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Nachbarlandschaften Bescheid und verwertet das vorhandene Schrifttum mit Umsicht und selbständigem Urteil. So ist eine Arbeit entstanden, belebt von der Freude an dem von der Heimat dargebotenen Liedergut, allseitig durchdacht und gut geschrie- ben. Die Darstellung bringt überall Neues und wird der Aufgabe unbedingt gerecht. Die Fakultät erkennt ihr den vollen Preis zu.“
Verfasser ist Georg Brohm aus Darmstadt.
Unter dem Kennwort:„Tonoplast“ ist eine Bearbeitung der Aufgabe aus dem Gebiet der Botanik:„Neue Beiträge zur Physiologie der Pflanzenzelle“ eingegangen. Die Philosophische Fakultät hat sie wie folgt beurteilt:„Die eingereichte Arbeit stellt sich die Aufgabe, die chemischen und physikalischiem Eigenschaften der in Pflanzenzellen isolierten Tonoplasten zu erforschen und mit dem des gesamten Protoplasmas zu ver- gleichen. Verfasser stellt fest, daß alle Faktoren, welche die Endosmose des Wassers fördern, die„Lebensdauer“ des Tono— plasten, d. h. die Zeit, während welcher seine Semipermeabilität erhalten bleibt verkürzen, und dab die Reaktion des Tono- plasten auf Reichtum an Eiweißstoffen und Lipoiden schließen lassen. Verfasser hat seine Untersuchungen mit großem Ver— ständnis durchgeführt und seine Ergebnisse vortrefflich mit- zuteilen verstanden. Seine Arbeit scheint des vollen Preises wert.“
Verfasser ist Cand. rer. nat. Robert Eich berger aus Flonheim.
Aus dem Gebiet der Zoologie lautete die Preisaufgabe „Es sollen die Strukturen klargestellt werden, welche die Metall- farben bei Käfern erzeugen“. Die unter dem Kennwort:„Hier sieht man klar/ wie selten nur/ ins innere Walten der Natur“ eingereichte Arbeit fand folgende Beurteilung:„Verfasser bal die metallfarbige Körperdecke einer Anzahl von Käfern im auf- fallenden Licht(mittels des Ultropaks), im durchfallenden ge— wöhnlichen und polarisierten Licht mikroskopisch und zwar vor allem an Schliffen verschiedener Richtung untersucht und die beobachteten Strukturen in vorzüglichen Mikrophotographien festgehalten. Aus seinen Befunden schließt er, daß die sog. Stäbchenschicht der Quticula der vermutliche Erzeuger der Me— tallfarben ist und zwar sollen hier eingelagerte feine Guamien- lamellen Interferenzfarben dünner Blättchen erzeugen. Wenn auch der Fleiß und das Geschick anzuerkennen ist, mit der die technische Seite der Aufgabe behandelt wurde, so bestehen doch


