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35 Christliches Gebet 11

Bedeutung als notwendige Voraussetzung der Entwicklung von causa er- schlossen i. Für die Zeit unseres Blattes dürfte sich für sie gar keine Schwierigkeit ergeben. Vor orroids ist vielleicht ait= et zu erkennen, Vgl. etwa Plato, Parm. 156 D: de ef exeivou ueraßdMEt eig e hoY. Der Knecht des Hauptmanns schlug von seiner Krankheit(zur Gesundheit) um; das bezeichnet nicht übel die Schnelligkeit der Heilung(Matth. 8, 13: cl ideen o nas ey rij Gp èceiyn. Luk. 7, 2: Kιατο eνοꝙ ue reer und 10: ebpOV roy dodo UTVO Va). In uerevgoheY ist das erste Y durch untergesetzten punkt getilgt. Inhaltlich bietet das nun Folgende keine Schwierigkeiten mehr. s

6 Am Ende wohl Sduuνj,j,¶ãLʒdop re zu lesen; das Wortende ist allerdings zum Teil zerstört und es war bestimmt nicht(re geschrieben, da die Spuren Wohl auf 4 Zeichen hindeuten. Nach dem p steht ein Doppelpunkt, der auch in dem koptischen Brief neben der orrrun ävu- angewandt ist(Gardt- hausen Gr. Pal.? II S. 400; Schubart Gr. Pal. S. 173; BKT VI S. 119). EE zeigt, daß der Schreiber hier von seinem Text auch nicht das Geringste verstanden hat. Danach haben wir starke Reste wohl eines& und zuletzt vielleicht ai für e. Für d statt ov(im selben Wort) hat man in älterer Zeit nur wenige, unsichere Beispiele; s. Mayser] S. 100. Das Umgekehrte, ou statt u, ist später häufiger; s. Ghedini, Lettere Christiane S. 296. ru and ,] Wie schon Herod. I 91 g. E. èvepde éο)αο ²arotot dmuntertan in allen Dingen.

7/8 eiorpe: Wechsel zwischen et und i schon früh: Mayser J S. 87; ebenso in Z. 10 eius für fuss. In der urchristlichen Literatur ist die Bezeichnung iarpòs für Gott oder Christus noch keineswegs 80 häufig, wie man vielleicht denken könnte(noch nicht im NT). Von Gott im Diognetbrief 9, 6 Christus als iarpòs oaphαναͥ ai vers im Brief des Ignatius an die Epheser 7, 2. Weitere Stellen bei J. Ott im Katholik 1910, 1 457f. Besonders bemerkenswert ist: Acta Thomae(in Acta Apostolorum apocrypha hg. v. Lipsius-Bonnet Lpg. 1891- 1903) II 2 c. 10: 0 cbpiô s uo kal d dees uo.., ö iarpô g rο e vo creNeiuhον τ ‚⸗ ꝙͥ/ Y... Ino Ni re. Ferner BKT VI S. 112(P. Berol. 9704; 3. Jahrh. n. Chr.) Kol. II 38: d pν,,te pod c ονονναο ud(ebenfalls auf Christus bezüglich); dem Text dürfte nach dem Kommen- ar S. 115 ein besonders hohes Alter zukommen. Dort wird noch verglichen Chrysostomusliturgie(1 340, 20 Brightman): d scrpòôs rο]. mx cl c) o wudruv udy(9. Jahrh. n. Chr.); die Stelle geht allgemein auf Gott. Doch wird in den späteren christlichen Gebeten diese Bezeichnung überhaupt häufiger, so daß sie für die Zeit unseres Blattes kaum etwas besagt. Be- kannt ist Z. B. das in den griechischen Liturgien bei der Spendung der heiligen Glung gebräuchliche sakramentale Gebet, das beginnt: IHdrep Grie, iarpe ry pöoN Y cal ouα,rr(Goar, Eux o,? Ven. 1730, S. 338).

Die von Prof. Bickel am Ende seines Artikels ausgesprochene Hoff- nung auf Belege aus dem schriftlichen Medizinergriechisch scheint sich nicht zu erfüllen. Die griechischen Arzte dürften in ihren wissenschaftlichen Schriften atrid im Sinne vonKrankheit gemieden haben, weil sie davon in vielen, besonders in ätiologischen Darlegungen Schwierigkeiten und Miß- verständnisse befürchten mußhten.