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Verfasser ist: Rudolf Nehrbaß, stud. philol., Gießen.
Aus dem Gebiet der Archäologie lautete die Aufgabe: „Welche Werke können wir auf Grund des von Amelung rekon- struierten myronischen Athleten Myron zuschreiben, und was er- gibt sich daraus für unsere Kenntnis Myrons und der griechischen Kunst um 450 v. Chr.?“ Die unter dem Kennwort:„Xa ,frα nad, eingereichte Arbeit wurde von der Philosophischen Fa- kultät wie folgt beurteilt: 5
„Der Verfasser hat die gestellte Aufgabe durch eingehende Formenuntersuchung zu lösen gesucht. Er ist dabei zu einer von den bisher vorliegenden abweichenden Werkliste Myrons gekom- men, die er im allgemeinen gut begründet hat. Die Kunstweise Myrons ist fein charakterisiert und von der seiner Zeitgenossen geschieden. So ist die Arbeit ein guter Beitrag zu den vielum- strittenen Problem, wie weit wir erhaltene Kunstwerke der klas- sischen Zeit bestimmten uns literarisch bekannten Künstlerper- sönlichkeiten zuweisen dürfen. Die Arbeit ist des vollen Preises würdig.“ ö
Verfasser ist: Hermann Klöter, stud. phil. cl., Gießen.
Unter dem Kennwort„Auctoritas“ ist eine Bearbeitung der Aufgabe aus dem Gebiet der Alten Geschichte:„Politik und Staatsgedanke in Augustus“ autobiographischen Schriften und in der Augusteischen Dichtung! eingegangen.
Die Philosophische Fakultät hat sie wie folgt beurteilt:
„Die Bewerbungsschrift enthält einzelne Abschnitte, die nur als vorläufige Skizzen zu betrachten sind und eines vertiefenden Ausbaus bedürfen. Es finden sich aber in ihr wertvolle Kapitel. die eine wesentliche Förderung unseres Wissens von Augustus“ Staatsauf fassung und Politik und ihrem Widerhall in der zeit- genössischen Dichtung bedeuten. Sie beweisen, daß sich der Ver- fasser eingehend mit der gesamten Uberlieferung und der wich- tigeren modernen Literatur beschäftigt und selbständig ausein- andergesetzt hat. Trotz der ungewöhnlich großen Schwierigkei- ten, die das gestellte Thema für eine Anfängerarbeit bietet, ist Fruchtbares geleistet. Die Fakultät erkennt den vollen Preis i
Verfasser ist: Theodor Vaubel, stud. phil. cl., Gießen.
Aus dem Gebiet der Chemie lautete die Preisaufgabe:„Sind aliphatische Ketone imstande, Alkalimetalle zu addieren, d. h. Metallketyle zu bilden?“ Die unter dem Kennwort:„Hemau“ eingereichte Arbeit fand folgende Beurteilung:


