Ausgabe 
21.8.1914
 
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Es wäre sehr gut, wenn alle behördlichen Organe, denen Erbärmlichkeiten der Besitzenden gemeldet werden, sie mit dem Mute des Kommandanten Maecker an den Pranger stellten!

Wirtschaftliche Krieasmasr»al,me».

In einer Versammlung, an der Vertreter des preußischen Han­delsministeriums, des Berliner Magistrats, des Aeltestenkoliegiums titr Berliner Kaufmannschaft irreb der Potsdamer uwb Berliner Handelskammern ieilnahiivcn, wurde beschlossen, eine Kreditbank für .Handel, Gewerbe und Industrie mit einen, Kapital von 15 Ntillionen Mark zu gründen. Von den Taiinehmer-n an der Versammlung wurde sosort stark *mn Grundkapital der neuen Bank gezeichnet.

Berliner Handeskreise woüen den Leipziger Magistrat ersuchen, die Herbstmesse auSsallen zu lassen, da vermutlich Käufer wenig vor­handen sein werden, dem Handel aber durch die Messe große Un­kosten envachfen.

Jungdentschland und die sozialdemokratische Jugend.

Aus Stuttgart wird der Franks. Ztg. geschrieben: Auf Anregung des Ministers für Kirchen- und Schulwesen hat sich bei Ausbruch des Krieges der erste Vorsitzende der württem- bergischen Organisation für Jungdentschland an den sozial demokratischen Leiter der früheren Jugend­organisation Stuttgart (die bekanntlich vor einiger Zeit ans- gelöst wurde) mit dem Vorschläge gewandt, die seither in dieser Organisation znsammcngeschlosscne Jugend möge sich gemeinsanl mit den Mitgliedern der übrigen Jngendvcrcini- gnngen, wenn auch in durchaus freier Form, an den Hilss- arbeiten beteiligen, welche der deutschen Jugend in der jetzigen großen und schweren Zeit zugefallcn seien. Dieser Vorschlag, mit deni ein an die Arbeiterjugend gerichteter Aufruf der Schwäbischen Tagwacht zur Mitarbeit zeitlich zusammensicl, hat, wie der Staatsanzeiger berichtet, erfreulicherweise eine freundliche Aufnahme gefunden und zu der Zu­sage von sozialdemokratischer Seite geführt, der Vermittlungs­stelle für Hilfsdienste nach Möglichkeit Kräfte aus der Freien Jugendbewegung zuzuwcisen.

Opferwillige Arbeiter.

Die gesamte Arbeiterschaft der Firma Krupp hat be­schlossen, während der Dauer des Krieges einen bestimmten Prozentsatz ihres Arbeitsverdienstes als Beitrag zur Kriegs- fürforge zur Verfügung zu stellen.

Ein Kriminalschußman» als Spion verhaftet.

In Dammheim in der Pfalz wurde der Kriminalbeamte Weinlig ans Veranlassung ber StaatSanwaltschast in Landau unter dem Verdacht der Spionage verhaftet. Er führte ein« reiche Kor­respondenz »ach dom Elsaß und nach Frankreich: weiter hat er sich durch wiederholte Reisen noch Frankreich, durch größere GcidauS- gaben und durch, Befragen «inguariierter Soldaten verdächtig ge­macht.

Ein Erfolg der deutschen Kriegsflotte.

W. B. Die beiden KreuzerStraßburg" undStralsund" untcriiahnicn in den lebten Tagen einen Vorstoß »ach der südlichen Nordsee.Straßburg" sichtete dabei unter der eng­lischen Küste zwei feindliche Unterseeboote. Eines davon wurde auf größere Entfernung mit einige» Schüssen zum Sinken gebracht.Stralsund" kam in ei» Feuergefecht mit mehreren feindlichen Torpcdozerstörern. Zwei der Torpcdo- zerstörcr erlitten Beschädigungen.

Bei dieser Gelegenheit konnte ebenso wie bei der Er- kundigungsfahrt eines Luftschiffes bis zum Skagerrak erneut scstgcstcllt Wertzen, daß die deutsche Küste und ihre Gewässer frei von Feinden sind nnd daß die neutrale Schiffahrt unge­hindert passieren kann.

Das Gelöbnis der dem Tode Geweihten.

In Berlin ist folgendes Telegramm aus Kiantschou ein- gegangcn:

In Bestätigung der Mitteilung des japanischen Ultimatums cinstche für treueste Pflichterfüllung bis zum äußersten. Gouverneur."

Amerika gegen Rußlands Völkerrechtsbrnch.

Noch einer Meldung des Hainburger Fremdcnblotts hat der amerikanische Botschafter in Petersburg Auftrag erhalten, gegen die völkerrechtswidrige Massenverschickung der Deut­schen in Rußland nach Sibirien schärfstens Protest zu erheben.

Zum Sieg bei Pervez

wird dem Berliner Lokalanzeiger geschrieben:

Die 5. französische Kavallericdivision, die aus einer Tragonerbrigade und einer leichten Kavalleriebrigade, alio ans vier Regimentern bestellt, konnte dem Angriff unserer Kavallerie nicht entgehen und wurde mit großen Verlusten zurückgcworfen. Es ist den Franzosen von englischen Militür» schriftstcllern so oft erzählt worden, daß sie unglaubliches Talent für Kavallcricgcfechte besäßen. Sic werden daher sehr gedrückt sein durch die Erfahrungen, daß ihnen deutsche Reiter diesen Ruhm genommen haben und ihnen sogar be­deutend überlegen sind. Darin liegt der Preis dieses ersten Kavallericgcfcchtcs.

Getreideeinfuhr »ach Deutschland.

IN Rotterdam sind vier amerikanische Schisse mit etwa 15 VON Tonnen Getreide ctnget rossen. Tb die Tnrchsnhr »ach Deutschland möglich sein wird, läßt sich zurzeit nicht übersehen.

Der österreichische Vormarsch in Serbien.

Am Dienstag nachmittag um 3 Uhr haben österreichische Trup­pen die Laue überschritten und sind in serbisches Gebiet cingedrun- gcn. Nachmittags um 5 Uhr wurde die serbische Stadt Oercuov-ttsch eingenommen. Gestern nacht versuchte eine Bande von Komitatschis bei dem Torfe Betania aus andere User zu gctangcn, wurde aber von österreichischen Truppen zurückgcivorfcn und erlitt schwere Ver­luste.

Parteinachrichten.

^ Aus dem Zuchthaus zurück. Am Sonntag vormittag w Kr paktor Genosse Hossmonn, der im Waldenburger Mcincido. .o; zu 1% Jahren Zuchthaus verurteilte Mttangeklagtc, aus dem Zncht- hausc entlassen. Ihm find die letzten acht Wochen seiner Strafzeit erlassen worden. Bekanntlich war der Prozeß gegen die Genossen eines Wahistugbsattes halber ctngeleitet worden. Der Anzeiger, au, dessen Zeugnis die Verurteilung ersoigte, war vor der Anzeige- » <ws de m Buchdruckerei betriebe des Waldenbnrger Partei-

ü.entlasse» und unter der Bedingung, daß er die Anzeige K, >» der Druckerei des konservativen Blattes eingestellt wor- üen. Hof,mann wird mit Handschlag von seinen Genossen aufgc- nommcn.

Hessen «nd Nachbargebiete.

«ieher» und Umgebung.

Besteht für Deutschland eine Senchenflefahr?

Welche bedeutsame Rolle die Seuchen, besonders Typhus und Ruhr, in ollen Kriege» bisher gcspieit habe», braucht hier nickt erst ansgesührt z werden. Die Opser im siidwestasrikanische» und im Chinafeldziig sind noch in frischer Erinnerung. Es fragt sich, ob mittierweiie die Wissenschaften nicht Mittel und Wege gesunden hat, einem Umsichgreifen der KriegSsenchen mit Erfolg z» begegnen. Denn baß cs in diesem Kriege genügend Eiuzclfälle an Typhus und Ruhr geben wird, darüber kann kein Zweifel bestehe». Diese

Mtttcl und Wege zur Verhütung von Mafsenerkrankungen sind Gott sei Dank durch deutsche Forschungsarbeit gefunden. Gerade bci unS in Dcnischland ist im Laufe der letzten 10 Jahre durch Robert Kochs Ideen ein Wandel der Dinge eiiigctrcten. der uns jetzt mit vollstem Vertrauen in die Zukunft blicken läßt. Unter Robert Kochs Aegide hat das Reich vor etwa 11 Jahren eine ver­stärkte Seuchen-, besonders Typhusbekämpsniig ins Leben gerufen, di« eine Fülle vo neuen wissenschastiichen Erkennttiisscii zntag« gc- sördcrt hat, Erkennttiisse. die für die Seuchenbekämpfung von aller­größter Bedeut,mg geworden sind: neue, sicher arbeitende Methoden des KrankhcitSnachweises sind gesunden worden, das Vorhanden­sein der sogenannten gesunden Bazillenträger ist festgestellt wor­den. Gerade diese Personen und die ganz leicht verlaufenden früher nicht ansklärbarcn Fälle von Typhus, Ruhr und Eholera find es ja, die besonders hänfig zu Seuchen geführt haben. Ter große Erfolg dieser planmüßigen Friedeiisarbeit, für die man un­serer RetchSeegieriing gerade jetzt aus voücni Herze» danken muß, ist ein gewaltiger Rückgang der genannten Seuchen in unseren, jetzigen westliche» Aufmarschgebiet. Durch die stark« Anteilnahme unserer Militärbehörden. di« Abkommandierung einer großen Zahl vo,l Militärärzten zu der verstärkten Typhusbckämpsuiig ist in dem .Heere eine Methode der Seuchenbekämpsmig im Lause der Fahre geschaffen worden, die ims kein Volk der Weit naehmacht, oder auch nur nachzumacheil versucht hat. Von den Russen z. B. weiß nian, daß sie hygienischen Maßnahme» vollständig gleich­gültig gegennberstehen. Die gleiche» Maßnahmen, wie für das linksrheinisch« Aufmarschgebiet, gelten auch für das östliche, wo der Eholeragefahr noch besonders Rechnung zu tragen ist. Neben den großen hygienisch-bakteriologischen Instituten sind fliegende bak­teriologische Laboratorien stets l>ereit, im Falle sosort helfend ein- ziigrcisc», wo's nottut.

Solche Tatsachen sind dazu angetan, unserem Volke nach dieser Richtung hin vollkomniciic Ruhe und Besonnenheit zu geben. Daran wird auch nichts geändert durch die Wechselsälle des Krieges, die natürlich für die Dirrchsührung mancher ansgezeichnetcn Atatznah- mcn Hindernisse bereiten können, zumal wenn eS sich nn, iinge- heure Ansordernnge» durch ganze Heeresmassei, handelt. Ten» auch dann ivird die ins Ungemesscne gesteigerte Arbeit bei der ausge­zeichneten Arbeitsteilung in unsereni Heere noch voll geleistet wer­den. Eine sehr schwierige Ausgabe liegt in der gesundheitlichen lleberwachnng ganzer Massen von Gcsangenen, die auch für die Zivilbevölkerung zweifellos eine geivisse Gefahr darstellen. Bei der Uebersülle von geschulten Arbeitskräften werde» wir uns aber auch dieser Gefahren erwebren können. Immerhin i st e s ra 1 f a m, im SBoIte mit aller Ruhe und Besonnenheit jetzt schon solche Aufgaben vorzubereiten, wobei die Arbeitsteilung und einheitliche Leitung das W i ch t i g st c s i n d.

Man kann getrost zusammenfassen: Vergleichen wir die Ge­fahren, die unseren und den sremde» Hccrcii drohen, so fällt dieser Vergleich ganz entschieden zu unseren Gunsten aus, die wir in langjähriger Friedcnsarbeit an alles gedacht haben, was einmal füinmcit konnte, und die wir über die beste Scnchcnbckämpsnngs- technik der Welt versüge». Der Kamps gegen die Kriegsseuchen wird um so wirksamer gesllhrt werden, je ruhiger, besonnener und gewissenhafter jeder einzelne daran teilnimmt. Absolute, ver- tralieiisvollc Untcrordnuna unter alle behördliche Maßnahmen ist bas wichtigste Gebot in unscrer Zeit.

Pros. Tr. P. Schmidt.

Direktor des hygienischen Instituts der Nyfversttät Gießen.

Zur Nachahmung empfohlen! Vom Vorstand des

Konsumvereins Gießen wird nns geschrieben: In welch opfer­freudiger Weise sich in der heutigen schweren Zeit der Einzelne seiner bedürftigen Mitmenschen annimmt, ohne dabei mit seinem Nciincn in der Ocsfentlichkeit zu glänzen, beweist wicdcrnni folgender Fiill. Mehrere jedenfalls etwas besser gestellte Mitglieder des Konsumvereins Gießen verlangten in einigen Verkaufsstellen Brotmarken zu kaufen zur Gratisabgabe an bedürftige Familien von eingezogenen oder arbeitslos gewordenen Arbeitern. Obwohl der Konsum- Verein bisher Brotniarkcn nchit geführt bat, hat der Vorstand doch sofort Vorsorge getroffen, daß solchem Verlangen ent­sprochen werden kann und cs können von jetzt ab alle die­jenigen unserer besscrgestellten Mitglieder, die bereit sind, dem oben erwähnten schönen Beispiel nachziieifern, jederzeit Brotmarken zu diesem Zwecke im Bureau des Konsumvereins, Schanzenstraßc 16, erhalten. K.

Mit der Bauarbeit stand cs in Gießen schon vor Aus­bruch des Krieges schlecht genug und natürlich liabcn sich seit- dem die Verhältnisse nicht günstiger gestaltet. Neubauten waren nur sehr wenige in Angriff genommen und an denen ist die Arbeit noch eingestellt worden. Nur an deni Neubau des früher Goldschniidtschen Hanfes, das Gcschw. Knopf zu einem größeren Geschäftshaus umwandeln wollen, arbeitet eine größere Anzahl Bauarbeiter. Einige sind ferner noch am neuen Amtsgericht beschäftigt, sonst aber dürften nur noch cinzesiie in der Stadt arbeiten. Am Neuball des HotelsEin­horn" ist die Arbeit ganz eingestellt. Aufgabe der Stadt wäre es jetzt, so viel als cs eben geht bereit? vorgesehene Ar­beiten ausführen zu lassen.

Preise für Kartoffel» und Eier. In einer Bekannt­machung droht der Oberbürgermeister Höchstpreise für Kartoffeln und Eier amtlich festzusctzen, wenn auf deni morgigen Wochenmarkte für erstklassige Ehkartoffeln im Zentner mehr als 4 Mark nnd für frische Landeier mehr als 16 Pfg. für das Stück verlangt werden sollten. Diese Maß­nahme ist durchaus angebracht: nur sollten auch dem Groß­handel die Höchstpreise vorgeschrieben werden, denn sonst sind die kleinen Geschäftsleute geschädigt, die etwa zu höheren Preisen einzukaufcn genötigt Karen.

Die Prcisbewertungen bei der Gießener Gcwcrbc-AuSstclluna. Folgenden Ausstellern wurden noch Preise zuerkaniit (Tcklnßi:

11. Bronzene A n s sie ! In n g s m e da i l l e: Georg

Becker, Bangeschäft in Gießen-: Sack u. Fugharbt, Zemcntwarcn- sabrik in Gießen: I. Anbach. Steinmetzgeschäst in Gieße»: Mar- dnrger Kreissteinbrüchc Dreihausen, in Marburg: Georg Appel, Tpciiglcr und Installateur in Gießen; Ga. Lud. Glasermeistcr in Gießen: H. Fillmann. Klasermeister in Gießen: B. Bierau, Glaser­meister in Gießen: Heinrich Arnold, Glascrmeisicr in Gießen:

Louis Müller, Schreinermcistcr in Gießen: Heinrich Schmidt IX., Schrcinermeistcr in Großen-Biiscck: Georg Euler, Schlosscrmeistcr in Gießen: Karl Schmidt, Schlossermetfter in Gießen: Adolf Hassel«

hach, Schlosscrmcister ln Robhclm a. f>. Bieber: Hcinr. Scheid TT., Drechslcrmeister in Großen-Buseck: Johannes Bamben, Drechsler-: meistcr in Strebendors; Arno Feigenspan, Friseurmeister in Ba» Nauheim: Joh. Friede. Wnrstius, Friscurmeifter in Alsfeld»

Jul. Fritz, Kiiscrmeistcr in Bad Nauheim: Hcinr. Jakob, Eißseller, Seilcrnieister in Groß-Felda: Ernst Blocdncr Nachs., Willi Toctrr, in Gießen: Typograplsischc Gesellschaft in Gießen: Marie Schmidts Ttickcrciaesihäst in Gießen: Richard Menzel, Knirstwerkstatt in!

Frankfurt a. M.: Alois Schmitt, Knnstwerkstcttt in Gießen: Aloyse Stahl, Stickereigesckjäst in Gießen: Gewerkschast Friedrich in Hnn-< gen: Gewerkschaft Lus« und Ilsdorf in Gießen: Gewerkschaft Luis« in Nieder-Ohmei,: Eisen«rz-A»sbercitt,n gs-System Siebel-Frcygang in Gießen: Magnus, Drahtieilfabrik in Aßlar: Gewerkschaft Sciters-t Hessen in Gießen: (N-br. Wieder, Wertzengsabrik in Ren,scheid» Gg. Schieferstein, Maschinenfabrik in Lich: I. u. D. Eifert, Wagen­bauer in Lauterbach j. H.: Johannes Stumpf, Wagenbauer iw

Lantcrbach i. H_: R. Sternbirg. Tciscnfabrik in Gießen: George,! GipSwcrk in Alt-Morschen: Karl Schweiler, Fabrikation vmy Küchenpräparaten in Homburg a. d. Ohn>: Wilh. Wagner, Apfel-« wcinkclterci s» Großen-Buseck: Friede. Kühler, Obstweinkelterri ins Zell; Gcbr. Bücking. AnsstattungSgeschäst in Alsfeld: Fr. Siever» Putzgcschäst in Gießen: Käthe Wcyl-Groß, Damenschneidern« iw Friedberg: Johannes Mcrschrod, Schrcinermeistcr in Lbcr-Torgp Johs. Schneider, Schrcinermeistcr in Wittelsberg: Fröbcl-Kindcr-I garten in Gießen: S. Kroth, Bildhauer in Nidda: Aug. Frees, Vcr-> iagsbnchhandiung in Gießen: F I. Arnd, Verlagsbuchhandlung int Leipzig: Heine. Echoen l., Schlosscrmcister in Gieße»: 0!. J.i

Göschelische Vcrlagsbnchl>andiuiig in Berlin; I. I. Weher, Ver­lagsbuchhandlung in Leipzig: A. HartlebenS Verlag in Wien:! Jos. Rothschild ll.. Büntenmachermcistcr in Alsfelds Heinrichs Bläser, Werkstatt für moderne Kniiststcinhcrstettung in Kestrich',! John Schneider, Kunsttöpscrmcistcr in Marburg.

12. Lobende E r n> ä h nn n g : Johs. Hansel V!\, Schindler-t

messtcr i» Diriammcii: Johannes Habcrniehl, Schindlenneistcr in! Allmenrod: Gg. Dahmer, Spengler und Installateur in OsießenA W. Schmitt, Giaserineister in ttzießen: B. Wolf, Glaserrneister ini Gießen; Paul Jor, Schreiner m Ober-Bessingen: Fr. Kehr,'

Schreinermeister in Heuchclfteim: .Heinrich Bamnann, Schlosscr- meister in Gießen: Herrn. Pröschold, Schiosscrmeister in Gießen» Earl .Hvhmeicr, Schiossermcister in Gießen: Karl Bender, Schmiede-- meistcr in Rodheim a. d. Bicher: Karl Hohmann II., Drechsler-« lneister in Helpershain: Karl Repp I., Stcllmachermeister in Ru- dingshaill: Ludwig Petr». Stellliiachernicistcr in Hattenrod: Hein­rich Eliinther l., Stellmachermcistcr in Rebgeshain; Ger lach, Stell-t machermeister iit Rodheim a. d. Bieber: Wilhelm Baumann I., Stellmachermstr. j Gettenau i. W.: Friede. Köhler, Küfermeister ins Zell: Louis Beildcr, .Kiiscrmeistcr in Kroidors: Johalines Zufalls Metallgießer in Gieße»: G. A. Belitz, Maler- »lid Weißbinder- ineisier iit Gießen: L. Petri II., Maler- und Weißbindcrnieister in! Gießen: Johs. Fink, Maler- »nd Weißbindermeistcr in Gießen» Ehr. Schmidt II., Maler und Weißbindermeistcr i» Gießen: Georgs Wagner, Maler- und Weißbindermeister in Gießen: Theo Nan-> hetmer, Maler- nnd Weißbindermeistcr in Gießen: H. LaunSpach.i Maler- und Wtißbmdermeister in Gießen: Heinr. Becker, vorml Gg. Hiervnimiis, Dckvraticnsmaier in Fricdberg: Ludwig Martin, Dekorationsmaler in Alsfeld: Julius Sicmfen, Dekorationsmaler! in Lantcrbach: Mohr, Krcisstraftenmeister in Gießen: H. Seitz I.) Knnsttopsermcister in Hombgpg «. d. Ohm: Fürstlich SoimS-Brann^ sei Asche Bergvrrrraltulig in Friedberg: Ottünziveig u. Hartmann^ Korksteinsabrik in Ludwigshafeir a. Rh.: Wilh. Hasscllxnin Gcld-- ichranksabrik in Rodheim a. d. Bieber; Georg Mandler, Schitlbank^ savrik in Heuchelheini: Ferd. Germer, Sttihisadrik in Hcuchellwim» Wagner, Schuhmachermeistcr in Gießen: St. Spier Söhn«, Garde-i robcngeschäst in Alsfeld: Frau Anna Anacker, Damcnschneidermch-! fleriu in Gießen; Minna Rabenau, Schneidermejsterin in Gießen» Witwe Marie Rcitz, Pntzgeschäst in Gießen: G. Braun, Schneider-' raeistcr in Marburg: Louis Beil, Schrcinermeistcr in Gießen; As Müller, Knnstschrcinerei in Alten-Bufeck; Gotthard Pich, Schreiners meistcr in Ebsdorf; A»g. Hohl, Tchrcincimcistcr in Gleimenhain: Wilh. Meyer-Jlschen, Verlagsbuchhandlung in Stuttgart: W. Dür^ beck Nachs. (Inh. Aib. Hößi in Gießen.

13. A u s st e I l u n g s m c d a i 11 c : I. Rcitter it. Hch. Reuter, Architekten in Lantcrbach: Gustav Hamann, Architekt 'in Gießen» Hch. .Kockcrbcck, Architekt in Gießen: Fischer u. Zipp, Architetten in Gießen: Karl Freundlieb. Architctt in Fricdberg: L. Rahrbach, Architekt in Alsfeld: Ph. NicoiauS, Architekt in Gießen: Rudolf Kreß, Bildhauer in Marburg: EarloS Tips, Kunstmaler in Dessau; Otto llbbelohde, Kunstmaler in Goßfelden: Earl Fries, Kunstmaler in Gießen: Ernst Eimer. Kunstmaler in Groß-Eichen: Frau Baurat Becker in Gießen: 28. Barthel. Kunstmaler in Gießen; JvhanneA Mauskops, Kunstmaler in Tanbhansen.

Gemeindesteuer-Rückstände. Unter den heutigen amtlichen! Tiekanntmachunge» der Stadt Gießen befindet sich auch die Mah- mcng des 2. Zieles Gemeindesteuern nnd Kanalgebühren für das Rechnungsjahr 1914. Tic Zahlung kann »och bis einschließlich 5. September 1914 bei der Stabtkasse ohne Itostcn erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibnng, wobei die vorgeschrte- benen Psändungskosten erhoben werben. Wegen Erlaß des drittelt und etwaiger weiteren Zielen, der z» Kriegsleisttingen eingezogenen« Stcucrpslichtigcn wird cs sich empfehlen, aisbaid bei Gr. Finanz- Amte Gießen entsprechenden Antrag zu stellen.

Der Getreideanbau Deutschlands im Üricgssahrc, hat nachs den jetzt abgeschlossenen Erhebungen in diesem Jahre erfreulicher--« weise in den wichtigsten Getreidearten stark zngcnommen. Der Wiiiterwcizen weist m!t einen, Anbau von l 791 090 Hektar eine Steigerung der Anbaufläche gegenüber dem Ltorsahr um 44 769 Hektar aus, der Anban von Wintmroggen stieg um 92 027 Hektar aus 6 386 007 Hektar, der Anbau von Hafer nahm um 73 311 Hektar auf 4 511 466 Hektar ZN. der Anbau von Kartofseln um 50 546 Hektar auf 3471 577 Hektar, der Anbau von Klee nahm um 81687 Hektar ans 2068 778 Hettar zu. damit stieg die Anbausläche von Klee um 4,1 Prozent, der Anbau anderer Wiesen beträgt mit 5 949 735 Hektar gegen das Vorjahr 68 587 Hektar mehr. Abgcnommcn hat dagegen der Anbau von Winterspelz. Sommerroggen, Lommcrgerstc, Luzerne, Beivässernngswiesen und Gräben. Zu berücksichtigen ist, daß die wichtigsten Getreidcarten und Kartofseln sowie Klee auch im Vor­jahr erheblich gesteigerten Anbau ausznweiscn hatten. Uni so zu­versichtlicher werden die Erntecrträgnisse zu beurteilen sein.

Aus dem Hauptviehmarkt in Franksnrt am Dienstag, auf dem seit der Mobilmachung die Preise erstmalig wieder notiert wurden, was vor allem vo den Produzenten nnd den mittleren und kleine­ren Metzgern begrüßt wurde, zeigte sich besonders ans den, Schweine- markt, wo 1635 Schweine angetricben waren, ein beträchtliches Emporfchncllcn der Preise gegenüber der letzten Notierung vor dev Mobilniachung. Vollsleischige Schweine von 80100 Kilogramm Lebendgewicht notierten vor der Mobilmachung 0263 Pfg., voll- fleischige Schweine unter SO Kilogramm Lebendgewicht 6061 Psg. und solche von 100120 Pfund Lebendgewicht 0062 Psg. pro Pfund Schlachtgewicht, während sie heittc zu 73,75 bezw. 70,75 Psg, pro Pfund Schlachtgewicht gehandelt wurden.

STrtiä Al-feld-La«rterbach.

X Alsfeld. In der Sitzung des Stadtvorstandes airt Dienstag, 18. August, wirrde 8 0 des Vcvtva«gs mit der Eisenbahn- Direktion wegen Erbauung der Ba h n h o f z ns u h r st r a ß c ange- nommen. Dieser Paragraph besttmint. daß die alten Pslastersieine, die beim Ausbruch des alten SicchntwipIatzeS geivomien »»erden, der Stadt zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Voranschlag über die Bevlegnng der Waffrrlettnng anläßlich des Bahnhostimbmies ivird in der Höhe von 4100 Mark genehmigt. Der Liedcntetch soll zu Jndnstricgelände hergesttllt werden, iveicke Slrbeit ans 12 000 Mart reranschlagt wird. Die Arbeit soll au-gcschrieben werden. Die Vereinbarungen mit G. Sckstiser wegen Erl-aniing der Zusnstr- straße werden gutgeheißen. Die erhobenen Einsprüche des (MW« Bücking und des Karl Heiser zu Alsfeld gegen dir Festlegung der Iiansluchtlinie am Liede» werden als unbegründet zurückgowiesen- Für die Herstellung des SLege.z nach der Strinsirst werden 250 Mark Fm tibrigen soll mit dem Forsts,skns wegen »nrerbai-mmi

bewilligt.