wunderlich, Jmplerstr. 38, sämtlich ti München, zu erhalten. Dorthin sind auch die seit der Mobilmachun cingetrcteuen Aenderunge» der Adrcsicn bayerischer Vereine bald möglichst zu sendcu.
Zum Schluß wird die Notwendigkeit betont, eine», wenn au, beschränkten Skibctricb in der Heimat weiter zu pflegen, abgesche von dem sportlichen und gcslindhcitlichcn Wert auch aus Riicksich ans die von diesem Sport wirtschaftlich abhängigen Existenzen,
0 *m Zentrumsblatt bcrboten.
Das stellvertretende Generalkommando des l, borjeri scheu Armeekorps hat das Erscheinen der Augsburger Post zcitung, des führenden Blattes des bayerischen Zentrum; j wegen schwerer Störung des konfessionellen Friedens ans dre
Tage verboten.
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Br<i,ichbarmach„»g feindlicher Gefchiitre.
Tic noch brauchbare» oder durch Umändcrnng gcbrauchsfähi Z» machenden skindiichcn Geschütze werden nach nnd nach in d Kruppsche Fabrik transportiert. Gegenwärtig sind dort an tzt feindliche Geschütze angekomme», die „iitcrjncht »»d siir d> weitere Verwendung für unsere Artillerie hergcrichtct werde, Auch die zur Aufstellung als Sieges-Trophäen bestimmten >•«■ schädigten Geschütze werden dort instand gesetzt,
Tie Kämpfe im Rordwcften.
Immer noch teilte Entscheidung.
Amsterdam, 22 . Okt. Aus Sluis wird dem Telegne gemeldet: Aus der Linie Apern-Nieuwpoort wird sortwis- rend gekämpft. In Brügge werden viele deutsche Verwm- dete eingcbracht. Tort kam gestern auch ein Zug franK- lischer Gefangener an. Das Gefcchtstcrrain bei NieuwMt bietet viele Schwierigkeiten. Es wird vom Fluß ssiscr un> vielen kleinen Kanälen nnd Gräben sumpfig gemacht. T:c Zugang zur Stadt Nieuwpoort ist wegen der Kanalarme, durch sechs Schleusen mit dem Hafen verbunden M schwierig. Belgische Truppen sind an diesem Kampfe beteiligt. In Ostende haben die Deutschen Kanonen aufgestcll'. Von dort fährt noch die Straßenbahn- nach der niederländischen Grenze. Aber weiter ist aller Verkehr mit der Straßen und Eisenbahn zwischen Seeland und Belgien aufgehoben
Do beir, bi, onseort l
tcokiiU dn Leg! Mim > itatten, d fa. (Sill M«n, nWt|(
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gekehrt sei, der ihn wohlauf getroffen habe. Ter Fischmarkt war über alle Maßen gut gewesen: kaum jemals konnten sich alte Leute solcher Preise erinnern, nn5 mit jeder Stunde mochte Niels zu erwarten sein, denn seine beiden Jachten lagen in Ladung, als der Nachbar den Hafen verließ.
Das klang alles gut »nd tröstlich kür den jungen Gaard- yerrn. Er saß lächelnd und kalkulierend in Hclgestads Stuhl. a!S wäre dessen Geist aus dem farbigen Lcdcrpolster in ihn gefahren. Er übcrrcchncte seinen Gewinn, und im stillen stärkten sich seine Hoffnungen auf sein Glück. Wie er hier den kahlen, armen Fclscngrund betrachtete, dem kann: ein diirstig Stückchen Hascrfcld abzugewinnen war, erkannte er erst, um ivie viel besser der Boden am Balsfjord sei. Dazu war das Meer so fischreich, wie es niemand geahnt hatte. Olaf selbst war darüber erstaunt — nnd endlich der Wald, die mächtigen Bäume, welche ans Mcilcnlängc wuchsen, während hier nur in den Schluckten nnd Gehängen dürftiges Birkenholz aufwuchertc. Marstrand wurde immer froher gestimnil- je mehr er überlegte und Vergleiche anstellte, um so be- stimmtcr wußte er, daß er einen köstlichen Besitz in Händen hatte, und wenn jetzt Hclgestad den reichen Fischgewinn nach Hauie brachte, war Geld in Ueberfluß vorhanden.
Er hatte bisher nur obenhin nach Björnarne und Petersen nach deren Reise gefragt, mit deni Glück zufrieden, daß der fatale Schreiber sich fortgcmacht hatte; jetzt hörte er mehr davon. — Das Felscneiland Loppen gehörte Helgcstad; cs war der Brüteplatz unzähliger Vögelschwärme. In dieser Zeit.^wo cs so wenig im Hause zu tun gab, hatte Björnarnc eine Schlupp bemannt, um die Fedcrvorräte abzuholen, welche auf der letzten diesjährigen Hcrbstreisc nach Bergen mit auf den Markt genommen werden stellten. Petersen hatte ihn begleitet, um einen großen Fang zu veranstalten oder, wie Marstrand heimlich dachte, sich Loppcn in nächster Nähe an- zusehen und dessen Wert kennen zu lernen.
Die Entfernung des widerwärtigen Bräutigams war ihm
»
lieb, daß er seine Gefühle nicht ganz unterdrücken könnt! ■ — „So bin ich denn zur guten Stunde gekommen!" rief e I aus, „da ich das Haus nur von schutzlosen Frauen bewohn I finde, denen ich Beistand leisten kann, wenn es not tut."
„Hoffentlich wird unser Frieden nicht gestört werden, I erwiderte Hanna, „aber wir lassen cs uns gern gefallen, wem > unsere Einsamkeit durch die Gegenwart und Teilnahme eine I so ritterlichen Herrn belebter und angenehmer wird.'"
„Gern trete ich in mein altes Amt ein," fuhr Marstran I lachend fort, „nnd bleibe, bis Herr Helgestad am Packhauj > ankert. Ich helfe, wo es zu helfen gibt, vergesse, daß ich au I Lcrcnäesgaard verbannt bin, und denke mir die Zeit zuriic I loo meine gütige Beschützerin, Jlda, niich in die Lehr« nah> I nnd ihre Huld mir zuwandte."
„Hätte sie denn je damit ausgchört?" fragte Hanna sckaii I hast, „Herr Marstrand hat, wie ich meine, ein so gutes I denken hier hinterlassen, daß am ganzen Lyngcnfjord vo» ihm mit Lust und Liebe gesprochen wird. Die alten 3# I erzählen sich von ihm fast eben so viel wie die jungen Dam««- >
„Und was sagt Jungfrau Jlda?" siel Marstrand ein,
„Sie sagt," antwortete diese, „daß Hanna eine arg s'i Schwätzerin ist, doch darin recht hat, daß fast kein Tag itl , \ ging, wo nicht von dir gesprochen wurde. Wir alle haben W i I vermißt, lieber Johann, und nun du wieder bei uns bw j I wollen wir dich so lange behalten, wie cs angeht."
„Am besten, wir schlagen ihn in Fesseln, daß er imwc! I bleiben muß!" rief Hanna, indem sie Jldas Faden nabw: j ihn fest band und die Enden in die Hände ihrer Freund" U drückte.
„Ilebermütiges Mädchen," sagte Jlda, „wir müssen a" » andere Mittel sinnen, um diesen jungen Herrn bei gu>- 8 Laune zu erhalten. Singe ihni ein Heimatslicd, wäh"" D ich das Haus bestelle."
(Fortsetzung folgt.)
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