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dem Maße förderten, ja erst auf die richtige Basis stellten. Vor der Universität in Berlin steht das Marmordenkmal v. Helm- holt z', vor der Charité die Bronzestatue Albrecht v. Grae- kes, der in der Hand den Augenspiegel trägt, den sein genialer Zeitgenosse ihm zum Segen der Menschheit übergeben hatte. Das deutsche Volk errichtete seinen beiden groben Söhnen diese Ehrenmale, aber überdauern wird sie, solange Menschen auf dieser Erde weilen, der Dank unzähliger, die, vom ewigen Dunkel bedroht, durch Helmholtz Entdeckung und die ärztliche Kunst v. Graef es dem Lichte wiedergegeben wurden.

Neben diesen beiden Reformatoren der Augenheilkunde sol! aber ihr Zeitgenosse Franziskus Cornelius Donders (18181889) nicht vergessen werden, der berühmte hollän- dische Ophthalmologe und Professor in Utrecht, dessen grund- legendes Werk über die Refraktion und Akkomodation des Auges und deren Anomalien noch heute als ein Klassisches Werk der Augenheilkunde gilt. Zwei Menschenalter sind seit dieser Zeit verstrichen. Wenn auch der stürmischen Entwicklung der Augenheilkunde, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahr- hunderts einsetzte, ein langsamerer Ausbau der gewonnenen Erkenntnisse folgen mußte, so darf man doch sagen, daß bis in unsere Zeit hinein die Ophthalmologie stetige Fortschritte machte, die eng verknüpft waren mit den Fortschritten der Allgemeinmedizin, aber auch mit denen der Physik und Chemie und insbesondere der deutschen Technik.

Wohl war der Zusammenhang von Augen- und Allgemein- leiden in beschränktem Maze bereits in früheren Zeiten nicht unbekannt, aber in welch' reichem Maße Augenveränderungen andere, insbesondere innere und Nervenkrankheiten begleiten oder ihnen vorausgehen, hat doch erst die neueste Zeit nach der Erfindung des Augenspiegels ans Licht gebracht.

Wenn man bedenkt, daß nirgends sonst im Körper ohne einen Eingiff tiefer liegende Gewebe, Arterien und Venen, Nervenfasern intravital mit solcher Deutlichkeit wie mit Hilfe des Augenspiegels im Augenhintergrund beobachtet werden kön- nen, daß ferner das Sehorgan vom Augapfel über den Sehnerven und durch das ganze Gehirn bis zum Hinterhauptspol reicht, von hier aus durch zahllose Bahnen mit vielen Bezirken der Hirnrinde in Verbindung steht, so wird es ohne weiteres klar, wie oft bei Allgemeinleiden und Erkrankungen des Zen-