Unterhalt seiner hiesigen Staatsangehörigen herzusenden, während Deutschland bereits namhafte Beträge zur Unterstützung unserer in Rußland fcstgehaltcnen Landsleute überwiesen hat. Es scheint doch eine recht naive Zumutung zu sein, daß wir nunmehr auch für die hier lebenden Russen Geldmittel hergebcn sollen, besonders, solange sich Rußland selbst um seine eigenen Landeskinder in keiner Weise kümmertI" Vorbtrellitnpen zur Revolution i» Siidrutzland. Kurqer Lwowski berichtet, daß die ukrainische sozialrcvolutio- närc Partei in Rußland ein Manifest verbreite, in dem sie zu sofortigem Ausstand und revolutionärer Erhebung in den ukrainischen und siid ins fischen Gouvernements ausfordert.
Die Ostsee ist frei!
Wiederholte Rekognoszierungen, die sich bis zum finnischen Meerbusen erstreckten, haben den Beweis erbracht, daß die Ostsee vollständig frei von seindlichn Schissen ist. Tic neutrale Schisfahrt ist also in keiner Weise gefährdet.
Der deutsche Einmarsch in Brüssel.
Zu dem Einmarsch der deutschen Truppen in Brüssel schreibt das Berliner Tageblatt:
„Bereits ans der gestern abend wiedergcgcbcnen Meldung von dem deutschen Siege bei Tirlemont, wo «ine Batteri« und 500 Gefangene in unsere Hände fielen, war zu ersehen, daß die deutschen Truppen kaum 40 Kilometer von der Hauptstadt entfernt standen. Di« Flucht der Königsfamilie und der Regierung nach Antwerpen deutete auch schon daraufhin, das; man öle Hoftnung aufgegeben hatte, die vereinigten belgischen und französischen Streitkrästc möchten den Vormarsch der deutschen Truppen a u f h a l t« n. Dies I>at sich mm so rasch, als man nach den vorliegenden Nachrichten überhaupt erwarten konnte, abgespielt. Tie Kunde von der neuen glänzenden L e i st n n g unserer Truppen, die in Belgien operieren, wird in ganz Deutschland die freudigste Begeisterung erwecken."
Die Königin von Belgien nach Bayern geflüchtet?
Die Königin von Belgien, die eine Tochter des verstorbenen Herzogs Karl Theodor von Bayern ist, soll in Possenhofen am Starnberger See, dem Landsitz der herzoglichen Familie, nnd auch in Bad Kreuth wiederholt gesehen worden sein. Da B e l ä st i g u n g e n der Königin befürchtet werden, nimmt die sozialdemokratische Münchener Po st Anlaß, zu diesem Gerüchte folgende Bemerkung zu machen:
„Was auch immer an der Sache sein mag, ob der Tochter des Herzogs Karl Theodor mm. Bagern der deutschfeindliche Boden Belgiens zu Heist wurde, oder ob ihre Abreise ciu Signal des Endes der Herrschaft des belgischen Königs ist, wir richten an die Bevölkerung die dringende Bitte, die Dame in keiner Weise zn belästigen nnd ihr Schicksal, an dem sie vielleicht unschuldig sein mag, zn würdigen."
Amerikanisches „Mißbehagen".
In der Londoner Morniug Post vom 17. August findet sich eine Information aus Washingtou, die besagt: Tic amerikanische Regierung lege großen Wert darauf, daß der Status Ouo in China aufrecht erhalten bleibt nnd daß Kiautscha» a n keineandereMachtnlsau China übergeht. Cs würde bei den Amerikanern äußerstes Mißbehagen erwecken, wenn Japan sich der S a m o a i n s c l n bemächtigt, und dies besonders mit Rücksicht auf die strategische Be dentung der Inseln in bczng anf den P a n a m a k a n a l.
Die polnische Nakionalregiernng.
Die polnischen Blätter Galiziens veröffentlichen folgenden Aufruf der polnischen Rattonalvegtening:
Polnische Brüder! Wir machen heute folgenden Aufrus der polnischen Rationalregierung kund. In Warschau hat sich eine Nationalregi«vung konstituiert. Es ist Pflicht aller Polen, sich solidarisch dieser Amtsmacht zu unterwerfen. Zum Kommandanten der mtlitürrschcn Streitkräfte wurde der Bürger Josef Pilcubki, ernannt, dessen Anordmingen alle Bürger unbedingten Gehorsam schuldig sind.
Die Nattonalvegierung. Warschau 3. Aug.
Rumänien ist bereit?
Aus Bukarest, 21. Aug. wird telegraphiert: Ter Minister de? Innern und die öffentlichen Anstalten haben die Beurlaubungen ihrer Beamten aufgehoben und ihnen Anweisung gegeben, sofort anf ihren Posten zurückzukehrcii. Anderseits gibt das Kricgsministcrium bekannt, daß seit einigen Tagen die V o r n r b e i t e n für die Mobilmachung der rumänischen Streitkrästc beendet seien.
Englische Gcwaltätiakeit-n.
Der Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet, daß die englische Regierung ein für die norwegische Regierung gebautes Kriegsschiff mit Beschlag belegt habe.
Bicheinsuhr ans Hollanv.
Wie das B. T. erfährt, ist gestern ein großer Transport von Kälbern ans Holland in Berlin eingetroffcn. In den nächsten Tagen wird ein weiterer Transport von lebendem Großvieh, der bereits avisiert ist, hier erwartet. Damit ist die Biehznfnhr ans Holland während des Krieges gesichert. Serbische Grencltaten.
Serben überfielen bulgarische Kirchen, plünderten nnd raubten sämtliche Kirchcngeräte, Heiligenbilder usw. Aus vielen Orten wird gemeldet, daß die Serben furchtbare Greneltaten verübten und zahlreiche Kinder schändeten.
Ter Rückzug der Belgier.
1V. Wie über Cralcnburg in Holland gemeldet wird, ist die telephonische Verbindung zwilchen Holland und Brüssel letzt uittcrbulidc». Tas belgische Hauptquartier ist,n Antwerpen «ingetrofscn. dorthin har sich auch das belgi'che Feldheer znrückgezogcn. Tie Tore Antwerpens sind gesperrt.
Gegen die Landesverräter.
IVB. Der Militär-Oberbefehlshaber von Elsaß-Lothringen hat nach einer Meldung aus Straßburg folgende Bekanntmachung erlassen:
Von Landesverrätern ist der Versuch gemacht worden, sich an die Tclcphonleitnngen anznschlicßen. Ich habe darauf Befehl ergehen laste», jeden, der sich unbefugt an Telc- phonlcitungcn zu schaffen macht, oder diese Bekanntmachung - don den Anschlagstcllcn abreißt, sofort zu erschießen.
^Russische Kulturcinsuhr in Deutschland.
TU. In Posen ist auf dem Hanptbnhnhosc gestern ein Transport von über 100 russischen Verbrechern cingetrofscn. Es handelt sich um solche Verbrecher, die von den Russen in den Gefängnissen von Kalisch, Ccnstochau, Pctrikou und Wielnn
beim Anrücken der deutschen Truppen in Freiheit gesetzt Ivor- den waren. Unter den zn fünf Mann zusammengefeffclten Verbrechern befand sich auch der Gcsängnisoberinspcktor von Pctrikan, der das dortige Gesindel frcigelaffen hatte. Tie an- genchmcn Änltnrboten Rußlands kommen in mitteldciitschc Zuchthäuser.
Hamburg, 21. Aug. Patriotismus i in Z u ch t h a u s e. Die Gesangieneil des hiesigen Strasgefäuginffcs sammelte» als Kriegs- spcude den von ihnen verdienten Lohn von ctioa 150 Mark. Ein zn lebenslänglichem Zuchthaus verurteilter Mörder gab 30 Mark.
Arnswaldc, 21. Aug. Torsbrand. Das Dorf Schwachcit- ivald-e (Kreis Schwa>ch>cii,volde> ist völlig niedergebrannt. Biel Vieh ist tu den Flammen iimgekommen. Große Getrcidevorrüte sind vernichtet. Allem Anschein nach liegt Brandstiftung vor.
Prag, 21. Aug. Spione. Ans Rarortgua wird gemeldet: Der LandgertchtSrat Havar vom hiesigen Kreisgericht wurde wegen Hochverrats, desgleichen der Auskultant Anton Ratanio, der akademische Mater Vosct, Gutsbesitzer in Bründelhos, der seinerzeit als Lehrer in Englanld tätig war, wegen Splonagc seftgenommen.
Diejenigen Austräger, die noch nicht mit uns abgerechnet haben, wollen dies gefälligst
bewerkstelligen. Gleichzeitig bitten wir dringend um sofortige Angabe, wieviel Zeitnngen in den einzelnen Orten gebraucht werden. Bis zum Beginn eines geregelten Bahnverkchrs wird cs sich übrigens empfehlen, die Zeitung in unserer Geschäftsstelle abholcn zn lassen.
GpcUci'06er|f f. ®ie|'p
Hessen und Nachbargebiete.
Gieren «nd Umgebung.
Ursachen nnd Urheber des Krieges. Wie der furchtbare Weltbrand entstanden ist, an dessen Anfang wir stehen »nd wer ihn veranlaßt hat, darüber niachen sich heute noch die wenigsten Leute Gedanken. Und wenn behauptet wird, daß die gegeneinander ins Feld ziehenden Soldaten nicht wissen, warn m sie einander totschießen, so Ivird das kaum bestritten werden können. Es ist aber mich gar nicht so leicht, den wirklichen Brandstifter zn ermitteln nnd den Beweis für seine Schuld zu erbringen. In einem Artikel in der letzten Nummer der Sozialistischen Monatshefte beschäftigt sich Genosse Eduard B e r n st c i n mit dieser Frage und er kommt zu deni Schlüsse, daß Rußland als der Störenfried anzn- schen sei. Allerdings muß. in erster Linie das heutige Staaten- und Wirtschaftssystem verantwortlich gemacht werden, was ja auch durch die vom Genossen. Hnase in der Reichs- tagssitzung vom 1. August verlesene. Erklärung unserer Reichstagsfraktion zum Ausdruck gebracht wird. Es sei aber auch an der Zeit, meint Bernstein, die Frage nach den subjektiven Urhebern des fürchterlichen Krieges zu erörtern. Er weist aber dabei darauf hin, daß wir nur erst ganz lückenhaftes Material über die diplomatischen Perhandlungn haben nnd der ausführlichen Berichte über die Vorgänge in den Parlainenten der mit Deutschland in Krieg liegenden Mächte entbehren.
„Indes weiß man über die treibenden Kräfte der Palftik der beteiligten Staaten heute genug, um die Rolle desjeürgen vost ihnen feststellen zn können, dessen Leiter vor allem diesen unerhörten Krieg auf dem Gewissen haben: Rußlands. Mit dem erwähnten Vorbehalt darf es ausgesprochen werden und muß cs daher auch ausgesprochen werden: Europa
würde diesen Krieg nicht haben, wenn nicht die in der Leitung des Zarenreichs heute maßgebenden Elemente ihn gewollt !hätten. Anf die Urheber der durch nichts hcransgeforderten Mobilisierung der russischen Armee fällt die Hnuptverant- wortung an diesem Krieg."
Bernstein sucht dies an mehreren Zeitungsartikeln maßgebender englischer Blätter und an Urkunden über den Balkankrieg nachzuwciscn. — lieber das Verhalten Frankreichs und Englands sagt er, daß crsteres mit Rußland gehen werde,- sei leider zu erwarten gewesen, auch die Stellungnahme Englands komme nicht überraschend. Man müsse aber das dadurch geschaffene Verhältnis politisch betrachten und behandeln nnd softe sich nicht in Schimpfereien auf das feindliche Volk ergehen.
Zum Schluß gedenkt Bernstein des Genossen Jean I a u r tz s, der durch Mördcrhand fiel und spricht die An- sicht aus, daß die allergrößte Wahrscheinlichkeit dafür spreche, daß der Mord des großen Politikers und Friedensfreundes von russischen Agenten angcstiftet worden sei. Diesen warmherzigen Verfechter der Menschlichkeit habe die unterdrückte Menschheit in eineni Augenblick verloren, wo sie seinep am dringendsten bedurfte.
— „Vaterlandslose Gesellen". In unser», Magdeburger Partei- bkatte lcs-en wir ans Quedlinburg: „Unsere Stadt sott in der nächsten Zeit Einquartierung bekommen. Kaum ist dies bekannt geworden, da sind Hausbcstirer nach dem Watfiau.se gelaufen und haben erklärt, sie hätten keinen Platz für Einquartierung. Und ivaS sind cs für Leute? Alles solche, die sich ans ihren Patrivtis- mus Wunder ivaS cinbitden, die aus der Bierbank da?- große Wort führen, aber von ihrer persönlichen Beguemtichkeit nichts einbüßen wolle». Das find die Eckensteher, die die Kriegsiiachrichten d;rvch- kauen und damit ihrer patriotischen Gesinnung genügen zu glauben. Die Rainen dieser Herrschaften müßten veröffentlicht werden, damit sic bei thron Prahlereien gehörig aufs Maul geschlagen iverdc» können." Die Potsdamer Tageszeitung hat bekanntlich für diese Sorte „Patrioten" die Bezeichnung „vaterlandSIose Gesellen" geprägt.
Zu dem Fonds für Liebesgaben sind bei dem Oberbürgermeister weiter einocgangcn: von Landgcrichtsbircktor i. P. Bücking
bis ans weiteres nionatlich 1000 Mark, von Kreisamtmaiin Hemü werde 1. Rate 100 Mark, von Geheimrat Heß 100 Mark, von Hof- mctzger Adols Möhl 100 Mark, von Direktor Stolte 30 Mark, von Prosestar Dr. Belke 30 Mark, van Oberaktnar Bühner 20 Mark^ von Fräulein Hedwig Betke 10 Mark, von der Gesellschaft Fidelitas 50 Mark, von dem Verkehrsverein 50 Mark, von dem Verein' Kanaria 70 Mark, van dem Verein der Geometer 2. Klasse Orts»! gruppe Gießen 10 Mark, von Ehristta» Riihl 100 Mark, von Stadt- oerordncten Wilhelm Löber VI., 100 Mark, zusammen 1770 Mark. Mit herzlichem Dank für diese Gaben wird um weitere Ziiwenft düngen gebeten.
— Die gestrige Sonncnsinsterniö war ziemlich gut zu beobacht
tcn, obwohl die Sonne von Zeit zzi Zeit durch leichte Wolken per/ deckt wurde. Doch sonst war von der Finsternis erheblich weniger' zn bcnicrken, als von der >»> Frühjahr 1012, weil diesmal nur! knapp drei Viertel des Sonnendurchmessers verfinstert waren. — Die nächste in Deutschland sichtbare totale Sonnenfinsternis dürfte nur ei» kleiner Teil der heutigen Generation erleben, sic findet erst am 30. Juni 1954 statt.
— Die Verpflegnngsstatio» in der Herberge zur Heimat für durchreisende unbemittelte Handwerker und Arbeiter ist seit dem 15. Anglist aufgchvbcii. Das Kreisanit, welches pro Uebcriiachtiing eines Wanderers 25 Pfg. zu zahlen hatte, wogegen der Gast drei Stuiibc» Arbeit Iciften mußte, will den dafür ansgewendeten Betrag spare». Fm altgemetiieii Interesse liegt diese Sparsamkeit dieses Postens gerade nicht, wenn diese Leute nämlich nicht wissen, wo sie für die Rächt ihr Haupt hlnlegc» sotten, gerät mancher von ihncii leicht ans Abwege. Wenn man spare» will, soll mau den Aermstcn nichts kürze», sondern von oben anfaiigen, Abstriche zu machen, das lohnt das Spare» wenigstens.
Fricdcnslied im Kriege.
Ich sah den Frieden jüngst herniedersteigen, er streute Blnincii rings und lichtes Gold; in allen Tälern schlief ein holdes Schweigen, wo eben noch des Krieges Sturm gegrollt.
„Erwacht!" so klangs von seinem Göttermundc,
„erwacht vom Ebro zu der Wolga Strand!
Schließt eure Reih'» zum großen Völkerbnube, reicht euch die Bruderhand!"
Hellenen, Russe». Italiener, Briten, erwacht! cs naht die große Stunde nun!
Ihr, Söhne Deutschlands, habt genug gestritten, und ihr, Franzosen, laßt die Schwerter ruh'n!
Ihr alle blutet an derselben Wlindc: zerbrecht die dumpfe Kette, die euch bannt!
Schließt eure Reih'n zum qroßen Völkerbünde, reicht euch die Bruderhand!"
Der Abdruck dieses Gedichts des fraiizösischen Dichters Pierre de Börangcr (fpr. Berangschc, ge st. 1857) erscheint gewiß in dem heutigen Kriegslärm sehr iveiitg angebracht. Und doch zweifeln wir nicht, daß einst wahr werden wird, ivas der Dichter in diesen Versen ausspricht »nd was viele vor ihm und nach ihm ausge»! sprochcn habe». Und die Arbeiterschaft aller Länder wird ferner! in diesem Sinne wirken.
Krris Wetzlar.
X Eine Anzahl Familie» aus Meß, di? aus militärische Anord- null« die Festung pevlwsfcu mntzt«!», wmr-ew in Wetzlar und den! Ontschaften der Umgebung nntergcbvackt. Im «uzen waren cs etwa 1500 Personen, meistens natürlich Frauen und Kinder.
* Bon Hcrinaniistei» bei Wetzlar brachten wir in der Dienstags« >i,immer niiseres Blattes eine Rottz, in der gesagt war, daß derj Gutspächtcr Vetter jetzt Familienpätcr, die j„ ihren Beruf durch die Kriiagswirren arbcitvtoS geworden, oder doch mit landwirtschaft-l ttchen Arbeite» vertrant sind, von srüh 8'/, Uhr bis abends 'in Uhr für den kümmerlich:» Lohn von 2 Mark 50 Pfg. ohne Beköstigung' beschäftigte. Es wind uns dazu von jungen Leuten, die dort gear«! bettet haben, mÄgctetlt. daß es. sich um jug,endliche Arbeiter — in diesem Falle solche Jm Alter von etwa 20 Fahren — handele, die tut kandwlrtstkästttche» Arbeiten »ngnibt seien nnd die übrigens mtti dem gezahlten Lohn zufviedeu gcivrstn wären. — Wenn das zutrM? so läßt sich da,gegen nicht viel Men. Wenn aber weiter behaupte!! ivird, daß Herr GeMpöchter V. wegen obiger R o t i z 25 von den Leuten entlasse » hätte, so will uns das nicht recht glaubt lich erscheinen.
6t, Launsbach. Unser Wahl verein hält heute abend 0 Uhr ini Lokale von Friedrich Pst,ff sein« M i t g l i ed c r - V « r s a m m4 lang ab. klm zahlreiches Erjcheinan ivird ersucht!
Telegramme.
Ein großer deutscher Sieg!
W. B. Amtlich wird gemeldet: Unter Führung des Kronprinzen von Bayern haben Truppen aller deutschen Stämme am Tvilnerstag in Schlachten zwischen Metz und den Vogesen einen Sieg erkämpft.
Ter mit starken Kräften in Lvthringen oordringende Feind wurde auf der ganzen Linie unter schweren Verlusten geworfen. Viele tausende Gefniigeiic und zahlreiche Geschütze sind ihm abgeiiommen worden.
Ter Gesnmterfvlg läßt sich nvch nicht übersehe», da das Schlachtfeld einen größeren Raum entnimmt, als in den Kämpfen vvn 1870/71 unsere gesamte Armee in Anspruch' nahm, lliiscrc Truppen, beseelt von dem unanshaltbarcn Drange »ach vorwärts, folgen dem Feinde und setzen de» Kampf auch Freitag fort.
Der groste Sieg von Dienze.
Die Franzosen anf der Flucht.
Berlin, 22. August.
IV. B. Tic von unseren Truppe» zwischen Metz nnd den Vogesen geschlagenen französischen Kräfte sind gestern verfolgt worden. Der Rückzug der Franzosen artete in Flucht aus. Bisher wurden mehr als 10 000 Gefangen cgemacht und mindestens 50 Geschütze erobert. Tie Stärke der gesamten feindlichen Kräfte wurde ans mehr als acht Armeekorps ge- schätzt. ___ ,
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.
Vcrlaa von Krumm & Cie., Gießen.
Druck: Verlag Qsscnbachcr Abendblatt. G. m. b. H., Offcnbach a M.
Städtischer Wohnungsnachweis Giesien.
Es sind zu vermieten:
1 Wohnung von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 5 Zimmern uni)’ 2 Mansardenzinimer, 2 Wohnungen von 5 Zimmern, I Wohnung non 4 Zimmern, 1 Wohnung von 4 — 5 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmern, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern ohne Küche, 1 Werkstatt, 1 Lager oder Fabrikraum, 1 Jstöckiges Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden.
Zu mieten gesucht:
39 Wohnungen von 2—0 Zimmern. _ _
I.8««ii>kl>, Hirse»
Marktplatz II.
Uhrmacher und Goldarbeiter.
ReichholiigkS Lager in Wie«», Gold- und Lilberwarcu. Lieferant des Konsum - Verein» Gießen » Umg. und des Eisenbahn - Konsumvereins — Man verkniae-Ropottinorftn, ^'


