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Mit Wirkung vom 1. Oktober 1934 wurde der Pfleger an der Aniversitätsklinik für psychische und nervöse Krankheiten Julius Oel⸗ schläger in Gießen auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt.
Wir können für die Berichtszeit wiederum den Eingang wert— vollster Geschenke bei der Landesuniversität feststellen.
Die Universitäts- Bibliothek dankt vor allem der Notgemein⸗ schaft der Deutschen Wissenschaft für die fortlaufende Lieferung von aus- ländischen Zeitschriften und von veterinärwissenschaftlichen Werken und Zeit⸗ schriften im Werte von zusammen fast 4000,— RM.— Außerdem wurden ihr durch den Bibliotheksausschuß der Notgemeinschaft unmittelbar oder durch seine Vermittlung von anderen Bibliotheken zahlreiche wertvolle Doppelstücke als Geschenk oder im Tausch zugewiesen. Auch der Reichstausch⸗ stelle im Winisterium des Innern verdankt sie viele Bücher- und Zeit⸗ schriftenzuwendungen. Weitere wertvolle Geschenke erhielt die Bibliothek von der Industrie- und Handelskammer Gießen, der Deutschen Arbeitsfront Gießen und dem Ev.⸗theol. Seminar Herborn(Denkschriften).
Ihre eigenen Veröffentlichungen überwiesen folgende Gießener Do— zenten: Bornkamm, Cordier, Hirt, Klute, Martin, Wesser, Roller, Roloff, Schauder.
Eine große und wertvolle Sammlung theologischer Schriften schenkten Pfarrer D. Johannes Fritsch in Ruppertsburg, der langjährige Schriftleiter des Hess. Kirchenblattes, und Pfarrer Ferdinand Scriba in Wetterseld; militärische Werke aus dem Besitz der Familie Keim schenkte Frau Berg⸗ mann, Wiesbaden.
Von den vielen Freunden der Bibliothek, die ihr auch in diesem Jahre Bücherspenden zuwandten, seien genannt: Prof. Dr. H. Adolph, Prof. I F. Engel, Bankbeamter H. Engel, Prof. Dr. H. Harrassowitz, Frau Gertrud Helmolt 5, Prof. Dr. K. Hummel, Prof. Dr. R. Th. Edler v. Jaschke, Prof. Dr. G. Koch, Oberstudienrat Prof. Dr. A. Krämer, Rechtsanwalt DF Krämer, Pfarrer G. Mahr, Professor Dr. W. Meigen, Fräulein M. H. Mülberger, Fräulein H. Preuschen, Frau Pfarrer Reißmann, Friedberg, Dr. A. Röder, Erben des Kreisamtmannes Schenk, Darmstadt, Verlags- buchhändler Töpelmann, Kaufmann Gustav Walter, Erben des Oberstudien⸗ rats Prof. Dr. Weimar.
Auch der Doppeltaustausch, besonders mit den Landesbibliotheken Fulda und Dresden, der Stadtbücherei Erfurt, der Abtei St. Matthias in Trier brachte sehr befriedigende Ergebnisse.
Dem Juristischen Seminar wurden von Fabrikant Bänninger in Gießen 1000,— RM und von der Gießener Hochschulgesellschaft zur An⸗ schaffung steuerrechtlicher Literatur 500,— RM zugewendet.
Das Physiologisch⸗chemische Institut erhielt durch die Gie⸗ ßener Hochschulgesellschaft ein Kompensationskolorimeter.
Dr Ernst Leitz, Wetzlar, stiftete dem Archäologischen Institut einen Leika⸗Projektionsapparat, ein Leika⸗Reproduktionsgerät und einen Leika⸗Vergrößerungsapparat.


