Koschmin, l. ocno. MuSk. Jrrkbrirf) Koch, Guutersblum, Sr. WormS, I verw. ?1tuSk. Johann Meng, Worms, l. ucrro. MuSk. Theodor Wessel, Oelinghauserheide, Kr. ArnSbevg, l. vrrw. Res. Heinrich Schürinann. Schwelm, l. verw. Res. Heinrich Fink, Oppenrod, Kr. Giessen, l. verw. Res. Karl Dietz. Lich, Kr. Gießen, vcrm. Res. Ludw. Lißmann. Lich, Kr. Gießen, verm. Res. Ernst Fep. Mirg-Gemiinb:», Kr. Alsfeld, verm.
12. Kompagnie. Unterofsiz. Albert Möniiig. Ilbeshausen, Kr. Lauter doch. l. verw. Mist. Gregor Höhn, Abenheim, Kr. Worms, l. verw. MuSk. Richard Esswein. Weiblingen, l. venv. Res. Wilhelm Oppermann, Bcvgebesbach, Dillkreis, I. verw. Muss. Herm. Weiler, Bopfingen, Kr. Nevesheim, l. verw.
Hesieu nnd Nachbargebiete.
Gietzen und Umgebung.
Ae htssischcil Horfetorpnii'flfiocni im -öctre.
Der Ausbruch des Krieges hat, wie nicht anders zu erwarten, die Reihen unserer hessischen Parteimitglieder stark gelichtet. Mehrere Tausende mutzten den Ruf zur Fahne Folge leisten und nicht gering ist die Zahl derjenigen unserer Genossen, die im Osten und Westen in der Front stehen. Nach einer vom Landesvorstand aufgcnommcnen Statistik waren Mitte September 44 Prozent unserer politisch organisierten Mitglieder zum Heeresdienst berufen. In den einzelnen Kreisen ist der Prozentsatz der Einberufenen sehr verschieden. Während der Wahlkreis Bingen -Alzey 22 Prozent seiner Mitglieder als zum Heeresdienst eingezogen ermittelt, steigt der Prozentsatz dann in O s s e n b a ch - D i e b u r g auf 25 Proz. Gietzen-Nidda muhte 30 Proz., Mainz- Oppenheim 35 Proz., Worms-Hcppenheini 36 Proz., Friedberg-Büdingen, Alsfeld- Lautcrbach und D a r m st a d t - G r o tz - G c r a u je 50 Proz. und E r b a ch - B c n s h c i in 70 Proz. seiner Mit- glieder an das Heer abgeben. Unter den Einberufenen befinden sich 199 Parteifunktionäre. Die entstandenen Lücken in den Vorständen sind in fast allen Orten ansgefüllt worden. Andere Genossen traten an die Stelle der Einberufenen, um die Parteiarbeit zu erledigen. Möge der Gedanke der Solidarität auch im weiteren Verlauf des Krieges das leitende Motiv sei», damit die nach Fricdcnsschluß in unsere Reihen zurückkehrcnden Genossen erkennen, daß die Partei- bewegung im Takt geblieben und nicht vernachlässigt oder erschlafft ist.
Polksfürsorge-Krieqsvcrsicherilngskasst ans Gegenseitiffkeil.
Mit Genehmigung des Kaiserlichen Anssichtsanits für Privatversicherung errichtet die VolkSfürforge Gewerkschaftlich-Genossen- schastliche Versictlerungsattiengesellichatt in Hamburg über die Dauer des Krieges 1SI14 ein« Bolküfürsvrge-Kriegsversichcrnngskasse n. G.
Ter Zweck der Kaffe ist, den Hinterbliebenen der im Felde Gefallenen und der durch Verwundung oder Krankheit infolge des Krieges Eiestorbenen nach Beendigung des Krieges zur Ileberwindnng der erste.» Not ein« größere Summe Geldes zur Versiegung zu stellen. Das Risiko des Todes ist bei dem jetzigen Kriege für alle Beteiligte» ei» sehr grotzcs. ES ist deshalb iiir die Angehörigen aller Kriegsteilnehmer ivichtig und empfehlenswert, sich ditrch Beteiligung an der Kriegsversichcrnngskasse für den eintretenden Fall den Anspruch ans eine beträchtlich« Snmnie zu erwerbett.
Di« Bolkssürsorge stellt diese VersicherntigSmöglichkeit im Einverständnis mit der Generalkominisston der Gewcrksei-asten Deutschlands und mit den, Vorstände des Zentraloerbandes Deutscher Konsumvereine allen Angehörigen und Freunden unserer ausmarschierten Käinpser im gangen Deutschen Reich in uneigennützigster Weise zur Verfügung.
Um die Beteiligung allen Kreisen zu ermöglichen, werden Anteilscheine zu tz Mark ausgegebcn. Für einen zu Versichernden können nicht mehr als 20 Anteilscheine emvorben werden.
Familienangehörige, Verwandte, Freund«. Arbeitgeber. Kollege», Genossen, gewerkschaftliche, genossenschaftliche. politische oder gesellige Verein« können ans den Namen eines Kriegers zugunsten bestimmter Empfangsberechtigter Anteilscheine erwerben.
Tie ganze, aus Anteilscheine eingegangene Summ« wird nach Beendigung des Krieges ohit« Abzug von Verwaltungskosten nach deni Verhältnis der Zahl der verstorbenen Kriegsteilnehmer und der für sie entnon,menen Anteilschine restlos aufgeteilt und an die Empfangsberechtigten zur Auszahlung gebracht.
Der Bezug und die Bezahlung der Anteilschine kann bei dein Hanptburmu der Bolkssürsorge in Hamburg tz, steim Strvhlmuse 38, und bei deren sämtlichu RcchnnngSstellen in den größeren Orlen des ganzen Deutschen Reiches crsolgerr.
Die Veriniltlung zur Erwerbung von Anteilschine,r übernehmen alle Orts- und Bczirksverwaltungen der der Generalkom- mission augcschloffenen Gewerischasten sowie alle dem Zentralver- bandc Deulschr Konsumverein« angehörenden Kottsnmveverne und deren Tekrelarnale.
Fe größer die Zahl der Beleiligien. um so segensreicher das Resullat!
Die Volksiuriorge-Kriegsversichernngskass« a. G. ist ausgcbaut aus dem sozialen Grundsatz: Alle slir einen und einer sür alle.
Ter gliirkllch mil dem Leben davoukommeudc Krieger hlljt der Familie des mindergllliklich» Kaureraden! Wer praltrsch Kriegs- Hilfe sür die Familien gefallener Krieger leisten will, der kaufe für sic Auteilschiuc der Volkssiirsovne-Kriegsversichruugskaffe a. G. jn Hamburg.
Der Vorstand der Volkssürsorge.
GewrrkschastlichGcnoffenschsilich Vrrsichrringsakiiengeselljchst.
— Ausruf au die Vereine des deutschen Arbeiler-Tängerbundes!
Der Vorstand des deutsch,! Anbeiter-SängerbundeS richtet an die Arbeitcrgesangveveine solgeudeu Aufruf: Wie allgemein, so lml der Krieg auch in unseren Reihen Bestürzung und Mutlosigkeit hcrvor- gerusen; ein großer Teil unserer Vereine stellte seine Nebungs- stunde,, ganz ein oder ließ cs bei einem gelegentlichen Zusammen- kommcn bewenden. Erst allmählich sänge» die Verein« an, ihre Uebiingssttinden wieder abzuhalten. Dieses Aiiisichselbstbcstiinen ist ein erfreuliches Zeichen, zeugt es doch von der Erkenntnis, daß auch in dieser schveren Zeit die Pflege dcS Geistes und des Gemllis, die im Gesänge ihren schönsten Ausdruck fiiiöct, nicht verkünnnern darf. Wir empfehlen dalzcr. die Uebnugsstunden wieder regelmäßig statt- fiitdcn zu lassen. Wir verkennen die Schwierigkeiten dieser Ausgabe tu einzelnen Fällen gewiß nicht, aber wo ein Wille vorhanden ist. ist auch «in Weg. Wir sind es nnseveii ins Feld gezogenen Sangeö- hrtidern schuldig, daß sic ihren Vevein, den sie haben mit ansbanen und fördern Helsen, nach gliicklicher Heimkehr noch beisammen sindcn: es ist dies ein« Psiicht, die gewiß leicht zu nennen ist im Hinblick auf die Aufgaben, die von uuseven im Felde stehenden Sangesbrüder» zu bewälttgen sind. Ein jeder betätige das in der deutschen Arbeiterklasse so oft zum Ansdrink gekommen« Solidaritätsgesühl aufs äußerst«! beweisen wir durch die Tat, daß wir auch in schivevcr Zeit gewillt sind, unsere Ideale hoch zu halten.
— Können Mitglieder einer Oristrankenkaffe zahnärztlich« Be
handlung beanspruchen? Die für Ortskrankeiidasseimiitglieder wichtige Frage, ob der Versicherte bei einer Zahnkraitthett Einspruch ans Behandlung durch einen Zahnarzt hat, oder sich von einem Zahn- techntker oder Dentisten behandeln lasse,, muß, hotte das Leipziger Lberversichcrungsamt am Dienstag zu cnischetöen. Ter Verhandlung lag folgender Sachverhalt zugrunde: In Mitt
weida wohnt mir ein einziger Zahnarzt, der seiner Benissorgant- satton nicht angehört und mit dem auch ein Vertrag mit der Allgemeinen Ortskrankenkass« nicht zustande kam. Wird ein Mitglied der Krankenkasse zahnkvank, so muß cs .zunächst zu einem Kassenarzt, der cs nach der Untersuchung entweder an einem Dentisten in Mittweida cder an einen Zahnarzt nach Chemnitz überweist. Tos letzter« geschieht gewöhnlich mir bei schlimmeren Erkrankungen tKiescrerkraukungcns. Nattirlich ist die Fahrt nach khsinnitz umständlich und zettraubend, was besonders deshalb ins Gewicht fällt, weil Zahnkranke meist erwerbsfähig bleiben und durch die Reise viel Arbeitszeit versäumen. Zwei Mitglieder, ein Kaufmann und ein Handlun'gSgehilsc, haben sich nun nicht von dem Dentisten, au den sie der Kassenarzt gewiesen hatte, behandeln lassen, sondern sind zum Zahnarzt Slrunips in Mittweiba, mit dem die Kvankenkasse keine Vereinbarungen getrossen hat«, gegangen. Sie legten dann die Rechnung der Ortskrankcnkasse vor, di« aber die Zahliniq verweigerte. Ti« beiden Mitglieder klagten deshalb auf Zahlung ihrer Rechnungen und das Oberverficherungsamt verurteilte die Ortskrankenkassc zur Zahlung der Beträge. In der Begründung wurde ausgesühri. dass in den Statuten der Kasse freie ärztliche Behandlung dem Mitglied« zu- gestchcrt werde. Nur mit Zustimmung des Versicherten könne ein Zahntechniker in Anspruch gen-ommen werden. Deshalb seien die beiden Versicherten berochttgt gewesen, sich von dem einzigen in Mittwcida wohnenden Zahnarzt brhandcln zu lassen.
X Wie im Kriege gelogen wird. Aus Köln wirb berichtet: Hier war das Gerücht verbreitet, dass in Aachen ein ganzer Saal voll Verwundeter liege, denen in Belgien die dingen ausgestochen worden seien. Die Kölnische Vol.kszettu.ng ivaubte sich barouslsin an den Stistspropst Dr. Kansmann in Aachen mit der Bitte, sestzustcllcn, ivas an diesem Gerücht wahr sei. Die Antwort lautete: „Ich teile Ihnen das Zeugnis des Ehcfarztes eines hiesige,, Lazaretts, eines berühmten AugenarzleS, mit, den ich gerade, weil er Augenarzt ist, auch befragte. Er schreibt mir: Es gibt in keinem der Aachener Lazarett« einen Saal, der mit Verwundeten gefüllt ist, denen die Augen ausgestochen worden sind. Meines Wissens ist überhaupt kein derartiger Fall hier i» Aachen beobachtet worden." — Vor kurzem wurde eine ähnliche Schauergeschichte von der Frankfurter Zeitung gebracht, die offenbar ebenfalls unwahr war.
Nur feldgraue Wolle sür Liebesgaben! Man sieht mit Erstaunen, dass sich plötzlich braune Strickarbeiten einschmuggeln. Hellbraun, dunkelbraun, sogar hellgrau! Und wosür wird die anderssorbene Wolle benutzt? Nicht etwa sür Strümps« und Kni«wärmer, di« ja nicht an das Tageslicht treten, nein, ausgesprochen für Kopfwärmer, Ohrenklappen und Pulswärmer! 3 Ziclpunttel Wer möchte die Verantwortung dafür übernehmen? Also Achtung, liebe Frauen, holtet euch an das, was für unsere Soldaten vor- geschrieben ist. an das Feldgraue! Verstrickt die braune, lninte Wolle nur für arm« Kinder oder den eigenen Gebrauch! Darum nur feldgraue Wolle verstrickt!
— Heringe Vor kurzem brachten wir eine Notiz, ln der gesagt war, dass die Heringe in diesem Jahre teuer werden würden. Demgegenüber ist einem Bericht der Königlichen Niederländischen Fsschereiinspektio» zu entnehmen, dass in, ersten Halbjahr 1014 die Anfuhr von Heringen aus See nach de» Niederlande» tz 413 920 Kilo gegen 3 546 000 Kilo im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug. Die An- und Einfuhr von Salzheringe» belief sich in, ersten Halbjahr 1014 auf 11 190 749 Kilo (10 161 484j und die Ausfuhr von Salzheringen aus 22 410 957 sitz 215176s Ktto. Von dieser Ausfuhr gingen über zwei Drittel nach Deutschland. Deutschland könnte also mit diesem Voiksnahriingsmittel reichlicher nnd billiger denn früher versehen werden.
«r,i» M,kkar.
'X Bahnverkehr Wetzlar-Lollar. Auf der Strecke Wetzlar-Lollar gilt bis auf weiteres fohlender Fahrplan:
0.10
9.10
4.10
7.10 ab Wetzlar cm
5.56
7.56
2.56
0.56
6.15
9.15
4.15
7.15
Garbenheim ab
5.51
7.51
2.51
0.51
6.24
9.24
4.24
7.24
Dorlar „
5.42
7.42
2.42
6.42
6.27
9.27
4.27
7.27
Atzbach „
5.39
7.39
2.39
6.39
6.35
9.35
4.35
7.35
Kinzenbach „
5.34
7.34
2.34
6.34
6.40
9.40
4.40
7.40
dlbendstcrn „
5.23
7.23
2.23
6.23
p.43
9.43
4.43
7.43
Krosdorf-GIeib. „
5.20
7.20
2.20
0.20
0.49
9.49
4.49
7.49
Lannsbach „
5.14
7.14
2.14
6.14
6.54
9.54
4.54
7.54
Wißmar
5.09
7.09
2.09
6.00
7.01
10.01
5.01
8.01
a\\
Lollar ab
5.02
7.02
2.02
6.02
Telegramme.
Vorwärts vor Antwerpen!
Wieder zwei Forts gefallen!
Großes Hauptquartier, 5. Oktober, abends. (Amtlich.) Vor Antwerpen sind die Forts Ressel nnd Brocchcm zum Schweige» gebracht. Tic Stadt Licrre tind das Eiscnbahn- wrt an der Bah» Mecheln Antwerpen sind genommen.
Nicht nur aus den knappen Mitteilungen des deutschen Gcncralstabs über die planmäßigen Fortschritte der Belagerung von Antwerpen, sondern ebenso, vielleicht noch mehr, aus den Berichten der ausländischen Korrespondenten in holländischen, dänischen, schwedischen und englischen Blättern gewinnt man den Eindruck, daß die große belgische Festung in absehbarer Zeit in unsere Hände fallen wird. Und dann würde den Belgiern, namentlich auch den Bewohnern von Brüssel, wohl der letzte Zweifel daran schwinden, daß weder England, noch Frankreich die ihnen vor Beginn des Krieges zugcsagte Hilfe leisten können. Damit werden auch manche Illusionen schwinden, die bisher noch gehegt werden nnd die Stimmung der Bevölkerung stark beeinflussen. Die Ueber- legcnheil unserer Belagerungsgeschütze und ihre geniale Anwendung durch unsere Armeeleitung erweist sich auch bei dieser Belagerung von Antwerpen, wie schon vorher bei der Einnahme anderer fester Plätze.
Belgische „Liege".
(Etr. Frkst.) Antwerpener Berichte aus belgischer Ouelle enthalten natürlich wieder einen Sieg der Belgier über die Deutschen, die durch die in den Fortsgürtel geschlagene Bresche dnrchzudringen suchten, Ta aber gleichzeitig berichtet wird, daß die Brücken über die Nethe ge- iprengt worden sind, so geht daraus hervor, daß die Belgier sich über die Nethe zurückgezogen haben.
Aus Antwerpen.
an° Antwerpen- ^richtet aus holländischen Blättern solgende
Nach dem Telegraf weht aus dem königlichen Schlosse wie au der Kathedrale die rot-weiss gclreuztc Flagge, zum Zeichen, dass c
sich um Kunstwerke hank-elt, die nicht zu militärischen Zwecken gebraucht werden, Auch setzt noch verschweigen die belgischen ossi- zicllcn Berichte den Fall der Forts und geben nur den Rückzug über die Nethe zu.
Der Rotterdamcr Maasbode lässt sich aus Ossenbrccht berichten: Soeben habe ich hier einen hohen belgischen Beamten gesprochen, der aus besonderen Gründen Antwerpen verlassen hat. Er sagt: Fünf Forts sind bereits gefallen. Das erste war Sk. Catherine. Schon Mittwoch hatten die Deutschen fünf von sechs Kuppeln entzweigeschosse». Ein Parlamentär kam »ach Antwerpen, um die Nebcrgabc der Forts zu verlangen. Man kam überein, das Fort zu räumen. Das Fort Waelhcm hielt sich bis Samstag früh. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wandte die Besatzung von Waelhcm eine K r i e g s l t st an. Sic lieft drei Kisten Pulver in die Luft stiegen und entzündete mehrere Faß Petroleum. Die Deutschen glaubten das Fort verloren und nahten heran. Mitrallensenseucr der Belgier brachte den Deutschen schwere Verluste bei. Aber auch diese List hals nicht. Jamstag nacht 12!4 Uhr wurde das Fort durch die Deutschen genommen. Bald daraus gelangten auch die andere» Forts in die Hände der Deutschen. Seit Samstag früh schwieg das deutsche Geschtitzfeuer, worin die Belgier ein gutes Zeichen sahen; jedoch sind die Deutschen im Begriff, schwere Geschütze auf den eroberten FortS auf. zustellen.
Mo ist der Könia?
Die Stimmung in Antwerpen ist sehr niedergeschlagen. Gestern soll der König um 11 Uhr im Aulomobil nach Ostende gefahren sein, um von da nach England zu reisen, angeblich um mit der eng- lichen Regierung zu konferieren. Doch dies unter Vorbehalt.
Vom französischen nnd polnischen Kriegsschauplatz.
Großes Hauptquartier, 5. Oktober, abends. (Amtlich.)
Auf den« rechten Flügel in Frankreich wurden die Kämpfe erfolgreich fortgesetzt.
In Polen gewonnen die gegen die Weichsel vorgchendcu deutschen Kräfte Fühlung mit den russischen Truppen.
Der französische Bericht.
Paris, 5. Okt. (XV. 13. Nichtamtlich.) Amtlich wird bckanntgcgeben: „Seit Sonntag nachmittag ist im Gebiet von Arras der Kampf in vollem Gange, ohne daß bisher eine Entscheidung erreicht wurde. Zwischen dem Oberlauf von Ancre und Somme, zwischen Somme und Oise war der Kampf weniger heftig. Im Gebiet von Soissons rückten wir vor und nahmen dort feindliche Schützengräben ein. Fast auf der ganzen Front dauert die bereits erwähnte Kampfesstille an. Im Woevre machten wir einige Fort- schritte zwischen Aprcmont und der Maas und längs Rupt de Mad".
Panik in Warschau?
Tie Zeitung Czas erfährt von einer aus Warschau ür Krakau eingctrossenen Persönlichkeit, daß -das Vordringen der Armee dcs Generals von Hindenburg bis nach Suwalki und Loilza eine Panik in Warschau hcrvorgcrufen habe. Die Filiale der russischen Staatsbank sei nach Moskau verlegt. Der Fabrikbctricb in Warschau und Lodz ist eingestellt morden.
Vom oberungarischen Kriegsschauplatz.
Budapest, 6. Okt. (\V. B. Nichtamtlich.) Der Obergespan des Marmaroser Komitats sandte an die Szatmarer Behörden ein Telegramm, worin er mitteilt, daß die russischen Truppen sich ini R ü ck z u g e befinden und daß keine Gefahr mehr vorhanden sei. Die österreichischen Truppen Hütten sich, nachdem sie Mam-Sziget geräumt hätten, in eine aus- gezeichnete Position bei Hoßzu-Mezoe zurückgezogen und dort die von mehreren Seiten eintrcffenden Hilfskräfte abgewartet. Sie seien dann zur Offensive übergegangcn. Die Schlacht habe für die österreichisch-ungarischen Truppen günstig bc- gönnen.
Es ist erwiesen, daß die russischen Truppen nur auf Schleichwegen, die ihnen von Verrätern gezeigt wurden, über die Karpathen in ungarisches Gebiet cinbrechen konnten.
Letzte Meldung.
(Etr. Bin.) Nach hartnäckigem Ringen ist es unseren Truppen gelungen, die in das Bcrcgcr Komitat einge- drnngenen Russen, die 12 000 Mann zählten und mit Gebirgs- kanonen »nd Maschinengewehren ausgerüstet waren, in mehreren Gefechten zu schlagen und aus denr Komitat zu vertreiben. Unsere Truppen, etwa 4500 Mann mit wenigen (beschützen, hatten sich bei Felsoe-Vereczke konzentriert und nach mehrstündigem Kainpse gelang es ihnen, die Russen ab- zndrängen. Zur endgültigen Entscheidung kam cs bei S z o l y v a. Die Russen mußten sich fluchtartig zurückziehen, wurden jedoch zwischen Aknos nnd Polena umzingelt. Zahlrcithe Russen sielen, viele wurden gefangen genommen; außcrdcnr wurden Maschinengewehre erbeutet. Damit war das Bereger Komitat vom Feinde gesäubert. __
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Giessen.
Verlag von Krumm & Sit., Giessen.
Druck: Verlag Lssenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Ofsenbach a. Vt.
Moch, „Marktpreis, in «ietzen
am 3. Oktober 1914 Butter per Pfd. 1.10-1.20 Mk.
Milch Liter 22 Psq.
Hühnereier Stuck 0—10 Psq Gänieeier Stück — Piq.
Käse Stück 6—8 Pig
Käsemotle 2 Stück 5—6 Psg.
Ttwbeil per Paar 0.80-1,20 Mk Hühner per Stück 1.20—1.80 Mk.
Hähne per Stück 1.50— 2.d0 MI.
Gänse per Pfund 0.70—0.75 Psg,
Enten ver Stück 0.00 —0.00 M!
Ochseusieisch per Psd. 0.80—0.92 Mk.
Kaldsseiich per Pfb. 70—75 Psg,
Kuh-». Rindfl. per Pfd. 80—84 Piq,
Schweinefleisch per Pid. 70—00 Psq. Hammellleisch ver Pfd. 70—06 Psg. Kartoffeln p. Ztr. 2.50 — 2.80 Mk. Kartoffeln p. Psd. 4—5 Pfq. Zwiebeln per Pfund 5 —6 Psg. Blumenkohl per Slck. t5—30 Psg. Gelbe Rübchen Päck 5—6 Psg. Kohlrabi Slck. 5—6 Psg.
„ im Hundert 2—3 Mk. Weißkraut p, Haupt 8—15 Pig, Aepset per Psund 10—15 Pfg. Birnen Pfund 10-15 Psg.
Zwetschen Pfd, 9—10 Psg.
Städtischer Wohnunasnachweis Gietzen.
8» sind zu vermieten:
l Wohnung von 5 Zimmer und 1 Mansardenzinnner, 1 Wohnung von 5 Zimmer, 3 Wohnungen von 4 Zimmer, 1 Wohnung von 4—5 Zimmer, 2 Wohnungen von 3 Zimmer, 1 Wohnung von 1 Zimme". 1 Wohnung von 1—2 Zimmer, 1 Lager- oder Fabrikraum, 1 dreistöckiges Lagerhaus mit Pscrdestall und Heuboden, 5 möblierte Zimmer.
Zu mieten gesucht:
23 Wohnungen von 2—6 Zimmer.


