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Gegen Ende des Betriebsjahres wurden eine Reihe von Be- triebseinschränkungen personeller und technischer Art durch das Studentenwerk als Folge der Frequenzminderung beschlossen.
Uber die Pflege der Leibesübungen ist folgendes zu be- richten:
Infolge stärkerer Beanspruchung der Studierenden durch den SA- Dienst wurde der Sportbetrieb vorübergehend in Mit- leidenschaft gezogen. Da zugleich ein größerer Teil der für den Sport zur Verfügung stehenden Mittel für die geländesportliche Ausbildung verwandt wurde, konnte auch kein weiterer Ausbau der Ubungsanlagen erfolgen.
Die zu Beginn des Sommersemesters 1934 erfolgte Ab- grenzung der Arbeitsgebiete zwischen den Instituten für Leibes- übungen und den SA-Hochschulämtern hat bereits den Erfolg gehabt, daß der Sportbetrieb in diesem Semester einen Auftrieb erfährt. Durch ministerielle Verfügungen vom 17. April 1934 ist die Zulassung zu allen akademischen Abschlußprüfungen von der regelmäßigen Teilnahme an den Leibesübungen abhängig. Damit werden endlich auch diejenigen Studierenden erfaßt, die sich seither der Sportpklicht entzogen, obwohl unter diesen die Mehrzahl einer planmäßigen Körperschulung aus gesundheit- lichen Gründen am dringendsten bedürfte.
Lange Jahre hindurch erklingt bereits an dieser Stelle der Ruf nach einer Turnhalle, die zwar jede Schule besitzt, der Lan- desuniversität aber schmerzlich fehlt. Obwohl wir wissen, dab der Hessische Staat für seine Universität Opfer bringt, die an- gesichts der Finanznot des Landes außerordentlich sind, müssen wir die alte Bitte dringlich erneuern. Der Landesuniversität sind in der Pflege der Leibesübungen der Studierenden und der Aus- bildung der Turnlehrer Aufgaben von einer besonderen Bedeutung gestellt, die ohne eigene Turnhalle auf die Dauer nicht zu er- füllen sind.
Wir freuen uns, feststellen zu können, daß im Berichtsjahr der Landesuniversität wiederum viele wertvolle Geschenke überwiesen wurden.
Die Universitätsbibliothek ist vor allem der Notge- meinschaft der deutschen Wissenschaft für die fortlaufende Lie- kerung von ausländischen Zeitschriften im Werte von über 3000 RM und von veterinärmedizinischen Werken und Zeit- schriften für etwa 800 RM zu größtem Dank verpflichtet; ganz


