Ausgabe 
10.10.1914
 
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Organ für die Jntereffen des werktätige» Volkes der Provinz Oberhesfen und der Nachbargcbiete.

Die Oderdclstlld« volköaettun, erlcheint ,eden Werttag Abend tn «isteheir Der LbonnementSvreiS beträgt wöchentlich lb Psg., monatlich 10 Pta. euilchl. Brnigrrlobn Durch die Polt bezogen vierteljährl.lBOMf

Redaktion and Eivcdition Gießen. BabndoNiraiie 22. »cke Löwen,atze. Televbon 2008.

Inlceaie losten die v mal aeivail. Kolonclzcile oder deren Raum 16 ?i<j. Beiroheren Aufträgen Ra l ate Anzeigen wolle man bi» aden»«?»dr mr die folgende Nummer in der Expedition aufgebeu

Nr. 235

Gießen, Samötag, Den 10. Oktober 1014

9. Jahrgang

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Die Arbeitslosen.

Zu einer Zeit, in der die Welt von dem Ausbruch des Krieges ioch nichts ahnte, ist die Sozialdemokratie für die allgemeine II e i ch s a r b c i t s I o s c n u ii t c r st ü tz u n g cingetreten. Heute nag mancher, der sich damals noch gegen diese Forderung sperrte, ledauern, daß cs dem Reich heute an einer solchen Einrichtung ge- irtcht, die im Frieden aus menschlichen Gründen höchst wünschens- verl war, in kriegerischen Zeitläusten wie den gegenwärtigen aber m Interesse der Widerstandskraft des Volkes von geradezu uncr- eblichcm Nutzen wäre, Gewiß würde die allgemeine NeichSunter- tützung der Arbeitslosen heute Summen erfordern, von denen mau ich zu Fricdciiszeitcu nichts hätte träumen lasten. Aber kein Bc- rag ist zu hoch, daß sich seine Aufwendung im Verhältnis zu dem stutzen, Len er stiftet, nicht lohnen würde.

Es ist sicher richtig, dag ArbcitS gclcgenhcit bester ist als llrbeitslosenuntcrsiützung. Aber eine sehr einfache nationalökono- nische Erwägung lehrt, dah die Arbeitslosenunterstützung heute das >csic Mittel ist. Arbeitsgelegenheit zu beschaffen. Belebung der Industrie läßt sich nur erreichen durch Belebung des Konsums. Tic Volkswirtschaft jedes Landes gleicht nach dem Kriegsausbruch einem Ertrunkenen, der nur durch das Mittel der künstlichen Atmung viedcr ins Leben zurückgebracht werden kann. Je rascher alles milcrnommcn wird, um die inS Stocken geratene volkswirtschaftliche Zirkulation wieder in Gang zu bringen, desto sicherer ist der Er­folg. So dankenswert und verständig auch die Versuche sind, der leutschen Exporlindustrie wieder etwas Lust zu schaffen, so bleibt 's darum doch wahr, dah die deutsche Volkswirtschaft während des krtegcs mehr denn je aus den inneren Markt angewiesen ist, lrbeitS- und Einkommcnlostgkeit schafft also immer mehr Arbcits- ostgkeit, denn wenn ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung hnc Einkommcii ist, dann sinkt auch die Nachfrage nach den wich- igstcn Mitteln des Lcbensbcbarss und die Stockung nimmt zu. Imgekehrt: wenn man die Arbeitslosen mit dem Nötigsten aus- lattct, dann sind sie wenigstens in bescheidenerem Matz wieder in -fand gesetzt, als Verbraucher ans den Markt zu treten, und da- nirch kommt auch so manche Maschine wieder in Eiang. Oder um 'ie Sache aus eine knappe Formel zu bringen: Drei nichtuntcrstllvtc 'lrbcitslvse machen einen Arbeitslosen mehr. Drei unterstützte Ar- >citslosc machen aber einen Arbeitslosen weniger.

In bürgerlichen Blättern tauchen wieder Klagen darüber auf, iah trotz der vorhandenen Arbeitslosigkeit nicht genügend Strafte für Erd- und landwirtschaftliche A r b e i t c n zu haben feien. Wie weit der Vorwurf, der in dieser Silage liegt, begründet ist. könnte nur von Fall zu Fall untersucht werden. In der heuti­gen Zeit darf niemand vor einer Arbeit, die er leisten kann, zurück- schtecken. Wenn sie ihm auch sauer fällt, so wird er daran denken uüRen, dah die im Felde stehenden Volksgenossen zu noch viel chwereren und gefährlicheren Anstrengungen genötigt sind. Man wird aber aus der anderen Seite, soweit das Problem als Ganzes >» Frage kommt, nicht auster Acht lasten dürfen, dast der Krieg ge-

, c ^ stärksten und widerstandfähigsten Elemente aus der Ar- veiterbevölkerung heranzieht und dah sich der Prozentsatz derer, die flf . 01 f |!tl stielende harte Arbeit bei den üblichen Bedingungen Überhaupt leisten können, dementsprechend verringert. Man darf ststet der Not der Arbeiter auch nicht die Not der A n g e - n l u tn ""st der in freien Berufen Tätigen vergessen. Ihnen allen bis an die Grenze des Menschenmöglichen zu helfen, ist nnab- ZoeiSbarc Psstch«

0 . .tea'e lommen für die Unterstützung der Arbeitslosen in erster ~in,e die Gewerkschaften in Betracht, in zweiter Linie die «> e in e i n d e n , die sich unter dem Truck der Not zur Einsührung eer llnterftutzung verstanden haben. Aber weder die einen noch eie andern werden aus die Tauer der ihnen gestellten riesengroßen 21 ufgabe gewachsen sein. Nur das Reich mit seiner Fähigkeit, über eas ganze Reichsgebiet einheitliche organisatorische Einrich- tungcn zu schassen, nur das Reich mit all den gewaltigen Hilsö- mitteln, die ihm zur Gebote stehen, ist imstande, etwas Entscheiden- dE» SU tun. .stich die Linderung der Arbeitslosennot gehört zu den ^"tteln der Kriegssührunq. auch für sie soll und muh der Strc&it >eo Reiches in Einspruch genommen werden. Geschieht dies, dann Derben es die Sozialdemokraten gewih nicht an ihrer Mitwirkung ehlen lasten, wenn cs gilt, das Gleichgewicht des Ncichshaushalt,' | viedcr herzustellen, das durch den Krieg ohnehin die empsind- ichsten «tvrnngen erleiden mnh.

Auf eines dieser Mittel haben wir dieser Tage schon hinae- viesen. Es ist eine den veränderten llmständen angepahte Ab- '"sterung der V e r m ö g e n s z u m a ch s st e u e r. Tie lleber- chune, die zur Kriegszcit von manchen Unternehmungen angehäuft verden, dürften sich insgesamt ans mehrere Milliarden ielanien. Was liegt näher im Sinn eines gerechten sozialen Aus- Ueichs und im Sinne der jetzt allgemein gepredigten nationalen -otidarität als die Benutzung dieses Neberflnstes zur Linderung öl f", t , ben Volksnot? Freilich, die Not ist jetzt schon da. und 'S. ueberschüste werden erst später für das Reich erreichbar sein.

°>ese gefährliche Zeitspanne zu Überdrücken, dazu dient eben Krebst- unbedenklich in Anspruch genommene Mittel des

ängstlichem Bedenken und Zurückschrcckcn vor technisch- olle »sL?iischen Schwierigkeiten ist jetzt nicht die Zeit. Fetzt, wo 6ntih»ii2? te u . m die Welt ringen, gilt nur die Großzügigkeit des Teniig>Ü^M st'0 entschlosten aufs Ganze geht. Wenn jetzt das es dalliv «rä* draußen ein Barbarenstaat genannt wird, so gibt lm Gr; r . e glänzendere Revanche, als wenn dieses Reich mitken iwina« ^ sturch sein Vorbild die feindlichen Staaten zur Nachfolge wünschen, daß das Land, das wir verteidigen, seine , eilsf r deweist durch eine vorbildliche Lösung der A r-

e'tsloieiifürsorge I

Vom serbischen Kriegsschauplatz.

^ Wien, 8. Okt. (SV. 15. Nichtamtlich.) Das Neue Wiener zvurnal meldet aus Sofia: Der bulgarische Militärattachec >ndte aus Nisch an seine Regierung einen ausführlichen

Bericht über den Zustand des serbische» Heeres, in dem er bemerkte, daß die durch die neue Offensive der österreichisch- ungarischen Armee bewirkten Kampfe in der Umgebung von Krupanj noch andauern. Die österreichisch-ungarische Armee sei bemüht, die ihr gegenuberstehendcn serbischen Kräfte, die die Hauptmasse des serbischen Heeres bildeten, zu vernichten. Die Serben kämpften sehr tapfer; besonders die Offizier: zeichneten sich durch Tapferkeit aus. Die Berluste der Serben seien sehr groß. Die Offensive der österreichisch-ilngarischcn Armee sei geeignet, gegen die Serben einen entscheidenden Schlag zu führen.

Budapest, 8. Okt. (SS'. 15. Nichtamtlich.) Die Budapestcr Korrespondenz meldet, daß die serbische Regierung von Nisch nach Uesküb übergesiedclt ist.

Diese Meldung stellt ihre Richtigkeit vorausgesetzt ein erfreuliches Zeugnis für die Fortschritte der Ocsterrcicher auf dem Balkan-Kriegsschauplatz dar.

Die Dardanellenspcrre.

Wien, 8. Okt. (SS'. 15. Nichtamtlich.) Tic Nachricht, daß die Dreiverbandsmächte an die Türkei wegen der Dardanellensperre ein Ultimatum gestellt hätten, ist, wie die Reichspost meldet, unrichtig. Es entspricht vielmehr den Tatsachen, daß die Engländer die Türkei zuerst mit Versprechungen, dann aber mit Drohungen bestimmen wollten, eine dem Dreiverband genehmere Haltung einzu­nehmen. Wie der Pforte nahestehende Kreise versichern, haben die englischen Mittel keinerlei Erfolg gehabt. Es gibt keinen Druck, dem die Türkei weichen könnte. Man weiß hier vielmehr ganz genau, daß England jedem offenen Zwist mit der Türkei ans dem Wege gehen möchte, da cs heute zu schwach i st, um den Kampf gegen das Kalifat aufzunehmen. Der heiße englische Wunsch nach der Demobilisierung wird von der Türkei nicht erfüllt.

Russische Spionage.

Krakau, 8. Okt. (SV. 15. Nichtamtlich.) Im Frühjahr wurde hier, wie die hiesigen Blätter berichten, ein Kon- sortium gebildet, an dessen Spitze Graf Monjeau stand, um ein an der galizisch-ungarischen Grenze gelegenes Naphtha- tcrrain anzukaufcn, dessen Preis mit 20 Millionen festgesetzt wurde. Zwei Millionen wurden als Anzahlung erlegt, eine Million für Provision und Spesen verausgabt. Der Rest der Kaufsumme sollte im Juli gezahlt werden. Französische Ingenieure nahmen das gesamte Gebiet kartographisch auf. 'Nunmehr stellte sich heraus, daß es sich bei dem ganzen Unter­nehmen nur um Spionage handelte, welche den Russen den jüngsten Einbruch über die Karpathen ermöglichte.

Die gtoste» Mörser.

London, 8. Cf t. (SV. B. Nichtamtlich.) Tailtz Ehroniele meldet ans Petersburg, dah an den .Kämpfen an dem Niemen auf lujsischer Seite Mörser eines neuen Modells von den Putilowwerken teil- genommen hätten, die ein sehr großes .Kaliber besähen und gleich­zeitig felir beweglich wären. Artilleriesachverständige erklärten, dah das neue Geschütz dem, was ans deutscher Seite bisher an der Lst- grenze au Geschützen gezeigt worden sei, vollkommen gleichwerttg sei. Andererseits sollen die Engländer Angebote von amerikanischen Mörsern erhalten haben. Wie Tailn Telegraph ans Newpork meldet, werden in dieser Woche drei hervorragende amerikanische Ingenieure in London cintressen, um dem Kriegsmiimterimn das Modell eines Mörsers anzubieten, der an Leisttiugssähigkeit den deutschen grohen Haubitzen gleichkommen soll.

Ltimmnntrsumschwttffsi in Italien!

Rom, 8. Okt. Tie gestrige Kundgebung italienischer Gelehrter und Künstler wirkt auf alle deutschfreundlichen, d. h. wirklich gebildeten Kreise geradezu zündend. Immer neue Männer der Wissenschaft und Kunst melden sich, um ihre Sympathie für Deutschland auszudrücken. Auch bei dem Offizicrkorps und dem hohen Klerus herrscht eine entschieden deutschfreundliche Stimniung. Der Berichterstatter des Ber­liner Tageblattes weiß positiv von einem General, der im Tripoliskriege populär wurde, sowie auch von anderen, daß sie sich geradezu begeistert über Deutschland ausgesprochen haben. Demgegenüber wirkt es fast tragikomisch, daß Puccini, der Deuftchland immerhin einiges verdankt, das seltsame Beispiel seines Kollegen Leoncavallo nachahmt. Er hat zwar nicht wie Leoncavallo gegen deutsche Barbarei protestiert, er hat sich jedoch geweigert, die Sympathieadresse zu unterzeichnen. Dasselbe gilt leider von einem hoch- angesehenen Kunstforscher, von Corrida Recci, der im ge­lehrten Deutschland bisher zahlreiche Sympathien genossen hat.

In den letzten Tagen brachten die römischen Blätter Auszüge aus den Predigten hoher französischer Geistlichen, in denen diese zum Deutschenhaß anreiztcn und auffordcrtcn.

Daher mahnt ein offizieller Leitartikel des Osservawre Romano die Geistlichen eindringlich, sowohl im privaten Umgang wie besonders in der Kirche alles zu vermeiden, was mit Recht andere kriegführende 'Nationen kränken muß, da­mit nicht die katholische Kirche im allgemeinen für dos anti- christliche Verhalten solcher Geistlichen verantwortlich gemacht werden kann.

LttifforSei-ting z»m Wortbruch.

Wie der Berichterstatter der Kölnischen BoltiSztp. milteilt, wurden in den Tasckien eines belgischen höheren Offiziers zwei Armeebefehle l>es»nden, in denen die Aussordevung an die Lsji,ziere gerichtet wird, ein in der Gejaiigensckmjt abgegebenes Ehrenwort nicht zn beachten. Es heißt in dem Befehl:Eine Vev- xslichtniig während des Krieges nickst gegen Teutschland oder gegen Oesterreich zu kümpsen, besitzt gar keinen Wert und ist absvlitt nichtig. Im Gegenteil hat sich der ans der Gcjangenschast Zurilck- gekchrte sofort wieder ans seinen Posten bczw. zn seinem Regiment z» begeben." Zur Begriindnng dieses Befehls wurde gleichzeitig folgender Runderlah hinausgcgeben:WahrhettSgett-euen Berichten »ach werden die belgischen Kriegsgefangenen in Teutschland in die bcutiriK Armee eiligereitit und gegen Rußland ins Feld gcjührt. Ten Mannsckmsten soll dringend ans Herz gelegt werden, dah e? vorzuziehen sei, als braver Svidai für sein eigenes Ltaterland zn kämpfen, verwundet oder selbst getötet zu werden, als sich gesangcn- nehmen zu lasten, um für die Unterdrücker und Verwüster imscwos Vaterlandes zu kämpfen und guf diese Weis« getötet zu warben,"

Deutsche .Kpiegsgesanftene in Frankreich.

Nach einer Blättermelimng sind am Freitag in Marseille 500 deutsche Kriegsgefangene angelangi, darunter 100 Zivilisten ans dem Reichsland, die sich sogenannter Untreue während des kurzen Auf­enthalts der Franzosen in den Reichslanden schuldig gemacht haben.

Deutsche Spione in Sllgier.

Aus Tavger erfährt die Times, daß 8 deutsche Kaufleute vor ein Kriegsgericht gestellt werden sollen. Sie seien spiouageverdächtig und hätten die Eingeborenen zum Auf­ruhr aufzuhetzen versucht. Die Verhandlung soll beweisen, daß ein deutsches Komplott existiert habe, zu dem Zweck, die Eingeborenen aufzuwicgcln und die Franzosen zu ermorden, worauf Deutschland nachher Beschlag auf Algier legen wollte.

Die tzliolera.

Wien, 8. Okt. (SS'. B. Nichtamtlich.) Bon dem Sanitäds- dcpartement des MntisterinmS des Innern wird mitgeteitt: Am 7. Oktober sind je ein Fall asiatischer Eholera in Wien und Graz, zwei Fälle in Mähren, Groh-l>!ienttsck>itz, Bezirk Auspitz, je ein Fall in Iägerndorf und Teschen, sowie in Schlesien und Galizien, zwei Fälle in Piatkoma, Bezirk Nenfandee, bakteriologisch ermittelt wor­den. In Wien, Graz, Iägerndorf sowie Grosz-Nieintjchitz liandelt es sich >,m Personen, die vom nördlichen Kriegsschauplatz em° getroffen sind. Ferner sind nach einem am 0. Oktober an ge langten Lterickst in Gorlice ststaiizien) 20 Fälle bei Mititärpersonen durch bakteriologisckie Untersaichnng sestgestellt worden.

Mindestqebot bei Zwangsversteigerungen.

Berlin, 8. Okt. (SV. 15. Nichtamtlich.) Der Bundesrat hat, wie schon kurz genieldet, eine Verordnung erlassen, die für die Versteigerung körperlicher Sachen, soweit sie im Wege der Zwangsvollstreckung nach der Zivilprozeßordming statt- findet, allgemein ein M i n d c st g e b o t einführt. Der Zu­schlag darf nur auf c>n Gebot erfolgen, das wenigstens die Halste des gewöhnlichen Verkaufswcrtes des Pfandes er­reicht. Bei gepfändeten Wertpapieren darf der Verkaufs- Wert, wenn das Papier in der letzten Woche vom 31. Jul: 1914 einen Börsen- oder Marktpreis hatte, nicht unter deni letzten in dieser Woche anitlich notierten Börsen- oder Markt­preis festgestellt.werden. Bei Wertpapieren, die Darlehns- kasscn beleihen, darf das Mindestgebot nicht hinter dem Be­trage zurückbleiben, zu dein die betreffenden Papiere von den Tarlchnskassen bestehen werden.

der Reisekosten, freie Wohnung und 25 Mark pro Tag. Da­für müssen sie zahlungsunfähige Patienten umsonst be­handeln.

Der Entscheidttngskampf in Frankreich.

Tie National Tidendc meldet aus London:

Alle vorliegenden Nachrickstcn stimmen darin überein, daß diese Woche die Entscheidung satten muh. Die Kämpfe auf dem linken Flüge! werden mit einer selbst unter diesen blutigen Zniammenstößen bisher unbekannten Hestigkeil sortgescht. Die Deutschen juchen mit einer Hartnäckigkeit, von der man sich keine Vorstellung machen kann, sich der Eisenbahnlinie zu bemächtigen. Der Kamps nördlich der Somme hat einen derart furchtbaren Charakter, dah er unmöglich lange anhalten kann.

Der Tag meldet aus Genf:

Tie neueste französische Generalstabsnote kann keinen Vor- marsch eines sranzösiicheii TelachementS in der Gegend von Arras verzeichnen. Diese Wirkung hatte das rcjoluic Vorgehen der deut­schen Reiterei, die nach sranzösischen Berichten nördlich von Lille für den heutigen Tag die Fortsetzung des grohen Umfang ver­sprechenden Kampfes erwartet. In der weitere» Umgebung von Nonon machen die Franzosen große Anftrengiingeii, eine» deutsche» Durchbruch zu verhindern. Alles in allem gewinnt man den Ein­druck, dah aus dem westlichen Flügel endlich die Entscheidung